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Ich will wieder an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; wenn es ihnen übel ergeht, werden sie mich suchen.... (Hosea 4.5.6)

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Samstag, 26. April 2008

Die Spreewaldkahnfahrt

Meine Schwägerin brauchte wieder neues Leinöl, welches sie nur frisch gepresst im Spreewald kauft, und das nahmen wir zum Anlaß für einen kleinen Ausflug. Sie verstaute zehn leere Flaschen im Auto, die alle voll werden sollten, da sie auch Leinöl nach Bayern verschicken will, dann ging es los. Nachdem die Flaschen in der Mühle gefüllt worden waren, aßen wir zu Mittag in einem Landgasthaus. Das Essen war vorzüglich, hauptsächlich Spreewälder Spezialitäten. Ich hatte Grützwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln und habe ehrlich noch nie solch ein gutes Sauerkraut gegessen. Danach begaben wir uns zum Kahnhafen und mieteten zu dritt einen Kahn für uns. Der Kahnführer kam wegen uns extra angefahren und erklärte, daß durch den späten Frühling noch gar nicht geschafft wurde, alle Holzkähne flott zu machen, die geteert und dann im Wasser versenkt werden. Es stand deshalb nur ein einziger Kahn zur Verfügung. Da bisher auch noch kein Bedarf an Kahnfahrten bestanden hatte, also wir wohl die ersten Interessenten in diesem Jahr waren, sind außerdem die Fließe noch nicht gesäubert worden. Dies bedeutet, daß aus ihnen größere, abgebrochene Äste herausgefischt werden. Diese schwammen nun aber noch darin herum und das merkten wir derart, daß wir immer mal wieder mit dem Kahn über einen Ast "scheuerten", was ein merkwürdiges Geräusch machte, so wie die Geräusche, die ich aus U-Boot-Filmen kenne. Auch die Tiere rechneten anscheinend noch nicht mit Besuch. Ein Rehbock, der in einem Gebüsch gekauert hatte, sprang erschrocken hoch und hoppelte eine ganze Weile am Ufer vor unserem Kahn her. Der Kahnführer erklärte, daß die Rehe manchmal auch die Fließe durch das Wasser überqueren, aber Wildunfälle gibt es anders als auf Autobahnen nicht. Eine Wildente flatterte leicht panisch nur einen Meter entfernt aus dem Schilf auf, hat uns damit mehr erschreckt, als wir sie, und ein Biber lag reglos wie ein Baumstamm im Wasser, so daß wir ihn gar nicht gleich registrierten. Aber als er merkte, daß er angestarrt wird, schwamm er ärgerlich davon. Diese Stille in den Fließen ist wirklich unvergleichlich, natürlich nur, wenn man nicht mit dem ganzen Betrieb eine Betriebsausflug-Kahnfahrt macht, auf der alle durcheinanderschnattern. Nach der Fahrt gönnten wir uns ein Stück Kuchen - für mich gab es Mandarinensahnetorte - in einem Naturgarten-Cafe. Dort sitzt man zwischen Anlagen mit prächtigen Pfauen, Kaninchen und sonstigem Getier, und der Kuchen wird von den Besitzern selbstgebacken und ist absolut köstlich, besser als das Essen. Schon auf unserem letzten Ausflug aßen wir dort und schwärmten von Mohn- und Streuselkuchen.


Spreewaldkahnfahrt

Spreewaldkahnfahrt | 2

Spreewaldkahnfahrt | 3

Spreewaldkahnfahrt | 4

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Spreewaldkahnfahrt | 7

Spreewaldkahnfahrt | 8

Auf der Rückfahrt hielten wir in Königs-Wusterhausen, am Wusterhausener Schloß, weil dort gerade ein Keramikmarkt stattfand. Als Eintrittskarte erhielt man eine kleine gebrannte Tonmünze und außer den unheimlich vielen Ständen mit Keramik konnte man auch eine Feuertänzerin begutachten. Nach diesem Tagesprogramm bin ich fix und alle.

Keramikmarkt

Wusterhausener Schloß

Feuertänzerin

Elsas Film

Ich schaue einen Film, in dem Elsa in jungen Jahren mitgespielt hat. Die Handlung findet ausschließlich in einem Raum statt. Mir fallen beim Betrachten ihre afroamerikanischen Gesichtszüge auf. Vielleicht hat sie afrikanische Vorfahren, ihre Haut ist aber nur leicht gebräunt.
Augenblicklich befinde ich mich selbst in diesem Zimmer. Es ist etwas chaotisch, unter einer Couch stehen zum Beispiel viele Schuhkartons mit Kosmetika. Elsa greift nach einer Kette mit einem faustgroßen Stein, um sie mir zu zeigen. Sie meint, es wäre ein Tigerauge. Er ist an einem doppelten Lederband befestigt und weißlich, mit schwarzer Marmorierung. Das kann eigentlich kein Tigerauge sein. Sie verbessert sich jetzt auch und sagt, es wäre ein Douglasie.
Hm, eine Douglasie ist doch ein Baum, überlege ich, sage aber nichts.

Bemerkung: Das Aussehen des Steines entsprach mehr einem weißen Howlith und der Traum wurde augenscheinlich durch diesen Traumbeitrag und Kommentar angeregt.

Zucker sagt,

endlich bin ich in den Sarg versetzt worden. Meine nun gigantisch viel freie Zeit werde ich jetzt mal wieder kennenlernen, wie auch die Möglichkeit, meine Arbeit zu machen, und er meinte, das ist wirklich witzig. Noch schöner wäre es morgen. Darauf beschließe ich, mich in einen Sandstrand zu verwandeln. Bond ist ein dehnbares Wort, das eine Ruheperiode von beliebiger Natur bedeutet, wie anderwärts erklärt. Dieses Dogma, höchstes Glaubensgebot für Katholiken, ist erneut bestätigt worden und ich sehe durchaus ein Verhältnis zur Körpergröße. Und nun wollen wir mal wieder.

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Chutzpe - 2008/12/04 00:09
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daß du mir das zutraust, aber solche schwierigen...
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zuckerwattewolkenmond - 2008/12/02 00:25
Wann
kommt denn nun eigentlich das Ende, das so nahe sein...
A. (anonym) - 2008/12/02 00:15

Meine Kommentare

Ist ja nett,
daß du mir das zutraust, aber solche schwierigen...
weltentanz - 2008/12/04 00:04
Natürlich
mit einem Anagramm-Generator. Ich habe ja schließlich...
weltentanz - 2008/12/03 23:54
Hilferufe
aus dem Äther? Hab ich da gerade etwas gehört?
weltentanz - 2008/12/03 21:22
Das wird
ja immer unheimlicher heute. Soll ich diesem automatisch...
weltentanz - 2008/12/03 20:45
Vertrauen
ist gut, Kontrolle besser, oder so. *gg*
weltentanz - 2008/12/03 20:25
Herr Books?
Sind Sie noch da? Oder hat Sie das mysteriöse...
weltentanz - 2008/12/03 20:24
*freut mich* :-)
weltentanz - 2008/12/03 00:42
Der Spruch könnte...
Der Spruch könnte beinahe, aber nur beinahe, auch...
noemix - 2008/12/02 21:49

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