Der kleine Herr Luchterhand und das große Vergessen - Teil 73
Als ich erwachte, war ich ein neuer Mensch. Genau so wie ich eingeschlafen bin, schlug ich die Augen auf, aber irgendetwas war anders. Es war die ungeheure Kraft und Wachheit, welche ich fühlte, und die mich überraschte. Die Kopfschmerzen waren verflogen, es war, als wäre ich gerade geboren worden und hätte noch nie Müdigkeit gespürt. Gut gelaunt sprang ich aus dem Bett und machte mich für das Frühstück bereit.
Im Speisezimmer erhielt ich einen kleinen Dämpfer, als ich Robert sah, der nur ein mürrisches „Guten Morgen!“ murmelte und mich nicht ein einziges Mal ansah. Ich vermied es jetzt ebenfalls, ihn anzuschauen, aber Albert merkte dummerweise sofort, dass etwas nicht stimmte. „Wie lange habt ihr denn noch vor, euch anzuschweigen?“
Ich zuckte ratlos mit den Schultern und Robert biss ungnädig in sein Toastbrot.
„Wenn ihr in meinem Alter wärt, dann wüsstet ihr, dass das Leben zu kurz ist, um es sich auch nur eine Stunde durch Kleinlichkeiten zu vermiesen.“
Ich schwieg und löffelte mein Ei.
„Mach dir da mal keine Sorgen, Albert.“ antwortete Robert, dabei noch immer jeden Blick in meine Richtung vermeidend.
Schließlich schwiegen alle bis auf Neda, welche die Pläne für das Mittagessen erläuterte und sich über einen defekten Wasserhahn in der Küche beschwerte.
Ich nippte, mein Frühstück beendend, an einem Glas Milch, da spürte ich unter dem Tisch Roberts Hand auf der meinen. Er drückte sie fest und seine Finger schlossen sich warm um meine. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Noch immer schaute er mich nicht an und ich tat es ihm nach, doch dies wurde nun zu einer geheimen Verschwörung gegen Albert, ohne Worte beschlossen. Wir würden ihn kräftig an der Nase herumführen.
Mit angespannten Gesichtern und mit einigem Abstand verließen wir den Tisch, nur um uns auf meinem Zimmer lachend in die Arme zu fallen. „Wie geht es deinem Kopf?“ wollte Robert wissen.
„Großartig.“
„Das ist gut. Dann brauche ich ihn dir nicht mehr abzureißen.“
Wir neckten uns einige Minuten ausgelassen, da fiel mir schlagartig das gestrige Ereignis ein und daß ich als nächstes zurück auf das Festland mußte.
„Du wirst es nicht glauben, was ich gestern in den Ordnern gefunden habe.“
„Was denn?“ fragte Robert mäßig interessiert.
„Meinen Nachbarn!“
„Wie jetzt?“ Er schien jetzt wach geworden zu sein.
Ich klärte ihn kurz über die Zeitungsartikel und den Einbruch auf, was er ziemlich fassungslos zur Kenntnis. „Findest du es nicht auch ein wenig merkwürdig, dass ausgerechnet dein Nachbar es war, der versucht hat hier auf der Insel einzubrechen? Solche Zufälle gibt es doch gar nicht.“
„Sag ich ja. Was meinst du, wie ich geguckt habe.“ Ich zögerte kurz.
„Ich habe beschlossen, dass ich mit ihm reden muß.“
„Mit deinem Nachbarn?“
„Ja. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich den Schlüssel zu allem, was mir geschehen ist, bei Herrn Luchterhand finde. Als ich die Zeitungsartikel las, ist mir das klar geworden.“
„Willst du, dass ich dich begleite? Ich mein, ich lasse dich ungern allein dort hin – du weißt schon.“ Er grinste entschuldigend.
„Ich glaube, sprechen muß ich mit ihm allein, sonst könnte er verunsichert sein. Aber ich würde mich freuen, wenn du mich hinbringen könntest und auf mich wartest. Notfalls kannst du mich dann retten.“ Ich zwinkerte verschwörerisch.
„Ob ich dich rette muß ich mir erst noch überlegen.“ entgegnete er frech.
Im Speisezimmer erhielt ich einen kleinen Dämpfer, als ich Robert sah, der nur ein mürrisches „Guten Morgen!“ murmelte und mich nicht ein einziges Mal ansah. Ich vermied es jetzt ebenfalls, ihn anzuschauen, aber Albert merkte dummerweise sofort, dass etwas nicht stimmte. „Wie lange habt ihr denn noch vor, euch anzuschweigen?“
Ich zuckte ratlos mit den Schultern und Robert biss ungnädig in sein Toastbrot.
„Wenn ihr in meinem Alter wärt, dann wüsstet ihr, dass das Leben zu kurz ist, um es sich auch nur eine Stunde durch Kleinlichkeiten zu vermiesen.“
Ich schwieg und löffelte mein Ei.
„Mach dir da mal keine Sorgen, Albert.“ antwortete Robert, dabei noch immer jeden Blick in meine Richtung vermeidend.
Schließlich schwiegen alle bis auf Neda, welche die Pläne für das Mittagessen erläuterte und sich über einen defekten Wasserhahn in der Küche beschwerte.
Ich nippte, mein Frühstück beendend, an einem Glas Milch, da spürte ich unter dem Tisch Roberts Hand auf der meinen. Er drückte sie fest und seine Finger schlossen sich warm um meine. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Noch immer schaute er mich nicht an und ich tat es ihm nach, doch dies wurde nun zu einer geheimen Verschwörung gegen Albert, ohne Worte beschlossen. Wir würden ihn kräftig an der Nase herumführen.
Mit angespannten Gesichtern und mit einigem Abstand verließen wir den Tisch, nur um uns auf meinem Zimmer lachend in die Arme zu fallen. „Wie geht es deinem Kopf?“ wollte Robert wissen.
„Großartig.“
„Das ist gut. Dann brauche ich ihn dir nicht mehr abzureißen.“
Wir neckten uns einige Minuten ausgelassen, da fiel mir schlagartig das gestrige Ereignis ein und daß ich als nächstes zurück auf das Festland mußte.
„Du wirst es nicht glauben, was ich gestern in den Ordnern gefunden habe.“
„Was denn?“ fragte Robert mäßig interessiert.
„Meinen Nachbarn!“
„Wie jetzt?“ Er schien jetzt wach geworden zu sein.
Ich klärte ihn kurz über die Zeitungsartikel und den Einbruch auf, was er ziemlich fassungslos zur Kenntnis. „Findest du es nicht auch ein wenig merkwürdig, dass ausgerechnet dein Nachbar es war, der versucht hat hier auf der Insel einzubrechen? Solche Zufälle gibt es doch gar nicht.“
„Sag ich ja. Was meinst du, wie ich geguckt habe.“ Ich zögerte kurz.
„Ich habe beschlossen, dass ich mit ihm reden muß.“
„Mit deinem Nachbarn?“
„Ja. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich den Schlüssel zu allem, was mir geschehen ist, bei Herrn Luchterhand finde. Als ich die Zeitungsartikel las, ist mir das klar geworden.“
„Willst du, dass ich dich begleite? Ich mein, ich lasse dich ungern allein dort hin – du weißt schon.“ Er grinste entschuldigend.
„Ich glaube, sprechen muß ich mit ihm allein, sonst könnte er verunsichert sein. Aber ich würde mich freuen, wenn du mich hinbringen könntest und auf mich wartest. Notfalls kannst du mich dann retten.“ Ich zwinkerte verschwörerisch.
„Ob ich dich rette muß ich mir erst noch überlegen.“ entgegnete er frech.
zuckerwattewolkenmond - Die namenlose Geschichte - 2008/05/29 19:34
Omen Potenta Rucola



















