Fernsehtip
"Das Gelübde" heute um 21 Uhr auf arte:
1818: Der Berliner Dichter und Lebemann Clemens Brentano (Misel Maticevic) will kein Künstler mehr sein - stattdessen hat er sich der katholischen Kirche zugewandt. Er reist in das kleine Städtchen Dülmen, um die Visionen der jungen Nonne Anna Katharina Emmerick (Tanja Schleiff) niederzuschreiben. Die Geistliche ist durch ihre Wundmale Jesu bekannt geworden. Zunächst skeptisch, zieht Anna Clemens immer mehr in ihren Bann.
In der Rezension auf Faz.net hört sich der Film ziemlich spannend an, auch wenn er laut Programmvorschau eher spröde sein soll:
Brentanos Lebensepisode ist ein Stoff, der sich ganz augenscheinlich eher für sprachphilosophisch ambitionierte Seminare eignet als fürs publikumswirksame Unterhaltungsfernsehen. Und sie ist ein Stoff, dessen vielfältige Ausgreifungen in Ideengeschichte, Mystik und Literaturhistorie sich einer Übertragung ins Bild eher zu sperren scheinen. Das Ergebnis, steht zu vermuten, kann entweder quasireligiös-erotisches Kostümtheater sein oder gut gemeintes, aber schlecht gemachtes Bildungsfernsehen der staubtrockenen Variante. Eben zum Abschalten.
Denkste. Glaubste. Und siehste: In Dominik Grafs Regie nach dem von ihm selbst und Markus Busch verfassten Drehbuch hat dieser Stoff, verfilmt nach dem Roman von Kai Meyer (1998), seine niederdrückende Theorielast und fast alle Sprödigkeit abgelegt. Sinnlich-eindrücklich wie ein Moritatenbilderbogen sind viele der Szenen, die in Dülmen spielen, manche auch zurückhaltend arrangiert wie Vanitas-Stillleben oder Gemälde von Vermeer; durch luzide Klarheit dagegen beeindrucken die Bilder und Szenen, die in Berlin im Kreis der ehemaligen, jetzt durch den Alltag und die allgemeine Rationalitätsgläubigkeit desillusionierten Romantiker spielen (Kamera: Michael Wiesweg).
1818: Der Berliner Dichter und Lebemann Clemens Brentano (Misel Maticevic) will kein Künstler mehr sein - stattdessen hat er sich der katholischen Kirche zugewandt. Er reist in das kleine Städtchen Dülmen, um die Visionen der jungen Nonne Anna Katharina Emmerick (Tanja Schleiff) niederzuschreiben. Die Geistliche ist durch ihre Wundmale Jesu bekannt geworden. Zunächst skeptisch, zieht Anna Clemens immer mehr in ihren Bann.
In der Rezension auf Faz.net hört sich der Film ziemlich spannend an, auch wenn er laut Programmvorschau eher spröde sein soll:
Brentanos Lebensepisode ist ein Stoff, der sich ganz augenscheinlich eher für sprachphilosophisch ambitionierte Seminare eignet als fürs publikumswirksame Unterhaltungsfernsehen. Und sie ist ein Stoff, dessen vielfältige Ausgreifungen in Ideengeschichte, Mystik und Literaturhistorie sich einer Übertragung ins Bild eher zu sperren scheinen. Das Ergebnis, steht zu vermuten, kann entweder quasireligiös-erotisches Kostümtheater sein oder gut gemeintes, aber schlecht gemachtes Bildungsfernsehen der staubtrockenen Variante. Eben zum Abschalten.
Denkste. Glaubste. Und siehste: In Dominik Grafs Regie nach dem von ihm selbst und Markus Busch verfassten Drehbuch hat dieser Stoff, verfilmt nach dem Roman von Kai Meyer (1998), seine niederdrückende Theorielast und fast alle Sprödigkeit abgelegt. Sinnlich-eindrücklich wie ein Moritatenbilderbogen sind viele der Szenen, die in Dülmen spielen, manche auch zurückhaltend arrangiert wie Vanitas-Stillleben oder Gemälde von Vermeer; durch luzide Klarheit dagegen beeindrucken die Bilder und Szenen, die in Berlin im Kreis der ehemaligen, jetzt durch den Alltag und die allgemeine Rationalitätsgläubigkeit desillusionierten Romantiker spielen (Kamera: Michael Wiesweg).
zuckerwattewolkenmond - Die verschollenen Briefe - 2008/05/30 15:39
Omen Potenta Rucola



















