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Mittwoch, 23. August 2006

Die Geschichte, die NICHT "Das Geheimnis des Zarengoldes" heißt - Teil 29

„Du hast doch eben aus einer Dachluke geschaut?“

„Ja, das habe ich. Ich hatte wie gesagt etwas gehört und rausgeschaut.“

„Und was ist mit meiner Wand? Hast du damit etwas zu tun?“

Klaus schaute mich groß an und fragte: „Was ist mit deiner Wand?“

„Das gleiche, was ich dir heute schon erzählte, nur dass es jetzt wieder da ist, obwohl ich es überstrichen hatte. Du glaubst gar nicht, wie ich mich erschreckt habe.“

Herr Luchterhand kaute an einem seiner Finger und wirkte sehr nachdenklich. „Und deshalb bist du durchgedreht?“ Die Frage hatte die Betonung einer Feststellung.

„Ähm, ja, ich weiß nicht...“ stotterte ich verwirrt und drehte verlegen an einer Haarsträhne, versuchte mich zu erinnern, wie es dazu gekommen ist, „da war noch so viel anderes.“

„Was denn?“ Die nackte Glühbirne warf einen hellen Fleck auf den nackten Boden, während dessen die Schatten aus den Ecken krochen.

„Ich hatte den Eindruck, du spionierst mir hinterher. Ich habe doch gemerkt, wie du immer an deiner Tür standest oder einmal von der Treppe heruntergeschaut hast, als ich im Hausflur war. Auch das Treffen heute halte ich nicht für einen Zufall.“

Herr Luchterhands Ohren bekamen eine ungesunde purpurne Farbe, doch er nickte mir zu, wobei er die Augen schloss. „Stimmt, tut mir leid. Ich habe mir einfach Sorgen gemacht.“

„Aber warum denn, verdammt noch mal? Ich werde aus deinem Gerede nicht schlau.“

Statt zu antworten bat er mich, sich die Wand anschauen zu dürfen. Gemeinsam stiefelten wir zu meiner Wohnung hinab, deren Tür noch immer weit offen stand. Ohne jede Regung starrte er auf den grauen Fleck, schien über etwas nachzusinnen, fern mit seinen Gedanken.
Plötzlich schaute er hoch, sein Blick fiel auf das kleine Püppchen, das noch immer auf dem Fensterbrett saß. Er nahm es und wieder glaubte ich seine Gedanken auf eine weite Reise gehen zu sehen. So abwesend, wie er war, fragte ich mich innerlich, was es wohl bei diesen Sachen so viel nachzudenken gäbe und sogleich beantwortete er die Frage, indem er vollkommen ernst behauptete: „An irgendjemanden erinnert mich diese Puppe.“

Ich erwiderte nichts, hielt das für unnötig, zumal ich nicht verstand, dachte jedoch gleichermaßen an meine spontane Namensgebung. Ihm eine Stuhl in der Küche anbietend, bat ich ihn gleichzeitig um völlige Offenheit und eine umfassende Erklärung, sowohl des Ursprunges seiner Sorgen als auch seiner Worte. Mit einem Glas Grapefruitsaft in seinen Händen überlegte er, vielleicht darüber, wie er am besten beginnen solle, und räusperte sich.

„Weißt du, es ist so – ich wohne schon sehr viele Jahre in diesem Haus. Und früher, das war noch mit meiner Partnerin, wohnten wir hier in deiner Wohnung. Nachdem Olga verschwunden war, zog ich einige Jahre darauf in die andere daneben, weil die etwas kleiner und preiswerter ist.“

„Eha.“ sagte ich, nicht wirklich sicher, was ich davon halten sollte.

„Und das Kuriose ist, dass der Mieter, der danach in dieser Wohnung lebte, ebenfalls verschwand.“

Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen, doch meinen Lippen entrang sich nur ein schwaches „Aha.“. Dann legte ich noch mit einem trockenem „Soll das jetzt ein Scherz sein, oder was?“ nach.

Er schüttelte den Kopf. „Nein, es ist kein Scherz. Es war wirklich so. Er war von einem Tag zum anderen verschwunden und seine Möbel und Sachen befanden sich noch alle in der Wohnung. Das wurde allerdings erst Wochen später bemerkt, als wir, die Mieter des Hauses, ihn schon ziemlich lange nicht mehr gesehen hatten.“

Ich glaubte das einfach nicht, wollte es nicht glauben, und dennoch fühlte ich mich seltsam beunruhigt. „So was gibt es gar nicht. Es können doch nicht gleich zwei Leute, die in derselben Wohnung lebten, völlig unabhängig voneinander verschwinden. Das ist doch Unsinn.“

„Verstehst du jetzt, warum ich mir Sorgen mache?“ erwiderte er langsam und mit überdeutlicher Betonung, zwei große Schlucke aus dem Glas hinterhernehmend.
„Zufällig war dieser Mieter, als er verschwand, ebenfalls beim Renovieren.“

In meinem Kopf wirbelte alles durcheinander. Sollte ich das ernst nehmen? Und wenn ja, welche Rolle spielten dann die Wand und die Puppe in dieser Geschichte? Ich konnte beim besten Willen keine logischen Zusammenhänge erkennen, aber zum Denken war ich sowieso viel zu aufgewühlt. Und zwar so sehr, dass ich anscheinend nicht mitbekommen hatte, wie ich die Frage laut vor mich hinsagte.

„Jetzt weiß ich es!“ platzte Herr Luchterhand heraus, „Diese Puppe erinnert mich an jenen Mieter, merkwürdig......“

Ich schüttelte ungläubig den Kopf. Mich erinnerte sie an Robert, also wer weiß, was ich davon halten durfte. Dann bemerkte ich, dass Herr Luchterhand irgendwie in sich zusammengefallen war und fast verzweifelt wirkte. Er machte auf mich den Eindruck eines kleinen Jungen, der seinen Haustürschlüssel verloren hat und sich nun bemühte der Schelte zu entgehen, indem er ihn wiederfindet. Er schien tatsächlich etwas verloren zu haben, nur war es nicht der Schlüssel.

„Es ist so seltsam. All diese Jahre alleine ist mir, als lebe ich in einem Traum. Ich habe ständig das beängstigende Gefühl, etwas sehr Wichtiges vergessen zu haben, doch so viel ich auch nachdenke, mir fällt nichts ein. Es ist wie ein Traum, in dem man sich an einen Traum zu erinnern versucht.“ Seine Worte verhallten leise in der Nacht, welche vor dem geöffneten Fenster noch immer ihr schwarzes Samt über der Stadt ausgebreitet hatte.

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Das mit den Gabeln ist raetselhaft. Man weiss ja, dass...
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Also ich
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