Eine Studentenbude, die meinem früheren Zimmer ähnelt, allerdings zwei Räume hat. Ich wohne dort mit zwei jungen Männern zusammen, mit denen ich mich zwar gut verstehe, die mich manchmal aber auch nerven. So wie jetzt in der Nacht, wo ich ständig wieder erwache, weil die auf irgendwelche Einfälle kommen. Ich stehe auf und gehe ins zweite Zimmer an das Fenster. Dann lege ich mich neben einem von beiden, dunkel gelockte Haare und Brille, auf das Bett und wir reden miteinander. Er sagt mir, daß ich nicht sensibel sei, wobei er mich spöttisch parodiert. Ich antworte darauf, daß er auch nicht gerade sehr sensibel sei, wenn er sowas macht, was er sich augenscheinlich durch den Kopf gehen läßt. Ich verkünde nun, daß ich mit (Name des anderen) schlafen werde, verbessere mich aber gleich in "neben (Namen des anderen)", nachdem sie mich damit aufziehen, denn was anderes ist nicht gemeint und die sollen gar nicht erst auf irgendwelche Ideen kommen. Jetzt gehe ich in das erste Zimmer zurück und mich trifft fast der Schlag. Anscheinend haben die beiden zu einer Party eingeladen. Das ganze Zimmer ist voller Gestalten, die gemeinsam herumhängen, und dazu noch vollkommen wüst, als wenn alle Sachen auf dem Boden verteilt wurden. Nur mit Mühe kann man durch das Zimmer navigieren, ohne irgendwo drauf zu treten. Ich überlege mir, daß es vielleicht besser wäre, in meine eigene Wohnung zu gehen, hier werde ich bestimmt keinen Schlaf mehr finden. Kaum habe ich das gedacht, stehe ich auch schon in einer seltsamen Siedlung mit Holzhäusern, welche an die russische Siedlung in Potsdam erinnern, nur daß sie enger zusammenstehen und schmale Gassen bilden. Genau vor mir prangt die Hausnummer 6. Hm, ich meine mich dunkel zu entsinnen, daß die eigene Hausnummer anders lautet. Wo finde ich jetzt meine Wohnung? Ich muß wohl diesen Weg nach Süden nehmen, hinter der Siedlung dürfte gleich der Wohnblock sein. Während ich laufe und schaue, fällt mir auf, daß die gesamte Siedlung einer Kirche gehört. Auch ein eigenes Gotteshaus aus Holz gibt es dort. Plötzlich bleibe ich stehen und mir wird schlagartig klar - wenn der Traum mich direkt vor die Hausnummer 6 versetzt hat, dann wollte er mir damit vielleicht etwas sagen. Eventuell ist im Haus Nr. 6 ja eine Wohnung für mich frei? Sofort kehre ich um und suche erneut das Haus Nr. 6. Da ich es nicht gleich finde, frage ich eine kleine ältere Frau, die nur wenige Meter hinter sich zeigt. Ah ja, da ist es. Die Eingangstür ist verschlossenen und einige Meter davor sitzt wie ein Aufpasser ein kleiner, braun-weiß gescheckter Hund. Als ich direkt vor ihm zu stehen komme und die Zettel neben der Tür begutachte, beginnt er weder zu bellen, noch steht er auf und macht Platz. Er bleibt seelenruhig sitzen, als würde er mich gar nicht bemerken. Ich suche den Zettel nach Hinweisen auf eine leerstehende Wohnung ab, finde aber nichts. Seltsamerweise warten vor dem Haus viele Menschen, worauf auch immer. Einer davon klopft an die Eingangstür, welche sofort geöffnet wird. Drinnen sind hölzerne Tische und Stühle wie in einer Kneipe zu sehen. Ich stelle fest, daß dies wohl eine öffentliche Einrichtung ist, wo ich keine Wohnung finden werde. Eine Frau kommt heraus und verteilt Essen an die draußen Wartenden, unter anderem sehr leckeren Kuchen. Anscheinend ist das eine Essenausgabe der Kirche, aber nicht alle Leute davor sehen bedürftig aus. Ich überlege mir, daß ich ja auch mal hierher kommen könnte, um Kuchen abzustauben, das macht wohl jeder und die Frauen in der Küche fragen gar nicht danach. Andererseits, nee, lieber doch nicht. Als ich gehe, fällt mir ein Kätzchen hoch oben in einem Baumwipfel auf. Sie hat sich auf der Jagd nach einem Vogel dort hin verirrt.
Bemerkung: Die Quersumme meiner Hausnummer ist 6. Und letzte Nacht bin ich tatsächlich dauernd aufgewacht und habe schlecht geschlafen. Interessant - ich sehe gerade, daß Jupiter tr über dem 6. Haus r ab morgen rückläufig ist.
Die russische Kolonie
Die Häuser in meinem Traum waren insofern etwas anders, als daß sie aus hellerem Holz waren und es nicht nur mittig einen verzierten Pfeiler vom Giebel herab gab, sondern über die gesamte Hausbreite gleichmäßig verteilt.