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Freitag, 6. Juni 2008

Das Selbstexperiment - Vorgehen

Da die grundlegenden (variierenden) Variablen wie Streßlevel, Schlafqualität, Termindichte usw. in etwa gleich sein sollten, werde ich das Experiment ausschließlich an den Wochenenden durchführen, zumal es auf Arbeit etwas schwierig sein dürfte, dauernd den Blutdruck zu messen. Selbst auf die Gefahr hin, daß der Blutdruck in der Woche höher ist als am Wochenende, ist anzunehmen, daß die Stärke der Reaktion unabhängig von der Höhe in etwa gleich ist. Der erste Tag wird ein Vergleichstag, an welchem ich völlig normal esse und trinke und durchgehend die Blutdruckwerte notiere. Der zweite Tag wird der Wassertag, an dem ich versuchen werde, wie empfohlen ca. 2,5 Liter pures Leitungswasser zu trinken. Der dritte Tag wird der salzarme Tag, an dem ich alles an Salz meiden werde, was nur zu meiden geht. Am vierten Tag dagegen werde ich extra viel Salz in Form von Sole aus natürlichem Kristallsalz zu mir nehmen.
Natürlich heißt es auch, daß Salzkonsum den Blutdruck vorübergehend erhöht, langfristig aber senkt. Erstmal können mich hier aber nur die kurzfristigen Ergebnisse interessieren, die langfristigen sind etwas schwieriger zu erhalten, so daß man sich das noch einmal auf den Ergebnissen der ersten vier Tage aufbauend extra durch den Kopf gehen lassen müßte.

Das Selbstexperiment - Einleitung

Ich habe die Faxen dicke, die Nase bis oben hin voll. Seit Jahren lese ich über Ernährungstheorien bei Bluthochdruck und werde dabei nicht schlauer. Seit ca. meinem 17. Lebensjahr und einer überstandenen Virusgrippe leide ich unter einer immer wieder ausbrechenden Hypertonie, während mein Blutdruck vorher dauernd zu niedrig war. Zwischendurch gibt es stets mal Jahre, wo ich völlig ohne Medikamente auskomme (sogar die Einstellungsuntersuchung hab ich ohne Medikamente "bestanden"), oder welche, in denen ich durchgehend einen Blutdruck von 125/80 habe, aber leider gehäuft und in letzter Zeit durchgehend auch Jahre, in denen der Blutdruck trotz Tabletten stets ein Stirnrunzeln und strafende Blicke bei diversen Ärzten hervorruft. Meiner Beobachtung zufolge tritt der zu hohe Blutdruck seltsamerweise genau dann auf, wenn ich beruflich viel Arbeit zu erledigen habe. Während meines Studiums, Praktikums oder in Abteilungen, wo man nicht ständig Berge von Arbeit vor sich hat, war der Blutdruck meistens in Ordnung. Deshalb würde ich eine symptomatisch verfestigte Arbeitsallergie diagnostizieren, allerdings nützt mir das nicht viel, da diese Diagnose weder meinen Arzt noch meinen Arbeitgeber interessiert. Stattdessen versuche ich irgendetwas zu finden, womit man den Blutdruck auf natürliche Art senken kann und habe dabei schon alles mögliche und unmögliche ausprobiert. Nun sind ja Ernährungstheorien stets wieder anders und neu, mal heißt es hüh, mal heißt es hott, und zum Schluß weiß keiner mehr, was nun stimmt. In den allgemeinen Theorien zu den Zusammensetzungen der Nährstoffe usw. kann man ja mit einiger Mühe noch ein paar Brücken untereinander finden, aber was das Salz betrifft, gehen die Meinungen völlig auseinander. Während es früher noch hieß, daß Salz den Blutdruck erhöht, gibt es jetzt schon wieder völlig entgegengesetzte Aussagen, daß es den Blutdruck sogar senken kann. Interessant dabei auch das Kapitel über Salz in dem Buch "Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!". Und in Ermangelung nachvollziehbarer und vertrauenswürdiger Studien dazu, fragt man sich, wem man nun eigentlich glauben soll. Heute erreichte mich die plötzliche Eingebung, einfach eine eigene Studie dazu in Form eines Selbstexperiments durchzuführen. Das hat zwar keinen empirischen Wert, dürfte mir aber zumindest zeigen, wie mein eigener Körper reagiert. Es gab ja schon Wissenschaftler, die sich bei Selbstexperimenten in Fliegen verwandelt haben, ich nehme an, ganz so gefährlich dürfte mein Selbstexperiment nicht sein.

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weltentanz - 2008/12/04 00:04
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Sind Sie noch da? Oder hat Sie das mysteriöse...
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weltentanz - 2008/12/03 00:42
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