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Zuckerwelt

Omen Potenta Rucola

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Keiner kommt hier lebend raus...
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Bibeljahreslosung 2009

Erhalte meinen Gang auf deinen Wegen, daß meine Schritte nicht gleiten. (Psalm 17.5)

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Die zerrissenen Seiten

Donnerstag, 26. November 2009

Finanzsenator Nußbaum unterstützt die Kommunalisierung der S-Bahn

Das ist sehr rührig von dem Herrn Nußbaum, allerdings, als ich das las, dachte ich im ersten Moment - ich lebe in einem Witz. In einer gemeinen Satire. Und merke es nur ab und zu mal, wenn das wahre Ausmaß des menschlichen Versagens sich als Unglaublichkeit der vierten Dimension an unserem begrenzten Horizont zeigt. Ich erinnere mich noch genau an die Zeit, als die Privatisierung der S-Bahn begann. Gewarnt wurde allerorten. Die Berliner Landesregierung - 1995 mit SPD -Beteiligung! - hat den Verkauf der S-Bahn an die Bahn AG zu verantworten - vor allem aber die geplante Privatisierung der S-Bahn. Staatliches Eigentum wurde verscherbelt und anscheinen völlig sinnlos, denn dem Haushaltsloch hat es kaum geholfen. Inzwischen haben die S-Bahn-Manager wahrscheinlich nicht nur die Züge heruntergewirtschaftet. Um an den Bahnvorstand satte Gewinne abliefern zu können, wurde massiv bei der Wartung gespart und entsprechende Reparaturwerkstätten abgebaut. Man fand sogar heraus, dass S-Bahn-Mitarbeiter regelrecht zur Fälschung von Wartungsprotokollen erpresst worden sind. Und jetzt stelle man sich das Szenario vor, dass die Landesregierung die S-Bahn für viel Geld wieder aufkauft. Es erinnert mich an die Geschichten aus dem fiktiven Ort Schilda und seinen Schildbürgern (wie übrigens vieles in Politik und Wirtschaft). Als S-Bahn-Kunde wäre das vielleicht sogar eine gute Nachricht, aber als Steuerzahler würde ich mich fragen, was für eine Sch....politik unterstütze und finanziere ich da eigentlich? Mal Hüh und mal Hott und egal wie, stets dieselbe Leier, dass kein Geld in den Kassen sei und man Sparen müsse (wobei es aber für eine Kanzler-U-Bahn und weiteren Schnickschnack immer noch lässig reicht). Leider kann man sich als Steuerzahler nicht aussuchen, wenn oder was man mit seinem Geld unterstützt, aber ehrlich, wäre der Staat eine Firma und ich Aktionär, ich würde für ein Unternehmen, das so handelt, nicht einen Cent zahlen.

Mittwoch, 18. November 2009

Ich würde

sooo gerne mein Blog aufräumen. Es könnten viele Einträge raus und es muß auch nicht alles archiviert werden, aber mit diesem merkwürdigen Dings bei Twoday.net, das sich Blogverwaltung schimpft, ist es bei über 3000 Einträgen ein Akt des Wahnsinns. Vielleicht was für lange Winternächte, die ich niemals haben möchte. Das macht es für andere Anwesende auch nicht leichter, ich weiß.

Samstag, 31. Oktober 2009

Mist,

eigentlich wollte ich mich ja Halloween wieder richtig schön auf dem Dachboden meines Büros gruseln, oder vielleicht auch mal den Keller erkunden, aber das ist ja heute! Daran habe ich gar nicht gedacht...

Montag, 19. Oktober 2009

Ich möchte endlich Post bekommen!

Es muß ja kein Liebesbrief sein - ein winziger, kleiner Bewilligungsbescheid würde mir für den Anfang auch schon reichen...

Irgendetwas

muß ich bei Twitter wohl falsch verstanden haben. Im kostenlosen Twitterguide steht, man folge den Leuten, und wenn sie nach 3-4 Tagen nicht zurückfolgen, dann entfolge man sie wieder. Komisch, ich dachte immer, ich folge den Leuten, die ich lesen will. Ist zwar vielleicht etwas naiv, aber was soll ich mit einer Timeline, die mich ungefähr so interessiert wie die Wasserstandsmeldung vom letzten Jahr?

Sonntag, 18. Oktober 2009

Das Horroskop für nächste Woche

Sie haben momentan beneidenswert gute Sterne. Es fallen Ihnen glückliche Zufälle und Fügungen beinahe in den Schoß. Sie sind ein Löwe und haben sich den Erfolg, das Glück verdient? Das ist wohl richtig, aber ab Freitag, wenn die Sonne in den Abschnitt Skorpion läuft, beginnt wieder so etwas wie der Ernst des Lebens.

Daß mir das Glück in den Schoß fällt, wurde mir vor zwei Wochen auch schon versprochen. Und ich wüßte mindestens zwei Angelegenheiten, in denen ich eine glückliche Fügung wirklich gebrauchen könnte. Fünf Tage haben die Sterne noch, es sich zu überlegen.

Hallo???

Der Sloganizer sagt mir gerade: "Kein Bock auf Zuckerwattewolkenmond."

Nochmal so'n Spruch und du fliegst raus!

Samstag, 17. Oktober 2009

Eigentlich

hatte ich mit dem Gedanken gespielt, morgen auch zum Neuen Museum zu pilgern, zumal ich wegen der Architektur wirklich neugierig bin. Aber drei Stunden Schlange stehen (lt. Berichterstattung)? Das ist mir dann doch etwas zu happig und erinnert mich mindestens an den Mauerfall. Am Samstag darauf, zu unserem ersten Besuch in Westberlin, mußten wir ebenso lange warten, bis wir endlich drüben waren. Da besorge ich mir doch lieber irgendwann im Urlaub mal eine Karte für die Woche.

Samstag, 10. Oktober 2009

Kafka, rein subjektiv

Stets schaudert es mich, wenn ich Kafka lese, doch sobald ich versuche, dem eigentlichen Grund dafür nachzuspüren, verwässert er sich und wird ungreifbar. Es ist etwas in seinen Texten, das mich intuitiv ein Warnsignal empfangen läßt, so wie ein Bauchgefühl einem sagt, daß man diesen Weg besser meiden oder jenem Menschen nicht vertrauen sollte. Auch hier sagt das Signal: Es stimmt etwas nicht. Doch es sind nicht die mysteriösen Handlungen und "kafkaesken" Situationen, denn diese erwarte ich ja, wenn ich Kafka lese. Solch albtraumhaftes Erleben fürchte ich nicht, es fördert nur die Spannung. Da ich Träume liebe, liebe ich auch sie - je absurder, desto besser. Es ist etwas außerhalb der Geschichten, das sich jedoch als unsichtbares Ding über jeden Satz, jedes Wort legt und sich zwischen die Zeilen drängt. Mal umschrieb ich es als Kälte, das Führen der Schreibfeder im Stil eines Pathologen, der Leichen seziert. Dann wieder meinte ich, Kafka hätte seine Texte ausschließlich mit der linken Gehirnhälfte und dem Verstand geschrieben, das Gefühl aber, nein, nicht weggelassen, sondern als Ausgangspunkt für sein Seziermesser benutzt, bis nichts mehr davon übrig ist, außer einer wagen Ahnung, um welche alle Protagonisten und Personen mit emsiger, berechnender Bemühtheit konversieren und aktionieren, während die Ungeheuerlichkeit des Erlebens als etwas Unausgesprochenes im Raume hängen bleibt. Natürlich könnte man annehmen, Kafka hätte dies als Stilmittel benutzt, aber etwas läßt mich daran zweifeln. Ist es wirklich möglich solch eine Distanz und Unerbittlichkeit auf Dauer als Stilmittel aufrechtzuerhalten, ohne mit dieser Art des Erlebens sehr vertraut zu sein? Jede seiner Geschichten könnte man anders, emotionaler erzählen, und sie würde etwas von ihrem Zynismus, ihrem typischen Charakter verlieren, ohne deshalb zerstört zu sein. Doch auch das beschreibt es noch nicht ausreichend. Und heute kam ich endlich darauf, was ich bisher übersehen hatte. Es ist nicht nur Distanz und Unemotionalität, sondern Grausamkeit. Pure Grausamkeit, die sowohl gegen andere als auch gegen sich selbst gerichtet ist, in ganz besonderem Maße gegen sich selbst. Keine Person in seinen Texten wird irgenwie bevorzugt oder empathischer beschrieben als eine andere, auch nicht die, bei denen man Ähnlichkeiten mit dem Verfasser zu bemerken meint. Über allen scheint derselbe Fluch eines herzlosen Schöpfers, in ihrem Falle Autors, zu liegen, der nicht das geringste Mitempfinden zeigt und damit auch das Mitfühlen der Leser auf wirksame Art unterbindet, ohne dabei die Spannung zu verringern. Der Leser wird in den Sog eines kühlen wissenschaftlichen Interesses gezogen, das aus reiner Neugier beobachten will, was mit diesen fremdartigen und doch so vertrauten Geschöpfen in seltsamen Situationen weiter geschieht. Was bleibt, ist ein stetiges Unbehagen, aber ebenfalls ein Lenken aller übrigen Gefühlsreserven auf die vermeintliche Hölle dessen Verursachers.

Freitag, 9. Oktober 2009

...

"Hammer und Zirkel im Ährenkranz - Zeichen des Glücks an der Wiege" - diese Liedzeile verfolgt mich heute. Aus welchen Tiefen des Kindheitsgedächtnisses kommt die plötzlich her?

Aktuelle Beiträge

Das e und das n
werden dankend angenommen. ;o) Also ich finde, daß...
zuckerwattewolkenmond - 2009/12/05 12:37
Ein e und ein n trage...
Ein e und ein n trage ich noch hinterher.
Claudia (Gast) - 2009/12/05 09:30
Es ist schwierig, darauf...
Es ist schwierig, darauf zu antwort. Jedenfalls ist...
Sammelmappe (Gast) - 2009/12/05 09:29
Doch, davon
habe ich schon gehört. Allerdings war dieser kleine...
zuckerwattewolkenmond - 2009/12/04 18:25
Das ist...
unser Überich, diese fremde intelligenz, auch...
Ü. Song - 2009/12/04 16:16
Eben,
zumal die Auswahl auch nicht gerade groß ist.
zuckerwattewolkenmond - 2009/12/04 00:19
Reha
Wenn du schon so einen guten Eindruck hattest, kann...
Treibgut - 2009/12/04 00:15
Danke, danke. :-)
zuckerwattewolkenmond - 2009/12/03 21:43
Vorerst wünsche...
Vorerst wünsche ich Dir genussvoller Vorfreude...
wortmeer - 2009/12/03 21:39
*schluckt*
Wunderschön! Tolles Bild und toller Text dazu.
june - 2009/12/03 20:42
Das bin nicht ich -
das ist die fremde Intelligenz. *gg* Aber danke, ich...
zuckerwattewolkenmond - 2009/12/03 20:39
Mit Nummer
meinte ich eigentlich mehr ein Thema, das gerade immer...
zuckerwattewolkenmond - 2009/12/03 20:25
Danke sehr,
ich hoffe doch.
zuckerwattewolkenmond - 2009/12/03 20:15
Ich wünsche Dir,...
Ich wünsche Dir, dass es Dir Spaß macht...
Wanja (Gast) - 2009/12/03 18:08
was fürne Zahl???
Das Universum und Witzemachen, wie soll das denn gehn...
Ü. Song - 2009/12/03 11:51
Tiere sind Kameras
das machen die bei mir am laufenden Band, nur bekomme...
Ü. Song - 2009/12/03 11:39
Du machst mir angst
wie machst du das nur, aber auch~ wie kann man sogeil...
Ü. Song - 2009/12/03 11:13
Erich du alter Lump
Überphase Überphase! OverdrivementMode siehe...
Ü. Song - 2009/12/03 10:54
selba schuld
Heiliger Bindfaden, ick klowe ick muss nach Balin ziehn...
Ü. Song - 2009/12/03 10:50
Mal Hüh
und mal Hott, und das seit hunderten von Jahren......
Ü. Song - 2009/12/03 10:44

Meine Kommentare

Das e und das n
werden dankend angenommen. ;o) Also ich finde, daß...
weltentanz - 2009/12/05 12:37
Doch, davon
habe ich schon gehört. Allerdings war dieser kleine...
weltentanz - 2009/12/04 18:25
Eben,
zumal die Auswahl auch nicht gerade groß ist.
weltentanz - 2009/12/04 00:19
Danke, danke. :-)
weltentanz - 2009/12/03 21:43
Ich habe
das lustvolle Nebenbei sozusagen seit meiner Kindheit...
changes - 2009/12/03 21:21
Diese
wundersamen Land-Geschichten - eine Offenbarung für...
schneck08 - 2009/12/03 20:47
Das bin nicht ich -
das ist die fremde Intelligenz. *gg* Aber danke, ich...
weltentanz - 2009/12/03 20:39
Mit Nummer
meinte ich eigentlich mehr ein Thema, das gerade immer...
weltentanz - 2009/12/03 20:25

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Zuletzt aktualisiert: 2009/12/05 23:35

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