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Traumnotizen (vollständiges Traumtagebuch im Zweitblog)

Montag, 21. Mai 2018

Hungrige Mäuler

In der letzten Nacht saß ich mal wieder in einer Klasse, in welcher mir bewußt wurde, daß ich bald eine Abiturprüfung abzulegen habe, und zwar diesmal in Chemie. Ausgerechnet! Und das bei einem weißhaarigen Drachen von Lehrerin! Ganz wohl war mir nicht, aber allzu sehr ließ ich mich trotzdem nicht stressen, weshalb ich später bei einer Klassenfeier recht munter war, bei welcher sich alle fröhlich über meine vielfältigen Liebhaber und Liebschaften ausließen. Ich wußte zwar nicht wirklich, worüber die reden und womit ich mir diesen Ruf verdient habe, sah aber auch keinen ernsthaften Anlaß, diesem Gerede Einhalt zu gebieten. Stattdessen griff ich zu einer rosa-schwarzbegitterten Action-Haarspraydose, welches ich wohl damals während des Abiturs tatsächlich benutzt habe, was mir aber nicht mehr wirklich in Erinnerung ist, und jemand fragt mich, ob es davon auch Parfum gibt. (Das weiß ich gar nicht, ob es von Action auch Parfum gab.)

Ein riesiges Vogelnest befand sich auf meinem Balkon, in welchem viele Vögel saßen. Alles ganz verschiedene, die sich in diesem Nest versammelt haben. Ab und zu kamen Vögel angeflogen, die winzige Küken, vielleicht ihre eigene Brut, im Schnabel hielten und in das Nest hinunterließen. Durch meine offene Balkontür kam nun ein Teil dieser Vögel in meine Wohung gewatschelt und liefen mir überall hinterher, dabei den Schnabel weit aufgerissen und in die Luft gestreckt, als würden sie auf Fütterung warten. Anscheinend erwarteten sie, daß ich sie füttern würde.

Dienstag, 17. April 2018

Erzähl es den Blumen

Irgendwann im Traum komme ich in die Situation, einen Felsen hinunterspringen zu müssen und tue das spontan. Allerdings ist es doch ziemlich hoch und ich habe während des Falls Zweifel, daß ich unversehrt unten ankomme. Ich lande jedoch leicht federnd und ohne starken Aufprall auf meinen beiden Füßen. Das liegt bestimmt am Tanzen, denke ich, über den Grund des leichten Auftreffens nachdenkend. Tanzen macht ja starke Knochen.

Später sitze in einem Sessel und bekomme ein dickes Manuskript übereicht. Es ist mein eigenes Manuskript und trägt den Titel: "Erzähl es den Blumen". Das Besondere ist jedoch, daß jemand der Geschichte kunstfertige und gleichzeitig irgendwie schwebend schöne gemalte Bilder hinzugefügt hat. Fasziniert blättere ich durch die Seiten und betrachte diese kleinen Kunstwerke. Dabei überkommt mich starke Rührung und Dankbarkeit darüber, daß sich jemand die Mühe gemacht hat, diese wunderbaren Bilder zu meiner Geschichte zu fertigen.

In einem nächsten Traumsplitter, ist es nötig, eine Treppe hinunter zu einem Ausgang zu gelangen. Auf der Treppe herrscht jedoch komplettes Chaos, wobei ich mich nicht mehr erinnere, ob durch eine Überschwemmung oder anderes. Ich entdecke einen Fahrstuhl und sehe ihn als einzigen Ausweg. Er hält auch sofort bei mir an und ein Fahrstuhlführer bittet mich hinein. Er fragt mich wo ich hin will, ich antworte, er nickt und drückt einen Knopf. Der Fahrstuhl setzt sich abwärts in Bewegung, was ich sofort in meinem Körper spüre, doch der Fahrstuhl bewegt sich noch auf eine andere Weise. Er verändert während der Fahrt ununterbrochen seine Form, so daß sich eine Ecke mal nach innen wölbt, sogar so, daß ich davon zur Seite gestoßen werde, oder Ecken dazukommen und die Wände stets ebenfalls in Bewegung sind. Als er anhält, gibt mir der Fahrstuhlführer den Tip, daß ich unbebedingt einige von den dänischen Leckereien mitnehmen soll, die eine dänische Firma hier für ihre Mitarbeiter kostenlos zur Verfügung stellt. Mir wird klar, was er meint, als ich hinaustrete, denn ich bin in einer Kantine gelandet. Neugierig suche ich nach diesen kostenlosen Snacks und sehe eine ganze Reihe davon ausliegen. So auf den ersten Blick sprechen sie mich nicht stark an, da in Verpackungen, aber ich stecke mir trotzdem ein paar davon ein. Niemand scheint zu merken, daß ich nicht zur Firma gehöre, aber vielleicht sind sie hier auch einfach großzügig.

Sonntag, 8. April 2018

Rolle vorwärts und das zweite Ei

In der letzten Nacht träumte ich davon, wie ich Rollen an einer Turnstange machte, so wie als Kind. Damals konnte ich sie alle: mit einem Bein vorwärts, mit einem Bein rückwärts und auch mit beiden Beinen, ich bin mir aber nicht mehr sicher, ob ich diese ebenfalls vorwärts und rückwärts konnte oder nur in eine Richtung. Heute würde ich wahrscheinlich nirgends mehr herumkommen, egal auf welche Art. Ich kann mich aber auch nicht mehr daran erinnern, wann ich es das letzte Mal versucht habe. Es muß jedenfalls noch vor Beginn der Pubertät gewesen sein. Im Traum machte ich sie mit einem Bein vorwärts und es ging wunderbar hintereinander weg - wwwumm, wwumm, wwwumm - bis zum Drehwurm. Mir ist jetzt noch ganz schwindelig.

Im Nest liegt nun ein zweites Ei und mit der Arbeitsteilung läuft es hervorragend. Taubeneier sollen auch gut schmecken, habe ich irgendwo gelesen, aber bei den zwei Eiern lohnt sich das Rührei einfach nicht.

Taubeneier

Freitag, 9. März 2018

Praktikantin im Swinging Amt

Meine neue Praktikantenstelle in einem Büroraum mit zwei jungen Männern ist ziemlich chillig. Die beiden tragen Hemden mit Schlips und dazu Haartollen. Während der Arbeitszeit hängen sie an einem alten 50er-Jahre Rundfunkempfänger und spielen Swing-Musik. Und zwar durchgehend, weshalb ich auch die halbe Nacht Swing-Musik im Ohr hatte. Viele verschiedene Stücke. Ich weiß nicht einmal, ob es die überhaupt gibt oder ob die nur in meinem Kopf existieren. Zwischendurch machen sie mir etwas zu Essen oder kochen Kakao für mich. Normalerweise ist das bei Praktikanntinnenstellen ja eher umgekehrt, aber ich werde von ihnen umsorgt und es wird auch viel gelacht und herumgealbert, während ich am Schreibtisch meiner Tätigkeit nachgehe. Ab und zu gehe ich mal raus, auf die Toilette oder in den Kopierraum usw., wobei ich durch andere Büroräume muß und Kollegen treffe. Ein Büroraum ist ein Großraumbüro, in welchem viele Tische wie in der Schule hintereinanderstehen. Völlig selbstverständlich gehe ich nicht seitlich an den Tischen vorbei, sondern laufe über die Tische drüber hinweg, indem ich von Schreibtisch zu Schreibtisch springe, immer an den Kollegen vorbei, die sich nicht darüber beschweren, sondern mich eher teils bewundernd anschauen, wie mir scheint, was ich aber kaum registriere, weil ich überhaupt nicht darauf achte, was andere von mir denken und es mich auch nicht interessiert. Als ich vom letzten Tisch springe, verliere ich meine Schuhe und muß noch einmal zurücklaufen, um diese aufzusammeln. Es sind zwei hellblaue Plastik-Ballerinas mit einem rosa Herz vorne drauf. Sie sehen aus wie Kinderschuhe, zumal sie auch sehr klein wirken. Ich habe selbst Zweifel, ob ich da überhaupt reinpasse, aber als ich mit dem Fuß hineinschlüpfe, passen sie sehr bequem. Während ich zu meinem Büroraum zurückkehre, komme ich an einem Spiegel vorbei und schaue kurz hinein: Ich trage ein schwarzes, ärmelloses Top und meine Haare sind sehr stufig geschnitten und blond.

Montag, 19. Februar 2018

Flüchtlingshilfe und Mitternachtsschwimmen

Mit einem Begleiter zusammen besuche ich das Amt, wo ich erst alte und neue Kollegen treffe und dann auf dem Flur, wo neu angekommene Flüchtlinge warten, um ihr Geld und eine Kostenübernahme für die Unterkunft abzuholen, von einem der Flüchtlinge angesprochen werde. Er bittet mich um Hilfe, da er das Prozedere nicht ganz versteht. Ich erkläre ihm, was ihn weiter erwartet, schließlich habe ich hier einmal gearbeitet und schaue dabei in seine Duldung. Sein Name ist Sitt Hitchiguen. Außerdem erfahre ich, daß er neun Medaillen im Tauchen (während ich das schreibe, denke ich spontan an Unter-tauchen) gewonnen hat. Ich frage mich, warum er wohl nach Deutschland geflüchtet ist, spreche ihn aber nicht darauf an, schließlich hat er gerade andere Probleme. Während er verschiedene "Stationen" durchläuft, treffen wir uns immer wieder auf dem Flur. Da es beim ersten Mal alles länger dauert, bittet er mich direkt, auf ihn zu warten und ihn zu unterstützen. Irgendwann jedoch taucht er nicht mehr auf und ich stelle fest, daß er schon längst fertig und gegangen ist, ohne sich zu verabschieden, während ich weiter gewartet habe.

Später im Traum treffe ich Vorbereitungen für ein Mitternachtsschwimmen, wobei subtil die Erwartung mitschwingt, Sitt Hitchiguen dort ebenfalls wieder zu treffen. Erstmal jedoch überprüfe ich meinen Balkon und stelle fest, daß es einen Balkonkasten beim letzten Sturm fast weggeweht hat. Meine Barbiepuppen, die ich in einigen Balkonkästen zu stecken habe (hä?), wurden jedoch von jemandem mit Stoffschlaufen festgebunden. Inzwischen ist es schon spät und ich erfahre, daß das Mitternachtsschwimmen bis nachts um 1 Uhr geht. Ich muß mich beeilen, wenn ich noch ins Wasser will und etwas von der Musik mitbekommen will, die dazu gespielt wird. Umgezogen in Badesachen komme ich am Schwimmbecken an und stelle fest, daß es total überfüllt ist. Also zum Schwimmen kommt man hier nicht und ich frage mich, ob es so viel Sinn macht, einfach nur an einer Stelle im Wasser herumzuzappeln, und dabei Musik zu hören und auf die Bildschirme rundherum zu schauen. Aber da ich nun schon da bin, steige ich doch ins Wasser, wobei ich mich gleich mit jemandem verhakle und Mühe habe, mich in die richtige Richtung zu positionieren. Dann hänge ich einfach so im Wasser herum und finde es etwas langweilig und unbequem.

Samstag, 10. Februar 2018

Überrollt und umgenietet

Gerade saß ich noch in einem Bus ganz vorne, auf dem Sitz am nächsten zum Busfahrer, bin aber aufgestanden und nach hinten gegangen, um mir von dort eine Tageszeitung zu holen (die lagen dort wohl aus?). Mit der Tageszeitung unter den Arm geklemmt gehe ich wieder zu meinem Sitzplatz, die Titelseite zeigt nach außen, so daß ich sie nicht einsehen kann. Auf dem Fensterplatz neben mir sitzt jetzt ein kleiner Junge und die Leute hinter uns fangen auf einmal an, den Zauberlehrling spaßhaft zu rezitieren. Walle, walle, manche Strecke... Irritiert denke ich zuerst, das ist irgendwie auf mich gemünzt, aber sie scheinen nicht auf mich zu achten. Vielleicht ist es ja ein Kommentar auf das, was sie auf der Titelseite der Zeitung sehen und das ich aber nicht sehe. Außerdem sagen sie auch, daß eine Oma am Steuer sitzt.
Mein Blick fällt nach vorne und erst jetzt bemerke ich tatsächlich eine Frau mit grauem kurzen Haar, die auf dem Platz des Busfahrers sitzt. Sie sieht allerdings nicht so aus, als würde sie den Bus steuern, ja sie hat das Lenkrad noch nicht einmal in der Hand, sondern lümmelt nur entspannt auf dem Sitz. Oh je, weiß sie, was sie da tut? Ich bin mir nicht so sicher. Ab und zu greift sie mal kurz zum Lenkrad, um damit eine kleine Bewegung zu machen.
Ich habe meine Zweifel, ob sie wirklich fahren kann und ein Blick aus der Frontscheibe zeigt mir, daß wir mitten auf der Straße, aber in keiner Spur fahren, und direkt auf eine Parkinsel zurasen. Oh, oh, sage ich - da fahren wir schon einen Baum, ein Häuschen und ein paar Autos um, bevor wir auf einer Kreuzung landen. Seltsamerweise ist dem Bus überhaupt nichts passiert. Es ist nicht einmal Glas zu Bruch gegangen. Auf der Kreuzung will sie links abbiegen, fährt aber genau in ein Segelschiff hinein und durch es hindurch, das dort mitten auf der Kreuzung steht, warum auch immer. Oh, oh, sage ich - als wir von der Straße abkommen. Wir rasen nun mit vollem Karacho in ein "Kreativhaus", wie ich den großen Buchstaben an der Dachecke entnehme, welches dort an der Ecke steht. Oh, oh, sage ich - dann wache ich auf.

Danach schlief ich nochmals ein und träumte, ich sitze irgendwo draußen in einem Park und rauche eine Zigarette. Der Rauch, den ich tief inhaliere, gibt mir im Hals ein unangenehm raues Gefühl, so als würde ich eine Erkältung bekommen. Außerdem wird mir im Kopf schwindelig und es fängt alles an, ein wenig zu wanken und sich zu drehen. Ich sollte mit dem Rauchen aufhören, denke ich, und werfe den Stummel weg. Dann sehe ich aber, daß noch so viel Zigarette am Stummel dran ist, hebe ihn auf und ziehe ein weiteres Mal ausgiebig. Ich sollte mit dem Rauchen aufhören, wenn ich die Packung aufgeraucht habe, denke ich bei mir. Erst dann werfe ich den Stummel abermals weg und trete ihn aus.

Samstag, 3. Februar 2018

Haarunfall und sinnliche Momente

Ich komme auf die Idee, mal wieder eine Discothek zu besuchen. Es ist nicht die Stammdiscothek (die es längst nicht mehr gibt), sondern eine andere, in der ich aber auch schon einige Male war und ab und zu Leute aus der Stammdisco treffe. Blöd ist allerdings, daß ich dort nur bis Mitternacht bleiben kann, also gerade mal eine Stunde, da sonst nichts mehr fährt, wenn ich nach Hause will. Aber eine Stunde oder etwas mehr ist besser als nix und mit meiner Begleitung treffe ich dort ein. Irritiert fällt mir auf, daß die Herren in der Disco, zumindest die, mit denen ich mehr oder weniger bekannt bin, und das sind ganz schön viele, anscheinend einem Dresscode folgen. Denn sie alle tragen weiße Oberteile, zwar nicht dieselben, aber immer weiß.
Ich verschwinde in einer Einzeltoilette, die abschließbar ist und direkt am Tanzraum anschließt. Dort will ich mich noch ein bißchen stylen, denn dazu bin ich bisher gar nicht gekommen. Allerdings verstreue ich erst den dunklen Lidschatten auf meinen Augen, so daß er zwischen den Wimpern klebt und außerdem eher fleckig aussieht, und als ich meine Haare legen will, werden sie, je mehr ich daran herumkämme und -zupfe und -toupiere, immer schlimmer. Irgendwann stehen sie nach allen Seiten ab. Inzwischen höre ich schon, daß man mich draußen vermißt und sich fragt, was ich so lange auf der Toilette treibe. Meine Begleitung kommt und fragt durch die Türe, ob mit mir alles ok ist. "Waaas?!" fauche ich genervt zurück. Irgendeine Stimme, wie aus dem Off, sagt: "Entspann dich und genieße sinnliche Momente!" Verwundert wache ich auf, überlege erst ein bißchen, welche sinnlichen Momente gemeint sind, zumal dieser Ausdruck "sinnliche Momente" an Kaffeewerbung erinnert und denke dann aber - guter Tipp!

Montag, 15. Januar 2018

Schlangenkönig

Jemand führt mich über den Hof und Spielplatz meiner Kindheit und zeigt mir spezielle "Geheimnisse", die ich noch nicht kenne. Wir erreichen den kleinen Baum direkt an der Pforte zum Spielplatz, welcher an der Hauswand steht. Durch meinen Begleiter werde ich aufgefordert, genau hinzuschauen, erkenne jedoch erst nichts. Doch dann zeigt sich mir eine braune Schlange, die wie ein sich bewegender Ast wirkt. Sie windet sich den Baumstamm hinauf und erstaunt bemerke ich, daß sie sogar eine goldene Krone trägt wie der Schlangenkönig. Allerdings ist es keine übliche Krone mit Zacken, so wie ich sie schon einmal an einer grünen Schlange gesehen zu haben glaube, sondern sie sieht mehr aus wie eine ägyptische Krone mit flachem Abschluß. Ist ja ein Ding, denke ich - ich habe nie gewußt, daß hier eine Schlange wohnt. Damals ist sie mir niemals aufgefallen, selbst wenn wir unter diesem Baum gespielt haben. Wenn das meine Eltern wüßten oder gewußt hätten! Die Schlange kriecht weiter über die Äste bis auf die Pforte zu, wo sie sich genau über dieser, auf einer Art Überbau, in Höhe meines Kopfes niederläßt und zusammenrollt. Nur ihr Kopf mit der Krone bleibt aufgerichtet und ihre dunklen Augen, die nicht seitlich sitzen wie normalerweise, beobachten mich geradezu liebevoll und menschlich, wie ich mir einzubilden meine.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Haie streicheln

Von einem "Vergnügungspark" mit seltsamen Attraktionen träumte ich. Ein großer Teil davon fand unter Wasser statt, aber nicht im Schwimmbassin, sondern in dunkler Tiefe, in die man erst hinabtauchen muß. Dort durfte man dann zum Beispiel Haie streicheln - Exemplare mit der Größe eines ausgewachsenen Wales. Dies weiß ich deshalb, weil man von oben irgendwie zuschauen konnte, vielleicht über einen Monitor, und der Taucher, der dort bei dem Hai war, war nicht größer als dessen Schwanzflosse. Bei den Attraktionen auf dem Erdboden gab es Karusselle, mit denen man die Schwerkraft überwinden und in die Schwerelosigkeit eintreten konnte, ähnlich einem Astronautentraining. Außerdem sah ich Schwebegondeln und leuchtende Gliedmaßen aus Licht, welche die Besucher mit sich herumtrugen.
Weiterhin gab es schwarze Masken, welche aus einer Kapuze bestanden, vor welche eine schwarzes Fellteil genäht worden war. Sobald man eine dieser Kapuzen überzog, hatte man das Fell vor seinem Gesicht und war völlig vermummt, so daß man nicht einmal mehr etwas sah. Diese Masken wurden dazu genutzt, Kämpfe mit anderen Maskenträgern auszufechten, aber alles quasi blind.
All diese Vergnügungen reizten mich allerdings nicht, vielleicht hatte ich auch zuviel Schiß. Eine der schwarzen Masken hatte ich kurz in der Hand, legte sie jedoch wieder zurück ins Regal.
Stattdessen malte ich unter Aufsicht ein Bild, eines, das von einem Lehrer bewertet werden würde. Das Bild war bereits fast fertig. Im Hochformat hatte ich oben eine größere Fläche weiß gelassen, im unteren Teil eine rote, abstrakte Form mit aus ihr herauslaufenden Farbrinnen gemalt, so daß sie aussah, wie aus einem Farbklecks entstanden. Eigentlich war ich recht zufrieden, aber irgendetwas fehlte noch. Dies verkündete ich auch laut dem Lehrer - irgendetwas muß hier noch in den roten Bereich hinein. Dann überlegte ich: zuerst die Farbe. Ich ging alle Farben durch - Gelb? Nee, ist doof. Blau? Sieht blöd aus zum Rot. Grün? Ist zu knallig. Nein, auf einmal wußte ich es: Weiß mußte es sein, in Wiederholung zum oberen weißen Bereich. Und was sollte ich nun in den roten Bereich hineinmalen? Ich überlegte noch eine ganze Weile, dann hatte ich es: eine Schlange! Genau, eine zusammengerollte weiße Schlange - das war es!

Wer da nicht an die Kundalini denkt...

Montag, 4. Dezember 2017

Durch den Monsun

In einer Schulklasse, wie kam ich hierher, gerade war ich noch woanders, es ist heiß. So eine Hitze. Ein Kind gibt vor der Klasse den Clown. Macht akrobatische Kunststückchen. Die Lehrerin erinnert mich an eine Nachbarin. Sie schaut zu. Hat sie keine Lust zu unterrichten? Ich schaue aus dem Fenster. Es beginnt zu regnen. Eine plötzliche Aufregung erfaßt mich. Ich muß raus. Ich muß in den Regen. Ich will raus hier und in den Regen. Laut rufe ich: "Es regnet! Es regnet!" Dann bemerke ich, daß meine Aufregung wegen eines bißchen Regens auf andere vielleicht unangebracht und seltsam erscheint. Gelassen meint die Lehrerin zu meinem Ausbruch, es soll wohl eine Drohung sein, sie läßt uns gleich "Durch den Monsun" summen. Warum nur summen? Singen wär doch viel besser, überlege ich irritiert.






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