Alien
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Freitag, 27. Juli 2007

Sleeper in Metropolis

- da meine Hofdisco jetzt bei Westernhagen angekommen ist -

Federlesen am Fischgrätenhimmel



Ok, die Fischgräte könnte auch ein Federkiel sein und natürlich, selbstverständlich, entdeckte ich sie, als ich gerade über das Schreiben nachdachte.
Und jetzt auch noch ein Schwertfisch:



Gut, dann ist heute wohl doch Fischgrätenhimmel angesagt.

Irgendjemand spielt so richtig laut Anne Clark, dass es über den ganzen Hof schallt. Cool! Das könnt ich jetzt bis Mitternacht haben. Anne Clark ist für mich wie P.J.Harvey Musik, die nur laut, bzw. live geniessbar ist.
Schade, jetzt haben sie leiser gemacht. Und nun ist Depeche Mode an der Reihe. Ich glaube, da macht jemand eine 80iger Party.
Ich bekomme fast Lust, mal wieder in die Disco zu gehen. Aber wahrscheinlich würde das enden, wie vor zwei Jahren, als ich mich mit völlig verquollenen Augen und krächziger Whiskeystimme fragte, wie ich mir früher so etwas freiwillig antun konnte und es auch noch toll fand. Es ist unglaublich, wie schnell man alt wird. Heute bleibe ich auf meinem luftigen Rang und hoffe darauf, dass sie die Musik bald wieder lauter drehen.

...

Sonne und blind
Wind im Schatten
Hör dich noch lachen
während du eilst
und dann verweilst
Sieh, das Siegel
der roten Dahlie
bewahrt es fest,
das Geheimnis,
im Erdentief,
wenn du es brichst
wirst du erfahren
wie man verliert

Der Besucher

Was ich ja wirklich witzig finde, ist, dass immer, wenn Herr N. nicht da ist, am Morgen so ein frecher Spatz bis in das Zimmer hineingehüpft kommt, sich umschaut und dann wieder wegfliegt, wahrscheinlich um zu schauen, ob es was zum Essen fassen gibt. Kurioserweise kommt er NIE, wenn Herr N. da ist.

Dienstag, 24. Juli 2007

Was ich an dieser Straße,

die ich fast jeden Morgen zur U-Bahn hoch gehe und die quasi zu meiner unmittelbaren Heimat gehört, so mag, sind diese meterhohen Unkrautfelder links und rechts vom Gehweg. Da sieht man mannshohe Klettenbüsche, tellergroßen Huflattich, Schafgarbe, Beifuß und was es nicht sonst noch alles gibt an zähem Grünzeug. Wenn man im Sommer auf dieser Straße unterwegs ist, dann kann man sich mit viel Phantasie fast vorstellen, irgendwo auf einer wilden Heide zu sein, mal ganz abgesehen von den Schmetterlingen, Katzen und Vögeln, die sich dort ebenfalls sauwohl fühlen. Ich fürchte nur, wenn die Stadt wieder mehr Geld hat, kommt irgend so ein Beamtenfuzzi daher und sagt: "So geht das aber nicht! Das ist doch kein Zustand mit diesem Drecksunkraut in unserer schönen Stadt. Da muss eine ordentliche Betondecke drüber." Ok, mit viel Glück werden vielleicht auch nur Blumenrabatten angelegt, in denen die Stiefmütterchen in Reih und Glied stehen. Stiefmütterchen in allen Ehren, aber ist dieser Ordnungsfimmel der Menschheit nicht manchmal erbärmlich? Wo kämen wir denn auch hin, wenn jeder macht was er will, ganz besonders die Pflanzen? Nein, es muss bitteschön Zucht und Ordnung herrschen! Also verschwinden langsam aus den Vorgärten die völlig pflegeleichten und schönen Farne und werden dafür mit ultrakurzem Rasen ersetzt, der jeden Sommer Unmengen von künstlich zugeführtem Wasser verschlingt, um sich nicht in eine braune schrumpelige Strohdecke zu verwandeln. Aber wehe, er wird nur einige Zentimeter zu lang, dann muss sofort wieder so ein kreischendes, plärrendes Ding von Rasenmäher her. Wo haben die Leute bloß ihren Verstand? Werden sie ihn alle erst wiedererlangen, wenn wirklich das eintritt, was bei dieser Klima-Vorhersage-Dokumentation analysiert wurde, nämlich, dass Brandenburg zu einem steppenähnlichem Gebiet wird, in dem Wasserknappheit herrscht? Wenn es dann völlig aussichtslos ist, kurzen Rasen anzupflanzen, weil das Wasser sauteuer und der Boden steinhart ist, dann, aber erst dann, werden sie nach dem dreckigen Unkraut mit den langen Wurzeln schreien. Nur gut, dass Unkraut sich nicht so schnell ausrotten läßt wie manch eine Tierart, denn dann sähen wir es schon heute wahrscheinlich nur noch gepresst in altertümlichen Hebarien.

Ich habe einen Stein im Brett bei Herrn N.,

behaupten zumindest meine ehemaligen Kollegen. Ich meine, dass es nach drei Tagen zu früh ist, sowas zu sagen und außerdem merke ich davon überhaupt nichts. Aber sie sagen, wenn er mir nichts tut, dann reicht das schon, um es zu wissen. Na prima. Und Kollege M. sagt, dass Herr N. in den letzten Tagen immer mit so einem Grinsen auf dem Gesicht im Flur herumlaufe. Ihm gefalle das gar nicht.
Ich kann dazu nichts sagen, weil ich Herrn N. von vorher ja nicht kenne und wir uns ansonsten selten sehen, obwohl wir im gleichen Zimmer arbeiten, da jeder hinter seinem riesigen Computermonitor versteckt sitzt. Das "Du" hat er mir aber noch nicht angeboten und das nervt mich, weil ich dieses ständige Gesieze mit Kollegen, die ich den ganzen Tag sehe, nicht mag. Leider ist er älter als ich.

Im übrigen stimmt es tatsächlich, was mir die eine Kollegin über seinen Körpergeruch erzählt hat. Sobald er im Zimmer ist, riecht es sofort irgendwie merkwürdig alt und muffig. Ich habe das zuerst auf die alten Fußbodenbeläge geschoben, merke aber, dass der Geruch längst nicht so stark ist, wenn er nicht im Büro ist. Es riecht richtig EXTREM alt und muffig, und das, obwohl ich den ganzen Tag weit das Fenster geöffnet habe, der Geruch geht nicht einmal von frischer Luft weg. Gerade wenn man draußen war und wieder in das Zimmer kommt, ist er besonders stark, und ich denke immer, er müßte es doch auch bemerken, wenn er in das Zimmer kommt, aber entweder sagt er nichts dazu oder er merkt es wirklich nicht. Ich überlege schon, mir so einen Duftstein anzuschaffen, allerdings weiß ich nicht, ob Herr N. das dann nicht als Geruchsbelästigung empfindet.

Nacht in der Klinik

Das Licht der Neonröhren auf dem Klinikflur fällt durch die Glastür meines Zimmers. Es erhellt nicht die Dunkelheit der Nacht, sondern verstärkt die Schatten noch, ihr Schwarz und ihre Kälte. Flackernde kleine Lichtquellen auch im Krankenhauszimmer selbst, an diversen Geräten. Ich schlafe und schlafe nicht, der Schlaf ist leicht, er scheint mich zu fliehen und doch nicht von mir zu lassen. Immer wieder wache ich auf. Vor dem Schlafraum das kleine Glaskabuff der wachhabenden Schwester. Ich bin in dem Zimmer eingeschlossen, bis auf das Klinikpersonal darf niemand hinein. Jemand klopft an die Tür. Die Schwester fängt den Besucher ab und ich höre, wie sie sagt, dass keine Besuchszeit sei und niemand zu mir dürfe.
Es ist mir recht. Ich will gar nicht wissen, wer der Besucher ist. In schmerzvoller Dumpfheit durchwache ich die Nacht. Wie ein Verhängnis lastet sie auf mir, ein schwarzer schwerer Vorhang, in dessen Falten ich mich verfangen habe. Ein Gefühl von unspezifischer Angst und transzendentem Schmerz. Es gibt keine Ursache, es ist etwas außerhalb meiner selbst. Ich beobachte es wie ein Tier, einen schwarzen Vogel, der auf meinem Brustbein brütet. Es scheint nicht mein Schmerz und meine Angst zu sein, es ist die unter der Schwere und Einsamkeit der Nacht konzentrierte Atmosphäre des Krankenhauses. Ich weiß, dass es nur ein Traum innerhalb eines Traumes ist, weiß, dass mit der Nacht auch dieses Gefühl geht. Alleine sie ist es, welche die Pforten zu den unterschwelligen Abgründen des menschlichen Leids öffnet, am Morgen würden sie wieder verschlossen sein. Es gibt keinen Grund, sich vor der Angst zu fürchten. Sie ist ein Besucher, der mit der Nacht kommt und mit dem Tag geht. Alles ist in bester Ordnung.

Montag, 23. Juli 2007

Denkwürdige Begebenheit,

perfekte Synchronizität, als ich heute Morgen zur U-Bahn ging. Ich meinte, mich müsse der Schlag ereilen, weil ich hinter mir laut eben diesen einen Walzer von Schostakowitsch pfeifen hörte, der mein Lieblingswalzer(hier in der schöneren Version als bei youtube) ist. Ein Mann auf einem Fahrrad radelte vorbei und pfiff unbekümmert genau diesen Walzer vor sich hin, ein Sandwich in der einen, den Lenker in der anderen Hand, bis er aus meinen Augen verschwand.
Zufall kann das nicht mehr sein, das glaube ich nicht - schließlich hätte er alles andere, als ausgerechnet dieses Musikstück, das ja kein Gassenhauer oder Chart-Hit ist, pfeifen können, und zwar nicht gerade dann, wenn er an mir vorbeiradelt. Überhaupt geschehen in letzter Zeit vermehrt wirklich eigenartige Synchronizitäten und Zufälle, die deshalb so eigenartig sind, weil ich das Gefühl habe, irgendjemand schaut in mein Gehirn, sieht was ich denke und läßt die passenden Dinge dazu passieren. Es ist schon fast unheimlich. Manchmal möchte ich tatsächlich glauben, wir sind alle Marionetten, oder noch schlimmer, Versuchskaninchen in einem riesigen kosmischen Experiment.
Die Welt ist seltsam und magisch, wird es immer bleiben.

Drei bis vier Sätze

habe ich heute mit Herrn N. gewechselt. Aber immerhin ist das Schweigen schon etwas weniger gespannt als am Donnerstag. Da haben sie ja was vollbracht, zwei Schlaftabletten zusammenzusperren. Grinsen musste ich, als die Gruppenleiterin in das Zimmer kam und einen Hustenanfall hatte, weil sie sich verschluckte. Sein Trinkglas stand auf einer Ecke des Tisches und sofort meinte er besorgt, die Bazillen könnten in das Glas fallen. Wenn ich das nächste Mal niese, werde ich das besonders laut machen. *gg*

Eine Kollegin hat mir Ableger von ihrer Duftgeranie mitgebracht. Die duftet so stark nach Bergamotte, dass man das sogar durch die Plastiktüte bis auf fünf Meter Entfernung riecht. Ich habe die Ableger jetzt in die Kästen gepflanzt und eine Duftwolke schwebt nun über dem ganzen Balkon. Ich hoffe, dass dies gegen Mücken hilft, obwohl ich sagen muss, dass an den letzten zwei Abenden sich schon kaum noch eine Mücke hat sehen lassen. Wirklich seltsam. Entweder habe ich alle ausgerottet oder sie waren nur auf der Durchreise, so wie die Brieftaube vor zwei Jahren, die in meiner Küche genächtigt hat.

Sonntag, 22. Juli 2007

Neue Hanfteppiche

liegen ab heute bei mir im Wohnzimmer und mich begeistert vor allem die herrliche goldbraune natürliche Farbe. Auch sehr angenehm finde ich das ungewöhnliche Trittgefühl, da diese Teppiche nicht so weich und so warm wie Wollteppiche sind, sondern eher etwas härter und kühler, doch barfuß fühlt sich das dann so ein bißchen an, als laufe man auf Waldboden mit kleinen Zweiglein. Sie sind aber nicht mit der Robustheit von Kokosläufern zu vergleichen, die ich aus meinem Elternhaus kenne und noch nie mochte, da sie für meine zarte Haut viel zu kratzig sind. Die nächste Zeit werde ich wahrscheinlich nur noch barfuß laufen. Außerdem passen sie hervorragend zu meiner Graslampe. So langsam bekommt meine Wohnung wirklich Ähnlichkeit mit einer Grashütte. *gg*

Als ich meinem Bruder über die Hanfteppiche berichtete, erzählte dieser mir von einem Kumpel, der oft in südlichen Ländern unterwegs ist und einen ganzen bestimmten Trick hat, um sich aufdringliche Marktverkäufer vom Leib zu halten. Er sagt zu ihnen: "Ach wissen Sie, DAS was ich suche, haben Sie sowieso nicht. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der das hatte.".
Wenn die Verkäufer, dann wissen wollen, was es ist und hier und da und gucken, antwortet er einfach: "Einen fliegenden Teppich.". Das wirkt immer.

Samstag, 21. Juli 2007

Was mich wirklich unendlich nervt

sind diese neumodischen Filme, die es bis zur Perfektion treiben, eine realistische Soundkulisse aufzubauen. Dolby Digital reicht da nicht, oh nein, während der Protagonist sich in der Disco oder im Kino amüsiert, habe ich das Gefühl, mir müsse gleich die Home Cinema Surround Anlage um die Ohren fliegen, sind dann allerdings Dialoge an der Reihe, wird so authentisch genuschelt und geflüstert, dass kein Wort mehr zu verstehen ist. Ich habe jeden Tag genug Realität. Das brauche ich nicht noch, wenn ich mir einen Film anschauen möchte. Da erwarte ich eine gute, relativ gleichbleibende Lautstärke und Verständlichkeit. Den Realismus kann ich mir selbst mit dazu denken - es geht um die Geschichte. Ich möchte während des DVD-Schauens nicht ständig panisch an der Fernbedienung herumfummeln, weil ich entweder nix mehr vom Film mitbekomme oder die Anlage plötzlich wieder wild wummert, sondern einfach nur genüßlich Klosterschokolade naschen. Ist das zuviel verlangt?

EDIT: In der Beschreibung der Tonkulisse lautet das dann - "Ebenso natürlich wie die Kulisse fällt die Dialogausstattung ein, die unprätentiös und locker daher kommt und daher wesentlich authentischer klingt als dass sie übermäßig deutlich wäre."(Movieman.de)
Authentisch hin oder her, ICH hätte es gerne ein wenig deutlicher gehabt, denn mein DVD-Abend sah so aus, dass ich mich im Lippenlesen geübt habe und mir die Handlung des Filmes mehr oder weniger zusammenreimen musste, da ich keine Lust hatte, ständig auf der Volume-Skala von einem Ende bis zum anderen zu klicken. Auf diese Art hätte man die Handlung, die sich über drei Stunden erstreckte, allerdings auch in zehn Minuten und zwei Sätzen abhandeln können.

Numerologie für alle

Gefunden HIER. (Aber Vorsicht! Die Kua-Zahl unter Chinesische Numerologie wird auf dieser Seite falsch berechnet!)

Meine Glückszahl ist die 6:
Sie besitzen ein großes Potential an menschlicher Wärme und Sie sind offen für alle Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten, um glücklich zu sein. Dadurch sind Sie andererseits jedoch sehr idealistisch und fordern manchmal etwas zuviel. Lernen Sie, auch weniger perfekte Lösungen zu akzeptieren und verlieren Sie sich nicht in Details. Legen Sie häufiger Ruhepausen ein und verwöhnen Sie sich von Zeit zu Zeit, z.B. durch ein langes Wochenende, einen schönen Spaziergang etc.

Die Zahl meines Lebensweges ist die 9:
Die Forscherin
Sie sind eine leidenschaftliche Forschernatur und eine ausgeprägte Denkerin. Ihr Leben ist alles andere als chaotisch, sonst entprechen Sie nicht Ihrer Geburtszahl. Ihr Weg ist reich an Studien und Sie interessieren sich für viele verschiedene Bereiche. Ihre Aufgabe ist es, über die menschlichen Angelegenheiten nachzudenken und existenzielle Fragen durch Ihren klaren Verstand zu erhellen.
Entwickeln Sie eine kritische Haltung und lernen Sie, beharrlich zu sein, da das, was Sie schaffen, einen langfristigen Charakter hat. Für Ihre Vorhaben benötigen Sie daher außerdem Geduld und Ausdauer.
Ihr Lebensweg steht ganz unter dem Zeichen des "Vorangehens" und "Vordenkens". Sie klären die Fragen Ihrer Mitmenschen und sind eine wertvolle Beraterin. Treiben Sie Ihre geistige Entwicklung weiter voran und vertiefen Sie beständig Ihr Wissen.

Die Zahl meines wahren Charakters ist die 3:
Sie sind ein spritziger und fröhlicher Mensch, der gerne in Gesellschaft ist. Der Austausch mit anderen, in welcher Form auch immer, steht im Mittelpunkt Ihrer Aktivitäten.
Neue Impulse und Ideen - das ist es, was das Leben lebenswert macht. Sie brauchen Abwechslung und Kreativität, um sich zu verwirklichen. Alles, was mit Tradition im Zusammenhang steht, lässt Sie kalt.
Sie leben in einer Welt voller Phantasie und verstehen es, die Feste zu feiern, wie sie fallen. Es mangelt Ihnen dabei nie an guten Ideen, was mit Ihrer großzügigen Art harmoniert.
Bleiben Sie auch weiterhin aktiv und stecken Sie andere mit Ihrer Unternehmungslust an, denn dies entspricht ganz und gar Ihrem Charakter.

Freitag, 20. Juli 2007

Herr N. ist abwesend

Wie ich mitbekommen habe, wird er intern in der Gruppe "Der Meister" genannt, so dass die Überschrift, ins Bürojargon übersetzt lauten muss: "Der Meister ist abwesend". Er hat die nächsten Freitage freigenommen. Mir soll es recht sein.
Während gestern niemand ins Zimmer kam, erschienen heute alle möglichen Leute, die mich fragten, wie der erste Tag gewesen sei. Ich hab da nicht viel zu gesagt, außer, dass es relativ normal war und ein Tag zu kurz ist, um daraus auf die künftige Zusammenarbeit zu schließen. Es erschien auch ein Spatz im Fenster, der frech in das Zimmer hopste, ein paar mal nach links und rechts spähte und dann wieder abflog. Wahrscheinlich wollte er auskundschaften, ob es was zu holen gibt.
Ein bißchen fühle ich mich ja wie ein Versuchskaninchen bei einem psychologischen Experiment, welches von allen Seiten scharf beobachtet wird.
Mein Drucker macht immer noch Mätzchen und wahrscheinlich muss ich vor diesem IT-Menschen erst auf die Knie fallen, damit er sich nochmals zu mir bemüht. Am Donnerstag, als gar nichts ging, war er kurz da, fummelte irgendwas an einem Stecker und wedelte mit einer Testseite vor meinem Gesicht herum. Herr N. unkte schon, das sei wohl nicht alles gewesen und als ich wieder neben dem Drucker stand und diesem gut zuredete, fragte er: "Sehe ich richtig?"
Er sah richtig. Der Drucker druckt zwar jetzt immerhin schon Word-Dokumente, aber nicht aus unserem Berechnungsprogramm. Also rief ich diesen Morgen wieder an und mir wurde vom IT-Menschen versprochen, er würde vorbeikommen, sobald er Zeit hätte. Heute kam er nicht. Und ich steh auf dem Schlauch und komm mit meinen Sachen so überhaupt nicht voran, weil wir fast alles über dieses Programm machen.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Mein erster Tag mit Herrn N.

Irgendwie fühlte ich mich heute ein bißchen, als zöge ich in die Schlacht. Das erste Aufeinandertreffen erfolgte rasch. Einige Minuten nach mir betrat er das Zimmer, warf einen kurzen Blick zu mir herüber und strebte sofort seinen Schreibtisch an, wobei er etwas wie "Ah, einiges verändert." murmelte. Da ich ihn unentwegt angrinste, ließ er sich doch noch zu einem leichten Lächeln herab, welches mich ganz entzückende Lachfältchen sehen ließ (das ist aber auch das einzig positive, was mir bisher aufgefallen ist). Ich überlege, ob ich ihm das mit den Lachfältchen mal ganz unverfänglich sagen soll, allerdings will ich auch nicht, dass er glaubt, ich wolle ihn anbaggern. Das möchte ich ganz gewiß nicht.
Sein Auftreten und Aussehen ist eher unspektakulär - er ist glatzköpfig, mit noch ein paar kurzgeschorenen Haaren um den Kopf, mittelgroß, vielleicht wie ich oder kleiner, und trägt auf den stark behaarten Armen einige Tätowierungen. Rechts habe ich einen verschlungen Armring gesehen und auf dem Oberarm auch noch irgendwas, ich habe aber nicht so genau hingeschaut.

Auf meinen ersten kleineren Wortschwall ging er, zwar etwas kurz angebunden, aber nicht unfreundlich, ein. Danach folgte erst einmal eine lange Zeit tiefen Schweigens, genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Den nächsten Angriff startete ich mit Schwärmen von meinem ehemaligen Einzelbüro, was ihn aber nicht sonderlich aus der Reserve lockte. Erst als wir von den Problemen mit meinem Drucker auf seinen ehemaligen Kollegen zu sprechen kamen, kam er beim Lästern über diesen so richtig in Fahrt. Ich hatte mich ja gewundert, dass der Vorgängerkollege mit diesem Drucker überhaupt arbeiten konnte und fragte ihn so, ob dieser irgendeinen Trick gehabt habe. Darauf legte er so richtig los damit, was Herr K. alles mit dem Drucker angestellt habe und dass der Drucker bestimmt ein Herr K.-Trauma habe (er hat es natürlich nicht so ausgedrückt, denn witzig ist er nicht). Außerdem erzählte er einiges über Herrn K., was mich lachen ließ, nicht weil es eigentlich lustig war, sondern, weil ich mir sofort bildlich vorstellte, wie Hr. K. völlig konfus an seinem Arbeitsplatz herumirrt, den Drucker malträtiert und immer was von "Schadensfällen" faselt. Weil ich lachte, lachte er auch, allerdings eher ein halbherziges Lachen und es war auch das einzige. Er erzählte weiter, dass Hr. K. den Kaffee auf dem Tisch verschütte und das noch nicht einmal wegmache, weshalb er ihm dann kleine Zettelchen geschrieben und daneben geklebt hätte. Beinahe hätte ich mich verquatscht und gesagt, dass ich das weiß, bzw. dass inzwischen jeder weiß, dass er kleine nette Zettelchen schreibt, aber ich konnte es mir verkneifen. Außerdem berichtete er, dass er ja eigentlich gedacht hatte, als Hr. K. zu ihm kam, dass er ihn auf den echten Weg führen könne, aber Hr. K. sei doch zu alt, um ihn ändern zu können. Ich hoffe nur, er erkennt, dass ich auch schon viel zu alt bin, um mich auf seinen rechten Weg führen zu lassen. So blöd ich lästern finde, aber ich fürchte, um das Eis zu brechen, werde ich wohl doch das Thema Hr. K. ausbauen müssen. Dabei finde ich Herrn K. ja eigentlich erbarmungswürdig und niedlich in seinen Verwirrtheitszuständen und wie er seine kleinen Tässchen in den Aktenschränken versteckt.

Die Telefonmanieren des Herrn N.konnte ich heute gleich live miterleben. Plötzlich fing er an in das Telefon zu brüllen, schmiß den Hörer auf und fluchte: "Die hat wohl den Arsch offen." Vorsichtig erkundigte ich mich, was denn diejenige getan hätte. Dieses erläuterte er mir sehr ausführlich und immerhin muss ich ihm in der Sache an sich beipflichten, auch wenn ich seine Art darauf zu reagieren, etwas daneben finde. Ich würde ihn jetzt von meinem eigenen Eindruck als cholerisch, aber trotzdem harmlos einstufen. Als Celestine-Typ läßt sich in ihm eindeutig das Drama des Vernehmungsbeamten erkennen.
Am heutigen Tag ist mir gegenüber nichts negatives passiert, allerdings nervt mich wirklich, dass er so wenig Humor hat. Ich bin ja nun auch nicht gerade die Frohnatur und der Unterhalter, aber ich finde es immer einfacher, mit jemandem zusammenzuarbeiten, mit dem man auch mal ein bißchen Lachen und etwas Spaß haben kann. Doch ich glaube, wenn ich irgendwelche witzigen Bemerkungen machen würde, würde er die wahrscheinlich noch nicht einmal verstehen.
Aufgefallen ist mir, dass kaum jemand in das Büro kommt. Meine Gruppenleiterin kommt nur dann, wenn er gerade nicht im Zimmer ist und sogar die Fliegen und Wespen machen sofort kehrt und fliegen wieder zum Fenster raus. Das mag von Vorteil sein, wenn man seine Ruhe haben will, aber mir wäre es lieber, wenn er den Straßenlärm damit fernhalten könnte. Ob er auch als Mückenschreck wirkt? Ausprobieren werde ich das nicht.

Die Zombie-Kollegin

Letzte Nacht träumte ich von einer ehemaligen Zimmerkollegin. Als ich damals mit ihr zusammensaß, war sie über 50, hatte jedoch immer ein eher jüngeres Aussehen und wirkte noch sehr adrett. Im Traum nun hatte sie das Aussehen einer über Hundertjährigen - ein sagenhaft zerfurchtes und eingefallenes Gesicht, sowie seltsam blinde und stumpfe Augen. Sie sitzt mir gegenüber und erzählt mir dauernd von irgendeiner Herzmuskelentzündung und zu welchen Ärzten sie unbedingt gehen muss.
Nun war diese Kollegin zufällig das Schlimmste, was mir je an Zimmerkollegen wiederfahren ist. Es gibt mir schon zu denken, dass ich ausgerechnet heute von ihr träume. Ich hoffe mal, es soll keine Warnung sein. Jedenfalls, wenn ich mir nicht ziemlich sicher wäre, dass sie noch lebt, auch wenn sie inzwischen nicht mehr arbeitet, würde ich denken, sie ist extra letzte Nacht aus ihrem Grab auferstanden, um mich heimzusuchen.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Inzwischen

bin ich mir sicher, dass die Mücken eine Invasion gegen mich planen. Was ich dieses Jahr in meiner Wohnung erlebe, habe ich während meines gesamten Lebens noch nicht erlebt und ich meine das ernst. Schaue ich an die Decke, sehe ich dort ganze Heerscharen, obwohl ich zwei Vorhänge vor dem Fenster zu hängen habe. Ich frage mich, wie die trotzdem immer noch ins Zimmer finden. Wahrscheinlich schicken sie Scouts vor.
Es nervt mich unendlich, jeden Abend erst mal eine Stunde lang auf die Jagd zu gehen. Ich könnte mir schönere Hobbies vorstellen, mal ganz abgesehen von den frisch gemalerten weißen Wänden, die langsam mit Leichen gepflastert sind und so ein elegantes blutrot-gestreiftes Muster bekommen. Aber wenn ich es nicht tue, sind die Aussichten ziemlich groß, dass ich den nächsten Morgen nicht mehr erlebe.
Am schönsten ist es, wenn ich mir dauernd sagen lassen muss, dass Mücken doch gar nicht bis in den vierten Stock kommen. Denkste! Bei mir machen sie wahrscheinlich eine Ausnahme und schleppen sich mit letzter Kraft bis durch mein Fenster.


Interessant ist, was man über Mücken als Tierboten findet:
"Fallen Mücken regelrecht über dich her, schau gut hin, ob du in deinem Umfeld von jemandem in deiner Gutmütigkeit ausgenutzt wirst." (aus "Tierboten" von Angela Kämper)
Wenn ich es mir genau überlege, hatte ich diese Mückenscharen erst seit ich wusste, dass ich in die andere Gruppe komme. Sollte ich zu gutmütig sein?

...

Silberspinnennetz (am weiten Himmel),
wolkiges Silberblau,
fängst die Sonne und hältst sie fest
im Federlarvenkokon.
Dort am Horizont (im fernen Rund)
lauert die Achtbeinige,
der große Schatten,
webt und sammelt das glutende Rot,
läßt tausend Tautropfen funkeln.

Herr N. ist unpässlich

und war deshalb heute nicht im Büro. Das fand ich ziemlich blöd, denn inzwischen habe ich so viel über ihn gehört und so viel gute Ratschläge bekommen, wie ich mit ihm umzugehen habe, dass ich es kaum noch erwarten kann, den Mann kennenzulernen, der wie die Faust aufs Auge zu mir passen soll. Eine Kollegin meinte aber, dass es wahrscheinlich ganz gut war, dass er nicht im Büro gewesen ist, weil ich so ganz in Ruhe meinen Umzug machen und mich einrichten konnte. Ich habe Kollege M. gefragt, was passiert, wenn ich so richtig Unordnung in das Zimmer bringe, und er meinte, dass ich das lieber nicht machen sollte. Das habe ich dann auch nicht getan, sondern statt dessen den Schreibtisch besonders ordentlich geputzt und angeordnet. Denn so über-ordentlich finde ich seinen gar nicht. Das kann ich besser. Allerdings sieht das Zimmer wirklich wie Knast oder Klinik aus. Von meiner alten Gruppe habe ich zum Abschied einen Hibiscus geschenkt bekommen, den habe ich sofort auf meinem neuen Schreibtisch gestellt. Beim Umzug lief, wie sollte es anders sein, mal wieder alles mögliche schief. Erst gab es beim Hausmeister keinen Schlüssel mehr für das Zimmer, als dieses Problem endlich gelöst war, funktionierte der andere Drucker nicht, die Rollen vom Stuhl sind kaputt, der Schlosser ist aber erst ab nächste Woche wieder da (ich verstehe gar nicht, wie der vorige Kollege auf dem Stuhl sitzen konnte) und es gibt keinen Schrank für persönliche Sachen. Der Hr. N. hat anscheinend keine und für meine muss erst ein Schränkchen bestellt werden. Ich hoffe, dass das die Gruppenleiterin auch wirklich schnell macht, weil ich keine Lust habe, meine Teebeutel, Essensvorräte und Tassen zwischen die Akten zu quetschen, wie es der Kollege vor mir getan hat.
Zum Abschluß des Tages unterhielt ich mich mit einer Kollegin aus der neuen Gruppe, die auch schon mit ihm zusammengesessen hat. Sie meinte, dass sie seine unverschämte Art gar nicht das Schlimmste fand, weil er jemand ist, der ziemlich schnell kuscht, wenn man dagegen hält. Sondern schlimmer findet sie, dass er manchmal stinkt. Als ich fragte, wonach er denn riecht, sagte sie, dass man das gar nicht so genau sagen könne - irgendwie alt.
Wie gesagt, bei so vielen Meinungen und Ratschlägen, wie ich sie bekommen habe, bin ich auf diesen Kerl langsam zum Zerreißen gespannt. Kollege M. meinte, dass er heute zu Hause wahrscheinlich immer mit dem Kopf auf den Tisch haut, weil er es nicht geschafft hat, ein Einzelzimmer zu bekommen. *gg*

Dienstag, 17. Juli 2007

Es ist alles schiefgegangen,

was schiefgehen kann. Wobei das erst noch bewiesen werden muss. Eigentlich war es sowieso vorgesehen, dass ich in die andere Gruppe soll, allerdings war bisher immer die Rede von einer Fr. M., bei der ich sitzen sollte. Diese habe ich bereits auf dem Flur gesehen und fand sie vom ersten Eindruck sympathisch, außerdem soll sie auch eine der wenigen in der Gruppe sein, die recht verträglich sind. Heute Mittag kam jedoch die dortige Gruppenleiterin und erklärte mir, dass ich bei Herrn N. sitzen werde. Nun wurde mir schon von Anfang an gesagt, dass dies das Schlimmste sei, was mir passieren könne. Herr N. sei ein sehr unsozialer und unverträglicher Typ, der ein Rad ab hat und gerne seinen Mitkollegen mobbt. Der Kollege, der jetzt bei ihm im Zimmer sitzt, will deshalb weg, da er von Herrn N. immer fertig gemacht wird. Außerdem ist Herr N. enorm akkurat, seine Lineale liegen stets millimetergenau per Kante, und er ist schweigsam, lästert aber gerne mal über andere.
Nun stört mich Ordnung ja normalerweise nicht, zumindest weniger als Unordnung, und reden tue ich auch nicht gerade viel, aber wenn er genauso ist wie einige Kollegen drüben in der alten Abteilung, kann ich mir schon in etwa vorstellen, wie das wird. Besonders toll finde ich es nicht, wenn ich mich mit meinem Zimmerkollegen die ganze Zeit eisig anschweigen muss, auch wenn ich kein Vielredner bin.
Und diese Übergenauigkeit zeugt von einem kleinen Dachschaden, solche Leute sind oft anstrengend, wie ich aus Erfahrung weiß. Ich habe die Gruppenleiterin gefragt, ob sie sich wirklich sicher ist, dass diese Konstellation so gut ist, zumal ich ja eh neu bin und damit in einer schwächeren Position, aber sie ist partout der Meinung, dass wir wie die Faust auf das Auge zusammenpassen würden. Ich habe keinen Schimmer, wie sie auf sowas kommt. Glücklicherweise hat er auch ein Handikap, nämlich dieses, dass keiner mit ihm redet. Das heißt, hinter meinem Rücken mich schlecht zu machen und zu lästern, dürfte dann eher schwierig werden. Jeder der anderen Kollegen sagt, dass er in ein Einzelzimmer gesetzt werden sollte, nur die Leiterin scheint anderer Meinung zu sein. Und ich bin natürlich wieder mal diejenige, die ihn abkriegt, den Hauptgewinn.
Ich denke mir, dass es besser gewesen wäre, ich hätte überhaupt nichts über ihn gehört, weil ich dann vielleicht doch etwas unbefangener an die Urbarmachung des Eisberges herangegangen wäre. Bitte, bitte, lieber Gott, steh mir bei und lass mich nicht alleine in der Wüste.

Montag, 16. Juli 2007

Auszug aus "Der wortwörtliche Leverknödel" nach Thomas Mann *rofl*

Wenn je das Wort "Entsetzen" unentbehrlich gewesen ist, um die Empfindung eines von den kalamitosen Ereignissen geradezu hinweggespülten Chronisten zum mindesten approximativ auszudrücken, so in diesem verhängnishaft tingierten Augenblick, da nach dem historisch-lustvollen Zäpfchen-R das Gaumensegel von Adelaidens Mama schlaff herabhing und ein Teil der Vorderzunge sich an die Spalte zwischen den künstlichen Gebißreihen legte, um die nächste Adjektiverweiterung mit einem Zahnspaltenlaut einzuleiten, wobei aber gleichzeitig ein stimmlos behauchter Verschlußlaut des Lippengebietes ein neues Umstandswort zu bilden trachtete.... - eine nicht ganz ungefährliche orale Komplikation, die Adelaidens Mama mit energischen Hintergaumlauten beseitigen wollte, aber gerade dadurch erst zur nunmehr unaufhaltsamen Katastrophe ausweitete, indem sich jetzt nämlich die seit langem angestaute Masse der Metaphern, Metonymien, Hyperbeln und Euphemismen hemmungslos in die Mundhöhle ergoß und hier - als eine Art wortwörtlicher Leverknödel sozusagen - den mütterlichen Atemweg auf eine sensationell-ridiküle, aber leider auch todbringende Weise verschloß. Zu spät kamen Adelaidens herzpochend gestammelte Präteritopräsentien, zu spät auch ihre gut gemeinten Hilfszeitwörter.... -noch bevor ihr der gebührend das Zäpfchen-R bewundernde Nebensatz zum Hauptsatze erstarrt war, hatte ihre unglückliche Mama das Leben ausgehaucht - wenn dem medizinisch unberatenen Chronisten diese pietätvoll- annoncierende Formel bei einem Totalverschluß der Luftröhre überhaupt verstattet sein mag.
Der sofort herbeigerufene Philologe konnte nur noch mit achselzuckender Sachlichkeit den exitus grammaticalis konstatieren, ein psychosomatisch bedingter Todesfall wie er meinte, der ihm aber gleichwohl in den literarisch besser gestellten Kreisen seiner Praxis schon einige Male untergekommen sei.

("in flagranti" - Parodien von Armin Eichholz)

Glutofen Berlin -

lautete heute die Schlagzeile im Radio (Heißt das im Radio überhaupt Schlagzeile? Ein passenderes Wort fällt mir nicht ein.). Und es ist tatsächlich so, auf Arbeit in den hohen alten Räumen ging es einigermaßen, doch sobald man auf die Straße tritt, fühlt man sich wie im Backofen. Jetzt bezieht es sich leicht und grummelt ganz still in der Ferne. Ich hoffe, dass es noch einen schönen Regen gibt. Irgendwie ist es schon niedlich, da stöhnt man, weil es wochenlang regnet und man in Wasser ersäuft, aber sobald es zwei Tage richtig heiß ist, wünscht man sich wieder nichts sehnlicher als Regen. Was mich wirklich nervt, ist dieses extreme Wetter-Hin und Her. Meine favorisierten Temperaturen liegen bei 20 bis 25 Grad, und zwar gut durchwachsen, mal Sonne, mal Regen. Doch gemäßigte Temperaturen scheint es hier nicht mehr zu geben.

Aber eigentlich wollte ich von zwei witzigen Zufällen berichten. Am Morgen traf ich die Kollegin, welche ab heute ebenfalls bei mir in der neuen Abteilung anfängt, und wir liefen gemeinsam zur Arbeit. Unterwegs fiel mir auf, dass sie haargenau dieselbe Armbanduhr wie ich trug, und zwar auch noch in der gleichen Farbe. Die Uhr gab es im Supermarkt in zig Farben, blau, grün, rot, silber, gelb, lila, aber beide haben wir sie in orange gekauft, nur dass sie ihre noch 5 Euro billiger bekam, weil sie erst gekauft hat, als sie heruntergesetzt war.
Dann habe ich meinem Kollegen den Traum erzählt, in dem er lange Haare hatte, und darauf sagte und zeigte er mir, dass er tatsächlich mal vor einigen Jahren lange Haare getragen hat, was ich vorher aber nicht wusste.