Also entweder hat meine energetische Raumreinigung stärkere Auswirkungen auf Herrn N., als ich erwartet hätte, oder er hatte einfach ein Bomben-Mittagessen. Jedenfalls sprang er irgendwann von seiner Zeitung auf und griff nach seiner Jacke, wie jeden Mittag, nur dass er diesmal nicht mehr wiederkam. Ich begann mir schon Sorgen zu machen, überlegte, was zu tun sei, wenn er bis zum Feierabend nicht zurück ist, aber schließlich streckte er so um halb vier, zwei Stunden später, doch wieder seinen Kopf zur Tür herein und murmelte "Mahlzeit!". "Ähm, ja, Mahlzeit!" antwortete ich, wobei ich mir aber den grinsenden Unterton in der Stimme nicht verkneifen konnte. Herr N. war nach seiner ausgedehnten Mittagspause ausnehmend gut aufgelegt und in solch einer ausgelassenen Plauderstimmung, wie ich bisher bei ihm noch nie erlebt habe. Die eine Stunde, die er noch anwesend war, begann er plötzlich immer von sich aus irgendwas zu erzählen (sonst musste ich meist den Anfang machen), natürlich nur über seine Lieblingsthemen - konfuse Sachbearbeiter, unfähige Mitarbeiter, seine unkoordinierten "Anlernlinge", die er bisher so ans Bein gebunden bekam, einfältige Klienten usw. , so gut gelaunt und redselig war er - völlig ungewohnt nach den bisherigen fünf bis sechs Sätzen pro Tag.
Ich glaube, das nächste Mal werde ich ihn nach dem Geheimnis seines Mittagessens befragen, falls es denn ein Mittagessen war....
Ich erinnere mich undeutlich, letzte Nacht an einem Schreib- oder Lyrikseminar mit Harald Schmidt teilgenommen zu haben. Dabei war ich ziemlich erleichtert, dass er mich nur dann aufrief, wenn mir wirklich mal was eingefallen war. Mit diesem schien er auch sehr zufrieden, mehr noch, er schien mich sogar irgendwie zu favorisieren. Insgeheim hatte ich aber ständig das Gefühl, dass mir viel weniger als den anderen Teilnehmern einfällt und es sich nur um glücklichen Zufall handelt, dass Schmidt mich immer in meinen guten Momenten erwischt.
Bemerkung: Böse Falle.
nein, zumindest nicht im Sinne des ritualisierten Aberglaubens. Ich glaube nicht daran, dass die Sieben eine Glücks- und die Dreizehn eine Unglückszahl ist, Schuhe auf dem Tisch Pech bringen, obwohl ich durchaus ebenfalls der Meinung bin, dass sie dort nichts zu suchen haben, und man kein Salz verschütten sollte. Ob die schwarze Katze nun von links oder rechts kommt, ist wahrscheinlich ziemlich egal und überhaupt gibt es auch noch andersfarbige Katzen, die gewürdigt werden wollen. Andererseits bin ich abergläubisch, wenn es darum geht, aus Begegnungen oder Erlebnissen auf eine momentane Zeitqualität zu schließen. Das einfachste Beispiel dafür ist ein Tag, an dem schon am Morgen alles schief geht und sich sowas bis zum Abend durchzieht. Dies ist ein Phänomen, das jeder zumindest teilweise schon erlebt hat. Ich achte jedoch nicht nur auf vor der Nase weggefahrende Busse oder gerissene Schnürsenkel, sondern auf alles, was mir am Morgen auf der Straße begegnet. Ein walzerpfeifender Fahrradfahrer zum Beispiel bringt Glück und gute Laune, wie ich erst kürzlich feststellen durfte.
Heute dagegen hatte ich mal wieder eine Begegnung der tierischen Art. Eine Amsel hopste mit einem wirklich fetten Wurm im Schnabel quer über meinen Weg (von links nach rechts, aber das ist ja eh egal). Inzwischen weiß ich auch, was das bedeutet - nämlich dass ich einen fetten Fang an Arbeit in Form eines neuen Aktenberges machen werde.
Alleine von den gestrigen 30 Liegestützen und dem bißchen Qi Gong habe ich heute einen netten Muskelkater in den oberen Brustmuskeln, na ja....und gerade freue ich mich über meine Neuerwerbung. Eigentlich gehöre ich überhaupt nicht zu den Leuten, die jeden neuen Trend mitmachen müssen und gerade bei DIESEM Trend habe ich zuerst auch wieder gedacht, die müssen alle ein Rad abhaben, wenn sie diese Dinger toll finden. Denn häßlich sind sie, daran gibt es nichts zu rütteln. Doch nachdem ich im Internet diverse Schwärmereien darüber gelesen habe, wie super sich die Crocs laufen und zu den Füßen sind, wurde ich hellhörig, da ich mit meiner Schuhgröße schon einen sehr sehr langen Schuh-, bzw. Fußleidensweg hinter mir habe. Also dachte ich mir, es könne ja nicht schaden, sich ebenfalls so ein Paar zuzulegen...und voila! Bestellt habe ich sie im
Crocs-Shop von
www.Bergfreunde.de.
Ich muss sagen, sie sind wirklich herrlich bequem und luftig, anfangs ist der etwas weitere Schnitt gewöhnungsbedürftig, aber dafür ist es fast wie Barfußlaufen. Und sie haben noch einen entscheidenden Vorteil: ich kann mit ihnen durch jede Pfütze latschen. Es bewahrheitet sich mal wieder, was gut zu einem ist, das lernt man zu lieben, unanhängig von jeder Äußerlichkeit. Nur der Geruch ist nicht ganz so angenehm, aber zum einen hoffe ich, dass sich das nach einigem Gebrauch legt und zum anderen bin ich ja jetzt abgehärtet. ;o)
Nicht dass ich ihm irgendwas unterstellen will, aber nachdem ich heute das erste Mal wieder eine Jacke mit hatte und diese in den gemeinsamen Kleiderschrank hängen musste, fiel mir auf, dass dort dieser alte und muffige Geruch, der immer mit Herrn N. kommt und geht, besonders stark war. Er hatte seine Jacke und seinen Rucksack im Schrank. Also muss es wohl doch an den Klamotten liegen. Und plötzlich kam mir die Erleuchtung, warum dieser Geruch alt und muffig ist, weil es nämlich der Geruch von Mottenkugeln ist, alten und muffigen Mottenkugeln, ich bin mir zu, na ja, sagen wir 80 Prozent sicher. Meine Jacke riecht jetzt auch danach, ich glaube, ich werde sie wohl künftig einfach über die Stuhllehne hängen. Im Winter dürfte es mit den dickeren Jacken aber schwierig werden. Überhaupt wage ich noch gar nicht an den Winter zu denken, weil ich dann nicht mehr die ganze Zeit das Fenster offen lassen kann.
Interessant ist, was in "Tierboten" zu den Motten und Nachtfaltern steht:
Das außergewöhnliche Erscheinen von Nachtfaltern oder Motten in deinem Leben will dich darauf hinweisen, dass dunkle und schattige Energien derzeit deine psychische Entwicklung, deinen spirituellen Weg beeinträchtigen. Dabei handelt es sich nicht um gezielt gegen dich gerichtete Energien, sondern du kannst sie dir vielleicht am ehesten wie dunklen Müll vorstellen, der bei deiner eigenen Energiearbeit oder den Menschen in deiner Umgebung angefallen ist....
...Der Nachtfalter fordert dich in dieser Situation auf, dein unmittelbares Energiefeld um dich herum, also deine Aura, und den energetischen Durchfluss über die Chakren durch dich hindurch zu klären, zu reinigen und zu stärken.
Unter
http://www.heisshungertest.de kann man feststellen, welche Mineralstoffe und/oder Vitamine der Körper besonders braucht, wenn man a)Heißhunger auf bestimmte Dinge hat, b)spezifische Gesundheitsstörungen spürt oder c)gewissen Risiken zur Unterversorgung ausgesetzt ist. Der Test ist in diese drei Bereiche unterteilt, man kann jeden Bereich aber auch einzeln testen.
Die Eingabe meines mich schon jahrelang begleitenden Heißhungers auf Spinat, Parmesan und Mohn und des momentanen Heißhungers auf Möhreneintopf ergab eine explizit hohe Trefferzahl beim Vitamin A.
wirkt auf Männer lebensverlängernd, bei Frauen jedoch lebensverkürzend, fand eine gemeinsame Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock und des Deutschen Zentrums für Altersforschung heraus. Dafür leben aber Frauen mit Interesse an Politik und gesellschaftlichen Ereignissen länger. (aus der Medical Tribune)
Warum wundert mich das überhaupt nicht?
findet man unter
http://www.medical-tribune.de/patienten/aktionen/der_richtige_sport/fitnesstest/.
Mein Ergebnis liegt bei "gerade noch ok". Nun ja, was anderes habe ich irgendwie auch nicht erwartet, aber heute ist so ein Tag, an welchem ich mir wünsche, ich hätte mehr Zeit und Energie, mich um meine Fitness zu kümmern.
Kurioserweise habe ich aber festgestellt, dass in Punkto Beweglichkeit eine doch relativ erstaunliche Kontinuität zu beobachten ist, soll heißen, ich war noch nie sehr beweglich, selbst als Kind nicht, obwohl ich damals geturnt habe wie ein Weltmeister, aber das, was ich als Kind konnte, kann ich auch heute noch. Ich hab es gerade ausprobiert. Das beruhigt irgendwie und versöhnt mich auch ein bißchen mit meinem damaligen Ärger darüber, nie so beweglich wie andere zu sein. Eigentlich hätte ich ja gedacht, ich sei schon viel eingerosteter. In mathematischen und statistischen Relationen gesehen, könnte man es auch so deuten, ähm, dass ich mich verjünge. *gg*
ich hasse es, wenn Blogger sich streiten. Wie gut, dass ich mich zur Zeit nicht herumstreiten muss. Das heißt, falls nicht doch noch jemand mit mir einen Streit anfangen will. Na? Was ist los? Traut sich niemand, mir so richtig die Meinung zu geigen? Gründe gibt es doch sicher genug....
Es soll ein Initiationsritual stattfinden. Alles ist schon vorbereitet. Das Ritual selbst soll so aussehen, dass ich und einige andere Frauen schnellstmöglich einen nicht sehr steilen Berg zu erklimmen haben, dabei aber durch Matsch, Geröll und einige andere Hindernisse müssen. Der Aufstieg wird recht beschwerlich sein und wir werden uns beeilen müssen, da das Ritual gleichzeitig eine Art Wettkampf darstellt. Zum Glück ist noch etwas Zeit, denn ich habe keine große Lust dazu. Mein Vater spielt bei den Vorbereitungen eine Rolle und ich bekomme verschiedene Glückwunschkarten überreicht, die sich auf dieses Ereignis beziehen. Dann unterhalte ich mich mit Y., die Adoptionstochter meiner Schwägerin, die als Gast anwesend ist. Sie überreicht mir ein Geschenk, welches ich aber noch nicht auspacken will, da ich denke, dass es falsch wäre, dieses zu tun, bevor das Ritual stattgefunden hat. Doch sie bedrängt mich, hineinzuschauen, wahrscheinlich weil sie neugierig ist, ob mir das Geschenk gefällt. Schließlich lasse ich mich überreden und öffne es. Eine niedliche kleine Kuckucksuhr kommt zum Vorschein, mit einem rosafarbenem Kuckuck, der alle naselang trällert und tririlliert, allerdings nie "Kuckuck" ruft.
Initiation (Einweihung in ein Geheimnis; Reifefeier bei den Naturvölkern)
Psychologisch:
Nimmt man im Traum an einer Initiation teil, so heißt das in der Regel, daß man neue Teile seiner Seele und seines Unbewußten wahrnehmen wird. Dies kann dazu führen, daß sich das Leben des Träumenden ändern und er allmählich beginnen wird, mehr über den Sinn des Lebens zu verstehen.
Bemerkung: Mir fällt auf, dass die Uhr gar keine Ziffern oder Zeiger hatte, sondern nur kleine Löcher für den Kuckuck. Oder sind mir Ziffern und Zeiger einfach nicht aufgefallen?

Ok, die Fischgräte könnte auch ein Federkiel sein und natürlich, selbstverständlich, entdeckte ich sie, als ich gerade über das Schreiben nachdachte.
Und jetzt auch noch ein Schwertfisch:

Gut, dann ist heute wohl doch Fischgrätenhimmel angesagt.
Irgendjemand spielt so richtig laut Anne Clark, dass es über den ganzen Hof schallt. Cool! Das könnt ich jetzt bis Mitternacht haben. Anne Clark ist für mich wie P.J.Harvey Musik, die nur laut, bzw. live geniessbar ist.
Schade, jetzt haben sie leiser gemacht. Und nun ist Depeche Mode an der Reihe. Ich glaube, da macht jemand eine 80iger Party.
Ich bekomme fast Lust, mal wieder in die Disco zu gehen. Aber wahrscheinlich würde das enden, wie vor zwei Jahren, als ich mich mit völlig verquollenen Augen und krächziger Whiskeystimme fragte, wie ich mir früher so etwas freiwillig antun konnte und es auch noch toll fand. Es ist unglaublich, wie schnell man alt wird. Heute bleibe ich auf meinem luftigen Rang und hoffe darauf, dass sie die Musik bald wieder lauter drehen.
Sonne und blind
Wind im Schatten
Hör dich noch lachen
während du eilst
und dann verweilst
Sieh, das Siegel
der roten Dahlie
bewahrt es fest,
das Geheimnis,
im Erdentief,
wenn du es brichst
wirst du erfahren
wie man verliert
Was ich ja wirklich witzig finde, ist, dass immer, wenn Herr N. nicht da ist, am Morgen so ein frecher Spatz bis in das Zimmer hineingehüpft kommt, sich umschaut und dann wieder wegfliegt, wahrscheinlich um zu schauen, ob es was zum Essen fassen gibt. Kurioserweise kommt er NIE, wenn Herr N. da ist.
die ich fast jeden Morgen zur U-Bahn hoch gehe und die quasi zu meiner unmittelbaren Heimat gehört, so mag, sind diese meterhohen Unkrautfelder links und rechts vom Gehweg. Da sieht man mannshohe Klettenbüsche, tellergroßen Huflattich, Schafgarbe, Beifuß und was es nicht sonst noch alles gibt an zähem Grünzeug. Wenn man im Sommer auf dieser Straße unterwegs ist, dann kann man sich mit viel Phantasie fast vorstellen, irgendwo auf einer wilden Heide zu sein, mal ganz abgesehen von den Schmetterlingen, Katzen und Vögeln, die sich dort ebenfalls sauwohl fühlen. Ich fürchte nur, wenn die Stadt wieder mehr Geld hat, kommt irgend so ein Beamtenfuzzi daher und sagt: "So geht das aber nicht! Das ist doch kein Zustand mit diesem Drecksunkraut in unserer schönen Stadt. Da muss eine ordentliche Betondecke drüber." Ok, mit viel Glück werden vielleicht auch nur Blumenrabatten angelegt, in denen die Stiefmütterchen in Reih und Glied stehen. Stiefmütterchen in allen Ehren, aber ist dieser Ordnungsfimmel der Menschheit nicht manchmal erbärmlich? Wo kämen wir denn auch hin, wenn jeder macht was er will, ganz besonders die Pflanzen? Nein, es muss bitteschön Zucht und Ordnung herrschen! Also verschwinden langsam aus den Vorgärten die völlig pflegeleichten und schönen Farne und werden dafür mit ultrakurzem Rasen ersetzt, der jeden Sommer Unmengen von künstlich zugeführtem Wasser verschlingt, um sich nicht in eine braune schrumpelige Strohdecke zu verwandeln. Aber wehe, er wird nur einige Zentimeter zu lang, dann muss sofort wieder so ein kreischendes, plärrendes Ding von Rasenmäher her. Wo haben die Leute bloß ihren Verstand? Werden sie ihn alle erst wiedererlangen, wenn wirklich das eintritt, was bei dieser Klima-Vorhersage-Dokumentation analysiert wurde, nämlich, dass Brandenburg zu einem steppenähnlichem Gebiet wird, in dem Wasserknappheit herrscht? Wenn es dann völlig aussichtslos ist, kurzen Rasen anzupflanzen, weil das Wasser sauteuer und der Boden steinhart ist, dann, aber erst dann, werden sie nach dem dreckigen Unkraut mit den langen Wurzeln schreien. Nur gut, dass Unkraut sich nicht so schnell ausrotten läßt wie manch eine Tierart, denn dann sähen wir es schon heute wahrscheinlich nur noch gepresst in altertümlichen Hebarien.
behaupten zumindest meine ehemaligen Kollegen. Ich meine, dass es nach drei Tagen zu früh ist, sowas zu sagen und außerdem merke ich davon überhaupt nichts. Aber sie sagen, wenn er mir nichts tut, dann reicht das schon, um es zu wissen. Na prima. Und Kollege M. sagt, dass Herr N. in den letzten Tagen immer mit so einem Grinsen auf dem Gesicht im Flur herumlaufe. Ihm gefalle das gar nicht.
Ich kann dazu nichts sagen, weil ich Herrn N. von vorher ja nicht kenne und wir uns ansonsten selten sehen, obwohl wir im gleichen Zimmer arbeiten, da jeder hinter seinem riesigen Computermonitor versteckt sitzt. Das "Du" hat er mir aber noch nicht angeboten und das nervt mich, weil ich dieses ständige Gesieze mit Kollegen, die ich den ganzen Tag sehe, nicht mag. Leider ist er älter als ich.
Im übrigen stimmt es tatsächlich, was mir die eine Kollegin über seinen Körpergeruch erzählt hat. Sobald er im Zimmer ist, riecht es sofort irgendwie merkwürdig alt und muffig. Ich habe das zuerst auf die alten Fußbodenbeläge geschoben, merke aber, dass der Geruch längst nicht so stark ist, wenn er nicht im Büro ist. Es riecht richtig EXTREM alt und muffig, und das, obwohl ich den ganzen Tag weit das Fenster geöffnet habe, der Geruch geht nicht einmal von frischer Luft weg. Gerade wenn man draußen war und wieder in das Zimmer kommt, ist er besonders stark, und ich denke immer, er müßte es doch auch bemerken, wenn er in das Zimmer kommt, aber entweder sagt er nichts dazu oder er merkt es wirklich nicht. Ich überlege schon, mir so einen Duftstein anzuschaffen, allerdings weiß ich nicht, ob Herr N. das dann nicht als Geruchsbelästigung empfindet.
Das Licht der Neonröhren auf dem Klinikflur fällt durch die Glastür meines Zimmers. Es erhellt nicht die Dunkelheit der Nacht, sondern verstärkt die Schatten noch, ihr Schwarz und ihre Kälte. Flackernde kleine Lichtquellen auch im Krankenhauszimmer selbst, an diversen Geräten. Ich schlafe und schlafe nicht, der Schlaf ist leicht, er scheint mich zu fliehen und doch nicht von mir zu lassen. Immer wieder wache ich auf. Vor dem Schlafraum das kleine Glaskabuff der wachhabenden Schwester. Ich bin in dem Zimmer eingeschlossen, bis auf das Klinikpersonal darf niemand hinein. Jemand klopft an die Tür. Die Schwester fängt den Besucher ab und ich höre, wie sie sagt, dass keine Besuchszeit sei und niemand zu mir dürfe.
Es ist mir recht. Ich will gar nicht wissen, wer der Besucher ist. In schmerzvoller Dumpfheit durchwache ich die Nacht. Wie ein Verhängnis lastet sie auf mir, ein schwarzer schwerer Vorhang, in dessen Falten ich mich verfangen habe. Ein Gefühl von unspezifischer Angst und transzendentem Schmerz. Es gibt keine Ursache, es ist etwas außerhalb meiner selbst. Ich beobachte es wie ein Tier, einen schwarzen Vogel, der auf meinem Brustbein brütet. Es scheint nicht mein Schmerz und meine Angst zu sein, es ist die unter der Schwere und Einsamkeit der Nacht konzentrierte Atmosphäre des Krankenhauses. Ich weiß, dass es nur ein Traum innerhalb eines Traumes ist, weiß, dass mit der Nacht auch dieses Gefühl geht. Alleine sie ist es, welche die Pforten zu den unterschwelligen Abgründen des menschlichen Leids öffnet, am Morgen würden sie wieder verschlossen sein. Es gibt keinen Grund, sich vor der Angst zu fürchten. Sie ist ein Besucher, der mit der Nacht kommt und mit dem Tag geht. Alles ist in bester Ordnung.
perfekte Synchronizität, als ich heute Morgen zur U-Bahn ging. Ich meinte, mich müsse der Schlag ereilen, weil ich hinter mir laut eben diesen einen Walzer von Schostakowitsch pfeifen hörte, der mein
Lieblingswalzer(hier in der schöneren Version als bei youtube) ist. Ein Mann auf einem Fahrrad radelte vorbei und pfiff unbekümmert genau diesen Walzer vor sich hin, ein Sandwich in der einen, den Lenker in der anderen Hand, bis er aus meinen Augen verschwand.
Zufall kann das nicht mehr sein, das glaube ich nicht - schließlich hätte er alles andere, als ausgerechnet dieses Musikstück, das ja kein Gassenhauer oder Chart-Hit ist, pfeifen können, und zwar nicht gerade dann, wenn er an mir vorbeiradelt. Überhaupt geschehen in letzter Zeit vermehrt wirklich eigenartige Synchronizitäten und Zufälle, die deshalb so eigenartig sind, weil ich das Gefühl habe, irgendjemand schaut in mein Gehirn, sieht was ich denke und läßt die passenden Dinge dazu passieren. Es ist schon fast unheimlich. Manchmal möchte ich tatsächlich glauben, wir sind alle Marionetten, oder noch schlimmer, Versuchskaninchen in einem riesigen kosmischen Experiment.
Die Welt ist seltsam und magisch, wird es immer bleiben.
habe ich heute mit Herrn N. gewechselt. Aber immerhin ist das Schweigen schon etwas weniger gespannt als am Donnerstag. Da haben sie ja was vollbracht, zwei Schlaftabletten zusammenzusperren. Grinsen musste ich, als die Gruppenleiterin in das Zimmer kam und einen Hustenanfall hatte, weil sie sich verschluckte. Sein Trinkglas stand auf einer Ecke des Tisches und sofort meinte er besorgt, die Bazillen könnten in das Glas fallen. Wenn ich das nächste Mal niese, werde ich das besonders laut machen. *gg*
Eine Kollegin hat mir Ableger von ihrer Duftgeranie mitgebracht. Die duftet so stark nach Bergamotte, dass man das sogar durch die Plastiktüte bis auf fünf Meter Entfernung riecht. Ich habe die Ableger jetzt in die Kästen gepflanzt und eine Duftwolke schwebt nun über dem ganzen Balkon. Ich hoffe, dass dies gegen Mücken hilft, obwohl ich sagen muss, dass an den letzten zwei Abenden sich schon kaum noch eine Mücke hat sehen lassen. Wirklich seltsam. Entweder habe ich alle ausgerottet oder sie waren nur auf der Durchreise, so wie die Brieftaube vor zwei Jahren, die in meiner Küche genächtigt hat.
liegen ab heute bei mir im Wohnzimmer und mich begeistert vor allem die herrliche goldbraune natürliche Farbe. Auch sehr angenehm finde ich das ungewöhnliche Trittgefühl, da diese Teppiche nicht so weich und so warm wie Wollteppiche sind, sondern eher etwas härter und kühler, doch barfuß fühlt sich das dann so ein bißchen an, als laufe man auf Waldboden mit kleinen Zweiglein. Sie sind aber nicht mit der Robustheit von Kokosläufern zu vergleichen, die ich aus meinem Elternhaus kenne und noch nie mochte, da sie für meine zarte Haut viel zu kratzig sind. Die nächste Zeit werde ich wahrscheinlich nur noch barfuß laufen. Außerdem passen sie hervorragend zu meiner Graslampe. So langsam bekommt meine Wohnung wirklich Ähnlichkeit mit einer Grashütte. *gg*
Als ich meinem Bruder über die Hanfteppiche berichtete, erzählte dieser mir von einem Kumpel, der oft in südlichen Ländern unterwegs ist und einen ganzen bestimmten Trick hat, um sich aufdringliche Marktverkäufer vom Leib zu halten. Er sagt zu ihnen: "Ach wissen Sie, DAS was ich suche, haben Sie sowieso nicht. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der das hatte.".
Wenn die Verkäufer, dann wissen wollen, was es ist und hier und da und gucken, antwortet er einfach: "Einen fliegenden Teppich.". Das wirkt immer.
sind diese neumodischen Filme, die es bis zur Perfektion treiben, eine realistische Soundkulisse aufzubauen. Dolby Digital reicht da nicht, oh nein, während der Protagonist sich in der Disco oder im Kino amüsiert, habe ich das Gefühl, mir müsse gleich die Home Cinema Surround Anlage um die Ohren fliegen, sind dann allerdings Dialoge an der Reihe, wird so authentisch genuschelt und geflüstert, dass kein Wort mehr zu verstehen ist. Ich habe jeden Tag genug Realität. Das brauche ich nicht noch, wenn ich mir einen Film anschauen möchte. Da erwarte ich eine gute, relativ gleichbleibende Lautstärke und Verständlichkeit. Den Realismus kann ich mir selbst mit dazu denken - es geht um die Geschichte. Ich möchte während des DVD-Schauens nicht ständig panisch an der Fernbedienung herumfummeln, weil ich entweder nix mehr vom Film mitbekomme oder die Anlage plötzlich wieder wild wummert, sondern einfach nur genüßlich Klosterschokolade naschen. Ist das zuviel verlangt?
EDIT: In der Beschreibung der Tonkulisse lautet das dann - "Ebenso natürlich wie die Kulisse fällt die Dialogausstattung ein, die unprätentiös und locker daher kommt und daher wesentlich authentischer klingt als dass sie übermäßig deutlich wäre."(Movieman.de)
Authentisch hin oder her, ICH hätte es gerne ein wenig deutlicher gehabt, denn mein DVD-Abend sah so aus, dass ich mich im Lippenlesen geübt habe und mir die Handlung des Filmes mehr oder weniger zusammenreimen musste, da ich keine Lust hatte, ständig auf der Volume-Skala von einem Ende bis zum anderen zu klicken. Auf diese Art hätte man die Handlung, die sich über drei Stunden erstreckte, allerdings auch in zehn Minuten und zwei Sätzen abhandeln können.
Gefunden
HIER. (Aber Vorsicht! Die Kua-Zahl unter Chinesische Numerologie wird auf dieser Seite falsch berechnet!)
Meine Glückszahl ist die 6:
Sie besitzen ein großes Potential an menschlicher Wärme und Sie sind offen für alle Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten, um glücklich zu sein. Dadurch sind Sie andererseits jedoch sehr idealistisch und fordern manchmal etwas zuviel. Lernen Sie, auch weniger perfekte Lösungen zu akzeptieren und verlieren Sie sich nicht in Details. Legen Sie häufiger Ruhepausen ein und verwöhnen Sie sich von Zeit zu Zeit, z.B. durch ein langes Wochenende, einen schönen Spaziergang etc.
Die Zahl meines Lebensweges ist die 9:
Die Forscherin
Sie sind eine leidenschaftliche Forschernatur und eine ausgeprägte Denkerin. Ihr Leben ist alles andere als chaotisch, sonst entprechen Sie nicht Ihrer Geburtszahl. Ihr Weg ist reich an Studien und Sie interessieren sich für viele verschiedene Bereiche. Ihre Aufgabe ist es, über die menschlichen Angelegenheiten nachzudenken und existenzielle Fragen durch Ihren klaren Verstand zu erhellen.
Entwickeln Sie eine kritische Haltung und lernen Sie, beharrlich zu sein, da das, was Sie schaffen, einen langfristigen Charakter hat. Für Ihre Vorhaben benötigen Sie daher außerdem Geduld und Ausdauer.
Ihr Lebensweg steht ganz unter dem Zeichen des "Vorangehens" und "Vordenkens". Sie klären die Fragen Ihrer Mitmenschen und sind eine wertvolle Beraterin. Treiben Sie Ihre geistige Entwicklung weiter voran und vertiefen Sie beständig Ihr Wissen.
Die Zahl meines wahren Charakters ist die 3:
Sie sind ein spritziger und fröhlicher Mensch, der gerne in Gesellschaft ist. Der Austausch mit anderen, in welcher Form auch immer, steht im Mittelpunkt Ihrer Aktivitäten.
Neue Impulse und Ideen - das ist es, was das Leben lebenswert macht. Sie brauchen Abwechslung und Kreativität, um sich zu verwirklichen. Alles, was mit Tradition im Zusammenhang steht, lässt Sie kalt.
Sie leben in einer Welt voller Phantasie und verstehen es, die Feste zu feiern, wie sie fallen. Es mangelt Ihnen dabei nie an guten Ideen, was mit Ihrer großzügigen Art harmoniert.
Bleiben Sie auch weiterhin aktiv und stecken Sie andere mit Ihrer Unternehmungslust an, denn dies entspricht ganz und gar Ihrem Charakter.
Wie ich mitbekommen habe, wird er intern in der Gruppe "Der Meister" genannt, so dass die Überschrift, ins Bürojargon übersetzt lauten muss: "Der Meister ist abwesend". Er hat die nächsten Freitage freigenommen. Mir soll es recht sein.
Während gestern niemand ins Zimmer kam, erschienen heute alle möglichen Leute, die mich fragten, wie der erste Tag gewesen sei. Ich hab da nicht viel zu gesagt, außer, dass es relativ normal war und ein Tag zu kurz ist, um daraus auf die künftige Zusammenarbeit zu schließen. Es erschien auch ein Spatz im Fenster, der frech in das Zimmer hopste, ein paar mal nach links und rechts spähte und dann wieder abflog. Wahrscheinlich wollte er auskundschaften, ob es was zu holen gibt.
Ein bißchen fühle ich mich ja wie ein Versuchskaninchen bei einem psychologischen Experiment, welches von allen Seiten scharf beobachtet wird.
Mein Drucker macht immer noch Mätzchen und wahrscheinlich muss ich vor diesem IT-Menschen erst auf die Knie fallen, damit er sich nochmals zu mir bemüht. Am Donnerstag, als gar nichts ging, war er kurz da, fummelte irgendwas an einem Stecker und wedelte mit einer Testseite vor meinem Gesicht herum. Herr N. unkte schon, das sei wohl nicht alles gewesen und als ich wieder neben dem Drucker stand und diesem gut zuredete, fragte er: "Sehe ich richtig?"
Er sah richtig. Der Drucker druckt zwar jetzt immerhin schon Word-Dokumente, aber nicht aus unserem Berechnungsprogramm. Also rief ich diesen Morgen wieder an und mir wurde vom IT-Menschen versprochen, er würde vorbeikommen, sobald er Zeit hätte. Heute kam er nicht. Und ich steh auf dem Schlauch und komm mit meinen Sachen so überhaupt nicht voran, weil wir fast alles über dieses Programm machen.