Alien
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Sonntag, 5. August 2007

Witzig,

was Google mich fragt, wenn ich nach "Ferdinand der Seebeuter" suche: Meinten Sie "Ferdinand der Teebeutel"...

Nein, du Clown. *lol*

Samstag, 4. August 2007

Die 27 Mondhäuser der indischen Astrologie

findet man hier:
http://astronet.ch/ind_astr/nakshatras2.htm

Da die indische Astrologie mit dem siderischen Tierkreis arbeitet, muss die Präzession, die zur Zeit gerundet ca. 24 Grad beträgt, von der Radix-Position des Mondes im tropischen Tierkreis abgezogen werden. Wenn der Mond also wie bei mir auf 8 Grad 20 Minuten Widder befindet, ist seine Position im siderischen Tierkreis 14 Grad 20 Minuten Fische. Das ist zwar nicht minuten- und sekundengenau, reicht aber zum Feststellen des Mondhauses aus.

Freitag, 3. August 2007

Vom Beschreiben des Unaussprechbaren und Erzählen des des Unbeschreibbaren

Es gibt Dinge, die sind nicht existent und passieren, und es gibt Dinge, die sind existent, aber passieren nicht. In der Regel ist davon auszugehen, dass es dieselben sind. Nach diesem Paradoxon sind sie also sowohl existent, als auch nicht existent, sie passieren und passieren auch wieder nicht. Ich weiß genau, wovon ich spreche, auch wenn das jetzt vielleicht nicht so klingt. Aber ich bin unzufrieden. Ich bin unzufrieden mit mir und meinen Möglichkeiten, das zwischen den Zeilen meiner Gedanken liegende mit Worten zu erfassen. Im Schreiben über Handlungen und Ereignisse bin ich groß. Auch meine unmittelbaren Gedanken kann ich ganz gut ausdrücken. Doch das ist nicht alles. Da gibt es noch mehr. Und wenn ich ein Buch in die Hand nehme und darin ganze zwanzig Seiten alleine über einen Blick erzählt finde, dann weiß ich, dass ich das auch in mir finden kann, aber ich finde es nicht. Ich muss wohl davon ausgehen, dass ich oberflächlich bin, denn ich fühle nur und belasse es dabei. Ich mache mir nicht die Mühe, zwanzig Seiten damit zu füllen, weil ich weiß, dass es mir nicht gelingen würde. Stattdessen ertappe ich mich dabei, wie ich versuche, ein einzelnes Gefühl in langen Handlungsfolgen auszudrücken. Die Handlung ist der Weg, das Gefühl das Ziel. Ich bezweifle jedoch, dass es funktioniert, zumindest nicht so, wie ich es mir wünsche. Und bezweifle manchmal ebenso, dass andere das überhaupt fühlen können, was ich fühle. Nur wenn ich David Lynch-Filme sehe, weiß ich, es ist möglich, dass jemand die Welt ebenso empfindet wie ich. Vielleicht sollte ich ja besser Regie führen statt zu schreiben, aber als Hobby macht sich das irgendwie so schlecht. Natürlich ist davon auszugehen, dass es genügend Leser gibt, die es keinesfalls interessiert, zwanzig Seiten über die Umstände eines Blickes zu lesen. Und weiterhin gehe ich davon aus, dass meine Geschichten sowieso keiner liest, was wiederum den großen Vorteil hat, dass ich nicht auf den Geschmack und die Vorlieben eventuell vorhandener Leser eingehen muss, sondern mich voll darauf konzentrieren kann, was ich wirklich sagen will. Doch das, was ich sagen will, bleibt meistens so ein ätherisches Gefühl irgendwo zwischen Magen und Halsgrube, sobald ich es zu greifen versuche, ist es wieder verschwunden.

Gut, um das mal klarzustellen,

wenn ich träume, ich bekomme ein Buch geschenkt, dann bedeutet das, dass ich eine Fußraspel geschenkt bekomme. Diese Fußraspel bekam ich statt einer Schuhbürste, die eigentlich als Werbegeschenk vorgesehen war und mit der ich absolut hätte nichts anfangen können. Wenn ich aber eine Fußraspel statt einer Schuhbürste bekomme, dann bedeutet dies wiederum, dass noch Zeichen und Wunder geschehen, denn erst vorigen Sonntag habe ich festgestellt, dass ich keine Fußraspel mehr besitze und mir mal wieder eine zulegen müßte, was ich aber natürlich die ganze Woche hindurch erfolgreich verdrängt habe.

Die Autogrammadresse von Thomas Mann

Es ist Nacht und ich bin in meiner spärlich beleuchteten Wohnung von Unmengen Büchern umgeben. Die Wohnung ist etwas anders als meine richtige, mit vielen Fensterfronten, so dass sie fast von allen Seiten einsehbar ist. Obwohl es schon spät ist, bin ich noch auf, weil ich warte, bis meine Nachbarn fest schlafen, da ich irgendetwas aufräumen will. Dabei fällt mir ein, dass ich ja in meinem Weblog einen Eintrag darüber veröffentlichen wollte, wie ich an die Autogrammadresse von Thomas Mann schrieb. Die Adresse selbst hatte ich vom Wilden Kaiser bekommen und ich habe einen Brief an diese Adresse geschickt. Daraufhin erhielt ich eine Antwort, ohne Autogramm, aber dafür mit einem Buchgeschenk. Es ist allerdings kein Buch von Thomas Mann, was mich um so mehr freut. Während ich in den Büchern meiner Wohnung stöbere, fällt mir auch ein Stapel in die Hände, der Blütenstaub gehört. Ich habe keine Ahnung, was der in meiner Wohnung macht, beginne aber im obersten Buch zu blättern. Es ist fast ganz ohne Text, nur mit Bildern, die randlos über alle Seiten gedruckt sind. Sie erinnern mich an eine Mischung aus "Sleepy Hollow" und Orwells "1984".

Mittwoch, 1. August 2007

Zucker in geheimer Mottenkugel-Mission oder Herr N. ist gut zu Vögeln

Heute wollte ich mal den Härtetest machen und legte einen meiner Kekse auf das Fensterbrett, um zu sehen, ob die Spatzen dann trotz Herrn N. an das Fenster kommen. Dass ihnen die Kekse schmecken, weiß ich vom letzten Freitag, wo einer von denen ratz fatz von ihnen vertilgt wurde. Nach mehreren Stunden stand das Ergebnis fest - weit und breit kein Spatz im Umkreis von mehreren Kilometern zu sehen.
Ich beschloß, Herrn N. mit dem Ergebnis dieser Untersuchung zu konfrontieren. Dazu erzählte ich ihm, wie ich es witzig fände, dass immer, wenn er nicht da sei, Spatzen bis fast in das Zimmer kämen, sobald er aber anwesend sei, sich kein einziger mehr blicken lasse. Darauf erklärte Herr N. erst einmal, dass er den Spatzen nie etwas getan habe, dann behauptete er, der Spatz, der immer in das Zimmer hüpfe, sei der verkleidete Herr K., der spionieren wolle, und schließlich bestätigte er, dass er sogar selbst manchmal was für sie raus gelegt habe, nämlich dann, wenn Herr K. alten Kuchen mitgebracht hatte und dieser weggefressen war. Jedenfalls schien ihn das irgendwie zu wurmen und er stand nun öfter am Fenster und schaute nach dem Keks. Schließlich ging er aus dem Zimmer und meinte, er werde den Vögeln jetzt mal eine Chance geben. Als er zurückkam, wollte er wissen, ob welche da gewesen seien. Dies musste ich leider verneinen, wobei ich nochmals darauf hinwies, dass sie nur kommen, wenn er den ganzen Tag nicht im Büro ist. Da klopfte er enttäuscht gegen die Fensterscheibe "Nicht los mit den Vögeln..." und erklärte, dann müssten sie eben bis Freitag warten (Urlaubstag).

Seit ich mit Herrn N. zusammensitze, werde ich ja von den anderen Kollegen immer mit zum Teil mitleidigen und zum Teil neugierigen Blicken angeschaut. Jedesmal, wenn ich jemanden auf dem Flur treffe, wird gleich mit bedeutungsschwangerem Blick in Richtung Zimmer Herr N. gefragt, wie es mir gehe. Ich antworte darauf regelmäßig, dass er mir bisher nichts getan habe. Einer Kollegin, die mich das heute fragte, berichtete ich aber noch, dass mich eigentlich am meisten der Geruch nach Mottenkugeln störe. Da erzählte sie mir, es sei jetzt schon viel besser geworden, früher muss der Geruch also wohl noch extremer gewesen sein. Außerdem sei sie selbst auf der Suche nach diesen Mottenkugeln, weil die gegen Wühlmäuse helfen sollen (wohl nicht nur gegen Wühlmäuse, sondern auch gegen Spatzen). Die Frau im Laden hätte sie nur groß angeguckt und sie könne die Mottenkugeln nirgendwo auftreiben. Ich meinte zu ihr ein bißchen scherzhaft, sie solle doch mal Herrn N. fragen. Das wollte sie aber nicht. Mal schauen, vielleicht kriege ich es ja noch raus, woher Herr N. seine Mottenkugeln bezieht.

Dienstag, 31. Juli 2007

Ich hätte gerne genau dasselbe, was Herr N. zum Mittagessen hatte...

Also entweder hat meine energetische Raumreinigung stärkere Auswirkungen auf Herrn N., als ich erwartet hätte, oder er hatte einfach ein Bomben-Mittagessen. Jedenfalls sprang er irgendwann von seiner Zeitung auf und griff nach seiner Jacke, wie jeden Mittag, nur dass er diesmal nicht mehr wiederkam. Ich begann mir schon Sorgen zu machen, überlegte, was zu tun sei, wenn er bis zum Feierabend nicht zurück ist, aber schließlich streckte er so um halb vier, zwei Stunden später, doch wieder seinen Kopf zur Tür herein und murmelte "Mahlzeit!". "Ähm, ja, Mahlzeit!" antwortete ich, wobei ich mir aber den grinsenden Unterton in der Stimme nicht verkneifen konnte. Herr N. war nach seiner ausgedehnten Mittagspause ausnehmend gut aufgelegt und in solch einer ausgelassenen Plauderstimmung, wie ich bisher bei ihm noch nie erlebt habe. Die eine Stunde, die er noch anwesend war, begann er plötzlich immer von sich aus irgendwas zu erzählen (sonst musste ich meist den Anfang machen), natürlich nur über seine Lieblingsthemen - konfuse Sachbearbeiter, unfähige Mitarbeiter, seine unkoordinierten "Anlernlinge", die er bisher so ans Bein gebunden bekam, einfältige Klienten usw. , so gut gelaunt und redselig war er - völlig ungewohnt nach den bisherigen fünf bis sechs Sätzen pro Tag.
Ich glaube, das nächste Mal werde ich ihn nach dem Geheimnis seines Mittagessens befragen, falls es denn ein Mittagessen war....

Schreibseminar mit Harald Schmidt

Ich erinnere mich undeutlich, letzte Nacht an einem Schreib- oder Lyrikseminar mit Harald Schmidt teilgenommen zu haben. Dabei war ich ziemlich erleichtert, dass er mich nur dann aufrief, wenn mir wirklich mal was eingefallen war. Mit diesem schien er auch sehr zufrieden, mehr noch, er schien mich sogar irgendwie zu favorisieren. Insgeheim hatte ich aber ständig das Gefühl, dass mir viel weniger als den anderen Teilnehmern einfällt und es sich nur um glücklichen Zufall handelt, dass Schmidt mich immer in meinen guten Momenten erwischt.

Bemerkung: Böse Falle.

Abergläubisch bin ich nicht,

nein, zumindest nicht im Sinne des ritualisierten Aberglaubens. Ich glaube nicht daran, dass die Sieben eine Glücks- und die Dreizehn eine Unglückszahl ist, Schuhe auf dem Tisch Pech bringen, obwohl ich durchaus ebenfalls der Meinung bin, dass sie dort nichts zu suchen haben, und man kein Salz verschütten sollte. Ob die schwarze Katze nun von links oder rechts kommt, ist wahrscheinlich ziemlich egal und überhaupt gibt es auch noch andersfarbige Katzen, die gewürdigt werden wollen. Andererseits bin ich abergläubisch, wenn es darum geht, aus Begegnungen oder Erlebnissen auf eine momentane Zeitqualität zu schließen. Das einfachste Beispiel dafür ist ein Tag, an dem schon am Morgen alles schief geht und sich sowas bis zum Abend durchzieht. Dies ist ein Phänomen, das jeder zumindest teilweise schon erlebt hat. Ich achte jedoch nicht nur auf vor der Nase weggefahrende Busse oder gerissene Schnürsenkel, sondern auf alles, was mir am Morgen auf der Straße begegnet. Ein walzerpfeifender Fahrradfahrer zum Beispiel bringt Glück und gute Laune, wie ich erst kürzlich feststellen durfte.
Heute dagegen hatte ich mal wieder eine Begegnung der tierischen Art. Eine Amsel hopste mit einem wirklich fetten Wurm im Schnabel quer über meinen Weg (von links nach rechts, aber das ist ja eh egal). Inzwischen weiß ich auch, was das bedeutet - nämlich dass ich einen fetten Fang an Arbeit in Form eines neuen Aktenberges machen werde.

Montag, 30. Juli 2007

Zucker goes Crocs

Alleine von den gestrigen 30 Liegestützen und dem bißchen Qi Gong habe ich heute einen netten Muskelkater in den oberen Brustmuskeln, na ja....und gerade freue ich mich über meine Neuerwerbung. Eigentlich gehöre ich überhaupt nicht zu den Leuten, die jeden neuen Trend mitmachen müssen und gerade bei DIESEM Trend habe ich zuerst auch wieder gedacht, die müssen alle ein Rad abhaben, wenn sie diese Dinger toll finden. Denn häßlich sind sie, daran gibt es nichts zu rütteln. Doch nachdem ich im Internet diverse Schwärmereien darüber gelesen habe, wie super sich die Crocs laufen und zu den Füßen sind, wurde ich hellhörig, da ich mit meiner Schuhgröße schon einen sehr sehr langen Schuh-, bzw. Fußleidensweg hinter mir habe. Also dachte ich mir, es könne ja nicht schaden, sich ebenfalls so ein Paar zuzulegen...und voila! Bestellt habe ich sie im Crocs-Shop von www.Bergfreunde.de.
Ich muss sagen, sie sind wirklich herrlich bequem und luftig, anfangs ist der etwas weitere Schnitt gewöhnungsbedürftig, aber dafür ist es fast wie Barfußlaufen. Und sie haben noch einen entscheidenden Vorteil: ich kann mit ihnen durch jede Pfütze latschen. Es bewahrheitet sich mal wieder, was gut zu einem ist, das lernt man zu lieben, unanhängig von jeder Äußerlichkeit. Nur der Geruch ist nicht ganz so angenehm, aber zum einen hoffe ich, dass sich das nach einigem Gebrauch legt und zum anderen bin ich ja jetzt abgehärtet. ;o)

Hat Herr N. ein größeres Mottenproblem?

Nicht dass ich ihm irgendwas unterstellen will, aber nachdem ich heute das erste Mal wieder eine Jacke mit hatte und diese in den gemeinsamen Kleiderschrank hängen musste, fiel mir auf, dass dort dieser alte und muffige Geruch, der immer mit Herrn N. kommt und geht, besonders stark war. Er hatte seine Jacke und seinen Rucksack im Schrank. Also muss es wohl doch an den Klamotten liegen. Und plötzlich kam mir die Erleuchtung, warum dieser Geruch alt und muffig ist, weil es nämlich der Geruch von Mottenkugeln ist, alten und muffigen Mottenkugeln, ich bin mir zu, na ja, sagen wir 80 Prozent sicher. Meine Jacke riecht jetzt auch danach, ich glaube, ich werde sie wohl künftig einfach über die Stuhllehne hängen. Im Winter dürfte es mit den dickeren Jacken aber schwierig werden. Überhaupt wage ich noch gar nicht an den Winter zu denken, weil ich dann nicht mehr die ganze Zeit das Fenster offen lassen kann.

Interessant ist, was in "Tierboten" zu den Motten und Nachtfaltern steht:

Das außergewöhnliche Erscheinen von Nachtfaltern oder Motten in deinem Leben will dich darauf hinweisen, dass dunkle und schattige Energien derzeit deine psychische Entwicklung, deinen spirituellen Weg beeinträchtigen. Dabei handelt es sich nicht um gezielt gegen dich gerichtete Energien, sondern du kannst sie dir vielleicht am ehesten wie dunklen Müll vorstellen, der bei deiner eigenen Energiearbeit oder den Menschen in deiner Umgebung angefallen ist....
...Der Nachtfalter fordert dich in dieser Situation auf, dein unmittelbares Energiefeld um dich herum, also deine Aura, und den energetischen Durchfluss über die Chakren durch dich hindurch zu klären, zu reinigen und zu stärken.

Sonntag, 29. Juli 2007

Heisshungertest

Unter http://www.heisshungertest.de kann man feststellen, welche Mineralstoffe und/oder Vitamine der Körper besonders braucht, wenn man a)Heißhunger auf bestimmte Dinge hat, b)spezifische Gesundheitsstörungen spürt oder c)gewissen Risiken zur Unterversorgung ausgesetzt ist. Der Test ist in diese drei Bereiche unterteilt, man kann jeden Bereich aber auch einzeln testen.
Die Eingabe meines mich schon jahrelang begleitenden Heißhungers auf Spinat, Parmesan und Mohn und des momentanen Heißhungers auf Möhreneintopf ergab eine explizit hohe Trefferzahl beim Vitamin A.

Das starke Interesse für Familie

wirkt auf Männer lebensverlängernd, bei Frauen jedoch lebensverkürzend, fand eine gemeinsame Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock und des Deutschen Zentrums für Altersforschung heraus. Dafür leben aber Frauen mit Interesse an Politik und gesellschaftlichen Ereignissen länger. (aus der Medical Tribune)

Warum wundert mich das überhaupt nicht?

Einen Fitnesstest

findet man unter http://www.medical-tribune.de/patienten/aktionen/der_richtige_sport/fitnesstest/.

Mein Ergebnis liegt bei "gerade noch ok". Nun ja, was anderes habe ich irgendwie auch nicht erwartet, aber heute ist so ein Tag, an welchem ich mir wünsche, ich hätte mehr Zeit und Energie, mich um meine Fitness zu kümmern.
Kurioserweise habe ich aber festgestellt, dass in Punkto Beweglichkeit eine doch relativ erstaunliche Kontinuität zu beobachten ist, soll heißen, ich war noch nie sehr beweglich, selbst als Kind nicht, obwohl ich damals geturnt habe wie ein Weltmeister, aber das, was ich als Kind konnte, kann ich auch heute noch. Ich hab es gerade ausprobiert. Das beruhigt irgendwie und versöhnt mich auch ein bißchen mit meinem damaligen Ärger darüber, nie so beweglich wie andere zu sein. Eigentlich hätte ich ja gedacht, ich sei schon viel eingerosteter. In mathematischen und statistischen Relationen gesehen, könnte man es auch so deuten, ähm, dass ich mich verjünge. *gg*

Samstag, 28. Juli 2007

Ach man,

ich hasse es, wenn Blogger sich streiten. Wie gut, dass ich mich zur Zeit nicht herumstreiten muss. Das heißt, falls nicht doch noch jemand mit mir einen Streit anfangen will. Na? Was ist los? Traut sich niemand, mir so richtig die Meinung zu geigen? Gründe gibt es doch sicher genug....

Initiation mit Kuckucksuhr

Es soll ein Initiationsritual stattfinden. Alles ist schon vorbereitet. Das Ritual selbst soll so aussehen, dass ich und einige andere Frauen schnellstmöglich einen nicht sehr steilen Berg zu erklimmen haben, dabei aber durch Matsch, Geröll und einige andere Hindernisse müssen. Der Aufstieg wird recht beschwerlich sein und wir werden uns beeilen müssen, da das Ritual gleichzeitig eine Art Wettkampf darstellt. Zum Glück ist noch etwas Zeit, denn ich habe keine große Lust dazu. Mein Vater spielt bei den Vorbereitungen eine Rolle und ich bekomme verschiedene Glückwunschkarten überreicht, die sich auf dieses Ereignis beziehen. Dann unterhalte ich mich mit Y., die Adoptionstochter meiner Schwägerin, die als Gast anwesend ist. Sie überreicht mir ein Geschenk, welches ich aber noch nicht auspacken will, da ich denke, dass es falsch wäre, dieses zu tun, bevor das Ritual stattgefunden hat. Doch sie bedrängt mich, hineinzuschauen, wahrscheinlich weil sie neugierig ist, ob mir das Geschenk gefällt. Schließlich lasse ich mich überreden und öffne es. Eine niedliche kleine Kuckucksuhr kommt zum Vorschein, mit einem rosafarbenem Kuckuck, der alle naselang trällert und tririlliert, allerdings nie "Kuckuck" ruft.

Initiation (Einweihung in ein Geheimnis; Reifefeier bei den Naturvölkern)
Psychologisch:
Nimmt man im Traum an einer Initiation teil, so heißt das in der Regel, daß man neue Teile seiner Seele und seines Unbewußten wahrnehmen wird. Dies kann dazu führen, daß sich das Leben des Träumenden ändern und er allmählich beginnen wird, mehr über den Sinn des Lebens zu verstehen.

Bemerkung: Mir fällt auf, dass die Uhr gar keine Ziffern oder Zeiger hatte, sondern nur kleine Löcher für den Kuckuck. Oder sind mir Ziffern und Zeiger einfach nicht aufgefallen?

Freitag, 27. Juli 2007

Sleeper in Metropolis

- da meine Hofdisco jetzt bei Westernhagen angekommen ist -

Federlesen am Fischgrätenhimmel



Ok, die Fischgräte könnte auch ein Federkiel sein und natürlich, selbstverständlich, entdeckte ich sie, als ich gerade über das Schreiben nachdachte.
Und jetzt auch noch ein Schwertfisch:



Gut, dann ist heute wohl doch Fischgrätenhimmel angesagt.

Irgendjemand spielt so richtig laut Anne Clark, dass es über den ganzen Hof schallt. Cool! Das könnt ich jetzt bis Mitternacht haben. Anne Clark ist für mich wie P.J.Harvey Musik, die nur laut, bzw. live geniessbar ist.
Schade, jetzt haben sie leiser gemacht. Und nun ist Depeche Mode an der Reihe. Ich glaube, da macht jemand eine 80iger Party.
Ich bekomme fast Lust, mal wieder in die Disco zu gehen. Aber wahrscheinlich würde das enden, wie vor zwei Jahren, als ich mich mit völlig verquollenen Augen und krächziger Whiskeystimme fragte, wie ich mir früher so etwas freiwillig antun konnte und es auch noch toll fand. Es ist unglaublich, wie schnell man alt wird. Heute bleibe ich auf meinem luftigen Rang und hoffe darauf, dass sie die Musik bald wieder lauter drehen.

...

Sonne und blind
Wind im Schatten
Hör dich noch lachen
während du eilst
und dann verweilst
Sieh, das Siegel
der roten Dahlie
bewahrt es fest,
das Geheimnis,
im Erdentief,
wenn du es brichst
wirst du erfahren
wie man verliert

Der Besucher

Was ich ja wirklich witzig finde, ist, dass immer, wenn Herr N. nicht da ist, am Morgen so ein frecher Spatz bis in das Zimmer hineingehüpft kommt, sich umschaut und dann wieder wegfliegt, wahrscheinlich um zu schauen, ob es was zum Essen fassen gibt. Kurioserweise kommt er NIE, wenn Herr N. da ist.

Dienstag, 24. Juli 2007

Was ich an dieser Straße,

die ich fast jeden Morgen zur U-Bahn hoch gehe und die quasi zu meiner unmittelbaren Heimat gehört, so mag, sind diese meterhohen Unkrautfelder links und rechts vom Gehweg. Da sieht man mannshohe Klettenbüsche, tellergroßen Huflattich, Schafgarbe, Beifuß und was es nicht sonst noch alles gibt an zähem Grünzeug. Wenn man im Sommer auf dieser Straße unterwegs ist, dann kann man sich mit viel Phantasie fast vorstellen, irgendwo auf einer wilden Heide zu sein, mal ganz abgesehen von den Schmetterlingen, Katzen und Vögeln, die sich dort ebenfalls sauwohl fühlen. Ich fürchte nur, wenn die Stadt wieder mehr Geld hat, kommt irgend so ein Beamtenfuzzi daher und sagt: "So geht das aber nicht! Das ist doch kein Zustand mit diesem Drecksunkraut in unserer schönen Stadt. Da muss eine ordentliche Betondecke drüber." Ok, mit viel Glück werden vielleicht auch nur Blumenrabatten angelegt, in denen die Stiefmütterchen in Reih und Glied stehen. Stiefmütterchen in allen Ehren, aber ist dieser Ordnungsfimmel der Menschheit nicht manchmal erbärmlich? Wo kämen wir denn auch hin, wenn jeder macht was er will, ganz besonders die Pflanzen? Nein, es muss bitteschön Zucht und Ordnung herrschen! Also verschwinden langsam aus den Vorgärten die völlig pflegeleichten und schönen Farne und werden dafür mit ultrakurzem Rasen ersetzt, der jeden Sommer Unmengen von künstlich zugeführtem Wasser verschlingt, um sich nicht in eine braune schrumpelige Strohdecke zu verwandeln. Aber wehe, er wird nur einige Zentimeter zu lang, dann muss sofort wieder so ein kreischendes, plärrendes Ding von Rasenmäher her. Wo haben die Leute bloß ihren Verstand? Werden sie ihn alle erst wiedererlangen, wenn wirklich das eintritt, was bei dieser Klima-Vorhersage-Dokumentation analysiert wurde, nämlich, dass Brandenburg zu einem steppenähnlichem Gebiet wird, in dem Wasserknappheit herrscht? Wenn es dann völlig aussichtslos ist, kurzen Rasen anzupflanzen, weil das Wasser sauteuer und der Boden steinhart ist, dann, aber erst dann, werden sie nach dem dreckigen Unkraut mit den langen Wurzeln schreien. Nur gut, dass Unkraut sich nicht so schnell ausrotten läßt wie manch eine Tierart, denn dann sähen wir es schon heute wahrscheinlich nur noch gepresst in altertümlichen Hebarien.

Ich habe einen Stein im Brett bei Herrn N.,

behaupten zumindest meine ehemaligen Kollegen. Ich meine, dass es nach drei Tagen zu früh ist, sowas zu sagen und außerdem merke ich davon überhaupt nichts. Aber sie sagen, wenn er mir nichts tut, dann reicht das schon, um es zu wissen. Na prima. Und Kollege M. sagt, dass Herr N. in den letzten Tagen immer mit so einem Grinsen auf dem Gesicht im Flur herumlaufe. Ihm gefalle das gar nicht.
Ich kann dazu nichts sagen, weil ich Herrn N. von vorher ja nicht kenne und wir uns ansonsten selten sehen, obwohl wir im gleichen Zimmer arbeiten, da jeder hinter seinem riesigen Computermonitor versteckt sitzt. Das "Du" hat er mir aber noch nicht angeboten und das nervt mich, weil ich dieses ständige Gesieze mit Kollegen, die ich den ganzen Tag sehe, nicht mag. Leider ist er älter als ich.

Im übrigen stimmt es tatsächlich, was mir die eine Kollegin über seinen Körpergeruch erzählt hat. Sobald er im Zimmer ist, riecht es sofort irgendwie merkwürdig alt und muffig. Ich habe das zuerst auf die alten Fußbodenbeläge geschoben, merke aber, dass der Geruch längst nicht so stark ist, wenn er nicht im Büro ist. Es riecht richtig EXTREM alt und muffig, und das, obwohl ich den ganzen Tag weit das Fenster geöffnet habe, der Geruch geht nicht einmal von frischer Luft weg. Gerade wenn man draußen war und wieder in das Zimmer kommt, ist er besonders stark, und ich denke immer, er müßte es doch auch bemerken, wenn er in das Zimmer kommt, aber entweder sagt er nichts dazu oder er merkt es wirklich nicht. Ich überlege schon, mir so einen Duftstein anzuschaffen, allerdings weiß ich nicht, ob Herr N. das dann nicht als Geruchsbelästigung empfindet.

Nacht in der Klinik

Das Licht der Neonröhren auf dem Klinikflur fällt durch die Glastür meines Zimmers. Es erhellt nicht die Dunkelheit der Nacht, sondern verstärkt die Schatten noch, ihr Schwarz und ihre Kälte. Flackernde kleine Lichtquellen auch im Krankenhauszimmer selbst, an diversen Geräten. Ich schlafe und schlafe nicht, der Schlaf ist leicht, er scheint mich zu fliehen und doch nicht von mir zu lassen. Immer wieder wache ich auf. Vor dem Schlafraum das kleine Glaskabuff der wachhabenden Schwester. Ich bin in dem Zimmer eingeschlossen, bis auf das Klinikpersonal darf niemand hinein. Jemand klopft an die Tür. Die Schwester fängt den Besucher ab und ich höre, wie sie sagt, dass keine Besuchszeit sei und niemand zu mir dürfe.
Es ist mir recht. Ich will gar nicht wissen, wer der Besucher ist. In schmerzvoller Dumpfheit durchwache ich die Nacht. Wie ein Verhängnis lastet sie auf mir, ein schwarzer schwerer Vorhang, in dessen Falten ich mich verfangen habe. Ein Gefühl von unspezifischer Angst und transzendentem Schmerz. Es gibt keine Ursache, es ist etwas außerhalb meiner selbst. Ich beobachte es wie ein Tier, einen schwarzen Vogel, der auf meinem Brustbein brütet. Es scheint nicht mein Schmerz und meine Angst zu sein, es ist die unter der Schwere und Einsamkeit der Nacht konzentrierte Atmosphäre des Krankenhauses. Ich weiß, dass es nur ein Traum innerhalb eines Traumes ist, weiß, dass mit der Nacht auch dieses Gefühl geht. Alleine sie ist es, welche die Pforten zu den unterschwelligen Abgründen des menschlichen Leids öffnet, am Morgen würden sie wieder verschlossen sein. Es gibt keinen Grund, sich vor der Angst zu fürchten. Sie ist ein Besucher, der mit der Nacht kommt und mit dem Tag geht. Alles ist in bester Ordnung.