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Montag, 27. August 2007

Ein leicht übelkeitserregendes Gewinnspiel

gibt es neuerdings bei Rittersport. Dabei kann man nämlich die sogenannte Ritter-Rente gewinnen - 365 Tafeln Rittersport jedes Jahr und das ein Leben lang. (Man muss übrigens nicht erst 32 Tafeln kaufen und das Qualitätssiegel sammeln, man kann auch nur mit Postkarte teilnehmen.)
Wen bitte wollen die damit hinter dem Ofen hervorlocken?
Jeden Tag eine ganze Tafel Schokolade und das ein Leben lang? Das wäre selbst mir zuviel.
Dabei will ich mir noch gar nicht ausmalen, wie das wird, wenn man irgendwann im fortgeschrittenem Alter an Diabetes leidet und gar keine Schokolade mehr essen darf.
Da hilft wohl nur noch, 365 Tafeln jedes Jahr dem Kinderheim zu stiften. Die Frage ist, warum Rittersport das nicht gleich tut, sondern erst so ein dämliches Gewinnspiel ausruft.

Als ob es nicht schon faszinierend

genug wäre, wie so ein kleines Spinnentier so ein wunderschönes großes Radnetz weben kann, so finde ich es doch noch viel erstaunlicher, wie so ein kleines Spinnentier binnen einiger Minuten das ganze Netz wieder wegräumen, aufräufeln, aufwickeln oder was auch immer kann. Und das machen die tatsächlich, ich dachte ja immer, die lassen das alte einfach hängen, bis es von alleine abfällt, aber denkste. Zumindest meine Hausspinne ist extrem ordentlich, gut erzogen und räumt alles, was sie nicht mehr braucht, fein säuberlich aus dem Weg. Als letzten Sonntag das Netz verschwunden war, meinte ich, sie hätte sich endlich ein anderes Plätzchen gesucht - dem war aber nicht so. Anscheinend hatte sie nur eine kurze Jagdpause eingelegt und von ihren Vorräten gezehrt, bis die aufgebraucht waren. Dies war wohl gestern der Fall, denn da hing sie wieder in ihrer vollen Pracht mitten in einem Netz. Netterweise hatte sie es diesmal etwas niedriger gebaut, so dass ich mich nicht mehr so sehr verrenken musste, um rüberzukommen. Als ich heute von der Arbeit kam, hing sie immer noch im Netz, aber fünf Minuten später, hatte sie alles schon ordentlich eingepackt. Keine Ahnung wieso. Vielleicht ist es ihr auch zu kalt geworden, so mitten im Wind.

Kürbisblüten?

Als ich heute morgen wieder auf meiner "Unkrautstraße" entlangging, traute ich meinen Augen kaum. Vom weitem sah es aus, als lägen große Fetzen gelber Müll verstreut. Aber es waren keine Abfälle, sondern riesige - kaffeetassengroße - gelbe Trichterblüten direkt am Wegesrand. Solche Blüten habe ich noch nie gesehen. Nach einigem Googeln glaube ich, dass es Kürbisblüten sein könnten, allerdings erkennt man auf den Fotos nie die Größenverhältnisse. Sollten es Kürbisblüten sein, müßte es ja bald Kürbisse am Wegesrand geben, d.h. falls das Unkraut vorher nicht abgemäht wird, wie auf der anderen Seite passiert.

Sonntag, 26. August 2007

Alma Mahler-Werfel über eine intime Begegnung mit Hans Pfitzner:

Da - dieser feine Dichter und Musiker sagte wörtlich: "Was sollen wir jetzt tun? Soll ich dich nun besitzen - oder nicht?" Er war mir nur komisch in diesem Moment. Ich ließ ihn noch eine kurze Weile bei dem "wir", aber jämmerlich kam mir dieses grobklotzige, kleine, schwache Nervenbündel vor! Das sind die Künstler! Wenns ans Leben geht - werden sie Dilettanten!
(aus "Witwe im Wahn" von Oliver Hilmes)

Gerade mußte ich laut auflachen,

als ich folgende Rezension zu "Das Druidentor" von Hohlbein gelesen habe:

Wenn ich jemals ein schlechteres Buch gelesen habe, erinnere ich mich Gott sei Dank nicht mehr daran. Dieses Buch ist nicht schlecht auf die "Mann, das will ich nie wieder lesen"-Art, sondern auf die "Ein Teil meiner Seele und die Hälfte meiner Gehirnzellen ist während des Lesens gestorben"-Art und wäre schon nach Seite 300 aus dem Fenster geflogen wenn ich nicht zu den armen Verdammten gehören würde die sich verpflichtet fühlen jedes Buch, dass sie anfangen, auch zu Ende zu lesen.....
Gelacht habe ich nicht deshalb, weil ich der gleichen Meinung bin wie der Rezensent - ganz im Gegenteil. Ich bin zwar kein Hohlbein-Fan, habe aber trotzdem drei Bücher von ihm gelesen. Das erste war "Das Druidentor" und gerade dieses war es, das mich so gefesselt hat, dass ich auch noch andere lesen wollte. Das zweite war "Azrael" - zwar noch ganz spannend, aber weniger interessant, und das dritte, "Hagen von Tronje", kann man vernachlässigen. Ich bin darauf zu dem Schluß gekommen, dass "Das Druidentor" wohl das Beste von Hohlbein ist und ich die anderen nicht mehr lesen muss. Dieses zeigt mal wieder, wie unterschiedlich die Lesegeschmäcker sind und wie wenig man sich auf die Rezensionen verlassen kann. Und alles was danach kam, der Grund ist ganz klar mit einem Mal - die Hälfte meiner Gehirnzellen ist damals gestorben. *gg*

Samstag, 25. August 2007

Alma Mahler-Werfel über Gustav Mahler, ihren Ehemann und Komponisten:

Er hält von meiner Kunst gar nichts - von seiner viel - und ich halte von seiner Kunst gar nichts und von meiner viel. So ist es! Nun spricht er fortwährend von dem Behüten seiner Kunst. Das kann ich nicht. Bei Zemlinsky wärs gegangen, denn dessen Kunst empfinde ich mit - das ist ein genialer Kerl. Aber der Gustav ist ja so arm - so furchtbar arm. Wenn er wüßte, wie arm er ist - er würde die Hände vor die Augen geben und sich schämen.
(aus "Witwe im Wahn" von Oliver Hilmes)

Donnerstag, 23. August 2007

Es wird wieder

scharf mit Stöckchen geschmissen:

Lieblings-Schlafklamotte?
Mein Unterhöschen, manchmal auch nichts.

Lieblings-Bettwäsche?
Zur Zeit eine mit ägyptischem Design in Art der alten ägyptischen Wandmalereien. Zum Schlafen mag ich besonders Blau und Violett, im Sommer Satin-Bettwäsche.

Lieblings-Schlafposition?
Toter Mann - auf dem Rücken, alle Viere von mir gestreckt, wobei ich immer den linken Arm angewinkelt über den Kopf lege. Wenn ich tief schlafe, wache ich ebenfalls so auf, schlafe ich unruhig, lande ich oft auf der rechten Seite.

Hast Du ein “Einschlafritual”?
Das ändert sich immer phasenweise. Mal lese ich, mal schaue ich fern, mal höre ich Hörspiele oder Hörbücher, es gab auch schon Phasen, in denen ich Computerspiele im Bett gespielt, Gedichte gedichtet oder mit Vorliebe Marianne Rosenberg- oder Schlafes Bruder-Kassetten gehört habe. Wer weiß, was noch alles kommt. *gg*
Und wenn ich nicht so müde bin, dass ich auf der Stelle einschlafe, sobald ich die Augen schließe (was allerdings in der Woche die Regel ist), gehört ein Dankgebet ganz selbstverständlich mit dazu, wenn Bedarf besteht außerdem Fragestellungen oder Bitten für meine Träume.

Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
Puschel liegt rechts in meinem Arm und Tiger wacht auf der linken Seite über meinen Schlaf.

Was machst Du, wenn Du nicht schlafen kannst?
Ich habe da so eine selbstentwickelte Mischung aus autogenem Training und Meditationstechnik, die hilft garantiert. Das Zählen habe ich auf sechs Schritte gekürzt, aber meist braucht es nicht einmal drei Schritte, bis ich eingeschlafen bin. Die Technik wende ich aber auch gerne nur an, um meinen Schlaf tiefer zu machen, weil sie eine Grenze zwischen Alltagsbewußtsein und Schlafbewußtsein zieht, so dass Schlaf und Träume weniger "verunreinigt" werden.

Wie groß ist Dein Bett?
Es soll 1,20 x 2,00 m werden, ist aber noch 1,00 x 2,00 m - das geniale Untergestell für kleine Wohnungen dafür habe ich schon, aber ich hatte bisher noch nicht die Gelegenheit, eine größere Matratze zu kaufen.

Wie viele Kissen hast Du?
Zum Schlafen nur ein flaches Kopfkissen. Ich liebe es, wenn es abends frisch aufgeschüttelt und aufgeplustert ist, bin selbst aber oft zu faul dazu. Tagsüber zieren außerdem zwei Zierkissen und eine Nackenrolle das Bett.

Linke oder rechte Seite?
Am Kopfende...*Kopf kratz*

Wie lässt Du dich wecken?
Ein normaler Wecker, ein Zen-Wecker, mein Festnetztelefon und mein Handy mit dem seit drei Tagen neuen Klingelton aus der Filmmusik von "North by northwest". Gelegentlich kommt es vor, dass ich alle vier nicht höre. Verlässlicher ist da meine innere Uhr, die ich am Abend so programmieren kann, dass ich genau zur gewünschten Zeit erwache. Das funktioniert immer, nur leider schlafe ich in der Woche meist sofort ein, so dass ich nicht mehr dazu komme, mich zu konditionieren.

Stehst Du direkt auf oder bleibst Du liegen?
Sofort aufstehen geht gar nicht. Ich brauche ziemlich lange, um richtig wach zu werden. Im ersten Moment bin ich meist regelrecht gelähmt, so dass ich mich weder bewegen noch sprechen kann. Deshalb ist es für mich auch völlig unmöglich aus dem Schlaf heraus rechtzeitig an ein klingelndes Telefon zu gehen, selbst wenn es neben mir am Bett steht. In der Woche bleiben mir gerade mal zwanzig Minuten zum liegen bleiben, am Wochenende kann es schon mal eine Stunde werden. Nach dem Aufwachen ist auch meine bevorzugte Zeit, um Gedankenreisen und Zwiegespräche zu unternehmen, bei denen es wach zu bleiben gilt.

Dein erster Gedanke am Morgen?
Normalerweise gelten die ersten Gedanken meiner Traumerinnerung, außer es geschieht Unvorhergesehenes, was mich davon ablenkt.

Was machst Du, um wach zu werden?
Aufstehen, Waschen, Zähneputzen, Anziehen, was trinken, zur Bushaltestelle gehen, mit der U-Bahn fahren, arbeiten und wenn ich Glück habe, bin ich dann gegen Mittag wach. *gg*

Mitnehmen mag das Stöckchen, wer will.

...

Die Suche nach Erkenntnis ist für die dickköpfigen, stolzen und eigensinnigen Menschen ein langer, trostloser Weg. Die Reise ist nicht lang, es sei denn, der Verstand wünscht, daß sie lang ist, man muß keine hohen Berge besteigen - das menschliche Ego hat diese Dinge aufgebaut. Wir errichten selbst die Hindernisse zwischen Gott und uns
....
Das Gefühl des Getrenntseins, das in letzter Konsequenz die einzig mögliche Sünde ist, die der Mensch begehen kann, tritt überall dort auf, wo die Höflichkeit fehlt. Der wirklich Höfliche sieht die Reflexion Gottes in allen seinen Geschöpfen, und sein Respekt ist die unbewußte Verehrung, die er dem Schöpfer entgegenbringt
...
Das Unbewußte kann und wird die Pläne und Ideen ausführen, die ihm vom bewußten Verstand vorgeschlagen werden. Bewußtes Denken ist demnach der Gebieter über das Sonnenzentrum, von woher die Lebensenergie in den gesamten Körper strömt. Unsere Art zu denken bestimmt die Denkweise, die diese Sonne ausstrahlt, und der Charakter des Denkens, der durch unseren bewußten Verstand gepflegt wird, bestimmt das Denken, das diese Sonne ausstrahlt. Folglich wird auch jede Erfahrung davon geprägt
...
Aber das Gefühl von Ruhe und Frieden, das mit Hilfe des Geistes entsteht, wenn die Seele die magnetische Schwingungsrate des Materiellen überschreitet und in die Bereiche des Geistigen strömt, überwältigt den Menschen so sehr, daß es keine sterbliche Prosa oder Lyrik, die das vermittelt, geben kann.

(aus "Schöpferkraft der Farben" der Essener Friedensbruderschaft)

Dienstag, 21. August 2007

Das Gewitter

Ich werde in meinem alten Kinderzimmer wach. Es gewittert heftig und helle Blitze zucken in den offenen Fenstern. Lange liege ich im irgendwie ungemütlich kalten Bett und lausche den krachenden Donnerschlägen. Die Zeit erscheint mir unendlich lang. Da fällt mir ein, dass meine Mutter noch unterwegs ist. Sie ist wahrscheinlich genau in das Gewitter gekommen. Es klingelt auch schon an der Tür. Ich gehe zu einer modernen Gegensprechanlage, die es früher nicht gab und betätige den Türöffner, nachdem ich mich vergewissert habe, dass es meine Mutter ist. Nun erwachte ich wirklich und stellte fest, dass es tatsächlich heftig gewittert. Mit dem Gedonnere ging das noch ewig, super, wenn man eh keine lange Nacht hat. Mit dem Zeitgefühl meines Traumes zusammen würde ich auf zwei Stunden Gewitter tippen, aber wahrscheinlich war es viel kürzer. Und zu allem Überfluß mußte ich auch noch plötzlich an Aleister McSchnupf aus dem "Müll"-Roman denken - ich stellte mir bildlich vor, wie der kokainschnupfende Cop als der neue Alte im Himmel sitzt und tüchtig herumwettert, was mich so erheiterte, dass ich jetzt erst recht wach war und nicht mehr einschlafen konnte. Interessant finde ich, dass mein altes Kinderzimmer wohl eine wichtige Zwischenstufe meines Bewußtseins darstellt, da ich oft aus einer Bewußtlosigkeit dort "erwache". Sollte ich jemals ein Geist werden, werde ich wohl in dem alten Pfarrhaus herumspuken. *gg*

Montag, 20. August 2007

Die Geburtstagsausbeute war wirklich gut,

ich bekam eine Ausgabe sämtlicher Gedichte von Herrman Hesse, eine andere als die auf meinem Amazon-Wunschzettel, aber mir gefällt, dass sie so klein und handlich ist, und eine vollkommen ausgefallene Jugendstildose mit einem aufgesetztem Frauengesicht, deren Haare sich dekorativ über den Deckel breiten. Ich habe sofort gesagt, dass das Jugendstil ist und K. hat sich gewundert, dass ich sowas erkenne, sie meinte, sie würde sowas nicht sehen. Es ist aber natürlich keine echte Jugendstildose, sondern nur eine Nachbildung, aber dafür lag auch noch ein Geldschein drin.*gg*
Weiterhin gab es so eine mysteriöse Leonardo-Schale, wo man kurze Rosen reinstecken soll. Die Rosen gab es auch gleich mit dazu, das muss ich mir aber erstmal genauer anschauen, wie das funktioniert. Außerdem Soul Food-Nervennahrung und Kohl, letzteren allerdings nur als Zierkohl in einem Blumenstrauß. Das sieht vielleicht verrückt aus. Ich dachte erst, das wären Papierblumen. Das schönste Geschenk gibt es dann aber erst im Oktober, wenn wir in den Branitzer Park fahren. Und ich hab mir gleich noch neuen Lesestoff geborgt, als wenn ich selbst nicht genug hätte - "Witwe im Wahn - Das Leben der Alma Mahler Werfel".

Sonntag, 19. August 2007

...

Oft werden in Meditationen oder Träumen Farben gesehen. Es handelt sich dabei um eine Farbaktivität in der Seele und durch die Seele in der Aura, die das körperliche Leben durchdringt und umgibt, so wie Nahrung, die im Magen verdaut wird, den ganzen Menschen ernährt...
Wenn Sie während einer Meditation vor Ihrem inneren Auge eine Farbe sehen, merken Sie sie sich im Geiste, und schlagen Sie später Ihre Bedeutung nach....
....wenn Sie sich "pink", "purpur" oder wie auch immer fühlen, schreiben Sie es auf. Es wird etwas auslösen und Sie werden feststellen, daß Wissen folgen wird. Wenn Sie es nicht aufschreiben, blockieren Sie es...
...Wenn Sie merken, daß eine bestimmte Farbe Ihnen wieder Energie gibt, sollten Sie sich für eine Woche oder länger mindestens zweimal am Tag mit dieser Farbe "nähren".

(aus "Schöpferkraft der Farben" der Essener Friedensbruderschaft)

Samstag, 18. August 2007

So fängt der Tag gut an,

wenn man früh aufwacht, panisch aus dem Bett springen will, einem gerade noch rechtzeitig einfällt, dass gestern Freitag war, somit heute Wochenende ist und man sich seelig lächelnd auf die andere Seite drehen darf. Nix mit Arbeiten.

...

Fechner schrieb in "Nanna oder Die Seele der Pflanzen", einem Werk, das ihm den Sarkasmus der Universitäten und seiner Kollegen einbrachte, aber auch eine Popularität, die sich in vielen Auflagen ausdrückte: "Warum sollten wir glauben, daß eine Pflanze sich ihres Hungers und Durstes weniger bewußt ist als ein Tier? Dieses sucht Nahrung mit seinem ganzen Körper, die Pflanze nur mit einem Teil, nicht von Nase, Augen und Ohren geführt, sondern mit anderen Sinnen." Er verkündete ebenfalls, daß einer der Hauptzwecke menschlichen Körpers letztlich vielleicht nur der sei, der Entfaltung des pflanzlichen Lebens zu dienen, indem der Kohlendioxid ausstößt und sich nach dem Tode als Nahrung anbietet. Zweifelsohne enthält diese Erklärung eine gewisse Prise Humor, die dazu noch durch Mark und Bein geht, aber im Denken Fechners entspricht sie auch einer notwendigen Umwertung der Werte: warum nahm man so ohne weiteres an, daß die Pflanze für den Menschen geschaffen worden war und nicht umgekehrt?
(aus "Magie der Pflanzen" von Jacques Brosse)

Freitag, 17. August 2007

Bücher kochen

Nein, ich habe nicht vor meine Bücher zu verbraten, aber ich habe da letztens so ein geniales Buch-Verwaltungsprogramm aufgetan, den Bookcook.
Genial ist es deshalb, weil es wirklich gut durchdacht, klein und schnell ist, dabei aber nichts zu wünschen übrig läßt und außerdem, im Vergleich zu anderen Programmen dieser Art, auch noch ziemlich preiswert ist.
Man kann nicht nur seine Bücher katalogisieren, eine Lese- und Wunschliste erstellen, alle notwendigen Daten, wie Standort, Verleih usw. verwalten, sondern sogar noch eigene Felder definieren, in welchen man z.B. Buchauszüge speichern kann, zu allem Überfluß ist es auch noch möglich, Lesestatistiken erstellen, wenn man es denn braucht oder will.
Ich gebe ja zu, dass ich mich für sowas extrem begeistern kann, besonders wenn das System wirklich ausgefeilt ist. Ich glaube, das liegt an meinem Jungfrau-Merkur. Schon als Kind habe ich wahnsinnig gerne und mit viel Freude alles mögliche katalogisiert und mir eigene Ordnungssysteme ausgedacht - so lange, bis ich merkte, dass das Leben zu kurz ist, um es damit zu verbringen. Jetzt hätte ich Lust, mal eine Ausnahme zu machen, zum einen, weil ich inzwischen schon das erste Mal ein Buch doppelt gekauft habe, und zum anderen, weil ich eh immer die halben Bücher abtippe, außerdem kommt es inzwischen häufiger vor, dass ich länger nach einem Buch suchen muss. Ich habe mir überlegt, wenn ich pro Tag ein Regalfach nehme, was relativ schnell geht, da man mit dem Programm nur den Titel eingibt und den Rest aus dem Internet übernimmt, könnte ich mit großzügiger Zeitzugabe in ca. zwei Monaten fertig sein. *ordnungsfaszinierter Jungfrau-Merkur ringt mit ungeduldigem Löwe-Mars*

Donnerstag, 16. August 2007

Die Meuterei auf der Bounty

Letztens bin ich mal wieder mitten in der Nacht an einem Film hängen geblieben. Es war ein alter s/w-Film, nämlich die erste Verfilmung der Meuterei auf der Bounty mit dem jungen Clarke Gable und Charles Laughton als fiesen Kapitän Bligh. Leider bin ich in jener Nacht nicht einmal bis zur Meuterei gekommen, sondern vorher schon eingeschlafen, was keineswegs an dem Film lag. Bei 127 Minuten Länge, und das nach Mitternacht, müßte man schon ziemlich ausgeschlafen sein, um durchzuhalten. Also hab ich mir die entsprechende DVD über den DVD-Verleih geholt, um das Ende zu sehen, und das war eine wirklich gute Idee. Der Film wirkt wie alle alten s/w-Filme manchmal unfreiwillig komisch, da Technik, Wissen, Vorstellungen und Geschmack anders waren, hier wirken z.B. die Südseeschönheiten alle ein wenig high, was vielleicht daran liegen mag, dass Clark Gable sie beglückt hat, trotzdem ist es auch heute noch ein toller Abenteuerfilm. Clark Gable mag ich zwar älter lieber, aber als Meuterer macht er eine gute Figur. Auf der DVD gibt es übrigens auch noch eine etwas merkwürdige s/w-Dokumentation über die jetzigen Bewohner der Pitcairn-Islands, jener Insel, auf welcher die Meuterer ihre letzte Zuflucht fanden, nachdem sie die Bounty im Meer versenkt hatten, und welche sie besiedelten. Ich kenne diese ganzen alten Seefahrer- und Piratenfilme nicht, weil ich als Kind Bücher und Filme mit Piraten, Schiffen und Seefahrern wie die Pest gemieden habe. Irgendwie hat mich sowas nie interessiert, ich fands stinklangweilig, ich weiß selbst nicht, aus welchem Grund. Vielleicht sollte ich das langsam nachholen, es gibt da ja auch noch diese Errol Flynn-Filme, die ich bis jetzt ebenfalls nie gesehen habe.

Morgens wenn ich aufstehe

und abends wenn ich von der Arbeit komme, den ganzen lieben langen Tag hängt mein neues Haustier, die Kreuzspinne, kopfüber in ihrem Netz, läßt sich vom Wind schaukeln und die Sonne auf den Rücken scheinen. Sie scheint sich sichtlich wohl bei mir zu fühlen. Inzwischen hat sie ihr Netz ganz wiederhergestellt und vergrößert, so dass ich nicht einmal mehr drüber weg steigen kann. Nun bin ich wirklich von meinem Balkon ausgesperrt. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass auch mal ein paar Mücken im Netz hängenbleiben, so als praktischer Nutzen in dieser Situation.