Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Mittwoch, 22. Juli 2009

...

In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.
(Demokrit)

Gedankendressur

Es ist schon witzig bis peinlich, was die inneren Stimmen zeitweise so erzählen. Da hilft manchmal nur noch ein rigoroses "Platz!" - "Sitz!" - "Aus!" wie bei einem übermütigen Hund. Sowas nennt man dann Gedankendressur. Und schon ist Ruhe im Karton.

Das neue Nachtgewand

Während ich mir mein lustiges buntes Nachtkleidchen im Baby Doll-Stil überstreife, fällt mir ein, daß ich mir unbedingt ein neues Nachthemd besorgen muß. Ich weiß auch schon ganz genau, wie es auszusehen hat, sehe es direkt vor mir. Es ist ein langes, weißes, mit Spitzen und Rüschen verziertes Nachtgewand und trägt zu allem Überfluß, weiß in weiß darauf gestickt, an der Brust meinen Namen. Jetzt steht auf dem Gedankenbild allerdings nur "Name", als ob ich noch keinen hätte. Eigentlich ist mir selbst unklar, warum das neue Nachtgewand unbedingt so aussehen muß, da ich genaugenommen solche altertümlichen Nachthemden gar nicht mag, zumindest nicht selbst gerne trage. Doch es scheint etwas zu sein, das außerhalb meiner selbst, meiner Wünsche und meines Geschmackes aus irgendeinem Grund so vorgesehen ist und dem ich mich nicht entziehen kann. Dieses weiße Nachthemd ist so etwas, wie ein Befehl von oben und ich gehorche.

Bemerkung: Beim Aufschreiben mußte ich unwillkürlich an ein Totenhemd denken. Interessant auch, daß es nicht irgendein Gewand, sondern ein Nachtgewand ist.

Dienstag, 21. Juli 2009

Mir gefällt

die Idee eines Raubritterfalters. Ich weiß nur noch nicht, was ich damit mache.

Märchenhafter Besuch

Als ich gerade auf den Balkon schaute, wollte ich mich erst über die komische gelbe Blüte in meinen pinkfarbenen Geranien wundern, bis ich mitbekam, daß es keine Blüte war, sondern ein Schmetterling. Aber was für einer! Beim Fotografieren flog er mir fast ins Gesicht, wahrscheinlich störte ich seine fraktale Fluglinie. So einen habe ich bisher noch niemals live gesehen und weil er so groß war, größer als jedes Tagpfauenauge, glaubte ich erst, der hat sich aus dem Regenwald hierher verflogen. Auf dieser Seite erfuhr ich aber, daß es sich um einen Schwalbenschwanz aus der Familie der Ritterfalter handelt. Wow, ein adliger Schmetterling! Ich fühle mich geehrt.

Schwalbenschwanz aus der Familie der Ritterfalter
(Das Foto ist bei dem Geflatter natürlich nicht so gut gelungen, aber als Beweis brauchbar. *gg*)

Sonntag, 19. Juli 2009

Der Talar meines Vaters

Als Erbstück habe ich heute einen Talar meines Vaters erhalten. Mein Bruder bekam den zweiten und die Beffchen haben wir uns brüderlich geteilt. Was ich damit mache, weiß ich allerdings noch nicht. Wahrscheinlich einfach einmotten. Man könnte natürlich auch zum nächsten Fasching als Pastorin gehen.

Ich erinnere mich, daß ich in meiner Jugend einmal aus einem alten Talar, den mein Vater nicht mehr brauchte, eine dieser zu jener Zeit äußerst hippen und engen Steghosen selbst geschneidert hatte. Mein Vater hat nur darüber gelacht und war, glaube ich, sogar froh, daß er mir keine teure Hose aus der Jugendmode kaufen mußte. Sein Kumpel, ebenfalls Theologe, und dessen Frau waren allerdings, als sie von meinem Vater über dieses Sakrileg informiert wurden (wobei mein Vater es mehr aus Stolz erzählte, hatte ich den Eindruck), reichlich pikiert.
Na ja, da ich mir heute keine Kleidung mehr selbst nähe, wird das diesem Talar sicher nicht widerfahren.

Der Roman-Verführer

"Tübingen ist ein stiller süßer Ort; nur manchmal in dunklen Oktobernächten hallen Schritte in den Straßen, dann geht Küng herum und sucht nach einer Kirchentüre für seine Thesen, er weiß nur noch nicht, ob er eine evangelische oder eine katholische nehmen soll, das Problem ist, daß sie alle zu klein für ihn sind."

Wenn man sich erst einmal an den gestelzten Stil gewöhnt hat, in welchem Rolf Vollmann seinen Roman-Verführer "Die wunderbaren Falschmünzer" schreibt, so erscheint dieser irgendwann fast wie ein geprüftes Gütesiegel, daß der Autor all diese vielen Romane tatsächlich mit Leidenschaft und Neugierde gelesen hat. Es macht Spaß, ihm auf die Entdeckungsreise der bekannten und vergessenen, guten und nicht so guten Romane aus den Jahren 1800 bis 1930 zu folgen, und weil man in seinem Stil förmlich die Begeisterung für dieses Thema spürt, ist man schnell wieder milde gestimmt und sieht ihm die textlichen Kapriolen nach. Einige der Romane warten noch im Regal, andere habe ich bereits in meiner Kindheit und Jugend gelesen. Von vielen habe ich noch nie etwas gehört. Aber mindestens die im Regal stehenden werden nun wieder auf meiner Leseliste vorrücken (und einige andere dazukommen). Verführung geglückt.

Zum Frühstück: Käsebrot



In Berlin heißt es richtiger "Käsestulle".

Der schönste Grund

die Träume der Nacht zu vergessen ist es, wenn schon Sekunden nach dem Erwachen das Herz vor lauter Freude einen Sprung macht, mich die Glückseligkeit anspringt wie ein verschmustes Kätzchen und dabei das Bewußtsein mitreißt in einen noch viel größeren Traum. Dies darf auch viele Male in der Nacht geschehen - beim kleinsten Auftauchen aus dem Meer des Vergessens wartet sie schon, unentrinnbar, und füllt mich mit Glück, als wäre es Atemluft, bis ich mich wieder selig lächelnd dem Schlaf hingebe.

Samstag, 18. Juli 2009

Abgestorbenes Fragment

Das ganze Dorf bekam mit einem Mal einen anderen Geruch. Eine Wolke aus männlichem Schweiß, zerfahrenen Autoreifen und erhitztem Metall hatte sich über den kleinen Ort gelegt und neugierig und misstrauisch schauten dessen Bewohner dem Treiben der vielen neuen Gäste zu, die bald vertrauter und schließlich zu einem gewohnten Bild wurden.
Wochen über Wochen war ihr emsiges Kommen und Gehen zu beobachten, ihre zerschundenen Hände, ihre staubigen Arbeitshosen und ihre von der täglichen Arbeit gestählten Muskeln. Eines Tages jedoch war es still. Keine Lastwagen fuhren. Kein Stahl klirrte auf Ladeflächen, die über grobes Kopfsteinpflaster holperten. Keine kratzigen Männerstimmen hallten über die Straße.
Helene hatte wieder ihren Platz vor dem Haus eingenommen. Die alte Ursel watschelte vorbei und nahm ein paar winterliche Astern für das Grab ihres kürzlich verstorbenen Mannes mit. Regenwolken hingen über dem Ort. Es war noch nicht sehr kalt, doch der Herbst war spürbar und hatte überall seine Spuren gelegt.
Helene beobachtete zwei Männer, die aufgeregt gestikulierend miteinander sprachen und schließlich den Weg zum Haus des Bürgermeisters einschlugen. Mit roten Köpfen und dem Bürgermeister winkend, der sich noch im Gehen in seinen leichten Trenchcoat schälte und den Hut aufsetzte, erschienen sie wieder auf der Straße und stiegen in den weißen Lieferwagen, der Bürgermeister Harry Wolff mit ihnen. Knatternd fegte das Fahrzeug in Richtung der Baracken davon.
Helene beschloß, zurück in den Garten zu gehen und dort etwas für Ordnung zu sorgen. Einige bunte Blätter waren schon vorwitzig auf die Wege und die Beete gefallen, wo sie golden und purpurn leuchteten wie verlorene Kostbarkeiten. Helene summte leise, während sie das Laub zusammenharkte. Der Garten ihrer Eltern, der sich an die alte Villa anschloss, war nicht groß. Niemand wu


Niemand wu...? Wenn ich noch wüßte, was ich damals hatte schreiben wollen. :-/

Traumsplitter

Entscheidung der Justiz: Das Werfen von Schuhen aus dem Fenster ist nicht gestattet. Auch nicht für Personen mit Brustimplataten.

Schlafen im Traum. Während des Schlafes ist ein Teil meines Bewußtseins wach und ertappt mich laut lachend im Schlaf. So laut, daß es auch andere mitbekommen. Meine Mutter setzt sich an mein Bett und streicht mir über die Wange. Sie wundert sich wahrscheinlich ebenfalls, daß ich im Schlaf lache.

Freitag, 17. Juli 2009

Paules Klo

Diese Werbung, die zur Zeit immer im Fernsehen läuft, und in der ein kleiner Junge seiner Mutter informativ mitteilt, daß er groß muß, allerdings dann bockt, als sie mit ihm auf die Toilette will, da er lieber auf Paules Klo möchte (die Gründe dafür betreffen natürlich das beworbene Produkt), ist wirklich tödlich für mich. Tödlich deshalb, weil ich jedesmal, wenn ich den Spot gesehen habe, stundenlang über einige mir rätselhafte Fragen grübeln muß, ob ich nun will oder nicht. Warum, zum Beispiel, teilt der Junge seiner Mutter mit, daß er groß muß (Schreibt man hier groß eigentlich groß?), wenn er eh schon beschlossen hat, auf Paules Klo zu gehen? Hat er vielleicht vor, seine Mutter mit auf Paules Klo zu nehmen? Und wenn ja, was sagen die Eltern von Paule dazu, wenn alle auf ihr Klo stürmen? Ich glaube, ich sollte mir einfach nicht so viel Gedanken über völlig nutzlose Dinge machen. Was geht mich Paules Klo an?

Gegen Michael Jacksons

Ärzte wird ermittelt....

Also ehrlich, bei dem, was sie aus seinem Gesicht gemacht haben, müßten sie eigentlich alle verurteilt werden. Was gibt es da noch zu ermitteln?

Donnerstag, 16. Juli 2009

...

...dies ist ein andrer Punkt bei Übersetzungen, wir werden auf ihn noch kommen: daß auch Übersetzungen, die nicht so gut sind, einem guten Roman im allgemeinen nichts anhaben können; in diesem Genre scheinen, im allgemeinen wenigstens, die Makrostrukturen, also der Rhythmus der Teile, der Wechsel der Figurenkonstellationen, der Tempowechsel und ähnliches, mindestens ebenso bedeutend zu sein wie die Feinstruktur der Sprache. Und man kann einen schlecht übersetzten, aber guten Roman zwar erst nach achtzig Seiten, dann aber sehr gut von einem sprachlich wunderbar anheimelnden, aber eben zweitklassigen einheimischen Roman unterscheiden.
(aus: "Die wunderbaren Falschmünzer. Ein Roman-Verführer" von Rolf Vollmann)

Mittwoch, 15. Juli 2009

Heute gelesen (und es stand wirklich da):

"Umsetzung des Nichtrauscherschutzgesetzes"

Also manchmal,

ach was, eigentlich fast ständig, ganz besonders im Büro, habe ich das Gefühl, ich bin im falschen Film gelandet. Wer sind diese Leute alle? Was wollen sie? Sind sie wirklich zufrieden mit ihrem Leben? Und wenn nicht, warum erwarten sie dann, daß ich es trotzdem genauso mache? Ich kenne sie nicht. Liegt es an mir? Ich bin ein Alien, bestimmt. Ein Alien, das auf der galaktischen Landstraße die falsche Abfahrt genommen hat. Technische Panne. Das Navigationsgerät war defekt. Es muß ein Traum sein...

Dienstag, 14. Juli 2009

Tragödien finden jeden Tag statt,

konnte ich heute mal wieder feststellen. Ein geistig schwer behinderter Klient von uns, der bisher bei seiner Mutter lebte und in den Förderbereich der Werkstatt ging, wurde weinend neben der Leiche seiner Mutter hockend aufgefunden, als man die Tür aufbrach, da er mehrere Tage nicht in der Werkstatt erschienen war. Die Mutter war gestorben und er wird ab jetzt in einem Behindertenheim wohnen. Die Tragik der Abhängigkeit der behinderten Kinder, bzw. später Erwachsenen zu ihren Eltern läßt mich beim Blättern in den Akten immer wieder mit einem unguten Gefühl zurück. Was für eine Belastung für die Eltern, wenn sie an die Zukunft für ihr Kind denken, die irgendwann ohne sie selbst stattfinden muß, und was für ein Schock für die Behinderten, die selbst völlig hilflos sind und von einem Moment zum anderen aus ihrem gewohnten Leben gerissen werden....

Montag, 13. Juli 2009

Munitionsmüll in der Ostsee

Diesem brisanten Thema geht heute abend um 23:00 h im NDR die Doku "Bomben in der Badebucht" nach. Allerdings ist die Munition längst nicht so ungefährlich für Badegäste, wie die Kurzinfo zur Sendung behauptet. Wenn weißer Phosphor an den Strand geschwemmt wird, kann er da leicht mit Bernstein verwechselt werden und zu spontanen Bränden führen. Unter nachfolgendem Link findet man eine sehr ausführliche Darstellung und Erläuterung dieses Phänomens:

http://www.aet-umweltplanung.de/brandopfer-usedom.htm

Verhinderter Diskobesuch

Ich befinde mich mit der Klasse, die aus Kollegen und ehemaligen Mitschülern besteht, irgendwo am Spittelmarkt, verliere die anderen aber bald aus den Augen. Es ist spätabends und ich trage die flauschige Winterjacke des letzten Winters, obwohl es nicht sehr kalt ist. Ein wenig planlos laufe ich umher, bis ich von weitem einige Bekannte sehe. Mir ist klar, daß sie in eine der zwei dort in der Nähe befindlichen Diskotheken wollen. Ich folge ihnen unauffällig und beschließe, ebenfalls in diese Disko zu gehen. So weiß ich wenigstens, daß ich da Leute treffe, die ich kenne. Beim Einlaß der ersten Diskothek stelle ich mich in eine lange Schlange. Doch genau, als ich an der Reihe wäre, geht es nicht mehr weiter. Der Einlasser ist in ein Gespräch vertieft und macht keine Anstalten, noch jemanden abzukassieren. Ich bleibe stehen und warte. Es ist ein ziemlich großer Vorraum und eine sitzende Frau ruft zu ihm hinüber, wann sie endlich hineindürfe. Sie wartet also anscheinend auch. Ich gehe nun etwas weiter in eine große Halle, die wohl zur Diskothek gehört. Hier kann man, wenn man möchte, wie ein Artist an unsichtbaren Seilen schweben, umherfliegen und schaukeln. Ich versuche, einen Blick auf die Seile zu erhaschen, aber sie sind tatsächlich völlig unsichtbar. Das macht bestimmt Spaß, aber da ich noch keinen Eintritt bezahlt habe, traue ich mich nicht tiefer hinein. Irgendwann wird mir das Warten zu bunt und ich gehe. Die anderen sind wahrscheinlich sowieso in die zweite Diskothek gegangen. Ich glaube zu wissen, daß es ihre Stammdisko ist, und ich laufe das kleine Stück hinüber. Hier wird direkt auf der Straße abkassiert. Die Einlasser sitzen zu dritt oder viert an einem kleinen Tischchen. Der erste, zu dem ich komme, ist noch ganz nett. Er verlangt 4 Euro und ich suche diese aus meinem Portmonnaie. Dann ermahnt er mich aber, mein Kennwort nicht zu vergessen oder zu verbummeln. Mein Kennwort? Sowas habe ich noch gar nicht! Auf diese meine Aussage hin, zeigt er auf den nächsten Einlasser neben sich, der wohl die Kennworte vergibt. Wie ich an den aus- und einströmenden Gästen erkennen kann, besteht das Kennwort anscheinend aus zwei Buchstaben, welche an der Spitze des Zeigefingers angebracht werden. Wenn man wieder hineinmöchte, muß man den Zeigefinger auf ein Gerät legen, welches die beiden Buchstaben scannt. Der zweite Einlasser murmelt etwas in den nicht vorhandenen Bart und ich verstehe "1 Euro". Also suche ich einen Euro und geb ihm diesen, aber da verdreht er genervt die Augen und sagt noch einmal deutlicher: "25 Euro!". Ah, da habe ich mich wohl verhört. 25 Euro für ein Kennwort ist ziemlich happig, doch glücklicherweise finden sich auch die in meinem Portmonnaie. Aber der Einlasser macht jetzt wiederum keine Anstalten mehr, mich abzukassieren. Ich warte geduldig. Da er zwischendurch immer sehr mürrische Bemerkungen macht und ein gestresstes Gesicht zieht, kann ich mir allerdings die leicht spöttische Bemerkung nicht verkneifen, daß er sich wahrscheinlich völlig überarbeitet, wenn er mir ein Kennwort vergibt. Eigentlich war das noch nicht einmal böse gemeint, aber mit dieser Bemerkung bin ich absolut bei ihm unten durch. Ab jetzt werde ich konsequent ignoriert. Ich warte noch eine Weile, merke aber, daß es keinen Sinn mehr hat und suche nun den ersten Einlasser, damit er mir die 4 Euro zurückgibt. Der ist aber verschwunden und ich hänge nun weiter wie blöd vor dem Tisch fest und werde immer ärgerlicher. Richtig geladen bin ich schließlich, als ich endlich erwache.

Bemerkung: Was für bescheuerte Türsteher hab ich eigentlich in meinen Träumen? So ähnlich stelle ich mir das übrigens vor der Himmelspforte vor. Wahrscheinlich mache ich da auch einen blöden Spruch und bleibe außen vor.

Somerset Maugham über Jane Austen

Und am Ende seines kleinen Essays über die Austen sagt er: "...in ihren Büchern passiert nicht besonders viel, aber wenn man am Ende einer Seite angelangt ist, blättert man rasch um, um zu erfahren, was als Nächstes passieren wird. Wieder passiert nicht viel, und wieder blättert man begierig um. Der Schriftsteller, der dies erreicht, besitzt die wertvollste Gabe, die er überhaupt haben kann."
(aus "Die wunderbaren Falschmünzer. Ein Roman-Verführer" von Rolf Vollmann)

Sonntag, 12. Juli 2009

Schneeleoparden-Nachwuchs

Ab kommender Woche kann man den kleinen Schneeleopard Altai im Berliner Tierpark besuchen. Einen Vorgeschmack gibt dieses Video. Süüüß, sag ich nur!

Herr N. und der Vollbartmondreiter

Herr N. ist für längere Zeit bei mir zu Besuch, etwa zwei Wochen. Es läuft erstaunlich gut, obwohl er seine eigenen festen Lebensprinzipien hat. Er unterläßt irgendwelche Verbesserungen in meiner Wohnung und läßt mich so leben, wie ich es sonst tue, und er darf ebenfalls im Rahmen meines Zuhauses so leben wie er es gewohnt ist. Es ist zwar ziemlich eng in der kleinen Wohnung, aber auf diese Weise funktioniert es bestens. Eines abends bin ich, am Tisch sitzend, bei einem Chopin-Klavierkonzert, welches im Fernsehen läuft, eingeschlafen. Ich erwache, als er mit seinem Gepäck an mir vorbei kommt und sich verabschieden will. Durch den Schlaf ist irgendwie mein linker Arm taub und ich kan mich nur linkisch und halb am Tisch umdrehen, um mit dem rechten Arm zum Abschied zu winken. Etwas später gehe ich durch die Wohnung und finde eine große Bodenvase, die mir nicht gehört. Das muß seine sein. Hat er die vergessen oder wollte er sie als Gastgeschenk hier lassen? Ich weiß es nicht, aber das ärgert mich jetzt. Wenn er mir ein Gastgeschenk machen wollte, hätte er ja auch etwas sagen können. So muß ich ihn noch einmal darauf ansprechen.

Später im Traum erschien in Zusammenhang mit einem Bart aus Milch das Wort "Vollbartmondreiter".