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Mittwoch, 29. Juli 2009

Blamagen und pfeifende Vögel

Ich habe mich blamiert, entsetzlich blamiert. In einem Telefongespräch im Büro ging es um Kostenvoranschläge für Umzüge. Ich wollte die eine Firma nennen und sagte immer "Eurotrans", entdeckte allerdings beim Blick auf den Faxkopf, daß zwischen "Euro" und "Trans" noch eine Silbe steckt. Nämlich eine Silbe "Pa" oder "Pat" und während ich verzweifelt versuchte, den seltsamen Firmennamen zusammenzusetzen, wobei ich immer laut "Euro - Pat - Trans" las, was mir aber sehr merkwürdig und sinnlos vorkam, wunderte ich mich ein Loch in den Bauch, was um Gottes Willen diese verdammte Silbe da in der Mitte soll. Endlich, nach gefühlten Ewigkeiten in denen ich immer wieder die Silben abstotterte, fiel der Groschen und spontan rief ich: "Ach Europatrans!". Sofort war ein lautes Lachen von gegenüber zu hören und ich bekam noch mit, wie Herr N. sich krampfhaft am Schreibtisch festhielt und mit dem Kopf fast auf die Tastatur schlug. Ich mußte dann auch schon fast losprusten und beeilte mich, ganz schnell das Telefonat zu beenden, bevor es noch peinlicher wird. Die denken jetzt bestimmt, bei der öffentlichen Verwaltung sitzen nur Legastheniker, die noch wie in der ersten Klasse buchstabieren.... Ich hoffe, es sind nicht die ersten Anzeichen einer Gehirnerweichung. Aber ok, dafür hatten wir etwas zu lachen.
Und wir hatten sogar noch mehr zu lachen, denn kurze Zeit darauf hörten wir ein leises, aber vertrautes Pfeifen am Fenster, vertraut deshalb, weil es so dieses typische Pfeifen war, was man manchmal von Männern hört, wenn sie einem besonders attraktiven weiblichen Exemplar begegnen. Verdattert schauten wir beide zum geöffneten Fenster und da saß ein schwarzer Vogel mit einem Kirschkern im Schnabel (von meinem Platz konnte ich nicht erkennen, ob Amsel oder Star) und blickte ganz gebannt ins Zimmer auf meinen Kollegen. Für mich sah es so aus, als hätte er Herrn N. angepfiffen und ich fand das urkomisch. Die Frage ist nur, was er dabei mit dem Kirschkern bezweckte.
Ich glaube, ich kriege heute noch Muskelkater vom vielen Lachen.

Dienstag, 28. Juli 2009

"Geht es Ihnen

nicht gut? Sie sehen aber richtig dolle blaß aus!" (O-Ton der Physiotherapeutin Nonne Heise) - So eine Bemerkung gibt dem Tag noch den letzten Tritt. Mir geht es zwar wirklich nicht berauschend, dies bedeutet allerdings nicht, daß ich es auch gerne HÖREN möchte.

Montag, 27. Juli 2009

Die Handynummer

Heute kam außerhalb der Sprechstunde ein Klient und wollte dringend die von mir angeforderten Unterlagen abgeben. Ich also mit einem Packen Kontoauszüge zum Kopierer, als ich zurückkomme und ihm die wiedergeben will, hält er nochmal zwei Kontoauszüge in der Hand. Innerlich will ich mich schon ärgern, erneut zum Kopierer geschickt zu werden und er muß meinem Gesicht wohl angesehen haben, daß ich nicht so großen Wert auf die zwei zusätzlich hervorgezauberten Kontoauszüge legte, jedenfalls sagte er hastig, daß ich die behalten könne und hielt sie immer genau so in der Hand, daß der zweite Auszug vom ersten fast völlig verdeckt wurde. Aber er schien sie unbedingt loswerden zu wollen, damit ich auch ja seinen Kontostand von 76,00 € habe. Also nahm ich sie und verabschiedete mich. Erst im Büro warf ich einen Blick auf den zweiten Auszug und stellte fest, daß dieser völlig sinnlos ist, da er keine Kontobewegungen zeigte, sondern nur ein bißchen Werbung der Bank. Allerdings war darunter und schräg darüber dick und fett eine Handynummer gekliert. Jetzt bin ich die ganze Zeit am Grübeln, warum er mir so ein Blatt, in die Hand drückt. Denn weder kann ich es gebrauchen, noch kann es eigentlich in seinem Interesse sein, wenn er irgendwelche notierten Handynummern weitergibt. Sollte das vielleicht eine Einladung sein? Hm....na ja, da ich sowieso nicht anrufen würde wollen, ist es wahrscheinlich genauso sinnlos, sich jetzt weiter den Kopf darüber zu zerbrechen.

Sonntag, 26. Juli 2009

Geomantie in Berlin: Museumsinsel

Der Kraftpunkt selbst ist am linken hinteren Ende des Pergamon-Museums, fast am Spreeufer gelegen. In diesem Teil des Museums steht interessanterweise das babylonische Ishtar-Tor. Wer immer diesen Ort besuchte, muß feststellen, daß dort eine ganz eigenartige Atmosphäre herrscht, eine meditative Stimmung, die den Besucher durchaus auch außerhalb von Raum und Zeit führen kann.
(aus "Terra Incognita" von Fosar & Bludorf)

Geomantie in Berlin: Die Nikolaikirche

Die Nikolaikirche ist ein energetisch bedeutsamer Ort der Kraft. Ähnlich wie bei vielen anderen alten Energiezentren (z.B. der Kathedrale von Chartres oder der Emeritage von Schloß Favorite bei Rastatt) ist die Energie zirkular polarisiert, d.h. es ist für den Sensitiven nicht egal, ob er links oder rechts um die Kirche herumgeht. Die Nikolaikirche steht in der Mitte eines kleinen Platzes und ist ringsum von den malerischen Häusern der Altstadt umgeben. Ein Rundgang sollte dabei immer im Gegenuhrzeigersinn erfolgen, da es ansonsten zu erheblichen energetischen Mißempfindungen kommen kann.
(aus "Terra Incognita" von Fosar & Bludorf)

Geomantie in Berlin: Straße des 17. Juni

Wie Sie sich denken können, ist Berlin wie jede große Stadt mit Elektrosmog reichlich gesegnet. Für alle, die in Berlin wohnen oder zu Besuch nach Berlin kommen, haben wir daher einen heißen Tip: Fahren Sie die Straße des 17. Juni entlang, am besten hin und zurück, wenn möglich in einem gleichmäßigen Tempo (was auf dieser breit ausgebauten Straße überraschend oft möglich ist). Sie werden sich hinterher fast wie neu geboren fühlen.
Was dabei wichtig ist: Diese Ley-Linie verläuft exakt in westöstlicher Richtung, also senkrecht zu den Kraftlinien des Erdmagnetfeldes.
Mehr noch: Wenn man diese Straße während der typischen "Twilight Time" entlangfährt, also im letzten Licht des ausklingenden Tages, kann man zuweilen in einen Bewußtseinszustand geraten, der interessante Erlebnisse mit der Zeit zuläßt.

(aus "Terra Incognita" von Fosar & Bludorf)

Ab und zu

handelt es sich bei unidentifizierten Flugobjekten auch einfach nur um fliegende Wasserspeicher. Ist doch naheliegend, oder?

Rätselhaus und Pflege-WG

Ein buntes Haus mit vielen verwinkelten Kammern, Zimmern und Terassen. Alle gehen wie in einem Labyrinth ineinander über ohne vollständig durch Wände voneinander getrennt zu sein. Es gibt auch nicht Türen im eigentlichen Sinn, sondern nur Winkel, Wände oder wandhohe Durchgänge. Jede Kammer ist farbenfroh im ägyptischen Stil eingerichtet. In den einen befinden sich Sarkophage, in anderen Stelen oder ägyptische Möbel. In jeder von ihnen gibt es ein Rätsel zu lösen. Die Lösung sagt man als Wort oder Satz laut auf. Perfide: sagt man die falsche Lösung, fallen einem Sarkophage, Stelen oder Möbel urplötzlich auf die Füße. Aua!

Meine Vorgesetzte hat mir den Platz in einer Pflege-WG angeboten. Ich habe zugesagt, obwohl ich nicht so recht weiß, was ich dort soll. Pflegebedürftig bin ich nicht, allerdings kann es nicht schaden, sich so einen Platz für später zu sichern, falls man irgendwann Hilfe braucht. Im Umgang mit meinen Kollegen merke ich, daß diese irgendwie neidisch oder eifersüchtig sind. Schließlich fragt mich eine Kollegin ganz konkret, wie ich zu dem Platz in dieser Pflege-WG gekommen bin. Erst jetzt wird mir klar, daß dies wohl eine Art Vorteil und Auszeichnung ist, an den nicht jeder kommt. Deshalb der Neid. Wahrheitsgemäß sage ich, daß die Chefin mir diesen Platz angeboten hätte. Keinesfalls habe ich mich in der Verteilung irgendwie vorgedrängelt oder sonstwie dieses Privileg an mich gerissen.

Freitag, 24. Juli 2009

Ich denke ständig,

ich hätte mich mit Ketchup bekleckert - dabei sind es Mariechenkäfer, die an meinem Hosenbeinen kleben (was auch immer sie da suchen).

Das Meer nebenan

In einem Gebäude mit hohen weiten Räumen. Diese sind durch ebenfalls sehr hohe Flügeltüren voneinander getrennt. In einer Ecke des Raumes entdecke ich eine kahle Öffnung, aus der die Flügeltüren entfernt wurden. Ein seltsamer dunkel-phosphorisierender Schimmer dringt hindurch. Neugierig schaue ich in das Nebenzimmer und sehe mich dem Unterwasserleben eines nachtblauen Meeres gegenüber. Es muß ein tiefer Ozean sein, denn es dringt kaum noch Licht von oben herab, so daß ich viele Fische und Meeresbewohner nur als schwarze Schatten wahrnehme. Fast ein wenig unheimlich, zumindest überwältigend, fasziniert mich, einen Einblick in eine Welt zu haben, welche normalerweise unsichtbar bleibt, bzw. nur mit diversen Vorkehrungen betretbar ist. Andererseits wundert es mich ein wenig, daß überhaupt kein Wasser durch die Öffnung in den anderen Raum drängt. Physikalisch stimmt hier etwas nicht. Es ist, als wäre da eine völlig transparente Wand, welche das Wasser zurückhält. Nur deshalb werde ich von den Wassermassen an der Tür nicht überflutet. Wenig später ist es statt des Meeres eine riesige Weltkugel, welche man durch die Türöffnung erkennen kann, genauer gesagt nur einen kleinen Teil davon. Interessanterweise ist diese Weltkugel wie ein Globus beschriftet. Ich lese auf dem Teil, der für mich sichtbar ist, viele Namen um eine bestimmte Landmasse herum. Gleich darauf höre ich den Namen dieses Landes zusätzlich. Es will mir im Traum scheinen, als hätte dieser Teil der riesigen Weltkugel, der durch die Tür sichtbar ist, eine besondere Bedeutung und wolle mir etwas sagen. Nur was? Werde ich vielleicht eine Reise in dieses Land unternehmen?
Ich befinde mich nun draußen und schaue von weitem einigen Seglern auf einem großen Wasser zu. Sie steuern Boote mit bunten Fähnchen. Ich würde auch gerne ein Segelboot steuern und stelle mir das nicht schwer vor, allerdings warnt mich jemand, daß das Boot anfangs nicht zu groß sein sollte, damit ich es leichter unter Kontrolle halten kann. Gleich darauf finde ich mich mit anderen Menschen im Wasser schwimmend wieder. Es ist ein angenehmes Schwimmen und ich spüre dabei, daß das Wasser nicht allzu tief ist, da ich mit den Füßen ab und zu auf Grund stoße. Wenn ich wollte, könnte ich wahrscheinlich im Wasser stehen, aber das Schwimmen ist natürlich viel schöner, und wenn man sich dabei auch noch sicher fühlen kann, um so mehr. Seltsam finde ich nur, daß ein so großes Wasser in weiten Teilen nicht tief ist. Vielleicht erstreckt sich hier ja eine kilometerlange ausgedehnte Sandbank.

Bemerkung: Ich hatte etwas Sorge, daß ich in der (neptunischen) Euphorie den Boden unter den Füßen verliere, aber die Sorge scheint, wenn ich dem Traum glauben darf, unbegründet.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Verblüffend,

dieser Artikel über das Jupiter-Neptun-Chiron-Stellium.

Wie man Glück im Schmerz erfahren kann, erleben wir alle dann jetzt...
Zumindest bei mir stimmt das aufs Wort.

Schweinegrippe

(und neuerliche Rundschreiben mit Verhaltensmaßregeln), Mieterhöhung, klebrige Träume, tropisch-feuchte Hitze, nörgelnde Chefs, extra super-komplizierte Akten, anmaßende Blogger, unfreundliche Kassiererinnen, ständig einfrierende Computer - das alles hilft noch immer nicht gegen die Seifenblasen in meinem Kopf. Ich fühle mich geradezu selbst wie eine Seifenblase und grinse, als hätte ich heute die Lottomillion gewonnen. Sowas erträgt kein Virus, garantiert...

Mittwoch, 22. Juli 2009

...

In Wirklichkeit erkennen wir nichts; denn die Wahrheit liegt in der Tiefe.
(Demokrit)

Gedankendressur

Es ist schon witzig bis peinlich, was die inneren Stimmen zeitweise so erzählen. Da hilft manchmal nur noch ein rigoroses "Platz!" - "Sitz!" - "Aus!" wie bei einem übermütigen Hund. Sowas nennt man dann Gedankendressur. Und schon ist Ruhe im Karton.

Das neue Nachtgewand

Während ich mir mein lustiges buntes Nachtkleidchen im Baby Doll-Stil überstreife, fällt mir ein, daß ich mir unbedingt ein neues Nachthemd besorgen muß. Ich weiß auch schon ganz genau, wie es auszusehen hat, sehe es direkt vor mir. Es ist ein langes, weißes, mit Spitzen und Rüschen verziertes Nachtgewand und trägt zu allem Überfluß, weiß in weiß darauf gestickt, an der Brust meinen Namen. Jetzt steht auf dem Gedankenbild allerdings nur "Name", als ob ich noch keinen hätte. Eigentlich ist mir selbst unklar, warum das neue Nachtgewand unbedingt so aussehen muß, da ich genaugenommen solche altertümlichen Nachthemden gar nicht mag, zumindest nicht selbst gerne trage. Doch es scheint etwas zu sein, das außerhalb meiner selbst, meiner Wünsche und meines Geschmackes aus irgendeinem Grund so vorgesehen ist und dem ich mich nicht entziehen kann. Dieses weiße Nachthemd ist so etwas, wie ein Befehl von oben und ich gehorche.

Bemerkung: Beim Aufschreiben mußte ich unwillkürlich an ein Totenhemd denken. Interessant auch, daß es nicht irgendein Gewand, sondern ein Nachtgewand ist.

Dienstag, 21. Juli 2009

Mir gefällt

die Idee eines Raubritterfalters. Ich weiß nur noch nicht, was ich damit mache.

Märchenhafter Besuch

Als ich gerade auf den Balkon schaute, wollte ich mich erst über die komische gelbe Blüte in meinen pinkfarbenen Geranien wundern, bis ich mitbekam, daß es keine Blüte war, sondern ein Schmetterling. Aber was für einer! Beim Fotografieren flog er mir fast ins Gesicht, wahrscheinlich störte ich seine fraktale Fluglinie. So einen habe ich bisher noch niemals live gesehen und weil er so groß war, größer als jedes Tagpfauenauge, glaubte ich erst, der hat sich aus dem Regenwald hierher verflogen. Auf dieser Seite erfuhr ich aber, daß es sich um einen Schwalbenschwanz aus der Familie der Ritterfalter handelt. Wow, ein adliger Schmetterling! Ich fühle mich geehrt.

Schwalbenschwanz aus der Familie der Ritterfalter
(Das Foto ist bei dem Geflatter natürlich nicht so gut gelungen, aber als Beweis brauchbar. *gg*)

Sonntag, 19. Juli 2009

Der Talar meines Vaters

Als Erbstück habe ich heute einen Talar meines Vaters erhalten. Mein Bruder bekam den zweiten und die Beffchen haben wir uns brüderlich geteilt. Was ich damit mache, weiß ich allerdings noch nicht. Wahrscheinlich einfach einmotten. Man könnte natürlich auch zum nächsten Fasching als Pastorin gehen.

Ich erinnere mich, daß ich in meiner Jugend einmal aus einem alten Talar, den mein Vater nicht mehr brauchte, eine dieser zu jener Zeit äußerst hippen und engen Steghosen selbst geschneidert hatte. Mein Vater hat nur darüber gelacht und war, glaube ich, sogar froh, daß er mir keine teure Hose aus der Jugendmode kaufen mußte. Sein Kumpel, ebenfalls Theologe, und dessen Frau waren allerdings, als sie von meinem Vater über dieses Sakrileg informiert wurden (wobei mein Vater es mehr aus Stolz erzählte, hatte ich den Eindruck), reichlich pikiert.
Na ja, da ich mir heute keine Kleidung mehr selbst nähe, wird das diesem Talar sicher nicht widerfahren.

Der Roman-Verführer

"Tübingen ist ein stiller süßer Ort; nur manchmal in dunklen Oktobernächten hallen Schritte in den Straßen, dann geht Küng herum und sucht nach einer Kirchentüre für seine Thesen, er weiß nur noch nicht, ob er eine evangelische oder eine katholische nehmen soll, das Problem ist, daß sie alle zu klein für ihn sind."

Wenn man sich erst einmal an den gestelzten Stil gewöhnt hat, in welchem Rolf Vollmann seinen Roman-Verführer "Die wunderbaren Falschmünzer" schreibt, so erscheint dieser irgendwann fast wie ein geprüftes Gütesiegel, daß der Autor all diese vielen Romane tatsächlich mit Leidenschaft und Neugierde gelesen hat. Es macht Spaß, ihm auf die Entdeckungsreise der bekannten und vergessenen, guten und nicht so guten Romane aus den Jahren 1800 bis 1930 zu folgen, und weil man in seinem Stil förmlich die Begeisterung für dieses Thema spürt, ist man schnell wieder milde gestimmt und sieht ihm die textlichen Kapriolen nach. Einige der Romane warten noch im Regal, andere habe ich bereits in meiner Kindheit und Jugend gelesen. Von vielen habe ich noch nie etwas gehört. Aber mindestens die im Regal stehenden werden nun wieder auf meiner Leseliste vorrücken (und einige andere dazukommen). Verführung geglückt.

Zum Frühstück: Käsebrot



In Berlin heißt es richtiger "Käsestulle".

Der schönste Grund

die Träume der Nacht zu vergessen ist es, wenn schon Sekunden nach dem Erwachen das Herz vor lauter Freude einen Sprung macht, mich die Glückseligkeit anspringt wie ein verschmustes Kätzchen und dabei das Bewußtsein mitreißt in einen noch viel größeren Traum. Dies darf auch viele Male in der Nacht geschehen - beim kleinsten Auftauchen aus dem Meer des Vergessens wartet sie schon, unentrinnbar, und füllt mich mit Glück, als wäre es Atemluft, bis ich mich wieder selig lächelnd dem Schlaf hingebe.

Samstag, 18. Juli 2009

Abgestorbenes Fragment

Das ganze Dorf bekam mit einem Mal einen anderen Geruch. Eine Wolke aus männlichem Schweiß, zerfahrenen Autoreifen und erhitztem Metall hatte sich über den kleinen Ort gelegt und neugierig und misstrauisch schauten dessen Bewohner dem Treiben der vielen neuen Gäste zu, die bald vertrauter und schließlich zu einem gewohnten Bild wurden.
Wochen über Wochen war ihr emsiges Kommen und Gehen zu beobachten, ihre zerschundenen Hände, ihre staubigen Arbeitshosen und ihre von der täglichen Arbeit gestählten Muskeln. Eines Tages jedoch war es still. Keine Lastwagen fuhren. Kein Stahl klirrte auf Ladeflächen, die über grobes Kopfsteinpflaster holperten. Keine kratzigen Männerstimmen hallten über die Straße.
Helene hatte wieder ihren Platz vor dem Haus eingenommen. Die alte Ursel watschelte vorbei und nahm ein paar winterliche Astern für das Grab ihres kürzlich verstorbenen Mannes mit. Regenwolken hingen über dem Ort. Es war noch nicht sehr kalt, doch der Herbst war spürbar und hatte überall seine Spuren gelegt.
Helene beobachtete zwei Männer, die aufgeregt gestikulierend miteinander sprachen und schließlich den Weg zum Haus des Bürgermeisters einschlugen. Mit roten Köpfen und dem Bürgermeister winkend, der sich noch im Gehen in seinen leichten Trenchcoat schälte und den Hut aufsetzte, erschienen sie wieder auf der Straße und stiegen in den weißen Lieferwagen, der Bürgermeister Harry Wolff mit ihnen. Knatternd fegte das Fahrzeug in Richtung der Baracken davon.
Helene beschloß, zurück in den Garten zu gehen und dort etwas für Ordnung zu sorgen. Einige bunte Blätter waren schon vorwitzig auf die Wege und die Beete gefallen, wo sie golden und purpurn leuchteten wie verlorene Kostbarkeiten. Helene summte leise, während sie das Laub zusammenharkte. Der Garten ihrer Eltern, der sich an die alte Villa anschloss, war nicht groß. Niemand wu


Niemand wu...? Wenn ich noch wüßte, was ich damals hatte schreiben wollen. :-/

Traumsplitter

Entscheidung der Justiz: Das Werfen von Schuhen aus dem Fenster ist nicht gestattet. Auch nicht für Personen mit Brustimplataten.

Schlafen im Traum. Während des Schlafes ist ein Teil meines Bewußtseins wach und ertappt mich laut lachend im Schlaf. So laut, daß es auch andere mitbekommen. Meine Mutter setzt sich an mein Bett und streicht mir über die Wange. Sie wundert sich wahrscheinlich ebenfalls, daß ich im Schlaf lache.