Alien
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Mittwoch, 3. Februar 2010

Ich weiß gar nicht,

warum ich heute so genervt bin. Beziehungsweise ich weiß schon, warum ich genervt bin, hab aber keine Ahnung, wieso, zumal ich nicht zum ersten Mal beim MRT war. Ist ja eigentlich gar nicht schlimm. Trotzdem kreisen meine Gedanken seit Tagen um nichts anderes und obwohl endlich mal wieder so ein komischer leuchtender Feuerball am Himmel zu sehen war, konnte das meine Stimmung nicht aufheitern. Auch mein Physiotherapeut, bei dem ich vor dem MRT Termin hatte, konnte meine Laune nicht verbessern, dafür aber immerhin mein Befinden, nachdem er mir erklärte, daß meine Haut "angebacken" sei. Ich habe erst Bahnhof verstanden, da sowas noch nie gehört, aber ok, die Griffe haben tatsächlich geholfen, nachdem die Wärmeanwendung vor einer Woche die Beschwerden wieder schlagartig verschlechtert hatte. Wenn jetzt noch bitte bitte diese besch... erhöhte Temperatur verschwinden würde, die ich seitdem durchgängig habe und nicht mehr nur nach dem Sport, wäre das echt nett, zumal ja angedacht ist, daß ich ab nächste Woche die Arbeit aufnehme, wenn auch erstmal nur für vier Stunden. Meine Appetitlosigkeit finde ich ebenfalls nicht mehr normal, aber die stört mich weniger, da ich auf Arbeit eh nie zum Essen komme. Nach der Physiotherapie hatte ich noch ziemlich viel Zeit und Lust zu laufen. Aber das Laufen auf diesem gräßlichen Matsch ist ebenfalls nervig. Ich tat es trotzdem, und ärgerte mich die ganze Zeit darüber, daß man nicht einmal einen vernünftigen Schritt machen kann. Wirklich angenehm möglich war das Laufen nur um den See herum, wo der Schnee einfach liegen gelassen und festgetreten war. Diese gestreuten Bürgerpfade inmitten von Schnee- und Matschbergen sind nur widerlich. Dann im Krankenhaus wurde ich noch unruhiger, als ich bemerkte, daß die Ärztin haargenau aussieht, wie die "Physiotherapeutin" in diesem Traum. Abholen kann ich den Befund erst morgen. Glücklicherweise muß ich dazu nicht noch einmal zum Krankenhaus, sondern nur zu einer Praxis in der Nähe. Wie mich das alles nervt...manchmal wünschte ich mir echt, ich hätte einfach "nur" einen Bandscheibenvorfall. Das hört sich zwar blöd an, aber den kann man ja anscheinend ganz gut behandeln und diagnostizieren, so daß ich alleine bei dem Gedanken schon neidisch werde.

Am See 1
Ein eingeschneiter Papierkorb - ein Drittel schaut noch hervor.

Am See 2

Am See 3
Die letzte Wasserpfütze. Als ich fotografierte, watschelte gleich eine ganze Horde von Enten auf mich zu, die aussahen, als wollten sie mich überfallen. Wahrscheinlich dachten sie, ich hätte was zu essen mitgebracht. Pech gehabt.


Am See 4


Am See 5

Am See 6

Dienstag, 2. Februar 2010

...

Und Jesus sprach weiter: »Gott gebot euren Vorvätern: >Du sollst nicht töten.( Doch ihre Herzen waren hart, und sie töteten. Da wünschte Moses, daß sie zumindest keine Menschen töten sollten, und er erlaubte ihnen, Tiere zu töten. Doch da wurden die Herzen eurer Vorväter noch härter, und sie töteten Menschen ebenso wie Tiere. Ich aber sage euch: Tötet weder Menschen noch Tiere, ja nicht einmal die Nahrung, die ihr in euren Mund führt. Denn eßt ihr lebende Nahrung, so wird sie euch beleben; doch tötet ihr eure Nahrung, so wird die tote Nahrung auch euch töten. Denn Leben kommt nur vom Leben, und vom Tod kommt immer nur Tod. Denn alles, was eure Nahrung tötet, tötet auch eure Leiber. Und alles, was eure Leiber tötet, tötet auch eure Seelen. Und eure Leiber werden, was eure Nahrung ist, gleich wie euer Geist wird, was eure Gedanken sind. Eßt daher nichts, was durch Feuer, Frost oder Wasser zerstört wurde. Denn erhitzte, erstarrte und faule Nährstoffe werden auch euren Leib erhitzen und zu Erstarrung und Fäulnis bringen. Seid nicht wie der dumme Bauer, der gekochte, gefrorene und gefaulte Saat in seine Äcker säte. Und als der Herbst kam, da trugen seine Felder nichts. Und groß war seine Not. Seid vielmehr wie jener Bauer, der lebendige Saat in seinen Acker säte und dessen Acker lebendige Weizenähren trug, hundertfach in der Zahl der gesäten Körner. Denn ich sage euch wahrlich, lebet nur durch das Feuer des Lebens und bereitet eure Nahrung nicht mit dem Feuer des Todes, das eure Nahrung, euren Leib und auch eure Seele tötet...

...So esset immer vom Tische Gottes: die Früchte der Bäume, die Körner und Kräuter der Felder, die Milch der Tiere und den Honig der Biene. Denn alles, was darüber hinausgeht, ist von Satan, und es führt über Sünden und Krankheiten zum Tode. Die Nahrung dagegen, die ihr von der reichen Tafel Gottes eßt, gibt eurem Leibe Kraft und Jugend, und Krankheit wird euch fern bleiben. Denn die Tafel Gottes speiste den alten Methusalern, und ich sage euch wahrlich, lebt ihr so, wie er lebte, so wird der Gott der Lebenden auch euch, wie ihm, ein langes Erdenleben schenken. Denn wahrlich, ich sage euch, der Gott der Lebenden ist reicher als die Reichen dieser Erde, und seine übervolle Tafel ist reicher als die reichsten Festgelage aller Reichen dieser Welt. Eßt daher all euer Leben lang am Tische unserer Erdmutter, und nie werdet ihr Not zu leiden haben. Und eßt ihr an ihrem Tische, so eßt alle Dinge so, wie sie sich auf dem Tische der Erdmutter vorfinden. Kochet sie nicht, noch mischt sie miteinander, damit eure Eingeweide nicht dampfende Sümpfe werden. Denn ich sage euch wahrlich, dies ist in den Augen des Herrn ein Greuel...

...Und wenn ihr eßt, so füllt euch nie ganz. Flieht Satans Versuchungen und lauscht der Stimme von Gottes Engeln. Denn Satan und seine Macht verlocken euch, immer mehr zu essen. Lebet daher im Geiste und widerstehet den Begierden des Leibes. Und immer erfreut euer Fasten die Engel Gottes. So gebt acht, wie viel ihr eßt, bis ihr ganz satt seid, und dann eßt immer ein Drittel weniger. Das Gewicht eurer täglichen Nahrung sei nicht weniger als ein Mina, soll jedoch nicht über zwei Mina gehen. Dann werden euch die Engel Gottes immer dienen, und ihr werdet nie in die Knechtschaft des Satans und seiner Krankheiten fallen. Stört das Werk der Engel in eurem Leibe nicht durch häufiges Essen. Denn ich sage euch wahrlich, wer mehr als zweimal täglich ißt, dient Satans Werk. Und die Engel Gottes verlassen seinen Leib, und bald wird Satan von ihm Besitz ergreifen. Eßt nur, wenn die Sonne am höchsten steht und dann wieder, wenn sie untergegangen ist. Und nie werdet ihr krank werden; denn solches Tun ist Gott wohlgefällig. Eßt nur, wenn die Tafel Gottes vor euch bereitet ist, und eßt nur, was ihr auf ihr findet. Denn ich sage euch wahrlich, Gott weiß, was euer Leib braucht und wann er es braucht...

...Denn die Kraft der Engel Gottes tritt mit der lebendigen Nahrung, die euch der Herr von seinem königlichen Tische reicht, in euch. Und wenn ihr eßt, so habt über euch den Luftengel und unter euch den Wasserengel. Atmet während des ganzen Mahles lang und tief, damit der Luftengel es segnen möge. Und kauet die Speise gut mit euren Zähnen, damit sie zu Wasser werde und der Wasserengel sie in eurem Leibe in Blut verwandeln kann. Und eßt langsam, als wäre es ein Gebet zu Gott. Denn ich sage euch wahrlich, wer in dieser Art an Gottes Tafel ißt, in den tritt Gottes Kraft ein. Satan dagegen wandelt den Leib in einen dampfenden Sumpf, den die Engel der Luft und des Wassers meiden. Und diese Menschen duldet der Herr nicht mehr an seinem Tische. Denn die Tafel des Herrn ist ein Altar, und wer dort ißt, befindet sich in einem Tempel. Denn ich sage euch wahrlich, in einen Tempel wird der Leib der Menschenkinder verwandelt und ihr Inneres in einen Altar, wenn sie Gottes Gebote halten. Setzt daher nichts auf den Altar des Herrn, wenn euer Geist sich ärgert oder plagt, noch denkt im Tempel Gottes an jemanden im Zorn. Und betretet das Heiligtum des Herrn nur, wenn ihr in euch den Ruf der Engel fühlt; denn alles, was ihr in Sorge oder in Zorn, oder ohne Verlangen eßt, wird in eurem Leib zu Gift. Denn Satans Atem beschmutzt all dies. Legt eure Gaben freudig auf den Altar eures Leibes und weist alle bösen Gedanken von euch, wenn ihr die Kraft Gottes von seinem Tische in euch aufnehmt. Und nie setzt euch zum Essen, wenn nicht der Hungerengel euch ruft...

...Und am siebenten Tage eßt keine irdische Speise, sondern lebt allein von den Worten Gottes. Verbringt den ganzen Tag mit den Engeln des Herrn im Reiche des Himmelvaters. Und am siebenten Tage laßt die Engel Gottes in eurem Leibe das Himmelreich bauen, wie ihr sechs Tage im Reiche der Erdmutter arbeitet. Und laßt keine Nahrung am siebenten Tage das Werk der Engel in eurem Leibe stören. Und Gott wird euch auf Erden ein langes Leben geben, damit ihr im Himmelreich das ewige Leben erlanget. Denn ich sage euch wahrlich, seht ihr auf Erden keine Krankheiten mehr, so werdet ihr auf ewig im Reiche der Himmel leben.Und Gott wird euch jeden Morgen den Sonnenengel senden, um euch aus dem Schlafe zu wecken. Gehorchet daher dem Zeichen eures Himmelvaters und bleibt nicht müssig liegen, denn schon warten im Freien die Engel der Luft und des Wassers auf euch. Und arbeitet den ganzen Tag zusammen mit den Engeln der Erdmutter, damit ihr sie und ihre Werke immer besser kennenlernt. Doch wenn die Sonne untergegangen ist und euch euer Himmelvater seinen köstlichsten Engel schickt, den Schlaf, dann legt euch hin und verweilt die ganze Nacht bei ihm. Und dann wird euer Himmelvater euch seine unbekannten Engel schicken, damit sie die liebe lange Nacht bei euch verbringen. Und sie werden euch vieles aus dem Reiche Gottes lehren, gleich wie die Engel der Erdmutter euch ins irdische Reich einführen. Denn ich sage euch wahrlich, so ihr die Gebote des Himmelvaters haltet, werdet ihr jede Nacht Gäste in seinem Reiche sein. Wenn ihr am Morgen erwacht, so werdet ihr in euch die Kraft der unbekannten Engel spüren. Und euer Himmelvater wird sie euch jede Nacht senden, damit sie euren Geist aufbauen, gleich wie jeden Tag die Erdmutter euch ihre Engel schickt, damit sie euren Leib aufbauen.Denn ich sage euch wahrlich, hält euch tagsüber die Erdmutter in ihren Armen, und küßt euch in der Nacht der Atem des Himmelvaters, dann werden die Menschenkinder Gotteskinder werden.Wehret Tag und Nacht Satans Versuchungen ab. Wachet nicht in der Nacht, noch schlaft am Tage, da sonst die Engel Gottes euch verlassen...

(aus ‚Das Friedensevangelium der Essener‘ nach Dr. E. B. Szekely)

Beim Friedensevangelium der Essener handelt es sich angeblich um den Auszug eines Evangeliums von Jesu Jünger Johannes. Ursprünglich hatte Dr. E.B. Szekely in der Königlichen Bibliothek der Habsburger in Wien dieses Evangelium in altslawischer Sprache gefunden und teilweise ins Englische übersetzt. Später hatte er jedoch Gelegenheit, in der Bibliothek des Vatikans in Rom festzustellen, daß der altslawische Text eine wörtliche Übersetzung einer dort aufbewahrten Handschrift in aramäischer Sprache war.

Was die Menge der Mahlzeiten betrifft, ist dies endlich einmal eine Ernährungslehre, die meinem natürlichen Eßbedürfnis entspricht. Ich nehme bereits seit Ewigkeiten allerhöchstens zwei Mahlzeiten zu mir (mittags und abends), oft auch nur eine einzige, und muß mir dann von anderen immer sagen lassen, daß dies ungesund sei.

Sonntag, 31. Januar 2010

...

Die kleinen Mäuse liefen auf dem Fußboden, sie schleppten Nesseln zu ihren Füßen hin, um doch etwas zu helfen. Und die Drossel setzte sich an das Gitter des Fensters und sang die ganze Nacht so munter, wie sie konnte, damit Elisa nicht den Mut verlieren möchte.
(Die wilden Schwäne)

Traumsplitter

Im Büroraum nebenan sind mein Kollege K.F. ein mir unbekanner Mitarbeiter. Beide haben heute Geburtstag, na sowas. K.F. freut sich sehr, mich zu sehen und kommt in mein Zimmer herüber. Wir spielen ein Computerspiel, bei dem man mit etwas auf den Bildschirm werfen muß. Es erinnert an Dart.

Auf einem Spreewaldkahn ohne Bänke liege ich in einer Reihe mit anderen Leuten. Der Kahn ist so breit, daß man bequem mit der Körperlänge hineinpaßt und wir liegen aufgereiht wie die Heringe. Mein Platz ist direkt an einem Ende des Kahns. Wir haben Decken bekommen, da die Sonne zwar angenehm scheint, aber noch nicht viel Kraft hat. Anscheinend ist es Frühling. So können wir Gesicht und andere Körperteile von der Sonne bestrahlen lassen, uns aber auch in die Decken mummeln, wenn es zu kühl wird. Ich spüre am ganzen Körper, wie sich der Kahn von der Kaimauer löst und langsam auf das Wasser hinausgleitet. Ein sanftes beruhigendes Schaukeln zeigt an, daß wir frei auf dem Wasser fahren. Ein leises Plätschern begleitet die Fahrt. Es ist so schön, sich vom Wasser wiegen zu lassen und dabei das Gesicht in der Sonne zu wärmen! Die meiste Zeit habe ich die Augen geschlossen und gebe mich ganz der Wärme und dem angenehmen Schwanken hin, das ein Kribbeln in der Bauchmitte verursacht. Als ich kurz die Augen öffne, sehe ich den Kahnführer neben mir stehen. Es ist mein Physiotherapeut. Er hat sich umgedreht und schaut mich tadelnd an, während er sagt, daß die Tränenflut dieses Jahr den Fluß hat besonders hoch ansteigen lassen. Ja, hallo? Ist das vielleicht allein meine Schuld? Schließlich liegen hier noch genug andere. Und auch wenn ich irgendwann beteiligt war, hatte ich wohl allen Grund dazu. Vor Empörung kullern mir tatsächlich ein paar Tränen über die Wangen. So! Jetzt hat er es geschafft! Jetzt gibt es wirklich eine Überschwemmung!

Samstag, 30. Januar 2010

Traumsplitter

Spätabends in meiner Wohnung. Ich bekomme kaum mit, daß es geklingelt hat und öffne deshalb nicht. Stattdessen bemerke ich, daß in der Wohnung unter mir Handwerker zugange sind. Ist wahrscheinlich ganz gut, daß ich nicht geöffnet habe, vielleicht wollten die in meine Wohnung. Das muß nicht sein. Aus irgendeinem Grund weiß ich, daß bei den Handwerkern mein Kumpel dabei ist. Ich verhalte mich jetzt mucksmäuschenstill, verlasse aber kurzzeitig das Wohnzimmer. Als ich wiederkomme, ist das gesamte Zimmer bis auf die Dielen und die schweren Schränke ausgeräumt. Die Handwerker waren darin und haben den mühsam ausgelegten Teppich aufgerollt und über die Schränke gelegt. Prima! Nun geht die ganze Arbeit von vorne los. Außerdem wurde von unten durch den Boden gebohrt und seltsame Leitungen ragen nun direkt mitten in das Zimmer hinein. Da kann man nichts mehr hinstellen und fällt außerdem noch drüber. Ich bin bedient. Eine Tür steht offen und mein Kumpel ist im Nebenzimmer dabei, etwas zu werkeln. Als er an der Tür vorbei kommt, sagt er laut: "Hallo, Susanne!" Ich schnappe ihn mir und beginne mit ihm zu verhandeln und über das Geschehene zu sprechen. Vielleicht verstehe ich dann, was das alles soll. Er sitzt mir gegenüber auf dem Fußboden und ein Kollege von ihm läßt uns allein mit der Bemerkung, daß wir uns ja kennen und das unter uns ausmachen sollen. Die Augen meines Kumpels funkeln seltsamerweise intensiv grün. Es ist auffallend und ich bin mir sicher, daß er diese Augenfarbe vorher nicht hatte. Zumindest kann ich mich nicht erinnern. Ich frage, wer den Teppich wieder auslegen und die Möbel richtig ins Zimmer stellen soll. Er versichert, daß er das mit seinen Kollegen machen würde. Für einen Moment fühle ich mich erleichert. Gut, wenigstens etwas. So kann ja doch noch alles gut werden. Aber kurz darauf setzt er hinzu, daß dies dann 8000 € kosten würde. Was??? Ich bin entsetzt. Die wollen 8000 € dafür, um die Sachen wieder reinzustellen, die sie selbst herausgeholt haben? Das kann doch nicht ihr Ernst sein? Aber mein Kumpel meint es anscheinend völlig ernst und ich bin nicht gewillt, geschweige in der Lage, 8000 € zu zahlen. Ich fühle mich hintergangen, ungerecht behandelt und bin so traurig, daß ich mich überhaupt nicht mehr aufregen kann. Jede Wut erstickt in der Trauer über die Hoffnungslosigkeit, zu meinem Recht zu kommen.

In einem späteren Traumfragment wohne ich mit drei oder vier Mädels zusammen in einer WG. Die Wohnung befindet sich in Prenzlauer Berg an einem Bahndamm und ist sehr ungewöhnlich geschnitten. Ich kann im gesamten Traum nicht herausbekommen, wieviele Zimmer sie eigentlich hat. Wir bekommen Besuch von drei oder vier Typen aus England, die sehen möchten, wie wir leben. Das sind allerdings so nervende Käuze, daß wir uns kurzerhand über den Bahndamm aus dem Staub machen. Dort fallen mir eigenartige Pflanzen auf. Sie tragen durchsichtige Früchte, die ein wenig wie Seifenblasen wirken, nur daß sie nicht bunt schillern, sondern transzendente Schatten der filigranen Pflanzenform in sich tragen. Gebannt versuche ich diese Früchte zu fotografieren.

Drittes Kinderfoto,

diesmal mit Lieblingscousin und Snoopyschuhen.

Kinderfoto mit Cousin

Mittwoch, 27. Januar 2010

Die größte Freiheit entsteht durch die Meisterschaft aller Reichweiten

Vor einigen Jahren las ich ein Kampfsportbuch, dessen Aussage, daß das Erweitern des Wohlfühlbereiches die Freiheit vergrößert, mir am stärksten in Erinnerung geblieben ist. Es gibt Menschen, die brauchen Distanz, sei es nun beim Kampf oder anderswo, um sich sicher und wohl zu fühlen, es gibt Menschen, die sich in der Nähe in ihrem Element fühlen. So etwas äußert sich nicht nur in der Reichweite, die man beim Kampf bevorzugt, sondern zum Beispiel auch in den Lieblingsplätzen bei Seminaren. Ich habe mich in Schule oder Studium meistens nach hinten verzogen, am liebsten an einen Fensterplatz. Wenn es sich nicht vermeiden ließ und ich vorne sitzen mußte, fühlte ich mich automatisch unwohler, selbst wenn mir daraus im konkreten Fall keine Nachteile erwuchsen. Ich bin halt ein Mensch, der immer gerne auf Distanz geht. Nun hatte ich vor einiger Zeit meine allererste Reha-Sport-Stunde und landete dort ganz vorne bei der Kursleiterin, zumal der Raum nicht allzu groß ist. Das war in dieser ersten Stunde äußerst unangenehm, da ich ständig das Gefühl hatte, alle hinteren Augen sind auf mich gerichtet, während ich noch völlig ahnungslos versuche, mich nicht zu dämlich bei den unbekannten Übungen anzustellen, mal ganz abgesehen davon, daß es eben (noch) nicht meine Wohlfühlreichweite war und ich mir generell mit meiner Größe und den großen Füßen stets etwas tollpatschig vorkomme. Ich zog es durch, indem ich mir dachte - pah, machste halt den Hampelmann, das hammse umsonst und wahrscheinlich stellen se sich hinter mir gar nicht so viel besser an. Und wenn, ist es auch egal - bloß nicht klein kriegen lassen. Nach dieser ersten Stunde, dachte ich ernsthaft darüber nach, ob ich versuchen sollte, mir für die nächsten Stunden einen hinteren Platz zu sichern, wo ich mich nicht so ungeschützt und beobachtet fühlen würde. Doch ich entschied anders, weil mir dieses Kampfsportbuch wieder einfiel und ich es, nachdem ich bereits die erste Stunde gemeistert hatte, als eine gute Möglichkeit ansah, jetzt einmal ernsthaft zu versuchen, meinen Wohlfühlbereich zu erweitern. Schlimmer als in der ersten Stunde konnte es ja normalerweise nicht werden.
Also blieb ich vorne und war es bisher jedesmal. Es ist inzwischen sogar so, daß ich mir gar nicht mehr vorstellen könnte, nach hinten zu gehen. Vielleicht ist es einfach die liebe Gewohnheit, aber ich glaube fast, daß ich mich diesmal dort nicht wirklich so viel besser fühlen würde, vielleicht sogar eher das Gegenteil. So richtig bewußt geworden ist mir diese Veränderung erst beim letzten Mal, als ich hautnah eine Person in der "falschen" Reichweite erleben konnte. Eine neue Kursteilnehmerin wurde gebeten, mit uns Aufstellung zu nehmen und landete, durch Zufall und da die Leiterin auf den freien Platz vor sich hinwies, ebenfalls ganz vorne, sogar noch vor mir. Die ersten Aufwärmübungen begannen und ich bemerkte, wie die Neue einen starken Drall nach hinten bekam, bis zwischen ihr und der Kursleiterin ein riesiger freier Raum war, während ich ebenfalls immer mehr nach hinten ausweichen mußte, damit sie mir nicht auf die Füße tritt. Natürlich mußten die Leute hinter mir auch zurückweichen und schließlich hatte sie uns fast an die hintere Wand gedrängt, als sie plötzlich kehrt machte, etwas murmelte von "Ich muß nach hinten!" und gleichzeitig ebendort verschwand.
Einerseits konnte ich ihr Unbehagen gut nachvollziehen, andererseits bemerkte ich, wie ich erleichtert wieder meinen vorderen Platz einnahm, mit genügend Arm- und Beinfreiheit und niemandem vor mir bis auf die Kursleiterin. Ich habe bis heute keinen Schimmer, wie ich mich anstelle, ob gut oder schlecht, aber inzwischen ist es mir egal, was andere denken könnten, denn es geht doch gar nicht darum. Ich ziehe da vorne einfach mein Ding durch, so gut wie es mir möglich ist, und die da hinten sollen denken, was sie wollen, meinetwegen auch, daß sie es besser können, denn irgendjemand muß ja immer der Hampelmann sein, an dem andere ihr Ego polieren können. Wichtig ist nur, daß man sich deshalb nicht kleiner macht.

Dienstag, 26. Januar 2010

Traumsplitter

Auf einer großen Kreuzung mitten in Paris. Ein rechteckiges Straßenschild weist auf ein "Champs-Hotel" hin. Die Straße, welche zu diesem Hotel führt, ist aufgerissen und sandig, anscheinend wird dort gebaut. Wahrscheinlich kommt man gar nicht durch. Aber eigentlich interessiert mich das Hotel auch nicht besonders. Ich wende mich zu einem kleinen Kiosk an der Kreuzung, wo Eintrittskarten für irgendetwas verkauft werden. Man zeigt in die andere Richtung auf einen Weg, der bogenförmig überwölbt ist. Diesen nehme ich jetzt und erkenne am Ende ein neblig-irisierendes Hellblau. Es ist der Weg zum Zwinger (zwar ist der in Dresden, aber das interessiert Träume ja nicht).
Außerdem von einer Katze geträumt, diesmal nicht meiner eigenen, sondern einem grauen Tigerkätzchen. Als ich erwachte, fielen mir Kratzer an meinen Fingern auf.

Sonntag, 24. Januar 2010

Botticelli

auf Arte und hier auch in meinen Träumen.

rueckkehr-judiths-diptychonfluegel

Judith mit dem Kopf Holofernes

...

Die vier Schwingen einten sich,
im wolkenhohen Haar des Engels,
der den Wind holte, auf der Rose thronte
und mich trug zum Rande des Mohns.
Der flammte bis zum Horizont
und entzündete den Himmel
mit blütgestaubtem Feuerstreif.

Und die bekronten Kapseln
neigten an schlanken Ranken
zum Tore sich, mit Kapitellen
fein gezirkelt und geschmückt,
zum Flure in die stille Erde,
wo ich die Grotte fand, die blaue,
und das letzte Rot erstarb.

Ein Spiegelsee an ihrem Grunde
brach Salzpilaster, lichtbemeert,
doch nur im Oben, nicht im Unten,
das Schwarz bestrickt mit blauen Punkten,
da sprang ich, tief empfing mich
ein Schwarm von luftigen Gesellen,
die im wilden Wirbel schwangen.

Und ich vergaß...

Traumsplitter

Ein Mann, den ich in einer Kirche getroffen habe, erklärt mir, daß die "Gelberbspflanze" ganz besondere medizinische Wirkungen hat. Hm, die Gelberbspflanze kenne ich gar nicht. Wie sieht die aus? Da entdecke ich am sonnenbeschienenen Wegrand eine große Staude mit gelben Blüten und weiß sofort ohne weiteren Hinweis: Das muß die Gelberbspflanze sein! Die Blütenblätter formieren sich um einen grünen, erhabenen Mittelpunkt, der wie eine Erbse aussieht. Es ist also völlig eindeutig aus dem Namen zu schlußfolgern. Prüfend beiße ich in einen Pflanzenteil, nicht sehr schmackhaft. Dann beobachte ich, wie der Mann kleine kreisrunde Fruchkapseln öffnet und die Samen daraus isst. Allerdings stelle ich fest, daß die Fruchtkapseln nicht zur Gelberbspflanze, sondern zu einer Malve gehören, eindeutig. Warum sagt er mir, daß die Gelberbspflanze wirksam ist, aber nimmt selbst die Malvensamen zu sich?

Noch ein Kinderfoto,

diesmal am Dorfhafen mit gewohntem Pferdeschwanz, aber dafür im Chanel-Jäckchen-Look:

Familiendia 9

Samstag, 23. Januar 2010

Ein Hauch von Sonne

Ein Hauch von Sonne

Traumsplitter

Ein früher Sonntagmorgen, so früh, daß es noch fast finster ist. Radgroße, in organischen Wellen geformte Traum- und Baumblüten leuchten hellgelb in der Dunkelheit.

Ich finde,

auf diesem Foto sehe ich original aus wie eine angehende Jungbäuerin. Die Zöpfe hat mir garantiert meine Oma geflochten. Ich war das bestimmt nicht. Normalerweise hatte ich immer einen Pferdeschwanz oder offene Haare.

Familiendia 2

Donnerstag, 21. Januar 2010

Traumsplitter

Meine verstorbene Katze springt aufgeregt an mir hoch und es sieht aus, als würde sie nach mir schnappen. Aber mir wird klar, daß sie nicht nach mir schnappt, denn sonst hätte sie mich bereits gebissen, sondern nach etwas Unsichtbarem an meiner Seite. Ich kann es nicht sehen, doch es muß wohl negativ sein.

Ich stehe an einer Bushaltestelle und erkenne gegenüber auf der anderen Seite Cptsalek. Er schaut nun ebenfalls aufmerksam zu mir, ich bin mir aber nicht sicher, ob er mich erkennt. Mir fällt auf, daß er viel kleiner ist, als ich ihn mir vorgestellt habe.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Beim Löschen

gerade einen witzigen Traum aus der Zeit vor Beendigung meines Romans gefunden. So ein Luchterhand kann einem aber wirklich wie ein Alp auf der Brust sitzen.
Romanende: http://weltentanz.twoday.net/stories/5323454/

Potentielles Adoptionsopfer entdeckt

Vor längerer Zeit hatte ich ja einmal das Angebot gemacht, mich als Katze zu adoptieren, siehe hier: http://weltentanz.twoday.net/stories/3682175/.
Bisher gab es leider keine Interessenten, aber mein Physiotherapeut erzählte mir heute, daß er eine zweite Katze als Haustier sucht und wollte wissen, ob ich eine Idee hätte. Ähm ja, adoptiere MICH! Ich bin stubenrein und lebe länger als jede andere Katze (hoffentlich). Ich bestehe aber darauf, daß ich täglich frischen Lachs bekomme.

Zärtlicher Schwuler im Finanzamt

Ich bin auf dem Weg zum Finanzamt, das im Traum ungefähr gegenüber von meiner Zahnärztin lokalisiert ist. Vorher will ich schnell noch einen alten Stuhl entsorgen. Beim Finanzamt angekommen, schaue ich auf das Klingelschild. Das Amt ist bereits geschlossen, aber es gibt einen Notdienst, der sich Herr oder Frau Jüngling nennt. Ich betrete das Haus und mache mich auf die Suche nach dieser Person. Erst betrete ich ein paar leere Gänge, die sich als Sackgassen erweisen. Ich führe auf einmal einen kleinen schwarzen Hund an der Leine. Dann erreiche ich eine größere "Produktionsstraße", wo der Reihe nach Menschen an Computern sitzen und mich gar nicht beachten. Doch eine ehemalige Kollegin ist darunter. Diese steht auf, um mich zu begrüßen und mich zu Herrn oder Frau Jüngling zu führen. Unterwegs kreuzen wir einen Sandberg, wo mein Hund plötzlich in einem Sandloch verschwindet. Eine große Kröte kommt hervorgesprungen - diese hat er anscheinend gejagt. Kurze Zeit später bin ich wieder in der Eingangshalle und betrachte die ausgelegten Prospekte, danach befinde ich mich in einem schummrigen Zimmer allein mit einem Mann auf einem Bett liegend. Er ist schwul, aber läßt es sich nicht nehmen, zärtlich meinen Bauch zu küssen und zu streicheln. Ein wenig wundert mich seine Begeisterung für diese Tätigkeit. Er merkt es und antwortet mehrere Male: "Du hast es auch mal verdient, verwöhnt zu werden!" Ah, also eine gute Tat. Das ist ja so lieb. Und dann noch der Bauch, wo ich es am liebsten mag. Ich genieße jetzt ausgiebig seine Zärtlichkeiten, weiß aber auch, daß es nicht zu mehr kommen wird, schließlich ist er schwul. Als er zusätzlich beginnt, meine Beine zu küssen, bin ich mir da allerdings nicht mehr so sicher. Doch während er das tut, ist er gleichzeitig auch neugierig und stellt mir Fragen, unter anderem nach meinem Vater. Er will wissen, wo dieser ist, und ich antworte, daß er letztes Jahr gestorben ist. Darauf fragt er, wo er auf dem Friedhof liegt und alle möglichen weiteren Dinge. Er scheint sich wirklich dafür zu interessieren.
Und er möchte wissen, wo sich mein Vater befand, bevor er starb. "Hier" sage ich, "genau in diesem Zimmer und in diesem Bett." Anscheinend sind wir plötzlich im Zimmer des Pflegeheims, was mir vorher selbst nicht bewußt war. Das macht ihn ziemlich betroffen, so betroffen, daß er vor lauter Betroffenheit seine Verwöhnmission vergißt. Schade eigentlich.