mit sechs Stunden und gleich fängt das ISG an aufzumucken. Ich weiß nicht, ob das nun am längeren Sitzen liegt oder weil die Wirkung der Physiotherapie langsam nachläßt. Mir graut es sowieso schon davor, wieder acht Stunden im Büro hocken zu müssen, aber vor Arztbesuchen graut es mich genauso. Am liebsten würde ich den Kopf irgendwo in den Sand stecken, mich einfach nur noch hängen lassen und nirgendwo mehr hingehen. Zwar bin ich, ob mit vier, sechs oder acht Stunden, immer gleich kaputt, aber bei vier oder sechs Stunden hat man wenigstens genug Luft, um sich nach der Arbeit hinzupacken und im Rest des Tages noch etwas zustande zu bringen. Bei acht Stunden unmöglich, da muß immer das eh viel zu kurze Wochenende oder der Urlaub herhalten. Aber hat ja auch niemand gesagt, daß das Leben ein Zuckerschlecken sein würde.
Herbe Kritik von ehemaligen Kollegen des Bereiches A und meiner ehemaligen Deutschlehrerin Frau I., die dort ebenfalls zu tun hat. Worum es ging, habe ich vergessen.
Zwei nebeneinander liegende abgebrannte Streichhölzer. Ich beseitige die verkohlten Überreste. Die damit entzündete Kerze liegt in den letzten Zügen und die Flamme versucht noch einmal das Sterben zu verhindern, indem sie wild um sich greifend nach anderem Brennmaterial sucht.
In einem Spiegel betrachte ich mein Gesicht. Die Augenbrauen sind auffällig dünn, dünner als sonst, aber sehr gleichmäßig und schön geschwungen.
Mein altes Kinderzimmer. Unter dem Fenster entdecke ich einen großen Wasserfleck. Als ich ihn berühre, bemerke ich, daß der Teppichboden voll mit tropfender Nässe ist. Hm, wo könnte das Wasser hergekommen sein? Suchend schaue ich mich um, will die Herkunft des Wassers rekonstruieren. Da, auf dem Fensterbrett auch Wasser! Ich öffne beide Fensterflügel weit und dann wird mir klar, daß es nachts geregnet haben muß und das Fenster ziemlich undicht ist. Erst überlege ich, ob ich neue Fenster bräuchte, aber die will ich eigentlich nicht. Vielleicht reicht es, ein Abdichtband einzuarbeiten. (Neptunische Durchlässigkeit? Wo bekomme ich das Abdichtband her?)
hieß es ja, wir würden heute beim Sport Yoga machen. Ich hatte extra ein wärmeres T-Shirt als sonst unter gezogen, da die Kursleiterin beim letzten Mal sagte, wir sollen uns warm anziehen. Doch dann war stattdessen wieder Powern angesagt, weil wohl die Heizung in den Räumen ausgefallen ist. Nun ja, also eine Extrarunde Schwitzen.
Die letzten Male bin ich mit einer Kursteilnehmerin näher ins Gespräch gekommen und wir haben einige Gemeinsamkeiten festgestellt, nicht nur, daß wir beide Glitzerschals tragen, sondern auch, daß wir beide in diesem Jahr Vierzig werden. Sie wird es schon in zwei Wochen, ich habe noch einige Monate Zeit, aber das ist natürlich ein ergiebiges Thema. Witzigerweise ist sie ein Fisch, witzigerweise deshalb, weil ich bereits seit Jahren, seit Neptun durch mein 7. Haus im Wassermann läuft, neue Kontakte fast nur noch mit Wassermännern und Fischen habe. Inzwischen hat es sich eingebürgert, daß wir nach dem Sport, wenn wir dann vor der Praxis auf der Straße stehen, noch immer so lange quasseln bis uns der A... abfriert. Das ist natürlich sehr sinnig. Dafür wäre ein Fitnessstudio mit eingebauter Bar wesentlich praktischer.
Heute hatten wir jemanden, der hat zweimal im Monat eine e.rotische Massage als Maßnahme des SGB XII beantragt. Wenn jetzt Hartz IV-Empfänger auch noch auf die Idee kommen, "Kulturgutscheine" für e.rotische Massagen zu fordern, kommt das der prophezeiten spätrömischen Dekadenz schon ziemlich nahe. Eventuell könnte man ja, falls die Gutscheine zuviel Geld kosten, die Dienstpflichten der Beamten auf entsprechende Dienstleistungen ausweiten und während der Wartezeit im Jobcenter, in einem rot beleuchteten Separee, e.rotische Massagen anbieten.
Neulich lief bei mir ein Film nebenbei, von dem ich auch nichts weiter als einen einzigen Dialog mitbekommen habe, welcher mir gerade wieder einfällt.
Eine Frau unterhält sich mit einer zweiten Frau und erzählt: "Als mein Mann gestorben ist, bekam ich plötzlich von einem Tag zum anderen starke Rückenschmerzen..." (Ich horche auf und spitze die Ohren.)
"....Da kaufte ich mir eines abends eine Flasche [Wodka, Whiskey, Rum, Schnaps?] und betrank mich..." (Ich spitze weiter die Ohren und erwarte, daß sie sagt: "Danach waren die Rückenschmerzen verschwunden.")
"...danach betrank ich mich immer, wenn ich Rückenschmerzen hatte." (Enttäuschung - diese Therapie kann ich mir dann wohl sparen.)
Und ich schaltete den Fernseher aus.
Blütenkelche verbirgst du
unter deinen Wimpern,
in deinen Lippen den Tau
sternbeschienener Wiesen
und die duftende Nacht
perlt in deiner Schwanenhaut.
Hier suchte ich den Schlummer
am betörenden Rauschen
deines wärmenden Herzstroms.
An richtige Träume in letzter Nacht kann ich mich nicht erinnern, allerdings hörte ich, wie mir schien unendliche Zeit hindurch, eine Stimme, die stets gleichförmig wiederholte: "Du wirst getäuscht." Das verwirrt mich ein wenig, zumal in den Karten seit einiger Zeit ständig ein feindlicher Herr auftaucht (Witwer+Feind), und dann ist da noch dieser
massige Bär auf mir drauf. Ich habe beim besten Willen keinen Schimmer, welcher Herr mir feindlich gesinnt sein könnte oder mich bewußt täuscht. An Herrn N. konnte ich keine Veränderungen feststellen, nun hat er es allerdings auch sehr gut drauf, nach hinten herum zu intrigieren und sich nach vorne dabei zu verstellen. Allerdings müßte er dann schon ziemlich viel Schiß vor Zoff mit mir haben und so ängstlich ist er normalerweise nicht.
Meine Mutter rief außerdem an und fragte, ob ich ihre Karte für das Orgelkonzert nächsten Sonntag möchte. Sie hat da so ein Abo, aber da sie gerade eine fette Bronchitis kuriert, traut sie sich nicht hin und ich habe spontan zugegriffen. Das Konzert geht zwar nur eine Stunde und ich weiß auch nicht, was gespielt wird, aber Orgel mag ich ja generell sehr gerne. Ich lasse mich also einfach überraschen und bin dann nächsten Sonntag zum Mittagskonzert in der Philharmonie. Ich finde, in dieser neptunischen Zeit ist das doch mal eine gute Gelegenheit für den alten Vernebler, seine positiven Seiten zum Klingen zu bringen.
Es ist sicherlich kein Zufall, daß das Versprechen zwei Wortbedeutungen hat. Bei einem Versprechen verspricht man sich so leicht.
Wir zwei sind ähnlicher als du glaubst.
Ich kämpfe gegen die Hyänen,
während du deine mit Prestige fütterst,
damit sie fraglos ruhig halten
und du die Augen schließen kannst.
Wen sie zerreißen ist nicht sicher.
Mich, wenn die Kräfte schwinden,
oder dich, wenn irgendwann du
dich nach Wahrhaftigkeit sehnst.
Auf einer Reise bewege ich mich mit einem schwindelerregenden, unsichtbaren Fahrzeug fort. Es ist, als würde ich ziemlich hoch und schnell über den Boden schweben. Ich schätze, es sind ca. fünf Meter und nur in meinem Bewußtsein weiß ich, daß ich mich in einem Fahrzeug befinde. Zu sehen ist davon nichts, was mich in dieser Höhe etwas unsicher macht. Als ich wieder zu Fuß bin, entdecke ich überall an den Bäumen eingelassene öffentliche Steckdosen. Jeder kann sich an ihnen frei bedienen und zum Beispiel sein Handy aufladen. Die Handys sind so konstruiert, daß sie an jede Steckdose passen und der Strom wird anscheinend von den Bäumen erzeugt. Außerdem haben die Handys eine eingebaute Warnanlage. Sobald sich ihnen jemand anderes als der rechtmäßige Besitzer zu sehr nähert, geben sie einen Warnton von sich. Ich gelange zu einem Museum, welches gleichzeitig einen Shop beherbergt. In den oberen Räumen sind alte Artefakte und kunsthistorische Dinge ausgestellt. Von einem abgetrennten Bereich eines Saales aus führt ein versteckter dunkler Gang in einen unteren Austellungsraum, in welchem berühmte Gemälde zu sehen sind. Eigentlich habe ich nicht wirklich Lust, mir diese anzuschauen und unterlasse es deshalb, den Gang zu betreten. Da fragt mich die Leiterin des Museums hinterlistig, ob ich denn schon die Bilder gesehen hätte. Um nicht in Erklärungsnot zu kommen, sage ich schnell "Ja" und sie möchte wissen, welches mir am besten gefallen hat. Spontan fällt mir ein Bild ein, das ich irgendwo als Reprint in der Auslage des Shops gesehen habe. "Der Raffael" antworte ich, mit ein wenig schlechtem Gewissen wegen meiner Lüge, zumal ich den Eindruck habe, daß die Museumsleiterin mich durchschaut.
Später hatte ich ständig das Kartenlegemuster der "Priesterin" vor Augen, welches mit Zigeunerkarten ausgelegt war. Besonders interessierte mich die Karte "Das Geheimnis". Ich versuchte mir die Karte einzuprägen, habe sie aber wieder vergessen.
Wenn das Schicksal Zucker
auf dunkle Wege streut,
dann nur, damit wir ihm
nicht verloren gehen.
Das Tageshorroskop für morgen:
VORMITTAG
Jeder hetzt sich, strampelt sich ab, aber Sie sind die Ruhe selbst. Und genau damit punkten Sie in diesen Stunden.
NACHMITTAG
Sie haben nach wie vor gute Laune, sind bestens in Form und stehen über den Dingen. Sie sind einfach souverän.
ABEND
Die ersten Freunde und Bekannten brauchen bereits Ihre Hilfe, Ihren Zuspruch.
Wer also Bedarf hat....*zieht sich schon mal das Superwoman-Kostüm über*
einen Anruf aus Rothenburg (Bayern). Das einzige, was ich verstand, war "Ja, grüß Gott...." und dann dachte ich bei den nachfolgenden Sätzen: Meine Fresse, kann mir das mal jemand auf Deutsch simultandolmetschen?
Da bis jetzt immer noch nur dreckige Eis- und Schneeberge zu sehen sind, holte ich mir außerdem etwas künstlichen Frühling ins Haus. Besser als gar nichts.

Einmal erworbenes, entdecktes oder entwickeltes Wissen steht zukünftig z.B. durch das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht automatisch zur Verfügung. Nicht alles Wissen, das verloren geht, wird weiter benötigt. Es ist daher sinnvoll und notwendig, eine Selektion des bewahrungswürdigen Wissens vorzunehmen. Ziel ist es, Verluste von relevantem Wissen zu vermeiden. Dazu ist die Identifizierung der entsprechenden Arbeitsgebiete ein erster Schritt...
Eine grundsätzliche Voraussetzung für den Wissenstransfer ist die Bereitschaft der Dienstkräfte, ihr Wissen an andere Mitarbeiter weiterzugeben. Andererseits muss auch der Wissensnehmer zum Empfang von Wissen bereit sein. Gerade in der persönlichen Interaktion zwischen Wissengeber und Wissensnehmer ist die Wertschätzung durch den Wissensnehmer ein nicht zu unterschätzendes Erfolgskriterium für den Wissenstransferprozess....
Wird das Arbeitsgebiet aufgeteilt, muss festgelegt werden, wer welche Aufgaben übernehmen soll und ob das Wissensgut insgesamt oder geteilt aufbereitet werden soll. Empfohlen wird, dass einem Wissensnehmer die Zuständigkeit übertragen wird. Er wird beim Wissenstransfer mit eingebunden. Nach erfolgter Wissensbewahrung erfolgt dann die Aufteilung auf alle vorgesehenen Mitarbeiter. Diese Verfahrensweise hat den Vorteil, dass der Zeitanteil des Wissensgebers auf ein notwendiges Maß beschränkt bleibt. Das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter gilt es zu erkennen und für künftige Nutzer so festzuhalten, dass optimale Informationen zum Gelingen von neuen Aufgaben beitragen.
Da hatte wohl jemand in unserer Führungsetage mal wieder Langeweile.
Durch eine geschlossene Balkontür hindurch sehe ich eine schwarze Katze mit ungewöhnlicher Fellzeichnung. Auf dem schwarzen Fell sind Ansammlungen ineinander verschlungener filigraner Ringe zu sehen. Es wirkt wie ein designtes Muster. Die Katze bemerkt mich ebenfalls, kommt sofort auf mich zu und maunzt, weil sie zu mir herein möchte. Doch ich lasse die Tür geschlossen.
Habe mich völlig lustlos in den A... getreten, um meiner Orthopädin die MRT-Ergebnisse zu bringen, zumal ich mir dachte, es wäre günstiger, dies zu tun, so lange ich noch nicht voll im Geschäft bin, weil ich dann nicht kurz vor Sprechstundenschluß angehetzt kommen muß, aber die Praxis hat schon wieder Urlaub. So viel Urlaub hätte ich auch gerne. Jetzt bin ich eine Stunde durch die Gegend gegondelt, nur um dort 20 min auf die Bahn zurück zu warten. Warum auch nicht. Blöderweise kann es sogar sein, wenn ich vielleicht nächste Woche hinfahre, daß sie ihren Urlaub ganz spontan verlängert haben. Sie scheinen ihren Urlaub und die Anzahl der Tage immer ganz spontan zu entscheiden, denn es ist mir bereits ein paar Mal passiert, daß ich vor verschlossener Tür stand und erst das eine Datum angegeben war und wenn man danach wieder hin ist, es plötzlich um eine Woche verschoben worden ist.
habe ich zwar keine Mäuse gesehen, dafür aber Sterne. Na ja, ganz so schlimm war es nicht. Statt der Kursleiterin gab heute die Azubine, Praktikantin oder was auch immer den Takt an, und der war ziemlich flott. Dafür hat sie zwischendrin lange Pausen gemacht, ganz im Gegensatz zur Kursleiterin, bei der man alle Übungen gaaaanz laaaangsaaam durchführen soll, die aber kaum Pausen dazwischen läßt. Mir ist aufgefallen, daß mir nach dem Sport fast immer nur meine Halsmuskeln weh tun. Andere Muskeln merke ich kaum und das finde ich bedenklich, zumal mich, seit ich Sport mache, nicht nur die Lendenwirbelsäule, sondern vermehrt auch der Nacken schmerzt. Wenn wir weiter so viel Halsmuskeltraining machen, kriege ich entweder einen Hals wie Arnold Schwarzenegger oder zusätzlich ein Halswirbel-Syndrom, während sich an den Bauch- und Rückenmuskeln gar nichts tut. Glücklicherweise kündigte die Kursleiterin an, daß wir nächste Woche Yoga machen. Wir sollen uns etwas Warmes anziehen. Diese Aufforderung verstand ich nicht gleich und fragte, ob sie beim Sport meint und einem beim Yoga kalt werden kann. Sie bestätigte dies, aber ich bin mir recht sicher, daß mir nicht kalt werden wird. Wenigstens bekam ich die letzten zwei Male dank des Sägegriffs und des Ultraschalls meines Physiotherapeuten nach dem Sport kein Fieber und keine Depressionen mehr, sondern gute Laune. Genauso muß es sein.
Auf Reisen, in einer Herberge, wo viele Verwandte und Bekannte untergebracht sind, habe ich das Zimmer mit der Nummer 35. In einer kreativen Anwandlung habe ich meinen eigenen Grabstein, sowie einen zweiten aus weißem Stein geschnitten. Mein eigener Grabstein trägt eine liegende Ganzkörperplastik von mir und ich finde, die ist mir ziemlich gut gelungen. Meine Mutter hat allerdings beide Steine irgendwo versteckt, keine Ahnung wieso. Vielleicht gefallen sie ihr nicht. Ich möchte zwar irgendwo hingehen, muß aber noch auf etwas warten. Dazu begebe ich mich in eine Art Dachgarten, wo ich alleine sein kann. Nach einiger Zeit gehe ich wieder hinunter in einen Gemeinschaftraum, wo ich mich gerade an den Gardinen eines Fensters zu schaffen mache, als ein Mann hereingestürzt kommt und von mir wissen will, wo ein bestimmer Bekannter abgeblieben. Ich weiß es nicht, wo er ist, aber der Mann behauptet jetzt ziemlich aggressiv, daß derjenige bei mir gewesen wäre und ich mit ihm geschlafen hätte. Dabei schaut er in den Ausschnitt meines Bademantels und ich bemerke nun selbst, daß dieser aufgesprungen ist und eine Brust freigegeben hat. Im gleichen Moment betritt der Gesuchte das Zimmer und genervt sage ich zu dem Mann, während ich den Ausschnitt schließe: "Na da ist er doch! Was willst du überhaupt?" Jetzt kommen zusätzlich zwei Ermittler in das Zimmer. Anscheinend sind in der Herberge zwei Kinder ermordet worden. Sie befragen mich, aber auch als sie fertig sind, lassen sie mich nicht mehr aus den Augen und folgen mir wie Schatten direkt auf dem Fuß überall hin. Ich verstehe nicht, was das soll. Denken sie vielleicht, ich hätte die Kinder umgebracht? Doch über Umwege erfahre ich, daß sie mir nicht auf den Fersen sind, weil sie glauben, ich sei ein Täter, sondern weil sie der Meinung sind, ich sei selbstmordgefährdet. So ein Quatsch! Wie kommen die darauf?