was zur Zeit geschieht, erscheint mir so unwirklich. Es ist, als lebte ich in einer Dimension außerhalb des normalen Lebens, und alles, was dieses Leben sonst stabil gemacht hat, ist nur noch wie ein flüchtiger Traum. Sogar die Arbeit ist wie ein Traum, ein täglicher sechsstündiger Traum, aus dem ich regelmäßig erwache, nur um in noch viel flüchtigeren Realitäten zu versinken. Mein Denken ist außerhalb meiner selbst und kommt nur ab und an zu mir zurück, um sich dann wie ein braves Hündchen für sehr kurze Zeit in mir zusammenzurollen. Mein Sein scheint sich einige Meter über dem Boden abzuspielen, auch wenn meine Füße denselben berühren. Und diese zweite Dimension ist so wirklich, daß mir nichts anderes mehr vorstellbar ist, obwohl so luftig, empfinde ich sie als Keimboden für etwas Neues, als dunkle Muttererde, die einen Samen trägt, der früher oder später zum Vorschein kommt und viele Veränderungen mit sich bringt. Gleichzeitig fürchte ich aber, einer Selbsttäuschung zu erliegen, denn jedes Gefühl verwandelt sich unabänderlich in immer neue Gestalten und je mehr ich das erlebe, um so mehr ahne ich, daß ich selbst der Magier bin, der jedes Gefühl willentlich hervorrufen und auch wieder verlöschen lassen kann. Eigentlich im ersten Moment keine schlechte Vorstellung, doch inmitten dieser morphischen Empfindungen fehlt dem Ich irgendwo der Halt, es fragt sich immer wieder: "Was ist denn nun eigentlich? Oder ist alles nichts?" Es möchte irgendwo zuhause sein, kann sich aber für kein Gefühl entscheiden, hat an jedem etwas auszusetzen. Dieses ist zu unangenehm, jenes zu angenehm und gefährlich, und irgendwie sind ja eh alle nicht echt, sondern nur herbeigezaubert. Im Auge des Sturms, wo die Stille herrscht, da fühlt es sich richtig an, und wiederum nicht, da man doch am Leben teilhaben möchte, wozu ist man denn sonst hier?
Sushi-Essen mit eleganten weißen Eßstäbchen. Es ist eine Runde mit drei oder vier Personen, unter anderem Treibgut. Ich habe gerade nur ein einzelnes Eßstäbchen zur Verfügung, mit dem ich natürlich nichts anfangen kann, da Treibgut das zweite genommen hat, um von meinem Essen zu kosten. Er legt es mir zwar wieder hin, aber es ist mit Essen beschmaddert und, wie ich befürchte, Speichelfäden, deshalb bitte ich Treibgut, mir doch sein zweites unbenutztes Eßstäbchen zu geben. Er reagriert auf die Bitte gar nicht und als ich ihn das zweite und dritte Mal frage, wird er unwirsch, so als verlangte ich sonstwas für extravagante Extrawürste. Hallo? Ich möchte doch nur ein sauberes Eßstäbchen. Vielleicht bin ich ja etwas überpenibel, aber wo ist das Problem?
Um eine Verbindung zwischen mir und einem bestimmten Mann, den ich im Traum nicht sehe und der mir auch nicht bekannt ist, offiziell zu machen, muß von mir und von ihm eine spezielle Aufgabe erfüllt werden. Es hat etwas von einem Ritual, dem wir uns beide getrennt voneinander unterwerfen müssen. Meine Aufgabe besteht darin, in nur wenigen Sekunden irgendetwas aus roten Blumen zusammenzustellen und irgendwo hinzustellen, wobei aber einige Kleinigkeiten beachtet werden müssen, die das Ganze nicht so einfach machen. Man muß schon etwas nachdenken und knobeln.
Bei ihm ist die Aufgabe ähnlich, nur mit dem Unterschied, daß bei ihm gelbe Blumen verwendet werden. Glücklicherweise stehen mir Verwandte von ihm hilfreich zur Seite, bis auf seine Mutter, die anscheinend nicht glaubt, daß ich es schaffe. Ohne die Hilfe einer blonden jungen Frau hätte ich es wahrscheinlich tatsächlich nicht geschafft, da ich ziemlich langsam und nicht sehr clever bin. Diese jedoch hat bereits gute Einfälle, während ich noch überlege, und schubst mich uneigennützig an, dies oder jenes zu tun. Es beginnt schon damit, daß in dem Blumenladen, in dem ich mich befinde, nirgendwo rote Blumen aufzutreiben sind. Ungewöhnlich, aber so viel ich auch suche, nicht eine einzige Blüte gibt es hier. Mir fällt ein, daß wenige Häuser weiter ein anderer Blumenladen geöffnet hat und ich versuche, ganz schnell von dort rote Blumen zu bekommen. Daß ich letztendlich die Aufgabe in vorgegebener Zeit löse, habe ich wohl nur der Hilfe der jungen blonden Frau zu verdanken. Auch mein Partner konnte seine Aufgabe bewältigen, inwieweit er sie allein gelöst hat oder nicht, erfahre ich jedoch nicht. Ich erwache mit Melodie von "Where the wild roses grow" und der Liedzeile "They call me The Wild Rose, but my name was Elisa Day" im Kopf.
Notizen: Rot: Die Farbe Rot steht im inneren Kreis des Medizinrads mit dem Donnervogelclan und dem Element Feuer in Verbindung. Sie wird auch mit Wabun, dem östlichen Hüter des Geistes, und mit dem Osten assoziiert. Und schließlich ist Rot auch das Farbtotem der im Mond der reifenden Beeren (23. Juli bis 22. August) Geborenen. Rot ist eine der vorrangigen Farben des Feuers, ebenso die Farbe, die man in den eigenen Augen sieht, nachdem man eine Weile in die Sonne geblickt hat. Sie stellt Wärme dar und schafft sie herbei. Rot wird mit der Handlung der eigentlichen Lebenskraft in all ihren verschiedenen Aspekten, darunter auch die Sexualität, assoziiert. Allgemeine Bedeutung: Wärme,- Aktivität,- Sexualität,- Furchtlosigkeit, - Führungskraft,- übertriebener Stolz oder Wille. Assoziation: Rot sehen, wütend sein,- Rot als Farbe einer politischen Richtung,- Rot als Farbe der Aggression. Transzendente Bedeutung: Gabe des Elements Feuer,- eine Warnung, Stolz und Willen zu zügeln.
Gelb: Gelb ist auch verbunden mit dem Mond der knospenden Bäume (21. März bis 19. April) und mit der Qualität Stärke und der inneren Position des westlichen Seelenpfads, allerdings in einer eher goldgelben Ausprägung. Die Farbe Gelb wird oft mit der hoch am Himmel stehenden Sonne assoziiert. Sie ruft neues und schnelles Wachstum hervor und ist ein Garant für Wärme. Die Farbe ist von durchdringender Qualität und bringt oft Gefühle von Fröhlichkeit und Humor mit sich. Allgemeine Bedeutung: Ein Teil deiner Welt, die schnelles Wachstum erfährt. Assoziation: Gelb vor Neid sein,- Gelb als die Farbe negativer Gefühle wie Eifersucht, Neid, Gier. Transzendente Bedeutung: Unterstützung darin, in neue Reiche vorzudringen.
an dem der Himmel nach der Spätschicht noch nicht völlig dunkel war. Hab heute mindestens 200 Akten geschleppt und umgehangen, in der Hoffnung, daß es mir der Rücken nicht krumm nimmt. Schließlich soll man sich ja bewegen und Akten tragen ist auch Bewegung, aber leider merke ich es jetzt doch wieder stärker im Gelenk. Ich weiß nicht, wieviele Postkisten und sogar Umzugskisten voller Akten ich in meinem Berufsleben schon transportiert oder gehoben habe, oft sogar alleine, es gehört einfach dazu, wenn man mit Akten arbeitet, anders kommt man gar nicht klar. Inzwischen habe ich beim Arbeitgeber einen Bürowagen beantragt, bin aber skeptisch, ob ich den bekomme, und wenn, dann dauert es wahrscheinlich mindestens ein halbes Jahr. Noch ein Antrag mehr, auf dessen Antwort ich nun warten darf.
einen Abstecher zu meiner Mutter gemacht, um die Konzertkarte abzuholen, aber ich ging nicht nur mit der Karte, sondern mit einem ganzen Sack voll hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel, die sie für mich geordert hatte. Das müssen mehrere Kilo gewesen sein, nach dem Gewicht zu urteilen, welches ich nach Hause schleppte, und unter Berücksichtigung der mir bekannten Preise hat sie wohl mindestens zweihundert Euro ausgegeben. Ich bin fast ein wenig böse geworden, da ich das dann doch etwas viel fand, aber sie erklärte, es hätte eine Aktion gegeben, während der die Sachen billiger waren, und meinte, daß sie ständig von dem Anbieter angeschrieben werde. "Kein Wunder", sage ich, "wenn du Berge von Geld dort läßt, schreiben sie dich nochmal so gerne an." Jetzt habe ich hier jede Menge Calciumcitrat, Siliceagel, Gelenkkapseln mit Glucosaminen, OPC, Omegasäuren, Vitamin D und natürliches Vitamin E. Wenn ich das alles esse, brauche ich keine Mahlzeit mehr, dann bin ich schon satt.
Danach beehrte ich die Post, um einige Sachen für meine Mutter zu erledigen, und wurde natürlich wie immer gefragt, ob ich denn schon ein Girokonto oder Sparkonto bei der Postbank hätte. Normalerweise antworte ich immer, ich hätte bereits alles (auch wenn es nur das Girokonto ist), aber dieses Mal habe ich mir echt geschworen, geschworen bei allem das mir heilig ist, sollte mich das nächste und ungefähr tausendste Mal jemand fragen, antworte ich: "Ich habe alles, aber wenn Sie mich noch ein einziges Mal danach fragen, dann habe ich es nicht mehr lange!" Und es ist mir völlig wurscht, ob die blöd aus der Wäsche guckt!
Eine Seite des Bahnhofs ist von tiefen Pfützen bedeckt. Ich feuchte ein weißes Papiertaschentuch darin an, wozu ich es brauche, weiß ich selbst noch nicht. Die S-Bahn fährt ein und der gesamte mittlere Teil des Bahnsteigs ist so voller Wasser, daß es unmöglich ist, trockenen Fußes in den Zug einzusteigen. Während ich noch überlege, wie ich in den Zug kommen kann, ohne naß zu werden, fährt dieser einfach weiter und hält einige Meter hinter dem Bahnhof. Es muß mir entgangen sein, daß man woanders warten soll, und so schnell schaffe ich es nicht bis dorthin. Bevor ich den Zug erreiche, ist er abgefahren. Pech gehabt - jetzt muß ich auf den nächsten warten.
Die Vampyr-Party:
Ich befinde mich mitten in einer Versammlung vieler Vampyre. Blasse und blutunterlaufene Gesichter um mich herum, die einzelnen Vampyre sind jedoch sehr unterschiedlich. Da gibt es vornehme Gestalten in schwarzen Umhängen, die an Graf Dracula erinnern, aber auch ganz unscheinbare, die ansonsten wie normale Menschen aussehen. Zwischen ihnen halte ich so eine Art tänzerisches Mimikry ab, indem ich mich mit furchteinflößenden Bewegungen extra groß mache und mich als der schlimmste Vampyr von allen aufführe. Während meines Tanzes gebe ich ihnen symbolhaft und durch geschickte Andeutungen zu verstehen, daß mein Blut hochgradig giftig ist. Die Vampyre schauen mich mit großen Augen an und wissen anscheinend nicht so recht, was sie von mir halten sollen. Doch mein Abschreckungsmanöver wirkt - sie halten sich fern von mir.
mit sechs Stunden und gleich fängt das ISG an aufzumucken. Ich weiß nicht, ob das nun am längeren Sitzen liegt oder weil die Wirkung der Physiotherapie langsam nachläßt. Mir graut es sowieso schon davor, wieder acht Stunden im Büro hocken zu müssen, aber vor Arztbesuchen graut es mich genauso. Am liebsten würde ich den Kopf irgendwo in den Sand stecken, mich einfach nur noch hängen lassen und nirgendwo mehr hingehen. Zwar bin ich, ob mit vier, sechs oder acht Stunden, immer gleich kaputt, aber bei vier oder sechs Stunden hat man wenigstens genug Luft, um sich nach der Arbeit hinzupacken und im Rest des Tages noch etwas zustande zu bringen. Bei acht Stunden unmöglich, da muß immer das eh viel zu kurze Wochenende oder der Urlaub herhalten. Aber hat ja auch niemand gesagt, daß das Leben ein Zuckerschlecken sein würde.
Herbe Kritik von ehemaligen Kollegen des Bereiches A und meiner ehemaligen Deutschlehrerin Frau I., die dort ebenfalls zu tun hat. Worum es ging, habe ich vergessen.
Zwei nebeneinander liegende abgebrannte Streichhölzer. Ich beseitige die verkohlten Überreste. Die damit entzündete Kerze liegt in den letzten Zügen und die Flamme versucht noch einmal das Sterben zu verhindern, indem sie wild um sich greifend nach anderem Brennmaterial sucht.
In einem Spiegel betrachte ich mein Gesicht. Die Augenbrauen sind auffällig dünn, dünner als sonst, aber sehr gleichmäßig und schön geschwungen.
Mein altes Kinderzimmer. Unter dem Fenster entdecke ich einen großen Wasserfleck. Als ich ihn berühre, bemerke ich, daß der Teppichboden voll mit tropfender Nässe ist. Hm, wo könnte das Wasser hergekommen sein? Suchend schaue ich mich um, will die Herkunft des Wassers rekonstruieren. Da, auf dem Fensterbrett auch Wasser! Ich öffne beide Fensterflügel weit und dann wird mir klar, daß es nachts geregnet haben muß und das Fenster ziemlich undicht ist. Erst überlege ich, ob ich neue Fenster bräuchte, aber die will ich eigentlich nicht. Vielleicht reicht es, ein Abdichtband einzuarbeiten. (Neptunische Durchlässigkeit? Wo bekomme ich das Abdichtband her?)
hieß es ja, wir würden heute beim Sport Yoga machen. Ich hatte extra ein wärmeres T-Shirt als sonst unter gezogen, da die Kursleiterin beim letzten Mal sagte, wir sollen uns warm anziehen. Doch dann war stattdessen wieder Powern angesagt, weil wohl die Heizung in den Räumen ausgefallen ist. Nun ja, also eine Extrarunde Schwitzen.
Die letzten Male bin ich mit einer Kursteilnehmerin näher ins Gespräch gekommen und wir haben einige Gemeinsamkeiten festgestellt, nicht nur, daß wir beide Glitzerschals tragen, sondern auch, daß wir beide in diesem Jahr Vierzig werden. Sie wird es schon in zwei Wochen, ich habe noch einige Monate Zeit, aber das ist natürlich ein ergiebiges Thema. Witzigerweise ist sie ein Fisch, witzigerweise deshalb, weil ich bereits seit Jahren, seit Neptun durch mein 7. Haus im Wassermann läuft, neue Kontakte fast nur noch mit Wassermännern und Fischen habe. Inzwischen hat es sich eingebürgert, daß wir nach dem Sport, wenn wir dann vor der Praxis auf der Straße stehen, noch immer so lange quasseln bis uns der A... abfriert. Das ist natürlich sehr sinnig. Dafür wäre ein Fitnessstudio mit eingebauter Bar wesentlich praktischer.
Heute hatten wir jemanden, der hat zweimal im Monat eine e.rotische Massage als Maßnahme des SGB XII beantragt. Wenn jetzt Hartz IV-Empfänger auch noch auf die Idee kommen, "Kulturgutscheine" für e.rotische Massagen zu fordern, kommt das der prophezeiten spätrömischen Dekadenz schon ziemlich nahe. Eventuell könnte man ja, falls die Gutscheine zuviel Geld kosten, die Dienstpflichten der Beamten auf entsprechende Dienstleistungen ausweiten und während der Wartezeit im Jobcenter, in einem rot beleuchteten Separee, e.rotische Massagen anbieten.
Neulich lief bei mir ein Film nebenbei, von dem ich auch nichts weiter als einen einzigen Dialog mitbekommen habe, welcher mir gerade wieder einfällt.
Eine Frau unterhält sich mit einer zweiten Frau und erzählt: "Als mein Mann gestorben ist, bekam ich plötzlich von einem Tag zum anderen starke Rückenschmerzen..." (Ich horche auf und spitze die Ohren.)
"....Da kaufte ich mir eines abends eine Flasche [Wodka, Whiskey, Rum, Schnaps?] und betrank mich..." (Ich spitze weiter die Ohren und erwarte, daß sie sagt: "Danach waren die Rückenschmerzen verschwunden.")
"...danach betrank ich mich immer, wenn ich Rückenschmerzen hatte." (Enttäuschung - diese Therapie kann ich mir dann wohl sparen.)
Blütenkelche verbirgst du
unter deinen Wimpern,
in deinen Lippen den Tau
sternbeschienener Wiesen
und die duftende Nacht
perlt in deiner Schwanenhaut.
Hier suchte ich den Schlummer
am betörenden Rauschen
deines wärmenden Herzstroms.
An richtige Träume in letzter Nacht kann ich mich nicht erinnern, allerdings hörte ich, wie mir schien unendliche Zeit hindurch, eine Stimme, die stets gleichförmig wiederholte: "Du wirst getäuscht." Das verwirrt mich ein wenig, zumal in den Karten seit einiger Zeit ständig ein feindlicher Herr auftaucht (Witwer+Feind), und dann ist da noch dieser massige Bär auf mir drauf. Ich habe beim besten Willen keinen Schimmer, welcher Herr mir feindlich gesinnt sein könnte oder mich bewußt täuscht. An Herrn N. konnte ich keine Veränderungen feststellen, nun hat er es allerdings auch sehr gut drauf, nach hinten herum zu intrigieren und sich nach vorne dabei zu verstellen. Allerdings müßte er dann schon ziemlich viel Schiß vor Zoff mit mir haben und so ängstlich ist er normalerweise nicht.
Meine Mutter rief außerdem an und fragte, ob ich ihre Karte für das Orgelkonzert nächsten Sonntag möchte. Sie hat da so ein Abo, aber da sie gerade eine fette Bronchitis kuriert, traut sie sich nicht hin und ich habe spontan zugegriffen. Das Konzert geht zwar nur eine Stunde und ich weiß auch nicht, was gespielt wird, aber Orgel mag ich ja generell sehr gerne. Ich lasse mich also einfach überraschen und bin dann nächsten Sonntag zum Mittagskonzert in der Philharmonie. Ich finde, in dieser neptunischen Zeit ist das doch mal eine gute Gelegenheit für den alten Vernebler, seine positiven Seiten zum Klingen zu bringen.
Wir zwei sind ähnlicher als du glaubst.
Ich kämpfe gegen die Hyänen,
während du deine mit Prestige fütterst,
damit sie fraglos ruhig halten
und du die Augen schließen kannst.
Wen sie zerreißen ist nicht sicher.
Mich, wenn die Kräfte schwinden,
oder dich, wenn irgendwann du
dich nach Wahrhaftigkeit sehnst.
Auf einer Reise bewege ich mich mit einem schwindelerregenden, unsichtbaren Fahrzeug fort. Es ist, als würde ich ziemlich hoch und schnell über den Boden schweben. Ich schätze, es sind ca. fünf Meter und nur in meinem Bewußtsein weiß ich, daß ich mich in einem Fahrzeug befinde. Zu sehen ist davon nichts, was mich in dieser Höhe etwas unsicher macht. Als ich wieder zu Fuß bin, entdecke ich überall an den Bäumen eingelassene öffentliche Steckdosen. Jeder kann sich an ihnen frei bedienen und zum Beispiel sein Handy aufladen. Die Handys sind so konstruiert, daß sie an jede Steckdose passen und der Strom wird anscheinend von den Bäumen erzeugt. Außerdem haben die Handys eine eingebaute Warnanlage. Sobald sich ihnen jemand anderes als der rechtmäßige Besitzer zu sehr nähert, geben sie einen Warnton von sich. Ich gelange zu einem Museum, welches gleichzeitig einen Shop beherbergt. In den oberen Räumen sind alte Artefakte und kunsthistorische Dinge ausgestellt. Von einem abgetrennten Bereich eines Saales aus führt ein versteckter dunkler Gang in einen unteren Austellungsraum, in welchem berühmte Gemälde zu sehen sind. Eigentlich habe ich nicht wirklich Lust, mir diese anzuschauen und unterlasse es deshalb, den Gang zu betreten. Da fragt mich die Leiterin des Museums hinterlistig, ob ich denn schon die Bilder gesehen hätte. Um nicht in Erklärungsnot zu kommen, sage ich schnell "Ja" und sie möchte wissen, welches mir am besten gefallen hat. Spontan fällt mir ein Bild ein, das ich irgendwo als Reprint in der Auslage des Shops gesehen habe. "Der Raffael" antworte ich, mit ein wenig schlechtem Gewissen wegen meiner Lüge, zumal ich den Eindruck habe, daß die Museumsleiterin mich durchschaut.
Später hatte ich ständig das Kartenlegemuster der "Priesterin" vor Augen, welches mit Zigeunerkarten ausgelegt war. Besonders interessierte mich die Karte "Das Geheimnis". Ich versuchte mir die Karte einzuprägen, habe sie aber wieder vergessen.
VORMITTAG
Jeder hetzt sich, strampelt sich ab, aber Sie sind die Ruhe selbst. Und genau damit punkten Sie in diesen Stunden.
NACHMITTAG
Sie haben nach wie vor gute Laune, sind bestens in Form und stehen über den Dingen. Sie sind einfach souverän.
ABEND
Die ersten Freunde und Bekannten brauchen bereits Ihre Hilfe, Ihren Zuspruch.
Wer also Bedarf hat....*zieht sich schon mal das Superwoman-Kostüm über*
einen Anruf aus Rothenburg (Bayern). Das einzige, was ich verstand, war "Ja, grüß Gott...." und dann dachte ich bei den nachfolgenden Sätzen: Meine Fresse, kann mir das mal jemand auf Deutsch simultandolmetschen?
Da bis jetzt immer noch nur dreckige Eis- und Schneeberge zu sehen sind, holte ich mir außerdem etwas künstlichen Frühling ins Haus. Besser als gar nichts.
Einmal erworbenes, entdecktes oder entwickeltes Wissen steht zukünftig z.B. durch das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht automatisch zur Verfügung. Nicht alles Wissen, das verloren geht, wird weiter benötigt. Es ist daher sinnvoll und notwendig, eine Selektion des bewahrungswürdigen Wissens vorzunehmen. Ziel ist es, Verluste von relevantem Wissen zu vermeiden. Dazu ist die Identifizierung der entsprechenden Arbeitsgebiete ein erster Schritt...
Eine grundsätzliche Voraussetzung für den Wissenstransfer ist die Bereitschaft der Dienstkräfte, ihr Wissen an andere Mitarbeiter weiterzugeben. Andererseits muss auch der Wissensnehmer zum Empfang von Wissen bereit sein. Gerade in der persönlichen Interaktion zwischen Wissengeber und Wissensnehmer ist die Wertschätzung durch den Wissensnehmer ein nicht zu unterschätzendes Erfolgskriterium für den Wissenstransferprozess....
Wird das Arbeitsgebiet aufgeteilt, muss festgelegt werden, wer welche Aufgaben übernehmen soll und ob das Wissensgut insgesamt oder geteilt aufbereitet werden soll. Empfohlen wird, dass einem Wissensnehmer die Zuständigkeit übertragen wird. Er wird beim Wissenstransfer mit eingebunden. Nach erfolgter Wissensbewahrung erfolgt dann die Aufteilung auf alle vorgesehenen Mitarbeiter. Diese Verfahrensweise hat den Vorteil, dass der Zeitanteil des Wissensgebers auf ein notwendiges Maß beschränkt bleibt. Das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter gilt es zu erkennen und für künftige Nutzer so festzuhalten, dass optimale Informationen zum Gelingen von neuen Aufgaben beitragen.
Da hatte wohl jemand in unserer Führungsetage mal wieder Langeweile.