Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Dienstag, 9. März 2010

Spiel des Lebens (Magnesium phosphoricum)

In einem gigantischen Stadion lasse ich meine Blicke vom Spielfeld aus über die Zuschauertribünen schweifen. Das Stadion ist so groß, daß die Zuschauer zu einer einzigen grauen Masse verschwimmen, die einzelnen Gesichter und Gestalten winzig klein, daß niemand zu unterscheiden oder zu erkennen ist. Trotzdem erkenne ich ganz oben in der letzten Reihe zwei Personen und wundere mich selbst über meinen scharfen Blick - es sind zwei Verstorbene, mein Vater und noch jemand, den ich vergessen habe. Jetzt wird mir klar, daß die Zuschauer im Stadion die Toten sind, die von den Tribünen aus das Spiel des Lebens auf dem Spielfeld beobachten.

...

Einst wollte ein Meister gerade zu einer Darlegung anheben, als ein Vogel zu singen begann. Der Meister sagte nichts, und alle lauschten dem Vogel. Als dieser verstummte, sagte der Meister, die Darlegung sei bereits erfolgt - und ging seiner Wege.

(aus "Weisheit des Zen" von Timothy Freke)

Diese Darlegungen gefallen mir immer am besten...

Wegen

der blöden Magen-Darm-Grippe habe ich nicht nur Yoga, sondern auch Pat und Patachon verpaßt. Wie Herr N. mir erzählte standen gestern plötzlich zwei Kollegen in der Tür, Herr K. - lang und dünn, Herr K.2 - kurz und dick, und verteilten anläßlich des Frauentages Rosen. Herr N. dachte, er leidet unter Halluzinationen und sieht Pat und Patachon. Nun finde ich es sowieso seltsam, mit wieviel wachsender Begeisterung dieser Tag begangen wird, insbesondere von Männern. Man ahnt nichts Böses und schon bekommt man eine Primel in die Hand gedrückt. Herr N. meinte daraufhin, er hätte eigentlich auch mal einen Strauß roter Nelken besorgen sollen - mit sozialistischen Kampfesgrüßen.

Montag, 8. März 2010

Mist!

Wegen des Magen-Darm-Virus habe ich letzte Woche Yoga verpaßt. Dabei hatte ich mich genau darauf gefreut. Und außerdem habe ich vorhin in meiner Adidas-Sporthose festgestellt, daß mein Po nicht mehr so knackig aussieht wie vorher, sondern flach. Daß ich den ganzen Winterspeck mit der Grippe los bin, ist ja schön und gut, aber dort hätte ruhig noch ein bißchen was bleiben können. Wenn das Fett am Bauch mal genauso schnell dabei wäre, sich zu verflüchtigen...

...

Schneegänse folgen dem Weg deines Stolzes,
Kirschblüten bedecken das Feld deiner Demut.
Dein Nacken ist mir Oase und Quell
in den stürmischen Kämpfen der Liebe.
Hier atme ich den Duft des reinen Verlangens,
trinke das Elixier der Unsterblichkeit,
und nähre mich von der Unschuld
deiner schmerzlichen Hingabe.

Sonntag, 7. März 2010

Bibliothekszuwachs

Wieder einen riesigen Tisch voller Bücherstapel für den Flohmarkt durchgeschaut. Noch immer gibt es kistenweise davon im Keller meiner Mutter. Für die eigene Biblothek eingesackt:

"Das magische Jahr - Ein immerwährender Frauenkalender"

"Ich möchte Johannes heißen. Das Leben eines großen Papstes" von Lawrence Elliott

"Aus eigener Kraft - Gesundsein und Gesundwerden in Harmonie mit Natur- und Mondrhythmen"

"Bhagavad-Gita wie sie ist" Mit originalen Sanskritversen und ausführlichen Erläuterungen

"Noa Noa" - autobiographischer Bericht Paul Gauguins über seinen ersten Aufenthalt auf Tahiti

"Jungfrau Johanna" von Paul Elgers - zweiteiliger historischer Roman

"Lust" - Roman von Elfriede Jelinek

"Zauberei im alten Ägypten" von Laszlo Kakosy

"Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens" von Johann Peter Eckermann

"Familienhandbuch der Homöopathie" von Robin Hayfield

"Die Chakras" von C. W. Leadbeater

"1000 Fragen an die Heilige Schrift"

"Die Welt des Übersinnlichen" von Richard Cavendish

"Weisheit des Zen" von Timothy Freke

Samstag, 6. März 2010

Die weiße Flagge hissen

In den höchsten Gipfel der kahlen Bäume hat der letzte Sturm eine leere Plastiktüte geweht. Sie hängt nun seit Tagen dort, als wolle sie dem Winter die weiße Flagge entgegenschwenken.

Weiße Flagge

Traumsplitter

Katzenpfotenspuren in frischgefallenem Schnee. Eine Katze liegt auf dem äußeren Fensterbrett meines ehemaligen Kinderzimmers und scheint so arglos und unvorsichtig, daß sie die Beinchen sogar über das Fensterbrett hinaus hängen läßt. Sie ist fast weiß, bis auf einige kleine schwarze Flecken. Genervt und ängstlich denke ich: Das hast du nun davon, wenn du eine neue Katze hast! Jetzt mußt du wieder die ganze Zeit Angst haben, daß sie aus dem Fenster fällt!

Freitag, 5. März 2010

Seltsam,

die kleine Bergkristallkugel, die ich gestern abend mit in den Schlaf genommen habe, sieht heute aus, als wäre sie in der Mitte gesprungen. Kann mich nicht erinnern, daß dies vorher so gewesen wäre.

vergelesen

Auf dem Anorak eines gewissen Herrn:

"Globetrottel" statt "Globetrotter"

Wiederbelebungshorrorphantasien

Vormittags machte ich mich auf den Weg zum Arzt, noch etwas wacklig auf den Beinen und in der Hoffnung, daß meine Hose so lange von der Hüfte oben gehalten wird, bis ich wieder zuhause bin. Schwindlig war mir ja seit Dienstag ständig (wahrscheinlich kein Wunder, wenn man nichts gegessen hat) und da ich in meiner Jugend gerne mal umgekippt bin, werde ich immer ziemlich schnell panisch, wenn mir schummrig wird, weil mir bis heute gut in Erinnerung geblieben ist, wie ich mitten auf dem Markt in den Armen eines wildfremden Mannes aufgewacht bin. Nun saß ich also im Wartezimmer und mir wurde gerade wieder so, daß ich dachte: Ei, jei, jei - ob ich wohl schneller draußen bin, wenn ich hier mal so vom Stuhl kippe? Da erschien in der Tür eine ehemalige ältere Mitbewohnerin aus meinem Haus, eine sehr unbeliebte und unsympathische Person, die sich mit jedem angelegt hat, außer mit mir, da ich ja eh viel zu gutmütig bin, um mich mit jemandem zu streiten. Trotzdem habe ich stets lieber einen großen Bogen um sie gemacht. Sie ist zwar älter geworden, aber immer noch die resolute und leicht tyrannische Person, was am Umgang mit ihrer Begleiterin und der Arzthelferin nicht zu übersehen war. Dunkel meine ich mich zu erinnern, daß sie wohl mal irgendwo im medizinischen Bereich tätig war. Und während ich mich in meiner Vorstellung vom Stuhl kippen sah, sah ich mich gleichzeitig einige Minuten später erwachen, mit dem Gesicht der alten Hexe (ihr damaliger Spitzname) über mir, womöglich noch Wiederbelebungsversuche startend. Diese Phantasie war so abschreckend, daß ich alle meine Schwächeanwandlungen vergaß und in Schockstarre verharrte, bis ich aufgerufen wurde.
Die Ärztin hatte noch nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde meinen Bauch abgehorcht, als sie bereits meinte: "Bei Ihnen ist aber mächtig was los!" Jo, die Party in meinem Bauch ging sogar so ab, daß ich mehrmals in der Nacht wegen ruhestörenden Grummelns und Gurgelns aufgewacht bin. Da sie meinte, ich könne es mit Banane versuchen wieder zu essen, tat ich das am Nachmittag und vertrug diese auch ohne Übelkeit und Bauchschmerzen, so daß ich mir abends gleich eine zweite gönnte. Mit zwei Bananen im Bauch und einem halben Keks fühlt man sich doch gleich auf dem Weg nach oben. Seltsamerweise habe ich heute sowieso extrem gute Laune, muß entweder daran liegen, daß der Schmerz endlich nachläßt und die körpereigenen Endorphine noch wirken, oder aber weil die Freude über die unfreiwillig gewonnene Bikinifigur so groß ist.

Donnerstag, 4. März 2010

Es war natürlich

eine äußerst beknackte Idee, am Dienstag in die Sprechstunde meiner Orthopädin zu gehen. Ok, die Idee an sich war schon in Ordnung, allerdings habe ich am Dienstag bei meinem Vorhaben außer acht gelassen, daß mir schon am Morgen kotzübel war und ich Bauchschmerzen hatte. Etwas falsches gegessen, na ja, das dürfte sich nach ein paar Stunden geben, dachte ich, zumal ich bereits lange genug das stille Örtchen von innen inspiziert hatte. Die erhöhte Temperatur ignorierte ich, zumal ich diese bereits von den letzten drei Monaten kenne und eh nicht mehr für voll nehme. Die Hinfahrt ging noch ganz gut, auch wenn das Geschaukel beim Fahren die Übelkeit verstärkte. Bei der Orthopädin mußte ich dann ca. fünf Stunden in diesem Zustand warten. Ausgerechnet an diesem Tag war es so voll, wie ich es vorher lange nicht mehr erlebt hatte. Beim Auswertungsgespräch war ich dementsprechend ziemlich einsilbig und die Rückfahrt wurde schlimmer. Bin eine Station früher ausgestiegen und im Schneckentempo nach Hause geschlichen, dort ging überhaupt nichts mehr. Nur noch liegen, ganz still liegen, nicht bewegen, und ja nichts essen, so habe ich in nur drei Tagen fünf Kilo verloren und bin damit erneut bei meinem Idealgewicht angekommen. Trotzdem hätte ich auf solch eine Radikalkur gerne verzichtet. Inzwischen phantasiere ich wieder von Nudeln und Fischstäbchen, was wohl das erste Anzeichen der Besserung ist, aber die Bauchschmerzen lassen mehr als meinen Vorrat an Tuc-Keksen nicht zu. Zum Büro wird es wohl morgen auch noch nicht reichen, aber hoffentlich für Arzt und eine Dusche. Die tollste vorzeitige Bikinifigur nützt mir nix, wenn ich müffel wie ein Iltis.

vergelesen

"Traumhaltestelle" statt "Tramhaltestelle"

- Ausstieg an der nächsten Traumhaltestelle rechts!

Traumsplitter

Nächtliche Kahnfahrten durch den Spreewald in morschen Booten.

Dunkelheit. Inmitten der Dunkelheit halte ich eine Kerze, die nicht nur ungewöhnlich hell ist, sondern auch teilweise Funken sprüht. Ich werde aufgefordert, sie nach oben zu halten wie eine Flagge. Dabei erkenne ich, daß ich mich auf einem Friedhof befinde. Ich liege jetzt in einem ausgehobenem Grab, mit einem Tuch bedeckt, durch das nur noch ein numinoses dunkeloranges Licht dringt. Man will mich begraben und ich denke bei mir, ich darf nicht zeigen, daß ich noch lebe, vielleicht, weil es meine Feinde sind, die mich begraben. Aber mit dem Tuch über dem Gesicht und wenn ich die Hände vor Mund und Nase halte, müßte ich trotzdem atmen können. Doch sobald die ersten Erdbrocken auf das Tuch rieseln, werde ich panisch und schlage um mich.

Ich erwache in meinem Bett, ohne richtig erwacht zu sein, und kann mich nicht bewegen. Nicht nur wegen der Bauchschmerzen, sondern auch wenn ich wollte, wäre es mir nicht möglich. Meine Mutter scheint irgendwo in der Nähe zu sein oder kommt es mir nur so vor? Da ich mich nicht auf die andere Seite drehen kann, ist es nicht möglich nachzuschauen. Irgendwann kann ich schließlich doch aufstehen. Durch ein Fenster schauend, erkenne ich gegenüber in einem Balkon eine weiße Teddykatze, die wie extra für mich dort hochgehalten und herumgeführt wird. Wie ein Kind freue ich mich und klatsche in die Hände, was mich sogleich verwundert, da ich im Traum weiß, daß ich bereits erwachsen bin und nicht solche Freudenausbrüche beim Anblick von Teddys haben dürfte. Dann treffe ich meine Mutter, die mir etwas von einem Zimmer 502 in ihrem ehemaligen Verlagshaus erzählt, in welchem ich jetzt arbeite, und mir auf den Weg gibt, daß ich gut auf einen gewissen Jochen achten soll, der in diesem Zimmer ebenfalls ansässig ist.

Montag, 1. März 2010

Traumsplitter

Ein milder Frühlingstag und ich bin schon kurzärmelig unterwegs, obwohl es noch gar nicht wirklich warm ist. Meine Begleiterin, eine Freundin, nerve ich immer wieder mit begeisterten Ausrufen wie "Was für eine schöne Luft Wie angenehm!" Sie scheint meine Begeisterung nicht ganz nachvollziehen zu können und richtet ihre Aufmerksamkeit mehr auf die Auslagen auf einem Wochenmarkt. Irgendwann erreichen wir außerhalb von Berlin einen Hügel, von dem aus man einen tollen Ausblick in die Umgebung hat. Ich lasse meinen Blick schweifen. Die Gegend rechts von mir kenne ich bereits. Kirchtürme und Kuppeldächer leuchten durch die diesige Luft hindurch. Aber die Gegend links von mir, dort war ich noch nie. Verlockend liegt eine leicht nebelverhangene Landschaft voller Felder, grüner Wiesen und sanfter Hügel vor mir, durch welche sich ein schmaler Weg windet. Diesen Weg muß ich unbedingt einmal gehen, nehme ich mir fest vor. Ich möchte diese märchenhafte Landschaft erkunden. Allerdings werde ich das wohl ohne meine Freundin machen müssen, da diese nicht gerne so lange läuft.

Sonntag, 28. Februar 2010

Frühlingstaufe

Am Morgen schien das Wetter noch vielversprechend. In der U-Bahn erhielt ich erstmal ein Balalaikakonzert als Vorgeschmack und Einstimmung. Das Orgelkonzert war glücklicherweise sehr schön, das ist wohl nicht immer so, und es gab sogar eine Zugabe. Das erste Stück war von Bach, wie man ihn kennt und liebt, danach ein Stück von einem Japaner "Cloudscape" - und so klang es auch, Windwehen und Donnergrollen, von magischen Unter- und Obertönen hintermalt, teilweise etwas unheimlich, könnte ich mir gut als Filmmusik für einen japanischen Horrorfilm vorstellen, jedenfalls jagte eine Gänsehaut die nächste. Das Stück "Demoltokata" dagegen hörte sich ein wenig so an, als wolle der Organist mal testen, ob alle Pfeifen funktionieren, war also nicht ganz so mein Fall, die nächsten beiden von Widor und Reger wieder sehr schön, und was genau die Zugabe war, habe ich nicht ganz verstanden, als er es in den Saal sprach, irgendwas mit Finale und Weihnachten. Nach dem Konzert hatte es leider zu regnen begonnen, trotzdem lief ich vom Potsdamer Platz bis zum Märkischen Museum die Leipziger Straße hinunter, um warm zu werden, wurde allerdings außerdem triefend naß, da es immer heftiger regnete. Egal, ich nehme das einfach als Frühlingstaufe.

Potsdamer Platz

Das Verlagshaus, in dem meine Mutter gearbeitet hat, steht noch und wurde ganz neu rekonstruiert. Früher wirkte es mit der dunklen, verwitterten Fassade, den Krähen ringsherum und dem abgesperrten Mauerstreifen sehr düster:

Verlagshaus

Hafen 1

Der Sturmvogel liegt auch brav im Hafen:

Hafen 2

Und Zille kritzelt ebenfalls noch:

Zille

Welches ist das untrüglichste Zeichen

dafür, daß Frühling ist?

Wenn man Schuhe auf der Straße findet. Heute hab ich einen gesehen.

Frühling

Samstag, 27. Februar 2010

Alles,

was zur Zeit geschieht, erscheint mir so unwirklich. Es ist, als lebte ich in einer Dimension außerhalb des normalen Lebens, und alles, was dieses Leben sonst stabil gemacht hat, ist nur noch wie ein flüchtiger Traum. Sogar die Arbeit ist wie ein Traum, ein täglicher sechsstündiger Traum, aus dem ich regelmäßig erwache, nur um in noch viel flüchtigeren Realitäten zu versinken. Mein Denken ist außerhalb meiner selbst und kommt nur ab und an zu mir zurück, um sich dann wie ein braves Hündchen für sehr kurze Zeit in mir zusammenzurollen. Mein Sein scheint sich einige Meter über dem Boden abzuspielen, auch wenn meine Füße denselben berühren. Und diese zweite Dimension ist so wirklich, daß mir nichts anderes mehr vorstellbar ist, obwohl so luftig, empfinde ich sie als Keimboden für etwas Neues, als dunkle Muttererde, die einen Samen trägt, der früher oder später zum Vorschein kommt und viele Veränderungen mit sich bringt. Gleichzeitig fürchte ich aber, einer Selbsttäuschung zu erliegen, denn jedes Gefühl verwandelt sich unabänderlich in immer neue Gestalten und je mehr ich das erlebe, um so mehr ahne ich, daß ich selbst der Magier bin, der jedes Gefühl willentlich hervorrufen und auch wieder verlöschen lassen kann. Eigentlich im ersten Moment keine schlechte Vorstellung, doch inmitten dieser morphischen Empfindungen fehlt dem Ich irgendwo der Halt, es fragt sich immer wieder: "Was ist denn nun eigentlich? Oder ist alles nichts?" Es möchte irgendwo zuhause sein, kann sich aber für kein Gefühl entscheiden, hat an jedem etwas auszusetzen. Dieses ist zu unangenehm, jenes zu angenehm und gefährlich, und irgendwie sind ja eh alle nicht echt, sondern nur herbeigezaubert. Im Auge des Sturms, wo die Stille herrscht, da fühlt es sich richtig an, und wiederum nicht, da man doch am Leben teilhaben möchte, wozu ist man denn sonst hier?

Eßstäbchen und Blumenritual (Kalium bromatum)

Sushi-Essen mit eleganten weißen Eßstäbchen. Es ist eine Runde mit drei oder vier Personen, unter anderem Treibgut. Ich habe gerade nur ein einzelnes Eßstäbchen zur Verfügung, mit dem ich natürlich nichts anfangen kann, da Treibgut das zweite genommen hat, um von meinem Essen zu kosten. Er legt es mir zwar wieder hin, aber es ist mit Essen beschmaddert und, wie ich befürchte, Speichelfäden, deshalb bitte ich Treibgut, mir doch sein zweites unbenutztes Eßstäbchen zu geben. Er reagriert auf die Bitte gar nicht und als ich ihn das zweite und dritte Mal frage, wird er unwirsch, so als verlangte ich sonstwas für extravagante Extrawürste. Hallo? Ich möchte doch nur ein sauberes Eßstäbchen. Vielleicht bin ich ja etwas überpenibel, aber wo ist das Problem?

Um eine Verbindung zwischen mir und einem bestimmten Mann, den ich im Traum nicht sehe und der mir auch nicht bekannt ist, offiziell zu machen, muß von mir und von ihm eine spezielle Aufgabe erfüllt werden. Es hat etwas von einem Ritual, dem wir uns beide getrennt voneinander unterwerfen müssen. Meine Aufgabe besteht darin, in nur wenigen Sekunden irgendetwas aus roten Blumen zusammenzustellen und irgendwo hinzustellen, wobei aber einige Kleinigkeiten beachtet werden müssen, die das Ganze nicht so einfach machen. Man muß schon etwas nachdenken und knobeln.
Bei ihm ist die Aufgabe ähnlich, nur mit dem Unterschied, daß bei ihm gelbe Blumen verwendet werden. Glücklicherweise stehen mir Verwandte von ihm hilfreich zur Seite, bis auf seine Mutter, die anscheinend nicht glaubt, daß ich es schaffe. Ohne die Hilfe einer blonden jungen Frau hätte ich es wahrscheinlich tatsächlich nicht geschafft, da ich ziemlich langsam und nicht sehr clever bin. Diese jedoch hat bereits gute Einfälle, während ich noch überlege, und schubst mich uneigennützig an, dies oder jenes zu tun. Es beginnt schon damit, daß in dem Blumenladen, in dem ich mich befinde, nirgendwo rote Blumen aufzutreiben sind. Ungewöhnlich, aber so viel ich auch suche, nicht eine einzige Blüte gibt es hier. Mir fällt ein, daß wenige Häuser weiter ein anderer Blumenladen geöffnet hat und ich versuche, ganz schnell von dort rote Blumen zu bekommen. Daß ich letztendlich die Aufgabe in vorgegebener Zeit löse, habe ich wohl nur der Hilfe der jungen blonden Frau zu verdanken. Auch mein Partner konnte seine Aufgabe bewältigen, inwieweit er sie allein gelöst hat oder nicht, erfahre ich jedoch nicht. Ich erwache mit Melodie von "Where the wild roses grow" und der Liedzeile "They call me The Wild Rose, but my name was Elisa Day" im Kopf.

Notizen:
Rot: Die Farbe Rot steht im inneren Kreis des Medizinrads mit dem Donnervogelclan und dem Element Feuer in Verbindung. Sie wird auch mit Wabun, dem östlichen Hüter des Geistes, und mit dem Osten assoziiert. Und schließlich ist Rot auch das Farbtotem der im Mond der reifenden Beeren (23. Juli bis 22. August) Geborenen. Rot ist eine der vorrangigen Farben des Feuers, ebenso die Farbe, die man in den eigenen Augen sieht, nachdem man eine Weile in die Sonne geblickt hat. Sie stellt Wärme dar und schafft sie herbei. Rot wird mit der Handlung der eigentlichen Lebenskraft in all ihren verschiedenen Aspekten, darunter auch die Sexualität, assoziiert. Allgemeine Bedeutung: Wärme,- Aktivität,- Sexualität,- Furchtlosigkeit, - Führungskraft,- übertriebener Stolz oder Wille. Assoziation: Rot sehen, wütend sein,- Rot als Farbe einer politischen Richtung,- Rot als Farbe der Aggression. Transzendente Bedeutung: Gabe des Elements Feuer,- eine Warnung, Stolz und Willen zu zügeln.

Gelb: Gelb ist auch verbunden mit dem Mond der knospenden Bäume (21. März bis 19. April) und mit der Qualität Stärke und der inneren Position des westlichen Seelenpfads, allerdings in einer eher goldgelben Ausprägung. Die Farbe Gelb wird oft mit der hoch am Himmel stehenden Sonne assoziiert. Sie ruft neues und schnelles Wachstum hervor und ist ein Garant für Wärme. Die Farbe ist von durchdringender Qualität und bringt oft Gefühle von Fröhlichkeit und Humor mit sich. Allgemeine Bedeutung: Ein Teil deiner Welt, die schnelles Wachstum erfährt. Assoziation: Gelb vor Neid sein,- Gelb als die Farbe negativer Gefühle wie Eifersucht, Neid, Gier. Transzendente Bedeutung: Unterstützung darin, in neue Reiche vorzudringen.


Donnerstag, 25. Februar 2010

Der erste Tag,

an dem der Himmel nach der Spätschicht noch nicht völlig dunkel war. Hab heute mindestens 200 Akten geschleppt und umgehangen, in der Hoffnung, daß es mir der Rücken nicht krumm nimmt. Schließlich soll man sich ja bewegen und Akten tragen ist auch Bewegung, aber leider merke ich es jetzt doch wieder stärker im Gelenk. Ich weiß nicht, wieviele Postkisten und sogar Umzugskisten voller Akten ich in meinem Berufsleben schon transportiert oder gehoben habe, oft sogar alleine, es gehört einfach dazu, wenn man mit Akten arbeitet, anders kommt man gar nicht klar. Inzwischen habe ich beim Arbeitgeber einen Bürowagen beantragt, bin aber skeptisch, ob ich den bekomme, und wenn, dann dauert es wahrscheinlich mindestens ein halbes Jahr. Noch ein Antrag mehr, auf dessen Antwort ich nun warten darf.