Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Donnerstag, 1. April 2010

Gerade stelle ich fest,

daß die nächste Woche mal seit langem wieder eine Woche ohne Sport und ohne Physiotherapie ist. Richtig entspannt. Ich hätte überhaupt Lust, alles abzubrechen und einfach nirgends mehr hinzugehen. Gegen die langen Arbeitstage bringt es ja anscheinend nicht wirklich etwas außer noch mehr Streß.

Ach ja, und ich hasse die untere Ablage bei den Baumarkt-Wagen. Habe einen riesigen blauen Fleck am Schienbein, weil ich beim Schieben immer dagegen laufe.

Traumsplitter

Eine Spinne schleppt eine schimmernde Perle als Beute mit sich herum. Jemand fängt sie und nimmt ihr die Perle ab.

Vanilleeis mit Claudia Schiffer gegessen. Dabei festgestellt, daß die ja eigentlich super nett ist, obwohl ich vorher nicht so viel mit ihr anfangen konnte.

Mittwoch, 31. März 2010

In Wirklichkeit ist es anderherum

Nicht die Frau, der Mann (!) trennt sich vom Bewusstsein der Schöpfung, um zu seiner eigenen männlichen Individualität zu gelangen. Frauen erleben am eigenen Körper das Wirken der Schöpfung, durch ihre Gebärfähigkeit und den monatlichen Fruchtbarkeits- und Reinigungszyklus.
Folgerung: Es scheint so, als habe die christliche Kirche, die unser abendländisches Wertesystem nach wie vor prägt, dem männlichen Geschlecht eine gute Steilvorlage gegeben, mit der es die Geschichte so umschreiben kann, dass Adam zwar als Trottel, aber immerhin sauber da steht: "Ich war's nicht - sie war's!"...
Abgetrennt zu sein vom Bewusstsein der Schöpfung, treibt "Mann" in Rationalität und gewissenlose Wissenschaften. Angst vor Kontrollverlust und Untergang steigert seine Bereitschaft, das Recht der Selbstgerechten mit allen Mitteln durchzusetzen...
Nach außen hin wird ein Mann, der noch kein Mensch ist, versuchen, die verlorene Sinnhaltigkeit mit reger Betriebsamkeit und Anerkennung für Leistung, Outfit und Statussymbole auszugleichen. Sein Blick wird ständig an Frauen kleben, die es zu erobern gilt.

(aus "Die menschliche Matrix" von Michael Czaykowski)

Rattenplage

Diese zwei Mäuse, die ich in letzter Zeit häufiger gesehen habe, sind wohl doch eher Ratten, denn inzwischen sind sie bereits etwas größer geworden. Heute war das erste Mal eine dritte, sehr dunkle Ratte zusätzlich dabei. Sie hat mich derart durch ihre engstehenden Augen angesehen, daß ich sofort wußte - das ist eine Ratte. Wenn das so weiter geht, gibt es in Berlin sicher bald eine Rattenplage. Aber auch die menschlichen Ratten scheinen zur Zeit sehr stark vertreten zu sein. Jedenfalls fühle ich mich seit Wochen massiv bedroht, ohne daß ich das irgendwie genau festmachen könnte. Mir kommen ja auch immer wieder Zweifel, ob daß nicht nur alles Einbildung ist und ich einfach mal wieder eine leicht paranoide Phase habe. Oder aber, ich habe einen riesengroßen Sockenschuß, den ich nur bisher so geschickt verbergen konnte, daß ich noch nicht in einer Anstalt gelandet bin. Es ist schlimm, wenn man von Menschen, die man bisher schätzte und denen man vertraut hat, auf einmal das Gefühl hat, daß sie einem schaden wollen. Das letzte Mal, als ich mich so bedroht gefühlt habe, lief Neptun über meinen Deszendenten. Ich fühlte Dinge, subtile Beeinflussungen, die ich noch nicht einmal in Worten beschreiben kann und das Ganze endete im 11. September 2001. Ab diesem Datum wurde ich langsam wieder normal. Ich hoffe nicht, daß es diesmal erneut so verläuft. Man wird dann so überempfindlich, daß man selbst ein Lächeln mißdeutet. In solchen Phasen braucht man Menschen, denen man wirklich hundertprozentig vertrauen kann. Leider gibt es in dieser Verfassung davon nicht viele. Übrig bleiben letzten Endes immer nur noch eine, allerhöchstens zwei Personen, auf deren Loyalität man sich jederzeit verlassen kann.

Heute den ersten Bärlauch gekauft. Den ausgesäten Bärlauch auf dem Balkon kann ich wahrscheinlich vergessen.

Dienstag, 30. März 2010

Falls jemand

das vermißte schwarze Loch des heutigen Mini-Urknalls sucht - ich glaube, es breitet sich gerade in mir aus. Letztes Jahr um ca. diese Zeit habe ich mir noch drei Jahre gegeben. Inzwischen bin ich mir nicht sicher, ob ich tatsächlich die restlichen zwei Jahre erleben möchte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß irgendetwas wieder gut wird. Vielleicht zwischendurch etwas besser, nur damit es später weiter bergab geht. Wie sinnlos ist das eigentlich alles? Ich schleppe mich Tag für Tag neun bis zehn Stunden mit Schmerzen auf Arbeit herum, verbringe meine wenige Freizeit bei Physiotherapiesitzungen und Sport, ohne daß es wirklich auf Dauer etwas hilft, nur damit ich mich weiter auf der Arbeit herumschleppen darf, während mein Urlaub dafür drauf geht, die Wohnung zu putzen, falls ich denn mal dazu in der Lage bin. Vollkommen blödsinnig. Die Ärztin meinte zwar, daß es bekannt ist, daß bei meiner Krankheit die Schmerzen anfangs stärker sind als später, aber soll ich vielleicht warten bis ich Sechzig bin? Wer weiß, was dann ist. Vielleicht trage ich da schon meinen Kopf unter dem Arm. Ich bin jetzt jung (na ja, auch nicht mehr so ganz) und möchte jetzt leben, nicht mit Sechzig. Zwanzig Jahre auf Erleichterung warten ist nicht viel anders als in einem Pflegeheim auf den Tod zu warten.
Dann vielleicht doch besser der Notausstieg durch den Arzneischrank. Und ich hasse es, ständig mit dieser Fassade herumlaufen zu müssen, als sei alles in bester Ordnung und ich hätte alles unter Kontrolle, nur aus Rücksicht auf andere Leute, um diese nicht in peinliche und unangenehme Situationen zu bringen. Dabei kostet mich schon das tägliche Durchbeißen genug Kraft und eigentlich hänge ich ständig mit einem Bein im Wasser, jeweils proportional zur jeweiligen Tageskondition. Das Gemeine ist, daß sogar ein relativ geringer Dauerschmerz, an den man sich bereits gewöhnt zu haben glaubt, das eigene Wesen völlig verändert. Ich werde regelrecht weinerlich (eine Art ständiger PMS), genauso bei Fieber, und merke den Unterschied erst, wenn ich mal wieder einen guten Tag habe, weil ich mich dann über mich selbst wundere, zumal ich sonst immer sehr ausgeglichen gewesen bin. Deswegen verstehe ich es durchaus, wenn mich andere für wehleidig halten, falls ich mal doch nicht den schönen Schein aufrecht erhalten kann, zumal ich ja auch noch so gesund, jung und wie das blühende Leben aussehe, also überhaupt keinen Grund zum Heulen habe. Natürlich bin ich wehleidig, denn ich bin ein Löwe und nicht für das Kranksein gemacht, aber bevor irgendjemandem ein Urteil über meine Gemütsverfassung zusteht, sollte er erst einmal anderthalb Jahre in meinen Schuhen gelaufen sein, und zwar mit allem, was dazugehört.

Montag, 29. März 2010

Mein lieber Scholli,

ich habe noch nie eine Stunde erlebt, die so langsam vergangen ist, wie heute die Sportstunde. Diesmal war es aber auch wirklich hart. Nach einer halben Stunde habe ich schweißüberströmt heimlich auf die Uhr geschaut und einen Schock bekommen, weil ich dachte, eine Stunde müßte bereits fast vorbei sein. Nach einer weiteren Viertelstunde, die mir wie eine halbe Stunde vorkam, sah ich nochmals heimlich auf die Uhr und war wieder geschockt darüber, wie unendlich langsam die Zeit vergeht, wenn man gedrillt wird. Die Kursleiterin quittierte dies mit der spitzen Bemerkung: "Ich sehe das, wenn Sie heimlich auf die Uhr schauen." Noch nie hat sich eine Stunde so gezogen. Ich hätte geglaubt, es sind mindestens zwei. Was sagt mir das? Wenn mir die Zeit zu schnell vergeht, muß ich mich nur einem ordentlichem Drill unterziehen.
In der Nähe des Sportstudios ist so ein kleiner Kunstgewerbeladen, wo ich Windlichter im Jugendstil-Style gesehen habe, die mir richtig gut gefallen. Leider komme ich zum Sport dort immer erst vorbei, wenn das Geschäft bereits geschlossen ist. Extra dort vorbei zu fahren, habe ich nicht viel Lust. Jetzt überlege ich, ob ich die bei irgendjemanden noch als Ostergeschenk anbringen kann, hmm......Geburtstag würde ja eventuell auch reichen.

Sonntag, 28. März 2010

...

Die Kaiserin Wu war von der Frage gefesselt, wie wohl die wesenhafte Einheit der Dinge mit der scheinbaren Vielfalt des Lebens zu vereinbaren sei. Sie ersuchte Fa-tsang, dies auf einfache, praktische Weise zu veranschaulichen. Fa-tsang stellte in einem leeren Raum des Palasts acht Spiegel in den acht Richtungen der Windrose auf. Einen weiteren Spiegel legte er auf den Boden, und einen befestigte er an der Decke. In die Raummitte hängte er eine Kerze und bat die Kaiserin herein. Dann zündete er die Kerze an, und der Raum erstrahlte im Glanz der gespiegelten Lichter. Die Schönheit des Anblicks erfüllte die Kaiserin mit ehrfürchtigem Staunen. "Seht ihr, Majestät", sagte Fa-tsang, "das ist das Eine und die Vielen."
(aus "Weisheit des Zen" von Timothy Freke)

...

Die Lichtbilder deiner Seele kenne ich.
Ich werde dich lieben wie ein Mann,
deine Schwanendemut mit Dornen begatten,
Rosen säen in deine Wunden
und in die Alabasterbrunnen steigen
aus denen die Verletzlichkeit rinnt.
In ihnen bauen Ratten ihre Nester -
ich bedecke sie mit Küssen
bis sie mir taumelnd folgen,
der Rattenfängerin deiner Sehnsucht.
Doch heilen möchte ich dich nicht.

Traumsplitter

Übriggeblieben:

Die Note 1 in Musik bei einem Lehrer namens Bach.

Samstag, 27. März 2010

Der Chamäleon-Schal

Irgendwo in einem Kaufhaus, wo ich einen Pullover und einen Schal im Hippiestyle entdecke, die mir gefallen. Nur leider hat der Pullover eine grüne Farbe, der Schal ist aber hellblau. Paßt nicht so wirklich zusammen. Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, beides miteinander anzuprobieren, worüber eine Bekannte, die mit dabei ist, den Kopf schüttelt. Doch als ich beides angelegt habe, zeigt sie plötzlich erstaunt auf den Schal. Ich schaue an mir herunter und bemerke, daß er seine Farbe in Grün geändert hat. Herrjeh, der Schal ändert selbständig seine Farbe! Na sowas! Jetzt betrachte ich mich etwas genauer in einem Spiegel. Meine Haare sind sehr blond, blonder als sonst, und ich befürchte im ersten Moment, daß die beiden unterschiedlichen, aber zueinander passenden Grüntöne mich zu blaß machen, doch was ich im Spiegel sehe, gefällt mir. Es scheinen die richtigen Grüntöne zu sein.

Die ungesunden Faktoren des Schweinefleisches

Schweinefleisch hat einen sehr hohen Fettgehalt. Auch mageres Schweinefleisch enthält sehr viel Fett, weil das Fett intrazellulär in den Fleischzellen sitzt. Dies ist bei anderen Fleischsorten so nicht der Fall.


Schweinefleisch hat einen extrem hohen Cholesteringehalt und verstärkt so die Arteriosklerose in den Gefäßen.


Das Eiweiß des Schweinefleisches neigt aufgrund seiner Struktur sehr stark zur Verwesung (Fäulnis). Diese Fäulnisprodukte sind toxisch und belasten Lymphe, Blut, Leber usw.


Die Eiweißstruktur des Schweinefleisches ist der des menschlichen Körpers sehr ähnlich. Deshalb erkennt das Abwehrsystem die Eiweißstrukturen nicht als giftig und lässt sie in den Körper eindringen, wo sie dann schädlich wirken.


Schweinefleisch schwächt das Bindegewebe und führt zu Wassereinlagerungen und dem Aufquellen des Gewebes. Bei manchen Menschen kann man diese Problemzonen an Oberschenkel und Gesäß deutlich erkennen.


Die Schleimsubstanzen des Schweinefleisches lagern sich in Sehnen und Bänder ein und schwächen so deren Widerstandsfähigkeit. Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis und Bandscheibenschäden werden so extrem begünstigt.


Schweinefleisch ist reich an Wachstumshormonen und verstärkt so das Körperwachstum bis zur Pubertät. Nach der Pubertät wirken die Wachstumshormone weiterhin auf die Zellen und fördern so Entzündungen, Gewebsauftreibungen und das Wachstum von Krebszellen.


Schweinefleisch hat die höchste Histaminkonzentration aller Fleischsorten. Histamin ist Auslöser von allergischen Reaktionen. Deshalb verschlimmert Schweinefleisch alle allergischen Hautausschläge wie Nesselsucht und Neurodermitis sowie Heuschnupfen und Asthma. Weiterhin verstärkt es deshalb Entzündungen, Abszesse, Furunkel, Darmentzündungen und Ausfluß bei Frauen. Histamin ist ein Stresshormon, deshalb führt Schweinefleisch zu einer geringeren Stressbelastbarkeit des Körpers.


Die Gifte des Schweinefleisches belasten das Nervensystem.


Schweinefleisch ist das Nahrungsmittel Nr.1, das die Lymphbahnen am meisten belastet und somit das größte Hemmnis bei jeder Entgiftung des Körpers.


Jetzt weiß ich, warum ich so groß bin. Als Kind habe ich zu gerne Schnitzel gegessen.

Freitag, 26. März 2010

21 Grad,

der erste Mariechenkäfer, reger Blaumeisenverkehr auf dem Balkon, Grillduft im Hof und ein erster grüner Trieb im Balkonkasten. Ich kann jedoch noch nicht identifizieren, was das ist. Wie der ausgesäte Bärlauch sieht es nicht aus. Ich befürchte, der Bärlauch wird nicht hochkommen. Dabei habe ich mich auf frisches Vollkornbrot mit selbstgeerntetem Bärlauch gefreut.
Herr N. sah heute aus, als hätte er eine auf die Nase bekommen. Als ich ihn fragte, antwortete er erst, die alte Hexe hätte abends hinter der Tür gelauert, um ihm mit einer Latte eins auf die Rübe zu geben, aber dann erzählte er, daß er im Halbschlaf sich an einem Regal gestoßen hätte, von dem er nicht mehr wußte, daß es sich an dieser Stelle befindet. Nun kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß bei Herrn N. irgendetwas einfach nur so herumsteht und er nicht mehr weiß, wo sich etwas befindet.

Telepathische Erkrankung (Sonne tr Opposition Pluto r - roter Jaspis)

Auf einem Parkplatz sitze ich in meinem Wagen, als ein schwarzhaariger junger Mann in schwarzer Jacke interessiert meine Autoantenne begutachtet. Er ist anscheinend einer, der schnorrt und/oder klaut während er auf der Straße lebt. Scherzhaft frage ich ihn, ob er meine Autoantenne stehlen will, aber er winkt ab und meint, die sei nichts wert. Dann öffnet er ohne zu fragen die Wagentür und setzt sich auf den Beifahrersitz. Seltsamerweise stört mich das gar nicht. Ich krame in meiner Geldbörse, weil ich ihm ein Zwei-Euro-Stück in die Hand drücken will, stelle aber verwundert fest, daß ich anscheinend mir unbekannte Geldmünzen darin habe, da auf ihnen überall eine Fünf steht. Sie sind neu und glänzend. Ich kann mich aber nicht erinnern, daß es Fünf-Euro-Stücke gibt. Schließlich finde ich einen Fünf-Euro-Schein, den ich ihm stattdessen gebe, damit er sich etwas zu essen kauft. Einige Zeit später befinden wir uns beide in meiner Wohnung. Er legt sich ungebeten und uneingeladen in mein Bett, aber auch hier stört es mich genau so wenig, wie vorher der Einstieg ins Auto. Ich ziehe mich bis auf den Slip aus und gehe ins Bett wie immer, wenn ich schlafen will. Dabei wende ich ihm mit aufgestützen Kopf den Rücken zu, als würde ich noch etwas lesen. Plötzlich spüre ich, wie er mit seinen Fingerspitzen ganz sanft und liebevoll die Linie meiner Schulter und des Rückens nachzeichnet. Wow! Was für ein Gefühl! Das hat schon seit Ewigkeiten niemand bei mir gemacht. Ein wenig erscheint es mir wie ein vorgezogenes Nachspiel. Ist das nicht etwas, das man eher nach dem sexuellen Akt macht? Er zieht weiter hauchzart mit seinen Fingerspitzen Kreise auf meiner Schulter, das Schulterblatt hinunter, diesmal mit allen gleichzeitig, die Flanke entlang. Ich halte fast die Luft an und genieße diese unerwartete Zärtlichkeit. Irgendwann zieht er mich so über sich hinüber, daß ich mit meiner Pussy auf seinem Gesicht zu sitzen komme. Durch den Slip hindurch beginnt er an ihr zu knabbern. Doch auf einmal springt er auf und holt einen kleinen dornigen Strauch in einem Blumentopf, an dem weiße Samenkapseln hängen. Er pflückt diese mit den Händen ab und streut sie über meinen Bauch. Dies verwundert mich. Was tut er da eigentlich? Schließlich platzt aus ihm heraus, er hätte in meiner Wohnung Hinweise gefunden, daß ich eine Dämonin sei. Er zeigt dabei auf ein homöopathisches Medikament, welches in einem Regalfach liegt, mit Namen "Omnivida". Dieses sei ebenfalls der Name einer Dämonin und das bedeutet, daß ich diese bin. Die Samenkapseln streue er zur Abwehr. Ich bin vollkommen erstaunt über so viel Aberglauben.

In der nächsten Traumsequenz sitze ich auf meinem Bett und beobachte durch die Balkontür den Nistkasten auf meinem Balkon. Ein kleine Meise schaut heraus und fliegt plötzlich im Sturzflug direkt in das Zimmer hinein und auf mich zu. Ich muß sofort den Kopf einziehen. Sie landet auf meinem Bett, wo sie wie ein kleines gelbes Osterkücken aussieht. Und gleich kommt die zweite Meise hinterher aus dem Nistkasten geflattert. Auch jetzt muß ich den Kopf einziehen. Warum fliegen die alle in mein Zimmer? Geht das jetzt so weiter? Mir wird bewußt, daß dies ein Traum ist. Im Wachzustand würde das nicht passieren.

Im Haus einer beruflich selbständigen, sehr unabhängigen Frau. Sie führt irgendein Geschäft und betätigt sich in der Freizeit als Malerin. Ihre Bilder zeigen vor allem halb nackte Frauen in Dessous und erinnern mich an den Jugendstil, doch gefallen mir nicht besonders. Zur Zeit ist das Fernsehen bei ihr, da eine Doku gedreht wird. Leider erkrankt sie währenddessen und jetzt ist es, als würde ich in ihre Haut geschlüpft sein, denn ich liege an ihrer statt auf dem Krankenbett in einer Kammer, die an den Wintergarten meiner Eltern erinnert. Eine Pflegerin tritt heran und reicht mir einen Geschäftsbericht mit den Worten, daß ich ziemlich viel Gewinn gemacht hätte. Ich betrachte die Zahlen und muß ihr Recht geben. Gut zu wissen, daß es von alleine läuft, auch wenn ich krank bin. Noch immer im Haus der Frau wird ein krankes Kind begutachtet, wohl das der Geschäftsfrau, und dabei ein Fragebogen ausgefüllt. Auf ihm steht als Anmerkung die Frage "Ist er telepathisch erkrankt?" Eine Frau, die eine Hexe sein soll, gibt ihren Senf dazu und nickt. Mit dieser Frage im Kopf erwache ich.

Bemerkung: Omnivida (ganzes[lt]-Leben[sp]) sollte man tatsächlich nur in homöopathischen Dosen genießen. Dazu fällt mir auch Lilith ein, die im Radix auf meiner Sonne steht.

Donnerstag, 25. März 2010

Live aus der Anstalt

Das Grauen hielt uns auch heute in Atem. Meiner Knoblauchzehe setzte Herr N. noch ein Kruzifix hinzu. Immerhin half es soweit, daß wir trotzdem den ganzen Tag herzhaft lachten. Als die alte Hexe mal kurz durch unseren Raum fegte, sagte Herr N. hinterher, ihr Arsch darf reinkommen, aber das Gesicht soll draußen bleiben. Das Gesicht wird wohl noch eine ganze Weile waffenscheinpflichtig bleiben, da wir erfahren haben, daß unser dritthöchster Chef für einige Wochen, während diese im Krankenhaus ist, in das Zimmer unserer zweithöchsten Chefin zieht, der unmittelbaren Vorgesetzten unserer Teamleiterin. Diese ist dadurch in höchster Aufregung und traut sich am Montag, zu ihrem Geburtstag nicht, ein Frühstück zu machen, sondern hat dieses in die Mittagszeit verlegt. Außerdem schaute sie abends noch einmal ins Zimmer und ermahnte uns, wir sollten uns doch möglichst bemühen, ab Montag nicht nach 9 Uhr zu kommen, als würden wir ständig zu spät kommen. Herr N. meinte daraufhin, er dachte, sie würde gleich noch sagen, wir sollen uns ordentlich anziehen, so lange unser Oberguru im Gang haust. Je länger ich in der Verwaltung arbeite, um so mehr komme ich mir vor wie im Kindergarten. Das übersteht man wirklich nur mit Humor.

2010

wird das beste finanzielle Jahr überhaupt. Der Erbanteil zweier Konten meines Vaters ist ja bereits in Höhe eines fünfstelligen Betrages auf mein Konto eingegangen. Der Erbanteil in ungefähr derselben Höhe aus dem dritten Konto wird irgendwann im Oktober kommen, und zufällig habe ich festgestellt, daß in diesem Jahr auch die Kapital-Lebensversicherung fällig wird, ebenfalls ein fünfstelliger Betrag. Paradox dabei ist, daß ich gerade an Geld das geringste Interesse habe, zumindest, wenn es sich nicht um sechs- oder siebenstellige Summen handelt. Denn erst ab dieser Höhe ändert Geld Leben, während es vorher nur beruhigend wirkt. In allen anderen Bereichen knausert Fortuna eher.
Wenigstens ist heute mein ausgeheckter Plan genauso aufgegangen, wie ich es erwartet habe. Nur weiß ich nicht wirklich sicher, ob dies nur meiner Einbildungskraft oder dem Zufall zu danken ist, da der Plan auf einer ganz bestimmten Annahme beruhte, aber das Ergebnis ist genau das, was ich wollte. Sehr zufriedenstellender Tag.
Als ich morgens ins Büro kam, saßen auf dem Flur der Sonnenblumenhausmeister und einer seiner Kollegen bei einer Tasse Kaffee. "Was ist denn hier los?" fragte ich. "Gemütliches Kaffeetrinken? Ihr könnt es gut haben." Doch auch ich hatte Pause und wurde von der alten Hexe verschont, bis auf das eine Mal, als sie mir ihren Frust über Herrn N. hautnah aufs Auge drückte.

Dienstag, 23. März 2010

vergesprochen

"fliegender Begriff" statt "geflügeltes Wort"

Fast so schön wie mein Versprecher "es hat geweckert".

Ein gemeiner Frusttag

scheint das heute wieder zu sein, nur mit dem Unterschied, daß mir diesmal die Laune der anderen nicht wirklich etwas anhaben kann. Im Vergleich zu ihnen fühle ich mich wie der reinste Sonnenschein. Die Teamleiterin läuft erneut mit einem Gesicht zum Steine gefrieren lassen herum, aber Herr N. muß es noch viel schlimmer zu spüren bekommen haben, denn als sie einmal kurz im Zimmer war, meinte er, DIESES Gesicht ginge ja noch, ich hätte es sehen sollen, als er sie an ihrem Schreibtisch angesprochen hat und sie ihn blutdurstig anfiel. Das war aber nicht alles, auch andere belegten ihn so, daß er tatsächlich in die Flucht geschlagen wurde und für morgen einen freien Tag genommen hat. Für ihn mit seinem dicken Fell will das ziemlich etwas heißen, wenn er so lange braucht, um sich zu erholen. War vielleicht ganz gut, daß ich am Wochenende mit Weihrauch geräuchert habe. Weihrauch vertreibt Ärger und alte Hexen. Vielleicht sollte ich mir morgen zur Sicherheit noch eine Knoblauchzehe um den Hals hängen.

Gemeinheiten

Warum sind beim Sport eigentlich immer die "Sandsäckchen" dran, wenn ich mich nicht bücken kann? Beim Jonglieren kommt man aus dem Bücken gar nicht mehr raus. Aber immerhin hatte ich heute ein zweiminütiges Erleuchtungserlebnis, in welchem das Jonglieren ohne Mühe ging. Und von einer Mitstreiterin beim Sport erfuhr ich, daß in ihrer Behörde regelmäßig ein Masseur vorbeikommt, bei dem man sich während der Arbeitszeit massieren lassen kann. Auch bei den Jobcentern soll das gang und gäbe sein. Und irgendwo bei der Post, ich weiß jetzt nicht, ob hier in Berlin oder in Bayern, werden die Massagen für die Nachtschichtmitarbeiter sogar vom Arbeitgeber bezahlt. Bei uns wird immer erst etwas gemacht, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Die neue zärtliche Gnubbelmassage meines Physiotherapeuten empfinde ich im übrigen als äußerst erotisch. Irgendwie bedient sie den Urinstinkt des Lausens und wirkt sehr intim und beruhigend. Leider bezahlt die Kasse nur eine Viertelstunde Massage und ich muß ihn ständig daran erinnern, daß mir seine Gnubbelmassage allein nicht hilft. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, er möchte gar nicht, daß ich schmerzfrei werde, denn immer, wenn mir etwas besonders gut hilft oder besonders schädlich ist, leidet er plötzlich unter Gedächtnisverlust. So wird er mich natürlich nie los.

Samstag, 20. März 2010

...

Deine Hände waren die richtigen,
breit, kräftig, Geborgenheit schenkend.
Dein Herz lag offen in ihnen,
der Strom, dem du folgtest,
bis in die Spitzen deiner Finger,
zeichnete den Mond, den umhüllenden.
Jetzt stehst du da, eine Statue
im Garten meiner Seele,
und wartest, wartest Tage, Nächte,
schenkst mir ein warmes Lächeln,
wann immer ich dich erreiche,
ich gehe vorüber, so viel Leben,
flutende Zeitschnellen im Wachdickicht,
doch den flüchtigen Kuß für dich,
will ich nicht verweigern,
bist du doch die Liebe, die mich fand.

Kurztrip nach Leipzig und kopfstehende Katze (roter Jaspis)

Mit mehreren Leuten befinde ich mich auf einem Kurztrip in Leipzig. Die Unterkunft ist ein Labyrinth aus U-Bahn-Tunneln, in welchen Betten untergebracht sind. Von dort muß man nur eine Treppe hinuntergehen, um zum U-Bahnhof zu gelangen. Sehr praktisch. Ich habe mir mit jemandem ein Doppelbett an einem Käfig, groß wie ein Zimmer ausgesucht. Dieser Käfig ist von innen mit Metallbeschlägen ausgekleidet, die aber nicht bis ganz nach unten reichen. Unten zwischen den Käfigstangen sieht man weiße Aschereste herumliegen, weshalb mir klar ist, daß dies die Feuerstelle ist, mit der die Unterkunft beheizt wird. Uns fällt auf, daß eigentlich keiner so richtig weiß, was wir uns in Leipzig anschauen wollen. Ich erinnere mich im Traum an eine reale Fahrt zur Buchmesse, an die Nikolaikirche und das Hotel Astoria. Diese Orte muß ich nicht noch einmal sehen. Wir hätten uns mal eher einen Plan machen sollen. Gab es in Leipzig nicht auch ein Schloß? Zum Glück hat die Unterkunft Internet und ich google schnell nach "Leipzig" und dann "Leipzig Schloß". Dabei finde ich ein paar Bilder von einer älteren Häuserecke mit Baustelle, wo ein Restaurant untergebracht ist. Leider steht nirgends, wo sich das befindet. Nun fällt mir Wolfa ein, welche ja in Leipzig zu Hause ist, wenn ich das richtig verstanden habe. Vielleicht sollte ich sie im Blog fragen, was man sich anschauen kann? Aber nein, das würde zu lange dauern. Schließlich sind wir bereits hier und wer weiß, wann sie den Kommentar beantwortet. Ich möchte hier nicht den ganzen Tag im Internet verbringen, denn es sind nur wenige Tage Zeit. Irgendwann werde ich von diesem Problem abgelenkt, weil mir schlagartig bewußt wird, daß ein Bett direkt an der Feuerstelle wohl doch nicht so günstig ist. Wenn da das Feuer in diesem riesigen Käfig entfacht wird, werden wir uns im Bett wie in der Sauna fühlen. Ich spreche mit der Wirtin darüber, aber diese ist nicht so erfreut, daß wir es uns auf einmal anders überlegt haben, und macht auch keine Anstalten, uns ein anderes Bett anzubieten. Nun ja, vielleicht kann M. mit ihr reden. Irgendwann beschließe ich, einfach hinaus in die Stadt zu gehen, es wird sicherlich auch ohne festes Ziel einiges zu sehen geben und ich werde das im Voraus erkunden. Durch Zufall entdecke ich sehr versteckt hinter einem Marktplatz voller Asiaten einen zauberhaften Ort. Es ist eine weite wilde Wiese hinter welcher ein Wald beginnt. Die Wiese selbst ist ein wogendes weißes Blütenmeer. Vor ihr am Weg steht eine kleine Statue eines sitzenden Buddhas, umgeben von indigofarbenen Kugeldisteln, die einen reizvollen Kontrast zu den weißen Blütenwogen bilden. Ein Ort der Stille und der Schönheit. Von einigen Asiaten, die dort in der Nähe sitzen, werde ich neugierig beäugt, da sich hierher anscheinend nicht viele verlaufen. Ich bekomme mit, daß sie den Buddha nicht Buddha, sondern liebevoll wie mit einer Art Spitznamen "Didde" oder "Ditte" nennen. Wunderschön! Diesen Ort muß ich den anderen unbedingt nachher zeigen, nehme ich mir vor, und dann begebe ich mich wieder quer über den Asia-Marktplatz zur Vorderseite der Straße.

In einer anderen kleinen Traumsequenz rollt sich eine schwarz-weiße Katze auf der Tastatur eines Notebooks zusammen. Dieser Ort scheint ihr sehr zu behagen. So sehr, daß sie doch wieder munter wird und vor Freude einen sauberen Kopfstand auf dem Notebook hinlegt, die weißen Hinterbeine in die Luft gestreckt. Schnell mache ich meinen Bruder, der etwas weiter entfernt ist, darauf aufmerksam, und wir lachen uns beide scheckig über die turnerische Katze.

Bemerkung: An das Völkerschlachtdenkmal habe ich natürlich überhaupt nicht gedacht, dabei war ich dort bereits. Der Traum hat mich daran erinnert, daß ich schon länger mal wieder einen Kurztrip nach Dresden machen wollte. Dort gibt es einfach mehr zu sehen.

Das Spiel

Der Marktplatz einer kleinen Stadt. Im Ort findet ein Spiel statt, bei dem alle Plätze und Straßen miteinbezogen sind. Auf ihnen tummeln sich die Menschenmassen. Auffällig ist das Bronzestandbild eines Mannes, der seinen Kopf unter dem Arm trägt. Ich mache beim Spiel mit und muß als nächstes einen, wie mir scheint, harmlosen Bach überwinden. Doch ein kaum hörbares, unheimliches Gurgeln und Brodeln läßt mich stutzig werden. Ist der Bach wirklich so harmlos, wie er von oben aussieht? Genauere Beobachtungen zeigen mir, daß er gefährlich tief in das Innere der Erde reicht, wenn er auch nicht sehr breit ist. Doch es sind bereits einige Leute darin verschollen. Noch weiß ich nicht, wie ich ihn überwinden kann, aber finde schnell eine schmale Furt, durch welche ich auf ausgelegten Ziegelsteinen kurz unter der Wasseroberfläche den Bach überquere. Prima, daß ich diesen Weg gefunden habe! Genau an dieser Stelle entdecke ich nun unter Wasser drei Pakete mit Streichholzschachteln. Diese gehören zum Spiel und sollten gefunden werden, damit ich später irgendetwas mit ihnen entzünden kann. Erst will ich nur zwei einstecken aber denke mir dann, daß sich die Veranstalter sicher etwas dabei gedacht haben, wenn sie drei Pakete versteckten. Vielleicht reichen zwei allein nicht aus, also nehme ich das dritte auch noch mit. Mir fällt außerdem auf, daß in den Paketen Fotos enthalten sind. Wie ich feststelle, Fotos von mir, die ebenfalls während des Spieles gemacht wurden und auf denen ich professionell wie ein Model fotografiert worden bin. Ich bin erstaunt, wie gut ich auf diesen Fotos aussehe. Ich scheine zu strahlen, als sei ich mit Zuckerguß überzogen. Vielleicht bin ich das sogar.

In der nächsten Traumsequenz sitze ich mit meinem Vater auf einer Couch. Er sieht relativ gesund und jung aus. Durch diese Feststellung wird mir klar, daß er eigentlich gar nicht hier sitzen kann, da er tot ist. Provozierend, fast anklagend, mache ich ihn darauf aufmerksam, daß etwas nicht stimmen kann: "Du kannst nicht hier sitzen! Du bist ein Geist!"