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Freitag, 14. Mai 2010

Nimm Bonbons (Neumond)

Ich befinde mich in der Wohnung meiner ersten Physiotherapeutin. Wie ich dort hingekommen bin, weiß ich nicht, aber ich fühle mich wie zu Hause und außer mir sind dort ebenfalls ihr Lebenspartner oder Mann und ein acht- bis neunjähriges Kind. Sie hat mir eine großformatige, aber dünne Broschüre hingelegt, in der auf jeder Seite ein langes Strophengedicht abgedruckt ist. Eines davon trägt die Überschrift "Nimm Bonbons" und dieses Worte wiederholen sich darin refrainartig. Passend dazu kommt im gleichen Moment, als ich es lese, das Kind zu mir, bietet mir mit der einen Hand Pfeffis an, während es mit der anderen Hand die fast leere Dropsrolle neben mir stibitzt. Ich bin dabei, ein Bild zu malen, doch ziemlich unzufrieden damit. Zwar habe ich viele Details vorgezeichnet, doch wenn ich diese jetzt mit den Farben darstellen möchte, gelingt es mir einfach nicht, zu differenzieren, sondern alles verschwimmt in einem nächtlichen Blau aus dem da und dort die weiße Stelle eines Details scheint. Doch das ist zu wenig. So ein Bild nur in Nachtblau ist kein richtiges Bild, selbst wenn durch das Blau die gezeichneten Umrißlinien schimmern. Zumindest zeigen sie, daß das Bild nicht so geplant und ich bemüht war. Aber das reicht nicht. Wahrscheinlich ist das Bild nichts geworden, weil ich zu ungeduldig bin und zu schnell fertig werden wollte. Ich beschließe, es noch einmal zu übermalen und ein völlig neues Bild daraus zu machen. Auf diesem neuen Bild wird nur eine Kommode mit Vase und Blüte zu sehen sein, aber es wird perfekt sein. Ich sehe es förmlich schon vor meinen Augen, vor allem die Blüte, und male mir in Gedanken aus, wie ich so lange probieren werde, bis die weiße Blüte genau die geschwungene Form hat, die sie erhalten soll. Diesmal werde ich mir mir viel Zeit nehmen und erst aufhören, wenn das Bild genau meiner Vorstellung entspricht. Überrascht stelle ich fest, daß es bereits kurz vor Mitternacht ist. Jetzt sollte ich aber wirklich gehen, bevor ich mit meinem Besuch noch lästig werde. Ich verabschiede mich und steige in einen Bus mit einem eingebauten Gasherd. Das trifft sich gut, weil ich einen dreckigen Topf mit angebrannten Resten bei mir habe. Ich fülle Wasser in den Topf, stelle ihn auf eine Flamme und lege einen Deckel drauf. Durch den nicht entweichenden Wasserdampf wird die Reinigungswirkung wahrscheinlich noch verstärkt, stelle ich, zufrieden über meinen Einfall, fest, setze mich neben den Herd und warte.

Bemerkung: Nach dem Aufwachen hatte ich das Gefühl, die weiße Blüte schon einmal gesehen zu haben. Mir fielen die Bachblüten-Karten ein, die ich mir gestern angeschaut und aus denen ich "blind" die Centaury-Blüte gezogen hatte. Ich schaute sie mir also noch einmal an und stellte fest, daß es zwar nicht die Centaury-Blüte ist, dafür aber verblüffende Ähnlichkeit mit der Star of Bethlehem-Blüte besteht, wenn diese noch nicht ganz geöffnet ist. Komischerweise hab ich an diese Blüte nie bewußt gedacht, obwohl die letzten vier Jahre durch die Sache mit meinem Vater tatsächlich traumatisch waren.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Herr N.

hat mich, als er früh den Büro-Wagen sah, aufgezogen, indem er meinte, er dachte, eine Omi hätte ihre Gehhilfe vergessen.....pffff. Und auch die Verkehrsbetriebe wollen mich anscheinend auf den Arm nehmen, denn sie schlagen mir vor, neue Abonnementen zu werben und dafür zwei Monate frei zu fahren. Fragt sich nur womit. Vielleicht wäre ein Gutschein für ein Paar Flügel effektiver.

Dienstag, 11. Mai 2010

Sommerliches Verkehrschaos

Ein Teil der S-Bahn-Strecke ist lahm gelegt, U-Bahn und Straßenbahn fahren über mehrere Stationen überhaupt nicht mehr und meine Straßenbahn vom Büro kommt auch nur noch jede Viertelstunde, während sie vorher alle fünf Minuten fuhr. Was bin ich froh, daß ich keine Physio-Termine mehr habe. Vor einem Jahr schaffte ich es noch mit zweimaligem Umsteigen in knapp einer Stunde bis dorthin, in den letzten Monaten waren es dank Bauarbeiten schon eine plus eine Viertelstunde und heute würde ich wahrscheinlich anderthalb Stunden bis dorthin brauchen. Und das im gleichen Stadtbezirk - normal ist das nicht. Würde ich von mir aus nach Norden fahren, wäre ich in anderthalb Stunden bis in Mecklenburg-Vorpommern. Für zwanzig Minuten Behandlung lohnt sich das eigentlich gar nicht. Jedenfalls würde ich auch nicht anderthalb Stunden nach Mecklenburg-Vorpommern für zwanzig Minuten Behandlung fahren. Da kriegt man ja alleine vom langen Sitzen und Stehen mehr Rücken als alles andere. Immerhin hat der gestrige Sport das erste Mal die Schmerzen gebessert und nicht wie sonst, verschlechtert. Ich glaube, das liegt an den diesmal etwas anderen Übungen. Meinetwegen können wir bei denen bleiben. Von den über 30 Liegestützen habe ich allerdings Muskelkater in den Brustmuskeln. Und - Überraschung - als ich heute ins Büro kam, stand da ein neuer, von mir beantragter Büro-Wagen in der Ecke. Zumindest das hat endlich geklappt.

Montag, 10. Mai 2010

Beim Sport

haben wir heute Sirtaki mit Gymnastikball und Stange getanzt. War mal was anderes und ziemlich seltsam. Nächstes Wochenende wird eh erneut nichts aus Salsa, aber ich habe sowieso nicht wirklich Lust. Meine Kolleginnen anscheinend auch nicht.
Und im Schaufenster stand wieder ein drittes Jugendstil-Windlicht, da gibt es wohl doch noch Nachschub. Vielleicht reicht der ja bis August.

Notebook eingerichtet

An diese neumodischen Widescreens werde ich mich nie gewöhnen. Ich weiß nicht, ob ich die einzige bin, die an Notebooks mehr macht, als Filme zu schauen und zu spielen, jedenfalls scheine ich aber die einzige zu sein, die das ausufernde Scrollen bei solchen Displays nervt. Immerhin kann ich mir bei einer Auflösung von 1920x1080, wenn ich die kleinste Schriftgröße nehme und diese noch etwas manuell verkleinere, den Desktop so basteln, daß ich nicht häufiger scrollen muß als bei einem normalen Display. Allerdings kann ich bei dieser Schriftgröße nur hoffen, daß ich bald altersweitsichtig werde. Um so unverständlicher ist es für mich, daß, obwohl es fast nur noch Breitbild-Notebooks im Angebot unter den "Normalgrößen" gibt, diese meist nur eine Auflösung von 1366 x 768 oder ähnlich haben. Das geht überhaupt nicht. Jedenfalls nicht für mich. Deshalb war meine Auswahl nicht allzu riesig. Das erstandene Teil sieht echt billig und häßlich aus und auf der Tastatur fühle ich mich wie auf einem Schiff bei hohem Wellengang. Das Aussehen und die Verarbeitung nerven, ganz besonders der fette, schwarze zwei und drei Zentimeter Rand oben und unten vom Display, der völlig nutzlos ist. Aber ok, es ist sehr schnell, super leise, hat bisher alles mitgemacht, ohne sich aufzuhängen und ich kann damit mehr machen als spielen, dank der hohen Auflösung. Außerdem hatte ich schon einmal ein Fujitsu. Das Laptop war zwar ebenfalls häßlich und schlecht verarbeitet - irgendwann fielen die USB-Buchsen mehr oder weniger raus - läuft aber heute noch nach mehreren Jahren bei jemand anderem. Von daher gehe ich mal davon aus, das zumindest das "Innenleben" stimmt.

Im Job dagegen wird gerade wieder die Einrichtung einer Alarmanlage diskutiert, nachdem vor zwei Wochen erneut eine Kollegin tätlich mit scharfem Glas angegriffen worden ist. Ich hatte mich bereits die ganze Zeit gewundert, warum es hier keinen Notruf gibt, denn im Bereich, aus dem ich gekommen bin, hatte jedes Zimmer einen Alarmknopf. Die Anlage ging zwar immer mal wieder ohne Grund los und verursachte einen Massenauflauf, aber bei den vielen Irren, Haftentlassenen, Axt.-und Ball.haus.mördern, fühlt man sich damit doch sicherer, selbst wenn man den Knopf letztendlich nicht nutzt. So ging es mir, als mir einmal jemand einen Stuhl über den Kopf kloppen wollte. Statt mich zu abzuwenden und nach dem Alarmknopf zu suchen, hielt ich es für besser, dem Typen in die Augen zu schauen und gut zuzureden. Glücklicherweise wirkte das auch. Ich glaube sogar, daß er eher zugeschlagen hätte, wenn ich mich weggedreht oder ihn nicht angesehen hätte. Wahrscheinlich ist das wie bei Raubkatzen. Immer stehen bleiben und in die Augen schauen.

Sonntag, 9. Mai 2010

Traumsplitter

Im Traum die Tarotkarten Die Herrscherin und Vier der Stäbe gesehen, verbunden mit dem Wort "siegesgewiß".

Traumsplitter

Am Fenster mit Blick auf einen Fluß. Es regnet und jemand macht mich auf seltsame Tiere aufmerksam, die bewegungslos im Wasser schwimmen. Auf den ersten Blick wirken sie wie helle Robben. Doch bei genauerem Betrachten sieht man zwei Vögel, die übereinanderliegen und im Wasser gleiten. Sie sind hellgrau und haben auf dem Rücken einen orangefarbenen Fleck. Ah, Regenpfeifer! - erkläre ich sofort. Ich bin mir ganz sicher.

In einem Park wurde ein spiralförmiger Fleck mit verschiedenen Untergründen angelegt. Nach kleineren Pflastersteinen folgt glatte schwarze Erde und in der Mitte der Spirale sieht mab die Hügel von größeren abgerundeten Steinen. Sogleich überkommt mich das Verlangen, die sonnenbeschienenen Steine unter meinen nackten Füßen zu spüren. Vielleicht wurde diese Spirale ja sogar zum Barfußlaufen angelegt, ich wüßte jedenfalls nicht, wozu sie sonst gut sein sollte. Man geht auf der Spirale entlang bis zur Mitte. Leider sitzt genau auf dem Weg der Spirale ein Mann auf einer Bank. Es wäre mir peinlich, mich an ihm vorbei zu quetschen, um die Strecke abzulaufen. Also lasse ich es. Es würde wahrscheinlich etwas kindisch wirken.

Irgendwo auf einer Reise in einer fremden Herberge. Obwohl unterwegs, fühle ich mich extrem kraft- und antriebslos. Allein der Gedanke daran, einen Schritt nach draußen zu machen, strengt mich an. Eigentlich schade, denn wenn ich verreise möchte ich ja etwas sehen und nicht nur schlafen. Deshalb weckt mich die Leiterin der Herberge schließlich auch um halb Zwölf. Mit einem tiefen Gefühl der Schwäche schleppe ich mich ins Bad und ziehe mich an. Zurück im Zimmer fällt mir auf, daß ein kleinerer Ahornbaum direkt vor meinem Fenster leicht braune Blätter bekommen hat. Das ist seltsam, denn es ist gerade erst Frühjahr und alle anderen Bäume tragen helles Grün. Da kommt mir ein Verdacht: Wahrscheinlich ist es meine Nähe und meine schlechte Energie, die diesen Baum krank macht, weil er sie von mir aufnimmt. Bleibt nur zu hoffen, daß es bald regnet und sich der Baum von mir wieder erholen kann.

Freitag, 7. Mai 2010

Traumsplitter

In einem seltsamen Gebäude - ein Turm in Form eines angespitzten runden Bleistifts, allerdings sehr klein. Der Umfang ist gerade so, daß ich stehend hineinpasse und kurz über mir beginnt der Kegel der Spitze. Als ich hinaufschaue sehe ich, daß der gesamte Turmkegel voller Spinnweben und sonstiger Insekten ist. Irgendwo hängt sogar eine Fledermaus. Nee - denke ich, - hier kannst du nicht drin bleiben, sonst fallen dir noch die Spinnen und sonstigen Tierchen auf den Kopf.

Irgendwo in einem großen Raum sitzt K. mit einem kleinen Mädchen und macht mit ihr Hausaufgaben oder liest ihr etwas vor. Später verläßt er den Raum, genau in diesem Augenblick gehe ich ebenfalls auf den Ausgang zu. Er sieht mich und grüßt, ich grüße zurück. Ich beschließe zu warten, bis er wiederkommt, warum weiß ich selbst nicht genau, und setze mich auf einen Stuhl neben der Tür. Hinter mir ein Tisch mit mehreren Leuten aus K.s Familie, unter anderem eine ältere Frau. Es werden immer mehr und ich habe den Eindruck, daß ich ihnen den Stuhl wegnehme. Deshalb stehe ich auf, schiebe den Stuhl Richtung Tisch und sage, daß ich nicht den Stuhl in Beschlag nehmen möchte. Die ältere Frau winkt jedoch freundlich ab und fragt mich, ob ich nicht mit ihnen zusammen essen möchte. Ich finde es zwar nett, daß ich eingeladen werde, lehne jedoch dankend ab.

Als

ich heute ins Büro kam, war Herr N. doch, trotz gestriger Ankündigung, anwesend, streckte mir jedoch sogleich zur Begrüßung triumphierend sein (leicht) blutiges, vollgerotztes Taschentuch entgegen, als Beweis, daß er sich heldenhaft trotz hohen Blutverlustes ins Büro schleppt. Genau das wollte ich am frühen Morgen sehen.

Ansonsten habe ich festgestellt, daß ich mal die kleinen Mini-Werbeflyer aus meinem Briefkasten entfernen sollte. Ich habe irgendwann aufgehört, die rauszunehmen und inzwischen häufen sie sich auf dem Boden des Briefkastens schon mehrere Zentimeter hoch.

Post von meiner Zahnärztin

Herr N. bereitete mich heute bereits darauf vor, daß er morgen vielleicht zum Arzt gehen wird, da er immer noch seit drei Wochen seinen "Rotz" nicht losgeworden ist. Er erklärte mir auch gleich, daß jetzt beim Schnauben schon fast Blut kommen würde. Wenn ich also Blut sehe und er unter dem Schreibtisch liegt, würde er gerade verbluten. Nur, damit ich Bescheid wisse. Ich habe noch nie gehört, daß jemand an Schnupfen verblutet ist, aber ich habe gesagt, daß ich das alles gar nicht so genau wissen möchte. Wieso müssen Männer einem immer alle Details ihrer Körperabsonderungen erzählen? Und im übrigen verblute ich gerade seit drei Tagen an Unterleibsschnupfen. Komisch, daß ich noch nicht tot bin. Aber es ist verständlich, daß Männer beim Anblick von ein bißchen Blut sofort panisch werden, schließlich sind sie es nicht gewöhnt.
Zu Hause erwartete mich Post von meiner Zahnärztin. Eine Ansichtspostkarte mit roten und grünen Äpfeln und der Aufforderung, ich möchte doch bitte einen neuen Kontrolltermin vereinbaren. Ärghs! Seit wann schicken Zahnärzte Postkarten? Ich warte zwar ständig auf Post, besonders auf einen Brief von meinem Arbeitgeber, von dem seit fünf Monaten eine Antwort aussteht, aber damit hatte ich nicht gerechnet. Nachdem ich letztes Jahr das erste Mal nach neun Jahren wieder beim Zahnarzt war und bis auf das eine Loch, weshalb ich den Termin gemacht hatte, nichts weiter zu finden gewesen ist, hatte ich gedacht, ich könnte mich jetzt für die nächsten neun Jahre wieder verdrücken. Überhaupt hatte ich mir gerade zwei Tage vorher vorgenommen, mindestens ein halbes Jahr zu keinem Arzt mehr zu gehen, nachdem ich in der Praxis von meiner Hausärztin weggeschickt wurde, als ich ein Rezept für das Nasenspray gegen Heuschnupfen haben wollte. Dazu müßte ich zur HNO-Ärztin, die das Spray verschrieben hat. Ich habe aber keine Lust extra wegen dem Spray in die Polyklinik zu fahren, ich weiß noch nicht einmal, ob es die Fachärztin noch gibt, da sie vor zwei Jahren schon aussah, als stünde sie kurz vor der Rente. Man fühlt sich ständig nur noch wie ein Bettler, wenn man zum Arzt geht, und zahlt 400 EUR Bettelsteuern im Monat an die Krankenkasse. Wenn man Glück hat, bekommt man etwas, wenn man Pech hat, wird man weg und von Pontius zu Pilatus gejagt. Jedenfalls habe ich Ärzte und Arztbesuche so satt, daß ich eigentlich bis ans Ende meines Lebens keinen mehr sehen will, aber mindestens die nächsten Monate. Sch.... auf Heuschnupfen und einfach hoffen, daß die Nase nicht so zuschwillt, daß ich keine Luft mehr bekomme, sch.... auf Rücken, so lange ich mich noch an- und ausziehen kann, sch.... auf überhaupt alles. Aber ich bin mir sicher, daß ich für die Goldinlays, die ich nicht haben möchte, nicht eine Sekunde lang betteln müßte.

Dienstag, 4. Mai 2010

Zum

diesjährigen Betriebsausflug hat jemand eine Führung durch eine bekannte Berliner Brauerei mit gleichzeitiger Verkostung vorgeschlagen. Wo das enden wird, kann ich mir nach den Erzählungen von der letzten Weihnachtsfeier bereits jetzt lebhaft vorstellen.

Montag, 3. Mai 2010

vergelesen

"fettarme Gedichte" statt "fettarme Gerichte"

(Es soll ja auch Gedichte geben, auf denen sieht man regelrecht die Fettaugen schwimmen.)

Sonntag, 2. Mai 2010

Traumsplitter

In einer Wohnung, die genau an einem kleinen See liegt. Der Balkon ist im Prinzip eine Terrasse mit Geländer, die ein Stück über die Wasseroberfläche hinausgeht. Was den See angeht, ist man sehr streng. Es dürfen zum Beispiel keine Steine hineingeworfen werden. Auch hat man einfach zwei von meinen fünf Balkonkästen weggenommen, weil sie zuviel waren und schlecht für den See, da sie dauernd hineingefallen sind. Jetzt sind es nur noch drei und ich bin ziemlich sauer, möchte meine Balkonkästen wiederhaben. Ich sitze am Ufer des Sees und lasse rote glatte Flußsteine durch meine Hände gleiten. Hineinwerfen darf man zwar keine, aber herausnehmen schon. Das Wasser ist sehr klar und sauber. Für einen Moment sehe ich den See unter Wasser und wundere mich darüber, daß darin so viele Leoparden- und Tigerfelle schwimmen. Die darf man da wohl hineinwerfen, oder wie? Doch nicht nur Felle, auch die Raubkatzen selbst sehe ich jetzt unter Wasser. Dann befinde ich mich nicht mehr im See, sondern in meinem Wohnzimmer. Auch dieses ist voller Leoparden und Tiger. Die Raubkatzen tigern im Kreis durch den kleinen Raum, immer auch über das Bett hinweg, in welchem ich liege, und eine rollt sich sogar in meinem Bett zusammen. Ich fühle mich etwas beengt zwischen den vielen großen und schweren Katzen. Der Raum ist für uns alle zu klein. Irgendwann ist A. da. Ich denke darüber nach, wie gerne ich es hätte, daß er bleibt und nicht wieder geht. Vielleicht hilft es ja, wenn ich ihm das einfach sage? Ich frage ihn, wie lange er in Berlin bleiben wird und ob er nicht wenigstens in dieser Zeit bei mir bleiben könnte. Er antwortet nicht, beginnt aber Pläne für die Renovierung der Wohnung zu schmieden. Ich halte das für ein gutes Zeichen.
Die Tarotkarte der Hohepriesterin hinter einem Schleier verborgen.

Donnerstag, 29. April 2010

Die derzeitige Schönwetterfront

hat mich dazu animiert, mal wieder einen kleinen Rundgang im Tierpark zu machen. Andere hatten anscheinend auch die Idee, jedenfalls war für einen Wochentag ziemlich viel los. Da ich die letzten Male im Winter, kurz vor Anbruch der Dunkelheit oder im Regen dort war, hatte ich ihn menschenleerer in Erinnerung. Außerdem scheinen sie statt freilaufender Pfaue jetzt freilaufende Hasen dort zu haben, denn ich habe nur einen einzigen Pfau gesehen, aber irgendwann nicht mehr mitgezählt, wieviele Langohren um mich herumgehüppelt sind. Die Schneeleoparden sind nach einem Jahr natürlich inzwischen groß und nicht mehr so putzig wie nach der Geburt. Die Zebras waren zum Flirten aufgelegt, getrieben haben es jedoch nur die Goldfasane - die aber dafür um so doller. Die Attraktion waren diesmal die Erdmännchen. Die kommen anscheinend nur bei Sonnenschein aus ihrem Bau, denn bei Schlechtwetter war nie etwas von ihnen zu sehen. Doch jetzt war richtig was los. Sie futterten, sonnten sich und buddelten eifrig. Ich habe jede Menge lustige Fotos gemacht, aber mein Notebook spinnt und friert ungefähr 50 mal am Tag ein. Bildbearbeitung unmöglich. Und jede Datei garantiert im Eimer, die gerade in Bearbeitung gewesen ist. Also müssen die Fotos warten.

Halleluja!

Ich bin wieder willkommen! Tatsächlich wieder willkommen! Mein Windows sagt 'Willkommen' zu mir! Wie man sich doch über so ein einfaches Willkommen freuen kann!

Gedankt sei den Tips dieses Forums:
http://www.forumla.de/f-windows-vista-forum-50/t-vista-startet-nach-update-staendig-neu-60672