Sonntag, 15. August 2010
Enneagrammtest
Enneagramm-Typ 5 - Der Forscher
"Denker", die zum Rückzug und zum Beobachten neigen
Der Forscher 5.Menschen dieses Persönlichkeitstyps fürchten tief im Inneren, dass sie nicht genug Stärke haben, um dem Leben standzuhalten. Deshalb neigen sie dazu, sich zu entziehen und den Rückzug in die Sicherheit und Geborgenheit ihres eigenen Bewusstseins anzutreten, wo sie sich geistig auf ihren Eintritt in die Welt vorbereiten können. Fünfen fühlen sich im Bereich des Denkens wohl und zuhause. Im Allgemeinen sind sie intelligent, belesen und nachdenklich und werden häufig zu Experten in den Bereichen, für die sich interessieren.Während einige von ihnen eine naturwissenschaftliche Orientierung haben, insbesondere jene mit einem Sechser-Flügel, fühlen sich genauso viele von ihnen zu den Geisteswissenschaften hingezogen, und es ist nicht ungewöhnlich für Fünfen, eine künstlerische Neigung zu besitzen. Fünfen sind häufig ein wenig exzentrisch; sie verspüren wenig Neigung, ihre Überzeugungen zu ändern, um sich der Mehrheitsmeinung anzupassen. Sie lehnen es ab, ihre Freiheit, zu denken wie es ihnen beliebt, zu kompromittieren. Fünfen fühlen sich im Bereich des Denkens wohl - problematisch und weit weniger angenehm wird es für sie, wenn es um ihre Gefühle geht, wenn die Beziehung Anforderungen stellt oder sie einen Platz in der Welt für sich finden müssen. Fünfen sind tendenziell schüchtern, unaufdringlich und unabhängig. Sie sind zögerlich, um die Hilfe zu bitten, die andere ihnen sehr gerne geben würden.
Fünfen sind empfindlich; sie fühlen sich gegen die Welt nicht ausreichend gewappnet. Um ihre Sensitivität zu kompensieren, übernehmen sie manchmal eine Haltung teilnahmsloser Gleichgültigkeit oder intellektueller Arroganz, was leider zur Folge hat, dass dies eine Distanz zwischen ihnen und den anderen schafft. Diese Distanz zu überbrücken, kann für Fünfen schwierig werden, weil sie ihrem sozialen Geschick nicht sehr vertrauen. Aber wenn es ihnen gelingt, dann sind sie wirkliche Freunde und lebenslange Verbündete.
Fünfen sind für gewöhnlich etwas gehemmt, wenn es um den emotionalen Ausdruck geht, aber sie haben oft stärkere Gefühle, als sie sich anmerken lassen. Nur wenige Menschen wissen, was unter der Oberfläche vorgeht, weil Fünfen oft ein übertrieben starkes Bedürfnis nach Abgrenzung und eine tief sitzende Angst vor Zudringlichkeit haben. Wegen ihrer Sensitivität und ihrer Angst vor Unzulänglichkeit fürchten sich Fünfen davor, überwältigt zu werden: sei es durch die Anforderungen anderer oder von ihren eigenen Emotionen. Manchmal gehen sie so damit um, dass sie einen minimalistischen Lebensstil entwickeln, durch den sie wenig von anderen verlangen und im Gegenzug wenig von ihnen verlangt wird. Andere machen ihren Frieden mit der Unübersichtlichkeit des Lebens und engagieren sich mehr, aber sie behalten zumeist ihre Angst, dass das Leben irgendwie mehr von ihnen fordern könnte als sie bieten können.
Fünfen - besonders die mit einem Vierer-Flügel - halten sich manchmal irrtümlich für eine Vier. Solche Fünfen erkennen, dass sie starke Gefühle haben, und sie identifizieren sich nicht mit dem oftmals extrem "hirnigen" Bild der Fünf. Aber die Fünfen, anders als die Vieren, behalten immer einen Rest Unbehagen, wenn es darum geht, ihre emotionale Befindlichkeit auszudrücken. Und ganz gleich, wie viel Geschick sie darin erwerben - die Sprache der Gefühle ist nicht ihre Muttersprache.
vergelesen
statt
"trotz vollmundiger Sprüche"
Traumsplitter
Danach in einer Stadt unterwegs, die mir wie eine Stadt der Zukunft oder auch eine auf einem fremden Planeten vorkam. Die Innenstadt sieht noch ganz normal aus, doch am Stadtrand entdecke ich Gebäude wie dicke weiße Klötze, die sich ringförmig als Mauer um die gesamte Stadt ziehen. Ich denke zuerst an Kraftwerke, vielleicht sind sie es teilweise auch, doch in manchen Abschnitten sind auch Wohnungsfenster zu erkennen. Dann folgen Straßen voller winzigen Bungalows, die eigentlich mehr die Größe eines Spindes haben, in welchen sich ein schmales Fenster und eine Tür befinden. Ein Bungalow gleicht hier dem anderen, nur daß bei einigen wenigen die Türen offen stehen, vielleicht weil hier niemand wohnt. Von dieser Straße gehen immer wieder Abzweigungen zu Durchgängen oder Siedlungen ab, wobei auffällig die vielen Türen überall sind. Türen befinden sich auch in Mauern und Felsgestein, allerdings bemerke ich, daß manche nirgendwohin führen, sondern ebenfalls nur Mauer oder Stein dahinter ist. Das Ganze ähnelt einem Labyrinth und zu allem Überfluß wird mir klar, daß es verboten ist, bestimmte Abschnitte zu betreten. Man sollte sich nicht dabei erwischen lassen, denn dann bekommt man Ärger mit den Aufpassern und Hütern des Gesetzes, die dort patroullieren. Irgendwoher ist mir klar, daß dies nicht nur wenig Ärger ist, sondern eine echte Gefahr darstellt.
Bemerkung: Wenn ich in der Nacht schon so viel Sport gemacht habe, dann muß ich ja jetzt keinen mehr machen. *gg*
Vielleicht war die Übung aber auch ein Vorschlag für meine Neuerwerbung.
Sonntagmorgenruhe
Wenn man noch nicht wegen der Kirchenglocken oder der Flugzeuge wach ist, hat man gute Aussichten, durch kreischende Kinder geweckt zu werden. Normalerweise stören mich Kindergeräusche relativ wenig, da ich 17 Jahre lang einen Kindergarten auf dem Hof hatte, in welchem wochentäglich 20 - 30 Kinder spielten. Ich bin also einiges gewöhnt und höre sowas kaum, bzw. verbinde es eher mit angenehmen Gefühlen wie Heimat, Zuhause usw. Einmal gab es allerdings unter den Kindern einen Jungen, der konnte täuschend echt die Polizeisirene nachahmen und hat damit meine Mutter um den letzten Nerv gebracht. Seit unser Vermieter einen kleinen Spielplatz in den Hof gebaut hat, hört man hier jetzt auch öfters Kinder spielen. Es sind "nur" zwei, nämlich eine Marie und ein Marco. Leider scheint die kleine Marie ausschließlich schreiend zu kommunizieren, denn während ich vom kleinen Marco noch nie einen Ton gehört habe, höre ich Marie ständig. Sie muß einige Aufgänge links von mir wohnen, der Spielplatz befindet sich 200 m weiter rechts von mir, so daß sie immer mit ihren Beinchen den Weg unter dem Fenster entlangtrappelt und ungefähr in meiner Höhe entweder ihre Eltern lauthals schreiend vorwarnt, daß sie im Anmarsch ist, oder aber in der anderen Richtung ihren Spielfreund, daß sie nun wieder den Spielplatz beehren wird. Es können sich aber auch solche Dramen abspielen, wie heute vor meinem Fenster, als man sie entzückt ausrufen hörte (man hätte meinen können, sie hätte die neue Mutation einer Waldsegelohreule gefunden) - Eine Ameise! Meine Ameise, meine Ameise! - Dann ein lautes Aufstampfen, ein gellender Schrei und eine Empörung, die wahrscheinlich noch drei Straßen weiter zu vernehmen ist - Ohhhhh, Marco! Du bist sooooo gemein! - Spätestens jetzt ist man hellwach.
Samstag, 14. August 2010
Regentage

Ich bin nämlich auf die geniale Idee gekommen, mir mit einem weitmaschigen Plaid ein Lesezelt zu bauen. Einfach das Plaid unter Füße und Kopf klemmen. Darunter ist es hell genug zum Lesen und wird kuschelig warm, so daß selbst die Hände und das Gesicht nicht frieren, die sonst immer hervorschauen und bei diesem Mistwetter schnell klamm werden. Und nach drinnen möchte ich nicht, denn dort bin ich bald wieder lange genug. Außerdem ist es im Zimmer sogar weniger warm als in meinem Lesezelt, da ich keine Lust habe, schon die Heizung aufzudrehen.
Wenn ich so unter dem Plaid hocke, kommen mir sofort Erinnerungen an die Regentage meiner Kindheit. Es gab Zeiten, da war ich nur zum Essen und Schlafen in der Wohnung und ansonsten den ganzen Tag mit meinen Spielfreunden draußen. Und Regen hat uns damals nicht abgeschreckt. Wir legten Decken und Planen über das Klettergerüst, schoben ein Brett zwischen die Sprossen, das wir "unsere Couch" nannten, bauten uns so eine Behausung, in welcher wir hockten und uns Witze oder Gruselgeschichten erzählten. Manchmal hockten wir auch im Indianerzelt, welches M. gehörte, und das wir ebenfalls mit Planen abdeckten. Doch wenn es richtig schlimm mit dem Regen wurde, suchten wir Unterschlupf in einem der Hausflure. Es gab drei davon. Der vordere Hausflur war eher ungünstig, da relativ klein und von dort gingen auch die meisten Wohnungstüren ab, weshalb sich die Mieter durch lärmende Kinder im Flur leichter belästigt fühlten. Dann gab es einen Durchgang zum Hinterhof, der war groß wie ein Tanzsaal und mit ebenso glattem Steinparkett, wo man die schönsten Rutschpartien und sogar Wettrennen veranstalten konnte. Auch das Fangespiel durch beide Hausflure hindurch, immer im Kreis über Hinterhof, Hofeinfahrt, Straße und wieder vorderen Eingang war sehr beliebt, aber sehr laut, weshalb es nie lange dauerte bevor der Hausmeister kam und uns ermahnte, nicht so viel Krach zu machen. Einmal, mitten im schönsten Fangespiel, lief ich direkt gegen seinen Bauch, als er gerade hinter der Tür zum Zwischenflur stand. Auf frischer Tat ertappt, sozusagen. Doch am schönsten war es eigentlich immer im dritten Hausflur des Hinterhauses. Dieser hatte ebenfalls ein kleines, besonders glattes Steinparkett, für Eislaufimitationen bestens geeignet, und da dort nur zur linken Seite Wohnungstüren abgingen, davon zwei als Hinterausgänge, zur rechten Seite dagegen nur Gemeinderäume, in denen sich in der Regel niemand befand, beschwerte sich hier auch seltener jemand. Je höher man kam, um so schummriger wurde es, und auf dem letzten Treppenabsatz vor dem Dachboden gab es gar kein richtiges Fenster mehr, sondern nur noch ein rundes "Bullauge". Wenn man von hier auf den Hof hinuntersah, erschien einem die Welt fast unwirklich, so weit entfernt hinter dem dicken runden Glas. Direkt unter dem Bullauge stand eine alte Truhe, in welcher immer irgendwelche alten Kleider herumlagen. Wir verkleideten uns damit zum Beispiel als Piraten und der Treppenabsatz war unser Schiff. Durch das Bullauge hindurch beobachteten wir feindliche Annäherungen oder wir lieferten uns Fechtkämpfe, mit allem was uns gerade in die Hände fiel. Manchmal war der letzte obere Absatz vor der Dachbodentür aber auch eine Bühne und wir die Schlagerstars. Jeder war an der Reihe und der Rest spielte Publikum. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, daß ich mich in dieser Zeit jemals an einem Regentag gelangweilt hätte, und das völlig ohne Fernseher und Internet.
Freitag, 13. August 2010
Sternschnuppen, von wegen...
Heute nervte dafür der Ordnungs- und Kontrollzwang meines Büro-Mitinsassen mal wieder. Er hat während meiner Abwesenheit die Akten umgehängt, Büroklammern aus meinem Behälter umsortiert, und meinen Kalender für 2010 weggeworfen, was er letztes Jahr mit dem Kalender für 2009 auch bereits getan hatte. Das mit dem Kalender habe ich erst heute gemerkt, so daß ich nach Montag wegen der Akten gleich noch einmal schimpfen mußte. Er hat so getan, als sei es eine "mysteriöse Person" gewesen, die den Kalender mit dem für 2011 ausgetauscht hat, aber es kann nur er gewesen sein, bzw. jemand auf seine Anweisung, denn nur ihn würde es stören, wenn bei mir zwei Kalender herumliegen. Aber klar, im August ist das Jahr sowieso vorbei. Er ist außerdem der Meinung, ich brauche keinen Kalender, weil ich 'nichts' eintrage. Ich trage wenig ein, das stimmt, aber vor allem schaue ich öfters hinein. Jedenfalls bin ich nach wie vor froh, daß ich sowas nicht zuhause habe. Bei einem Kontrollfreak, der ständig an den Heizungen und Fenstern herumdreht, Stecker von Fernseher und Computer jeden Abend herauszieht, alles wegwirft, was er nicht braucht oder kennt, egal ob es ihm gehört oder nicht, würde ich außerhalb des Büros eine Krise kriegen.
Gestern hab ich hinter meinem Bildschirm vor Lachen fast am Boden gelegen, als ich ein Telefongespräch von ihm belauschte. Er sprach mit einer Kollegin über einen Heimbewohner und sagte so Sachen wie "Na vielleicht pißt der so dolle, daß es den Bewohnern der Etage darunter schon auf den Kopf tropft." und dann "Die sollen ihn in den Keller schieben und sagen, es sei Hochwasser." Unterhaltsam ist er ja....
Heute lachte ich dagegen über eine Postangestellte, die mir auf dem Postamt ein Päckchen geben wollte. Ich weiß nicht, was passiert ist, vielleicht ist sie gestolpert, aber als sie sich mit dem Päckchen dem Thresen näherte, flog dieses plötzlich im hohen Bogen durch die Luft, landete glücklicherweise noch auf dem Tisch, und sie flog gleich mit ihrem Oberkörper hinterher. Dann fing sie lauthals an zu lachen und meinte: "Das war jetzt Flugpost." Ich habe erst etwas verdutzt geguckt und konnte danach auch kaum noch an mich halten. Den ganzen Nachhauseweg gluckste und grinste ich vor mich hin, weil es so komisch ausgesehen hat, als das Päckchen durch die Luft segelte und sie hinterher.
Traumsplitter
Donnerstag, 12. August 2010
Traumsplitter
Bemerkung: Und überhaupt würde mich langsam mal interessieren, zu welcher Tür oder Schatzkiste diese Schlüssel gehören.
Mittwoch, 11. August 2010
Kätzchen im Kühlschrank und das Märchen-Spielzeug-Schloß
Wieder ein großer Raum, den ich erblicke, als ich in einem Bett liegend die Augen aufschlage. Er gleicht einer riesigen hölzernen Bogenhalle, die ohne Säulen erbaut ist, und staunend betrachte ich die bunten Schnitzereien, mit denen Wände und Decken übersät sind. Die einzelnen Schnitzereien ähneln Kinderspielzeugen, aber in ihrer Anordnung ergeben sie ein dekoratives und elegantes Muster, welches den Raum festlich und glamourös erscheinen läßt. Vielleicht ein aus Holz erbautes Schloß. Als ich den Kopf zur Seite wende, sehe ich ein Nachttischchen überreich mit bunten Dingen beladen, die wohl hauptsächlich ebenfalls Spielsachen sind. Daran gelehnt unter anderem eine Karnevalsmaske, welche eigentlich nur ein graues Männergesicht mit schwarzem Kinnbart darstellt. Während ich so schaue, habe ich plötzlich das Gefühl, als hätte sie mir zugeblinzelt, huch... Im ersten Moment bekomme ich etwas Angst, als die Maske tatsächlich ihr Gesicht bewegt, schmollt, lacht oder blinzelt. Doch die Angst verfliegt sofort wieder, weil sie so komische Grimassen schneidet und einfach nur den Eindruck macht, als wolle sie mich zum Lachen bringen. Und da lache ich auch schon. Wo bin ich denn hier gelandet? Im Märchenland? Das ist doch eigentlich nur etwas für Kinder. Es handelt sich bestimmt um einen Irrtum. Ich kann mir jedenfalls keinen Grund vorstellen, warum man mich an diesen seltsamen Ort gebracht hat.
Dienstag, 10. August 2010
Traumsplitter (Neumond)
Mit anderen zusammen bin ich viel unterwegs. Dabei schlagen wir uns auch durch einen unterirdischen Gang, der in nasse schwarze Erde gegraben zu sein scheint. Es ist dort dunkel und feucht. Der einzige Ausgang ist eine halbkreisförmige Öffnung am Boden, durch welche Licht hereinfällt. Meine männlichen Begleiter sind bereits vor mir hindurch geschlüpft und ich will ihnen folgen, frage mich aber, wie es funktionieren soll, daß ich durch diese Öffnung passe. Mir erscheint sie viel zu klein, aber wenn die anderen es geschafft haben, muß es ja irgendwie gehen. Erst versuche ich den Kopf gerade hineinzustecken, aber dazu ist das Loch zu niedrig. Also wohl doch besser seitlich. Ich drehe mich in eine Lage, in welcher ich den Kopf flach mit der Wange auf dem Boden haben und schiebe ihn vorsichtig vorwärts. Es geht ein Stückchen, doch dann stecke ich in diesem verdammten Loch fest. Es geht nicht vorwärts und nicht zurück. Siedend heiß fällt mir ein, daß mein Körper auch noch durch die Öffnung passen muß, und dieser ist streckenweise um einiges breiter als mein Kopf. Plötzlich geht es wieder und kaum ist der Kopf durch die Öffnung gequetscht, strecken sich mir zwei Arme von oben herab entgegen. Es sind die Arme meiner Begleiter, die mir helfen wollen, den Rest von mir durch den Ausgang zu bekommen. Sie halten mich fest, ziehen bis ich draußen bin.
Später sehe ich meine Begleiter mit nacktem Oberkörper. Sie haben eine weiße, schwammige Haut und genau in der Mitte senkrecht durch Nabel und Brust einen bläulichen, schnurgeraden Streifen. "Blutvergiftung" denke ich. Sie haben eine Blutvergiftung. Ich mache sie darauf aufmerksam.
Bemerkung: Ob man seine eigene Geburt träumen kann? Genau so würde ich es mir vorstellen....
Was es alles gibt...
Ich würde behaupten, jemand, der Angst hat von einer Ente beobachtet zu werden, hat wahrscheinlich zuwenig Probleme.
Montag, 9. August 2010
Tote Katze
Eine Neuigkeit im Büro war, daß sich durch den Bauwagen von diesem Herrn komplett die Ratten gefressen haben. Vielleicht mögen die ja Schimmel, der dort auch schon ein Zuhause gefunden hatte.
Und die letzte Neuigkeit des Abends ist, daß ich den Sport geschwänzt und stattdessen einen halben Liter Eis vertilgt habe. War so nicht vorgesehen, aber nachdem ich knapp zehn Stunden ohne Pause durchgeschuftet habe, bin ich völlig fertig, gereizt, latent aggressiv, habe Herzrasen, als ob mir jemand einen Propeller eingebaut hätte, und möchte nur noch meine Ruhe. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie an einem einzigen Tag sämtliche "angesparte" Urlaubserholung flöten gehen kann.
Sonntag, 8. August 2010
Traumsplitter
Samstag, 7. August 2010
Traumsplitter
Bemerkung: Der sprichwörtliche Griff ins Klo, wer sagt's denn... Paßt!
Freitag, 6. August 2010
Babelsberg/Glienicke
Am Donnerstag machte ich mal wieder einen Ausflug zur Glienicker Brücke, um diesmal auch die Umgebung rechts davon und um das Glienicker Schloß zu erkunden. Das hatte ich ja bei jenem Ausflug nicht mehr geschafft. Diesmal kam ich auf die glorreiche Idee, meine Füße zu tapen, denn meistens sind es zuerst Blasen die mich stoppen, auch wenn ich ansonsten noch stundenlang herumlaufen könnte. Besonders in diesem Jahr brauche ich Schuhe, sogar eingelatschte, bloß anzugucken, um Blasen zu bekommen. Verstehe ich gar nicht, denn ich lasse mir extra Schwielen und Hornhaut stehen, um die Füße “härter” zu machen, aber sie sind trotzdem extrem empfindlich. Mit dem Tapen ging es aber ganz prima. Keine einzige Blase, obwohl ich einen halben Tag dort marschiert bin und mir nur zwanzig Minuten Pause auf einer Bank gegönnt habe. Auch die Hinfahrt ging prima und ich habe festgestellt, daß ich genau ein und eine Viertelstunde Anfahrt habe. Das sind gerade mal fünf bis zehn Minuten mehr, als ich von der Arbeit zur Physiotherapie im gleichen Bezirk brauche. Eigentlich ein Witz und wahrscheinlich kommt einem die Zeit nur deshalb länger vor, weil man sich währenddessen tatsächlich fortbewegt und nicht nur wartet. Jedenfalls lohnt sich hier die Anfahrtszeit, denn in der Gegend kann man sich bequem einen ganzen Tag aufhalten. Es gibt überall Bänke, lauschige Plätzchen, Biergärten natürlich auch, und neben dem Schloß Babelsberg geisterhafte Toiletten in einer Baracke. Wenn man dort die Tür zu einem Abteil öffnet oder schließt, spült die Toilette von alleine, gegenüber an der gekachelten Wand gibt es eine Aufschrift “Hier spülen” mit aufgezeichneter Hand. Das habe ich zuerst nicht für voll genommen und nach dem Hebel für die Spülung gesucht, bis ich auf die Idee kam, die Hand an die Kacheln zu legen. Und es spülte. Auch ein Rinnsal Wassers zum Händewaschen kommt von alleine aus der Wand, wenn man seine Hand in eine dafür vorgesehene Höhlung hält, ebenso Seife, und in angemessener Zeit danach aus dem gleichen Loch ein Gebläse. Die Gegend dort finde ich immer wieder traumhaft. So viel Wasser, Himmel, Grün, Geschichte und Architektur – die Könige wußten, wo es schön ist – und spätestens im Ruhestand ziehe ich ebenfalls nach Potsdam oder Glienicke, jawohl. Ich bin auch gar nicht anspruchsvoll. Würde zwar gerne im Schloß Babelsberg wohnen, da er mir so gut gefällt, besonders mit dem geheimen Garten dahinter, aber ich würde auch eines von diesen faszinierenden “Hexenhäuschen” nehmen. Die ähneln ein wenig einer Burg, denn der untere Teil und Keller sind anscheinend aus Felsstein erbaut und darüber erst aus Holz. An der Wasserseite dürfte es schwierig sein, da einzusteigen, obwohl das Wasser nur ein kleiner Bach mit Entengrütze ist. Mich würde interessieren, wie es drinnen aussieht, inklusive “Felsenkeller”.
Ganz ungefährlich war der Ausflug nicht, denn im Glienicker Volkspark sind dauernd Äste heruntergekommen, doch ohne daß irgendein Lüftchen wehte. Erst als ich bereits durch war, sah ich am Eingang das Schild mit der Aufschrift “Achtung Astbruchgefahr! Bitte meiden Sie den Aufenthalt unter Bäumen.” Leichter gesagt als getan, wenn der größte Teil regelrechtes Waldgebiet ist. Unterwegs fand ich einen ausgetrockneten künstlichen “Bergquell” und als ich den Hügel hinaufgeklettert war, sah ich die Bescherung. Es gibt hinter der Felsenwand einen mit Wasser gefüllten Tümpel, der aber mit einer Schleuse geschlossen ist. Weiter unten sieht man auch warum, denn dort gibt es eine Art Berghüttenattrappe, an der gerade gebaut wird.
Später stiefelte ich noch einmal zum Schloß Babelsberg und entdeckte irgendwo einen Trampelpfad, der von hinten an das Gebäude heranführt, welches ebenfalls noch zum Schloß gehört, zu dem es aber keinen Zugang gibt, außer ein stets verschlossenes Hoftor. Nähert man sich von hinten, sieht man zuerst eine nicht allzu hohe Steinmauer, vielleicht 80 cm hoch, die man leicht übersteigen könnte. Dies läßt man aber ganz schnell bleiben, wenn man hinüber geschaut hat, denn da geht es ganz unverhofft drei Stockwerke in die Tiefe. Da ich nicht schwindelfrei bin, habe ich nicht viel fotografiert, aber man sieht gut diesen Gang, der vom Haus direkt in den Schloßberg hineinführt. Deshalb vermute ich mal, daß dieses Haus früher die Schloßküche gewesen ist. Die wurden immer außerhalb des Schlosses gebaut, da sie oft abgebrannt sind, und es gab stets einen “geheimen” Gang zum Schloß, so wie im Neuen Garten auch.
Das Wetter war perfekt für diesen Ausflug, nur ein wenig mehr blauer Himmel hätte dann und wann mal hervorgucken können.





















