Nachdem ich den großen Fehler gemacht hatte, meinen Flur mit ecrufarbenem Teppichboden auszulegen, mußte jetzt nach nur fünf Jahren der fleckige Überrest einem neuen, dunkelroten Teppichboden weichen. Genau in meiner Lieblingsfarbe, etwas changierend und passend zu dem als Vorhang mißbrauchten indischen Pashmina-Schal. Nicht verstehe ich allerdings, daß mein Rücken solche Aktivitäten so übel nimmt. Da heißt es immer, Bewegung sei gut für den Rücken und bewegen kann man sich bei vielen Tätigkeiten. Wenn ich also renoviere, das Bad fliese oder aber Teppich auslege, dürfte das eigentlich nicht viel andere Folgen habe, als wenn ich Sport mache. Und trotzdem war ich hinterher nicht mehr in der Lage, die Schränke wieder einzuräumen, sondern steif wie ein Brett und mit dem Gefühl, eine Straßenbahn sei über mich hinweggefahren. Ich mußte die Schuhberge deshalb erst einmal zwei Tage im Zimmer verteilt liegen lassen. Früher habe ich alles ruckzuck am Wochenende erledigt, hab höchstens ein bißchen geschwitzt. Und meine Ärztin fragt mich noch, ob ich Streß habe, da ich dauernd Gastritis kriege. Sowas kann nur jemand fragen, der keine Rückenschmerzen hat. Was soll man da antworten? "Nö, wenn ich ganz still liege, nicht atme und nicht aufs Klo muß, habe ich keinen Streß." Es ist sicher kein Zufall, daß es mit den Magenproblemen genau ein halbes Jahr nach Beginn der Rückenschmerzen anfing. Rückenschmerzen sind Streß pur und ich rede dabei noch nicht einmal von den vielen Terminen, die man plötzlich zusätzlich hat. Sogar Herr N. meinte, da lege er sich doch lieber eine andere Krankheit zu, mit welcher er nicht dauernd irgendwo hinrennen muß. Man hat nicht nur deshalb auf einmal viel weniger Zeit als früher, sondern auch, weil man für alles länger braucht, was man sonst im Vorbeigehen erledigen würde. Wenn man Pech hat, muß man sogar alles stehen und liegen lassen und hat dann später, wenn man sich wieder bewegen kann, das doppelte bis dreifache Pensum in weniger Zeit zu bewältigen, um in einen einigermaßen zivilisierten Zustand zurückzukehren. Außer natürlich, es gibt Kinder oder Bedienstete, die man herumscheuchen kann. Kurz gesagt ist es eine sich abwärts bewegende Spirale, in welcher man sich in immer weniger effektiv neben der Arbeit nutzbarer Zeit, vor immer größere Herausforderungen gestellt sieht, bis man das Gefühl hat, daß alles über einem zusammenbricht. Wieviele Jahre kann man sowas wohl mitmachen, ohne "richtig" krank zu werden? Oder bin ich es vielleicht schon? Zum Glück habe ich viel zu wenig Zeit, um darüber nachzudenken, aber immer dann, wenn ich sie habe, ist jetzt nicht nur das Sterben meines Vaters, sondern auch das meiner Großmutter präsent, so wie ich es aus Erzählungen kenne, weil ich damals erst fünf Jahre alt war. Ich frage mich, ob es hochmütig ist, sich zu sicher sein und die Angst zu verdrängen, oder einfach nur einfältig. Warum sollte das Jahresende tatsächlich der rettende Strohhalm sein und warum denke ich bereits drei Monate vorher, daß mir jetzt DAS nicht mehr passieren kann? Woher will ich wissen, daß ich nicht einer dieser vielen Ichnichse bin, die sich eines besseren belehren lassen müssen? Habe ich vielleicht noch viel weniger Zeit, als ich überhaupt ahne? Nur gut, wenn einem dann die Zeit zum Nachdenken fehlt.
Kaum zeigen sich einige Sonnenaktivitäten und solare Strahlungen, spinnt die Funkuhr schon wieder und macht mir weis, es wäre kurz vor vier. Ich werde meine empirischen Sonnen-Funkuhr-Studien fortführen.
im Bus fühlte ich mich auf komische Weise irgendwie im falschen Film, besser gesagt in einem Zombiefilm, jedenfalls stark an meinen gestrigen Traum erinnert. Mir war, als würde ich in einem Zombiebus fahren. Vor meiner Nase, egal wohin ich mich wendete oder stellte, tappte ständig mit wabernden Knien so ein bärtiges großes Extra vor mir herum, das mich überhaupt nicht zu bemerken schien. Ein anderes blasses Etwas kippte von ihrem Sitz fast vornüber und einer sah aus, als wäre er gerade als Alkoholleiche wiederauferstanden.
Auf Arbeit erreichte mich der neue Aktionsplan Sexuelle Vielfalt, der seinem Namen aber nicht gerecht wird, da er nur einige Fortbildungsworkshops zum Thema Trans**** beinhaltet. Beim Titel dieses Aktionsplans hätte ich eigentlich auch Workshops in SM, Tantra und der Tibetanischen Himmelsschaukel erwartet. Demnächst soll außerdem eine groß angelegte Mitarbeiterbefragung zum Thema "Arbeit und Gesundheit" stattfinden. Herr N. bemerkte daraufhin richtigerweise, daß da ja schon in der Fragestellung etwas nicht stimmt, denn Arbeit und Gesundheit könnten niemals zusammenpassen. Die Ergebnisse sollen angeblich anonymisiert ausgewertet und entsprechende Veränderungen zur Gesundheitsvorsorge eingeleitet werden. Da frage ich mich aber, wo die das viele nötige neue Personal hernehmen und wie sie es bezahlen wollen, damit man nicht dauernd für den unsichtbaren Zweiten mitarbeiten muß und vielleicht auch mal die Erlaubnis bekommt, weniger Stunden zu arbeiten. Stattdessen wird wahrscheinlich nur noch ein zusätzlicher Defibrillator angeschafft, damit sichergestellt ist, daß man seinen Herzinfarkt wenigstens überlebt und schnell wieder auf den Beinen ist.
Edit: Kaum gepostet, schon findet sich die tibetanische Himmelsschaukel auf Platz 1 bei Google. Unglaublich, wie schnell die sind.
Das passiert, wenn man vor dem Schlafen Filme wie "Shaun Of The Dead" sieht, wobei der Film selbst als Komödie eher lustig war, der Traum aber schon etwas gruseliger. Ich hatte ihn zwischen 4 und 5 Uhr:
Mit vielen anderen Menschen zusammen befinde ich mich in einem riesigen Gebäude, welches einem düsteren Schloß gleicht. Das Problem dabei ist, daß die meisten Leute Zombies sind und nur ich gehöre mit wenigen anderen zu denjenigen, welche noch nicht von der "Zombiekrankheit" befallen sind. Die Zombies strömen in Massen um uns herum die Treppen hinauf und herab, bzw. durch die Säle des Gebäudes, sind an sich aber anscheinend ungefährlich. Trotzdem ist es ein mulmiges Gefühl, sich zwischen ihnen zu bewegen. Man fühlt sich weder sicher noch wohl, und überdies ist die kleinste Berührung von ihnen hochansteckend. Und es ist bei diesen Massen gar nicht so einfach, Berührungen zu vermeiden, obwohl sich die Zombies durchaus selbst bemühen, dieses zu verhindern. Automatisch versuche ich zwar den Zombies auszuweichen, empfinde es aber irgendwie als Ungerechtigkeit, nicht zu ihnen zu gehören. Mir fällt auf, daß die "Zombiekrankheit" besonders gern körperlich gesunde Menschen befällt. Und nur, weil ich das nicht bin, gehöre ich nun wieder zu den Außenseitern, bzw. nicht dazu. Doch das Schlimmste daran ist nicht die Andersartigkeit an sich, sondern die große Last und Verantwortung, die damit wie ein Mühlstein auf meinen Schultern liegt. Die Verantwortung der wenigen "Unerkrankten", die Zombies nicht im Stich zu lassen, sondern sie von ihrem Fluch zu erlösen. Nur wir können das bewerkstelligen. Der Schlüssel zum Fluch liegt darin, uns mit ihnen abzugeben und mit ihnen zu leben. Aus diesem Grund habe ich vor, die Nacht mit vier von ihnen in einem Zimmer zu verbringen. Doch bevor ich mich auf diese schwere Mission mache, bleibe ich noch eine Weile in einem der Säle und versuche die Zombies zum Tanzen zu animieren. Dazu tanze ich selbst durch den Raum, allerdings vorsichtig, um niemanden versehentlich anzurempeln, und fordere sie auf, es mir gleichzutun, bzw. sich mir als Tanzpartner gegenüberzustellen, wobei ich aber beim Tanzen stets darauf achte, daß sie mich dabei nicht anfassen. Unter den Zombies im Raum befinden sich auch gestaltlos wie Schatten mein Physiotherapeut und seine Freundin, stelle ich fest. Schließlich mache ich mich mit vier Zombies auf den Weg zu unserem Zimmer. Während einer Fahrt im Fahrstuhl bemerke ich, daß diese inzwischen schon viel lebendiger und gesünder aussehen. Sollte etwa der Heilungsprozeß bereits eingesetzt haben? Mir kommt da so ein Gedanke. Könnte es sein, daß die Ursache für diese Gesundung mit im Tanzen zu suchen ist? Gibt es möglicherweise noch andere Wege, den Fluch zu brechen? "Hm", sinniere ich laut, während ich sie anschaue, "vielleicht reicht es ja schon einfach nur zu leben, so richtig zu leben, meine ich." Nachdenklich wiegen sie über meine Worte die Köpfe. Im Zimmer selbst gibt es eine Tür zu einem Nebenraum. Neugierig schaue ich hinein und finde zu meiner Überraschung die gesamten Mitarbeiter meiner Arbeitsabteilung dort versammelt. Ich grüße und mache eine kurze Bemerkung, dann ziehe ich mich wieder zurück. Erst im nachhinein überlege ich, ob meine Kollegen dort nebenan wohl zu den Zombies gehören oder zu den "Gesunden". Die Antwort weiß ich nicht, aber kann mir im Moment auch egal sein.
Ich bekomme auf einem Zettel, der an einer Farbtube hängt, die Aufforderung, die Farbe für einen Malzirkel zu bezahlen, der immer mittwochs stattfindet. Ach herrje, stimmt ja, diesen Zirkel gab es auch noch. Den hatte ich ganz vergessen und war ewig nicht mehr da, sondern stattdessen montags beim Sport. Eigentlich blöd, immer vierteljährlich Farbe zu bezahlen, wenn man dann doch nicht hingeht. Aber abmelden möchte ich mich nicht.
Auf dem Zaun eines Hinterhofes sehe ich drei Katzen nebeneinandersitzen. Sie sitzen in gleichen Abständen und in genau der gleichen Pose, wobei sie mich unverwandt ansehen, nur ihr Fell ist unterschiedlich. Ich finde es seltsam, daß sie sich überhaupt nicht rühren oder bewegen, egal wie nah ich herankomme, und sich so übereinstimmend präsentieren. Sie schauen mich stattdessen stets weiter mit großen Augen an. Einen mit Sandbergen überzogenen Weg zu einer S-Bahn-Station gehend, finde ich dort ein Briefkuvert mit meinem Namen auf dem Boden liegend. Oh, hier liegt eine Nachricht für mich! So ein Zufall! Auch dies ist eine Zahlungsaufforderung für einen Zirkel. Da aber ein Überfall stattgefunden hat und die Polizei ermittelt, benötigen sie die Nachricht als Beweisstück. Ich drücke sie also einem der Beamten in die Hand und sage, sie sollen mich benachrichtigen, wenn ich noch etwas zu bezahlen habe. Mühsam klettere ich über die rutschigen Sandberge und werfe dabei die Geldschatulle vor einem Ladengeschäft um. Blitzende Geldstücke kullern in den Sand. Schließlich fällt mir ein, daß ich für die Sportgruppe ebenfalls wieder bezahlen müßte und betrete den Hof mit einer Rezeption, wo man das machen kann. Als ich der blonden Rezeptionistin mein Anliegen klar mache, schaut sie mich verschwörerisch an und verrät mir, daß noch nicht feststeht, ob es mit der Sportgruppe überhaupt weitergeht, da mit 88,8 Prozent Wahrscheinlichkeit ein Baby unterwegs ist. Ich sollte also besser warten. Dabei sieht sie aus, als würde sie gerne noch sehr viel mehr ausplaudern, ich frage jedoch nicht weiter, denn diese Auskunft reicht mir erst einmal. Was genau los ist, werde ich früh genug erfahren.
Bemerkung: Dunkel erinnert mich dieser Traum an einen früheren, der mir aber beim besten Willen nicht mehr einfallen will, dafür aber dieser eine Song.
Lange Fahrten im Bus durch Prag. Ich nehme mir vor, genau aufzupassen, was ich sehe, aber die Eindrücke wechseln so schnell und sind eher durch moderne Bauten und einen langen Betontunnel geprägt, daß ich alles sofort wieder vergesse.
Ich erwache in meinem Bett und weiß, daß meine Katze irgendwo in der Nähe sein muß. Sie rufend, taucht sie auch gleich auf, tigert an das Bett heran und läßt sich von mir streicheln. Sie macht einen Satz zu mir herauf und rollt sich behaglich in der Kuhle meines Halses zusammen. Mir fällt auf, wie dünn sie geworden ist, und plötzlich erinnere ich mich, daß ich ihr wahrscheinlich seit Monaten kein Fressen und Trinken mehr hingestellt habe. Ach du Sch..., kann es sein, daß ich sie total vergessen hatte? Trotzdem lebt sie noch. Ob sie wohl Mäuse gefressen hat? Oder doch eher nur Fliegen?
Sie hat ja eigentlich nie richtig Jagen gelernt. Doch sie scheint auch ohne mich zurechtzukommen und mir die Vernachlässigung in keinster Weise übel zu nehmen.
In der Ecke eines Parks oder Gartens finde ich zwei zerbrochene winzige Vogeleier auf dem Boden. Hier muß doch irgendwo ein Nest sein, wo diese herausgefallen sind! Tatsächlich finde ich es darüber in einem Strauch und es ist voll mit unzähligen quirligen und hungrigen frischgeschlüpften Vogelküken. Was für Freude! Also haben hier doch wieder Vögel gebrütet! Grünfinken können es diesmal aber nicht sein, die sahen anders aus. Ich kann es kaum erwarten, sie aufwachsen zu sehen und zu erfahren, was es für eine Vogelart ist.
Ein Platz mit vier Bäumen. Es erscheint mir, als sei dies ein durch irgendetwas eingeschlossener Ort gewesen, vielleicht ein Hinterhof, jedoch macht er einen märchenhaften Eindruck auf mich. Wie ein Zauberwald, dessen Bäume zu einem Feenreich gehören. Völlig beeindruckt lasse ich den Anblick der zarten Blätter und Zweige auf mich wirken. Ich stehe nun direkt vor einem der mächtigen Baumstämme und schaue auf eine mannshohe, vertikale, aber natürlich gewachsene Einbuchtung. Das könnte das Tor zu einer anderen Welt sein, denke ich.
Wie in einem Spiegel sehe ich einen prächtigen Tiger auf mich zu schleichen. Er macht einen äußerst friedlichen Eindruck. Ich bin entzückt, aber auch auf der Hut. Was will er von mir? Kann er gefährlich werden? Doch er benimmt sich wie ein zahmes Kätzchen, schmiegt seinen mächtigen Kopf gegen mich, sein Fell ist seidenweich. Anscheinend möchte er nur spielen und kuscheln. Wie lieb, aber im Hinterkopf bleibt immer eine Art angespannter Aufmerksamkeit. Schließlich ist es ein Raubtier, und wer weiß, vielleicht reicht nur eine falsche Bewegung und er sieht mich als Abendessen. Ich versuche ihn von mir abzulenken, indem ich ihn, wie man es mit Katzen macht, in einen Flur hineinlocken möchte. Ich zeige mit dem Finger in die entsprechende Richtung und sage im "Katzentonfall": "Hmmmmmmm....ein leckeres Freßchen! Da geh! Lecker! Hmmmmmmm....." Der Tiger tappt auch gleich mit angelegten Ohren auf die offene Tür zu und schaut neugierig hinein, macht aber sofort wieder kehrt. Entweder hat er gerochen, daß es dort nichts zu holen gibt, oder er ist so anhänglich, daß er mir nicht von den Fersen weichen möchte. Ich vermute letzteres, denn er läßt nun wirklich nicht mehr von mir ab. Er spielt mit mir, schnurrt und schmust, krümmt mir kein Haar, und doch bleibt im Kopf immer dieser Zweifel, ob ich mich wirklich ganz darauf einlassen kann, ohne Angst haben zu müssen, daß er von einem Moment zum anderen zur wilden Bestie mutiert. Mein Herz ist aber inzwischen schon butterweich. Er ist so lieb, verspielt und verschmust, er kann mir einfach nichts Böses tun. Unvorstellbar.
In einer fremden Umgebung mit mehreren Leuten, die wohl wie ich alle zu einem Verein gehören. Unter ihnen ein Mann, der der Freund meiner besten Freundin ist. Zuerst stehen wir etwas weiter entfernt voneinander, uns jedoch immer mehr aneinander annähernd, und es wird klar, daß wir uns lieben. Den Abstand halten wir nur, weil die anderen dabei sind. Sobald wir ein Zimmer für uns allein haben, wird unser Zusammensein sehr viel enger. Umschlungen, aber nicht völlig entkleidet, liegen wir in einem Bett, uns aneinander klammernd, als wollten wir uns nie wieder loslassen. Dabei sind wir ständig darauf bedacht, daß es nicht zu sexuellen Handlungen kommt. Schließlich ist er der Freund meiner Freundin, es darf deshalb nicht sein. Nicht einmal ein Kuß geschieht. Endlich stehen wir wieder auf, doch auch jetzt wollen wir uns noch nicht loslassen, sondern umarmen uns sofort erneut, stehen so eine lange Zeit. Die Tür geht auf und einige Leute aus dem Verein kommen herein. Dies ist kein Grund für uns, uns loszulassen, nein. Noch immer stehen wir eng umschlungen, aneinandergeschmiegt, und aus dem Augenwinkel bemerke ich die etwas verständnislosen und verwunderten Blicke der anderen. Die werden sich jetzt natürlich fragen, was hier los ist. Die Situation ist ja auch etwas merkwürdig und verwirrend. Im gleichen Traum ein Zimmer mit zwei Badewannen, welche im 90 Grad-Winkel zueinander stehen und sich an der Kopfseite berühren. Eigentlich möchte ich nur in eine Badewanne Wasser einlassen, habe aber den einen Wasserhahn, der sich genau am Verknüpfungspunkt der beiden Wannen befindet, so ungeschickt geschwenkt, daß das Wasser in beide Wannen läuft und auch noch zwischen ihnen auf den Boden läuft. Ok, dann eben zwei Bäder, im anderen kann ER baden, aber das Wasser auf dem Boden muß unbedingt aufgewischt werden. Während ich noch wische, beginnt eine Wanne bereits mit Wasser überzulaufen. Herrje.....
Irgendjemand hat genau in den Baum vor mein Küchenfenster zwei grüne Luftballons gehängt. Gestern waren jedenfalls noch keine Ludtballons zu sehen. Wer macht denn sowas? Und warum ausgerechnet vor mein Fenster im 4. Stock? Wie ist er hier herauf gekommen?
Ich habe heute eine kleine Sonnenbeobachtungsstation in mein Blog eingebaut, zu finden in der linken Seitenleiste. Das erste Widget zeigt die solare Strahlung und geomagnetischen Aktivitäten an. Bei Eruptionen auf der Sonne kommt es zu Sonnenwinden, einer Teilchenstrahlung, welche je nach Stärke Einfluß auf elektromagnetische Wellen nehmen kann. Treten die Teilchen der Sonnenwinde in die hohen Schichten der Erdatmosphäre ein, entstehen Polarlichter. Entsprechende geomagnetische Aktivitäten werden auf einer Skala von 0-9 des Kp-Indexes gezählt. Zeigt das Widget "Storm" an, ist der Kp-Wert höher als 4 auf der Skala und die Möglichkeit, Polarlichter zu sehen, besteht. Je höher der Kp-Wert ist, um so weiter rücken die Polarlichter auch bis in deutsche Breiten vor.
Das zweite Widget zeigt neben Werten zur globalen Erwärmung die Anzahl der Sonnenflecken und ebenfalls die solare Strahlung an. Bisher jedoch noch für den Monat September 2010, mal schauen, ob es sich auch aktualisiert.
Und das zum Schluß ist nicht einfach nur ein orangefarbener Kreis, sondern ein Real-Time-Bild der Sonne. Wenn alles gut geht, müßte es sich zumindest täglich einmal aktualisieren. Man sollte allerdings einen sauberen Monitor haben, weil sonst mehr Sonnenflecken zu sehen sind, als die Sonne tatsächlich hat.
Ich behalte das jetzt im Auge und bin dann wenigstens vorbereitet, wenn wieder irgendetwas streikt.
Mir kam gerade der Gedanke, ob wohl die bevorzugte Hauswirtschaftsverrichtung eines Menschen etwas über seine Persönlichkeit aussagt. Fast jeder hat ja, denke ich, irgendeine kleinere oder größere Tätigkeit, die er automatisch und lieber als andere bei entsprechenden Gelegenheiten ausführt. Ich bin zum Beispiel ein Tisch-Abräumer, während mein Bruder ein Kartoffel-Peller ist und sich hier immer ganz vorne anstellt. Ich dagegen hasse Kartoffeln zu pellen, da man sich dabei ständig die Finger verbrüht. Ich kann es jedoch nicht leiden, wenn dreckiges Geschirr herumsteht. Abwaschen mag ich schon wieder nicht mehr so sehr, ist aber auch ok. Wahrscheinlich wäre ich ein sehr guter Spülmaschineneinräumer, wenn ich eine hätte. Mein Vater war ein Ofen-Heizer und Tee-Kocher, mein Ex-Freund ein Wäsche-Zusammenleger und Feger (aber kein heißer). Ich kenne Leute, die sind Bügelfanatiker, wischen besonders gerne Staub oder hängen Sachen auf Bügel. Alles nicht meine Lieblingsbeschäftigungen. Und auch Staubsaugen hasse ich, was weniger an der Tätigkeit selbst liegt, als an den blöden Staubsaugern, die mir dauernd im Weg herumstehen und nie das machen, was sie sollen. Wäsche waschen dagegen finde ich ganz nett, ist ja auch kein Hit mit einer Waschmaschine. Ich frage mich, ob es wohl natürlich konditionierte Kloputzer gibt. Untergekommen ist mir noch keiner. Besonders gerne räume ich außerdem Schränke und Schubladen auf, bzw. organisiere sie um. Dies ist meine bevorzugte Prokrastinations-Ablenkung. Ich habe früher vor jeder Prüfung, Klausur oder schriftlichen Hausarbeit angefangen, meine Schränke aufzuräumen. Da ich heute keine Prüfungen mehr habe, sehen sie jetzt entsprechend weniger übersichtlich aus.
Im Traum beobachte ich die Handlung einer Sitcom, so als wäre ich mittendrin, aber ohne daß mich die Schauspieler wahrnehmen. Es beginnt damit, daß ein Mann die Tür zu einer großen, gut eingerichteten Küche öffnet. Eine Frau, vermutlich seine Frau, fragt ihn, wo er hin möchte, denn es ist tiefste Nacht. Es bekommt die Frage gar nicht mit und es wird klar, daß er schlafwandelt. Außerdem ist er von Beruf Koch. Er betritt die Küche und beginnt einen Kuchen zu backen, sucht die Zutaten zusammen, knetet einen Teig, schneidet Äpfel, belegt den Kuchen und schiebt ihn in den Ofen. Das Komische der Situation kommt allein im Gesicht der Frau zum Ausdruck, welche die ganze Zeit unbemerkt von ihm zuerst verblüfft und neugierig zuschaut, später jedoch mit einem Gesichtsausdruck, der sagt: "Okaaaayyy, dann lasse ich ihn mal backen. Vielleicht kommt ja ein leckerer Kuchen für mich dabei heraus." Der Kuchen ist fertig und sieht aus wie ein überdimensionaler American Pie. Er stellt ihn auf den Küchentisch und die Frau nimmt nun selbst ein Messer und schneidet ein dünnes Tortenstück heraus. Das hat ihn anscheinend aufgeweckt, denn verwundert blickt er sie an und fragt, was sie hier macht. Sie deutet nur mit dem Kopf auf den Tisch und sagt: "Guck mal, ein Feierabendkuchen!" Wahrscheinlich weiß er gar nicht, daß er ihn selbst gebacken hat.
Eine riesengroße Open-Air-Musikveranstaltung irgendwo in England oder Irland. Sie dient, neben der Musik, ganz konkret der Aufrechterhaltung des Friedens und alle sind aufgerufen, daran teilzunehmen, da durch die Versammlung der Menschenmassen ein geplanter (Kriegs?) Angriff nicht stattfinden wird.
Zu Besuch bei Christoph Schlingensief, der jetzt allerdings mit Nachnamen "Ichnich" heißt. Ein komischer Name, wie ich im Traum feststelle. Er wohnt mit den anderen "Ichnichs" auf einem etwas chaotischen Hof mit hölzernem Tor, über welchem in großen roten Buchstaben dieser Name geschrieben steht. Wie ich durch Beobachtungen bemerke, herrscht wohl gerade etwas Zoff unter ihnen.
In den Potsdamer Parks, wo ich mich an einer rohen Kartoffel kauend, fotografieren oder filmen lasse, was mir etwas peinlich ist. Was wird man denken, wenn man mich an einer rohen Kartoffel knabbernd sieht? Doch die Kollegin P.C. findet das nicht schlimm, sondern unterhält sich mit mir über gesunde Ernährung.
nervt es mich ja, wenn genau die kleinen Hüpfer mit abgebrochenen Beinen mir immer erklären wollen, wie und wo ich meine Beine zu drehen und zu stellen habe. Die sollten erst einmal selbst mit meiner Länge versuchen, sie unter einen Tisch zu bringen und zu verknoten, ohne mit den Knien irgendwo anzustoßen und sich blaue Flecken zu holen.
ich fragte mich gerade, ob einen Zengarten mit Geldzugabe zu verschenken, nicht etwas unpassend wäre. Und während ich noch nach Gegenständen googelte, welche besser zu Zen passen, fand ich dieses hier:
Mit einigen Leuten zusammen bin ich nachts unterwegs. Anscheinend waren wir aus und stehen nun zusammengerottet auf einem Gehweg, um zu diskutieren, ob wir noch woanders hingehen. Es ist 5:40 h, stellen wir fest, aber dunkel, und ich sage, daß ich zwar Lust hätte, weiterzufeiern, aber einfach zu müde bin. Jemand in einer schwarzen Jacke steht neben mir und spricht mich an, fordert mich auf, ihm ruhig die Fenster und Türen in der Wohnung zu zeigen, die repariert werden müssen. Wow, was für ein attraktiver Typ, groß, gutaussehend und will auch noch meine Fenster und Türen reparieren! Allerdings muß ich einen Filmriß haben, denn ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wann und wo ich ihn vorher getroffen und mich mit ihm unterhalten habe. Aber das ist ja auch egal. Scherzend sage ich zu ihm: "Du willst doch nur, daß ich dich mit nach Hause nehme!" Ehe er antworten kann, liegt die Aufmerksamkeit bereits wieder bei der allgemeinen Diskussion. Durch eine Hofeinfahrt hindurch sehe ich ein kleines Gewächshaus und laufe neugierig hin, er folgt mir. Blau und rotblühende Pflanzen werden hier gut geschützt vor der Witterung aufgezogen. Die Versammlung auf der Straße verläuft sich und ich trete den Weg durch ein Neubaugebiet an, in welchem das Keller, bzw. Parterrestockwerk jeweils in die Häuser eingelassen ist, so daß sich Nischen in Größe der Betonplatten bilden, genau wie an den Neubauten, bei denen wir uns als Schüler manchmal aufhielten. Eine junge Frau hockt an einer der seitlichen Nischenwände und sprüht ein Graffiti mit viel Gelb auf. Auch an anderen Wänden hat sie sich schon verewigt. Doch das Bild scheint ihr nicht zu gefallen. Unzufrieden rubbelt sie es mit einem Tuch wieder fort.