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Mittwoch, 17. November 2010

Traumsplitter

Wortmeer hat, es muß wohl in ihrem Blog gewesen sein, von dem Gerichtsgebäude und dem Bahnhof in Karmel(?) Karmlan(?) geschwärmt, und da ich nach Feierabend gerade in der Nähe bin, beschließe ich, diesen Ort mir näher anzuschauen. Der Bahnhof ist aus weißem Stein, aber sonst nicht weiter auffällig. Um ihn herum lauern ziemlich zwielichtige Gestalten, die mir nicht sehr sympathisch sind. Ich hoffe, daß sie mich übersehen und suche die Richtung, die mir zusagen würden. An einem Baum ist ein Wegweiser mit der Aufschrift "Sea Point" genagelt. Hm, mir irgendwie unverständlich, denn eigentlich dürfte es hier nirgendwo Wasser geben. Wer weiß, was das ist. Vielleicht eine Kneipe? Aber ich könnte ja einfach mal nachschauen. Nachdem ich eine Weile durch einen relativ unscheinbaren und zugebauten Ort gelaufen bin, tut sich eine Schneise auf und - ich sehe Wasser. Oh, das muß ein kleiner See sein! Doch näher kommend erkenne ich, daß es eine Meeresbucht ist. Durch zwei Felsen hindurch schimmert der offene Horizont des Ozeans. Oh, hier ist das Meer! Warum wußte ich das nicht? Warum hat mir das keiner gesagt?

Weder hat er Omalocken,

noch ist er klein, der neue Physiotherapeut. Er sieht aus wie ein Musketier, ist von der zappelig-dynamischen Sorte, etwas älter als der andere, aber jung, und scheint unheimlich gerne zu erzählen, so gern, daß der frühere Physio dagegen fast schon still wirkt. Bereits als ich das Haus betrat, hörte man ihn auf seinen Kollegen enthusiastisch einreden, als sie gerade bei der Mittagspause waren. Bei mir legte er auch gleich los - daß er mit Computern überhaupt nichts anfangen könne, er irgendwo ein Iphone gefunden hat, welches er gleich verkauft hat, da er sowas nicht brauche, er bewege sich lieber und mache Sport, Fußball und Kickboxen. Ursprünglich wollte er wohl Sportjournalist bei einer bekannten Fußballzeitschrift werden und außerdem muß er Bastelfanatiker sein, denn er erzählte über seine Pläne für das Wochenende. Da will er nämlich mehrere Adventskalender basteln und Weihnachtsgeschenke muß er auch noch besorgen. Adventskalender basteln - ok, Adventskalender für seine Freundin - warum nicht, ein Adventskalender für seine Katze - ähm, na gut. Ich habe zwar meiner Katze zu Weihnachten und Ostern Geschenke gemacht, aber ihr einen Adventskalender zu basteln, darauf wäre ich nie im Traum gekommen. Und ich stelle fest, daß Physiotherapeuten anscheinend generell ein starkes Faible für Katzen haben. Weil ich mich von seiner Kreativität stark beeindruckt zeigte, erzählte er auch gleich, wie er für seine Freundin eine Blüte aus Metallfolie gebastelt und angesprayt hat. Seine Freundin arbeitet auf einer Krebsstation (Aua, da ist es wieder, das böse K-Wort. Hätte ich bloß nicht gefragt! Ich reagiere darauf zur Zeit etwas überempfindlich.) Außerdem fragte er mich sofort ausführlich aus, indem er wissen wollte, wo ich wohne, ob ich alleine wohne oder mit Frau (Hä? Ich werde zwar öfters mal mit einem Mann verwechselt, aber als er gefragt hat, war ich bereits ausgezogen.), ob ich Geschwister habe und schon Tante bin. Dann wollte er wissen, ob ich Pläne für Silvester, bzw. Weihnachten habe. Ich habe ihm nicht gesagt, daß ich bisher ausschließlich Pläne bis Freitag habe und mich Weihnachtsgeschenke zur Zeit überhaupt nicht interessieren, denn falls ich Freitag mein Todesurteil erhalte, kann mir der Rest egal sein.

vergehört

"neugegelter Vorstand" (mit Pomadenfrisuren?)

statt

"neugewählter Vorstand"

Dienstag, 16. November 2010

Durchblick | Dresden

Durchblick | Dresden

Krankenhauserinnerungen

Ich war zweimal in meinem Leben als Patient in einem Krankenhaus, nämlich als Kind, als ich noch nicht weglaufen konnte. Beim ersten Mal war ich ca. zweieinhalb bis drei Jahre alt und meine Eltern haben immer behauptet, ich könne mich daran nicht erinnern und bilde mir das nur ein. Stimmt aber nicht. Ich kann mich sehr wohl an einiges erinnern, auch an einiges in diesem Alter, das nicht im Krankenhaus stattfand. Überhaupt neige ich zu der Theorie, daß ein gutes Traumerinnerungsvermögen irgendwie in Beziehung steht zu einem guten Kindheitserinnerungsvermögen. Auch damals fand eine Punktion statt, allerdings eine des Rückenmarks, an die ich mich selbst nicht erinnern kann. Ich weiß nur, daß ich von Ärzten und Schwestern umringt war, meine Mutter darunter, welche zu mir sagte, sie würde wiederkommen und dann verschwand. Später war sie wieder da und hatte meine Hausschuhe und allerhand andere Sachen mitgebracht. Ich wurde in einen riesigen alten Krankenhausflur geschoben, wo ich erst einmal eine Weile im Gitterbettchen an einem Fenster stand, durch welches die Sonne hereinschien. Eine Schwester kam, legte mir eine Tablette hin und sagte, ich solle sie nehmen, wenn ich Kopfschmerzen habe. Ich weiß nicht, ob ich sie genommen habe, denn an meinen gesundheitlichen Zustand kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Ich weiß nicht mehr, ob es mir gut ging oder schlecht, nur die Bilder sind geblieben. Unter anderem ein langer Krankenhausflur, der nach links um die Ecke ging, einige geöffnete Türen, hinter denen man Kinder gesehen hat. Unter ihnen ein schwarzhaariges Mädchen, welches mir seltsam vertraut und bekannt vorkam. Im Nachhinein bin ich aber nicht sicher, ob diese Erinnerung nicht doch nur etwas Hinzugefügtes oder mit späteren Erlebnissen Vermengtes ist. Ich war mit einem anderen Kind in einem Krankenhauszimmer untergebracht. Unsere Gitterbetten standen hintereinander an der linken Wand und man konnte sie sehen, wenn man durch die Glasscheibe in der Tür schaute. Bis auf die Schwestern durfte niemand herein. Auch meine Eltern mußten draußen bleiben, winkten, wenn sie zu Besuch waren, durch die Glasscheibe und zeigten mir neue Teddys oder Puppen, die sie mitgebracht hatten. Zum Essen setzte man uns an getrennte Kindertische im Zimmer. Einmal fragte mich das andere Kind, ob es meine Negerpuppe haben dürfte. Ich gab die Puppe her und als ich sie zurück bekam, hatte sie keine Finger mehr. Gebadet wurden wir in einer Wanne, die an der Wand befestigt war. Eine stämmige Schwester hob uns der Reihe nach hinein, um uns zu waschen. Ich mochte es als Kind nicht, hochgehoben zu werden, egal zu welchem Zweck, weshalb ich immer herumzappelte. Die Schwester schimpfte deshalb mit mir und ich habe dann stillgehalten, allerdings nicht gerne.
Beim zweiten Mal war ich ca. sechs Jahre alt und mir sollten die Mandeln herausgenommen werden. Auf der Station wurden sowohl Mandeln herausgenommen, als auch Ohren angelegt, weshalb viele Kinder mit Kopfverband herumliefen. Im Zimmer waren wir zu viert und es gab einen Aufenthaltsraum, in welchem gegessen und gespielt wurde, allerdings kann ich mich nicht erinnern, daß ich viel gespielt hätte. Zum Abendessen gab es regelmäßig Bananenbrote, und das in der DDR, man stelle sich vor. Allerdings durften diese Brote nicht die mandeloperierten Kinder essen, da Bananen für diese verboten waren. Mich hat das nicht gestört, da mir die Zusammenstellung von Banane auf Brot eh etwas suspekt war, aber ich kann mich an ein Mädchen erinnern, die unbedingt Bananenbrote essen wollte, es auch manchmal schaffte, sich welche zu stibitzen und dann entweder Aua oder Ärger mit den Schwestern oder beides bekam. Die Operation fand mit einer ganzen "Ladung" Kinder in einem Durchgang statt. Dazu wurden wir zu zweit auf Transportliegen geschnallt, d.h. ich hatte die Füße des anderen Kindes an meinem Kopf und dieses hatte wiederum meine Füße an seinem Kopf. Dann wurden wir in Fahrzeuge verladen, irgendwo wieder ausgeladen und in ein Wartezimmer mit "Wartebetten" gebracht. Auch in diesen Betten waren wir jeweils zu zweit. Während wir warteten wurde auf einer Liege ein älterer Mann mit Zickenbart hereingeschoben, dem es wohl sehr schlecht ging, denn eine Nierenschale stand unter seinem Kinn. Durch Gerüchte und Gemurmel erfuhr ich, daß dies der bekannte Schneidermeister Nadelöhr aus dem Kinderfernsehen ist. Ich war mir nie ganz sicher, ob die Gerüchte stimmten, aber da der Schauspieler 1976 gestorben ist, würde es genau passen.
Schließlich wurde ich aus dem Bett gehoben und in das Operationszimmer getragen. Auch jetzt zappelte ich natürlich wieder herum, da ich es nicht mochte hochgehoben zu werden, so daß mich der Arzt ermahnen mußte, still zu halten, er würde mich schon nicht fallen lassen. Ich wurde auf den Operationstisch gelegt, bekam eine Nadel in die Hand, sollte in einen Ballon atmen und dann weiß ich nichts mehr. Auch auf der Rückfahrt muß ich wohl noch unter Narkose gestanden haben, denn ich kann mich nicht erinnern, wie ich zurückgekommen bin. Nach der Operation war Trinken anscheinend verboten, jedenfalls bekam ich in der Nacht so großen Durst, daß ich barfuß zum Waschbecken im Zimmer tappte und Leitungswasser trank. Die anderen Kinder ermahnten mich und sagten, das dürfe ich nicht, doch das war mir in diesem Moment egal. Allerdings übersah ich, daß ich wässrige Fußspuren vom Waschbecken bis zu meinem Bett hinterlassen hatte. Als die Schwester wenig später noch einmal in das Zimmer kam und die Fußspuren sah, wurde sie sehr ärgerlich und "versprach" mir, gleich mit einer großen Spritze wiederzukommen. Das habe ich natürlich geglaubt und die halbe Nacht vor Angst wach gelegen. Am nächsten Tag wurde ich nochmals bestraft, nämlich damit, daß meine Stimme weg war und ich keinen Ton mehr herausbekommen habe. Die anderen Kinder ärgerten mich, indem sie mir Fragen stellten oder mich aufforderten, etwas zu sagen, worauf ich allerdings nur mit einem hilflosen Krächzen reagieren konnte. Irgendwann, Tage später, blickte ich durch das Fenster des Aufenthaltsraumes und sah zwei vertraute Gestalten sich der Klinik nähern. Es waren meine Eltern, die mich Abholen kamen. Die Freude hätte nicht größer sein können.

Traumsplitter

Meine Katze ist nirgends zu finden. Alles locken und rufen bringt sie nicht zum Vorschein und auch ihre Lieblingsplätze sind leer. Ist sie tot? Oder hat sie sich irgendwo verkrochen, um in Ruhe zu sterben? Ich suche sie überall und finde sie schließlich unter dem Sofa sitzend, nur ihre Augen bewegen sich leicht. Sie lebt also noch, sieht aber krank aus. Im Kühlschrank finde ich eine frische Forelle und lege ihr ein Stückchen davon auf einen Teller. Sie frißt auch davon, muß aber bald darauf erbrechen. O je, wenn ich nur wüßte, was hilft. Stirbt sie oder wird sie wieder gesund?

Montag, 15. November 2010

Das Geisterhaus

Eine Auseinandersetzung mit Herrn N., die ich spielerisch angehe und die ihn in dieser Weise zu amüsieren scheint. Sämtliche Kollegen, die das mitbekommen, geben mir recht und unterstützen mich in Gegenwart von ihm. Das überrascht mich, denn normalerweise redet ihm lieber jeder nach dem Mund. Eine Kollegin sagt scherzhaft etwas ziemlich Gemeines zu ihm, was ihn tatsächlich zu verletzen scheint. Sehe ich ihn im Augenwinkel ein Tränchen verdrücken? Ok, das war jetzt wirklich unschön von der Kollegin, allerdings kann er manchmal ebenfalls sehr verletzend sein.

Langsam erwache ich, kann jedoch nicht so recht ausmachen, wo ich mich befinde. Kann es sein, daß ich in irgendeiner Ecke des Büros liege und schlafe? Das ist mir ja irgendwie unangenehm, alledings schaffe ich es kaum, richtig zu mir zu kommen. Herr N. wartet geduldig am Schreibtisch, kommt aber sofort, als er merkt, daß ich aufgewacht bin, mit einigen Akten an mich heran und drückt mir diese in die Hand. Darunter zwei mit Erstattungen, wie ich mit verschwommenen Blick bemerke, die ich wohl unterschreiben soll. Dies tue ich, doch die dritte Akte ist eine abgeschlossene mit dem Namen "Birte Bichler". Hm, solch eine Buchstabenkombination gehörte nie zu meinem Sachgebiet. Was soll ich also damit? Nur sehr langsam werde ich klarer, stehe auf und bemerke die vielen Veränderungen im Büro. Mein Schreibtisch ist vollkommen leer geräumt. Als ich Herrn N. frage, wo meine Sachen sind, zeigt er auf irgendeine Ecke. Die Schränke mit den Vorbänden sind alle verschwunden. Ich erfahre, daß es wohl nun eine Stelle gibt, wo man dieses abgibt oder holen kann, aber allein nicht mehr herankommt. Doch auch die Aktenanzahl ist stark geschrumpft. Ich sehe eigentlich kaum noch welche hängen. Eine Dienstberatung soll stattfinden und mit Erstaunen betrachte ich die vielen neuen Gesichter unter den Kollegen, aber auch einige frühere sind dabei. Kollege K.F., sowie Sch., Herr N. natürlich und A. M., die anderen kenne ich nicht. Von der Chefin Frau G. ist weit und breit nichts mehr zu sehen.

Wieder erwache und weiß überhaupt nicht, wo ich mich befinde. Bin ich immer noch im Büro? Es ist merkwürdig still hier, nirgendwo jemand zu sehen. Im Zimmer befinden sich zwei Fensterwände und befremded fällt mir auf, daß, schaue ich aus dem Fenster links von mir, die Sonne scheint, aber auf der Seite der längeren Fensterwand, welcher noch eine Art gläserner Wintergarten vorgebaut ist, ein furchtbarer Sturm wütet. Doch erst einmal gilt meinem Nachdenken der Frage, wo ich eigentlich bin. Schließlich entscheide ich, daß dies wohl das alte Bürohaus sein muß, in dem ich früher gearbeitet habe, wenn auch einiges etwas anders aussieht. Im Wintergarten werden riesige rote und gelbe trichterförmige Blüten, die ich als Petunien identifizieren würde, durch den Sturm hin- und hergerissen. Sie sind auffällig groß, vielleicht eine besondere Sorte. Regen klatscht gegen die Scheiben. Durch das andere Fenster sehe ich ein Gebäude, welches im strahlenden Sonnenschein dem Pergamon-Museum ähnelt. Aber irgendetwas ist anders. In den stämmigen Mauern befindet sich nun seitlich hoch oben ein Eingang, zu dem eine Treppe führt. Das ist interessant. Ich nehme mir vor, mir alles ganz genau einzuprägen, was ich hier sehe, damit ich es später in meinem Blog niederschreiben kann. Vielleicht ist es ja die Zukunft. Trotzdem ist es in dem bisher leeren Haus irgendwie unheimlich, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich tatsächlich jemanden treffen möchte. Wer weiß, was das für Personen oder Kreaturen wären. Im Hintergrund nehme ich nun noch so eine Art spannungssteigernder Filmmusik wie aus Thrillern wahr und das nervt mich. Was soll der Scheiß? Damit wird mir extra noch Angst gemacht, auch wenn dann gar nichts passiert. Ich lenke mich mit der Idee ab, nackt im Regen spazieren zu gehen. Darauf hätte ich jetzt wirklich Lust und von der Idee bin ich so begeistert, daß mir ziemlich egal ist, ob ich jemanden treffe. Nackt gehe ich durch den Wintergarten auf eine Veranda hinaus, und umrunde auf dieser das Haus, den stürmischen Regen auf meiner Haut genießend. Wundervoll. Jetzt jemanden zu treffen wäre zwar blöd, aber nicht weiter schlimm. Tatsächlich sehe ich nun wie einen Schemen eine ältere Frau irgendwo in einem Flur vorbeihuschen. Sie sieht mich, scheint sich aber nicht weiter über mich zu wundern. Ok, das macht mir Mut, mal das Innere des Hauses zu erforschen. Ich gehe eine schmalen dunklen Gang hindurch und komme auf einen anderen Flur. Hier läuft mir ebenfalls eine Frau über den Weg und ich sage "Guten Tag" als würde ich hier ganz selbstverständlich hingehören. Sie grüßt zurück und scheint alles normal zu finden. Eine Treppe hinuntergehend bemerke ich einige Leute hinter mir auf dem nächst höheren Treppenabsatz. Aus irgendeinem Grund sind sie mir suspekt und ich möchte nicht, daß sie mich sehen, weshalb ich immer schneller die Treppen hinunterlaufe, um ihnen jeweils eine Etage voraus zu sein. Im Keller angekommen betrete ich einen Raum, der eine An- oder Ausgabestelle zu sein scheint, vielleicht sogar die für die Akten-Vorbände. Stutzig macht mich die Person hinter der Theke - SIE HAT KEINEN KOPF! Sogar der Halsansatz fehlt. Der Körper endet gerade mit den Schultern. Ach herrje, was mache ich jetzt? Trotzdem ansprechen? Derjenige könnte es unhöflich finden, wenn ich einfach nur dumm glotze. Also frage ich etwas und bekomme tatsächlich Antwort, wenn ich auch nicht ausmachen kann, woher die Stimme kommt, denn die Person hat ja keinen Mund. Und ich erwache.

In der Klinik

Ich hätte nicht gedacht, daß alles sooo schnell über die Bühne gehen würde. Fast hätte ich vormittags die Sprechzeit von meiner Ärztin "verschlafen", so nach dem Motto, den Kopf tief ins Kopfkissen stecken und alles vergessen. Geschafft habe ich es schließlich doch, hinzugehen. Die Ärztin meinte, sie würde mich gerne heute noch in die Klinik zur Biopsie schicken. Da die Sprechstunde dort inzwischen vorbei war, hat sie extra angerufen und ich durfte kommen. Mir wird ja bereits leicht übel, wenn ich ein Klinikgelände betrete, aber die Ärztin und die Schwester, von denen ich zuerst empfangen wurde, waren sehr freundlich. Nachdem ich nochmals untersucht wurde, brachte mich die Schwester zur entsprechenden Abteilung für die Gewebsentnahme und setzte mich dort aus, im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich fragte mich, ob ich jemals wieder den Ausgang finden würde, was dann aber doch einfacher war, als es anfangs aussah. Die Biopsie führten der Chefarzt, eine Assistenzärztin und eine Schwester aus, die zwar nicht direkt unfreundlich, aber sagen wir, sehr beschäftigt waren. Der Chefarzt klatschte mir gleich zur Begrüßung elanvoll das Gel auf die falsche Brust, weshalb ich mich schüchtern zu Wort meldete: "Ähm, es ist aber die andere!" Darauf guckten alle etwas verdutzt und betreten, lachten, die Schwester mußte noch einmal mit dem Gel kommen, und der Chefarzt sonografierte alibimäßig etwas an der falschen Brust herum mit dem Ergebnis: "Da hätten wir auch nix gefunden." Genauso habe ich mir das immer vorgestellt: Da kommt man ins Krankenhaus und es wird das gesunde Bein statt des kranken Beines amputiert. Man ist ja schon froh, wenn man nicht so weit narkotisiert ist, daß man nicht mehr in der Lage dazu ist, Einspruch zu erheben. Wenigstens wirkte die Betäubung einwandfrei, aber ich glaube, ich bin nach dem Eingriff etwas zu eilig aus der Klinik geflüchtet, denn mir war doch ziemlich schwummrig. Es fühlte sich an, wie auf Wolken zu gehen, allerdings gepaart mit einer extremen Überempfindlichkeit, welche mich innerlich bereits in die Luft gehen ließ, wenn ich nur das Stöckeln von Frauenschuhen um mich herum vernahm.
Da meine Ärztin erst gesagt hatte, daß der Knoten evtl. gleich bei der Biopsie ganz entfernt wird, hatte ich deshalb vorher gefragt, denn das wäre optimal. Aber es wurde verneint und ich fragte, ob denn so ein Knoten vielleicht trotzdem ambulant entnommen wird. Auch dies wurde verneint. Die Ärztin guckte stattdessen ein bißchen komisch und meinte, wenigstens über Nacht sollte ich dann schon bleiben, so eine Brustoperation sei nicht ohne. Ich habe noch nie in meinem Leben eine Brustoperation gewollt, niemals. Aber das endgültige Ergebnis und was weiter passiert erfahre ich erst am Freitag.

Sonntag, 14. November 2010

Eigentlich

mag ich Sonntage. Sie sind sogar mein liebster Wochentag. In der Regel sehne ich aber auch die Woche nicht herbei. Das tue ich immer noch nicht, doch wenn Sonntage nur das Wartezimmer für die kommenden Tage sind, können sie so grausam sein. Die Nacht vor der Schlacht. Und der Anrufbeantworter mahnt streng: "Bitte sprechen Sie NUR, wenn es wichtig ist! Danke!" Sind Geburtstagsgrüße wichtig?

"Karneval" in Dresden

"Karneval" in Dresden

Ich drehe bald

durch vor Angst, kann schon gar nicht mehr unterscheiden, welche der vielen verschiedenen Befürchtungen die schlimmste ist. Ein einziger filziger bitterer Knoten, der mich nach Luft schnappen läßt wie ein Silvesterkarpfen auf dem Trockenen. Könnte bitte mal jemand die folgende Woche aus dem Kalender streichen? Oder noch besser, die Zeit anhalten? Mich in einen hundertjährigen tiefen Schlaf versetzen?

Auf der Elbe | Dresden

Auf der Elbe | Dresden

Samstag, 13. November 2010

Die Muffen sausen

und die Sausen muffen bei mir. Ich kriege jetzt schon kaum noch etwas Essbares herunter, wenn ich an nächste Woche, die schreckliche Untersuchung selbst und das Danach denke. Zum Glück kann ich mich zu Hause ganz gut ablenken. Auf Arbeit dagegen lese ich den lieben langen Tag Leidensgeschichten und Krankheitsgutachten, mit denen man ständig erinnert wird. Wenn ich mich zu Hause eingesponnen habe, ist alles ganz weit weg, zwei Tage eine Ewigkeit, und alles eine Seifenblase, ein böser Alptraum, der bald zerplatzt. Nur zwischendurch ab und an wird mir die Realität bewußt, der Abgrund, der über meinem Kopf schwebt, und ich beginne mich wieder zu fragen. Was geschieht, wenn es DAS ist, das böse K-Wort? Werde ich das wirklich erleben müssen? Werde ich dieses Jahr vielleicht noch ins Krankenhaus müssen? Werde ich es überhaupt schaffen, dorthin zu gehen? Wie werde ich damit umgehen? Was ist, wenn die gute Prognose ein Irrtum ist? Wenn die Ärzte etwas übersehen haben? Wenn das Urteil bereits feststeht?
Ich bin aber auch ein bißchen aufgeregt, weil ich nächste Woche meinen neuen Physiotherapeuten kennenlernen werde. In dieser Praxis herrscht eine ziemlich starke Fluktuation und ungefähr alle eineinhalb Jahre hat man jemand anderen. Nach einigen Erfahrungen weiß ich ja inzwischen, wie individuell und verschieden die Behandlungen sind und hoffe natürlich, daß der Wechsel eine Verbesserung darstellt und keine Verschlechterung. Allerdings irritiert mich doch sehr, daß ich von dem "Neuen" bisher nicht geträumt habe. Bisher habe ich immer von ALLEN geträumt, von der ersten Physiotherapeutin, von der anderen Physiotherapeutin, von dem letzten Physiotherapeut, und das noch bevor ich diese überhaupt kannte. Und die Träume hatten sich stets in vielen Dingen bewahrheitet. Nur bei diesem tut sich nichts. Ich habe jedoch einmal von einer älteren Frau geträumt, die mich massiert. Also vielleicht ist er ja klein und hat Omalocken, oder so....

Traumsplitter

Meine ehemalige Mitschülerin S.R. zeigt mir ein Zimmer in einem großen Haus, welches sie bewohnt, und erklärt mir, daß ihr das Zimmer unheimlich sei. Da spüre ich es mit einem Mal auch. Irgendetwas stimmt hier nicht, etwas liegt in der Atmosphäre des Zimmers, das mir Angst macht. Bleiben möchte ich hier nicht.

Ein schwarzes Kätzchen in meinen Armen. Es ist zappelig und ängstlich zugleich, kratzt mich, möchte aber auch nicht so recht herunter. Als ich es hinunterlasse, flüchtet es immer wieder zwischen meine angehockten Beine. Es bekommt Pfirsich- und Aprikosenkerne zu fressen, die es mit spitzen Zähnen sicher zerknackt. Im Hintergrund beobachtet uns mein Vater.

Eine lange Fensterbank in einem großen Zimmer. Darauf stehen verrschiedene Vasen und interessante getöpferte Schalen. In den Vasen sind Sträuße von Zweigen drapiert, an denen sich entweder kleine gelbe Blüten oder dicke grüne Weintrauben befinden. Von den Weintrauben werde ich gleich mal einige mopsen. Der Strauß sieht dann zwar etwas kahler aus, aber man kann ja eine Vase weniger nehmen. In den Schalen befinden sich Muscheln und bunte Steine. Vor einem Schrank finde ich auf dem Boden zwei kleine grün schillernde Steinchen. Im Traum erkenne ich sie als Malachite, obwohl sie schillern und seltsamerweise so etwas wie einen goldenen Gürtel tragen. Ich tue sie zu den anderen Steinen in eine der Schalen.

Rebell Yell



Ich mag es, wenn der Shock Sensor an meinem Notebook von einer Krise in die nächste fällt und mir ständig neue Impacte anzeigt.*gg*

Freitag, 12. November 2010

And I'm far far away



with my head up in the clouds

Es ist mal wieder soweit

Traumsplitter

In einem Bett faul auf dem Bauch liegend und vor mich hindösend, bemerke ich um mich herum einige Haustiere im Zimmer. Unter anderem wieselt so eine Art Murmeltier herum, bzw. ich nenne es "Murmeltier", es ist aber eigentlich ein Tier mit einer sehr spitz zulaufenden Schnauze, zylindrischem Kopf, der an eine Ratte erinnert, und einem Körper, der größer als der eines Murmeltieres ist. Es springt und huscht auch dauernd im Bett umher und springt auf meinen Rücken. Das stört mich noch nicht, allerdings merke ich etwas später, daß es mich wohl als potentiellen Paarungspartner ansieht und versucht, mich zu rammeln. Hallo? Das wäre ja noch schöner, daß mich ein Murmeltier besteigt! Wo bin ich denn hier? Ich versuche es mit den Händen zu verjagen, aber es ist so anhänglich und eifrig bei der Sache, daß es nicht gelingt, und schließlich mache ich als letzten Ausweg einen großen Satz aus dem Bett. Doch während ich noch auf dem Boden hocke, ahne ich bereits schon das Verhängnis. Irgendetwas tut sich über meinem Kopf. Genau in dem Moment, als ich weggesprungen bin, hat das Murmeltier abgespritzt. Das Sperma ist bis zur Zimmerdecke geflogen und verteilt sich nun fontänenartig überall im Raum. Als ich nach oben schaue klatscht eine geballte Ladung davon mir genau in den Mund. So eine Sauerei! Igitt. Ich versuche, den Mund geöffnet lassend, so wenig wie möglich davon zu schmecken, allerdings sammelt sich viel Speichel an, so daß ich doch eine schaumige weiße Pfütze ausspucken muß, während ich mich eiligst auf den Weg ins Bad mache. Nebenbei bemerke ich außerdem, daß das Murmeltier immer aggressiver wird und anscheinend äußerst verärgert darüber ist, daß ich mich der Begattung entzogen habe. Es ruft andere Murmeltiere herbei und ich verbarrikadiere mich im Badezimmer. Sie haben jedoch irgendein Rohr entdeckt, durch welches sie durch die Wand in die Badewanne strömen. Gemeinschaftlich wollen sie verhindern, daß ich das Sperma aus meinem Mund entferne, um die Begattung völlig unwirksam zu machen. Wehrhaft trete ich nach ihnen, wache auf - und muß über so viel Absurdität lachen.

Donnerstag, 11. November 2010

Blaues Wunder

Blaues Wunder

Traumsplitter

R.L., der vor Jahren unglücklich in mich verliebt gewesen ist, besucht mich am Schreibtisch und wirkt völlig gelöst und aufgeräumt, ja beinahe wieder interessiert und wohlgesonnen. Es freut mich, daß es ihm gut geht und er mir verziehen hat, daß ich seine Gefühle nicht erwidern konnte. Aber möchte er sich jetzt tatsächlich noch einmal die Finger verbrennen? Oder möchte er Freundschaft? Er stibitzt einen Bleistift aus meinem Federmäppchen und steckt ihn ein. Was soll das denn? Ich nehme ihm den Bleistift wieder ab, schließlich brauche ich ihn noch.

In einem etwas chaotischen Hotel mit großen offenen Fensterwänden. Als ich am frühen Morgen aus einem von diesen schaue, befindet sich gleich gegenüber wohl das Rathaus der Stadt. Hinter einem geschlossenen kleinen Fenster entdecke ich drei, für diese Entfernung merkwürdig große männliche Köpfe, welche zu mir und den anderen Hotelgästen ins Zimmer schauen, sich dabei bereden und irgendwie erbost scheinen. Ich glaube, sie empfinden es als eine Zumutung, den Hotelgästen in den offenen Zimmern beim Schlafen zusehen zu müssen. Auch mir ist es nun allerdings etwas peinlich, beobachtet zu werden. Später schlendere ich über den Platz vor dem Rathaus und eine Bekannte möchte fotografiert werden, während sie aus dem Fenster eines volkstümlichen Bauernhauses schaut. Leider habe ich den Fotoapparat vergessen, weshalb ich zurück zum Hotel eile. Um den Weg abzukürzen, klettere ich einfach die Fassade hinauf und stemme mich in das offene Fenster hinein. Es erfordert einiges an Kraft, aber ich schaffe es. Dort liegt auch schon die Kamera, eine große Spiegelreflex in einer knallroten Lederhülle.

Das 100-Fragen-Stöckchen

1. Deine Meinung zu Achterbahnen?
Viel Spaß, aber ohne mich.

2. Vier Seiten, die ich täglich besuche:
- google
- twitter
- twoday
- astro.com

3. Für welches Ding hast Du das letzte Mal zuviel Geld ausgegeben?
Notebook

4. Hattest Du ein Tamagotchi?
Noch nie, und ich verstand auch nie, warum man mit sowas Langweiligem spielen will

5. Kaffee oder Tee?
Nur Tee, aber selten Schwarz- oder Grüntee, sondern eher Kräuter

6. Warum lügst Du?
Wenn ich in die Enge gedrängt werde und das Gefühl habe, daß man mir Feindseligkeit entgegenbringt, mich unterbuttern will, manchmal auch einfach, wenn ich meine Ruhe haben möchte.

7. Heimlich verliebt?
Ich bin sozusagen seit Jahren dauerverliebt. Ist das krankhaft?

8. Das letzte Weihnachtslied Deines Lebens?
"Oh Happy Day" mit den Golden Gospel Pearls

9. Wirst Du jemals berühmt sein? Wofür?
Ich vermute nicht. Hab nicht viel zu bieten.

10. Dein Sternzeichen?
Löwe

11. Und wirst Du?
Was?

12. Deine Glückszahl?
9

13. Was sind die seltsamsten Namen, die Du je gehört hast?
Im Job habe ich ständig mit seltsamen Namen zu tun, die jedoch dem Datenschutz unterliegen. Ein Nachname, den ich besonders mag: Jungverdorben.

14. Worauf schaust Du beim anderen Geschlecht zuerst?
Kommt darauf an, was sich mir zuerst präsentiert.

15. Welche Farbe hättest Du, wenn Du eine Kreide wärst?
kreideweiß

16. Hast Du einen Pager (Quix, Scall, etc.)?
Nein, ich werde mich hüten. Und auch Handy ist fast immer aus.

17. Hast Du eine Lava-Lampe?
Nein

18. Nenne ein Wort mit W:
Winter

19. Vier TV Shows die Du liebst:
generell Talkshows
Serien wie
Eine schrecklich nette Familie
Das Model und der Schnüffler
Twin Peaks

20. Wenn Du jemanden treffen könntest, wer wäre das?
Den, der mich am besten zum Lachen bringt.

21. Warst Du jemals Opfer eines Verbrechens?
Kommt darauf an, wo das Verbrechen beginnt. Kellereinbrüche, zweimal und einige Handgreiflichkeiten.

22. Wörter oder Phrasen, die Du oft benutzt:
cool

23. Was ist Dein Lieblingssport?
Eigentlich Tanzen, aber so wirklich sportlich mache ich das nur, wenn ich alleine bin.

24. Wie denkst Du über Fernbeziehungen?
Kenne ich und finde ich sehr angenehm

25. Was ist Dein Lieblingsradiosender?
RBB Kulturradio

26. Dein Lieblingsfilm?
Gibt verschiedene. Aber der Lieblings-Klassiker ist immer noch "Der unsichtbare Dritte".

27. Bist Du jemals verhaftet worden?
Nein

28. Deine Haarfarbe?
Dunkelblond

29. Einen Spitznamen von Dir, den heute niemand mehr verwendet / kennt:
Susi Sonnenschein - so haben mich vor vielen Jahren Kollegen genannt, warum weiß ich allerdings auch nicht.

30. Rote oder grüne Äpfel?
grün, sauer und knackig

31. Gewitter oder Sturm - spannend oder schrecklich?
Genaugenommen beides

32. Schlimmste Idiosynkrasie?
Es gibt einige, welche die schlimmste ist? Hm.....vielleicht meine Abneigung, im Stehen oder Gehen zu essen.

33. Welche Kinderbücher magst Du noch?
Meine Lieblingskinderbücher waren die von Wolkow, wie "Der Zauberer der Smaragdenstadt", "Der gelbe Nebel" usw. und "Das Haus unter den Kastanien"

34. Größere oder kleinere Männer/Frauen?
Zumindest gleich groß sollten sie schon sein, für die große Liebe würde ich vielleicht auch Abstriche machen. Bis in Augenhöhe sollten sie mir allerdings schon reichen.

35. Gesetz oder Anarchie?
Die goldene Mitte

36. Was ist romantischer: Baden oder Duschen?
Duschen

37. Restaurant mit Kerzenlicht oder Picknick im Mondlicht?
Picknick

38. Umarmen oder küssen?
Küssen, immer wieder und ohne Ende

39. Glaubst Du an den Himmel?
Nicht an das, was man mit dem "Himmel" assoziiert

40. Ein Song... den Du mit Deiner (ersten) großen Liebe assoziierst.
"The Power of love" von Frankie goes to Hollywood

41. Ein Song... den Du in Deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast.
"Its called a heart" von Depeche Mode, allerdings teils zwangsweise.

42. Ein Song... der momentan Dein Lieblingssong ist.
So aktuell habe ich keinen.

43. Welches Buch hast Du als letztes gekauft?
Das waren mehrere. Zu viele.

44. Die letzte CD, die Du gekauft hast?
Jüdische Orchestermusik

45. Wieviele gigantische Bytes an Musik sind auf Deinem Computer gespeichert?
Weiß nicht, aber ist sicher eine ganze Menge.

46. Lesen Deine Freunde Dein Weblog?
Ich denke nicht.

47. Was ist direkt neben Dir?
Ein Tisch

48. Letzter Film, den Du gesehen hast?
"Das Waisenhaus"

49. Rauchst Du regelmäßig?
Nein

50. Was ist Dein Lieblingszitat?
Davon gibt es Tonnen. Besonders schätze ich die von Mark Twain.

51. Telefonierst Du gerne?
Nein

52. Glaubst Du an Träume?
Was gibt es denn da zu glauben? Träume oder laß es bleiben.

53. Von welchem Album warst Du enttäuscht?
Ich kaufe nicht viel Alben.

54. Welches Deo benutzt Du?
Kristall-Deo

55. Hast Du Tattoos?
Nein

56. Das letzte Mal, daß Du Drogen genommen hast?
Müllermilch und Edle Tropfen in Nuss, heute abend. Bin auch ganz beschwipst.

57. Schreibst Du in Schreib- oder in Druckschrift?
Eine Mischung aus beidem

58. Welcher gegenwärtige Trend nervt Dich am meisten?
Wenn mir ein Trend nicht gefällt, mache ich ihn nicht mit, deshalb nervt mich selten ein Trend.

59. Hast Du jemals "Ich liebe Dich" gesagt und es auch gemeint?
Ja einmal, im im Nachhinein glaube ich, ich habe es nicht wirklich so gemeint, sondern wollte nur mal antesten, wie das so geht.

60. Was war der letzte Film, den Du im Kino gesehen hast?
Der letzte Indiana Jones

61. Die seltsamste Idee, die Du je hattest?
Ich habe ständig seltsame Ideen, aber ich vergesse sie auch schnell wieder.

62. Schon mal Ballettstunden genommen?
Nein

63. Wie gehts?
Mäßig, aber nach außen immer das blühende Leben

64. Schon mal Vanilla/Cherry Coke getrunken?
Da schreckt mich schon der Name ab.

65. Wann hast Du das letzte Mal jemanden etwas geschenkt und was war das?
Vitalpflaster zum Geburtstag für meine Mutter

66. Hoher oder niedriger Blutdruck?
Grenzwertig

67. Deine Lieblings-Filmszene?
Die Szene aus "Arsen und Spitzenhäubchen", in welcher Cary Grant den Toten in der Fensterbank entdeckt.

68. Dein Lieblings-Musikvideo?
"Justify my love" von Madonna

69. Was ist Dein Lieblingswort?
Ich mag alle "ver-"Wörter

70. Sind Deine Haare kurz oder lang?
lang

71. Bist Du ein Morgen- oder ein Nachtmensch?
Geht mehr in Richtung Nachtmensch.

72. Trägst Du gerade jetzt Nagellack?
Nur auf den Zehen

73. Hast Du Narben?
Ja

74. Hast Du schon mal eine berühmte Person getroffen?
Ja. Ich war mal auf einer Gartenparty des heute allseits bekannten Volksmusikanten A.M.
Damals hat er allerdings noch keine Volksmusik gemacht.

75. Deine Lieblingseiscremesorte?
Schoko-Vanille gemischt

76. Die letzten 4 Ziffern Deiner Telefonnummer?
Verrat ich nicht

77. Warst Du schon mal verliebt?
Sag ich doch.

78. Brot oder Brötchen?
Beides.

79. Worüber kannst Du so richtig lachen?
Schwarzer Humor und Situationskomik

80. Ißt Du Rosenkohl?
Ja

81. Bist Du typisch für Dein Sternzeichen?
Ich glaube nicht.

82. Hast Du "Titanic" gesehen?
Ja.

83. Wie lang ist Deine Zunge?
Ausreichend.

84. Die gefährlichste Unternehmung?
Versuche ich möglichst zu vermeiden, nächtliche Ausflüge oder einsame Spaziergänge im Wald lasse ich mir aber nicht nehmen, wenn ich Lust dazu habe.

85. Letztes Getränk?
Schorle

86. Zugenommen oder abgenommen?
Gerade wieder etwas Winterspeck drauf

87. Wie stehst Du zu der Frage nach außerirdischem Leben?
Generell vorstellbar. Verstehe aber nicht, warum die sich dauernd verstecken.

88. Wie würdest Du lieber heißen?
Ich bin mit meinem Namen ganz zufrieden

89. Sache, die Du heute tust, von der Du mit 16 nie gedacht hättest, dass Du sie jemals tun würdest.
Schreiben

90. Spät aufstehen oder spät wach werden?
Spät aufstehen

91. Finde den 23. Beitrag, den Du hier geschrieben hast. Schreibe den 5. Satz auf...
"Als wir zu dritt im fahrstuhl waren, sagte der eine zu dem anderen, er solle auf die knie fallen." Bin mir nicht sicher, ob das jetzt der 23. Eintrag in diesem Blog ist, aber auf alle Fälle der 23. Blogeintrag.

92. Wenn Du Dich an den Kiosk in dem von Dir üblicherweise besuchten Freibad zurückerinnerst, was fällt Dir als Erstes ein?
Alte Frauen?

93. Deine erste eigene Schallplatte?
Herr Fuchs und Frau Elster

94. 23 oder 42?
42

95. Die letzte DVD, die Du gekauft hast?
Alle Staffeln von den Avengers

96. Was ist für Dich die am meisten überschätzte Band / Interpret?
jegliche Heavy Metal-Bands

97. Was ist alles unter Deinem Bett?
Ein Bergkristall

98. Die letzten 10 Betreff-Zeilen Deines E-Mail-Accounts?
Neue Nachrichten/es folgt dir jetzt auf Twitter bla bla bla....

99. Was an der Natur würdest Du ändern?
Mücken abschaffen

100. Wie war Dein Wochenende?
Wie immer zu kurz

(gefunden bei oops)

Mittwoch, 10. November 2010

Mein größter Wunsch ist es,

nicht schon wieder verarscht zu werden. Tatsächlich der größte? Ich glaube beinahe ja. Denn selbst im schlimmst möglichen Fall, könnte ich es so vielleicht schaffen. Ich verlange ja nichts übermenschliches. Einen gewissen gegenseitigen Grundrespekt, eine verantwortungsvolle Ehrlichkeit (nicht die Haudrauf- oder Zweckehrlichkeit) und Loyalität, bzw. zumindest ein ehrliches Bemühen dahingehend. Ist das zuviel? Sollte ich dagegen niemanden haben, auf den ich mich ohne Furcht vor Hinterhalten verlassen kann, wüßte ich nicht, wo ich den nötigen Lebenswillen herzaubern sollte. Das Maß ist irgendwann voll. Und das macht mir Angst.

Dienstag, 9. November 2010

Trödelkaffee aus Dresden

Trödelkaffee aus Dresden

Kommunikation

Das zu sagen, was man sagen will, genau das ohne Hinzufügungen oder Weglassungen, und die Antwort nicht auf das beziehen, was man sagen wollte, aber nicht gesagt hat. Das würde vieles erleichtern.

Montag, 8. November 2010

In mein Haus

ziehen immer seltsamere Leute ein. Zwei Treppen unter mir sieht einer aus wie von der peruanischen Mafia. Und heute habe ich ihn doch tatsächlich mit so einem riesigen komischen Koffer erwischt, der aussieht wie der eines Auftragskillers. Musik habe ich jedenfalls aus der Wohnung noch nie gehört. Aber ich glaube, meine Phantasie geht mit mir durch. Normalerweise liebe ich es ja, wenn die Phantasie mit mir durchgeht. Das sind dann die Momente, in denen die Idee für eine neue Geschichte entsteht. Aber wenn es mit dem Wohlsein nicht stimmt, werde ich stockunliterarisch. Es gibt Künstler, die laufen erst zur Hochform auf, wenn sie von Krankheiten gebeutelt sind. Das sind wahrscheinlich die, welche sich zu Höherem berufen fühlen. Ich gehöre nicht dazu. Ich glaube, mein Biolehrer hatte mit seiner Einschätzung in der 11. Klasse recht, daß ich eine Genießerin bin. Genießen, ja, das Leben und möglichst auch die Arbeit. Fehlt dies, werde ich bockig. Katastrophen passen da nicht ins Konzept. Ich frage mich, ob ich wohl irgendwann später aus diesem Jahr noch einen Nutzen ziehen werde. Aus Erfahrung wird man ja bekanntlich klug, zumindest im besten Fall. Werde ich irgendwann einmal richtig kluge Geschichten schreiben? Wer weiß...
Immerhin konnte ich heute die LETZTEN vier Flaschen Müller-Schokomilch im Supermarkt ergattern. Aber anscheinend auch nur, weil ich krankgeschrieben bin. Ist man berufstätig, guckt man abends in die Palette. So habe ich heute endlich meinen täglichen Pegel von einer halben Flasche erreichen können. UND, man ahnt ja nichts Schlimmes, da hat man schon wieder eine Erbschaft auf dem Konto, sowie eine Entschuldigung der BVG. Die nehme ich dann gleich einmal für die letztwöchige Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr, der mich, in nur einer Station, die für sich bereits eine halbe Stunde dauerte - mit unerträglichen Verrenkungen eine Ewigkeit, mal wieder zum Patienten gemacht hat. Ich kriege irgendwie jedes Mal einen Schreck, wenn ich in mein Bankkonto schaue, und dann unwillkürlich denke: "Warum sieht denn die Zahl so grün aus? Und so lang?" Eigentlich hätte mir diese Art Überraschungen in diesem Jahr völlig gereicht, aber vielleicht sind die anderen so etwas wie eine unfreiwillige ausgleichende Gerechtigkeit. Aber warum wird man dabei nicht vorher gefragt? Irgendeiner da oben entscheidet - so die schmeißen wir jetzt mal mit Dukaten zu und rauben ihr dafür alles andere. Vielleicht ist das ja auch so ein perverses Labormenschlein-Experiment.