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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Neuer Dialekt von Elsa

In einem Vorraum des Büros lege ich mich mit nackten Schultern zur Ruhe um zu schlafen. Meine Mutter beugt sich über mich, während ich auf meiner linken Seite liege. Ich höre sie sagen: "Sie ist tot." und wundere mich darüber. Ich bin doch gar nicht tot, bekomme alles mit und atme noch. Ich bin zwar krank, aber nicht tot. Meine Mutter beugt sich tiefer über meine schneeweiße Schulter und ich denke, daß sie gleich meinen Puls tasten wird und dann erkennt, daß ich noch lebe. Doch das tut sie nicht, sondern scheint mich nur zu betrachten.
Etwas später betrete ich einen Büroraum, in welchem sämtliche Kollegen versammelt und so beschäftigt sind, daß sie mein Eintreten gar nicht bemerken. Eigentlich verstehe ich selbst nicht, warum ich trotz Krankschreibung und ausfallender Haare ins Büro gehe. Ich verziehe mich wieder still und leise und setze mich woanders an einen Bürocomputer. Auf dem Bildschirm klicke ich ein paar Bilder an, der Hintergrund ist ein dunkelrotes Rosenmeer. Es wird ja wohl niemand erwarten, daß ich arbeite, wenn ich mit Krankschreibung hierher komme. Schräg hinter mir sitzt an einem Schreibtisch Elsa und ist ihrerseits mit einer Schreibtätigkeit beschäftigt. Der Mann auf einem winzigen Schwarzweißfoto kommt mir bekannt vor. Ist das Sean Connery? Ich bin mir nicht sicher. Es könnte auch jemand anderes sein. Ich möchte das Foto vergrößert ausdrucken, um es besser betrachten zu können, aber statt des Fotos halte ich einen sechseckigen Ausdruck des roten Rosenmeeres in den Händen. Elsa hat meine Bemühungen beobachtet und steht nun neben mir, um mir zu helfen. Sie läßt einen längeren Wortschwall auf mich niederprasseln, von dem ich aber so gut wie nichts verstehe. Das muß ein deutscher Dialekt sein, vielleicht Fränkisch? Hatte sie früher nicht Hochdeutsch gesprochen? Der Dialekt muß jedenfalls neu sein und ich frage sie deshalb verblüfft, ob sie einen neuen Dialekt gelernt hat, obwohl mir nicht klar ist, warum man so etwas tun sollte. Sie antwortet jedoch nicht auf die Frage.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Narben

Narbe

über und darunter...

Al und Marcy im Bett

Montag, 13. Dezember 2010

Zweieinhalb Stunden

mußte ich heute im Warteraum auf das Ergebnis des Labors warten. Die Schwester meinte, im Labor haben sie Computerprobleme. Da muß man sich schon zusammenreißen, daß einem nicht die Gesichtszüge entgleisen. Nur gut, daß ich heute nicht noch einen späteren Termin woanders hatte. Im Labor selbst war es zur Abwechslung mal ein junger Mann, der mir das Blut aus dem Finger quetschte. Dort ist jeden Tag jemand anderes und da es sich um ein Lehrkrankenhaus und ausschließlich junge Leute handelt, gehe ich davon aus, daß sich wahrscheinlich ganze Ausbildungsklassen an mir austoben dürfen. Zum Glück kann man mit einem automatischen Fingerpiekser nicht so viel verkehrt machen, aber trotzdem könnte ich jetzt schon über jede Menge feine und individuelle Unterschiede der Blutentnahme referieren. Immerhin hat sich das Warten gelohnt, denn die Leukozyten sind von über 3000 inzwischen wieder bis auf über 7000 gestiegen und damit habe ich jetzt tatsächlich bis zum nächsten Mittwoch "Ferien". Am Mittwoch findet dann die nächste Chemo statt, aber daran möchte ich jetzt noch nicht denken, damit mir nicht schon vorher schlecht wird. Ich hatte ausgiebig im Netz über die weißen Blutkörperchen recherchiert und darüber, was ihre Bildung anregt. Meine Ausbeute war folgendes:

- Vitamin C
- Folsäure
- Zink
- Arginin
- Glutamin
- Ginsengtee
- Mistel

Vitamin C, Folsäure und Arginin hatte ich zufällig zu Hause und genommen. Da ich viel Obst und Gemüse esse, dachte ich, ich brauche das nicht zusätzlich, aber unter der Chemo gilt das wohl nicht. Und egal ob es nun geholfen hat oder nicht, wenigstens muß man nicht mit häßlichen Nebenwirkungen rechnen. Während des Stöberns in diversen Foren fand ich auch anderes Interessantes. Zum Beispiel sehen manche Ärzte eine Leukozytenzahl von über 3000 noch als ok an und unternehmen in diesem Bereich gar nichts mit Spritzen und/oder ständigen Kontrollen. Weiß gar nicht, warum sie bei mir da so einen Streß machen, zumal der Körper ja an sich eine gewisse eigene Regenerationsfähigkeit besitzt (wovon aber einige Ärzte scheinbar noch nichts gehört haben) und viele Betroffene davon berichten, es sei normal, daß die Leukozyten um den 10. Tag nach der Chemo runter gehen, sich aber meistens innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder von alleine erholen. Ich finde ja, in solchen Dingen ist das Internet echt nützlich. In den Foren habe ich außerdem von einigen Erkrankten gelesen, die während der Chemo arbeiten gehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das gehen soll. Den halben Tag bin ich damit beschäftigt, mich mit langen Basenbädern, Schlafen, Obst- und Gemüsezubereitungen, Meditationen und Recherchen wie oben wieder aufzupäppeln und wenn ich das nicht tun würde, würde ich mich auch nicht einigermaßen normal fühlen, sondern es ginge mir hundertprozentig immer noch sehr viel schlechter. Wenn ich aber arbeiten gehe, reicht die Zeit noch nicht einmal für ausreichend Schlaf. Wie man es also dreht oder wendet, es würde nicht funktionieren. Anscheinend gibt es Leute, die etwas härter im Nehmen sind.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Blog Birthday-Advent

Heute ist nicht nur Advent, sondern dieses Blog wird gleichzeitig fünf Jahre alt. Normalerweise erwähne ich diesen Blog Birthday nie und fünf Jahre klingen auch nicht nach einer langen Zeit, doch mir erscheinen sie so, wenn ich die Geschehnisse dieser letzten fünf Jahre durchgehe. Fast wie ein ganzes Leben, auf jeden Fall ungemein ereignisreich und die reinste Achterbahnfahrt. 2947 Einträge und noch einmal so viele, die bereits wieder aussortiert wurden, sprechen dieselbe Sprache. Kaum zu glauben, daß ich so mitteilungsfreudig bin. Obwohl - 2947 Einträge geteilt durch 1825 (365 Tage mal 5) macht 1,614794520..... Einträge pro Tag. Geht doch eigentlich, oder?

PS: Mein Blog ist übrigens Schütze. Ob Blogs so etwas wie eine Horoskop-Persönlichkeit besitzen?

Advent

...

Subkutan trage ich dich mit mir,
subkutan würfeln Worte
noch immer um mein Leben,
willkürlich - die Kür deines Willens
ist die Pflicht meiner Seele.
Das trojanische Pferd Hoffnung
stelltest du vor meine Tore
und auf Schiffen besegelst du
den Kanal zu meinem Ozean,
während das Schmerzgeheuer,
der Unherd über meinem Herzen
mir eine Rüstung schmiedet.
Gepanzert zieht man in Kriege,
dabei sind die Grenzen längst
verloren mit nur einem Lächeln.

Freitag, 10. Dezember 2010

vergelesen

"Erbrochen"

statt

"Epoche"

Nun ja...

Ich bin latent aggressiv.

Ok, streichen wir das 'latent'. Heute wieder an die zwei Stunden in Labor und Arztpraxis herumgesessen, nur um zu erfahren, daß ich nächsten Montag wiederkommen soll. Meinen die, wenn sie mir alle zwei Tage literweise Blut abzapfen und mich stundenlang in einem öffentlichen Arztwarteraum sitzen lassen, erholen sich meine Blutkörperchen schneller, oder was? Was passiert eigentlich, wenn ich mich weigere, mich mehr als einmal pro Woche "anstechen" zu lassen und einfach nicht mehr hingehe? Werde ich dann mit Polizei- und Waffengewalt abgeholt? In die Klinik zwangseingewiesen? Im Supermarkt habe ich als Ausgleich dafür eine unbezahlte Tube Sardellenpaste mitgehen lassen. Natürlich nicht absichtlich, zumindest anfangs. Die Tube lag so in der Kante des Einkaufswagens, daß ich sie beim Auspacken übersehen hatte und sogar der Kassierer hat sie beim prüfenden Blick in den vermeintlich leeren Wagen nicht gesehen. Mir fiel sie erst auf, als ich die Sachen wieder zurück in den Korb packte. Natürlich hätte ich dann laut rufen müssen: "Huch herrje, hier liegt ja noch etwas drin! Na sowas! War keine Absicht." Aber weil ich eh schon genug aggressiv und genervt bin, habe ich mich im Bruchteil einer Sekunde entschieden, die anderen Sachen einfach darüber zu werfen und zu gehen. Sobald ich aggressiv bin, steigt anscheinend auch meine kriminelle Energie. Und von einer der Teamleiterinnen habe ich vorhin eine Email mit Genesungswünschen bekommen, allerdings nicht von meiner eigenen.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Mein Vater

wäre heute 81 Jahre alt geworden und genau heute wird es bei mir haarig. Ich hinterlasse eine Spur aus dunkelblonden langen Haaren. Wer eines oder mehrere davon findet, hat meinen Weg gekreuzt. Die Ursache kann allerdings durchaus auch an der Spritze liegen, da als Nebenwirkung hier ebenfalls Haarausfall angegeben ist. Meinen Physiotherapeuten habe ich deshalb gleich vorgewarnt, daß ich etwas haare. Wahrscheinlich findet er als Andenken an mich einige Haare auf der Liege. Und ich finde das irgendwie witzig - noch. Er hat sich nun doch getraut, die Nicht-Behandlung von gestern als Behandlung abzurechnen, vielleicht weil sein Kollege nicht da war, so daß ich mich jetzt voll auf die nervigen Labor- und Arzttermine konzentrieren kann. Und zu meinem Haarproblem hat er gesagt, was alle sagen: "Die wachsen wieder." Ich kann diesen Spruch ehrlich nicht mehr hören. Ich mein, ich kann durchaus verstehen, daß die Leute sowas sagen. Es ist das erste, was einem dazu einfällt und wahrscheinlich würde ich es ebenso zu jemandem sagen. Aber als vielleicht selbst Betroffener fragt man sich, ob einen die anderen für blöd halten. Schließlich weiß ich auch, daß die wieder wachsen, was mir aber überhaupt nicht hilft. Was hier hilft, sind wie so oft und meistens im Leben keine Worte, sondern die Art und Weise, wie einem ein Mensch gegenübertritt und anblickt. Die schönsten Worte taugen nichts, wenn die Körpersprache und die Augen das Gesagte als Lüge entlarven. Und selbst wenn die Lüge nicht offensichtlich oder schwerwiegend ist, bleibt doch immer ein ungutes Gefühl bei spürbaren Diskrepanzen.

Manche

Blogeinträge anderer lassen mich unbefriedigt zurück. Oft sind es jene, die an bestimmten Artikeln sparen.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Und immer noch ein Tritt hinterher...

Sieht so aus, als darf ich jetzt alle zwei Tage im Labor herumhängen, da meine Leukozyten stärker heruntergegangen sind und außerdem soll ich mir nun auch noch täglich eine Spritze setzen und das, obwohl ich schon keine Nadeln mehr sehen kann. Die Spritze heute hat mir die Schwester gegeben und mir so in meinen Rettungsring gerammt, daß es noch eine Stunde später weh getan hat. Nix mit einer kleinen Nadel- und Ruhepause. Immerhin ist dieses bösartige Ding über meinem Herzen nach meinem Gefühl bereits um mehr als die Hälfte geschrumpft. Die Ärztin wollte das gar nicht glauben, weil es sonst wohl nicht gleich nach dem ersten Chemozyklus so ist, konnte sich aber davon überzeugen. Und ihre erste Sorge dabei war, daß man das Teil irgendwann nicht mehr wiederfinden könnte. Hallo? Also ich wäre froh, wenn da nichts mehr gefunden wird, aber für Ärzte ist sowas natürlich der Horror. Wenn der Chemococktail bereits beim ersten Mal bei mir so massiv wirkt, ist es erklärlich, daß auch die Leukozyten jetzt schon angegriffen sind. Aber die Haare halten noch die Stellung. Zu allem Überfluß bekommt man jedoch von den Spritzen als Nebenwirkung Knochenschmerzen. Als wenn ich nicht genug Rücken- und Knochenschmerzen hätte. Wegen des ganzen Schlammassels wurde ich heute wieder in der Praxis festgehalten und war erneut eine halbe Stunde zu spät bei der Physiotherapie. Ich hatte zwar die Schwester dort anrufen lassen, doch das Pech, daß diesmal der Physiotherapeut nicht zufällig Zeit hatte. War ja auch damit zu rechnen, aber der Kollege hat mich dann, damit ich nicht völlig umsonst angefahren gekommen bin, auf Wärme gelegt und ich sollte einen neuen Termin bekommen. Ich habe dem Physiotherapeuten gesagt, er solle meinetwegen die Wärme als Behandlung abrechnen, zumal ich sowieso nur noch genervt bin und froh, wenn ich keine Termine mehr habe, aber das wollte er wohl nicht oder hat sich nicht getraut.
Letzte Nacht habe ich von einer meiner Tanten geträumt. Ich weiß zwar nicht mehr, was genau, aber sie war im Traum kugelrund, das sah richtig komisch aus, und ich wunderte mich, daß sie so zugelegt hat. Nach dem Aufwachen wanderten meine Gedanken zu meinen meist viel älteren Cousinen und Cousins und ich überlegte, wer davon das böse K gehabt hat. Weder bei den Cousins und Cousinen, noch bei den Tanten und Onkel fiel mir jemand dazu sein. Nur ich, das Versagerhäschen der Familie, muß sich natürlich sowas an Land ziehen. Es ist mir ein Rätsel, wie ich das immer schaffe. Schon im Kindergarten war ich die einzige von allen Kindern, die es geschafft hat, nach Mumps noch eine Meningitis zu bekommen. Was für ein Talent...

Montag, 6. Dezember 2010

Eigentlich

hatte ich gehofft, nach den heutigen Terminen knapp zwei Wochen von weiteren Arztbesuchen und Herumgepieckse befreit zu sein, doch leider waren meine Leukozyten grenzwertig und deshalb muß ich mittwochs vor der Physiotherapie schon wieder zur Blutabnahme. Ich hoffe, die lassen noch etwas Blut in mir drin. Vielleicht würden sich ja die Leukozyten schneller erholen, wenn ich mich nicht dauernd in Krankenhäusern herumtreiben und mit den Öffentlichen durch Schnee und Matsch fahren müßte? Zumal die Blutabnahme auch bedeutet, daß ich nach dem Labor eine halbe bis dreiviertel Stunde Warte- und Spazierzeit habe, bevor ich mich in der Sprechstunde der Chefärztin vorstelle. Und da dauert es ebenfalls noch etwas. Wenn ich Pech habe, bekomme ich am Mittwoch sogar noch eine Spritze verpaßt. Ich will nicht! Ich hab jetzt schon genug. Als kleinen Trost bekam ich von der Sprechstundenhilfe einen Mini-Schokoladennikolaus. Ich glaube, das letzte Mal habe ich Süßigkeiten in einer Arztpraxis bekommen, als ich nach der Meningitis im Frühkindalter dauernd mit meiner Mutter zum EEG mußte. Das EEG selbst ist nicht weiter schlimm. Man kriegte nur so komisch nasses Gummizeugs auf den Kopf. Danach gab es immer einen Bonbon.

Nach den Arztterminen nahm ich dann das Haarstudio in Angriff, obwohl ich keinerlei Lust dazu verspürte. Allerdings machte ich mir etwas Sorgen, plötzlich "im Freien" zu stehen. Gerade als die nette Beraterin mit mir loslegen wollte, kam eine Omi, die ihre Perücke nachgeschnitten haben wollte. Also meinte die Beraterin, ich solle so lange warten und drückte mir ein paar Kataloge in die Hand. Unglaublich war jedoch der Redebedarf der alten Dame. Selbst als sie gehen wollte, fiel ihr ständig irgendetwas neues zu erzählen ein. Ich fragte mich, ob sie es wohl heute noch schafft, "Auf Wiedersehen" zu sagen und tatsächlich zu gehen. Als sie sich schließlich wirklich schweren Herzens von uns getrennt hatte, erklärte die Beraterin: "Hach, die Fr. XY redet so gerne. Das letzte Mal war sie auch zwei Stunden hier." Da hab ich ja sogar noch Glück gehabt, daß es diesmal keine zwei Stunden waren. Die Beraterin fand auf Anhieb eine schöne Perücke für mich, die Haare sind sogar zehn Zentimeter länger als meine eigenen und fransig gestuft. Von der Seite sieht es optimal aus, von vorne finde ich es noch etwas ungewohnt, was daran liegt, daß die Haare so voll aussehen, während meine eigenen eher am Kopf kleben. Ich nahm sie gleich mit - 350 EUR zahlt die Krankenkasse, knapp 220 EUR mußte ich selbst dazuzahlen. Außerdem braucht man natürlich ebenfalls gleich Pflegemittel, Halter usw. War also teures Shopping und wenn die Haare jetzt doch nicht ausfallen, ist es dumm gelaufen. Aber na ja, wer weiß, wozu so eine Langhaarperücke noch gut ist. Außerdem hat mir endlich mal jemand bestätigt, daß ich einen großen Kopf habe. Die Beraterin maß meinen Kopfumfang und meinte sofort, daß der ziemlich groß sei. Sie mußte sogar extra Perücken von hinten holen, da vorne nur die kleineren ausgestellt waren. Wenn ich das sage, glaubt man mir das nie. Nach diesem anstrengenden Arzt- und Shoppingvormittag, gönnte ich mir schließlich wieder einen Sitcom-Fernsehnachmittag auf der Couch. Irgendwie fühle ich mich immer noch komisch dabei, wenn ich faul auf der Couch herumliege und wirklich nur fernsehe. Sowas habe ich sonst nicht einmal im stets viel zu kurzen Urlaub gemacht.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Der Nikolaus

sollte sich morgen ziemlich beeilen, denn um 6 Uhr muß ich schon aufstehen. Doch ich vermute, er macht um Kliniken sowieso einen großen Bogen - würde ich auch machen - genauso wie ihm vier Treppen zu hoch sind.
Es wäre ja schon nett, wenn ich endlich meine gewohnte Schlafstellung wieder einnehmen könnte. Durch die Narbe in der linken Achselhöhle ist das bisher nicht möglich, denn normalerweise schlafe ich immer mit dem linken Arm über dem Kopf. Bereits als ich aus der Narkose erwachte wollte ich automatisch den Arm über den Kopf legen, worauf eine Stimme "Nee, nee, nee!" sagte und mir der Arm wieder heruntergedrückt wurde. Immerhin hat es zu dem Zeitpunkt noch nicht weh getan. Inzwischen schmerzt es stärker bei jeder größeren Bewegung, so daß ich den Arm gar nicht zu heben getraue oder aber davon aufwache. Außerdem wollte ich nächste Woche wieder zum Sport gehen, weiß aber nicht, wie ich Sport machen soll, wenn ich den Arm nicht richtig bewegen kann. Es nervt.

Traumsplitter

Ein großer gebastelter Adventskalender mit mehr als 30 Türchen. Hinter jeder Tür steckt im Kalender zuerst der Zettel mit dem Namen der Person, die am jeweiligen Tag ein Geschenk bekommen soll. Die Geschenke sind in einer Truhe eingelagert. Auch für mich sind Geschenke vorgesehen, nämlich hinter dem 25. und 36.+37. Türchen. Beim Geschenk hinter dem 36. Türchen wurde das "F" vergessen, weshalb es im 37. Türchen als handliches gebackenes Plätzchen nachgeliefert wird.

Samstag, 4. Dezember 2010

Meine Mutter

hat mir heute einen Topf selbstgestampften Kartoffelbrei vorbeigebracht. Den gab es früher bei Mumps, Windpocken und Grippe. Hat damals auch schon Wunder gewirkt.

Abendessen