Bis morgen muß ich meine Steuerunterlagen alle beisammen haben und ich versuche seit Tagen, die letzten Bescheinigungen auszudrucken, aber mein Drucker weigert sich. Dabei hat er meine Trigramme vor einigen Wochen noch klaglos alle abgearbeitet. Wahrscheinlich hat er nur keinen Bock auf Steuerkram. Ich auch nicht.
In meinen Träumen der letzten Nacht war jede Menge "Personal" versammelt. Der Betriebsrat von meiner Arbeitsstelle, die Psychoonkologin, diejenige, welche gerade die Wirbelsäulengymnastik anleitet, und mehr. Doch was die dort alle gemacht haben, ist mir größtenteils entfallen. In Erinnerung blieb nur die kleine Szene, als ich mit jemandem zusammen bestimmte Bücher aus einem dunklen Keller holen sollte. Angenehm fiel auf, daß dort weder Spinnen herumkrabbelten, noch sehr viele ungeordnete Kisten herumstanden. Die meisten Kisten waren bereits ausgepackt und geordnet worden. Das hatte ich beim Hineingehen nicht erwartet.
Die Weißen sind zu unruhig!
Unablässig eilen sie umher und sorgen sich,
wie man sich noch mehr sorgen und beeilen kann.
Sie rennen so hastig durchs Leben, daß sie keine Zeit haben,
seine Schönheit zu bewundern oder tiefe Gedanken zu empfinden.
Ich bin glücklicher als die Weißen, weil ich mir über all diese Dinge nicht den Kopf zerbrechen muß.
Und wenn mir meine Habseligkeiten Sorge machen, verschenke ich sie.
(Hosteen Klah, Navajo-Häuptling)
Ich wollte gerade meinen sommertauglich gemachten Balkon besetzen, da stelle ich fest, daß jemand schneller war. Eine Kreuzspinne hat ihr Netz genau quer vor die Gartenbank gewebt und ich wäre beinahe hineingelaufen. Wahrscheinlich hat sie nur auf mich gewartet und war mit voller Absicht auf die fetteste Beute aus. Die Bank ist jetzt sozusagen versperrt, das finde ich gar nicht nett. Und überhaupt wundere ich mich, daß die Spinnen in diesem Jahr schon so früh zutraulich werden. Sonst wollen sie immer erst ab dem Spätsommer kuscheln und weben ihre Netze überall hin. Im übrigen fand ich beim Saubermachen auf dem Balkon diesen leeren Kokon:
Sieht aus, als wäre da etwas rausgeschlüpft - hoffentlich keine Spinne, denn der Kokon ist um einiges größer als die Kreuzspinne im Netz.
Auf einer Untersuchungsliege in der Klinik. Als Arzt hinter dem Schreibtisch sitzt ein ehemaliger Kollege. Er hat anscheinend seinen Job gewechselt. Sehr aufmerksam und interessiert studiert er meine Krankenakte. Zuerst bin ich angenehm überrascht, als ich aber daran denke, daß er vielleicht meine Brust untersuchen möchte, geniere ich mich etwas. Zwar ist er jetzt Arzt, aber da wir uns kennen, finde ich das trotzdem blöd. Mir kommt es vor, als hätte er meine Gedanken erraten, denn während er liest, beginnt sein Gesich zu erröten. Auch seine Ohren leuchten immer roter und er steckt seine Nase noch angestrengter und konzentrierter in die Krankenakte, wie putzig. Die Tür geht auf und Kollegin D. tritt ins Zimmer. Auch sie ist nun Ärztin. Sind denn alle Kollegen zum medizinischen Personal übergelaufen?
Auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle. Als ich das Bürohaus betrete, treffe ich eine mir unbekannte Kollegin, mit der ich einige Worte wechsel. Doch bei einem Satz bleibt sie plötzlich hängen und wiederholt ihn unaufhörlich, so als hätte sie in sich einen Mechanismus, der mit einem Mal hakt. Mir wird klar, daß sie, obwohl wie ein normaler Mensch aussehend, ein Roboter ist. Und auch die anderen Kollegen, befürchte ich nun, sind wahrscheinlich nichts als Roboter.
Eine lebendige Taube in meiner vollen Einkaufstasche. War wohl etwas neugierig oder wollte sich dort verstecken.
Zubereitung von Goji-Blatt Tee: nehmen Sie 1-1.5g Goji-Blatt Tee in eine Tasse,aufgiessen Sie den Tee mit kochendem Wasser bis das Wasser nimmt gerade ueber den Tee zu,dann ausschuetten Sie das Wasser aus der Tasse sofort. Aufgiessen Sie den Tee erneut mit 150ml kochendem Wasser und lasser Sie den Tee ca.5 Minuten ziehen lassen.Dann Trinken Sie den Tee.
Achtung: massloser Sex ist gesundheitsschaedlich! Bitte achten Sie darauf beim Trinken von Goji Blatt-Tee. Kaese kann die Wirkung von Goji Blatt-Tee schwaechen, trinken Sie Goji Blatt-Tee nicht mit Ihm.
Wie gut, daß man auf Sex keine Aufkleber draufpappen kann.
Zwischen unruhigen Träumen beschließe ich, mir eine Badewanne Wasser für ein entspannendes Bad einzulassen. Doch etwas fehlt noch, fällt mir ein, nämlich weiße Schafgarbe. Das Bad muß mit weißer Schafgarbe sein, wenn mir auch nicht mehr klar ist, aus welchem Grund. Ich gehe im Kindheits-Wäschegarten auf die Suche, finde tatsächlich eine Pflanze, die wie Schafgarbe aussieht, aber sie ist nicht weiß. Schade. Jetzt muß ich weitersuchen.
Seit diesem Traum habe ich Verlangen nach weißer Schafgarbe. Wenn ich an die zarten Blütendolden denke, steigt mir sofort der Duft einer Sommerwiese in die Nase. Ein Strauß weißer Schafgarbe wäre jetzt perfekt.
So schön kann es manchmal sein, wenn man der 500. Follower bei Twitter ist. Gleich hat man einen ganzen
Todeszauberer vom twitternden Blanvalent-Verlag im Briefkasten. Nach Axtmörder und Ballhausmörder, die im übrigen real sind und Stammgäste meiner früheren Jobabteilung waren, nun also der Schläfenmörder. "Mord in Germany, 100% Hochspannung" verspricht mir der Aufkleber des Buches. Und zu meinem Entzücken ist es nicht nur Mord in Germany, sondern sogar in Berlin.
Das Teil, das ich heute auf der Straße fand, "Ringlein" zu nennen wäre allerdings arg untertrieben. Es ist eher ein Monsterring aus 585 Silber mit riesigem lila Klunker. Wem der bekannt vorkommt, kann sich ja melden. Das letzte Mal fand ich vor einigen Jahren Schmuck in Form eines Kettenanhängers in meinem Balkonkasten. Die Elstern haben mich jedoch enttäuscht und verstecken jetzt nur noch Eicheln in der Erde...

Wenn man nebenwirkungsbedingt nicht mehr viel schlafen und träumen kann, gibt es zumindest noch den Tag um zu träumen, zum Beispiel von diesem Dachgarten, den ich gerne hätte:
Und eigentlich könnte man die schlaflosen Nächte gut nutzen, um stilecht bohemian an den Schreibprojekten weiterzuarbeiten, wenn da nur nicht diese Chemoleere im Gehirn wäre. Ich schreibe auch viel lieber mit Blick auf den blauen Himmel oder grüne Bäume. Manchmal habe ich das Gefühl, mein Gehirn schrumpft schneller als der Tumor, aber es gibt ja auch Leute, die behaupten, das Gehirn sei im Grunde nichts anderes als ein großer parasitärer Tumor, der ständig nach Glucose schreit.
Eine riesengroße Party in einem Ferienhaus, das mein Bruder und seine Freundin angemietet haben. Es sind so viele Leute dort, daß ich gar nicht bis ganz in das Innere des Hauses vordringe, auch deshalb, weil mir die vielen fremden Leute Angst machen, sondern in einem Vorbau mit anderen fremden Leuten herumhänge. Ich fühle mich unwohl dabei, deshalb bin ich froh, als die ersten gehen, und schließe mich ihnen an. Draußen weiß ich allerdings gar nicht, wohin eigentlich. Es gibt kein Ziel und es wird mir gesagt, daß ich Gaumenkrebs hätte, der mehr streut als andere. Jetzt merke ich auch, daß aus meinem Gaumen große Stücke herausgeschnitten wurden. Gleichzeitig meint jemand zu mir, daß eine bestimmte Person das ebenfalls hätte und noch leben würde, ich solle mir also keine Gedanken machen. Ich beschließe zum Haus zurück zu gehen. Mit den letzten Gästen kann man ja noch etwas weiterfeiern, vielleicht sogar im Zentrum des Hauses. Nicht daß ich Lust darauf hätte, aber ich hätte sonst keine Idee, wohin zu gehen und was zu tun. Doch inzwischen ist das Haus leer. Alle sind gegangen, von meinem Bruder und seiner Freundin ist ebenfalls nichts mehr zu sehen, als ich neugierig in die inneren Räumlichkeiten vordringe. Jetzt, wo keiner mehr da ist, kann ich mir zumindest mal alles in Ruhe anschauen. Da kommt die Hausbesitzerin fluchend herein, weil ihr das Chaos mißfällt, das hinterlassen wurde. Ich finde es gar nicht sehr schlimm. Man sieht, daß durchaus aufgeräumt wurde, allerdings nicht sehr gründlich. Weil ich als einzige noch anwesend bin, verlangt sie von mir, bei der Beseitigung der sie noch störenden Unordnung zu helfen. Nun gut, ich mache mich an die Arbeit, ein paar übrig gebliebene Schüsseln abzuwaschen. Aber insgeheim finde ich es ziemlich ungerecht, daß ich, obwohl ich von der Party überhaupt nichts hatte, vielleicht sogar am wenigsten von allen, jetzt den Mist der anderen wegräumen muß.
zum ersten Mal in diesem Jahr benutzt. Die Haare wachsen wieder, allerdings mit Geheimratsecken. Das bringt meine Denkerstirn besonders gut zur Geltung - wenn ich ein Mann wäre.
Es ist Nacht und ich bemerke, daß mein Fernseher von allein angesprungen ist und jetzt zwei etwas farblose Außerirdische, die aus einem Loch gekommen sind, welches sich im Nachthimmel öffnete, ihre suggestiven Botschaften darüber verbreiten. Anscheinend haben sie vor, eine Art Gehirnwäsche durchzuführen. Ich überlege, den Fernseher künftig abends ganz vom Netz zu nehmen, damit ihn die Außerirdischen nicht mehr okkupieren können. Das geht nämlich nur, solange er am Stromnetz angeschlossen ist.
Die Botschaften gehen weiter. Aus dem Hintergrund ertönt immer wieder eine Stimme, die mir und den vielen Menschen, die mit mir hier durch die Natur strömen, sagt, daß wir den gelben Weg suchen und benutzen sollen, wobei sie uns bereits die Richtung vorgibt, in welcher wir ihn finden. Mich nervt die Stimme, denn sie macht Lärm, während man ansonsten hier in der Stille zwischen den Bäumen ganz entspannt spazieren gehen könnte. Außerdem hat es den Anschein, als seien die anderen Menschen Roboter oder hypnotisiert, denn sie reagieren auf gar nichts und sind auf ihrem Drängen zum gelben Weg wie weggetreten. An einer Kreuzung stoßen wir auf den gelben Weg. Aber Moment mal, der Weg ist statt gelb tiefschwarz, nur daß in großen dünnen Buchstaben "gelber Weg" auf ihm in den Staub geschrieben ist. Doch ist er es wirklich? Die anderen Leute um mich herum scheinen die Diskrepanz nicht zu bemerken. Die Erkenntnis jedoch, daß die Stimme ihnen den Willen geraubt und sie hypnotisiert hat läßt mich an den Absichten der Stimme zweifeln. Ich bin verwirrt und muß an den gelben Backsteinweg im Lande Oz denken. Auch dort kann man nicht jedem trauen, der einem den Weg zeigt.
Während ich die lange Eckstraße in der Nähe meiner Wohnung entlanglaufe, überlege ich, wohin ich hier R. bringen will, wenn er da ist. Denn es gibt zwei Sehenswürdigkeiten - das Nymphenbad, so wie dieses in Dresden und sehr versteckt, sowie ein großes Haus mit Ausstellungen und anderen Freizeitvergnügungen (in der Realität das Gericht). Wir finden uns in dem Haus wieder vor einem Raum, wo eine Tanzveranstaltung mit klassischen Tänzen stattfinden soll. Er will nicht hinein, denn er kann nicht tanzen, deshalb lungern wir auf dem Flur herum. Ich versuche ihm kurzerhand den Walzer beizubringen, erst indem ich mich mit dem Rücken vor ihn stelle, danach von Angesicht zu Angesicht. Ich zähle, während wir uns drehen - 1,2,3 - 1,2,3 - geht doch!
das Küchenfenster geputzt, also meinem Kräftepotential entsprechend, bunte Schmetterlinge draufgeklebt, im Radio "Porgy and Bess". Danach mit bleigewichtiger Müdigkeit schon beim Hinsetzen im Sessel hinweggerafft vom Erschöpfungsschlaf.

seit ich krank geschrieben bin, kommt der Bus garantiert zu jeder Zeit pünktlich, das heißt mit höchstens zehnminütiger Verspätung. Wenn ich jedoch arbeiten gehe, warte ich regelmäßig eine halbe bis dreiviertel Stunde und das um so lieber, je eher ich losgehe. Ist bestimmt auch so eine Busverschwörung.
und ich sind gestern vor der Chemo erst einmal in die Krankenhauskantine eingefallen. Aus vier oder fünf Gerichten wählten wir überbackenen Blumenkohl mit Kartoffeln und eine Quarkspeise mit Kirschen. Die Portionen waren riesig - ich glaube fast, auf meinem Teller lag ein ganzer Blumenkohlkopf. Aber wirklich sehr lecker und mit insgesamt 3,85 EUR für jeden preiswert. Um uns herum saßen fast nur Weißkittel, also Ärzte und anderes Klinikpersonal - auch die Stationsärztin, von der ich damals die Diagnose bekommen hatte -, obwohl die Kantine für Außenstehende ebenfalls geöffnet ist. Man fühlt sich deshalb etwas eigenartig und nach Verlassen der Kantine meinte die Mitpatientin, sie würde nie im Leben gerne Arzt sein wollen, worauf ich antwortete, daß ich im Leben weder Arzt noch Patient sein möchte. Es gibt dort übrigens auch ein kleines Schwimmbad. Gut, daß uns die Chemo-Schwester diesen "Geheimtip" gegeben hat. Wir mußten jedenfalls mehr oder weniger in die Ambulanz kugeln. Es war wieder eine Sonographie fällig und da ich seit Januar immer nur höre, das Teil sei ca. 1 cm groß, aber weniger taste als vorher, fragte ich nach und die Ärztin erklärte, bei dem, was noch zu sehen ist, könne es sich auch nur noch um Narbengewebe des Tumors handeln. Außerdem sei kein Blutfluß in diesem Gewebe sichtbar, was ein gutes Zeichen sei. Meine Mitpatientin hatte mich gleich, als wir uns sahen, wieder auf diese schlechten Neuigkeiten für sie vom letzten Mal angesprochen, als sie nicht wußte, daß Metastasen auch nach einer Behandlung auftreten können, was mir zeigt, daß es sie tatsächlich sehr beschäftigt hat. Sie war bei ihrer Ärztin um nachzufragen und hat es von ihr erklärt bekommen. Jetzt, sagt sie, will sie darüber aber nicht mehr dauernd nachdenken. Mache ich genauso. Ich versuche möglichst nur noch an heute zu denken und die Beschäftigungen mit einer möglichen Zukunft, vor allem wenn sie angstbesetzt ist, was sie bei mir eigentlich stets ist, egal in welche Richtung ich blicke, zu unterlassen. Gelingt aber nicht immer. Leider habe ich in meiner unmittelbaren Nähe keine Ärzte, zu denen ich in dieser Situation besonderes Zutrauen hätte um eventuell eine zweite Meinung zu hören. Als ich mit der Diagnose zu meiner Gynäkologin kam, fragte sie zwar, ob ich Fragen habe (mit dem Telefonhörer am Ohr), als ich jedoch einige meiner bereits viel spezielleren Fragen stellte, merkte ich schnell, daß sie da meistens überfragt war. Also hob ich mir die Fragen für die Stationsärzte auf und es endete damit, daß sie mir einen Stapel mit Patientenratgebern in die Hand drückte. Und meine Allgemeinärztin scheinen Brustkrebsdiagnosen ziemlich nervös zu machen. Jedenfalls wirkte sie fahrig und verwechselte beim Reden dauernd Chemotherapie mit Strahlentherapie, was mir das Gefühl gab, daß sie damit reichlich überfordert ist. Meine Mitpatientin erzählte mir dann während der Chemo noch eine angeblich wahre Geschichte aus ihrer Bekanntschaft. Sie kennt eine Frau, die einen herzkranken Sohn hat. Dieser mußte bereits als Kind mehrmals operiert werden. Während einer OP war er mehrere Minuten tot und mußte wiederbelebt werden. Danach erzählte er der Mutter, er sei während dieser OP irgendwo herumgeflogen und hätte einen Mann getroffen, welcher ihn zurück geschickt habe. Einige Tage später schauten sie sich gemeinsam ein Photoalbum mit Familienbildern an. Dieses kannte er noch nicht und ebenfalls nicht die Bilder seines Großvaters, der im zweiten Weltkrieg gefallen war. Als er ein Bild mit ihm sah, zeigte er auf ihn und sagte, dies sei der Mann der ihn zurück geschickt habe.
Ein Gelände mit labyrinthartig angeordneten Lehmwänden, Öffnungen und Türen. Ich habe die Aufgabe in Art einer Prüfung etwas daraus zu finden und zu holen. Teilweise verlaufen tieferliegende Gräben in den Räumen, die zu Friedhöfen führen, welche sich in der Basis der Wände befinden. Die Gräber werden höhlenartig in die Wände gegraben und seltsamerweise spielen Kinder hier. Sie buddeln alte Gräber auf und wieder zu. Ein älterer Mann gibt ihnen einen großen Umschlag mit wichtigen Papieren und sagt zu ihnen, sie sollen den Umschlag mit in das Loch legen und begraben. Die Zeit für meinen Auftrag ist um, aber ich bin immer noch hier, was ich eigentlich nicht dürfte. Als ich versuche, den Ausgang zu finden, muß ich feststellen, daß die zu meinem Auftrag gehörigen Öffnungen und Türen für den nächsten Prüfungsdurchgang zugemauert und woanders hin verlegt wurden. Jetzt wird es schwierig, den Ausgang zu finden, falls es überhaupt noch einen gibt. Damit es nicht auffällt, daß ich immer noch hier bin, gehe ich im größeren Hauptraum zum Geschäftsleiter und bitte um ein Gespräch. Wir sitzen uns gegenüber und ich erzähle, daß mir das Praktikum hier wirklich Spaß gemacht hätte, ich aber gerne noch einiges dazu anmerken würde, auch einige kritische Dinge, die mir aufgefallen seien. Er solle das nicht falsch verstehen, es wäre im Großen und Ganzen alles in Ordnung gewesen, aber gewisse Sachen könnte man verbessern und es wäre mir ein Anliegen, dazu beizutragen. Der Geschäftsführer hört mir aufmerksam und etwas ungläubig schauend zu, gibt jedoch sein Einverständnis, allerdings auch genaue Anweisungen, wie das auszusehen hat. Alle Bemerkungen müsse ich schriftlich machen, als Überschrift müsse "Kündigung" darüberstehen und diese Überschrift müsse braun oder gelb unterstrichen sein. Ich bin zufrieden, denn mein Ziel, daß es nicht auffällt, wenn ich mich hier länger aufhalte, habe ich erreicht. Jetzt muß ich schnellstens zusehen, den Ausgang zu finden. Nach enigem Herumirren durch schmale Gänge, Türen und Öffnungen hindurch, habe ich ihn wohl auch gefunden.