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Mittwoch, 18. Mai 2011

Rattengift

Zwei Männer folgen mir die Treppe im Hausflur hinauf und wollen von mir wissen, was ich da habe. Erst jetzt bemerke ich, daß ich einen Sack mit mir herumschleppe, auf welchem "Gift" steht. Stimmt, das muß Rattengift sein, ich hatte es vergessen, bin aber trotzdem nicht bereit, es herzugeben, obwohl die Männer anscheinend Interesse daran haben. Auch an dem goldenen Ring haben sie Interesse, der den Sack zusammenhält. Ich erzähle ihnen schnell, es wäre mein Ehering, damit sie nicht auf die Idee kommen, ihn von mir bekommen zu können. Ich spüre wieder, daß das Vertrauen gestorben und einer latenten Unsicherheit und Angst gewichen ist. Deshalb brauche ich das Rattengift zu meinem Schutz. Ich deponiere es im Briefkasten meiner Wohnung und hoffe, daß die Männer es nicht mitbekommen. Ansonsten könnte es sein, daß sie den Briefkasten aufbrechen und das Rattengift entwenden.

Dienstag, 17. Mai 2011

Und in Ergänzung zum letzten Eintrag:

Einen fix und fertig ausgestatteten Gemüsegarten für eine Saison mieten:

http://berlin-familie.de/familienleben/770-familien-gemuesegarten-zum-mieten.html

http://www.meine-ernte.de/

Die globale Lebensmittelverschwendung

Hunger (Extra): Frisch Auf Den Müll ARD (43 Min.) from Nebel CC on Vimeo.

Gerade per Email bekommen:

Sitzt ein Mann in Spanien in einem Restaurant und schaut seinem Gegenüber
auf den Teller, der mit etwas sehr großem bedeckt ist. Er fragt dann nach
einiger Zeit: "Was haben sie da eigentlich auf dem Teller?"
Antwortet der Andere: "Das sind Stierhoden. Eine Delikatesse!"
Nach einem kurzen Gespräch arrangiert der Andere, dass der Mann nach dem
nächsten Stierkampf auch einmal die Hoden bekommt.
Als es soweit ist, kommt der Kellner mit einem großen Teller, auf dem
jedoch nur zwei kleine Hoden liegen. Fragt der Mann den Kellner: "Was soll
das denn? Warum sind die Hoden denn so klein?"
Antwortet der Kellner: "Dieses Mal hat der Stier gewonnen!"

Montag, 16. Mai 2011

Die Fragende

Gib mir Antworten,
die ich nie wollte -
Fragen stell ich,
weil ich leb
im tiefen Silbergrau,
Antworten finden sich ein
wie Amseln am Morgen,
ihr Lied singen sie
nur in der Freiheit.

Gib mir Antworten
auf meine Fragen
und du erhältst Fragen,
die deine Antworten werden.
Fang sie ein
und sie gehören dir,
bunte Schmetterlinge,
wenn du es wagst -
doch töte sie nicht
mit Besitzerstolz.

Zirkusfamilie

In zerrissenen Träumen erfahre ich das Familiengeheimnis, nämlich daß wir einer alten Zirkusfamilie entstammen. Dazu erhalte ich verschiedene Familienartefakte überreicht, die noch aus dieser Zeit stammen. Außerdem findet ein großes Fest an einem ökologisch korrekten Stromkraft-Wasserwerk statt, welches wohl später von der Familie übernommen wurde und ebenfalls ein Erbstück ist. Während des Festes werden goldene Kugeln mit abgebrochenen Holzlatten hin- und hergespielt. Später erhalte ich die Aufgabe, mit Hilfe von frischem Fleisch die Wasserqualität am Kraftwerk zu testen.

Bemerkung: Gestern las ich folgendes Gedicht -
Der goldene Ball

Was auch an Liebe mir vom Vater ward,
ich hab's ihm nicht vergolten,
denn ich habe als Kind noch nicht gekannt
den Wert der Gabe und ward als Mann
dem Manne gleich und hart.

Nun wächst ein Sohn mir auf,
so heiß geliebt wie keiner,
daran ein Vaterherz gehangen,
und ich vergelte, was ich einst empfangen,
an dem, der mir's nicht gab - und wiedergibt.

Denn wenn er Mann ist und wie Männer denkt,
wird er wie ich die eignen Wege gehen,
sehnsüchtig werde ich, doch neidlos sehen,
wenn er, was mir gebührt, dem Enkel schenkt.

Weithin im Saal der Zeiten
sieht mein Blick dem Spiel des Lebens zu,
gefasst und heiter,
den goldnen Ball wirft jeder lächelnd weiter, -
und keiner gab den goldnen Ball zurück!
(Börries von Münchhausen)

Mütterlicherseits gibt es zwar höchstwahrscheinlich Zigeuner in der Familienlinie, aber Zirkus? Nun ja, eigentlich findet Zirkus ständig bei uns statt. Erinnert auch an das Zigeunerfamilientreffen.

Samstag, 14. Mai 2011

...

"Ich werde für dich da sein, wenn du mich brauchst." - Ich glaube, das habe ich in den letzten Monaten öfter gehört, als davor in meinem gesamten Leben. Geben kann ich darauf nicht immer etwas, ich würde es jedenfalls nicht immer auf einen Versuch ankommen lassen, aber am seltsamsten ist der insgeheime Eindruck, daß es bei manchen gar nicht darum geht, daß ICH jemanden brauche, sondern mehr darum, daß die andere Person mich oder zumindest irgendetwas in Zusammenhang mit mir braucht. Man könnte meinen, von einen Tag auf den anderen einer neuen Zielgruppe anzugehören, die völlig neue Erwartungen weckt. Das ist wie mit den Therapeuten, die ihren Patienten brauchen, um sich selbst zu therapieren...

Loslassen

ist wie immer wieder neu fliegen zu lernen. Eigentlich ist es ganz einfach und ein winziger Schritt, eine kleine Muskelbewegung würden genügen. Und trotzdem muß man manchmal erst zweitausendmal aufgeregt seine Flügel strecken und streichen, bevor man es wagt.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Sag ich doch!

http://weltentanz.twoday.net/stories/stellt-euch-vor-kinder/

Doch die Firmen treiben es teils doller. Beim ABC Russisch Brot von Bahlsen betrug der Hohlraum satte 40 Prozent. Beim Grießbrei Klassische Art Mondamin von Unilever lag die Lufthöhe bei 59 P'rozent, und bei der Jäger Sauce von Knorr (ebenfalls Unilever) war sogar 60 Prozent mehr drin als nötig. Den Vogel aber schoss das Produkt Zartbittere Kaffeebohnen dragiert von der Flensburger Dragee-Fabrik ab: Es wies eine Lufthöhe von 61 Prozent auf.
(aus "Die Qualitätslüge" von Annete Sabersky u. Jörg Zittlau)

Und sie schmecken auch nicht mehr wie früher, da jetzt am Teig gespart wird und stattdessen die Dinger viel zu cross gebacken werden.

...

Der Amselliebste sang in der Nacht,
unter dem Mondschiff, das still am Himmel sank.
Er sang mit seinem Herz so weit und voll,
als ob da kein Morgen wäre,
es die Erde nicht mehr gäbe,
und von der Liebe nur ein Grab.

Er sang mit seinem Herz so weit und voll,
daß es rein überfließen mußte,
sich Tropfen für Tropfen verlor,
in die erwachenden Wiesen hinein -
es blieb davon im Dämmergrün
ein funkelwarmes Leuchten stehn.

Und in der Rund das schlafende Getier,
die Schlummernden in ihren Häusern,
zwischen zwei Traumschleiern lauschend,
sie blieben stumm, damit im Klang
die Sehnsucht, diese übergroße,
die fernsten Himmel noch erweiche.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Weihnachten mit Hindernissen

Heute keine Geschenke, sondern ein Weihnachten mit Hindernissen. In einer Schule werde ich vor einer Klassentür von zwei Musikanten und einem Geschenkeverteiler abgefangen. Anscheinend findet gerade eine Weihnachtsfeier statt und in jeder Klasse werden Geschenke verteilt. Damit ich ein Geschenk bekomme, soll ich zur Begleitung der Musikanten ein Lied vorsingen. In der Hand halte ich ein Heft mit Text und Noten. Ich bin zuversichtlich und freue mich auf das Singen. Beim ersten Blick in das Heft stelle ich nämlich fest, daß ich das Lied kenne. Als die Musikanten jedoch anfangen zu spielen, erkenne ich die Melodie nicht mehr. Es ist eine völlig andere und die richtige Melodie will mir einfach nicht mehr einfallen, soviel ich mir auch den Kopf zerbreche. "Ähm, Moment mal..." murmel ich, "ich muß mal gerade etwas nachschauen." und verziehe ich mit dem Heft in eine Ecke, wo ich weiter überlege, was hier nicht stimmt. Jetzt hab ichs! Es ist das falsche Lied, daß ich herausgesucht habe! Doch die Musikanten sind zur nächsten Tür gezogen und ich habe kein Geschenk bekommen. Na gut, deshalb kann ich ja trotzdem bei der Weihnachtsfeier mitmachen, obwohl es mir ein bißchen so vorkommt, als ob jeder über mich lacht, weil ich es nicht geschafft habe, mir ein Geschenk zu ersingen. In Gruppen schwärmen die Schüler, die meisten davon sind mir fremd, zu einem Stadion aus, wo ein Festspiel stattfinden soll. Ich gehe in dieselbe Richtung und versuche bekannte Gesichter zu finden oder Leute, denen ich mich anschließen kann, was aber nicht gelingt. Schließlich tragen alle Geschenke und nur ich habe keines. Ein junger Mann legt mir den Arm um den Rücken und schaut mich verliebt an. Ah, ich bekomme zwar kein Geschenk, aber dafür Liebe, das ist doch auch schön. Aber schon als ich das zuende gedacht habe, hat der junge Mann das Interesse verloren und sich aus dem Staub gemacht. Ich bin wieder allein und setze mich zu einer Gruppe im Stadion, die sich gegenseitig ihre Geschenke zeigen. Natürlich stehe ich außen vor, weil ich kein Geschenk habe. Ich ziehe weiter, hierhin und dorthin, und komme an einem Lagerfeuer vorbei, wo meine ehemalige Mitschülerin C. sitzt. Mich entsetzt es etwas, daß ihr Gesicht so braun ist, ich hätte sie fast für eine Farbige gehalten. Ich spreche sie deshalb gleich darauf an und frage, ob sie im Urlaub gewesen ist. Meine Wortwahl ist dabei ziemlich direkt und erst hinterher fällt mir ein, daß ihr das mißfallen haben könnte. Irgendwo in der Menge steckt mir ein Farbiger seine Zunge ins Ohr und baggert mich an. Zuerst fühle ich mich genervt, denke mir aber dann, wenn ich schon kein Geschenk und keine Liebe bekommen habe, könnte ich ja zumindest Sex in der Nacht haben. Besser als gar nichts. Und ich weiß auch sofort, wo ich mit ihm Sex haben möchte. Dort oben am Lagerfeuer, dem besten Platz. Ich ziehe ihn hinter mir her zu der Stelle, bin allerdings überrascht, als ich dort am Lagerfeuer meine Mitschülerin C. zusammen mit Mitschülerin K. im Bett, bzw. Schlafsack finde. Die Situation ist jedenfalls offensichtlich intim. Vor Überraschung habe ich meinen Begleiter vergessen und erst nach einer Weile schaue ich mich um. Er ist neben dem Lagerfeuer zu Boden gefallen und eingeschlafen. Toll! Jetzt stehe ich hier und fühle mich schon wieder wie bestellt und nicht abgeholt zwischen den beiden in der Situation gestörten Mädchen und dem schlafenden Mann.

Dienstag, 10. Mai 2011

Traumsplitter

Auch diesmal gab es wieder Geschenke. Viele Geschenke von Dieter Bohlen. Allerdings waren die nicht speziell für mich, sondern von ihm abgelegte und ungenutzte Dinge, die er mir überließ mit den Worten: "Mach was draus." Einige der Gegenstände waren teilweise vergoldet. Eine Frau bemerkte dies und schien eine kritische Meinung dazu zu haben, daß er mir wertvolle vergoldete Dinge überläßt. Auf ihre Reaktion hin sage ich, daß Dieter Bohlen bestimmt nicht zu Hause sitzt und das Gold von all den Sachen kratzt, die er verschenken will. Insgeheim amüsiert mich diese Vorstellung.

"22"

sagte der Tag und nach einem Blick in den Spiegel wußte ich endlich, woran mich mein Anblick mit den unterschiedlich lang nachwachsenden Haaren seit Wochen erinnert - an ein Küken. Ich sehe aus wie ein zerzaustes Küken. Nur der Schnabel fehlt. Ich bin eine Punk-Adaption des häßlichen Entleins...

Montag, 9. Mai 2011

Luftverschmutzung in London

In einem Zug nach London. In dem großen Abteil bin ich die einzige Reisende. Kurz vor Ankunft in einem wuchtigen Bahnhofsgebäude geht der Zugführer von vorne nach hinten durch den Zug, was ich seltsam finde. Gleich nach dem Aussteigen nehme ich einen tiefen Atemzug frische Luft und bemerke den Gestank nach Autoabgasen. Pfui, ist das eklig. Diese Luft kann man ja kaum atmen. Ich hätte nicht gedacht, daß hier die Luftverschmutzung schlimmer ist als in Berlin...In einer Unterkunft oder Pension. Die Vermieter wohnen mit in der Wohnung und ich muß dringend auf Toilette, weshalb ich den Vermieter frage, ob ich ihr Klo benutzen darf. Er nickt und führt mich durch ein Zimmer, in welchem der Großvater sitzt. Als dieser hört, daß ich ihre Toilette benutzen will, bestimmt er, daß ich dafür bezahlen sollte. 10 Cent. Der Vermieter guckt etwas unsicher, wahrscheinlich, weil er das selbst ziemlich frech findet, da ich aber bereits in meiner Hosentasche wühle, nickt er. Bitte schön, daran soll es nicht scheitern. Zum Glück finde ich einige Münzen und gebe statt 10 Cent 50 Cent, auch wenn ich es nicht gewohnt bin, in einer Unterkunft für die Toilette zu bezahlen...Mit drei Frauen unterwegs. Wir landen vor einer weiß gestrichenen Kellertür und erfahren irgendwie, daß dahinter der Teufel wohnt. Eine von uns soll da wohl hinein. Die Kellertür öffnet sich mehrmals einladend langsam ohne sichtbares Zutun. Gruselig. Ich habe jedenfalls keine Lust, mir den Keller anzuschauen. Den anderen geht es genauso, bis auf eine. Diese erklärt locker, ihr mache das nichts aus und marschiert schnurtracks hinein. Später kommt sie wieder hinaus, ohne daß wir erfahren, was passiert ist...Ein Berg Geschenke von einem grauhaarigen Mann. Während ich die Geschenke auspacke, schaut er zu und scheint enttäuscht, daß ich mit den Dingen nicht wirklich etwas anfangen kann. Mir tut es auch leid, daß ich mich nicht so darüber freuen kann, wie er es sich erhofft hatte, deshalb entschuldige ich mich damit, daß das ja sehr lieb von ihm gemeint sei, aber einfach nicht mein Ding und daß er es nicht wissen konnte, schließlich kennen wir uns gar nicht. Anscheinend hat er auch andere beschenkt, denn er sagt lächelnd, daß meine Reaktion ihm am wichtigsten von allen gewesen sei.

Sonntag, 8. Mai 2011

Traumsplitter

Auf dem Boden liegend, neben mir eine ehemalige Mitschülerin, welche drei Tage später als ich Geburtstag hatte. Während sie anscheinend schläft, finde ich ganz in der Nähe einen Sprühflakon, auf welchem "Weiße Schafgarbe" steht. Ah, ein Parfum aus Weißer Schafgarbe! Mit drei Sprühstößen trage ich den Duft auf.

Bemerkung: Es ist wohl kein Zufall, daß ich in den Träumen der letzten Monate dauernd auf dem/am Boden bin.

Samstag, 7. Mai 2011

Was bin ich

heute doch für ein Mimöschen, und das bei herrlichstem Wetter. Vielleicht ja auch deshalb. Manchmal ist es ganz gut, wenn ich mich verstecken kann, nicht wegen dem, was andere bei mir sehen könnten, sondern mehr wegen dem, was ich bei den anderen sehen könnte. Es ist seltsam, man nimmt einige Unannehmlichkeiten in die Tagesordnung auf, lebt ziemlich normal weiter, zumindest geben die Alltäglichkeiten diese trügerische Sicherheit, doch dann reicht irgendeine Kleinigkeit, eine Beobachtung, sei sie nun positiv oder negativ, ein Verhalten oder Blick, daß man sich fühlt, als wäre einem die Haut abgezogen worden, die bereits vorher viel zu dünn gewesen ist. Und das Gezicke mancher Leute erhält dabei fast die Qualität einer zusätzlichen Bestrafung, zumal es sich mit all den inneren und äußeren Verlusten sowieso schon so anfühlt, als würde man die Strafe für ein schweres Verbrechen absitzen und abarbeiten...

Der Feng-Shui-Fluch

Ich lese gerne Feng-Shui-Bücher. Vor allem wegen ihrer Funktion als hervorragende Motivationshilfe zum Aufräumen und Putzen. Vieles finde ich auch sehr einleuchtend. Mit Türen im Rücken oder spitzen Ecken auf sich gerichtet fühlt man sich in der Tat meistens unwohl, ob bewußt oder unbewußt. Nun ist Feng Shui im Osten sehr viel mit Astrologie und Numerologie verbunden. Mit den Jahrestendenzen aufgrund der Hausstellungen der eigenen Chi-Zahl habe ich bisher ziemlich stimmige Erfahrungen gemacht. Seit Februar zum Beispiel befinde ich mich im ersten Haus, allgemein als eine Zeit des Rückzugs und Stillhaltens beschrieben. Das letzte Mal mit dieser Konstellation hatte ich einen Burnout und war ebenfalls mehr oder weniger zwangsweise außer Gefecht gesetzt. Anscheinend sind diese Jahre für mich nie einfach, insbesondere gesundheitlich. Allerdings habe ich in dieser Zeit auch viel gelernt. An Literatur gibt es zum Thema Feng Shui sehr unterschiedliche Veröffentlichungen. Letztens las ich den Feng Shui Lebensplaner von Lillian Too, einer asiatischen Feng-Shui-Expertin, welche darin die Haus-Trigramme und Fliegenden Sterne näherbringt. In den Rezensionen bei Amazon gibt es dazu ziemlich unterschiedliche Meinungen. Einige Rezensenten stören sich daran, daß in den Deutungstabellen für einige Zahlenkombinationen Aussagen vorkommen wie Tod von Familienangehörigen, schwere Krankheiten, großes Unglück und anderes. Vielleicht hätte ich das zu einem anderen Zeitpunkt ebenfalls etwas übertrieben gefunden, aber habe jetzt das Problem, daß zumindest eine Aussage davon mitten ins Schwarze getroffen hat. Im letzten Jahr hatte ich im Haus-Trigramm im Südwesten die Kombination 4 und 5. Allgemein neben Krankheiten ist das die Kombination, bei der explizit Brustkrebs genannt wird. Im Südwesten befindet sich neben meinem Lieblingsaufenthalt, dem Balkon, auch mein Fernsehsessel. Jetzt war ich vor kurzem bei meiner Mitpatientin eingeladen, da sie mir ihre Wohnung zeigen wollte. Die Wohnung ist 6 qm größer als meine, kam mir aber nicht wirklich so viel größer vor, vielleicht weil sie doch relativ dunkel ist und kleine Fenster hat, etwas, das ich überhaupt nicht mag. Ich bin in den ersten 17 Jahren meines Lebens in einer 100 qm-Altbauwohnung mit zwei Eingängen und vielen Fenstern groß geworden, deshalb bevorzuge ich eher hellere und großzügigere Wohnungen. Ich wohne zwar in einem Altneubau, die leider meistens eng wie Kaninchenställe sind und oft genauso kleine Fenster haben, aber meine Fenster sind zum Glück eine Ausnahme und relativ groß. Die Wohnung meiner Mitpatientin kam mir seltsam vertraut vor. Ganz genau dieselbe Anordnung der Zimmer, sogar die angeschrägten Zimmertüren und ein ähnlicher Grundriss. Auch die Himmelsrichtungen sind genau dieselben. Hauseingang im Osten, Wohnungseingang im Norden und Balkon im Südwesten. Wie ich hat sie neben dem Balkon ihren Fernsehsessel im Südwesten. Zweimal Bingo. So ein Zufall. Ich glaube, ich werde es in diesem Jahr gründlich austesten, ob es noch einmal so gut paßt. Diesmal habe ich im Südwesten die Kombination 4 und 4, welche mir "Viel Glück bei kreativer Arbeit und beim Schreiben. Für das andere Geschlecht sehr attraktiv." und eine "blühende Romanze" verspricht. Viel passieren kann ja bei diesen Aussichten nicht mehr, wenn ich mich an diesen Orten aufhalte, und im nächsten Februar bin ich dann schlauer. Aber ich denke, wenn sich in neun Jahren diese Kombination wiederholt, falls es mich noch gibt und ich noch immer in dieser Wohnung lebe, wäre ich so oder so etwas abergläubig. Wer übrigens eine gute Anleitung sucht, wie man die "Fliegenden Sterne" per Hand berechnet, was in obigem Buch und anderen nicht beschrieben wird, schaue sich diese Seite an: http://www.alpine-art.de/fengshui/flyingstars/.