Gut daß sie warnt und ich zufällig beim Zappen im TV auf diese Warnung gestoßen bin, denn sonst würde ich mich jetzt noch immer stundenlang wundern, was das heute für ein komischer Tag ist. Gestern abend war wohl der stärkste Sonnensturm seit 2006 und heute abend sind wir auf dem Höhepunkt der geomagnetischen Aktivitäten. So gesehen ist es für mich leichter nachvollziehbar, daß ich nach dem morgendlichen Aufstehen gleich auf zwei defekte Elektrogeräte stieß, die gestern noch funktionierten. Tot. Sonneneruptionen, Blitzschläge, was auch immer. Nachts gewitterte es eigentlich nicht, jedoch heute über den Tag verteilt zählte ich mindestens fünf Gewitterphasen. Kann mich nicht erinnern, wann ich das das letzte Mal erlebt habe. Vielleicht sind das bereits Auswirkungen der geomagnetischen Aktivitäten. Unter anderem wurde mein DSL-Router lahm gelegt. Wenn ich jetzt im Internet bin, verdanke ich es nur dem Geistesblitz, der mich daran erinnerte, daß mein Notebook UMTS-tauglich ist und ich irgendwo noch eine ungenutzte SIM-Karte mit UMTS-Funktion herumzuliegen habe. Allerdings beschäftigte ich mich einige Stunden damit herumzurätseln, wo ich die SIM-Karte in das Notebook einsetzen muß. Ich habe jede Seite auf den Kopf gestellt, wäre aber im Traum nicht darauf gekommen, unter dem Akku nachzuschauen, obwohl ich weiß, daß sie bei Handys immer unter dem Akku ist. Glücklicherweise erlöste mich ein weiterer Geistesblitz. Sobald die Elektrizität in der Atmosphäre zunimmt, scheinen diese neben den Wetterblitzen ebenfalls Konjunktur zu haben. Irgendwie finde ich es aber schon etwas seltsam, daß sich die Sonnenstürme anscheinend am liebsten in meiner Wohnung austoben. Doch, was soll ich sagen (Wunder über Wunder), seit ich meine Küchenfunkuhr in den Norden gehängt habe, läuft sie auch bei schwersten Sonnenaktivitäten absolut zuverlässig, während sie vorher an der östlichen Wand (Richtung der ungehindert aufgehenden Sonne) bei jedem Sonnenlüftchen schon die falsche Uhrzeit anzeigte. Wobei wir wieder beim Feng Shui wären, denn das ist das beste Beispiel dafür, daß die Himmelsrichtungen durchaus unterschiedliche Einflüsse haben und dies nicht nur beschränkt auf die Wetterseite.
Oder auch nicht. Beim letzten Zyklus bekam ich zur Feier des Tages einen bunten Luftballon mit besten Wünschen des Chemoteams. Der Termin für die OP steht fest und die Aussicht, wieder ins Krankenhaus zu müssen und an mir herumschnippeln zu lassen, bedrückt mich schon seit Wochen. Sogar die Bestätigung der Krankenkasse habe ich schon. Gleich zwei Stunden, nachdem ich den Antrag gefaxt hatte, kam der Rücklauf. Manchmal überrascht mich meine Krankenkasse. Meine Mutter hatte es dagegen viel eiliger, wieder ins Krankenhaus zu kommen. Eigentlich hatte ich gehofft, sie würde wenigstens jetzt stabil bleiben und nicht ständig krank werden, so wie in den letzten zwei Jahren. Entweder kann sie sich nicht bewegen oder bekommt irgendwelche Gerinnsel. Zwar ist sie "erst" 77, aber bewegt sich wegen ihrer Knochen wie eine 90jährige, d.h. wenn sie sich bewegen kann. Und noch vor meiner letzten Chemo kam sie ins Krankenhaus, wurde entlassen und hat gleich darauf erneut Schmerzen bekommen. Eine Verschnaufpause für mich ist wohl nicht geplant. Aber ob sie nun während der Chemo krank wird oder wenn ich normal arbeiten gehe - es nimmt sich beides nichts. Wenn ich so die letzten sieben Jahre zurückblicke, dann denke ich manchmal, ich bin irgendwo im falschen Film gelandet. Eines kommt zum anderen, eine Katastrophe folgt der nächsten, bzw. teilweise nicht einmal das, und es gibt gleich mehrere auf einmal. Das scheint sowieso ein Naturgesetz zu sein. Ich erinnere mich noch gut an die zwei Wochen vor meiner mündlichen Diplom-Abschlußprüfung. Genau in diesen zwei Wochen wurde meine Wohnung auf den Kopf gestellt. Ich hatte kein Klo, kein Wasser, keine Heizung und mit Bohrhämmern wurde den ganzen Tag der Fußboden aufgestemmt. Ich mußte tagsüber in die Wohnung meines Bruders ausweichen, um überhaupt lernen zu können. Dabei hat das Jahr 52 Wochen, also 50 mehr als zwei, doch wenn trotzdem alles auf einmal kommt, dann hat dieses miese Naturgesetz zugeschlagen. Aber gegen die letzten sieben Jahre war sogar das nur Spielerei. Dies kann nicht mehr MEIN Leben sein, das ist einfach nicht möglich. Ich dachte immer, mein Leben sei langweilig, ich weiß gar nicht, wie ich darauf gekommen bin. Und ganz nebenbei muß man sich auch noch regelmäßig mit blasierten, scheinheiligen und falschen Leuten herumärgern. Langweilig ist etwas anderes, aber es gefällt mir so trotzdem nicht. In einem Gespräch mit der Psychoonkologin sagte ich zu ihr, es mache mir Sorgen, daß ich nichts hätte, worauf ich mich freuen könne. Sie meinte dazu, das hätte ich sehr schön auf den Punkt gebracht. Toll. Super. Aber weiter bin ich immer noch nicht. Und überhaupt bin ich der Meinung, daß so langsam mal wieder andere an der Reihe sein sollten. Ich kenne sogar einige, denen ich es wirklich gerne gönnen würde, wenn ich böse wäre. Punkt.
Heute im Supermarkt: Eine Kassiererin verläßt die Kasse und wirbelt beflissen herum, um irgendeine Frage eines Kunden zu beantworten. Für ihn ist es wohl nicht ganz so wichtig, denn er sagt schließlich: "Ach lassen Sie doch - sonst verärgern Sie noch Ihre Kunden." mit Blick auf die hinter ihm Stehenden. Ein anderer Kunde, der gerade dazu kommt, posaunt rotzig dazu: "Das wäre nicht das erste Mal!" Sowas liebe ich ja - Miesmacher, die schon vorher mosern, bevor überhaupt etwas passiert ist. Er stellte sich direkt hinter mich und ich fühlte mich sofort körperlich unwohl in Form einer unangenehmen, sich ausbreitenden Kälte im Nacken. Sowas passsiert mir öfters bei nervigen Zeitgenossen. Mein innerer Seismograph verträgt so viel Negativität nicht.
und krauche so langsam nur noch auf dem Zahnfleisch. Zum Ende der Chemo wird es mit jedem Zyklus schlimmer. Nach der Chemo fühle ich mich immer wie mit dem Holzhammer erschlagen. Ich werde so müde, daß ich teilweise Mühe habe, noch vernünftige Worte mit dem Mund zu artikulieren, so als wäre die ganze Mundpartie betäubt. Insgesamt habe ich bereits seit über einem Vierteljahr nicht mehr richtig geschlafen und durch den Stop der Hormonflut fühle ich mich dauernd so, als würde ich bei lebendigem Leib gekocht, und das, nach dem ich mich vorher jahrelang seit der Pupertät mit Pickeln, fettigen Poren, PMS und hormonellen Fehltritten herumgeärgert habe. Dazu kommen unruhige Beine, brennende, juckende Augen, taube Fingerspitzen, das Gefühl von Kraftlosigkeit und gähnender Leere im Gehirn, Vergeßlichkeit, Konzentrationsschwierigkeit. Außerdem Kopf- und Rückenschmerzen. Auch äußerlich fühle ich mich nicht mehr wohl in meiner Haut, sondern aufgedunsen, wabbelig, alt und unbelastbar, entweder bleich oder einen Tag nach der Chemo leuchtend wie eine Tomate, kahl, juckig und fleckig. Und je mehr ich von mir genervt bin, um so mehr nerven mich diverse Leute, was dann wiederum mich noch mehr nervt. Besonders schön: Mit den in penetranter Regelmäßigkeit in den Briefkasten flatternden Rechnungen wird man ständig daran erinnert, was für eine "luxuriöse" Erkrankung man sich ausgesucht hat. Da macht jeder Brief Freude. Ich hoffe nur, daß ich nach der letzten Chemo noch genug Zeit zum Erholen vor der Op bekomme, denn völlig übermüdet und auf dem letzten Loch pfeifend möchte ich mich nicht unbedingt unter das Messer legen.
Zwei Männer folgen mir die Treppe im Hausflur hinauf und wollen von mir wissen, was ich da habe. Erst jetzt bemerke ich, daß ich einen Sack mit mir herumschleppe, auf welchem "Gift" steht. Stimmt, das muß Rattengift sein, ich hatte es vergessen, bin aber trotzdem nicht bereit, es herzugeben, obwohl die Männer anscheinend Interesse daran haben. Auch an dem goldenen Ring haben sie Interesse, der den Sack zusammenhält. Ich erzähle ihnen schnell, es wäre mein Ehering, damit sie nicht auf die Idee kommen, ihn von mir bekommen zu können. Ich spüre wieder, daß das Vertrauen gestorben und einer latenten Unsicherheit und Angst gewichen ist. Deshalb brauche ich das Rattengift zu meinem Schutz. Ich deponiere es im Briefkasten meiner Wohnung und hoffe, daß die Männer es nicht mitbekommen. Ansonsten könnte es sein, daß sie den Briefkasten aufbrechen und das Rattengift entwenden.
Sitzt ein Mann in Spanien in einem Restaurant und schaut seinem Gegenüber
auf den Teller, der mit etwas sehr großem bedeckt ist. Er fragt dann nach
einiger Zeit: "Was haben sie da eigentlich auf dem Teller?"
Antwortet der Andere: "Das sind Stierhoden. Eine Delikatesse!"
Nach einem kurzen Gespräch arrangiert der Andere, dass der Mann nach dem
nächsten Stierkampf auch einmal die Hoden bekommt.
Als es soweit ist, kommt der Kellner mit einem großen Teller, auf dem
jedoch nur zwei kleine Hoden liegen. Fragt der Mann den Kellner: "Was soll
das denn? Warum sind die Hoden denn so klein?"
Antwortet der Kellner: "Dieses Mal hat der Stier gewonnen!"
Gib mir Antworten,
die ich nie wollte -
Fragen stell ich,
weil ich leb
im tiefen Silbergrau,
Antworten finden sich ein
wie Amseln am Morgen,
ihr Lied singen sie
nur in der Freiheit.
Gib mir Antworten
auf meine Fragen
und du erhältst Fragen,
die deine Antworten werden.
Fang sie ein
und sie gehören dir,
bunte Schmetterlinge,
wenn du es wagst -
doch töte sie nicht
mit Besitzerstolz.
In zerrissenen Träumen erfahre ich das Familiengeheimnis, nämlich daß wir einer alten Zirkusfamilie entstammen. Dazu erhalte ich verschiedene Familienartefakte überreicht, die noch aus dieser Zeit stammen. Außerdem findet ein großes Fest an einem ökologisch korrekten Stromkraft-Wasserwerk statt, welches wohl später von der Familie übernommen wurde und ebenfalls ein Erbstück ist. Während des Festes werden goldene Kugeln mit abgebrochenen Holzlatten hin- und hergespielt. Später erhalte ich die Aufgabe, mit Hilfe von frischem Fleisch die Wasserqualität am Kraftwerk zu testen.
Bemerkung: Gestern las ich folgendes Gedicht -
Der goldene Ball
Was auch an Liebe mir vom Vater ward,
ich hab's ihm nicht vergolten,
denn ich habe als Kind noch nicht gekannt
den Wert der Gabe und ward als Mann
dem Manne gleich und hart.
Nun wächst ein Sohn mir auf,
so heiß geliebt wie keiner,
daran ein Vaterherz gehangen,
und ich vergelte, was ich einst empfangen,
an dem, der mir's nicht gab - und wiedergibt.
Denn wenn er Mann ist und wie Männer denkt,
wird er wie ich die eignen Wege gehen,
sehnsüchtig werde ich, doch neidlos sehen,
wenn er, was mir gebührt, dem Enkel schenkt.
Weithin im Saal der Zeiten
sieht mein Blick dem Spiel des Lebens zu,
gefasst und heiter,
den goldnen Ball wirft jeder lächelnd weiter, -
und keiner gab den goldnen Ball zurück!
(Börries von Münchhausen)
Mütterlicherseits gibt es zwar höchstwahrscheinlich Zigeuner in der Familienlinie, aber Zirkus? Nun ja, eigentlich findet Zirkus ständig bei uns statt. Erinnert auch an das
Zigeunerfamilientreffen.
"Ich werde für dich da sein, wenn du mich brauchst." - Ich glaube, das habe ich in den letzten Monaten öfter gehört, als davor in meinem gesamten Leben. Geben kann ich darauf nicht immer etwas, ich würde es jedenfalls nicht immer auf einen Versuch ankommen lassen, aber am seltsamsten ist der insgeheime Eindruck, daß es bei manchen gar nicht darum geht, daß ICH jemanden brauche, sondern mehr darum, daß die andere Person mich oder zumindest irgendetwas in Zusammenhang mit mir braucht. Man könnte meinen, von einen Tag auf den anderen einer neuen Zielgruppe anzugehören, die völlig neue Erwartungen weckt. Das ist wie mit den Therapeuten, die ihren Patienten brauchen, um sich selbst zu therapieren...
ist wie immer wieder neu
fliegen zu lernen. Eigentlich ist es ganz einfach und ein winziger Schritt, eine kleine Muskelbewegung würden genügen. Und trotzdem muß man manchmal erst zweitausendmal aufgeregt seine Flügel strecken und streichen, bevor man es wagt.
http://weltentanz.twoday.net/stories/stellt-euch-vor-kinder/
Doch die Firmen treiben es teils doller. Beim ABC Russisch Brot von Bahlsen betrug der Hohlraum satte 40 Prozent. Beim Grießbrei Klassische Art Mondamin von Unilever lag die Lufthöhe bei 59 P'rozent, und bei der Jäger Sauce von Knorr (ebenfalls Unilever) war sogar 60 Prozent mehr drin als nötig. Den Vogel aber schoss das Produkt Zartbittere Kaffeebohnen dragiert von der Flensburger Dragee-Fabrik ab: Es wies eine Lufthöhe von 61 Prozent auf.
(aus "Die Qualitätslüge" von Annete Sabersky u. Jörg Zittlau)
Und sie schmecken auch nicht mehr wie früher, da jetzt am Teig gespart wird und stattdessen die Dinger viel zu cross gebacken werden.
Der Amselliebste sang in der Nacht,
unter dem Mondschiff, das still am Himmel sank.
Er sang mit seinem Herz so weit und voll,
als ob da kein Morgen wäre,
es die Erde nicht mehr gäbe,
und von der Liebe nur ein Grab.
Er sang mit seinem Herz so weit und voll,
daß es rein überfließen mußte,
sich Tropfen für Tropfen verlor,
in die erwachenden Wiesen hinein -
es blieb davon im Dämmergrün
ein funkelwarmes Leuchten stehn.
Und in der Rund das schlafende Getier,
die Schlummernden in ihren Häusern,
zwischen zwei Traumschleiern lauschend,
sie blieben stumm, damit im Klang
die Sehnsucht, diese übergroße,
die fernsten Himmel noch erweiche.
Heute keine Geschenke, sondern ein Weihnachten mit Hindernissen. In einer Schule werde ich vor einer Klassentür von zwei Musikanten und einem Geschenkeverteiler abgefangen. Anscheinend findet gerade eine Weihnachtsfeier statt und in jeder Klasse werden Geschenke verteilt. Damit ich ein Geschenk bekomme, soll ich zur Begleitung der Musikanten ein Lied vorsingen. In der Hand halte ich ein Heft mit Text und Noten. Ich bin zuversichtlich und freue mich auf das Singen. Beim ersten Blick in das Heft stelle ich nämlich fest, daß ich das Lied kenne. Als die Musikanten jedoch anfangen zu spielen, erkenne ich die Melodie nicht mehr. Es ist eine völlig andere und die richtige Melodie will mir einfach nicht mehr einfallen, soviel ich mir auch den Kopf zerbreche. "Ähm, Moment mal..." murmel ich, "ich muß mal gerade etwas nachschauen." und verziehe ich mit dem Heft in eine Ecke, wo ich weiter überlege, was hier nicht stimmt. Jetzt hab ichs! Es ist das falsche Lied, daß ich herausgesucht habe! Doch die Musikanten sind zur nächsten Tür gezogen und ich habe kein Geschenk bekommen. Na gut, deshalb kann ich ja trotzdem bei der Weihnachtsfeier mitmachen, obwohl es mir ein bißchen so vorkommt, als ob jeder über mich lacht, weil ich es nicht geschafft habe, mir ein Geschenk zu ersingen. In Gruppen schwärmen die Schüler, die meisten davon sind mir fremd, zu einem Stadion aus, wo ein Festspiel stattfinden soll. Ich gehe in dieselbe Richtung und versuche bekannte Gesichter zu finden oder Leute, denen ich mich anschließen kann, was aber nicht gelingt. Schließlich tragen alle Geschenke und nur ich habe keines. Ein junger Mann legt mir den Arm um den Rücken und schaut mich verliebt an. Ah, ich bekomme zwar kein Geschenk, aber dafür Liebe, das ist doch auch schön. Aber schon als ich das zuende gedacht habe, hat der junge Mann das Interesse verloren und sich aus dem Staub gemacht. Ich bin wieder allein und setze mich zu einer Gruppe im Stadion, die sich gegenseitig ihre Geschenke zeigen. Natürlich stehe ich außen vor, weil ich kein Geschenk habe. Ich ziehe weiter, hierhin und dorthin, und komme an einem Lagerfeuer vorbei, wo meine ehemalige Mitschülerin C. sitzt. Mich entsetzt es etwas, daß ihr Gesicht so braun ist, ich hätte sie fast für eine Farbige gehalten. Ich spreche sie deshalb gleich darauf an und frage, ob sie im Urlaub gewesen ist. Meine Wortwahl ist dabei ziemlich direkt und erst hinterher fällt mir ein, daß ihr das mißfallen haben könnte. Irgendwo in der Menge steckt mir ein Farbiger seine Zunge ins Ohr und baggert mich an. Zuerst fühle ich mich genervt, denke mir aber dann, wenn ich schon kein Geschenk und keine Liebe bekommen habe, könnte ich ja zumindest Sex in der Nacht haben. Besser als gar nichts. Und ich weiß auch sofort, wo ich mit ihm Sex haben möchte. Dort oben am Lagerfeuer, dem besten Platz. Ich ziehe ihn hinter mir her zu der Stelle, bin allerdings überrascht, als ich dort am Lagerfeuer meine Mitschülerin C. zusammen mit Mitschülerin K. im Bett, bzw. Schlafsack finde. Die Situation ist jedenfalls offensichtlich intim. Vor Überraschung habe ich meinen Begleiter vergessen und erst nach einer Weile schaue ich mich um. Er ist neben dem Lagerfeuer zu Boden gefallen und eingeschlafen. Toll! Jetzt stehe ich hier und fühle mich schon wieder wie bestellt und nicht abgeholt zwischen den beiden in der Situation gestörten Mädchen und dem schlafenden Mann.
Auch diesmal gab es wieder Geschenke. Viele Geschenke von Dieter Bohlen. Allerdings waren die nicht speziell für mich, sondern von ihm abgelegte und ungenutzte Dinge, die er mir überließ mit den Worten: "Mach was draus." Einige der Gegenstände waren teilweise vergoldet. Eine Frau bemerkte dies und schien eine kritische Meinung dazu zu haben, daß er mir wertvolle vergoldete Dinge überläßt. Auf ihre Reaktion hin sage ich, daß Dieter Bohlen bestimmt nicht zu Hause sitzt und das Gold von all den Sachen kratzt, die er verschenken will. Insgeheim amüsiert mich diese Vorstellung.
sagte der Tag und nach einem Blick in den Spiegel wußte ich endlich, woran mich mein Anblick mit den unterschiedlich lang nachwachsenden Haaren seit Wochen erinnert - an ein Küken. Ich sehe aus wie ein zerzaustes Küken. Nur der Schnabel fehlt. Ich bin eine Punk-Adaption des häßlichen Entleins...