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Sonntag, 14. August 2011

Operation Sonntagsbrötchen

Das Experiment geht weiter und diesmal hieß das Motto: Zurück zu den Basics. Pures Bio-Weizenmehl mit Salz, Hefe und Mineralwasser. Passend dazu fand ich ein Rezept für die DDR-Brötchen bei Bäcker Süpke. Inzwischen hab ich auch den Dreh raus, wie die Kruste weich bleibt. Einfach nach dem Backen die Brötchen in einen Plastikbeutel packen. Und wirklich nur 20 min bei 220 Grad backen. Für mein Versuchslabor habe ich mir inzwischen eine Silikon-Backunterlage gekauft und das Teil ist einfach fantastisch. Kein Vergleich zu normalem Backpapier.

Brötchen

Ein Rollstuhl für zwei

Ausgelassen auf dem Schoß eines Mannes sitzend. Wir fahren eine Straße entlang, denn er sitzt in einem Rollstuhl, genauso wie ich. Der Rollstuhl ist sozusagen für uns beide, aber trotzdem nichts, was uns in unserer verliebten Stimmung stören würde. Eine tiefe Intimität und Nähe ist zu spüren, während wir uns gegenseitig necken und miteinander scherzen. Mittendrin kommt eine solch starke und warme Woge von Liebe in mir hoch, daß es mir die Sprache verschlägt. "Ich kann jetzt nichts sagen." hauche ich, ohne weitere Erklärungen. Doch gleichzeitig bin ich mir völlig sicher, daß er weiß, was mit mir los ist, weil er ganz genau dasselbe spürt, auch wenn ihm äußerlich nichts anzumerken ist. Es gibt absolut keinen Zweifel daran, daß alles, was ich spüre, er ebenfalls spürt und umgekehrt. Als die höheren Wogen vorüber sind, beginne ich ihn wieder zu necken. In der Hand halte ich eine Zeichnung mit einer Figur im Pyjama. Auf diesem sind Sterne oder Blümchen angedeutet. "Das bist du mit deinem Blümchenpyjama." sage ich schelmisch. Lachend erwidert er etwas. Im Hintergrund blitzt das Wissen auf, daß er sowohl eine Frau als auch eine Geliebte hat, welches beides nicht ich bin. Doch dies bleibt völlig unerheblich und nebensächlich für die Situation, auch von seiner Seite, wie ich erfreut feststelle. Schön, wenn die Liebe so frei fließen kann.

Bemerkung: Am Abend zuvor sah ich einen Sketch mit Harald Juhnke und Eddie Arendt. Beide betreten den Saal zu einer Party. H. J. prahlt: "Sehen Sie die attraktive Brünette da hinten?" "Ja." "Das ist meine Frau. Und sehen Sie die sexy Blondine, mit der sie gerade redet?" "Ja." "Das ist meine Geliebte." Eddie Arendt darauf: "Interessant! Bei mir ist es genau anders herum!"

Samstag, 13. August 2011

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Das Treffen zweier Persönlichkeiten ist wie der Kontakt zweier chemischer Substanzen: Wenn es eine Reaktion gibt, werden beide transformiert.
(C. G. Jung)

Donnerstag, 11. August 2011

lauschen

lauschen
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Montag, 1. August 2011

Aussicht

Ein sonniger(!) fremder Urlaubsort mit kleinen hügeligen Gäßchen. Über eine Straßenbalustrade gelehnt tut sich der Blick auf ein stark verfallenes Haus auf, dessen Fenster mit Brettern vernagelt sind und welches Löcher im Dach aufweist. Jemand macht sich Sorgen, daß sich Leute darin herumtreiben könnten, doch ich beobachte das Haus hier bereits eine Weile und habe niemanden gesehen. Dies berichte ich auch so. Später im Urlaubsquartier öffne ich zwei große Fensterläden zu einem fast wandgroßen Fenster. Der Ausblick, der sich dahinter auftut, ist atemberaubend. Über einer weiten Silhouette von Türmchen und Dächern schimmert ein Streifen blauen Himmels, welcher von einer dicken Decke flauschig rosa Wölkchen gekrönt wird. Einige Leute in meinem Zimmer stoßen bei jedem Zentimeter, welche sich die Fensterladen öffnen, Begeisterungsrufe aus. Ich bin darüber etwas amüsiert, aber es stimmt schon - die Aussicht ist einzigartig.

Bemerkung: Ich habe in unwegsamen Gelände ein stark verfallenes Haus gefunden, das ein wenig an eine Horrorfilmkulisse erinnert und mich fototechnisch ganz kribbelig macht. Allerdings habe ich mich bisher nicht auf das Grundstück getraut, weil ich nicht weiß, ob sich da irgendwer herumtreibt und weil die Umgebung auch ein wenig unheimlich ist. Darf ich mir jetzt selbst glauben, wenn ich sage, daß da niemand ist?

Sonntag, 31. Juli 2011

Deutschland sucht den Millionär

In meinem früheren Zimmer zur Untermiete. Ich mach dies und jenes, doch dabei überlege ich, ob dies alles nur ein Traum ist, denn schließlich wohne ich hier nicht mehr. Es muß tatsächlich ein Traum sein, na gut, wahrscheinlich wache ich bald wieder auf. Hoffentlich merke ich es rechtzeitig, wenn ich wirklich wach bin. Meine Mutter ist da, sieht aber auf einer Seite des Gesichts merkwürdig rot aus. Sie hat wohl einen Ausschlag. Anousch kommt, setzt sich an einen Computer und plaudert später mit mir. Sie erzählt, daß ihr angeboten wurde, bei "Deutschland sucht den Superstar", äh, Quatsch - hier verbessert sie sich - "Deutschland sucht den Millionär" mitzumachen. Wow! Gönnen würde ich ihr den Sieg. Als sie weg ist, gehe ich zum Computer. Es ist die letzte von ihr aufgerufene Seite zu sehen, die Seite von "Deutschland sucht den Millionär". Diejenigen, denen angeboten mitzumachen, haben hier öffentlich geantwortet, jeweils mit Ja oder Nein. Anousch finde ich nicht in der Liste, vielleicht hat sie noch nicht geantwortet oder ich habe sie übersehen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, daß sie mitmachen wird. Welchen Grund hätte sie, das nicht zu tun? Ich überlege mir, auf meinem Blog zu werben, damit man für sie abstimmt, um sie so zu unterstützen.

Montag, 25. Juli 2011

Wie passend...

Ein frustrierter und gedemütigter Zauberer mit chronischen Rückenschmerzen, die er ständig auf einer Skala zwischen 1 bis 10 bewertet, wird vor lauter Überforderung zum Serienmörder. Dies alles in dem Krimi, den ich gerade lese und den ich freundlicherweise und völlig unwissend vom Blanvalet-Verlag zugeschickt bekam. Eine gute Wahl, wirklich. Meine Überforderung, mein Frust und meine Rückenschmerzen würden locker auch für ein paar Morde ausreichen. Vielleicht sollte ich mal diese Art der Selbsthilfe erwägen. Wenn's hilft....
Eine andere Art von Schmerz ließ mich dagegen mitten in der letzten Nacht aufwachen. Ein brennender Schmerz in der operierten Brust, der sich anfühlte, als sei plötzlich innen irgendetwas gerissen, bzw. als würde jemand oder etwas über eine offene Fleischwunde ratschen. Verwundert stellte ich fest, daß ich ganz ruhig auf dem Rücken lag und auch sonst konnte ich keinen Grund dafür entdecken, beschloß dann aber, einfach ganz schnell weiterzuschlafen. Der Schmerz war am Morgen weg, aber meine Mitpatientin erzählte mir, das sie das auch manchmal hat. Scheint also normal zu sein. Außerdem berichtete sie, daß die Ärztin der Bestrahlungsklinik, in welche ich ebenfalls bald muß, mit Namen genauso heißt, wie dieser nette Herr hier mit Vornamen. Das kann ja heiter werden.

Vlad Tepes

Sonntag, 24. Juli 2011

Meine Sonntagsbrötchen

sind diesmal fantastisch geworden, nachdem ich sämtliche Rezepte über Bord geworfen und mit der geringsten Menge Wasser angefangen habe. Dazu nahm ich 100 ml Wasser für 500g Mehl (400g Weizenmehl, 100g Braunhirsemehl), was sich als zu wenig erwies. Doch schon mit 50 ml zusätzlich war der Teig perfekt. Ich verstehe gar nicht, warum in den ganzen Rezepten immer so viel Wasser steht. Eine Verschwörung der Bäckerei-Innung? Jetzt wüßte ich nur noch gerne, wie man die Kruste weicher bekommt. Wenn man im Internet nachforscht, findet man ausschließlichl Tips für eine knusprigere Kruste. Die Kruste der Brötchen ist sehr schön knusprig, aber leider mag ich Kruste lieber weich. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht auf dem Weg zum perfekten Brötchen bin...

Sonntagsbrötchen

Samstag, 23. Juli 2011

Fichtenwipfelgelee

Wipfelgeleefichten
Geleewipfelfichten
Fichtengeleewipfel
Fichtenwipfelgelee - Das Wort hat eine unwiderstehliche Wirkung auf mich - ich könnte es ständig vor mir her sagen, und löst sowohl aromatische als auch träumerische Assoziationen bei mir aus. Man muß es sich genüßlich auf der Zunge zergehen lassen.

Freitag, 22. Juli 2011

Schaukeln

Schaukel

Zwar mag ich Regenwetter, aber der Himmel meint es mal wieder zu gut. Es schüttet jetzt bereits seit einem Tag und einer Nacht ohne Unterbrechung. Ich habe zur Zeit sogar die Heizung etwas aufgedreht. Doch es passt zu meiner Stimmung. Wenigstens der Himmel versteht mich. Am gestrigen Abend war die Wetterlage wärmer und nur vernieselt, was mich dazu bewegte, erneut die Karpfen zu besuchen, allerdings wollte ich nicht ganz so viel laufen wie beim letzten Mal. Während ich an dem Spielplatz nahe des Wanderweges vorbeischlenderte, hatte ich plötzlich eine Eingebung. Der Spielplatz lag menschenleer und verlassen im Regen und auch in der Nähe war nirgendwo jemand zu sehen. Warum also nicht meine kindliche Leidenschaft für das Schaukeln einmal wiederbeleben? Ich dürfte seit knapp drei Jahrzehnten auf keiner Schaukel mehr gesessen haben und dabei war ich als Kind direkt besessen davon. Ich kann mich sogar daran erinnern, wie ich es gelernt habe. Damals war ich noch so klein, daß ich nicht allein auf eine Schaukel klettern konnte und zu Besuch bei meinen Großeltern im Spreewald. Meine Großmutter hob mich auf die Schaukel eines kleines Spielplatzes und ich saß verwundert da und schaute sie groß an. Sie erklärte mir, ich solle meine Beine bewegen, vor und zurück. Es dauerte nicht lange und ich konnte es. Danach bin ich für das Schaukeln sogar auf Spielplätze mit fremden Kindern gegangen. Das habe ich sonst nie getan, ich war nämlich extrem schüchtern. Aus diesem Grund setzte ich nie einen Fuß auf einen Spielplatz, auf welchem nur Kinder spielten, die ich nicht kannte. Auf unserem höfischen Spielplatz haben wir richtig wilde Schaukelspiele veranstaltet. Wer am höchsten kommt, wer am weitesten von der Schaukel abspringen kann, wer es schafft, den Schaukelnden mit einer Decke zu treffen und all dieses ging mir jetzt wieder durch den Kopf. Die Schaukeln auf dem Spielplatz waren natürlich naß, aber in weiser Voraussicht hatte ich einen Plastiktüte mitgenommen, für den Fall, daß ich mich auf eine Bank setzen möchte. Ich legte also die Plastiktüte drüber, quetschte mich drauf - einige Millimeter dicker und ich hätte wohl nicht mehr hinaufgepasst - und dann legte ich los. Mit meinen langen Beinen habe ich zwar ein ziemliches Loch im Sand hinterlassen, aber ansonsten ging es wunderbar. Was für ein neues altes Gefühl auf der Schaukel zu fliegen! Ich schaukelte, bis mir schwindlig wurde. Als Erwachsener fühlt man sich ja irgendwie verwegen und komisch, wenn man sich ungehemmt auf einem Kinderspielplatz amüsiert, aber die wenigen Wanderer, die vorbeikamen, beachteten mich kaum, werden sich jedoch ihren Teil gedacht haben. Es hat Spaß gemacht und ich glaube, ich weiß, wo man mich künftig nach 20 Uhr und bei Regenwetter finden wird....auf dem einsamen Spielplatz bei den Teichen.

Resteverwertung

Als ich genau vor einer Woche daran vorbeikam, sah das Fahrrad noch so aus:

Fahrrad

Eine Woche später:

Fahrrad - eine Woche später

Donnerstag, 21. Juli 2011

Was willst du wissen'?

Hast Du jemals mit jemandem eine Bettdecke geteilt?
Ja.

Magst Du lange Umarmungen?
Kommt darauf an, von wem.

Kannst Du Horrorfilme schauen?
Je nach Stimmung und Lebensphase. In manchen Phasen kann ich alles sehen ohne mit der Wimper zu zucken und in anderen bekomme ich schon von den Geräuschen des Horrorfilms einen Nervenzusammenbruch.

Vermisst Du irgendwen?
Ja.

Ist es Dir unangenehm, ein Kompliment zu bekommen?
Nur vor versammelter Mannschaft. Ansonsten immer her damit.

Gibt es eine Person bei der Du automatisch lächeln musst, wenn Du sie siehst?
Ja.

Möchtest Du, dass Dein Leben so weiter läuft, wie es nun gerade ist?
Auf keinen Fall.

Bist Du zu jedem freundlich?
Fast zu jedem.

Wie lange noch bis zu Deinem Geburtstag?
Fast auf den Tag genau einen Monat.

Siehst Du fern, während Du das hier ausfüllst?
Nein.

Hattest Du gestern Nacht einen schlechten Traum?
Ja.

Könntest Du, so wie Du jetzt aussiehst, auf die Straße gehen?
Ja.

Fiel es Dir schwer heute aufzustehen?
Ja.

Was steht denn für heute noch auf dem Tagesplan?
Abendessen und Abendspaziergang.

Wie fühlst Du Dich im Moment?
Müde und erleichtert.

Tut Dir irgendwas weh?
Ja, mein Rücken.

Hast Du gerade ein Lied im Kopf?
Ja, 'Akkordeon' von Alexandra

Hast Du heute schon gelacht?
Ja, ich habe darüber gelacht, daß ich bei der Folge von "Meine kleine Farm" heulen mußte.

Brennt bei Dir gerade das Licht?
Ja.

Hast Du einen Wunsch?
Nicht nur einen.

Hättest Du gerne einen Handtaschenhund?
Nein, wozu? Ich meide Handtaschen wo es geht.

Ißt Du Fleisch?
Ja.

Nutella oder Peanut Butter?
Nichts von beidem.

Wann hast Du zuletzt Alkohol konsumiert?
Ich glaube, das war Weihnachten.

Vermißt Du die Vergangenheit?
Einiges.

Wann bist Du zuletzt neben jemanden aufgewacht?
Täglich neben Puschel.

Willst Du etwas, was Du nicht haben kannst?
Immer.

Schreibst Du gerade mit jemandem?
Ja.

Hast Du etwas zu Hause, was eigentlich gar nicht Dir gehört?
Ja.

Hast Du eine Schwester?
Nein.

Schon mal Kleidung des anderen Geschlechts angehabt?
Ja.

Was hast Du gestern gemacht?
Gefaulenzt.

Wo bist Du gerade?
Zu Hause.

Was machst Du diese Nacht?
Schlafen.

Was liegt links neben Dir?
Das Tarot of the secret forest.

Kannst Du gut singen?
Definiere 'gut'?

Willst Du mal Kinder? Wenn ja, wie viele?
Hat sich eh erledigt.

Trägst Du eine Brille?
Nein, Kontaktlinsen.

Hast Du Fotos von Dir?
Ja.

Wie alt bist Du eigentlich?
Keine Lust zu antworten.

Hast Du ein Handy?
Ja.

Wieso füllst Du eigentlich diesen Fragebogen aus?
Weil ich zuviel Zeit habe?

Wann gehst Du ins Bett?
Gegen Mitternacht.

Erzählst Du mir einen Witz?

Mann beim Arzt: "Herr Doktor, wie kann ich 100 Jahre alt werden?"
Arzt: "Rauchen Sie?" Patient: "Nein"
Arzt: "Essen Sie übermäßig?" Patient: "Nein"
Arzt: "Gehen Sie spät ins Bett?" Patient: "Nein"
Arzt: "Haben Sie Frauengeschichten?" Patient: "Nein"
Arzt: "Wieso wollen Sie dann überhaupt so alt werden?"

vergelesen

"Alpenpest"

statt

"Algenpest"

Zum Glück von beidem nicht kontaminiert...

Sterbendes Kätzchen

Eine Art Dachwohnung ohne Dach. Hinter einer niedrigen Mauer entdecke ich ein kleines buntes Kätzchen. Ich denke mir, daß es schon irgendwo ein Zuhause haben wird und vergesse es wieder. Nach drei Tagen sitzt es noch immer in der gleichen Mauerecke. Langsam werde ich stutzig und frage mich, ob ich es füttern sollte. Wenn es die ganze Zeit da gesessen hat, dürfte es in dieser Zeit auch nichts gefressen haben. Während ich überlege, nehme ich es in meine Hände und schaue es fragend an. Da streckt es sich mit einem Mal, öffnet das Schnäuzchen, als würde es Miauen wollen und schließt die Augen. Soviel ich auch warte und es leicht schüttele, es bewegt sich nicht mehr. Es muß tot sein, wahrscheinlich verhungert, und ich habe keinen Schimmer, wie man bei Katzen eine Wiederbelebung durchführt. Hätte ich mich nur eher um das Kätzchen gekümmert.