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Sonntag, 28. August 2011

Der Geist, der Wind und die Leere

Der Geist, der Wind und die Leere
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La Paloma (Dia-Artefakt)

La Paloma
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Samstag, 27. August 2011

Wie

ich gerade festgestellt habe, befindet sich mein Blog seit Februar auch im Bibliotheks-Archiv. Sieht allerdings als gespiegelte Seiten sehr merkwürdig aus. Der Hintergrund ist Lila und die Texte auseinandergerissen. Zur Recherche wohl eher lästig, aber bei mir gibt es ja auch nicht viel zu recherchieren. Doch was ich sagen wollte, jetzt, da ich im Archiv staube, wäre eigentlich die beste Gelegenheit, das Blog zu deaktivieren und unterzutauchen. Ja, ja, die Midlife-Crisis...

Traumsplitter

Die Zellentür halb geöffnet, erhebt sich vor mir in der winzigen Zelle, die von einem Doppelbett fast ausgefüllt wird, eine brillentragende Wuchtbrumme von Frau und gibt mir zu verstehen, daß sie die Zehennägel geschnitten haben möchte. Anscheinend erwartet sie von mir, daß ich das für sie erledige. Ich verspüre jedoch keinerlei Lust dazu, noch weniger nach einem Blick auf ihre Füße. Und überhaupt - wo bin ich und was mache ich hier überhaupt? Freundlich erkläre ich ihr, daß sie deshalb doch bitte der Gefängnisaufseherin bescheid geben möchte. Diese finde sicher eine Lösung für ihr Zehennagelproblem (oder muß sie halt notfalls selbst schneiden - aber das denke ich mir nur). Ich jedenfalls habe mit der ganzen Sache hier nichts zu tun und wie komme ich eigentlich dazu, eine Zellentür zu öffnen? Die Frau gibt sich mit meiner Antwort zufrieden und wie eine Astralprojektion scheint eine zweite Frau ihr zu entschweben, welche jetzt in der anderen Betthälfte liegt und genervt mit den Augen rollt, als wolle sie sich über die Extrawünsche ihrer Zellen- und Bettgefährtin lustig machen.

Sturmwarnung

Eigentlich dachte ich, die größten Aufregungen, Trennungen, Einschnitte und Opferungen wären vorüber, aber die Sterne sagen etwas anderes. Uranus scheint einen Rundumschlag zu planen:

prog. Sonne Konjunktion Uranus
Mitte September 2010
bis Ende September 2012

Uranus Opposition prog. Sonne
Mitte Juni 2011
bis Anfang März 2014

Uranus Konjunktion Mond
Ende April 2012
bis Ende Februar 2014

prog. Mond Konjunktion Uranus
Anfang Januar 2012
bis Anfang März 2012

Uranus Opposition prog. Mond
Anfang September 2011
bis Ende Oktober 2011

Uranus Opposition Uranus
Ende März 2012
bis Mitte Dezember 2013

Pluto Quadrat Uranus
Anfang Februar 2010
bis Mitte Dezember 2012

Uranus Konjunktion Chiron
Ende Mai 2012
bis Ende März 2014

Das sind ja fast schon Prinzessin Diana-Sterne - da heißt es gut anschnallen, warm anziehen und die Ruhe bewahren. Willkommen in der Midlife-Crisis, sagt das Horoskop dazu. Und ich dachte vor zwei Jahren, bis zur Midlife-Crisis hätte ich mindestens noch zehn Jahre und ich würde ganz behutsam hineinrutschen. Was macht man eigentlich in der Midlife-Crisis? Porsche fahren? Fremdgehen? Untertauchen? Ins Kloster pilgern?

Freitag, 26. August 2011

Heldenhaft

kämpfte ein kleiner Junge heute mit seiner "Kacka". Zusammen mit seiner Mutter saß er neben mir an der Bushaltestelle vor der Klinik und wollte absolut nicht auf die Toilette gehen. Es gab Gejammer, Gezeter und Gezappel, es rollten sogar Tränen und er wirkte sichtlich gequält. Kurz bevor der Bus kam, gab er auf und wollte auf einmal doch zur Toilette. Das "Kacka" hatte gesiegt. Es gibt halt Dinge, die sind einfach stärker als wir. Dagegen kommt selbst ein US-Präsident nicht an. Aber das muß man auch erst lernen.
Ansonsten habe ich erfahren, daß ich, wenn ich ab nächste Woche mit dem Taxi fahre, für jede Hin- und Rückfahrt jeweils 5 EUR Eigenanteil zahlen muß, also insgesamt 10 EUR täglich. Da brauche ich ja fast keine Krankenkasse dafür. Vielleicht sollte ich doch mal nachrechnen, wieviel Geld ich für meine Luxuserkrankung bereits verpraßt habe. Ich habe nur so überhaupt keine Lust auf diesen Papierkram und bin so müde, daß ich tot umfallen könnte. Das nach nur drei Terminen, aber vielleicht ist es ja auch nur das Wetter, welches ausgerechnet jetzt völlig außerplanmäßig Hochsommer spielen muß.

Donnerstag, 25. August 2011

ungeordnet

ungeordnet

Immer wenn ich mit den Gedanken in meinem Luftschloss herumhänge, purzel ich sofort wieder hinaus, weil sich eine riesengroße Frage viel zu dick macht. WIE SOLL DAS GEHEN? Ja, wie soll das eigentlich gehen? Und ist etwas, bei dem sich ständig diese Frage wie eine unüberwindliche Mauer auftut, überhaupt richtig? Ich meine, müßte es, wenn es richtig wäre, nicht eines zum anderen, von alleine und so funktionieren?

Mittwoch, 24. August 2011

...

Natürlich wußte ich, dass sie ein schwieriger Fall ist, aber was hätte ich tun sollen? Sie an einen Anfänger verweisen? Ich weiß, daß ihre Liebe narzisstisch war und sie mir sicher einen Hass entgegenbrachte, der im Verhältnis zu ihrer Abhängigkeit stand. Aber ich hatte meine alte Regel vergessen: "Jeden Tag ein bewusstes und akzeptiertes Todesgelöbnis, und es braucht keine Psychoanalyse."
(aus "Marilyns letzte Sitzung" von Michel Schneider)

Witzig,

mir ist erst heute aufgefallen, daß in der Eingangshalle der Strahlenklinik ein riesiger Klapperstorch steht. Er hält eine Tafel im Schnabel, auf der wie das Tagesmenü mit Kreide geschrieben steht: Heute geboren: Datum, Uhrzeit und Vorname. Am 24.8. war es bei meiner Ankunft bisher nur ein Mädchen.
Die erste Bestrahlung hat furchtbar lange gedauert, jedenfalls kam es mir so vor, weil dauernd irgendetwas auf meinen Armen und meinem Gesicht herumgekrabbelt ist. Erst hielt ich es für Schweißtropfen, doch als es dann auch bergauf krabbelte, dachte ich mir, es müsse wohl eine Fliege sein. Auch krabbelte es immer nur an einer Stelle und sprang von einem Arm zum anderen. Während ich also regungslos darniederlag, ständig die Zähne zusammenbiß um einen Fliegenverscheuch-Reflex zu unterbinden und nicht plötzlich mit den Armen zu fuchteln, räsonierte ich darüber, wer oder was sich da einen Spaß macht, mich zu ärgern, und was die Schwestern wohl denken und warum sie nichts tun, wenn eine Fliege in meinem Gesicht herumkrabbelt. Endlich kam eine von ihnen mit den Worten, ich solle weiter liegen bleiben und schön still halten. Ich nutzte die Gelegenheit und sagte, daß da irgendetwas in meinem Gesicht sei, worauf sie nur antwortete: "Gut!" und ging. Ähm...dachte ich so bei mir, zu mehr reichte es nicht. Nach gefühlt zwanzig Minuten ging das Licht an, die andere Schwester kam herein und ich dachte, alles wäre vorbei, aber sie erklärte mir, daß bisher nur Bilder gemacht wurden und erst jetzt die eigentliche Bestrahlung beginnen würde. Die kurze Pause dazwischen nutzte ich, um immer, wenn es wieder krabbelte, schnell auf meine Arme zu schauen, aber ohne daß ich eine Fliege oder ähnliches entdecken konnte. Ich werde mir doch das Gekrabbel nicht nur eingebildet haben? Als es dann weiterging, meditierte ich zur Ablenkung darüber, was geschieht, wenn die Fliege sich auf die Brust setzten würde. Wird sie mitbestrahlt? Und wie ergeht es wohl einer Fliege, die ganzkörperbestrahlt wurde? Ist sie danach resistent gegen Krebs? Bekommen Fliegen überhaupt Krebs? Oder bleibt sie tot liegen?

Dienstag, 23. August 2011

Kriegsbemalung und Stichattacken

Kriegsbemalung

Heute durfte ich mir meine kryptische Kriegsbemalung abholen. Die muß jetzt für die nächsten 35 Termine dranbleiben. Das Rote über der Kriegsbemalung sind Mückenstiche. So sehe ich überall aus. Nachdem mich bereits die letzten Nächte eine Mücke fies traktiert hatte, sind an der Haltestelle, als ich auf den Bus wartete, ganze Rudel von Mücken über mich hergefallen, als wäre ich die einzige noch frei laufende Mahlzeit auf diesem Planeten. Und dabei standen mit mir mindestens zehn andere Personen herum, die aber anscheinend nicht weiter belästigt wurden. In der Klinik traf ich meine Mitpatientin von der Chemo und die erzählte mir von einer Mitarbeiterin dort, die total ausgerastet ist, als sie einen anderen Bestrahlungstermin wollte. Die bestrahlen dort von 7-23 Uhr und sind wahrscheinlich wie überall überarbeitet, aber wenn man 34 mal hintereinander zur gleichen Uhrzeit kommen soll, sollte der Termin schon stimmen. Ich jedenfalls fühle mich jetzt bereits überfordert, obwohl die Bestrahlungen noch nicht einmal angefangen haben. Ich versteh es ja selbst nicht, warum mir immer alles zuviel ist, schließlich fahre ich nur eine Stunde hin, eine zurück und werde zwischendurch ein paar Minuten in seltsame Geräte gelegt. Aber mir tun der Rücken, die Fersen, die Knie, die Fingergelenke und der Rippenbogen oder die Leber weh, dann muß ich mich dauernd ausziehen, obwohl ich mich nicht ausziehen will, was mich depressiv macht, und insgesamt habe ich kaum den ersten Teil des Jahres verarbeitet und es geht trotzdem dauernd Schlag auf Schlag weiter, obwohl ich mich am liebsten zurückziehen würde, und zwar lange, sehr lange. Aber wahrscheinlich ist das nur wieder meine Mimosennatur, jedoch beunruhigt es mich, weil ich denke, daß es doch langsam besser werden müßte mit der Überforderung. Nach der Klinik machte ich noch einen kurzen Ausflug in das Naturschutzgebiet, wo ich letzte Woche einige Brombeerbüsche gesichtet hatte. Diesmal hatte ich eine Dose dabei, doch die Ausbeute war trotzdem nicht viel besser, weil die Mücken auch hier wieder über mich hergefallen sind und ich den ungeordneten Rückzug aus dem Wald antrat. Allerdings nicht, ohne eine Batallion Biester dabei zu töten. Und es war mir herzlich egal, daß dies ein Naturschutzgebiet ist, in dem die Natur, zu der leider auch Mücken gehören, geschützt sein sollte. Komisch, in der letzten Woche hatte sich dort kein Schw... keine Mücke für mich interessiert.

Wald

Ebenfalls letzte Woche ist mir gleich zweimal eine Feldmaus über den Weg gelaufen, die ihren Bau neben dem Waldpfad hatte. Immer, wenn ich auf nur wenige Zentimeter herangekommen war, flitze sie schnell hinein. Heute nun traf ich eine winzig kleine Maus, vielleicht war es noch eine sehr junge, welche sich zwar schnell im Feld versteckte, aber nicht weglief. Stattdessen saß sie mucksmäuschenstill und schien geradezu die Luft anzuhalten, in der Hoffnung, daß die Tarnung wirkt und ich sie nicht sehe. Natürlich sah ich sie trotzdem. Glück für sie, daß ich nur fotografieren wollte und ansonsten Mäuse nicht auf meinem Speiseplan stehen.

Mäuschen

Montag, 22. August 2011

Shoppen für mehr Leichtigkeit

Ok, eigentlich soll man ja Entrümpeln für mehr Leichtigkeit - ich mache es genau andersherum. Jedenfalls bin ich gerade dabei, alles, was mir zu schwer ist, zu ersetzen. Die schwere alte Leiter wurde gegen eine feder- na ja, fast federleichte Aluminiumleiter ausgetauscht und mein wuchtiger, störrischer Staubsauger ebenfalls. Der neue ist ganze zwei Kilo leichter und man glaubt kaum, wieviel zwei Kilo ausmachen können. Trotzdem ist es noch nicht der perfekte Staubsauger, denn den gibt es anscheinend nicht. Der perfekte Staubsauger wäre als Kesselsauger in die Höhe gebaut, statt in Länge und Breite, so daß man sich nicht so tief bücken muß, wäre trotzdem sehr leicht und natürlich leichtgängig, und außerdem so schmal, daß er in meinen Schrank paßt. Ich habe nur einen einzigen Kesselsauger gefunden, der diese Punkte einigermaßen erfüllt, aber dafür ist er sehr rudimentär - ohne Beutel, Saugerhalter und Kabelaufrollung, weshalb ich mich doch wieder für einen - ja, wie heißen die Dinger eigentlich? -, also so einen niedrigen mit drei Rollen entschieden. Der ist im Gegensatz zu meinem vorherigen aber trotzdem sehr leichtgängig und bei weitem nicht so widerborstig, da er andere Rollen hat und wahrscheinlich auch, weil er soviel leichter ist. Und dann habe ich jetzt endlich meinen riesigen alten Bildröhrenfernseher, (ja ich hatte tatsächlich noch so einen), mit dem man sich jedesmal einen Bruch geholt hat, wenn man ihn bewegen wollte, gegen einen modernen und im Vergleich herrlich leichten Flachbildschirm ausgetauscht. Der hat alle Schikanen eingebaut, man kann mit ihm sogar surfen und twittern, allerdings scheinen diese Multimedia-TVs noch nicht sehr überlegt und ausgereift zu sein, denn als ich die ZDF-Mediathek über den Fernseher anschauen wollte, mußte ich feststellen, daß er kein Flash kann. Dabei wäre Flash ja das erste, wofür man einen surfenden Fernseher einsetzen wollen würde. Und Twittern ist auch ziemlich blöd, da zwar der Bildschirm eigentlich genug Platz für alles hätte, aber sich das Schreibfenster genau über dem Fernsehbild öffnet. Super mies ausgedachte Konstruktion, nun ja, wenn ich es bisher nicht gebraucht habe, werde ich auch ohne diese Extras weiterleben. Außerdem kann er 3D und weil das so ist, kaufte ich gleich eine Brille dazu. Er kann nicht nur 3D anzeigen, sondern auch normale 2D-Bilder in 3D umwandeln, allerdings sieht man da nicht wirklich einen großen Unterschied. Anders ist es mit speziellem 3D-Material. Ich muß zugeben, daß ich vorher noch nie einen 3D-Film gesehen habe. Immer, wenn ich im IMAX war, spielten sie gerade Bogner oder solch Zeug. Ich habe auch keinen Blueray-Player, aber über das Internet kann man mit einer App einige Trailer und Dokus in 3D ansehen. Leider ist meine Internetverbindung zu langsam, so daß jeder Film nach 5 Minuten abbricht. Trotzdem sind die Bilder, gerade in den Dokus, so faszinierend, daß ich saß und alle 5 Minuten den Film fortgesetzt habe. Unter anderem gab es eine Doku über das alte Ägypten und eine über die Ozeane, alle in Englisch, aber beim Hinschauen achtet man sowieso kaum auf die Erklärungen. Bei der Meeresdoku fuhr die Kamera zwischen Skulpturen aus Sand umher und es schien immer so, als würde sie diese Skulpturen streifen. Ich war dauernd versucht, zum Fernseher zu springen und die Hand drunter zu halten, um den Sand aufzufangen, der sonst aus dem Fernseher auf den Teppich gerieselt wäre. In der Ägyptendoku war eine Hieroglyphen-Tafel zu sehen, auf welcher ein Krokodil lebendig wird und mit aufgerissenem Maul aus dem Fernseher herauszugleiten scheint. Ich schwöre, ich habe das im ersten Moment tatsächlich geglaubt, mein Herz ist fast stehengeblieben. Für Reisedokus ist 3D geradezu prädestiniert. Vielleicht sollte ich mir doch einen Blueray-Player zulegen, aber die Auswahl an Material ist noch sehr begrenzt. Und irgendeinen sinnfreien Film möchte ich mir nicht anschauen, nur weil er 3D ist. Ansonsten hoffe ich, daß meine Bandscheiben sich über so viele Geschenke freuen. Und ich frage mich, warum ich eigentlich meinem alten Drucker noch immer eine Chance gebe, obwohl der so zickig ist. Er stammt aus WinME-Zeiten, die Treiber sind uralt, trotzdem funktioniert er noch - jedoch nur, wenn er will. Die letzten Wochen wollte er nicht mehr. Ich habe installiert und deinstalliert bis zum Erbrechen, Anschlüsse geprüft und alles ohne Erfolg. Heute habe ich einfach mal den Stecker gezogen und wieder eingesteckt und auf einmal ging er. Verstehe einer die Technik....

Sonntag, 21. August 2011

Operation Sonntagsbrötchen - Teil ?

Mit der Krume war ich ja bisher noch nicht so zufrieden, da ich sie von meinen Lieblings-Bäckerbrötchen sehr locker und luftig kenne. Im Web fand ich verschiedene Tips dazu, zum Beispiel durchgepresste rohe Kartoffeln in den Teig geben oder eine lange und kühle Teigführung, am besten im Kühlschrank. Bei diesem Versuch gab ich zu 500 g Bio-Weizenmehl zwei geriebene Kartoffeln dazu (zum Durchpressen habe ich nichts), nahm die halbe Menge Hefe als sonst, damit der Teig nicht einfällt, wenn er länger steht, und ließ nach dem Formen die Brötchen noch im Kühlschrank 'gehen'. Wie man an den Löchern in der Krume sieht, sind sie tatsächlich etwas luftiger geworden. Ist irgendwie toll, soviel Zeit zu haben, um sich mit Backrezepten zu beschäftigen. Zuletzt habe ich während meines Studiums richtig gebacken, denn das war das letzt Mal, daß ich Zeit hatte. Und das ist knapp 20 Jahre her.

Sonntagsbrötchen

Samstag, 20. August 2011

Komisch,

sobald man das Wort GUTSCHRIFT in den Mund nimmt, läuft alles wie am Schnürchen. Aber auch nur dann. GUTSCHRIFT scheint so eine Art Zauberwort zu sein. Sage GUTSCHRIFT und alles, was bisher nicht klappte, wird sofort erledigt. Geld regiert die Welt, da ist das nur logisch. Mir dagegen ist das Geld an sich egal, deshalb nervt es mich immer, wenn ich auf diesen Zug aufspringen und mit Geldentzug drohen muß, obwohl ich doch nur möchte, daß ein kleiner Auftrag reibungslos ausgeführt wird.

Und Amazon, die im übrigen nichts mit obiger GUTSCHRIFT zu tun haben, schickt mir heute zum Geburtstag Bilder von Männern in Schiesserunterwäsche. DAS nenne ich Kundenservice!

41

Im nächsten Jahr ist dann die Zahl des Lebenssinns an der Reihe. Und wenn ich gerade Nik Kershaw auf Konzert im NDR sehe, den ich mit dem Bild, das ich von ihm noch aus den 80igern im Kopf habe, überhaupt nicht mehr in Zusammenhang bringen kann, fühle ich mich mindestens genauso alt, wie er jetzt aussieht.

Edit: OMD wenigstens haben sich besser gehalten, wirken aber trotzdem ungewohnt.

Edit 0:46 h: Oh, jetzt auch noch die Simple Minds. Und alles zu meinem Geburtstag. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber der Sänger von denen sah immer schon alt aus.

Freitag, 19. August 2011

Dreh dich nicht um...

Spukhaus | 2
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Premiere:

Das "Vergnügen" meines ersten Wespenstiches hatte ich gerade. Nicht nur des ersten in diesem Sommer, sondern des ersten meines Lebens. Bisher hat mich noch niemals eine Wespe oder Biene gestochen. Aber irgendwann ist ja immer das erste Mal, besonders, wenn man ein Wespennest auf dem Balkon beherbergt. Das ist dann der Dank dafür. Da ist doch eine Gestreifte durch eines der großen Löcher meiner Crocs gekrabbelt und kitzelte auf meinem zweiten Zeh herum. (Was suchte sie da wohl? Käse?) Ich rieb ganz automatisch den Zeh an der Innenseite des Schuhs und sie hat aber richtig sauer zugestochen. Klar, sie wollte ja nicht zerquetscht werden. Und das hat wirklich weh getan! Aua! Gleich auf dem Zeh daneben habe ich einen ätzend juckenden Mückenstich. Drei Zehen sind jetzt noch frei. Wer will, wer möchte, wer hat noch nicht?

Bäume ausreißen

Vor den Eingängen eines großen Vergnügungsparkes, welcher aus Zoo und einer Oper besteht. Ich habe Lust zu fotografieren und frage an den Kassen, welche sich unter weißen Toren befinden, wie teuer der Eintritt ist. Die Frauen dort schauen mich etwas ratlos an und scheinen zu überlegen. Hm, komisch, wenn sie hier arbeiten, müßten sie das ja eigentlich wissen. Oder habe ich übersehen, daß man hier gar nicht bezahlen muß? Eine fragt, wo genau ich denn hin will und ich antworte, ohne davon überzeugt zu sein: "In die Oper." Schließlich hat sich die eine entschieden und nennt einen Preis, den ich in Münzen bezahle. Außerdem gibt sie mir noch einen Packen in feine Scheiben geschnitten Fleisch-Aufschnitt mit. Während ich um das wuchtige, schwarz neben mir aufragende Operngebäude laufe, erregt zunächst einmal ein Baum meine Aufmerksamkeit. Er ist sehr hoch gewachsen und überragt sogar das Opernhaus. Die Krone beginnt erst ziemlich weit oben, so daß ich vor mir nur den relativ schlanken Stamm mit einer rauhfasrigen Rinde habe, deren Beschaffenheit ich so anziehend finde, daß ich sie mit sachter Neugier sehr leicht mit dem Zeigefinger berühre. Doch was ist das? Kaum habe ich den Baum berührt, beginnt er sich gefährlich zu neigen. Er wird doch nicht....? Nein, nein, das kann nicht sein. Mit beiden Armen umklammere ich den Stamm, um ihn wieder in solch eine senkrechte Position zu bringen, daß er sich von alleine stützt. Doch erst kommt die Krone des Baumes mit einem Ruck auf dem Dach der Oper zum Erliegen - oh, oh.....hoffentlich geht da nix kaputt, und dann, nachdem ich den Stamm etwas anheben und zur Seite drehen konnte, auf einer Straßenlaterne, deren Glas dem Gewicht sicher auch nicht lange standhält, weshalb ich weiter versuche, den Stamm in solch eine senkrechte Position zu bringen, daß er auf sich selbst balanciert. Schließlich scheint der Baum in ein trügerisches Gleichgewicht gebracht zu sein. Er liegt nirgends drauf und steht von allein, allerdings könnte die kleinste Berührung ihn wieder zum Fallen und Entwurzeln bringen. Also nichts wie weg hier und ganz unbeteiligt tun....dum di dum.....damit niemand merkt, was ich angestellt habe. *pfeifend ab*