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Mittwoch, 28. Dezember 2011

Notiz an mich

Seit meinem letzten Krankenhausaufenthalt kann ich das Wort "Süppchen" nicht mehr ausstehen. Wenn mir jemand mit einem "Süppchen" kommt, dann renne ich schreiend weg.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Heiße Weihnachtsgeschenke-Testphase

Erblühtee-Testung

Hab so ein Set aus Erblühtee, Kanne und Tassen bekommen, das mußte ich heute gleich ausprobieren. Von der Blüte sieht man auf dem Bild allerdings nicht viel.

Wellness statt Unterricht

Die Katze ist verschwunden! In der elterlichen Wohnung fällt mir ein, daß ich sie schon eine Weile nicht mehr gefüttert habe. Warum meldet sie sich nicht? Sie muß doch Hunger haben. Suchend schaue ich unter Couch und Schränke. Schließlich fällt mir ein in den Kachelofen eingelassener Gang auf, der direkt in ein Nest über dem Feuerloch führt. Die Katze hat sich darin zusammengerollt und nur das weiße Schnäuzchen leuchtet aus dem Kachelofen heraus. Mit meinen Rufen läßt sie sich hervorlocken und kommt vorsichtig aus dem Ofen gekrochen.

Es findet ein sehr zahlreich besuchter Unterricht statt. Massenhaft Bänke und Tische sind aufgereiht und voll besetzt. Der Unterrichtende ist jemand neues und gilt als etwas eigenartig. Leider habe ich vom Unterricht bisher nicht viel mitbekommen, da ich mich überhaupt nicht konzentrieren kann. Irgendwann bin ich an der Reihe und werde aufgerufen, weiß aber weder, wo wir sind, noch was man von mir will. Deshalb habe ich ein richtig schlechtes Gewissen und denke, daß ich gleich einen Rüffel bekomme. Doch stattdessen werde ich freundlich zu einem Schalter geschickt, um etwas zu erfragen oder zu besorgen. Während ich mich vor dem Schalter noch sammle und nach den richtigen Worten suche, dabei neugierig beobachtet von einem uniformierten Mann hinter dem Schalterfenster, fällt mir ein weißer Zettel auf, der direkt an der Wand darüber befestigt wurde. Er trägt meinen Namen und ist anscheinend ein Brief an mich. Ich nehme ihn und lese aufmerksam. Schöne und mysteriöse Worte, die ich mir unbedingt merken will, aber natürlich vergessen habe, sagen mir, daß ich sehr fertig aussehe und daß ich ein bestimmtes Zimmer suchen und betreten soll. Ich gehe los, platze fast in das falsche Zimmer, merke aber noch rechtzeitig, daß die richtige Tür die daneben ist, und trete ein. Eine junge Frau mit langen blonden Haaren erwartet mich bereits und begrüßt mich. Rechts von mir erkenne ich eine große Eckbadewanne mit Whirlpool, einige Massageliegen und andere Wellnesselemente befinden sich im Raum. Aus dem, was sie sagt, erfahre ich, daß sie Physiotherapeutin und Angestellte dieser Wellnessoase ist, und daß für mich eine Tagesbehandllung mit Rundumerneuerung vorgesehen ist. Sie fragt nach dem weißen Zettel, denn das ist gleichzeitig der Coupon für ihre Bezahlung, und nimmt ihn an sich. Dann fordert sie mich auf, mich gerade hinzustellen und ihr in die Augen zu schauen. Sie blickt mich ebenfalls sehr aufmerksam und suchend an, was sie dabei sieht, läßt sie allerdings offen. Mir wird klar, daß diese Wellnessbehandlung mein Lehrer in die Wege geleitet und mich über Umwege hierher geführt hat. Ich bin überwältigt davon, daß er sich so um mein Wohlergehen sorgt.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Ebook-Geschenke

Jetzt ist wieder die Hoch-Zeit der kostenlosen Ebooks. Unter http://www.pageplace.de/de/ zum Beispiel gibt es nur heute gratis herunterladbar den Thriller "Illuminati" von Dan Brown. Morgen ist es ein anderer Thriller. Wenn man schon einen Telekom-Account hat, muß man sich nicht extra anmelden, sondern kann sich damit gleich einloggen. Die Ebook-Geschenke findet man unter dem dortigen Adventskalender, der sozusagen zwei Extra-Türchen hat. Zum Lesen benötigt man nicht unbedingt die dort angebotene Lese-App, sondern kann sich auch bei Adobe "Adobe Digital Editions" kostenlos herunterladen. Die acsm-Dateien dann einfach in das Programmfenster ziehen. Im übrigen hat PagePlace auch unter der Rubrik "Kostenlose Ebooks" ein recht umfangreiches Angebot an Literatur.

Amazon startet heute die Kindle-Gratis-Tage. Bis zum 06.01.2012 jeden Tag ein Buch geschenkt. Zum Lesen muß man keinen Kindle haben, es gibt auch eine kostenlose Lese-App für PC oder Android.

Und wenn man dann irgendwann zu viele Ebooks hat und nicht mehr durchsieht, findet man unter http://calibre-ebook.com/download ein kostenloses, aber trotzdem sehr umfangreiches Programm, um Ebooks zu organisieren (auch in Deutsch). Angefangen von den Metadaten die sich automatisch oder manuell ergänzen lassen bis hin zum Konvertieren in andere Formate, bekommt man so schnell einen Überblick über seine Sammlung.

Samstag, 24. Dezember 2011

Verrückte Weihnachten

sind das in diesem Jahr, wirklich verrückt. Ich habe doch tatsächlich einen Weihnachtsbaum hier im Zimmer zu stehen. Ok, das klingt für die meisten jetzt völlig normal und stinklangweilig, aber für mich ist das sehr aufregend, weil ich bisher nie einen Baum hatte. Nicht, weil ich ein Weihnachtshasser bin, im Gegenteil, ich mag Weihnachten, aber gerade deshalb lasse ich mich ungern von Weihnachtsstress anstecken und mache generell nur das, wozu ich wirklich Lust habe. Und mir einen von massenhaft abgeholzten Bäumen hinzustellen, um den mit irgendetwas zu behängen, gehörte bisher nicht dazu, zumal ich auch nicht viel Platz habe. Meist reichte mir Adventskranz und Gesteck oder ähnliches. In diesem Jahr allerdings verspüre ich einen regelrechten Heißhunger auf Tannenduft, falls man nach einen Duft hungrig sein kann. Vielleicht liegt das daran, daß ich zu wenig davon rieche - ob wohl meine Riechzellen von der Chemo lahmgelegt sind? Jedenfalls zog es mich am Mittwoch in den Baumarkt, um noch einiges frischduftendes Nadelgrün nachzukaufen, und ich kehrte mit einem ganzen Baum zurück. Zwar dem kleinsten Baum, aber ein Baum. Auf dem Nachhauseweg fiel mir ein, daß ich nicht einmal einen Baumständer besitze, aber ich dachte mir zuversichtlich, wenn das Christkind unbedingt will, daß ich in diesem Jahr mit allem Drum und Dran feiere, wird es mir hier sicher ebenfalls weiterhelfen. Tatsächlich gab es mir ein, bei Amazon schnell einen Ständer zu bestellen - ob es bis Heiligabend noch bessere Einfälle hat, darauf wollte ich nicht warten. Alles klappte prima und ich bin hellauf begeistert. Was Christbaum-Technologien betrifft, bin ich ja irgendwo im letzten Jahrhundert stehen geblieben. Ich kannte bis jetzt nur diese Ständer, in die man den Baumstamm schraubklemmen und mit Hölzchen begradigen muß. Mein Vater hat beim Sägen und Klemmen damals Stunden gebraucht und davon echt fiese Laune bekommen. In diesen supermodernen Christbaumständer stellt man den Baumstamm einfach hinein, zieht einmal kurz am Seilzugdraht und schwupps, der Baum steht in weniger als fünf Minuten. Und sogar mit Wasserreservoir, vielleicht nadelt der Baum dann nicht so schnell. Das ist phantastisch! So viel moderne Technologie treibt mir die Tränen in die Augen! Schon als der Baum so in meinem Zimmer stand, freute ich mich wie Bolle. Weniger, weil es ein Weihnachtsbaum ist, sondern mehr, weil ich das Gefühl hatte, ein Stück grünen Wald in meiner Wohnung zu haben. Sogar eine Spinne trug ich mit dem Baum mit nach Hause. Diese verzog sich gleich in die inneren Zweige und ward nicht mehr gesehen. Vermutlich hat sie sich jetzt irgendwo im Baum ein Nest gebaut. Schmuck ist da fast nebensächlich und eigentlich habe ich gar keinen, da ich nie Schmuck für einen ganzen Baum brauchte. Ich hatte mir nur etwas Feenhaar, drei weiße Vögel und eine Silbergirlande aus dem Baumarkt mitgenommen. Zuhause fanden sich noch zwei Geschenkanhänger, Glastropfen zum Anhängen und eine Sternenlichterkette, die ich einmal geschenkt bekam. Das ist recht minimalistisch, aber ich finde, der Baum sieht damit einfach perfekt aus. Und er paßt, wer hätte das gedacht, auch wirklich noch in das Zimmer. Ok, wenn ich jetzt aus dem Bett steige, falle ich fast hinein, aber wie heißt es so schön: Platz ist in der kleinsten Hütte, vor allem, wenn man wirklich will. Und so kann ich mich sogar vom Bett aus noch wie ein Schneekönig über meinen ersten eigenen Weihnachtsbaum freuen.
Zur Erbauung und Besinnung möchte ich meinen geschätzten Lesern ein paar Zeilen aus dem Buch "Simplify your life. Die Weihnachtsfreude wiederfinden" in die Festtage mitgeben:

"Die Liebe unterbricht das Backen, um das Kind zu umarmen. Die Liebe lässt das Dekorieren sein und küsst den Ehemann. Die Liebe ist freundlich trotz Eile und Stress. Die Liebe beneidet andere nicht um ihr Haus mit ausgesuchtem Weihnachtsporzellan und passenden Tischtüchern. Die Liebe schreit die Kinder nicht an, sondern ist dankbar, dass es sie gibt. Die Liebe gibt nicht nur denen, die etwas zurückgeben, sondern beschenkt gerade die mit Freuden, die das Geschenk nicht erwidern können. Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles. Die Liebe hört niemals auf. Fotohandys werden zerbrechen, Perlenketten werden verloren gehen, Golfschläger werden verrosten. Aber das Geschenk der Liebe wird bleiben."

Frohe Weihnachten!

Weihnachtsbaum

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Tanzwut

Der Titel dieses Weblogs ist kein bloßer Zufall, sondern hat eine besondere Bedeutung für mich. Tanzen ist nämlich meine allergeheimste Leidenschaft, der ich allerdings nur in völlig talentfreier und unaufregender Weise nachgehe, wenn überhaupt. Schon in meiner Kindheit mußten durften die Spielgefährten diverse Tanzeinlagen von mir ertragen genießen, sei es nun als Can Can oder Steptanz a la Fred Astaire. Bei meinen Eltern handelte ich mir mit diesen Anwandlungen meist nur die Bemerkung ein, ich solle nicht so viel herumhampeln. In einer Familie mit sehr späten Eltern, die zudem unsportlich , bzw. gehbehindert sind, wird Bewegungsdrang nicht unbedingt gern gesehen. Sie mochten es lieber, wenn ich malte, wozu ich zugegebenerweise viel talentierter war. Auch später ist das Tanzen oft mit Frustrationen verbunden gewesen. Zum Beispiel belegte ich mit zwei Kolleginnen Salsa-Kurse, was an sich durchaus Spaß machte. Leider sind große Frauen mit großen Füßen als Tanzpartnerinnen nicht unbedingt gerne gesehen, vor allem wenn die Herren einen Kopf kleiner sind. Zwar tanze ich selbst nicht gerne mit kleinen Männern, aber wenn es dann hieß, Damen und Herren gegenüber in einer Reihe aufstellen, und mich die Männer gegenüber wie ein Kaninchen die Schlange anstarrten und schnell die Plätze wechselten, nimmt man das irgendwie schon persönlich. Bei den nach den Kursen folgenden Salsa-Partys wurde ich zwar von Herren aufgefordert, allerdings war das Tanzen nicht wirklich harmonisch, bzw. erfreulich. Meist tanze ich zu schnell und bekomme von den Männern gesagt, wie ich anders tanzen soll. Meine Kollegin, die selbst schon länger Salsa tanzte und Erfahrungen mit diversen Tanzpartnern hatte, bemerkte dazu immer: "Laß dich bloß nicht verunsichern! Wenn die Männer dir sagen, wie du besser tanzen sollst, dann tun sie es meist, weil sie es selbst nicht können." Darin mag eine tiefe Wahrheit liegen, allerdings wäre es unfair, den Männern die Schuld ganz allein in die Schuhe zu schieben. Mit komplexen Schrittfolgen habe ich tatsächlich Probleme und ebenso bin ich gerne zu schnell. Nichtsdestotrotz war und ist Tanzen für mich der Inbegriff von Lebensfreude, etwas, das ich ganz dringend benötige, nachdem es mir in den letzten Jahren abhanden gekommen ist. Deshalb fiel mir auch zuerst das Tanzen ein, als ich überlegte, wie ich wieder mehr Spaß in mein Leben bringe, und ich habe wirklich Lust dazu. Die war mir ebenfalls eine Zeit lang abhanden gekommen. In meinem laufenden Horoskop steht, daß für mich zur Zeit eine regelrechte Vergnügungspflicht (sic!) besteht und es mir meine Gesundheit danken wird. Also tue ich das doch so lange ich noch darf und bevor ich wieder zu erschöpft bin, um überhaupt zu irgendetwas Lust zu haben. Um allerdings Frustrationen mit Schrittfolgen und/oder Männern zu vermeiden, suchte ich etwas ohne beides und wurde fündig: Energy Dance! "Erleben Sie sich im Einklang von Musik, Rhythmus, Bewegung und Gefühl! Der Kurs führt Sie in abwechslungsreiche tänzerische Bewegungen. Ohne zu zählen oder Schrittfolgen üben zu müssen, trainieren Sie Kraft, Kondition, Beweglichkeit und Koordination. Sie erleben Freude an gemeinsamer Bewegung. Der Kopf kann abschalten. Die Intensität des Mitmachens können Sie selbst bestimmen. Stretching- und Kräftigungsübungen sowie Entspannung runden jeden Kurstermin ab." Das hört sich doch gut an und scheint mir auch für Bandscheibengeschädigte geeignet zu sein. Ab 19.1. geht es los mit insgesamt 11 Terminen. Ich freue mich schon darauf und hoffe, daß es diesmal wirklich nur Spaß und Freude bringt.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Vergelesen im Supermarkt

Auf einer Angebotstafel lese ich mit Kreide geschrieben:

"Werte Kuchen! Wir freuen uns, Ihnen ab dem soundsovielten ....(irgendetwas) anbieten zu können."

Schön, denke ich im ersten Moment, daß sie jetzt schon Kuchen anreden, aber richtiger hieß es natürlich "Werte Kunden!"

Ebenfalls im Supermarkt, aber nicht zu verkaufen, eine Seltenheit von einem Kind. Es quengelte an der Eistruhe und wollte unbedingt ein Eis (was an sich keine Seltenheit ist). Mutti läßt sich überreden und das Kind sagt laut und deutlich (O-Ton): "Danke liebe Mama!" Das hört man nicht oft, aber wahrscheinlich ist es deshalb beim Quengeln auch so erfolgreich.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Hijo de la luna

Ich habe irgendwo ein kleines Web2.0-Spiel gefunden, das ich auch spielen will. Dazu stellt man iTunes, WinAmp, Media Player, mp3-Player, o.ä. auf “shuffle”, bzw. “zufällige Reihenfolge" und läßt für jede Frage ein Lied abspielen. Der Titel des zufällig ausgewählten Songs ist die Antwort auf die Frage:

1.Wie geht es dir?
O Holy Night
2.Wie würdest du dich selbst beschreiben?
Santa Rosa
3.Wie muss eine Frau (ein Mann) für dich sein?
Fertig
4.Bist du Okay?
Motorbiking
5.Was ist der Sinn deines Lebens?
Inside Out
6.Was ist dein Motto?
A View to a Kill
7.Was denken deine Freunde über dich?
Women of Ireland
8.Was denken deine Eltern über dich?
River of no Return
9.An was denkst du oft?
When do I get to sing my way
10.Was denkst du über deinen ersten Kuss?
Living on my own
11.Was denkst du über deinen besten Freund?
So in love
12.Was ist deine Lebensgeschichte?
Für ein paar Dollar mehr
13.Was willst du später mal werden?
The impossible dream
14.Was denkst du,wenn du Leute siehst, die du magst?
For all these years
15.Zu was wirst du bei deiner Hochzeit tanzen?
Die Träume anderer Leute
16.Was ist dein Hobby?
Mystery of tomorrow
17.Vor was hast du am meisten Angst?
An apple a day
18.Was ist dein größtes Geheimnis?
Der Erlkönig
19.Was willst du jetzt in diesem Augenblick?
Radio
20.Was denkst du über deine Freunde?
Super Trouper
21.Welchen Titel wirst du deinem Artikel geben?
Hijo de la luna

Die Antworten finde ich teilweise richtig witzig. Vor allem der Apfel am Tag macht mir wirklich Angst. :-)))

Das Christkind

hat es in diesem Jahr sehr offensichtlich darauf abgesehen, daß ich Weihnachten richtig und mit allem Schnickschnack feiere. Nachdem ich ja letztens darüber sinnierte, daß ich noch ein Strauß Tannengrün bräuchte, und dieses prompt wie für mich hingelegt neben den Mülltonnen fand, überlegte ich heute den ganzen Tag hin und her, ob ich auf den Schrank klettere und die schwere Weihnachtskiste herunterhole oder mich lieber mit der dezenten Adventsdeko und diversen Kerzen zufrieden gebe. Und was geschieht? Ich bringe meinen Müll weg und finde fein säuberlich aufgestellt eine Kiste mit diversem Weihnachtsschmuck. Immerhin eine kleine Packung mit Mini-Christbaumkugeln, die auch gut an einen Strauß passen, und einen weiß glitzernden Lampenstern habe ich mir mitgenommen. Das ist beinahe schon Nötigung.
Eigentlich wollte ich heute noch einen Eintrag über meinen neuen Tanzkurs schreiben, aber ich bin totmüde. Geschenke einpacken ist anstrengend.

Geschenke

Montag, 19. Dezember 2011

Beschädigter Balkon

Ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft für Betreutes Wohnen, das meines ist. Eines Morgens fällt mir auf, daß der zugehörige Balkon beschädigt ist. Es fehlt die fordere Begrenzung und der Boden hängt gefährlich nach unten, so daß man theoretisch wie auf einer Rutschbahn hinunter schlittern könnte, ohne von einem Gitter aufgehalten zu werden. Zu allem Überfluß stelle ich fest, daß jemand (meine Mutter?) sämtliche Kästen mit gesundem Grün bepflanzt hat, hauptsächlich aus Salaten bestehend. Es ist zwar schön, frischen Salat auf dem Balkon zu haben, doch ich hätte lieber bunte Blumen gepflanzt. Jetzt sind sämtliche Kästen schon voll. Aber wenn ich wegen Lebensgefahr sowieso nicht auf den Balkon kann, sollte ich mich nicht zu viel darüber ärgern. Stattdessen beschließe ich, den Schaden an den Vermieter zu melden, damit der den Balkon wieder begehbar macht. Das ist zwar eigentlich nicht meine Aufgabe, sondern die der Einrichtung, doch die kümmert es nicht und da ich vorher in einer Wohnung lebte, weiß ich ja, wie das geht.

Auf der Suche

bin ich gerade nach unkonventionellen Tanzkursen, also nicht Gesellschaftstanz o.ä., sondern Tanztherapien oder folkloristischen Tanzgruppen, in denen man sich auch als unbewegliche Niete Anfänger wohl fühlen kann, wenn man einfach keine Lust mehr auf unspaßige Körperertüchtigung hat (wozu eigentlich fast alles gehört, angefangen mit Joggen, Fitnessgeräten, Wirbelsäulengymnastik und dieses ganze öde Zeug). Am idealsten wäre vielleicht so eine Art Urtanz, wo man nach Herzenslust trampeln und stampfen kann, ohne unangenehm aufzufallen. Wenn man sich so durch die Angebote wühlt, findet man tatsächlich recht kuriose und interessante Sachen. Nur leider in meiner Umgebung sind die ziemlich rar gesät.
Da gibt es z.B. "Wirbelsäulengymnastik mit orientalischem und indischem Tanz", hört sich schon mal ein bißchen spannender an, ist aber irgendwo jwd (In Rixdorf ist Musike, Musike, Musike....) oder
"Tanz einen Tag in Deinem Leben" - "Du liegst im Bett, der Wecker klingelt, Du stehst auf, gehst ins Bad, in die Küche zum Frühstück, dann zur Schule und irgendwann wieder ins Bett. Ein ganz normaler Tag in Deinem Leben soll durch Tanz, Improvisation, Bewegung und Pantomime spielerisch erarbeitet und dargestellt werden."
Leider aber nur für Kinder, dabei würde mir sofort etwas einfallen, wenn ich meinen Tag tanzen sollte. Wieso darf ich keinen Tag tanzen?
Oder "Healing Arts - Zeitgenössischer Tanz trifft Tanztherapie" - "Die Körperbewegung so gut zu kennen, dass es ein Leichtes ist, auf der Bühne in die volle Präsenz zu gehen, ist eines der großen Ziele heutiger tänzerischer Bühnenarbeit. Tanztherapie verfügt hier über fundierte Kenntnisse und langjährige Erfahrung. In diesem Kurs werden Methoden aus der Tanztherapie genutzt, um sich der Körperlichkeit des Tanzes zu nähern und so in Kontakt mit dem "kreativen Unbewussten" zu kommen." (natürlich auch jwd).
Und ""Sich im Ungeborgenen geborgen wissen..." Tanzimprovisation - Intensivwoche" - "Wir wollen uns ernsthaft dem Spielen widmen und der Spontaneität freien Lauf lassen." Gut, nur leider zu weit weg. Meine nähere und weitere Umgebung scheint beinahe tanzfrei zu sein. Schade.

Samstag, 17. Dezember 2011

Liebe ist...

wenn man trotz voller Einkaufstaschen noch eine große Tüte Erdnüsse für die Meisen nach Hause schleppt. Schließlich haben sie die ja bestellt und Meisenknödel lassen sie links liegen, wenn sie Erdnüsse bekommen können. Die Folge ist, daß ich jetzt immer, wenn die Erdnüsse im Häuschen weggefuttert sind, am frühen Morgen von einem metallischen Klopfen geweckt werde. Drei Tage lang konnte ich nicht feststellen, woher das kommt, weil nichts auf dem Balkon zu entdecken war. Am vierten Tag kam ich auf die Idee mal nach oben zu schauen. Anscheinend lieben sie auch meine Turnstange. Nun ja, ich kann mich jetzt sowieso nicht mehr dranhängen...

Meisenbesuch

Seit ich immer mit einer Manteltasche voller Erdnüsse aus dem Haus gehe, treffe ich allerdings nicht ein einziges Eichhörnchen. Gerade denke ich so, durch den laubberaubten Wald schlendernd: "Blöde Eichhörnchen! Die lassen sich überhaupt nicht blicken.", als ich überfallartig von einem Specht erschreckt wurde, den ich wohl an seinem Stammbaum aufstörte. Es ist aber nicht sicher, wer den größeren Schreck bekam.

Flüchtender Specht

Die Bienen dagegen schlafen jetzt vermutlich, während sich noch eine letzte Wespe auf dem Balkon an den immergrünen Ginsterstrauch klammert.

Bienenquartier

Späte Wespe

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Allein in Budapest

Ich warte. Auf die anderen. Auf einem großen Platz. Ich warte vor einem spezellen (Gothic?)-Kaufhaus mit einem großen Werbegesicht an der Fassade. Um mich herum strömt das Leben, Menschen die das Kaufhaus verlassen. Einem Pärchen stehe ich im Weg, dessen Hände sich, wenn auch widerwillig, trennen, um an mir vorbeizukommen. Ein Mann mit deformiertem Kopf fährt als Tombola-Gewinn das Fahrrad einer Kundin fort. In Gedanken ziehe ich das Fazit, daß ich die ganze Zeit während dieses Kurzurlaubs nichts anderes getan habe, als irgendwo zu warten. Allein in Budapest. Doch immerhin gibt mir dieser Standort hier ein gewisses Gefühl von Sicherheit und Eingebundensein.