Alien
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Donnerstag, 9. Februar 2012

Hey Mr. DJ put a record on



I like to boogie woogie:

Traumsplitter

Mein Partner, eine seltsame Mischung aus zwei Ex-Freunden, hat mich zu meiner Zahnärztin begleitet und im Wartezimmer während der Behandlung ausgeharrt. Wieder zu Hause sitzen wir beieinander, unterhalten uns, während ich die Hose ausziehe, wobei mir meine schneeweiß leuchtenden Beine auffallen. Er erzählt mir, daß er an den Geräuschen, die während des Schleifens der Zähne entstanden sind, hören konnte, daß meine Zahnärztin eine sehr gute und akkurate Arbeit leistet. Hm, merkwürdig, wie er darauf kommt, dies aus den Schleifgeräuschen heraushören zu können, aber andererseits beruhigt es mich, daß er diesen Eindruck hat.

Ein Wellnesscenter mit Sportangeboten und einem Thalasso-Pool. Ich möchte in das mit dunklen Algen versetzte Wasser steigen und erfahre, daß dieses 52 Grad Wassertemperatur hat. Ist das nicht etwas viel? Da verbrüht man sich ja! Doch als ich mit dem Fuß vorteste stelle ich fest, daß das Wasser eher zu kühl als zu heiß ist.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Vokabeljahr

Für wenig Geld habe ich mir so einen Vokabel-Karteikasten gekauft, um meine Französisch-Kentnisse aufzufrischen. Ich dachte mir, wenn man jeden Tag nur eine Vokabel wiederholt oder lernt, sind das im Jahr schon 365 und bei zwei Vokabeln das Doppelte. Nicht zu verachten und dauert am Tag nicht mehr als 10 Minuten. (Und endlich habe ich auch herausgefunden, wie man dieses Accent mit der Tastatur schreibt!)

Une abeille m'a piqué.

Jetzt brauche ich sowas noch für Russisch und eigentlich auch für Englisch. Aber auf Englisch habe nicht wirklich Lust, obwohl man mich in englischen Foren, wenn ich dort etwas schreibe, vermutlich für sprachgestört hält.

Dienstag, 7. Februar 2012

Null Problemo

Manchmal nervt es mich wirklich, daß ich zwar nur über die Straße gehen muß, um drei Tankstellen und eine Burger King-Filiale zu erreichen, aber zur nächsten Apotheke 20 Minuten laufen muß. Nach 20 Minuten hin und 20 Minuten zurück in dieser Kälte braucht man mindestens drei Stunden, um wieder aufzutauen. Ich stelle mir dann vor, wie es wohl wäre, mitten in der Stadt zu wohnen, die Apotheke gleich um die Ecke, und vielleicht auch eine Bar und ein Kino. Was man halt so braucht. Auch solch ein Gaga-Ausblick wäre nicht zu verachten. Für Nightlife gibt es etwas abseits auf meinem Hof nur einen alten Bunker, dessen Besucher sich geschätzt nahe dem Alter einer Schuldisko bewegen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob dort tatsächlich noch etwas stattfindet oder ebenfalls schon die Sparmaßnahmen zugeschlagen haben, da als Beschäftigungsmaßnahme staatlich bezuschusst und über eine meiner ehemaligen Arbeitsabteilungen mit Veranstaltern und Türstehern besetzt. Diese Abteilung gibt es jedenfalls nicht mehr. Aber wozu ein Kino, wenn darin sowieso nichts Sehenswertes läuft? Wenn ich das Programm des "nächstgelegenen" Kino-Centers betrachte, ist da nicht viel, das mich hinter dem Ofen hervorlocken würde: Die Muppets, Drive, J. Edgar, The Descendants, Zettl, Dame, König, As, Spion, Star Wars, Sherlock Holmes und Rubbeldiekatz, sowie diverse andere. Eigentlich eine große Auswahl und mag sein, daß einige Filme, wenn ich erst im Kino sitze, mir sogar gefallen würden, aber um mich bis dorthin zu bewegen, muß ich schon vorher wirklich neugierig auf einen Film sein. Wenn das Kino dagegen um die Ecke wäre, würde ich mich dann und wann einfach so in einen Film setzen, so wie früher, als es noch das kleine, von den großen Kino-Centern inzwischen verdrängte Kino gab, für das man sich schnell mal abends außer Haus begab. Ohne lange Anreise zum städtischen Kino-Center und so wie ich es aus meiner Jugend in der DDR kenne. Aber gut, sobald es Sommer ist, bin ich wieder froh, daß ich nur 15 Minuten Fußweg bis zum nächsten Naturpark habe, 30 Minuten bis zum nächsten Imker und eine gegenüberliegende Straßenseite mit ländlichem Flair.

Umfrage

Headerbild-Umfrage
Wie sicher schon einige bemerkt haben, installierte ich kürzlich ein neues Headerbild (das über der Überschrift). Nun würde ich gerne wissen, wie passend ihr dieses findet. Ich selbst kann mich nicht recht entscheiden.

Der neue Header gefällt mir.
Den alten Header fand ich besser.
Der Header interessiert mich nicht.

  Resultate

zuckerwattewolkenmond, 14:06h.


Nachtrag: Den Footer habe ich übrigens vollständig gelöscht, aber ich schätze, den vermisst auch keiner.

Mobbing

In einer Reisegruppe erhalte ich einen Mantel, den ich überziehen soll. Leider ist er etwas zu klein und vor allem an den Ärmeln zu eng, so daß ich an ihm zerren muß, um ihn richtig um die Schultern zu bekommen. Dabei reiße ich ein kleines Loch in die Kragenkante. Sofort entschuldige ich mich und biete an, den Schaden zu ersetzen, zumal der Mantel nur geliehen ist. Statt einer Antwort ernte ich böse Blicke und bissige Bemerkungen über meine Ungeschicklichkeit, dabei ist es mir so schon peinlich genug. Die Reisegesellschaft setzt sich an eine Gruppe Tische, plaudert und lacht durcheinander. Ich sitze am Rande und bin still. Aus der Gruppe heraus schaut mich ein Mann böse an und sagt etwas zu mir. Im Stimmengewirr habe ich ihn nicht verstanden und frage nach. "Du bist eine unsympathische Frau." sagt er noch einmal. Aha, nun - man kann nicht von jedem sympathisch gefunden werden - denke ich und zucke mit den Achseln. Jetzt beginnt mit einem Schlag die gesamte Reisegruppe über mich herzuziehen, so als sei ich gar nicht da. Wie ich esse, wie ich gehe, wie ich aussehe, wie ich bin. Ich sitze wie paralysiert daneben und fühle mich immer elender. Doch dann schlägt die Hilflosigkeit in Wut um. Ich mag zwar unsympathisch sein, aber Respekt kann ich, sollte ich, wie jeder andere erwarten. "Ihr habt wohl den A... offen, hier über mich zu reden, als sei ich gar nicht anwesend!" schimpfe ich in die Gruppe, trete dann hinein, packe einige Leute am Kragen und haue ihnen eine runter. Danach verlasse ich die Situation, wende mich noch ein letztes Mal um und sage triumphierend: "JETZT bin ich unsympathisch!" Seltsam, auf einmal fühle ich mich gut. Es ist doch ein Unterschied, ob man den Leuten einen echten Grund dafür gibt, einen unsympathisch zu finden, oder ob man für sie unsympathisch ist ohne daß man weiß, was sie gegen einen haben.
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Ich halte zwar generell Gewalt für keine Lösung, aber manchmal frage ich mich, ob mein Leben einen etwas anderen Verlauf genommen hätte, wenn ich einer gewissen Person aus meiner Kindheit mal so richtig eine aufs Maul gehauen hätte. Andererseits ist und handelt man zu jedem Zeitpunkt immer genau so, zu was einem das Leben vorher gemacht und wie es einen geformt hat, von daher ist jedes "hätte", müßig.

Montag, 6. Februar 2012

Geschmortes Paprikagemüse und Leinölbrötchen

Seit meiner Kindheit schon hege ich eine Vorliebe für geschmorte Paprika. Die gefüllten Paprika von meiner Mutter gehörten immer zu meinen Lieblingsgerichten. Inzwischen habe ich selbst einige Male gefüllte Paprika zubereitet und finde, die schmecken fast noch besser als bei meiner Mutter. Und ich habe NIE, wirklich noch NIE, erlebt, daß dieses Gericht irgendwo anders ebenfalls geschmeckt hätte, deshalb esse ich es nirgendwo mehr außer zu Hause. Doch das Füllen und Schmoren ist ziemlich aufwendig. Wenn man nur den Geschmack haben will, kann man auch super einen Gemüsegulasch machen. Dazu brate ich geschnittene Wiener oder Tofuwürfel leicht in etwas Öl an, gebe Paprika- und Tomatenviertel hinzu und lasse alles kurz angaren. Danach wird mit Wasser aufgegossen, Tomatenmark hinzugegeben und alles nach Geschmack gewürzt. Ich nehme dazu Salz, Oregano, eine winzige Prise Chili (scharf darf es nicht werden) und immer auch etwas Vollrohrzucker. Das unterstreicht den fruchtigen Geschmack der Tomaten. Man läßt alles schmoren, bis ein sämiger Gulasch entstanden ist. Am besten schmeckt es, wenn sich teilweise beginnt, die Außenhaut von der Paprika zu lösen. Dazu Kartoffeln oder Reis. Das ist soooo lecker! Ein Traum, der mich immer wieder begeistert.
Was ich auch sehr gerne esse sind Brötchen mit Leinöl und Zucker. Mit dem pulvrigen, teuren Vollrohrzucker sind sie sogar noch besser, weil zum einen dieser Zucker einen leicht karamelligen Geschmack hat und zum anderen nicht so leicht wieder vom Brötchen herunterkrümelt wie der gewöhnliche Kristallzucker. Leider schmeckt aber das Leinöl, welches man zu kaufen bekommt, nie so, wie ich das frische Leinöl aus dem Dorf meiner Großeltern in Erinnerung habe, welches von den im Spreewald üblichen weiten Leinfeldern umwogt wurde. Deshalb sollte man, wenn man in dieser Gegend ist, unbedingt bei der Straupitzer Mühle haltmachen und sich einen Vorrat frischgepresstes Leinöl einfüllen lassen. Das war die Rubrik Haushaltstipps.

Wir Leuchttürme

Ich weiß, daß es einige wenige Leser gibt, die fast jeden Eintrag meines Blogs lesen und immer schon auf den nächsten warten. Irgendwie ist es ein seltsames, aber auch gutes Gefühl, wenn das eigene Leben für andere so interessant ist. Und da macht man gerne den Unterhalter, aber natürlich schreibe ich nicht nur, um zu unterhalten, sondern auch für mich selbst. Doch manchmal wird die Tatsache, Leser zu haben, auch zu einem verpflichtenden Selbstläufer, wegen dem man fälschlicherweise meint, in den Einträgen immer noch humorvoller, poetischer, brisanter und intelligenter sein zu müssen. Vermutlich ist das nicht so, denn ich selbst stelle gerade fest, was für ein Vegnügen es ist, wenn man endlich etwas aus dem Leben dieser bisher nur aus Namen bestehenden Leser erfährt, von denen man vorher gar nichts oder wenig wußte. Es ist wahrscheinlich einfach ein menschliches Bedürfnis, am Leben anderer teilzuhaben, vielleicht weil es in jeder Hinsicht beruhigt. Ist es ähnlich dem eigenen, beruhigt es, weil man merkt, daß das eigene noch normal ist, ist es dramatisch, beruhigt das, weil man sieht, wovon man bisher verschont geblieben ist, ist es schöner, regt es dazu an, sich neue Ziele zu setzen und in Angriff zu nehmen. Das Leben anderer ist also eine Art Orientierungspunkt, an welchem man erkennen kann, wo man selbst steht und wohin man will. Und es relativiert so manches, wenn man offensichtlich nicht der Einzige ist, der ein bestimmtes Problem hat. Das macht wohl das Bloggen allgemein so faszinierend, unabhängig von speziellen Themenblogs. Um so mehr begrüße ich es, wenn Leser selbst zu Bloggern werden und an ihrem Leben teilhaben lassen. Schließlich brauche ich ebenfalls Bloglesefutter als Leuchttürme und will damit versorgt werden. Im Moment sorge ich mich mehr um mein Unterhaltungspotential für die Psychoonkologin, bei der ich wieder Termin habe. Ich fühle mich dabei wie ein Entertainer, der sein Programm durchgeht und sich fragt, was er in der Show bringen sollte und was nicht. Stoff für das Unterhaltungsprogramm gäbe es genug. Und das, obwohl es beim letzten Mal bereits wie ein Wasserfall aus mir herausgesprudelt ist. Ich habe mich beim Reden selbst beobachtet und dachte innerlich immer, upps, jetzt hast du das gesagt und upps, jetzt hast du jenes gesagt, Dinge, die ich nicht einmal meiner Familie erzählen würde. Daß ich bei ihr so gesprächig werde, liegt wahrscheinlich daran, daß sie gut zuhören kann und auch die richtigen Reaktionen zeigt, im Gegensatz zu der ersten Psychoonkologin aus der Klinik, die einem mit ihrem Schulterzucken und lapidaren "Was soll sein?" sofort das Gefühl gab, das Problem sei es gar nicht wert, darüber zu reden. Nun habe ich ihr also bereits eine ganze Reihe der Katastrophen der letzten Jahre berichtet und schon damit hatte sie mehr als genug zu tun. Das, was an Problemen nach außen sichtbar und erklärbar ist, ist ja oft nur die Spitze des Eisbergs. Und ich hätte noch viel mehr im Angebot, das mich belastet und zur Zeit Thema ist. Doch es gibt Dinge, über die möchte man einfach nicht reden, weil sie so, ja im Grunde komisch sind und einen trotzdem in stürmische Tiefen mitnehmen. Und ich glaube, wenn ich ihr wirklich alles und jedem Zusammenhang berichten würde, dann würden ihr nur noch die Ohren schlackern, vielleicht wäre sie sogar überfordert. Innerlich stelle ich mir immer vor, wie ich reagieren würde, wenn mir jemand meine ganze Geschichte der letzten Jahre erzählen würde. Ich denke, ich würde nur die Hälfte davon glauben und wäre irgendwann so geschockt, daß ich gar nichts mehr davon würde hören wollen. Wie gut, daß es Blogs gibt, die strapazierfähiger sind und sich nicht wehren können, aber selbst hier kommen einige Ereignisse nur andeutungsweise zur Sprache.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Geschwänzt

habe ich heute die Tanzstunde. Bei so viel Kälte muß man schon ziemlich masochistisch sein, um sich freiwillig nach dem Sport 20 min in die Kälte zu stellen und auf den Bus zu warten. Und mit Zahnschmerzen habe ich erst recht keine Lust dazu. Durch die innere Anspannung und die Krisenlasten auf meinen Schultern knirsche ich zur Zeit beim Schlafen gerne mit den Zähnen und das muß einen Nerv sehr verärgert haben. Nachts bin ich schon von den Schmerzen aufgewacht und tagsüber ist es noch schlimmer geworden, sowohl in Ober- und Unterkiefer. Immerhin eine gute Gelegenheit, einen Tee- und Gemüsesuppentag zu machen. Nach mehrstündigem Spülen mit Tee ist es inzwischen zwar schon viel besser, aber benutzen möchte ich meine Zähne immer noch nicht.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Japanische Mönche und der Teufel

Eine Prozession von japanischen Mönchen tippelt in den typischen japanischen Holzsandalen in Zweierpaaren voran, ich selbst und eine zweite Frau neben mir tippeln mit. Hinter mir höre ich Stimmen der männlichen Mönche, die sich darüber beschweren, daß Frauen dies erlaubt wird. Anscheinend leben die hier noch auf dem Mond, denke ich verärgert. Doch sogleich merke ich auch, daß mir die Schritte viel zu klein sind. Mit meiner Größe und den langen Beinen ist es wirklich mühsam, dieses Schritttempo mitzumachen und ich schaffe es nicht, ohne aus der Reihe zu tanzen. Schließlich habe ich genug und springe einfach mit großen Schritten seitlich aus der Prozession. Wenn sie sowieso keine Frauen wollen, kann ihnen das ja nur recht sein und ich kann mich endlich normal bewegen.

Ein Duschraum mit Duschen, die an den Wänden entlang stehen, und auch in der Mitte in einigen Reihen angeordnet sind. Sämtliche Duschen sind aufgedreht und aus ihnen strömt angenehmes warmes Wasser. Das weiß ich, weil ich damit bereits teilweise in Berührung gekommen bin. Jetzt würde ich mich gerne ganz hinunterstellen und waschen, in der Hand halte ich schon ein großes Stück helle Seife, allerdings habe ich Bedenken wegen der Haare. Die werden dann auch naß, sind aber gerade frisch gestylt. Vielleicht kann ich mich ja irgendwie halb unter die Dusche stellen und den Kopf seitwärts halten. Von oben fällt ein graues unförmig kugeliges Ding herunter, ungefähr wie ein grauer Luftballon aussehend, das sich wie ein Ball verhält, mal hier und mal dorthin springt und rollt. Über mir und den Duschen wie in einer riesigen Seifenschale schwebend ein älterer Mann mit strengem Blick. Empört strecke ich ihm das kugelige Ding entgegen und rufe: "Hör gefälligst auf mir dauernd den Teufel vor die Füße zu werfen!" "Den Teufel?" fragt er ziemlich unbeeindruckt. "Na det hier! Det isser doch, oder nich?" meine ich rein rhethorisch und ziemlich ärgerlich.

Montag, 30. Januar 2012

Die Liebe ach,

sie schleicht umher
mit wirrem Blick
schleicht sie herum
rund um mein Haus
auf leisen Sohlen,
gut versteckt,
maunzt sie sich heiser
und schluchzt Konzerte
die Ohren gespitzt,
mit wirrem Blick,
schleicht sie umher,
glotzt sie und lauert
in die offenen Fenster,
auf jede Bewegung,,
auf huldvolle Gesten
und Lobgesänge
in Tarnfarbe mault sie
den klaren Mond an,
und schleicht herum,
mit wirrem Blick,
nimmt Witterung
mit scharfer Nase
doch trete ich hinaus,
mit einem Schritt nur,
um jenen zu sehen,
der das Theater macht,
flüchtet sie wie ein
furchtsamer Hase
sie läßt sich nicht zwingen,
genau wie das Glück,
doch wüßte ich gerne,
warum sie mir ständig
vor die Haustür pinkelt!

Eiszeit

Seit gestern Abend kein warmes Wasser und keine Heizung, und das nachdem gerade die ersten eisigen Temperaturen des Winters begonnen haben. Früh dachte ich, was für ein Glück, daß ich mich wenigstens im Wartezimmer der Ärztin aufwärmen kann, aber denkste, natürlich war die Ärztin im Urlaub, also nächste Aufwärmstation im Supermarkt. Im September haben sie bereits einmal vier Tage an der Warmwasserversorgung gebastelt. Wenn es diesmal wieder so lange dauert, hängen hier spätestens morgen Eiszapfen an meiner Nase. Sonne und blauer Himmel wären eigentlich ideal für einen Ausflug, aber wenn sich nach wenigen Schritten schon die Kälteallergie bemerkbar macht und man kein warmes Zuhause zum Auftauen hat, macht das nicht wirklich Spaß. Bleibt also das Bett und das kommt mir gerade recht. Ich möchte am liebsten sowieso nur noch schlafen, weil mich alles so ankotzt. Wenn das so weiter geht, breitet sich die Eiszeit noch multidimensional in jeder Hinsicht aus. Und warum auch nicht?

Samstag, 28. Januar 2012

Chatgespräche

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Elektrizität

Gestern abend noch bei völliger Stille ins Bett gegangen, wache ich mitten in der Nacht nach dem ersten Traum auf und wundere mich, daß meine Nachbarn so laut ihren Fernseher zu laufen haben. Ich bin zwar gewohnt, daß sie öfters mal die Nacht durchmachen, aber Fernsehprogramm läuft da eher weniger. Dann am frühen Morgen, ich wache erneut auf, der Fernseher läuft immer noch. Auch zwei Stunden später. Sollten sie wirklich die ganze Nacht hindurch bis in den Vormittag hinein Fernsehen schauen oder nicht mitbekommen haben, daß er an ist? Sogar ich kann ja fast verstehen, was im Fernsehen gesprochen wird. Ich wanke ins Badezimmer und der Ton vom Fernseher wird immer lauter. Verwundert realisiere ich, daß er aus meiner Küche kommt. Dort nachsehend stelle ich fest, daß der kleine Küchenfernseher läuft und das, obwohl ich ihn definitiv am Tag zuvor nicht eingeschaltet hatte. Er muß in der Nacht von allein angesprungen sein, was bisher nie vorgekommen ist und auch irgendwelche Timer benutze ich an dem Fernseher nicht. Sollte das eine Wirkung des Sonnensturms sein? Der Fernseher steht genau an der Ostwand, an der früher die zickende Funkuhr hing. Und irgendwie scheinen Ostwände generell ein Problem mit Elektrizität zu haben. Diesmal waren es wirklich nicht die Nachbarn.

Trennung und Luftschlösser

In der alten Wohnung meines Bruders. Gras ist über den Fußboden gewachsen und ich, sowie einige andere Bekannte helfen, das Unkraut zu rupfen. Der modrige, staubige Geruch ist ganz genauso wie früher vorhanden, fällt mir auf. Dann ist es mein Kumpel, der wieder in sein altes Zuhause gezogen ist, weil seine Freundin mit ihm Schluß gemacht hat. Er hat wohl irgendetwas gesagt oder getan, was sie so aufbrachte, daß sie sich trennen wollte. Mich wundert das ein bißchen, hatte er doch beim letzten Telefonat noch erzählt, wie wenig zickig sie sei. Seltsam. Dann muß es etwas wirklich Schwerwiegendes gewesen sein, aber ich traue mich nicht, weiter nachzufragen. Seine Kumpel sind anwesend und wir bereiten uns auf einen Discobesuch vor, genauso wie früher. Ich freue mich auf diesen Abend, an dem alles genauso wird wie früher. Eine bißchen blöd finde ich es allerdings, daß es mir richtig gut geht, wenn es ihm wahrscheinlich eher schlecht geht, aber andererseits trage ich ja keine Schuld an den Umständen. Später auf einem sonnenüberfluteten Hügel schaue ich mit meinem Kumpel auf alte verfallene Backsteinhäuser hinunter und wir spinnen miteinander herum, was für tolle Traumhäuser man daraus machen könnte. Ganz so wie früher. Wir konnten schon immer herrlich zusammen architektonische Luftschlösser bauen. Ein schönes Gefühl von Verbundenheit und Freundschaft.

Freitag, 27. Januar 2012

Schlechtes Gewissen

Wahrscheinlich hat jeder ein paar Leichen im Keller und bei mir sind es Marienkäferleichen. Als Kind sammelte ich gerne gesichtete Marienkäfer ein und setzte sie in ein gläsernes Konservenglas. Ich tat einige grüne Blätter und etwas Wasser hinzu, weil ich der Meinung war, das brauchen Marienkäfer zum Leben, dann stach ich Luftlöcher in den metallenen Schraubdeckel, schloß das Glas damit und stellte es in mein Regal. So wollte ich mir die Käferchen als Haustiere halten und mich an ihnen erfreuen. Leider hat keiner der Käfer lange überlebt. Nachdem nichts als tote Käfer bei dieser Prozedur herauskamen, ließ ich es irgendwann wieder sein, weil ich einsah, daß es weder den Käfern noch mir viel bringt. Wenn ich jetzt meinen Glückskäfer auf seinem samenten Tarnkissen, das er sich völlig freiwillig gesucht hat und an das sich niemand, der auf der Couch sitzt, mehr lehnen darf, schlafen sehe, werde ich immer an diese Marienkäferleichen erinnert. und ich habe ein wirklich schlechtes Gewissen. Natürlich ist das total lächerlich, wenn man heutzutage Jugendliche sieht, die Hunde zu Tode quälen oder Katzen anzünden und sich damit auch noch bei Facebook brüsten. Ich bin da einmal auf eine ganz ekelhafte Seite geraten, die aber inzwischen gesperrt ist, doch die Videos schwirren wahrscheinlich immer noch im Netz herum. Aber vermutlich gibt das Marienkäferglückspunkteabzug für mich.

Schattengewächs

Am runden Tisch meines Elternhauses sind Verwandte und Bekannte versammelt. Meine Mutter steht dabei und kümmert sich um eine Rankpflanze im Topf, die ziemlich viele vertrocknete Blätter bekommen hat. Mit einer Schere in der Hand fragt sie, wieviel sie abschneiden soll, und kürzt so dirigiert die Ranken, bis nur noch gesunde Blätter an der Pflanze sind. Während dieses Vorgangs kommt mir blitzartig die scheinbar bedeutungsvolle Erkenntnis, daß Menschen wie Pflanzen sind und wie diese auf Licht reagieren. Einige brauchen viel Licht, manche Halbschatten und andere Schatten, um sich wohl zu fühlen und gesund zu bleiben. Doch warum zum Teufel sitze ich hier im Schatten, und die junge Frau mir gegenüber hat ein Platz direkt im einfallenden Sonnenlicht? Bin ich wirklich ein Schattengewächs? Oder bräuchte ich nicht eigentlich ebenfalls einen Fensterplatz?

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Solange es nicht solch ein Fensterplatz ist....

Donnerstag, 26. Januar 2012

Bärte und Tänze

Weil ich in meiner Putpat.tv-App auf dem Fernseher zur Personalisierung als bevorzugtes Genre Jüdisch-Klezmer angegeben habe, zeigt die mir jetzt wirklich JEDES Musikvideo, in welchem irgendwo ein langer Bart im Bild vorbeiläuft. Ich glaube, die haben da etwas falsch verstanden. Ich bin schon ganz fertig von den Bärten, besonders von den hippen wipphoppenden. Und auch von der Tanzstunde, heute mit Twisten und diverse anderen anstrengenden Sachen. Die Kursleiterin hat mir erklärt, daß Holzboden für die Wirbelsäule besser ist als Steinboden, weil er federt. Wieder etwas gelernt. Außerdem meinte sie, da es ihr erster Kurs nach Weihnachten sei, hätte ihre Fitness doch sehr gelitten. Also wenn DAS bei ihr unfit ist, dann möchte ich ganz genauso unfit sein.