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I fell in love with Jogginghose

Als ich vorhin eine dicke Tüte mit aussortierter Kleidung zum Sammelcountainer brachte, lag vor dem Container ein totes Eichhörnchen. Es war aber nicht nur tot, sondern sah komplett platt getrampelt aus. Nur der buschige Schwanz hatte noch etwas Form. Nun steht dieser Container auch denkbar ungünstig mit der Klappe zu einer Hecke, so daß man von vorne gar nicht herankommt, und sich auf einen kleinen Pfad zwischen Hecke und Klappe quetschen muß. Über das Eichhörnchen muß man dann direkt drüber hinwegsteigen. Aber im Dunkeln sieht man es wahrscheinlich gar nicht. Als Kinder hätten wir sofort unsere kleinen Schaufeln geholt und das Eichhörnchen anständig unter die Erde gebracht. Sogar mit Ansprache und Gedenkstein. Ich weiß nicht, ob Kinder sowas heute noch spielen.

Mein Kleiderschrank ist ein ähnliches Drama wie mein Bücherregal. Jeder Zentimeter Luft vollgestopft. Nun ist mein Kleiderschrank nur 130 cm breit bei 190 cm Höhe und es befinden sich außerdem auch noch Bettwäsche und einige Sportgeräte darin. In einem 2 m-Kleiderschrank würde es schon ganz anders aussehen. Aber ich habe in meiner kleinen Wohnung keinen Platz für riesige Kleiderschränke. Und früher hat mir so ein kleiner Schrank außerdem völlig gereicht. Wenn er jetzt nicht mehr reicht, liegt es vor allem am Tanzen und daran, daß ich nicht mehr nackt schlafe. Früher brauchte ich keine Nachtwäsche, jetzt habe ich einen großen Stapel davon. Früher habe ich auch nie verstanden, warum ältere Leute immer Nachthemden oder Pyjamas tragen. Ist doch total unpraktisch! Jetzt verstehe ich es. Manche Geheimnisse lüftet man eben erst, wenn man alt wird. Ebenso ist die BH-Auswahl in meinem Schrank ins Unermessliche gestiegen. Schließlich mußte und muß ich ja alle möglichen Modelle durchprobieren, um überhaupt etwas zu finden, worin ich mich normal bewegen kann. Und dann immer diese Angst, daß die seltenen, gut sitzenden BHs plötzlich kaputt gehen und ich ohne dastehe! Einen BH mußte ich tatsächlich gestern nach nur drei Monaten wegwerfen, weil er sich nach ein paar Wäschen in seine Einzelteile aufgelöst hat. Und es war ein teurer Marken-BH von Triumph! Da ich sowas bei Markenprodukten bereits häufiger festgestellt habe, lege ich deshalb in der Regel überhaupt keinen Wert darauf, Marken zu kaufen. Die Modelle von Tchibo dagegen, die nun auch keine reinen Billigmodelle sind, sitzen meist gut und halten jahrelang. Sogar nicht ganz so billige Modelle vom Discounter kann man oft über Jahre hinweg tragen. Mir kommt es manchmal so vor, als ob die Leute, die an Marken gewöhnt worden sind und auf sie abonniert sind, ausgenommen werden wie Weihnachtsgänse. Natürlich ist man eigentlich bereit, für gute Qualität mehr zu bezahlen, aber wenn man mehr bezahlt für geringere oder gar keine Qualität, ist das doch absurd. Und ein Punkt, der von Qualität nicht wegzudenken ist, ist eben auch die Nachhaltigkeit und Haltbarkeit eines Produkts. Längere Haltbarkeit produziert weniger Müll, ist aber halt nicht gut für den Profit. Und selbst wenn es einem vielleicht um die Fairness in der Produktion geht, ist überhaupt nicht sicher, daß beim teureren Produkt, das man sich ob mangelnder Qualität dann ständig neu kaufen muß, das Geld auch tatsächlich dort ankommt, wo es ankommen soll.

Doof ist auch, daß ich, seit ich tanze und nicht mehr "ohne" schlafe, viele Sachen nicht mehr weggeben möchte, weil man sie zum Tanzen oder Schlafen noch gut tragen kann. Theoretisch. Praktisch sieht es so aus, daß ich, weil der Kleiderschrank so voll ist, meine aktuell getragenen Outfits für alle Gelegenheiten schon immer draußen liegen lasse und gar nicht mehr versuche, sie wieder in den Schrank zu tun, was dazu führt, daß ich nur noch diese trage, weil ich keine Lust habe, im Schrank erst lange herumzusuchen.
Um bei den Tanzoutfits vielleicht doch mal zu etwas anderem zu greifen, habe ich nun eine Vorzusammenstellung durchgeführt und Hosen mit den am besten passenden Oberteilen dazu zusammen "abgespeichert", also ineinander gelegt. So dürfte lange Sucherei entfallen, was aber trotzdem nichts daran ändert, daß es einige Outfits gibt, in denen ich mich am wohlsten fühle.

Zu einer Verschlimmerung der Kleiderschranksituation trug weiterhin bei, daß ich für das Tanzen viele verschiedene Schnitte und Materialien durchprobierte - nicht alles gekauft, vieles auch eingetauscht - und dabei feststellte, daß es unglaublich aparte und sexy Jogginghosen gibt. Da war es um mich geschehen. Karl Lagerfeld hat ja mal behauptet, wer nur noch in Jogginghosen herumläuft, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Nun laufe ich nicht ständig, wenn ich auf die Straße gehe, damit herum, kann es aber trotzdem immer kaum erwarten, wieder in sie hineinzukommen. Jogginghosen sind außerdem so unglaublich vielseitig. Eine Hose quasi für alles. Man ist damit nicht nur bequem angezogen, sondern kann darin jederzeit ohne Einschränkungen tanzen UND man könnte, falls nötig sogar in ihr schlafen. Alles bei voller Bequemlichkeit und, wenn man die richtigen Jogginghosen trägt, gutem Aussehen. Ich kann kaum genug davon bekommen. Irgendwie finde ich aber generell, daß Frauen in Jogginghosen irgendwie besser aussehen als Männer, selbst in nicht so modischen Modellen. Von daher sei der Spruch Karl Lagerfeld verziehen. Was Frauen betrifft, würde ich ihn eher auf die Leggings abändern. Ich habe in meinem ganzen Leben bisher nur eine einzige Person gesehen, an der Leggings gut aussahen und das war ein halbwüchsiges Mädchen.
C. Araxe - Do, 22:11

Nun ja, mit Jogginghosen kann ich mich nicht so anfreunden, auch wenn es da sicher (inzwischen) eine große Vielfalt gibt, bei der durchaus einiges annehmbar ist. Wenn Laissez-faire, dann richtig.
Mit der Kleiderschrankproblematik halte ich es so, dass einfach alles, was nicht hineinpasst, einfach zu viel ist – ich rede von 1,20 m Breite.
Das mit der Nachtbekleidung und dem Alter verstehe ich nicht wirklich oder vielmehr gar nicht – mögen Sie das noch mal erläutern?
(Und ja, ich gehe gar nicht auf das tote Eichhörnchen ein, was ja eigentlich bei mir der nächstgelegenste Bezugspunkt wäre.)

Nachtbekleidung im Alter

Ab einem gewissen Alter verändert sich der Körper so, daß man eher davon absieht, ihn nackt im Bett zu präsentieren, auch nicht vor sich selbst.
C. Araxe - Do, 23:36

Das mag jetzt sehr indiskret sein, aber ich kann es nach wie vor nicht nachvollziehen, warum man seine Gewohnheiten „in einem gewissen Alter” ändert und vor allem vor sich selbst.

Wenn man nicht

das mitgemacht hat, was ich mitgemacht habe, kann man sich in dieser Hinsicht vieles nicht vorstellen. Das ist normal. ;o)
rosenherz - Fr, 14:15

... das halbwüchsige Mädchen und auch meine Schwester, die 2014 verstorben ist, sah in Leggins fantastisch aus. Im Gegensatz zu mir mit meinen dicken Waden. Meiner Schwester stand das richtig gut, wenn sie in Leggins daher kam - und da sie viel Gärtnerisch arbeitete, was das für sie auch Arbeitskleidung, mit der sie sich gut bewegen konnte bei den anfallenden Tätigkeiten.

Was die Marken und ihre Produktion betrifft, auch die hochpreisigen Markenanbieter lassen zumeist in Asien (größtenteils billig) fertigen, wie textile Forschungen zutage bringen. Die europäische Textilindustrie ist in den vergangenen 20 Jahren derart ruiniert worden, dass da kaum Unternehmen übrig geblieben sind.
Ich hatte im Vorjahr zu meinem Geburstag von Freundinnen einen Besuch in einer Leinenmanufaktur im Mühlviertel geschenkt bekommen. Davon war ich fasziniert. Diese herrlichen Stoffe! Schöne langelebeige Materialien. Doch die haben ihren Preis, das herrlich feingewebte Blusenleinen in hellblau kostet pro Meter knapp 50 Euro.

Was du von deinem Kleiderschrank schreibst, kann ich gut nachvollziehen. Mir gehts ähnlich. Vor ein paar Jahren hab ich mir zum Schrank ein praktisches Rondell dazu gekauft, ähnlich wie in Modehäuser Kleidung präsentiert wird. Von mir innig geliebtes Stück und sehr praktisch. Aber inzwischen randvoll. Mein Mann hat entdeckt, wie klasse das auch mit den Hemden funktioniert.

So ein Rondell

würde ich wohl auch benutzen, bis nix mehr geht, nur habe ich leider keinen Platz für sowas. Deshalb müssen ein paar Haken am Kleiderschrank reichen.

Ja, diese Leinenstoffe von früher, das war noch Qualität. Allerdings auch leider entsprechend pflegeaufwendiger, weshalb sie wohl heute eher etwas für Liebhaber sind. Ich erinnere mich vor allem daran, wie schön kühl so eine Leinenbettwäsche im Sommer ist. Deshalb war es wahrscheinlich im Winter dann auch Brauch, eine Wärmflasche ins Bett zu legen um es vorzuwärmen.

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