Zuckerwelt

Walzeichnung

Jahreslosung 2017

Manche Yogis brauchen in ihrer Hütte eine Blume, und manche brauchen keine Blume.

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Donnerstag, 29. Juni 2017

Piratinnen

In meinem Roman hatte ich ja das Thema Frauen als Piratinnen bereits aufgegriffen und daß dies nicht nur erdacht ist, sondern auf historischen Tatsachen beruht, zeigt auch diese Geschichte aus "Pilawas Zeitreise":

"Typischerweise steckten viele Piratinnen, von denen wir wissen, in Männerkleidern. So auch Mary Read, die sich schon in ihrer Kindheit in England gerne als Junge verkleidete. Als »Mann« landete sie später sogar bei der Armee und heuerte schließlich auf einem holländischen Frachter an. Als deren Besatzung nach einigen Wochen auf See ein herannahendes Schiff sah, auf dem die Piratenflagge gehisst wurde, ergab sich die Mannschaft kampflos. Nicht so Mary Read, die ja immerhin als »Soldat« Kampferfahrung hatte. Dem Kapitän des Piratenschiffes imponierte der mutige »Kerl«, der deshalb verschont und in seine Mannschaft aufgenommen wurde (die übrige Besatzung des gekaperten Schiffes wurde in Beibooten ausgesetzt, was auf offener See damals den sicheren Tod bedeutete).
Die Ironie der Geschichte will es, dass Mary Read an Bord des Piratenschiffes auf eine andere Piratin traf, auf Anne Bonny, die als Geliebte des Kapitäns mit an Bord war - und sich auch in Männerkleidung verbarg. Als sich beide näher anfreundeten, stellten sie schließlich zu ihrer großen Überraschung fest, dass sie sich beide als Frauen in diese Männerwelt eingeschlichen hatten. Sie kämpften fortan weiter verkleidet an der Seite ihres

Kapitäns. Und doch kam 1720 das Ende, als das Schiff vor Jamaika aufgebracht wurde und die Piraten überwältigt wurden.
Mit den Männern machte das Gericht dort kurzen Prozess - sie wurden zum Tode verurteilt und aufgehängt. Als allerdings offenbar wurde, dass auch zwei Frauen unter den gefürchteten Piraten waren, war das Aufsehen groß. Selbst im fernen England wurde die Verhandlung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. So erfuhr man auch, dass die beiden von Zeugen schwer belastet wurden - gerade sie hätten bei den Kaperungen eine besonders aktive Rolle gespielt. Und so blieb dem Gericht kaum etwas anderes übrig, als Mary Read und Anne Bonny schließlich auch zum Tode zu verurteilen.
Doch das wirkliche Ende der beiden Piratinnen verliert sich im Dunkel der Geschichte. Ob sie tatsächlich hingerichtet wurden, lässt sich nicht mehr ermitteln. Ob sie im Gefängnis starben oder auf Umwegen wieder in Freiheit gelangten - all das gehört ins Reich der vielen Legenden und Geschichten von der Seefahrt."

Mittwoch, 21. Juni 2017

Hättet ihr gewußt,

daß wir Konrad Adenauer das Sojawürstchen zu verdanken haben? Zumindest die ersten Prototypen davon wurden von ihm erfunden:

"Als der Erste Weltkrieg ausbrach, war Adenauer zum Stellvertreter des Oberbürgermeisters aufgestiegen und als solcher neben der Finanz- und Personalverwaltung bald auch für das Ernährungsdezernat verantwortlich.
Überall wurden zu diesem Zeitpunkt die Dinge des Alltags knapp, und gerade bei den Lebensmitteln wurde es eng....
...Weil trotz der Not dieser Jahre etwas Ordentliches auf den Tisch kommen sollte, machte sich Adenauer außerdem tatsächlich an die Erfindung der Sojawurst. Sein Ziel war ein Nahrungsmittel mit 'Friedensgeschmack' - das Würstchen sollte die Menschen an bessere Zeiten erinnern. Adenauer bat sogar einen befreundeten Klinikarzt, die 'Wurst'-Produkte an seinen Patienten auszuprobieren. Das tat dieser auch - mit dem bemerkenswerten Ergebnis, dass alle Probanden ' gerne noch mehr gegessen hätten'."

Allerdings wurde diese Erfindung, wie viele andere Erfindungen von ihm, in Deutschland nicht patentiert, sondern zuerst in Ungarn, Österreich und England. Letzten Endes erhielt Adenauer nur für eine einzige Erfindung ein deutsches Patent, nämlich für das Kölner Brot.

(aus "Pilawas Zeitreise" von Jörg Pilawa)

Dienstag, 6. Dezember 2016

...

Es ist so leicht zu behaupten, man hätte nicht in den vergifteten Apfel gebissen. wenn er einem nie angeboten worden ist.

Ich habe Amerikaner sagen hören: «Wenn ich dort gewesen wäre, hätte ich zu meinen Freunden gehalten; ich hätte nie zugelassen, dass ihnen etwas geschieht!» Tatsächlich? Hätten sie wirklich ihre Freunde beschützt, obwohl die Regierung Medien und Gerichte kontrollierte, obwohl das Leben der Bürger bedroht war, wenn sie nicht diejenigen. die als Feinde des Staates galten, ablehnten? Ging das überhaupt in einem Land, wo Menschen ins Gefängnis geworfen oder hingerichtet wurden. weil sie ausländische Rundfunksender hörten, wo nur Hasstiraden in den Zeitungen standen und wo man von der Regierung angeklagt und eingespart wurde. wenn man sich dem Antisemitismus und Fremdenhass nicht anschloss oder auch nur fragte, was den Nachbarn passiert war? Machen sich diese Möchtegern-Gegner Hitlers etwas vor, oder wissen sie nur nicht Bescheid über totalitäre Regimes?

An wen hätten sie sich denn um Hilfe wenden wollen? An eine politische Partei? Es gab keine. An ein Gericht? Es gab nur Nazi- Richter und -Anwälte. An eine Kirche? Die Kirchen hatten Mittagspause. Diejenigen, die den Verfolgten halfen oder auch nur das Regime in Frage stellten. waren wie Nackte, die einer bis an die Zähne bewaffneten Armee gegenüberstehen. Wacht auf, ihr selbst ernannten Retter der Unterdrückten! Erfindet keine Welt, die es nicht gab! Wir sollten lieber bescheidener sein und Respekt vor der Geschichte haben.

Unter den Nazis riskierten Menschen ihr Leben, ihren Besitz und das Leben ihrer Kinder, wenn sie auch nur den kleinsten Versuch machten, anständig zu sein. Die umfassende Dokumentation über Nazi-Verbrechen bei den Nürnberger Prozessen umfasst nicht nur die Untaten derer, die Hitler begeistert unterstützten, sondern auch Berichte vom Heldentum vieler Deutscher. die alles riskierten, um Hitlers Opfern zu helfen.

(aus "Mehr als ein Leben - Vom jüdischen Flüchtlingsjungen zum Chefdolmetscher der Anklage bei den Nürnberger Prozessen" von Richard W. Sonnenfeldt)

Empfindlicher Träumer

Die Blogpause nutzte ich auch, um hier mal wieder die Links auszumisten, und dabei stieß ich erneut auf den Typentest. Dieser wurde überarbeitet, so daß ich ihn gleich noch einmal gemacht habe. Das Ergebnis ist wirklich flaumhärchengenau, muß ich sagen. Allerdings mag ich das Wort "empfindlich" nicht. Ist aber auch kein Wunder, daß dieses Wort Brechreiz auslöst, wenn man sein halbes Leben lang hört: "Sei doch nicht so empfindlich!"
Inzwischen macht es mir nicht mehr so viel aus. Ich bin halt eine Schneckenhaus-Dramaqueen. Muß es ja ebenfalls geben. Von außen merkt man davon nicht viel. Wenn man mich so sein läßt, wie ich bin, mitsamt meinen Empfindsamkeiten (klingt viel besser), komme ich auch bald wieder aus dem Schneckenhaus hervor und bin nicht nachtragend. Wenn ich manchmal trotzdem nachtragend wirke, dann deshalb, weil ich das Vertrauen schnell verliere und dann versuche, mich selbst zu schützen.
Meine unentschlossene, lockere Grundhaltung, die mich daran hindert, Pläne in die Realität umzusetzen, nervt mich gerade wieder ganz besonders.
Und was ich außerdem ziemlich witzig an mir finde, ist, daß ich zwar das Internet, meinen Computer und zusätzlich noch diverse Kladden seitenlang zutexte, und außerdem unzählige andere Dinge tue, mich aber für langweilig halte. Also entweder leide ich unter gestörter Selbstwahrnehmung oder ich gehöre tatsächlich zu den wenigen Menschen, die zwar viel zu schreiben haben, damit aber andere nur einschläfern. Dann wäre ich in guter Gesellschaft mit Peter Handke und der ist damit sogar weit gekommen. Wobei ich mich ja selbst dabei überhaupt nicht langweile, wie ich betonen möchte. Und mir fällt ein Spruch ein, den ich neulich las, der frei übersetzt lautet: Es ist nur meine Aufgabe, mir selbst Freude zu bereiten. Abgewandelt könnte er auch lauten:
Es ist nur meine Aufgabe, mich selbst nicht zu langweilen, alle anderen muß ich nicht unterhalten.

ITKS - empfindlicher TRÄUMER - Gehört zur Gruppe der Idealisten

Agiert Introvertiert
Denkt Theoretisch
Interagiert Kooperativ
Lebt Spontan
Emotional empfindlich

Eigenschaften aufgeschlossen, chaotisch, friedliebend, individualistisch, kreativ, locker, mitfühlend, nachdenklich, ruhig, sanftmütig, sensibel, tiefsinnig, unkonventionell, unsicher, verspielt, warmherzig, zurückhaltend

Beschreibung ITKS Träumer richten ihre Energie auf sich selbst, auf ihre Gedanken und Aktivitäten. Sie sind offen für Neues und geistige Beschäftigungen, verhalten sich rücksichtsvoll anderen gegenüber, lassen sich leicht ablenken, und sind emotional etwas unausgeglichen.


"Träume nicht dein Leben, sondern lebe Deinen Traum!"

ITKS Träumer denken viel über sich selbst, ihre Vorstellungen und Pläne, und auch über die Welt an sich nach, verlieren sich in Träumereien, Spekulationen, oder Gedankenspielen ohne konkretes Ziel. Ihre tiefgehenden Gefühle und reiche Gedankenwelt behalten sie jedoch hauptsächlich für sich und teilen sie nur mit wenigen besonderen, ihnen nahestehenden Menschen. Ein Bedürfnis nach ständigem Kontakt verspüren sie nicht, und wenn sie neue Bekanntschaften schließen, sind sie freundlich und zurückhaltend, so wie ruhig und abwartend. Doch auch wenn sie nicht so viel von ihrer Innenwelt nach außen zeigen, geht dennoch eine Menge in ihnen vor.

Sie glauben stets an das Gute in anderen Menschen und sind auch für neue oder ungewöhnliche Ideen und Ansichten empfänglich. Überhaupt besitzen sie eine stark ausgeprägte Kreativität, beschäftigen sich mit Ideen oder philosophischen Überlegungen, haben eine lebhafte Fantasie und starke Vorstellungskraft. Auch vor komplexen Theorien und Dingen schrecken sie nicht zurück, sondern interessieren sich sogar sehr für Fantastisches und Vielschichtiges. Manchmal können sie übertrieben romantische, schwärmerische oder idealisierte Vorstellungen von der Welt oder anderen Menschen haben, die nicht ganz mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Was ihre eigene Person angeht, sind sie sensibel und bescheiden, haben oft Selbstzweifel und nehmen sich Kritik sehr zu Herzen.

Ein besonderes Talent von ihnen besteht darin, die Motivationen, Sorgen und Nöte anderer Personen zu verstehen und mit ihnen mitzufühlen. Im Bezug auf ihre Mitmenschen sind sie äußerst rücksichtsvoll, nachgiebig und unaufdringlich - und dadurch eine sehr angenehme Gesellschaft. Das kann aber auch dazu führen, dass sie ihre eigenen Interessen teilweise nur schwer gegen andere behaupten können. Bei der Arbeit nehmen sie vieles nicht ganz so genau und machen gerne mehrere Dinge gleichzeitig - Hauptsache, dass Ergebnis stimmt. Sich auf langfristige Ziele zu konzentrieren, gelingt ihnen so manches Mal nur mit Mühe, da ihnen immer wieder etwas Neues einfällt oder etwas dazwischen kommt. Kopfzerbrechen bereiten ihnen negative Emotionen oder Rückschläge, weswegen sie in so einem Fall nervös, unruhig, unausgeglichen oder auch melancholisch werden können. Mit zunehmendem Stresspegel fühlen sie sich recht schnell überanstrengt und zeigen sich hin und wieder ängstlich oder besorgt.

ITKS sind selten risikobereit, aber probieren gerne Neues aus. Nicht immer handeln sie vernünftig, sondern lassen auch einfach mal fünf gerade sein und die Dinge auf sich zukommen. Aufgrund ihrer Zurückhaltung und ihrer häufig unentschlossenen, lockeren Grundeinstellung und romantisierten Vorstellungen, kann es ihnen schwer fallen, ihre Pläne in die Realität umzusetzen. Ganz besonders dann, wenn sie sich dabei auch noch unsicher sind. Generell empfinden sie sich selbst als individualistisch und bringen gerne Kreativität und Originalität in ihre Umgebung, ihre Arbeit, und ihren Alltag, was sie nicht nur einzigartig und originell macht, sondern auch von anderen Menschen sehr an ihnen geschätzt wird.

Montag, 2. Mai 2016

Die indische Schöpfungsgeschichte

Weder Nichtsein noch Sein war damals.
Nicht war der Luftraum noch der Himmel darüber.
Was strich hin und her? In wessen Obhut?
Was war das unergründliche tiefe Wasser?
Weder Tod noch Unsterblichkeit waren damals .
Nicht gab es ein Anzeichen von Tag und Nacht.
Es atmete nach seinem Eigengesetz ohne Windzug dieses Eine.
Irgendein anderes als dieses war weiter nicht vorhanden.
Am Anfang war Finsternis versteckt. All dieses war unkenntliche Flut.
Das Lebenskräftige, das von der Leere eingeschlossen war,
das Eine wurde durch die Macht seines heißen Dranges geboren.
Über diese kam am Anfang das Liebesverlangen,
was des Denkens erster Same war.
Im Herzen forschend, machten die Weisen durch Nachdenken
das Band des Seins im Nichtsein ausfindig.
Quer hindurch ward ihre Richtungsschnur gespannt.
Gab es denn ein Unten, gab es denn ein Oben?
Es waren Besamer, es waren Ausdehnungskräfte da.
Unterhalb war der Trieb, oberhalb die Gewährung.
Wer weiß es gewiss, wer kann es hier verkünden,
woher sie entstanden, woher diese Schöpfung kam?
Die Götter kamen erst nachher durch die Schöpfung dieser Welt.
Wer weiß es dann, woraus sie sich entwickelt hat?
Woraus diese Schöpfung sich entwickelt hat,
ob er sie gemacht hat oder nicht,
der der Aufseher dieser Welt im höchsten Himmel ist,
der allein weiß es, es sei denn, dass auch er es nicht weiß.


(aus der "Rigveda")

Dienstag, 29. Dezember 2015

Astrologische Prognose

Sie erleben jetzt eine Zeit massiver emotionaler Konfrontationen und Veränderungen in Ihrem seelischen Bereich. Äußere Ereignisse und vor allem die daran beteiligten Menschen lösen bei Ihnen tiefsitzende Gefühlsmuster aus, die Sie zu den Wurzeln Ihrer Vergangenheit führen.
Ihre Heftigkeit und Radikalität wird vermutlich Ihre Beziehungen ziemlich aufmischen. Als wollten Sie es endlich wissen, wer zu Ihnen steht, setzen Sie alles auf eine Karte. Sie wollen die tiefsten Abgründe berühren können und nichts mehr aus Anpassung zurückhalten.

Manch einer wird Sie dadurch tatsächlich verlassen, doch wer bleibt, auf den können Sie sich verlassen. Er hat Sie durch Ihre seelische Hölle begleitet und er hat Sie nicht hängen lassen. Nach dieser Zeit werden Sie sich fühlen wie nach einer Großputzaktion. Vieles, was im Untergrund schwelte, ist deutlich geworden und bereinigt. Sie haben eine Menge psychischen Ballastes abgeworfen und fühlen sich viel mehr in sich selbst zu Hause.

Selbst bisher gut funktionierende Beziehungen brauchen jetzt eine Erneuerung: Die alten Rezepte und Rituale sind unbefriedigend und entwickeln nur Sprengstoff, wenn sie beibehalten werden. Sie brauchen Ihren individuellen Spielraum und wollen nicht länger von den Vorstellungen Ihres Partners oder den konventionellen Normen um Sie herum abhängig sein.

Sie erleben jetzt die maximale Spannweite zwischen Ihrem Bedürfnis nach persönlicher Unabhängigkeit und nach inniger Verbundenheit, und vermutlich ist das ein rechtes Wechselbad zwischen Nähe und Distanz. Fixieren Sie sich auf einen Pol, kommt Ihnen der andere von außen entgegen. In dieser Zeit können Sie daher entdecken, dass beide Pole zu Ihnen gehören und nach einer fruchtbaren Synthese verlangen.

Die Freiheit, die Sie suchen, stellt sich jedoch nicht einfach von allein ein. Sie müssen selbst Hand anlegen und dem Teil in Ihnen eine Struktur geben, der sich jetzt entfalten will. Egal ob es sich um Veränderungen im privaten Wohnbereich, in Ihren Beziehungen oder im Beruf handelt: Sie haben die Verantwortung für Ihr Handeln und legen den Grundstein dafür. Ihr Umfeld wird Ihnen dann gern hilfreich zur Seite stehen, denn für dieses Spiel der Befreiung Ihrer bisher eingeschlossenen Ressourcen haben Sie freundliche Gefährten, die Ihnen Anreiz und Unterstützung geben, sich in unbekannte Gefilde vorzuwagen. Auch Sie selbst stellen für Ihre Mitmenschen eine solche Anregung dar und erweitern durch Ihre Art den Horizont der anderen.

Die seelische Wirklichkeit der anderen kann in Ihrem Erleben auftauchen und dies kann auch unbewusst geschehen. So dass Sie sich z.B. traurig fühlen, nicht weil Sie selbst Anlass zum Traurigsein haben, sondern weil Sie die Trauer und den Schmerz anderer mehr oder weniger unbewusst miterleben. Wenn Sie dies psychologisch deuten, denken Sie vielleicht, Sie wären depressiv. Aber vielleicht wäre es richtiger, von "Melancholie" oder Weltschmerz zu sprechen. Es gibt im Seelischen kein einziges Wesen, das völlig getrennt von allen anderen Wesen existiert, denn die Natur des Seelischen ist Verbundenheit. Trotzdem sollten Sie gerade in melancholischen Phasen besonders achtsam und sehr liebevoll mit sich selbst umgehen. Auf diese Weise können Sie zur Heilung des Ganzen beitragen. Das mag zunächst paradox erscheinen, aber da im Seelischen alle miteinander verbunden sind, ist es vollkommen logisch, so vorzugehen.

Die Schwierigkeit dieser Konstellation liegt in der mangelnden Abgrenzungsfähigkeit. Mitunter wissen Sie kaum noch, welche Gefühle zu Ihnen gehören und welche Sie einfach von außen überfluten. Dann brauchen Sie unbedingt Rückzugsmöglichkeiten, um wieder zu sich selbst zu kommen und Ihre Mitte zu finden. Nehmen Sie sich viel Zeit für sich, um nach innen zu schauen, zu fühlen, zu träumen. Surfen Sie durch das Assoziationsnetz Ihrer Fantasie. Aber bleiben Sie nicht in der Opferrolle hängen! Vermeiden nützt auch nichts, denn die Probleme kommen durch die Hintertür wieder herein. Nutzen Sie lieber Ihr feines Gespür, um alles genau zu erfassen, ohne zu bewerten. Dies ist kein Jahr zum Machen.


Klingt ja sehr vergnüglich, aber kenne ich schon alles. Schließlich hatte ich diese Konstellationen bereits in diesem Jahr. Und es scheint so weiterzugehen. Hoffentlich sind wenigstens ein paar Atempausen drin.

Montag, 4. Mai 2015

...

Ohne nun irgendeine Bewertung vorzunehmen, können Sie sich in diesem Zusammenhang einfach vorstellen, als U-Boot - im Gegensatz zu Schiffen - geboren zu sein, mit der Fähigkeit in den dunklen, tiefen Ozean Ihres Geistes und Ihrer Seele abzutauchen. Dorthin, wo kein Außenstehender Ihnen folgen kann, und wo Sie nur alleine mit sich selbst sind. Dieses Alleinsein und diese Einsamkeit brauchen Sie als HSM (hochsensitiver Mensch) zuweilen mehr als andere Menschen...
Die Innenwelt ist auch immer dann relevant,wenn Situationen für Sie sehr stimulierend waren und in denen Sie viele äußere und innere Daten aufgenommen haben. Als U-Boot können Sie sich ja sowohl unterhalb wie auch oberhalb der Wasseroberfläche aufhalten und dem Schiffsverkehr und bunten Treiben "da oben" zusehen und teilnehmen. Haben Sie genügend Daten "gesammelt" oder geht ein langer Arbeitstag zu Ende, tauchen Sie einfach ab und verarbeiten diese Daten...
Haben Sie bereits Ihr Periskop entdeckt? Das Periskop erlaubt Ihnen, sich einige Meter unter der Wasseroberfläche vor Überstimulation zu schützen, sich aber trotzdem noch einen Rundumblick zu erhalten und ein wenig "oben" zu sein. Generell ist diese Sehrohrtiefe ein bequemes Plätzchen, um nach denjenigen Dingen Ausschau zu halten, die wichtig und interessant erscheinen. Dies kann eine spannende Lektüre, ein interessanter Mensch, ein neues Hobby oder eine tolle Idee sein, die Sie in die Tat umsetzen wollen.
Immer dann tauchen U-Boote nämlich wie aus dem Nichts auf und steuern volle Fahrt darauf zu, sie "hyperfokussieren" und können leidenschaftlich in diesen Dingen aufgehen. Die Motivation für eine solche Überwasserfahrt ist wesentlich emotional geprägt und sie muss vor allem eines: Sinn ergeben.
Haben U-Boote also keine Lust, erscheint die Welt der "Überwasserschiffe" langweilig, anstrengend und zu stimulierend, dann wird der Sinn eines Auftauchmanövers gar nicht gesehen und sie bleiben auf gewohnter Tauchstation.
Leider, und dies ist meines Erachtens ein Dilemma, gibt es noch keine "U-Boot-Schule", niemand sagt den kleinen und großen U-Booten, was das Besondere an ihnen ist, was sie können und vor allem, worauf sie beim Abtauchen achten müssen. So bleibt jeder sich selbst überlassen und muss alles Stück für Stück alleine herausfinden, und nicht selten wächst die Erkenntnis, dass hier wirklich etwas nicht zu stimmen scheint. Manche wollen doch einfach nur so sein, wie alle anderen, doch je mehr sie das versuchen und je weniger sie abtauchen, desto überstimulierter werden sie. Manchmal kommt es auch zu einer Radikalwende und sie tauchen ab, wann immer sie möchten. Wenn die Welt über Wasser nicht länger von Wichtigkeit ist, dann kann es zu ihrem Schicksal werden, ziellos im Ozean zu treiben.

(aus:Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal von Birgit Trappmann-Korr )

Mir hätte es ja schon gereicht, wenn es in meiner Kindheit bereits solche Bücher gegeben hätte. Dann wäre vielleicht einiges anders gelaufen. Mein Periskop habe ich aber wohl relativ schnell entdeckt. Nur so ist es zu erklären, wie ich die gesamte Schulzeit verträumen und dabei dennoch die relevanten Informationen für etwaige Leistungskontrollen herausfiltern konnte.

Freitag, 1. Mai 2015

...

Leider lernen manche HSK (hochsensitive Kinder) nur schmerzlich, denn verbal vermittelte Aufforderungen oder dargelegte Konsequenzen erreichen sie nicht vollständig. Die Wahrnehmung stuft derartige Informationen als nicht so wichtig ein, denn Worte stellen ein zu schwaches Aufforderungssignal dar. Das hochsensitive Kind ist es gewohnt, Umweltinformationen tief zu erleben und überall, wo dieser Aspekt fehlt, ist es eben nur "die halbe Miete". Hinzu kommt, dass das Empfinden und Erleben eine primäre Funktion darstellt, denn sie bereichert die Wahrnehmung um ein Vielfaches. So, wie Sie sicherlich Fernsehfilme lieber in Farbe anstatt in Schwarz-Weiß sehen, weil es eher der Wirklichkeit entspricht, so fehlt dem HSK die "Farbe" bei gesprochenen Worten. Es ist ein wesentliches Kennzeichen von Hochsensitivität, diese "Farbe" als primäre Qualität einzustufen, während sie für alle anderen Menschen eine sekundäre Funktion darstellt. Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Ausführungen zum visuell-räumlichen Lernstil, denn dies ist eine weitere Konsequenz daraus...
Bei einem hochsensitiven Menschen liegt keine Filterschwäche vor, sondern der Filter der Aufmerksamkeit = Wahrnehmung ist einfach nur anders eingestellt, denn der "Schalter" für die Grundeinstellung steht auf Holistisch und nicht auf Analytisch.
Ein holistischer, d.h. ganzheitlicher Wahrnehmungsstil erklärt auch das schnelle Umschalten der Aufmerksamkeit (Ablenkbarkeit), denn das passiert nur, wenn sich etwas in der Umwelt verändert und dies wird unmittelbar registriert. Das kann im Fall von HSM schon bei kleinsten Begebenheiten passieren, die für andere Menschen als völlig unwichtig eingestuft werden, weil sie sich in der Peripherie abspielen...
...Dasjenige, was dabei als Störfaktor oder als "Schwäche" wirkt, hängt nur sekundär mit Wahrnehmungsfiltern zusammen, denn es ist die Zeit, die wieder einmal für Verwirrung sorgt. Für hochsensitive Menschen ticken die Uhren einfach anders, denn aufgrund der Fülle der Daten brauchen sie einfach länger, eine Situation, andere Personen oder Sachverhalte zu erfassen. Dieses "Mehr-an-Zeit" und die daraus resultierende Langsamkeit existiert jedoch nur aus der Sicht anderer Personen, die diese Art der Wahrnehmung nicht haben...
Hochsensitive Menschen sind also dank ihrer Emotionen Spezialisten fürs Komplizierte und bei einfachen und alltäglichen Aufgaben scheinen sie zu versagen...Dies alles passiert nur, weil die Wahrnehmung durch ein tiefes Erleben gekennzeichnet ist...
So entwickeln viele Hochsensitive eine Abneigung gegen Mathematik und haben nicht selten das Gefühl, sie seien einfach zu dumm dafür. Sogenannte Lernfächer werden nicht nach Regeln begriffen, sondern bei Fremdsprachen zum Beispiel wird lieber ganzheitlich gelernt. Das heißt, die Melodie der Sprache bzw. das Grundprinzip der Sprache muss erlebt und gefühlt werden. So wird bei Relativsätzen oder bei Deklinationen nicht die Grammatikregel herangezogen, sondern vielmehr wird darauf geachtet, ob es so besser klingt, sich richtiger anhört und ob das geschriebene Wort so oder anders "besser aussieht".
(aus Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal von Birgit Trappmann-Korr)

Mittwoch, 8. April 2015

Den Kampf beenden

Wenn giftige Eltern auf intensive, einschüchternde, schuldproduzierende oder emotional beeinträchtigende Weise kontrollieren, reagieren ihre Kinder gewöhnlich auf eine von zwei Weisen. Sie kapitulieren oder rebellieren. Beide Reaktionen verhindern eine psychologische Loslösung, auch wenn Rebellen genau das Gegenteil zu tun scheinen. In Wahrheit wird man, wenn man sich gegen die Eltern auflehnt, genauso kontrolliert wie bei einer Unterwerfung...
...
In dem Film "War Games" war ein amerikanischer Computer programmiert, einen globalen Atomkrieg auszulösen. Alle Versuche, das Programm zu unterbrechen, scheiterten. In der letzten Sekunde hielt sich der Computer jedoch selbst an, indem er sagte: "Interessantes Spiel, aber man kann nur gewinnen, wenn man nicht mitspielt."...
...
Wie viele erwachsene Kinder giftiger Eltern wissen Sie vielleicht auf intellektueller Ebene, daß die Chancen schlecht stehen, emotionale Zuwendung von Ihren Eltern zu bekommen, wenn Sie diese bislang nicht bekommen haben. Aber diese Erkenntnis sickert nur selten bis zur Gefühlsebene durch. Das sehnsüchtige Kind in Ihnen klammert sich vielleicht immer noch an die Hoffnung, daß Ihre Eltern - wie begrenzt auch immer - eines Tages erkennen, wie wunderbar Sie sind und Ihnen ihre Liebe geben. Sie legen vielleicht eine herzzerreißende Entschiedenheit an den Tag, Ihre Untaten wiedergutzumachen, auch wenn Sie sich der Anklagen nicht deutlich bewußt sind. Aber wenn Sie sich immer wieder an die giftigen Eltern wenden, um die Fürsorge und Bestätigung zu finden, die Sie als Kind entbehrten, gehen Sie zu einem trockenen Brunnen. Ihr Eimer wird immer leer bleiben...
...
Sie verhalten sich vielleicht weiterhin so wie ein kleines und hilfloses Kind, weil Sie darauf warten, daß Ihnen die Eltern die Erlaubnis geben, erwachsen zu werden. Aber diese Erlaubnis erteilen Sie sich selbst, nicht Ihre Eltern. Wenn Sie den Kampf einfach nicht mehr fortsetzen, werden Sie merken, daß Sie Ihr Leben nicht länger sabotieren....
...
Wenn Sie begriffen haben, was Liebe ist, gelangen Sie vielleicht zu der Erkenntnis, daß Ihre Eltern nicht wissen konnten oder wollten, was Lieben ist. Das ist eine der traurigsten Wahrheiten, die Sie akzeptieren müssen.

(aus "Vergiftete Kindheit" von Susan Forward)

Freitag, 27. Februar 2015

Human Design: The 3/5 Profile

You are the last person who needs reminding that life is a school of hard knocks, filled with the exhilarating chaos on which your nature thrives, aided by a wicked sense of humour and polished by a charismatic air. I can almost see you adopting a James Bond impression, blowing those cheeks, wiping that brow and saying, ‘Tell me about it... but I live to fight another day!’
Pain and pleasure are the twinned realities of life, though I suspect you’ve known more pain due to living life on the edge, leaping in with both feet and learning as you go. Of all profiles, you are the most likely to stick your fingers into an electric socket just to find out what goes on in there! You are your own worst enemy, such is your insatiable inquisitiveness and curiosity. You like to leave no stone unturned in your pursuit of reward and joy, and there is an indefatigable spirit to the way you embrace life, come what may.
3/5 profiles are here for a fast-track lifetime. In failure, trauma and survival, you glean wisdom. Life will bounce you into dead-ends, heartbreak, crushing disappointment and wrong situations whilst askingyou to take the blessings in disguise. It’s almost as if your role is to witness, endure or lead from the front in order to educate and guide others.

You are a capable and adaptable leader in a crisis, with a wisdom that shapes a visionary element, and there is something of the rebel in you, wanting to challenge authority and point out what is and isn’t working. You want to be a force for change in all areas of life. Your adaptability makes you expert in a storm of crisis, because you’ve been there, done that and know how the drama ends! Your understanding of life also arms you with a natural forgiveness.
The fascinating mix of this profile is the third-line element which needs the juice of life together with the illusory yet hypnotic nature of the fifth line. This turns you into a charismatic, persuasive seducer, subtly reeling others into relationships, projects or pursuits. But it is a profile which is non-committal by nature and doesn’t wish to hang around if there is not a sustainable engagement with its interest. Nevertheless, you are always strategizing, seeing how it can all work in your best interests, toying with experimental and grand ideas.
If I were in conversation with you, there would be an outgoing, engaging eagerness about your communication style and obvious zest for life.
I daresay you could come across as a bit of a dreamer, but doubtless there would be a multitude of crazy anecdotes, all carried off with a self-deprecating humour concealing the pain of the time. When you fall back on your sharp wit, you are one of the funniest people around. Humour is both your medicine and master deflector.
But not all 3/5s can look on the bright side. Life can become too much sand leave you defeated. You can get to the point where all you crave is a settled life. You are done with the trials, tribulations and tests and want to throw in the towel. When a 3/5 profile feels beaten, despite their best efforts, they surrender. But their nature will not rest and will always seek to propel them into a fresh adventure. So surrendering will only exacerbate any inner frustrations. The third line will never stop catapulting the 3/5 into all sorts of relationships, projects, travels, travails, purchases and lifestyles. Coupled with the outward projections of the fifth line, it’s almost as if there is a hunger to make real life match the fantasies.
Ultimately, you are seeking the reward for your hardship. You are always seeking that special someone who can bring inner peace amid the chaos. When that person is found, commitment is total. In an acceptance of chaos, you accept yourself. Life will never be a destination but an eternal journey. Embrace it, find medicine in laughter and absorb all the consequential wisdoms that make people admire you so much. And at the end of your days, I guarantee you will have travelled, loved and lost, succeeded and failed, and amassed a veritable library of personal experiences to contemplate and recall.


aus: Human Design: Discover the Person You Were Born to Be: A Revolutionary New System Revealing the DNA of Your True Nature

Klingt irgendwie sehr anstrengend. Ich hoffe doch, ganz so schlimm ist es nicht. Meinen Finger in eine Steckdose gesteckt habe ich jedenfalls noch nie.

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Meine Kommentare

Das glaube ich nicht,
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