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Sonntag, 3. Dezember 2006

Ein höllischer Muskelkater

zwickt in den Armen, vor allem den hinteren Oberarmen und in den Unterarmen direkt am Handgelenk. Habe ja auch genug Möbel gestemmt und das Wohnzimmer nimmt langsam Formen an. Inzwischen ist die Surroundanlage wieder verkabelt (wenn man auf solchen Schnickschnack verzichten würde und sich nur einen Fernseher ins Zimmer stellt, würde vieles einfacher sein) und ich konnte mich ans Werk machen, die Bücherregale einzuräumen. Da ich nicht viel Platz habe, kann ich nicht so streng nach Themen gehen, trotzdem werden die Bücher erst grob nach Größen und Themenbereichen wie Astrologie, Feng Shui, Heilkunde, Belletristik, Geschichte u.ä. geordnet. Innerhalb dieser Themenbereiche werden sie dann farblich, inhaltlich und größenmäßig möglichst passend zusammengestellt. Damit könnte ich mich wirklich Stunden beschäftigen, aber wenn ich bei dieser Tätigkeit angelangt bin, fängt es langsam an Spaß zu machen, während alles andere davor Horror ist.

Die Geschichte von der Frau,

die im Schlaf von ihren Bücherregalen erschlagen wurde. Seitdem hat sie nie wieder ein Buch gelesen.

Schlafrichtungen nach Feng Shui

Unter dem Link

http://www.fengshui-advice.de/fengshui.swf

kann man interaktiv herausfinden, welche Schlafrichtungen nach Feng Shui als gut empfohlen werden.
Natürlich muss das individuell nicht immer stimmen, zum Beispiel gelten nach der indischen Tradition, dem Vastu, wieder ganz andere Zuordnungen. Letztendlich sollte man probieren und sich auf das eigene Gefühl verlassen.

Samstag, 2. Dezember 2006

Die Geschichte von dem Mann,

der mit seiner Geburtstagskerze verbrannte. Dies sollte sein letzter Geburtstag gewesen sein. Wie dumm, dass die Pralinenschachtel Feuer fing.

Der Teppichboden liegt

und das gänzlich ohne Verschnitt. Mein Bruder brachte noch K. mit, die ihrerseits eine 50iger Packung Obduktionsmesser zum Öffnen von Leichen mitbrachte, welche sie mal von einem Arzt bei einer Obduktion geschenkt bekam. Die Dinger sind wahnsinnig scharf, schärfer als jedes Teppichmesser, und sie hat damit überstehende Nasen klasse abgeschnitten bekommen. Sie wurde von uns deshalb auch zum zuständigen Nasenabschneider ernannt, hat sich dabei aber selbst mehrmals in den Finger geschnitten (nur ganz leichte Schnitte) und tat immer so, als sei sie ohnmächtig. Erste-Hilfe-mäßig versorgt werden musste sie trotzdem, damit sie mir nicht den Teppich vollblutete. Nachdem ich mir dann noch fast die Hüfte verdreht hatte, meinte mein Bruder, eigentlich könnten wir doch gleich einen Sammeltransport für drei Personen mit dem Notarztwagen in das Krankenhaus bestellen.

Nu sitze ich hier in dem bodenlosen - stimmt nicht, dem teppichgrundenen - Chaos und habe keine Peilung, wo ich mit dem Aufräumen anfange, mal abgesehen davon, dass ich völlig fertig vom Möbelherumtragen bin.

Das zweite Traumtürchen

Durch Pampelmusenorangine ziehen die Geleenomaden.

Freitag, 1. Dezember 2006

Das erste Traumtürchen

Den Satz "Seit 15 Jahren studiere ich die dunkle Seite des Mondes." gesprochen oder gedacht, danach "O Moon of Alabama" im Kopf gehabt und seit dem Aufwachen von diesem Song begleitet worden. Ist der nicht von Brecht? (geträumt am 1.12.06)

Edit am 3.12.06: Gerade fällt mir ein, dass ich mich seit 1990 ernsthaft mit Astrologie beschäftige, das sind in etwa 15 Jahre. Vielleicht ist Astrologie "die dunkle Seite des Mondes"?

Die neue Welt

Nachdem ich vor kurzem über die Veränderung meiner farblichen und musikalischen Vorlieben schrieb, sind mir heute bei verschiedenen Gelegenheiten noch andere Wandlungen aufgefallen, die sich in den letzten Jahren vollzogen haben. Während des Unterrichts erkannte ich plötzlich klar, wie sich das Verhalten anderer zu mir und dadurch wiederum das Verhalten von mir gegenüber anderen geändert hat. Dies betrifft vor allem die Interaktionen innerhalb meines Berufs, jedoch bleibt nicht aus, dass sich gewisse Erfahrungen auch auf das Verhalten in anderen Situationen auswirken. Und ich könnte nicht sagen, was sich zuerst geändert hat. Vielleicht ist das Verhalten der anderen mir gegenüber nur die Wiederspiegelung der eigenen inneren Wandlung meiner Selbstwahrnehmung und Prioritätensetzung. Vielleicht ist es aber auch nur eine vorübergehende Phase, die den geänderten äußeren Umständen zu danken ist. Letzteres gibt zwar einerseits Hoffnung, dass irgendwann die Umstände wieder besser werden, aber andererseits möchte ich nicht wirklich dahin zurück, zumindest nicht, wenn ich dabei die negativen Dinge erneut mit in Kauf nehmen muss. Während ich mich früher mit Leichtigkeit überall eingewöhnt habe und mit fast allen gut ausgekommen bin, scheine ich jetzt ständig mit Widerständen zu kämpfen. (Früher nannte man mich Susi Sonnenschein und ich schuftete bis zum körperlichen und seelischen Zusammenbruch, nur um gut Freund mit allen zu sein - heute könnte man mich Susi Schlaftablette nennen, aber das hat den enormen Vorteil, dass ich wieder ein Privatleben habe und seltsamerweise erkennt man auch erst jetzt, wer von den Kollegen wirklich ein Freund ist.) Allerdings glaube ich nicht, dass die Veränderung nur etwas mit mir zu tun hat. Einen nicht unerheblichen Anteil trägt wohl ebenfalls das betriebliche Klima, das sich in den letzten Jahren durch die vielen Umstrukturierungen, Einsparungen und die damit verbundene permanente Überlastung rapide verschlechtert hat.
Als ich mit meiner Kollegin nach der Schule nach Hause fuhr, stellten wir fest, dass wir beide die gleichen Konflikte in Hinblick auf unsere Mütter mit uns selbst auszutragen haben. Das, was ich ihr erzählte, habe ich schon oft erzählt oder geschrieben, allerdings wurde mir erst heute plötzlich klar, dass dies im Prinzip auch eine einschneidende Veränderung ist, die mir als solches noch gar nicht so sehr bewußt geworden ist. Sie gab mir wieder, was ihre Psychologin dazu gesagt hat, es war genau dasselbe, wie ich es selbst für mich sehe und handhabe, so dass mir ein Besuch beim Psychologen in dieser Hinsicht wohl keine neuen Erkenntnisse bringen dürfte. (Ich finde es ganz angenehm, mich mit jemandem mal über tiefschürfendere Themen unterhalten zu können, leider wurde unsere Unterhaltung dadurch unterbrochen, dass ich aussteigen musste. P. sagte, dass wir ja noch zwei Tage hätten und ich antwortete in meinem Dusel, dass wir morgen weiterquatschen könnten. Klar, am Samstag - da habe ich doch schon was anderes vor. Natürlich meinte ich Montag.)

Für sich betrachtet ist jede dieser Wandlungen eine Winzigkeit, doch wenn ich sie zusammen betrachte, so wie es heute mit einem Mal der Fall ist, erscheinen sie mir wie die losen Teile eines Puzzles, das vielleicht noch nicht vollständig zusammengesetzt ist. Und auf einmal wirken sie nicht mehr so klein, sondern wie die lebendigen Organe von etwas Großem. Das erinnert mich an eine Formulierung über die Wirkung von Uranus im 8.Haus: Eine Welt bricht zusammen.
Ich kann nicht sagen, dass in der Zeit, als Uranus durch mein 8. Haus lief, irgendetwas geschehen wäre, das mir spontan diese Aussage entlockt hätte (ok, bis auf "die Rückkehr des farbigen Sehens", wie ich dieses Ereignis mal nennen will, was ja aber eben eine Rückkehr war, wenn auch vieles nicht mehr so war wie früher). Doch nun im Rückblick möchte ich tatsächlich meinen, eine alte Welt zurückgelassen und eine neue betreten zu haben, wenn es sich dabei auch hauptsächlich um innere Welten handelt und jede dieser Welten sowohl ihre positiven als auch ihre negativen Eigenheiten hat.

Donnerstag, 30. November 2006

Die heutige Einschätzung anderer über mich:

Ich bin nicht älter als 30 und gucke böse. (Das lag wahrscheinlich daran, dass ich diesmal angestrengt versucht habe so auszusehen, als sei ich voll bei der Sache. Sowas kommt dann dabei raus. Wie ich auch gucke, immer ist es verkehrt. Ich glaube, ich erschieß mich - wird das beste sein.)

Ansonsten traf ich vor dem Supermarkt einen Schäferhund, der mit gelassener Würde ein mit roten Lampen blinkendes Weihnachtshalsband trug (ich dagegen hätte mit so eine Halsband schon längst eine Macke bekommen), im Supermarkt eine Omi mit roter Mütze und rotem Schal, die zwischen Brot, Gemüse und Käse drei Flaschen Red Bull auf das Transportband legte, und unfreiwillig im Bus die Schlagzeilen auf zwei Seiten Zeitung. Links: "Tierhasser schneidet Igel Pfoten ab", rechts reißerisch aufgemacht eine ganze Seite Natascha Kampusch. Die Igelgeschichte regt mich auf, während mich Natascha inzwischen völlig kalt läßt. Von diesen ganzen Mißbrauchsstorys ist man schon völlig übersättigt, regelrecht abgestumpft, und ich weiß wieder mal, warum ich keine Zeitung mehr lese.

Mittwoch, 29. November 2006

Mein erster Schultag (und nicht mal 'ne Zuckertüte *murr*)

Um 6:30 h statt um 7:30 h aufgestanden - zwar nur eine Stunde früher, aber mir erscheint es wie eine Ewigkeit. Im Bus meinen Bruder getroffen. Ihn wegen des Traumes gefragt, ob er seinen ersten Geldschein noch hat. Er lacht, verrät mir aber dann, dass er einen 5-DM-Schein aufgehoben hat. Da hab ich im Traum wohl wieder Tomaten auf den Augen gehabt. In der Fachhochschule einer blonden Frau hinterher getigert, die in denselben Hörsaal geht, in welchen ich muss. Ich such mir einen Platz, packe aus, schneuze mich, schaue hoch, die blonde Frau, die gegenüber Platz genommen hat, schaut ebenfalls hoch und - wir gucken uns groß an, denn sie ist meine Kollegin P. Wir haben beide voneinander nicht gewußt, dass wir in dem Kurs sind und anscheinend habe ich nicht nur im Traum Tomaten auf den Augen. Ich also meine Sachen zusammen gepackt und mich rüber gesetzt. Als der Kurs beginnt, sind wir ganze fünf Männeken. Dies steigert sich im Verlauf der ersten halben Stunde noch auf neun. Schon nach den ersten zehn Minuten des "richtigen" Unterrichts habe ich große Lust in die Tischkante zu beißen. Der Unterricht ist zwar gut strukturiert und selbst für die Dümmsten der Dummen wird der Stoff sehr verständlich rübergebracht, aber dafür ist er auch extrem langweilig und unser Seminarleiter redet so richtig schön einschläfernd laaaangsaaaaam. Dies sieben Stunden lang und man ist genauso breit, als hätte man neun Stunden Akten bearbeitet. Am interessantesten fand ich noch die eher unwichtige Story, dass in Görlitz ein Multimillionär existiert, der jedes Jahr der Stadtkasse eine Million Euro zur Sanierung alter Bauten und Denkmäler spendet, aber darauf besteht, dass sein Name nicht genannt wird. Sollte sein Name irgendwo erscheinen, würde er sofort aufhören zu spenden. Scheint so, als wären die Lotto-Jackpot-Gewinner in Görlitz beheimatet. Vielleicht sollte man da mal hinfahren...
Nach dem Kurs ein Stück mit einem "Mitschüler" gelaufen, der dann so zu mir meinte, ich hätte nicht so ausgesehen, als sei ich sehr bei der Sache gewesen. Nun ja, das ist gerade mein Problem, ich wirke nie so, als sei ich bei der Sache, selbst wenn ich es bin. In so einem Unterricht kommt wieder mein Hang zum Tagträumen durch und trotzdem habe ich alles mitbekommen. So war es schon früher in der Schule.
Dann einen kleinen Abstecher zum Tierpark gemacht, um mir eine Jahreskarte zu holen. Dafür musste ich fast geschlagene zehn Minuten in eine Webcam grinsen, weil die Bilder immer nicht gut genug waren, und bald bekam ich fast einen Krampf von diesem Dauergrinsen.
Als ich endlich den Tierpark betrat, hatte ich nur noch ca. eine halbe Stunde Helligkeit, danach wurde es in Eilzuggeschwindigkeit dunkel. Das war das erste Mal, dass ich im Finstern im Tierpark unterwegs war, und ich muss sagen, es war wirklich extrem gruselig. Ich finde es ja immer schon unheimlich, wenn ich mich bei Tageslicht dort verlaufe - und ich verlaufe mich jedesmal! -, aber wenn im Dunkeln riesige Säbelzahntiger und nachtaktive Hyänen den menschenleeren Weg säumen, einem Wildgänse über den Kopf streichen und Trauben von Pfauen in den kahlen Baumkronen hocken, man überall um sich herum ein Scharren und Gackern und Gurren und Glucksen, ein Fiepen und Knurren hört, während man seine Hand nicht vor Augen erkennt und auch nicht die aufgestellten Wegkarten, kann einem wirklich anders werden, insbesonders, wenn man sich wie immer verirrt hat und den Ausgang nicht findet. Als ich ihn schließlich fand, war das schmiedeeiserne Tor schon verriegelt und verrammelt, aber zum Glück gibt es die Ein-Weg-Drehtüren. So gern ich die Tiger mag, übernachten möchte ich dann doch nicht bei ihnen. Die haben früh bestimmt Hunger.

War, ist oder wird Herr Luchterhand Gefängnisinsasse sein?

Ich sehe meine zweitoberste Chefin am Tisch stehen und in einem Buch blättern, bzw. lesen. Mein Kollege K. kommt herein, sieht seinen Post- und Unterlagenberg auf dem Tisch liegen, kehrt um und sagt, dass er mit einem Koffer wiederkommt.
Dann stehe ich mit meiner zweitobersten Chefin in der U-Bahn und luge über ihre Schulter, um zu erkennen, was in dem Buch geschrieben steht, in welchem sie noch immer blättert. Ich erkenne sehr viele Namen, die mit nachfolgenden kurzen Absätzen aufgeführt sind. Auf meine Frage erklärt mir Fr. St., dass in diesem Buch alle Gefängnisinsassen aufgelistet sind, die während der Haftzeit einen Roman o.ä. geschrieben haben.
Ich bemühe mich weiter, etwas in dem Buch lesen zu können und sehe den Namen "Luchterhand".
Sofort sage ich spontan: "Über den habe ich auch was geschrieben!"
Es besteht kein Zweifel, dass es der Herr Luchterhand aus meiner Geschichte ist.
Einige Bilder in Form von Fotos in den nächsten Sequenzen, u.a. einen Bär, der mit seinen Tatzen an einem Elefanten mit reich geschmücktem Überwurf hängt.

Ich finde es ja lustig, dass ich jetzt von Herrn Luchterhand schon so träume, als gäbe es ihn wirklich. Aber gut, so lange er nicht auf mir drauf liegt.....

Dienstag, 28. November 2006

Ein bißchen seltsam ist er ja, der Test....

eher so, als sollte man getestet werden ob man behindert ist:

http://www.viquet.com/live/sites/viquet/pages/die_tests/personality.html

Praxisbezug und klare Strukturen.

Langes Herumreden ist nicht Ihre Sache. Sie packen an, sind praktisch veranlagt, arbeiten konzentriert und ernsthaft. Ungenauigkeit macht Sie nervös. Sie lieben Klarheit und Struktur. Was Sie machen ist logisch und nachvollziehbar. Am Herumphantasieren verlieren Sie schnell den Spaß. Sie wollen umsetzen, was Sie planen und sind dabei realistisch und gründlich.

...

Die für andere Menschen gewiß unglaublichen Schwierigkeiten, die ich beim Reden habe, haben darin ihren Grund, daß mein Denken oder besser mein Bewußtseinsinhalt ganz nebelhaft ist, daß ich darin soweit es nur auf mich ankommt, ungestört und manchmal selbstzufrieden ruhe, daß aber ein menschliches Gespräch Zuspitzung, Festigung und dauernden Zusammenhang braucht, Dinge, die es in mir nicht gibt. In Nebelwolken wird niemand mit mir liegen wollen und selbst wenn er das wollte, so kann ich den Nebel nicht aus der Stirn hervortreiben, zwischen zwei Menschen zergeht er und ist nichts.
(aus Kafkas Tasgebüchern)

Montag, 27. November 2006

Was ist los?

Erhöhte Sonnenfleckenaktivität? Ein Leonidensturm über dem Mare Crisium? Ein sich näherndes Schwarzes Loch? Den ganzen Tag hindurch bis zum frühen Nachmittag lag das Firmennetzwerk lahm, abends war es dann Twoday, wo nichts mehr ging, und meine Surround-Anlage spielt auch verrückt, quäkt und stolpert wie ein altes Radio. Dazu kommt, dass sie bei musicload jetzt schon so verzweifelt sind, dass sie mich auffordern meinen Player neu zu installieren. Bin ich lebensmüde, dass ich irgendwas neu installiere was funktioniert und außerdem von Microsoft ist? Und dann auch noch JETZT? Nachher wollen sie vielleicht noch, dass ich Windows neu installiere?!
Jede andere Datei spielt der Player problemlos ab. Ich selbst vermute ja, dass es was mit der automatischen Lizenzinstallation zu tun hat und die vielleicht nicht mit zwei Partitionen klar kommt. Also habe ich vorsichtig nachgefragt, erhielt aber keine Antwort, bzw. halt diese. Ja, klar, es kann ja nur meine Software sein, die schuld ist, aber keinesfalls irgendwas an der Dateiinstallation. Das darf einfach nicht sein!
Erinnert mich doch alles sehr an die Probleme, die ich bei der Installation eines Stadtplans auf meinem Palm hatte. Das Ding zeigte immer eine Fehlermeldung. Als ich mich an den Service wandte, schickte man mir zwei schon abgespeicherte Lösungsvorschläge und als diese nichts halfen, schrieb man nur lapidar, ich müßte dann halt alle Programme auf dem Palm neu installieren. Natürlich hatte ich keine Lust und erst recht keine Zeit, um den ganzen Palm neu zu installieren (genausowenig, wie der "Service" Lust hatte, sich mit meinem Problem zu beschäftigen, nur dass die außerdem dafür bezahlt werden), und vermutete sowieso, dass der Fehler nur durch eine winzige Kleinigkeit hervorgerufen wird. Also versuchte ich selbst dahinterzukommen, fragte mit meinen Ideen vorher beim Service nach, aber erhielt unverschämterweise einfach keine Antwort mehr. Doch es stellte sich heraus, dass ich mit einer meiner Ideen richtig lag. Der ganze Fehler war der, dass eine Datei nur auf der Speicherkarte installiert werden durfte, aber nicht auf dem internen Speicher. Das war alles! Und es stand nirgendwo in der ominösen ausführlichen Installationsanleitung (ich habe sie mir extra hinterher noch dreimal durchgelesen). Nun stelle sich mal einer vor, ich hätte auf deren Rat gehört und das ganze Teil neu aufgesetzt, installiert und konfiguriert, doch der Stadtplan hätte noch immer nicht funktioniert. Genau das wäre eingetreten, ich wäre wahnsinnig geworden und hätte auch weiterhin keine Antwort von dem, was sich "Service" nennt, bekommen.
Toller Job! Ich möchte auch den ganzen Tag sagen: "Installieren Sie neu!" und mir dann einen Bunten machen. Das würde ich gerade noch so hinbekommen.

Sonntag, 26. November 2006

Das war ein gutes Wochenende

insbesondere der Samstag (ok, bis auf die gescheiterte Fernsehnacht). Das erste Mal seit langem hatte ich das Gefühl, Zeit zu haben, obwohl ich auch diesmal vieles zu erledigen hatte und natürlich wie immer weniger geschafft habe, als geplant. Trotzdem war gerade der Samstag ein Tag, an dem die Zeit eher stehengeblieben ist als gerannt. Vielleicht lag das ja an der entspannenden Wirkung des Bastelns. Auch beim Hören klassischer Musik und entsprechender Radiosender ist mir dieses paradoxe Phänomen aufgefallen - sobald ich nämlich diese höre, scheint die Zeit viel langsamer zu vergehen, als wenn ich die anderen "lauten" Sender höre, die ich nicht mehr ertragen kann, oder gar der Fernseher läuft. Während mir früher Musik nicht schnell genug sein konnte (am besten Technobeats), höre ich jetzt, zumindest nebenbei, am liebsten klassische Musik. Das ist genau so eine 180 Grad-Wendung wie die Veränderung der Lieblingsfarbe von Blau auf Rot. Irgendwas muss mit mir passiert sein. Man hat mich ausgetauscht, ein neues Gehirn transplantiert, mich umprogrammiert.
Was ich außerdem sehr an den Kultursendern schätze, ist nicht nur ihre meist angenehmere Musik, sondern auch die interessanten Beiträge, die man dort hören kann, wie zum Beispiel über das tragische Schicksal Antonin Dvoraks, der in Hinblick auf seine Kinder vom Unglück verfolgt war.
Es gibt Leute, die behaupten, dass man ein schweres Schicksal haben müsse, um ein guter Künstler zu sein und große Werke hervorzubringen. Ich teile diese Ansicht eigentlich nicht. Ich glaube, dass man auch mit einem relativ glücklichem Leben (irgendein Päckchen hat ja JEDER zu tragen), ein Künstler sein und große Kunst machen kann. Es ist nur so, dass zum einen wohl insbesondere solche Menschen das sehr starke Bedürfnis nach einem Ventil, einer Form des Ausdrucks haben, die viel Schweres erlebt haben, und das andererseits zwar auch völlig unbekannte und künstlerisch unambitionierte Menschen schwere Schicksale haben, dies aber nicht in der breiten Öffentlichkeit in allen Einzelheiten zur Debatte steht. Dadurch kommt es, dass man scheinbar gerade unter Künstlern überdurchschnittlich viele unglückliche Existenzen findet. Sollte es aber tatsächlich so sein, dass man vom Unglück gejagt sein muss, um ein guter Künstler zu sein, dann verzichtete ich dankend auf diese Möglichkeit und machte es mir in meinem bürgerlichen Durchschnittslehnstuhl bequem. Nur leider wird man sich auch dort nicht vor dem Schicksal verstecken können, wenn es einem an den Kragen will....

...

Wenn ich mit dem Kaiser sprechen könnte, so würde ich ihm die Bitte vortragen, er möge eine besondere Verordnung erlassen: Am Weihnachtsfest sollten die Leute Korn und anderes Vogelfutter vor die Häuser und Burgen auslegen, damit die Vögel, besonders unsere Schwestern Lerchen, am Festtag gut zu essen hätten.
(Franz von Assisi)

Anmerkung: Die Schwestern Elstern und die Schwestern Meisen sind ebenfalls ganz wild auf ausgelegtes Vogelfutter - nicht nur zu Weihnachten.....

Samstag, 25. November 2006

Könnte mal einfach irgendetwas funktionieren?

Kein Wunder, wenn ich schließlich noch an abstruse Verschwörungstheorien zu glauben beginne, denn normal ist das nicht mehr. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass es früher so gewesen wäre. Erst seit einigen Jahren scheint alles schief zu gehen, insbesondere was jede Form von Geschäften mit Handwerkern und Internetanbietern betrifft. Da lade ich mir das allererste Mal eine Musikdatei herunter und statt sie zu hören, führe ich seit Tagen Schriftverkehr mit dem Service. Da ich heute eine relativ entspannten Samstag hatte, dachte ich mir, ich schau mal wieder einen Fim, und da nichts läuft was ich nicht schon kenne, habe ich mir bei Kino Select einen bestellt. Schade nur, dass der selbst 30 Min. nach Beginn noch nicht freigeschaltet war. Von der Renovierung und was dabei alles schief gelaufen hat, sowie der Couchtischstory rede ich schon gar nicht. Es ist zum Haare raufen. Könnte nicht EINFACH mal irgendwas funktionieren? Das ganze Leben könnte so EINFACH sein. EINFACH für mich UND für die armen Leute, denen ich jetzt langsam bei den kleinsten Dingen an den Hals gehen könnte, obwohl die ja nichts dafür können, dass mich schon andere vor ihnen bis zum Ende meines Geduldfadens "bearbeitet" haben....

...

Über die Urticaria factitia (Dermographismus oedematosus) entnehmen wir einer Arbeit Lapinskys folgende geschichtliche Daten: 'Nach FALK waren solche Zustände der Haut bereits im Mittelalter, im Zeitalter der religiösen Verfolgungen und der Inquisition, sehr wohl bekannt. In jener Zeit mußte derjenige, bei dem dieses Phänomen beobachtet wurde, seinen Kopf auf dem Schaffot lassen oder bei lebendigem Leibe verbrannt werden, da dadurch die nahe Bekanntschaft des Trägers dieser Erscheinung mit dem Teufel als bewiesen galt. '

Na schönen Dank auch. Da kann ich ja froh sein, dass ich nicht im Mittelalter lebe, denn mit meinen grünen Augen, den kreuzförmig angeordneten "Teufelsmalen" und nun auch noch mit dieser Überempfindlichkeitsreaktion wäre ich wohl nicht sehr alt geworden. :-/

Und noch ein Link zum Urtikaria-Network: http://www.urtikaria.net/aktuelles.html

Tataaa! Mein erster selbstgebastelter Adventskranz!

Hier ist er:



Eigentlich wollte ich ihn erst nächste Woche machen, aber da ich den Teppichboden bekomme und die Weiterbildung habe, bin ich dann sicherlich anderweitig beschäftigt. Also wurde der heutige Vormittag zum Bastelvormittag. Und ich sage ganz bewußt "Basteln" und nicht "Werkeln" oder ähnliches, da ich glücklicherweise keine frühkindlichen Basteltraumata und somit auch nichts gegen dieses Wort habe.

Ich finde ja, für meinen ersten Versuch ist er recht gut gelungen. Natürlich ist er auch etwas krückig, das war zu erwarten, und vor allem aber riesig. Jetzt passt fast nix anderes mehr auf den Couchtisch. Aber das Bedürfnis, ihn still und heimlich zu entsorgen habe ich nicht, obwohl ich mir vorgenommen habe, im nächsten Jahr vielleicht doch lieber einen Kompromiss einzugehen: mir einen fertig gebundenen zu kaufen und ihn selbst zu dekorieren.

Freitag, 24. November 2006

Herbstabend mit Sushi-Lektüre

und den wichtigsten Vokabeln zum Sushiessen:

G Yoko - Das Spezialangebot, also Tagesgericht, des Meisters

Arigato - Danke, sehr freundlich

Arigato Gozaimashita - Dank am Ende der Mahlzeit oder beim Hinausgehen

Kanapi - Prost

Konbonwa - Guten Abend

Oyasumi nasai - Gute Nacht

O Kudasai - Bitte geben Sie mir....Nennen Sie erst den Namen des ausgesuchten Sushi und fügen Sie dann diese Bezeichnung an.

Oma ka se - bedeutet, Sie überlassen dem Meister die Auswahl. Was dann passiert, haben wir bereits beschrieben.
(Der Sushimeister fühlt sich gebauchpinselt und bauchpinselt zurück, indem er behauptet, man sei ein Sushikenner, selbst wenn man noch nie im Leben Sushi gegessen hat. Und wenn man Glück hat, bekommt man ein paar Stück gratis dazu.)

Tolle neue Download-Welt

Jetzt habe ich mir vorgestern das allererste Mal eine Musikdatei bei Musicload heruntergeladen, denn da ich zuviel einer bestimmten Sorte Haselnussschnitten gegessen habe, hatte ich zwei Gutscheine für insgesamt 1,29 € übrig. Super, dachte ich, reicht genau für den "North by Northwest"-Soundtrack, der in diesem Portal allerdings nur 3 min und 21 sek lang ist. Aber egal, lädst dir trotzdem mal runter. Und was passiert? Nichts! Es lässt sich nichts abspielen. Also ich mich an die Hotline gewendet und auf deren Rat hin die Datei gelöscht und nochmals heruntergeladen. Beim Löschen ist mir jedoch gleich der ganze Computer abgeschmiert. Und es passiert immer noch nichts. Jetzt habe ich denen einen ganzen Psalm geschrieben mit allen Angaben, die sie haben wollten, und warte, was passiert. Wenn das die schöne neue Musik-gleich-aus-dem-Internet-Welt ist, dann bleibe ich doch lieber bei CDs und mitgeschnittenen MP3s.