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Donnerstag, 21. Dezember 2006

Boah, wie krank sind die Menschen eigentlich?

Im Moment kommt man noch nicht mal mehr bei Grün über die Straße. Wenn man sich nicht todesmutig vor die Wagen wirft, so dass sie GEZWUNGEN sind anzuhalten, fahren sie einfach weiter. Und das bei Ampelphasen, wo man selbst als junger Mensch schon sprinten muss, aber bei denen es für alte Menschen fast unmöglich ist, eine Kreuzung zu überqueren. Hauptsache die Autofahrer müssen nicht eine Sekunde zu lang warten, obwohl sie ja eh viel schneller sind. Wie schnell wollen die eigentlich noch werden? Klar, sie sind im Weihnachtsstress und müssen noch jede Menge Erledigungen machen. Das muss ich auch, und zudem noch ohne Wagen. Aber dann zu Weihnachten einen auf Nächstenliebe machen! WIE WÄRE ES, WENN SIE MAL DREI TAGE FRÜHER DAMIT ANFANGEN WÜRDEN???

Geht doch!

Heute Mittagsrunde, nur "Weiber", und wie von Zauberhand geht es - nichts ist mehr anstrengend, sondern entspannte Gespräche bei gemütlicher Atmosphäre. Allerdings gebe ich nicht, bzw. nur teilweise die Schuld den Männern, dass Mittags- und Geburtstagsrunden sonst so anödend und anstrengend sind. Inzwischen ist mir durch vielfache Beobachtungsgelegenheiten klar geworden, dass es Frauen gibt, die, sobald ein Mann in der Nähe ist, sich plötzlich wie es scheint in einen anderen Menschen verwandeln, oder um genauer zu sein - durchdrehen. Man kann das in unterschiedlich starken Ausprägungen erkennen, manchmal ist die Änderung im Verhalten nur minimal, aber manchmal glaubt man auch, eine völlig andere Person vor sich zu haben. Besonders stark ist mir das bei einer Kollegin aufgefallen, die eigentlich nicht zu unserer Gruppe gehört, sich aber immer den Mittagsrunden anschließt. Ich kenne sie schon viele Jahre, da ich bereits in meiner Anfangszeit mit ihr zusammengearbeitet habe. An ihr vollzieht sich die Veränderung so extrem, dass man sich besorgt fragt, was mit ihr passiert ist, ob sie vielleicht jemand ausgewechselt hat oder sie auf Drogen ist. Diese ganze Verhaltensänderung beginnt damit, dass man für diese Frauen urplötzlich, egal wie nett sie sonst zu dir sind und wie gern sie sich mit dir unterhalten, Luft ist. Man wird sozusagen ausgeblendet und nur noch der Mann wahrgenommen. Die einzige Möglichkeit nunmehr registriert zu werden und Aufmerksamkeit zu erhalten besteht darin, der von männlichen Hormonen verwirrten Person geschickt rhetorische Bälle zuzuwerfen, auf die sie mit Schlagfertigkeit glänzen kann. Denn das Sprücheklopfen ist ein weiteres Symptom dieser Verwirrung, je versauter und zweideutiger umso besser, und eines, auf welches die Männer auch gerne einsteigen. Allerdings habe ich immer den Eindruck, dass die dabei nur halb so verwirrt sind. Vielleicht liegt das daran, dass es bereits mehr in ihrer Natur liegt und deshalb nicht als so eine rasante Persönlichkeitsveränderung erscheint. Wortbildtechnisch würde ich fast sagen, die Frauen springen die Männer mit Scheuklappen an und irgendwas scheint sich dabei in ihrem Gehirn zu vollziehen, das zu grotesken Entgleisungen führt. Diese Kollegin z.B. ist, wenn ich mit ihr alleine bin oder nur andere Kolliginnen dabei sind, sehr intelligent, freundlich, reflektiert und sympathisch. Doch sobald die Männer dabei sind, wird sie zur "Rampensau" im wahrsten Sinne des Wortes.
Nun ist es nicht so, dass ich nie mit Männern flirte, mal ein paar dumme Sprüche klopfe, über versaute Witze lache oder pikante Zweideutigkeiten von mir gebe. Aber ehrlich - auf Dauer, d.h. über Stunden hinweg, finde ich sowas ziemlich ermüdend und langweilig, sowohl als Beteiligte, als auch als Zuschauer. Ich mag sowas mehr als sparsam eingesetzte Würze, aber nicht als Drei-Stunden-Orgie bis zum Erbrechen. Und wenn ich manche der Frauen so beobachte, dann tut es mir fast leid, denn ich kann nicht anders, als mich zu fragen, wie sehr müssen sie wohl darunter leiden, keinen Mann zu haben (wozu auch Ehemänner zählen, die keine sind).

Dienstag, 19. Dezember 2006

Auszug 2 Geheimlehre I - Stichwort: Monaden

Metaphysisch gesprochen ist es natürlich eine Sinnwidrigkeit, von „Entwicklung“ einer Monade zu sprechen, oder zu sagen, dass sie zum „Menschen“ wird. Aber jeder Versuch, metaphysische Genauigkeit der Rede einzuhalten, beim Gebrauch einer solchen Sprache, wie der unseren, würde mindestens drei weitere Bände dieses Werkes notwendig machen, und würde einen Aufwand von Wortwiederholungen nach sich ziehen, der bis zum äußersten ermüdend wäre.

Es ist einleuchtend, daß eine Monade weder vorwärtsschreiten noch sich entwickeln, oder auch nur durch die Wechsel der Zustände, durch die sie hindurchgeht, affiziert werden kann. Sie ist nicht von dieser Welt oder Ebene, und kann nur einem unzerstörbaren Stern göttlichen Lichts und Feuers verglichen werden, der auf unsere Erde herabgeworfen ist, als eine Rettungsplanke für die Persönlichkeiten, in denen er wohnt. Es ist Sache der letzteren, sich an dieselbe zu klammern, und, also teilnehmend an seiner göttlichen Natur, Unsterblichkeit zu erlangen. Sich selbst überlassen, wird sich die Monade an niemanden klammern, sondern, wie die Planke, zu einer anderen Inkarnation fortgetrieben werden von dem rastlosen Strome der Evolution.
Nun wird die Evolution der äußeren Form, oder des Körpers, um die astrale herum, durch die irdischen Kräfte bewirkt, ebenso wie es in den niederen Reichen der Fall ist; aber die Evolution des inneren, oder wirklichen, Menschen ist rein geistig. Es ist jetzt nicht mehr ein Durchgehen der unpersönlichen Monade durch viele und verschiedene Formen der Materie – begabt im besten Falle mit Instinkt und Bewußtsein auf einer ganz anderen Ebene – wie im Falle der äußeren Evolution, sondern eine Reise der „Pilgerseele“ durch verschiedene Zustände nicht bloß der Materie, sondern des Selbstbewußtseins und der Selbstwahrnehmung, oder der Wahrnehmung aus bewußter Auffassung. Die Monade taucht aus ihrem Zustande geistiger und intellektueller Unbewusstheit empor; und, die beiden ersten Ebenen – die zu nahe dem Absoluten sind, als daß sie irgend welche Wechselbeziehung mit etwas auf einer niedrigeren Ebene zuließen – überspringend, begiebt sie sich direkt auf die Ebene der Gedankenthätigkeit. Aber es giebt keine Ebene im ganzen Universum mit einem breiteren Rand – und weiteren Thätigkeitsgebiet, mit solchen fast endlosen Abstufungen der perzeptiven und apperzeptiven Eigenschaften, als diese Ebene, die ihrerseits wieder eine angemessene kleinere Ebene für jede „Form“ hat, von der mineralischen Monade aufwärts bis zu der Zeit, wenn diese Monade durch Entwicklung zur göttlichen Monade erblüht.

(aus "Die Geheimlehre I" von Blavatsky)

Spiegel sind trügerisch.

Sie geben ein nur oberflächliches Bild unserer Selbst, das zudem noch spiegelverkehrt ist, sich aber in unser Körpergedächtnis unwiderruflich als Realität einprägt.
Dabei haben Spiegel durchaus auch einen subtilen Einfluss auf unser Befinden. Sehen wir uns frisch und gesund, fühlen wir uns gleich besser, auch wenn dem nicht so ist, aber sehen wir uns fleckig und matt, sinkt sofort das Befindlichkeitsbarometer. So sehr lassen wir uns von den Spiegeln beeinflussen, obwohl es viele unter ihnen gibt, die uns betrügen und belügen. Das beste Beispiel sehe ich täglich im Job. Während ich mich in der Spiegelwand unseres Fahrstuhls sehr gerne betrachte, weil ich da stets und zu jeder Uhrzeit, ob kurz nach Sonnenaufgang und abgehetzt, weil ich verschlafen habe, oder aber weit nach Sonnenuntergang und diversen Überstunden, äußerst reizend aussehe, stelle ich bei jedem Blick in den Spiegel unserer Sanitäranlagen fest, dass ich todkrank bin und nur noch 2
Wochen zu leben habe. Welchem Spiegel darf ich trauen

Montag, 18. Dezember 2006

Unser neuer Müll-Tempel

steht sehr idyllisch unter alten Bäumen auf einer mit wilder Wiese bewachsenen Anhöhe inmitten unseres Hofes. Ein breit gepflasterte Prozessionsstraße führt genau vor seine Tore, so dass ihn niemand mehr verfehlen kann, der unseren Hof betritt. Seine starken, hohen und stolzen Mauern wehren alle neugierigen Blicke ab, er hat ein offenes Dach, wahrscheinlich astronomisch ausgerichtet, um die Sterne beobachten zu können. Leider reicht das aber kaum, um etwas Licht hineinzubringen, weshalb viele, sich selbstentzündene Tempelflammen an den Wänden aufgereiht sind. Natürlich ist dies nur dadurch möglich, dass wir Nutznießer dieses heiligen Tempels einen entsprechend höheren Zehnten bei der Betriebskostenabrechnung entrichten. Die halbe Mauerhöhe wäre zweifellos für einen heiligen Ort nicht angemessen gewesen. Künftig werden die Tempeldiener einmal die Woche die Prozessionsstraße hinaufpilgern, um die im Tempel hinterlassenen Dankesopfer in großen Wagen abzuholen....

PS: Ich habe es aufgegeben darüber nachzudenken, was oder ob die Leute bei meiner Wohngenossenschaft überhaupt denken, wenn sie uns ungefragt ihre immer wieder überraschenden bautechnischen Einfälle überhelfen.

Sonntag, 17. Dezember 2006

Das siebzehnte Traumtürchen

Sogar noch im Traum Papiere gesammelt, sortiert und abgelegt in Fächern mit verschiedenen Aufschriften. Zwischendrin in einem großen Saal in einer Schule gesessen, meine alte Schulfreundin A. ist dabei und sagt, dass ich viel besser schreiben kann als sie und es hat den Anschein, dass sie es deshalb aufgeben will (obwohl sie in real noch nie geschrieben hat). Glücklicherweise tut sie es nicht und ich bin sehr froh darüber, obwohl ich die Gründe dafür nicht mehr nachvollziehen kann. Der Schulsaal wandelt sich zu einem Raum, in welchem eine sehr große Arbeitsgruppe um einen Tisch herumsitzt und tafelt. Es werden dabei erstaunlich viele Zettel geschrieben und herumgereicht, ohne dass jedoch wieder ein Zettelmonster lauert. Im Gegenteil, die Stimmung ist sehr entspannt und gut, was mich in Erstaunen setzt, da die Leiterin meine alte Chefin, Fr. H., ist und ich sowas aus ihrer Gruppe nicht gewohnt. Dann stelle ich fest, dass S.O. und E.N. in der Gruppe fehlen, was mich zu der Annahme führt, dass es die beiden waren, die immer Ärger in die Gruppe brachten.
Als nächstes laufe ich in Trainingshose mit einem Fußball auf der Straße herum (ach was?) und suche eine Toilette. Dabei gerate ich (vielleicht durch einen Zeitsprung) in eine turnende Frauengruppe, die einem anderen Jahrhundert entsprungen scheint, denn ich sehe sie alle in s/w und sie tragen seltsame Hauben, die mich an heutige Duschhauben erinnern. Nachdem ich an ihnen vorbei bin, laufe ich unter eine Brücke, an deren Seiten sich verschiedene Türen befinden, unter anderem auch Türen zu Toiletten. Doch so viel ich auch suche, ich finde nur welche für Herren, aber keine Damentoilette. Dann fällt mir ein, dass ich mich ja in einem anderen Jahrhundert befinde, und Frauen damals noch nicht viele Rechte hatten. Anscheinend auch kein Recht auf Damentoiletten. Während ich von einer Tür zur nächsten gehe, beobachtet mich ein Mann im braunen Trainingsanzug, den ich auch für jemanden aus dem anderen Jahrhundert halte, weshalb ich davon ausgehe, dass er die Meinung vertritt, Frauen seien schwach und sollten keinen Sport machen. Es überrascht mich deshalb um so mehr, als er sagt, dass er eine Frauengruppe zum Marathonlaufen trainiert und noch Frauen sucht, die mitmachen. Aus irgendeinem, mir unbegreiflichen Grund, ist er anscheinend der Auffassung, dass ich gut geeignet wäre. Neben ihm sehe ich nun zwei bis drei Frauen in s/w und mit großen "Duschhauben" auf dem Kopf, die auf der Stelle laufen und anscheinend schon für den Marathon üben. Ich frage mich im Traum, ob Frauen in jenem früheren Jahrhundert tatsächlich bereits Marathons gelaufen sind.

Ich habe gerade gegoogelt:

Als erste Frau lief Melpomene anlässlich der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen die ca. 40 km lange Strecke von Marathon nach Athen. Nachdem ihr die offizielle Teilnahme am Marathonlauf verweigert worden war, bewältigte Melpomene die Distanz alleine und noch vor Beginn der Wettkämpfe. So weiß es zumindest die Legende. Und wenn es auch nicht wahr ist, so ist es doch schön genug, um unseren Verein mit diesem antiken Namen zu schmücken.
Die erste bekannte deutsche Marathonläuferin ist Anni Pede, geb. 1940. Da um 1970 herum der Marathonlauf für Frauen noch verboten war, ließ ihr Trainer sie bei einem Marathonlauf heimlich mitlaufen. Wer weiß, wieviele Frauen schon viel früher heimlich an Marathonläufen teilgenommen haben.....

Aber ich? Neeee.......nicht mit mir. Ich werde keinen Marathon laufen, niemals!

Der Kampf

gegen das Zettelmonster geht weiter und ist noch lange nicht gewonnen. Immerhin wurde einiges Terrain zurückerobert. Ich hoffe bloß, dass ich nicht wirklich einmal inmitten der ganzen Steuerbescheinigungen, Quittungen, Mieterhöhungen, Betriebskostenabrechnungen, Kontoauszüge, Versicherungsangebote, Stromrechnungen, Betriebsanleitungen, Garantiescheine und Super-Sonderangebote eines schönen Tages auf Nimmerwiedersehen verschwinde. Es ist böse, unsagbar böse.....und lebt!

Samstag, 16. Dezember 2006

Noch ein Persönlichkeitstest

Dein Typ: Verträumter Idealist (VI)

Der verträumte Idealist ist sehr zurückhaltend und wirkt daher auf andere häufig schüchtern und reserviert. Sein reiches Innenleben und seine leidenschaftlichen Überzeugungen teilt er nur mit einigen wenigen Menschen. Wer ihn aber als kühl und reserviert einschätzt, irrt sich gewaltig. Er hat ein ausgeprägtes inneres Wertesystem und klare, ehrenhafte Prinzipien, für die er hohe Opfer zu bringen bereit ist. Johanna von Orleans oder Sir Galahad wären gute Vertreter dieses Persönlichkeitstypus‘ gewesen. Er ist beständig bestrebt, die Welt zu verbessern, dazu gehört auch, dass er sehr fürsorglich anderen gegenüber sein kann und viel dafür tut, diese zu unterstützen und sich für sie einzusetzen. Seinen Mitmenschen begegnet er interessiert, aufmerksam und großzügig. Ist er erst einmal für eine Sache oder eine Person entflammt, kann er zum unermüdlichen Kämpfer werden.

Lebenspraktische Dinge dagegen gehören für den verträumten Idealisten nicht zum wirklich Wichtigen. Mit den profanen Anforderungen des Alltags beschäftigt er sich nur, wenn es unumgänglich wird. Tendenziell lebt er nach der Devise „das Genie beherrscht das Chaos“ - was in der Regel auch zutrifft, so dass er häufig sehr erfolgreiche akademische Karrieren absolviert. Details interessieren ihn weniger, er richtet seinen Blick lieber aufs große Ganze. Das sorgt dafür, dass er meist einen guten Überblick behält, auch wenn die Dinge hektisch werden, kann aber auch gelegentlich dazu führen, dass er Wichtiges übersieht. Da er sehr harmoniebedürftig ist, neigt er dazu, Unzufriedenheit oder Ärger nicht offen zu zeigen, sondern in sich hineinzufressen. Durchsetzungsfähigkeit ist nicht seine Stärke; dazu hasst er Konflikte und Konkurrenz viel zu sehr. Lieber motiviert er andere durch seine liebenswürdige und enthusiastische Art - wer ihn als Vorgesetzten hat, wird sich über zu wenig Lob nie beklagen müssen.

Wie auch im Beruf ist der verträumte Idealist als Freund und Partner hilfsbereit, loyal und integer. Verpflichtungen sind für ihn geradezu heilig. Die Gefühle anderer sind ihm wichtig und er liebt es, andere glücklich zu machen. Wenige enge Freunde sind ihm genug; sein Bedürfnis nach Sozialkontakten ist nicht sehr ausgeprägt, da er auch viel Zeit für sich allein benötigt. Oberflächlicher Smalltalk ist nicht seine Sache, wenn man mit ihm befreundet sein oder eine Beziehung haben will, muss man seine Gedankenwelt teilen und bereit sein, sich wirklich auf tiefgründige Gespräche einzulassen. Schafft man das, wird man durch eine außergewöhnlich intensive und reiche Partnerschaft belohnt. Aufgrund seiner hohen Ansprüche an sich und andere neigt dieser Persönlichkeitstyp allerdings gelegentlich dazu, die Beziehung mit romantischen und idealistischen Vorstellungen dermaßen zu überfrachten, dass der Partner sich überfordert oder minderwertig fühlt. Der verträumte Idealist verliebt sich nicht Hals über Kopf, aber wenn, dann wünscht er sich die große Liebe für die Ewigkeit.


http://www.egoload.de/typ/VI.html

Passt sehr gut, wie ich finde, wobei es teilweise für mich schwierig ist, mich zwischen zwei Optionen zu entscheiden, wenn unter beiden zutreffende Aussagen sind. Da mag ich die Tests lieber, wo ich nur jede Aussage einzeln bewerten muss und automatisch berechnet wird, was eher zutrifft.

Freitag, 15. Dezember 2006

Das fünfzehnte Traumtürchen

Etwas ungeheuerlich Böses und Mysteriöses lauert in der Wohnung, um nachts alles herumliegende Papier für seine Zwecke zu benutzen. Dazu schreibt es Zettel mit grauenvollen Dingen und klebt oder pinnt diese an Schränke, Türen, Tische. usw. Wenn man einen an sich gerichteten Zettel findet, weiß man, dass einen das Böse bald holen wird, d.h. man verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Aus irgendeinem Grund weiß ich, dass es das Böse auf einen Mann abgesehen hat, der bei mir in der Wohnung lebt. Da ich nicht will, dass er verschwindet, nehme ich mir ganz fest vor, sämtliche Zettel und Papier aus meiner Wohnung einzusammeln und zu entfernen, weil ich glaube, dass ihm so das "Zettelmonster" nichts mehr anhaben kann.

Hypnagog die deutlichen Worte aus dem Hintergrund: "Psychoanalyse ist nach Astrid Hölderlin Vertrauensbruch."

Wer zum Teufel ist Astrid Hölderlin?

Ich glaube, meine Chefin springt bald im Dreieck...

Jetzt war ich gerade erst eine Woche auf einer Schulung und habe schon wieder die Einladung zur nächsten Schulung bekommen, auch eine ganze Woche Anfang Januar. Anscheinend wollen die mich zu einer Super-Expertin schulen. Die zwei Wochen davor wollte ich außerdem Urlaub nehmen. Ich trau mich schon kaum noch zu ihr runter. *bibber*
Immerhin kann ich dann wieder meine Tierpark-Jahreskarte in Einsatz bringen, so dass sich der Kauf wirklich gelohnt hat. Aber ganz ehrlich, ich mache drei Kreuze, wenn dieses ganze Dezembergehetze endlich vorbei ist. Kein Wunder, dass Weihnachten in vielen Familien dicke Luft herrscht (zumindest bei uns war es immer so), wenn man erst mit tausend Terminen, Fristen und Abschlüssen verrückt gemacht wird und dann plötzlich auf Frieden und Freude machen soll, wenn man eigentlich nur noch genervt ist, sogar obwohl man alle Geschenke schon hat. Könnte das mal bitte jemand abstellen?

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Auszug 1 Geheimlehre I

Hegel, der grosse, deutsche Denker, muß diese Wahrheit gewusst oder intuitiv gefühlt haben, als er sagte, daß das Unbewusste das Weltall bloß evolviert habe „in der Hoffnung, klares Selbstbewußtsein zu erlangen“, mit anderen Worten, um Mensch zu werden; denn das ist auch die geheime Bedeutung der oft wiederkehrenden purânischen Phrase, daß Brahmâ beständig „von dem Verlangen bewegt sei, zu schaffen“. Dies erklärt auch die verborgene kabbalistische Bedeutung des Ausspruches:
„Der Atem wird ein Stein; der Stein eine Pflanze; die Pflanze ein Tier; das Tier ein Mensch; der Mensch ein Geist; und der Geist ein Gott.“
Die aus der Seele geborenen Söhne, die Rishis, die Bauleute, u.s.w., waren alle Menschen –
einerlei von welchen Formen und Gestalten – in anderen Welten und in vorangegangenen Manvantaras....
.....denn jedes Atom im Weltall hat die Möglichkeit des Selbstbewußtseins in sich, und ist, gleich den Monaden des Leibniz, ein Weltall in sich selbst, und für sich selbst.

(aus "Die Geheimlehre I" von Blavatsky)

...

Nachdem sie auf den Diensttoiletten erst die Hygienetütchen, danach die Abfallbehälter und die Seife eingespart haben, gibt es jetzt dort nicht mal mehr Toilettenpapier (und die Klobürsten-Stummel sind sowieso kaum noch zu gebrauchen). Wie wäre es, wenn sie beim Herrn Finanzsenator auch mal das Toilettenpapier sparen würden? Er könnte sich ja dann mit seinen Sparvorlagen den A.... abwischen.

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Ich frage mich gerade,

ob Laura Branighans "Self Control" wohl sowas wie die geheime Hymne der Baumarkt-Junkies ist, in etwa so wie "Er gehört zu mir" für die Homos usw., denn es mag seltsam klingen, aber egal wo und wann ich in einen Baumarkt gehe, es dudelt GARANTIERT "Self Control" im Hintergrund. Es soll ja Leute geben, die beim Anblick von Stichsägen und Schlagbohrern ihre Selbstkontrolle verlieren - so wie ich, wenn ich noch einen Tag länger mit synthetischem Pfefferkuchengeruch beduftet werde. Sogar im Baumarkt roch es danach. Vor lauter Pfefferkuchenduft bin ich so satt, dass ich gar keinen Appetit auf Pfefferkuchen habe. Da fand ich den Duft VOR dem Baumarkt sehr viel reizvoller, denn gleich daneben befindet sich ein Backkombinat (das heute sicher nicht mehr Kombinat heißt), und wenn man dort vorbeikommt riecht es so herrlich nach ofenwarmen Milchbrötchen oder Rosinenbrot, dass man am liebsten die Fabrik stürmen möchte. Deshalb musste ich unbedingt noch in den Werkverkauf, um mir Quarkbrötchen zu kaufen, die sich dann aber als auch nicht sehr viel frischer als bei anderen Bäckern herausstellten. Vielleicht hätte ich doch die Fabrik stürmen sollen...

Dienstag, 12. Dezember 2006

Mann - Frau (ohne Worte)

Heute im Supermarkt. Ein Mann und eine Frau stehen vor dem Thermobettwäsche-Angebot. Sie kramt und kramt und kramt, findet nichts, was gefällt, hält ihm ab und zu ein Paket entgegen. Er, mit der Zeit ungeduldiger werdend, wiederholt in regelmäßigen Abständen: "ES IST MIR SCHEISSEGAL WIE DIE BETTWÄSCHE AUSSIEHT, HAUPTSACHE SIE HÄLT WARM!"

Das zwölfte Traumtürchen

Im Zimmer mit einem leicht korpulenten, rothaarigen Mann mit seltsam eckigen Lippen und weißer Haut. Anfangs ist er sehr zurückhaltend, ich erfahre oder weiß, dass er beruflich irgendwas IT-mäßiges macht. Dann redet er plötzlich so, als wären wir miteinander liiert. Ich überlege erstaunt, ob ich etwas gesagt habe, was ihm Anlaß gab zu denken, dass ich ab jetzt mit ihm zusammen bin. Während ich noch überlege, rückt er mir schon auf die Pelle und erzählt begeistert, dass er noch nie eine Freundin hatte und es so toll findet, endlich auch eine Frau zu haben. Darüber wundere ich mich ein bißchen, da ich ihn um die 40 schätze. In seiner fast kindlichen Freude wirkt er bedauernswert auf mich, weshalb es mir irgendwie widerstrebt, seinen Irrtum aufzuklären. Als er sich aber beginnt auszuziehen, sage ich schließlich trotzdem was. An den weiteren Verlauf des Traumes erinnere ich mich nicht.

...

Die Kollegin, die jetzt in das Zimmer neben mir gezogen ist, hat sich, wie ich gestern sehen konnte, eine buntfarbige Lichterkette um Computer und Tastatur gewickelt, was ihrem Schreibtisch das Flair eines Flipperautomaten gibt, und verwendet außerdem so ein Pfefferkuchen-Duftöl, das sogar heute, wo sie gar nicht da ist, durch die Tür bis hinaus auf den Flur stinkt, wenn man daran vorbei geht.

Montag, 11. Dezember 2006

Alte Überlieferungen

Jeden Tag, fünfmal die Woche, eile ich daran vorbei, dem in kyrillischen Buchstaben an die roten Backsteine geschmierten "Doswidanija!". Es ist das einzige Graffiti, welches ich kenne, das unter Glas konserviert wurde. Seinen Ursprung hat es in der ehemaligen Sowjetkommandantur, welche nach dem zweiten Weltkrieg ihren Sitz auf unserem Dienstgelände hatte. Manchmal achte ich kaum darauf und manchmal kommen mir jede Menge Gedanken und Fragen. Wie waren diese Russen? Wie haben sie sich in Berlin gefühlt? Hat es ihnen hier gefallen? Haben sie hier auch geliebt oder nur gehasst? Hatten sie Heimweh? Fühlten sie Abschiedsschmerz? Was haben sie erlebt?
Ich kenne den zweiten Weltkrieg und die Zeit danach nur aus den Erzählungen meiner Eltern, die beide in ihrer Kindheit noch den Krieg miterlebten. Und schon als Kind faszinierten mich ihre Geschichten, was insbesondere daran lag, dass Wörter wie "Weihnachtbäume", "Stalinorgeln", "Luftschutzbunker", "Schwarzmarkt" u.ä. für meine Ohren irgendwie poetisch klangen, wobei mir aber bereits damals klar gewesen ist, dass die Zeit wohl alles andere als poetisch war. Obwohl meine Mutter jünger ist, hat sie mehr zu erzählen als mein Vater, was daran liegt, dass an dem kleinen Spreewalddorf meines Vaters der Krieg fast spurlos vorbeigegangen ist. Allerdings nicht an meinem Großvater, der in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen ist und nie darüber gesprochen hat, sondern geschrieben. Mein Vater berichtete ab und zu, wie er gerade mit dem Fahrrad aus Cottbus herausgefahren war, als ein Luftangriff auf den dortigen Flughafen begann. Er erlebte diesen mit seinem Fahrrad in einem Straßengraben mit, neben ihn ein anderer Mann, der dort ebenfalls Schutz gesucht hatte. Außerdem musste er als Mitglied der Hitlerjugend Schützengräben für die Armee schippen.
Meine Mutter dagegen war bei den Bombenangriffen auf Berlin dabei. Von ihr hörte ich die Geschichte, wie sie und ihr kleinerer Bruder auf der Flucht ihre Mutter, meine Großmutter, verloren, und sie Tage später durch einen Zufall wiederfanden. Wie sie bei Fliegeralarm in die Luftschutzbunker zogen. Wie sie als Kinder in den ausgebombten Häusern herumkletterten und spielten, und mein Onkel, ihr Bruder, wagemutig von Berliner Brücken kopfüber in die Spree sprang, bis er eines Tages von meiner schockierten Großmutter erwischt und versohlt wurde. Dass es nach dem Krieg Brennesselspinat, Kohlrübeneintopf und Arme Ritter (angebratene Brotscheiben mit Zucker bestreut) gab und dass Schuhe notdürftig aus verschiedenen Überresten von Soldatenausrüstungen geschustert wurden. Wie gut, dass der Großvater, mein Urgroßvater, Schuhmacher war und deshalb dies für seine Enkelkinder in die Hand nahm. Überhaupt ist es auch bewundernswert, wie meine Urgroßeltern mit einem Alter von über 60 erst zu Fuß mit ihren Habseligkeiten aus Küstrin, ihrer Heimat, geflüchtet sind, nach dem Krieg zu Fuß wieder dorthin zurückgekehrt sind und als sie die gesamte Altstadt mitsamt ihres Hauses dem Erdboden gleichgemacht fanden, zu Fuß erneut nach Berlin gezogen sind. Heute sind die letzten Trümmer der Altstadt mit Gestrüpp überwuchert.
Und demnächst will mir meine Mutter von ihren Erlebnissen mit den Russen erzählen, womit ich wieder beim Anfang wäre. Doswidanjia!