Alien
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Montag, 9. Juli 2007

Was wir tragen

Wenn in dem hohen Himmelsrund
in der frühen Dämmerung
der Abendstern so stille flammt
strahlenköpfig, glutentbrannt
und die schnellen Segler ziehen
sichelnd das warme Zwischenblau
voran den längst Entflog'nen...

Wenn im Spiel des Abendfriedens
Grillenkrieger sorglos siegen
und besingen ihre Feste
zwischen schwankendem Geäste
und der Heumond blasst im Felde
inmitten grünen Lichterklanges
wo die Sonne zuletzt sang...

so thront doch und noch die Nacht
dieser große Rabenvogel
im kleinsten Keim der Farbigkeiten
und fällt heraus, hernieder
mit onyxem Sternenmund
und bleigrauem Gefieder

Bombenalarm und Verkehrschaos

Tja, beim letzten Mal hab ich über die Anweisungen noch gelacht, aber heute wurde es ernst, wenn es auch keine telefonische Drohung war, sondern ein echter Fund. Dank einer Bombe oder Granate auf der Baustelle zwischen zwei Häusern unseres Dienstgeländes dauerte mein Arbeitstag "leider" nur bis Mittag. Die Evakuierung des Geländes verlief relativ schleppend, bei Feuer würde das wohl nicht so gut ausgehen. Zuerst hatte ich Feueralarm auf meinem Telefon, das mir aber noch Haus 2 anzeigte, obwohl ich da gar nicht mehr sitze. Mein Kollege und ich sind dann raus auf den Gang, um am Fenster zu sehen, ob dort irgendwo Rauch aufsteigt, da aber alles normal aussah, sind wir wieder ins Zimmer und ich sage noch so "Pff, ich sitz ja nicht im Haus 2." Fünf Minuten später geht der Alarm auf den anderen Telefonen für Haus 3 los und alle laufen wie aufgescheuchte Hühner umher. Ich selbst hab mir nur meine Jacke geschnappt und alles stehen und liegen lassen, weil ich fälschlicherweise in der Annahme war, dass das eh nur wieder so eine Übung ist, wie immer. Vor dem Haus musste ich dann allerdings erfahren, dass es alles andere als eine Übung ist und dass die Polizei gerade dabei ist, das ganze Gelände abzusperren. Sofort war mir klar, dass es sich nur um Stunden handeln kann, bis wir da wieder rein können, und ich dachte an meine Tasche, die ich oben liegen gelassen hatte. Nun war ja kein Feuer und es waren auch noch Leute im Haus, also überlege ich mir, sprintest du schnell nochmal hoch und holst sie. Während ich die Treppe hinaufrenne baut sich schon fast auf den vorletzten Stufen die ziemlich beleibte Vorgesetzte einer anderen Abteilung vor mir auf und pflaumt mich an, wo ich denn jetzt noch hin möchte. Ich pflaume ziemlich verärgert zurück, dass ich meine Tasche holen will, fast hätte ich noch dazu gesagt, dass sie mir im Weg steht. Sie hat mich dann auch durchgelassen und als ich mit der Handtasche wieder rauskam, hatte ich noch Glück gehabt, weil inzwischen eine Polizistin vor dem Haus stand und niemanden mehr reingelassen hat. Viele Kollegen kehrten aber gerade von ihrer Mittagspause zurück oder sind nicht rechtzeitig zurückgegangen, so dass sie ihre Wohnungsschlüssel usw. noch im Büro hatten, aber nicht mehr drankamen. Natürlich total blöd, weil die dann auch nicht nach Hause können oder was anderes machen als warten.
Nun stand die gesamte Belegschaft erstmal ca. eine Stunde orientierungslos auf der Straße herum und die Polizei war auch nicht schätzungsweise in der Lage mitzuteilen, wie lange das alles dauern wird. Darauf bekamen wir gesagt, dass wir uns als Arbeitsende 15 Uhr eintragen dürfen, alles darüber hinaus fällt in die Verlustzeit, man kann aber später auch nochmal hinfahren und weiterarbeiten. Ich fange immer erst spät an, so dass ich dadurch einen Haufen Minusminuten mache, allerdings habe ich keine Lust, jetzt wieder eine Dreiviertelstunde bis dorthin zu fahren, um dann nochmal zwei Stunden zu arbeiten.
Außerdem muss ich am morgigen Tag sowieso zu einer unchristlichen Zeit aufstehen, da zwischen 8 und 11 Uhr die Bahn streikt und ich nirgendwohin komme, so wie schon am letzten Dienstag, wo sie aber wenigstens kurz nach 9 Uhr wieder anfingen zu fahren. Also werde ich heute früh ins Bett gehen, früh aufstehen und die Zeit gezwungenermaßen wieder rausarbeiten. Das heißt, falls morgen das Bürogebäude noch steht....

Sonntag, 8. Juli 2007

Ich habe den Eindruck,

die letzten verregneten Tage haben der Mückenpopulation einen enormen Auftrieb gegeben, denn eben fühlte ich mich wie King Kong auf dem Empire State Building, als ich eine Schlacht gegen hundert blutdrünstige Monster schlug, die mich umzingelten. Leider weiß ich nicht, ob sich noch irgendwelche Luftstaffeln im Hintergrund halten, um mich so lange zu belagern bis meine Aufmerksamkeit nachläßt und sie über mich herfallen können.

...

Ich glaube, das alles was geschiet, alle menschlichen Schmerzen sind nötig für die Vollendung eines grossen Zieles, den wir aber mit unserem menschlichem Verstand nicht begreifen können.
(Aus "Zeit, die mir noch bleibt. Briefe aus dem Gefängnis" - Krystyna Wituska)

Samstag, 7. Juli 2007

Ein Care-Päckchen von Elsa

erreichte mich heute aus Italien mit echter Klosterschokolade in drei ausgefallenen Sorten und Honigbonbons. Lieben Dank dafür. Probiert hab ich die Schokolade noch nicht, weil ich die Verpackung so cool finde.

Ansonsten war ich heute Blumengießen und danach mit meinem Bruder im Pflegeheim, um meinem Vater das Fotobuch zu bringen. Der hat sich auch sehr gefreut und meinte: "Ich habe doch heute gar keinen Geburtstag!". Das weiß er also noch. Allerdings dachte er wohl erst, dass es ein gekauftes Buch ist, denn er bemängelte sofort, dass das Buch kein Register und keine Erklärungen enthält. Das ist natürlich sträflich und unverzeihlich. Als ich ihm aber erklärte, dass die Fotos von mir sind, schien er schwer beeindruckt und er hat auch einiges aus seinem Dorf wiedererkannt. Er scheint etwas Probleme mit der Zeitrechnung zu haben, denn er dachte, dass schon der 14. ist und meine Mutter heute zurückkommen wollte. Wir haben versucht ihm zu erklären, dass es noch eine Woche hin ist, aber ich glaube, das hat er nicht verstanden. Ich hoffe, er wartet jetzt nicht die ganze Zeit auf sie. Jedenfalls war er recht gut gelaunt und munter, er wartete schon hungrig auf das "Nachmittagshäppchen", einen Pfannkuchen oder ähnliches, was die Schwestern um die Kaffeezeit vorbeibringen. Es geht also auch ohne meine Mutter, was sie ja immer nicht glauben will. Er hatte schon zwei Karten von ihr, während wir noch keine bekommen haben. Auf Hiddensee regnet es glücklicherweise nicht so viel wie hier, denn sonst wäre die ganze Insel wahrscheinlich schon weggespült. Sie schreibt auch, dass einmal am Strand ein Hubschrauber gelandet ist, der einen Mann in das Krankenhaus nach Stralsund gebracht hat und sie die ganze Zeit warten mussten. Klar, mit Rettungswagen ist dort nicht viel zu machen.

Hier könnte der Regen aber ebenfalls endlich mal aufhören. Das Wetter ist wirklich seltsam. Es regnet nicht die ganze Zeit durch, sondern zwischendurch wird es regelmäßig sonnig und klart auf, aber kaum denkt man, die Regenstrecke ist vorbei, geht es schon wieder von vorne los. Ich weiß gar nicht, woher der Regen immer so schnell kommt. Es wird in sekundenschnelle zappenduster. Auf Pro7 läuft ja heute ein Tag zur Klimaerwärmung und da habe ich gerade erfahren, dass Brandenburg inklusive Berlin in vierzig Jahren wie afrikanische Steppe aussehen könnte und genauso wasserarm wäre, während sich an anderen Orten die Tornados und Flutkatastrophen häufen. Der einzige Fleck in Deutschland, wo man vor Dürre oder Sturm noch sicher wäre, wäre ein Ort im Harz. Ok, vielleicht sollte ich in den Harz ziehen, ist eh ein schönes Fleckchen.
Und irgendwie sind die Schmerzen, die ich sonst immer hinter dem linken Auge habe, heute mal hinter das rechte Auge gewandert. Wahrscheinlich nomadisierende Augenwürmer...:-/

Meinen ersten wirklichen, echten Horror,

weit entfernt von albernen Wallace- oder Vampirfilmen, bescherte mir in meiner Kindheit der Roman "Das Durchdrehen der Schraube" von Henry James. Es war ein Buch aus der Bibliothek meines Vaters und natürlich las ich es heimlich, ohne zu wissen, was mich erwartet. Das Grauen kam dann auch langsam, aber gewaltig. Ich kann mich nicht an viel erinnern, allerdings werde ich nie die Atmosphäre vergessen, die es um mich herum aufgebaut hat und mir das Gefühl gab, mitten in der Handlung und an den Schauplätzen zu sein. Es muss also gut geschrieben sein, trotzdem werde ich es nicht noch einmal lesen, weil ich fürchte, dass es mich heute nicht mehr so beeindrucken würde wie damals und ich enttäuscht wäre. Es diente im übrigen als Vorlage für diverse Horror-Klassiker, die ich wohl alle mehr oder weniger gesehen habe und die durchaus ebenfalls sehr gruselig sind, dieses subtile Grauen jedoch, wie ich es beim Lesen des Buches erfahren habe und welches ohne jede Schockeffekte auskommt, konnte keiner der Filme auch nur im entferntesten erreichen.

Freitag, 6. Juli 2007

Positiver Klatsch

Heute war ich alleine im Büro, wenn auch nicht wirklich alleine, da in den vier Durchgangszimmern immer jemand ist, aber die Kollegin aus meinem Zimmer arbeitet Freitags nie und mein Kollege hat sich krankgemeldet, da kam eine Kollegin herein, mit der ich sonst noch nicht so viel zu tun hatte und meinte zu mir: "Und Sie halten hier also die Stellung...."
Ich darauf: "Na ja, notgedrungen." und sie: "Ach, das machen Sie schon, Sie sind ja schon firm.". Hier fange ich nun an zu erzählen, dass ich manchmal in einige Akten wie ein Schwein ins Uhrwerk gucke, in manchen Akten gar nicht durchsehe und überhaupt das ganze Gebiet sehr komplex und umfangreich finde usw., da sagt sie zu mir und zwinkert verschwörerisch: "Ach, machen Sie sich da mal keine Sorgen, man hört nur Gutes."

Hm, jetzt frage ich mich, hat sie das einfach so daher gesagt oder hat man tatsächlich über mich gesprochen? Ich vermute letzteres, allerdings ist es schon beruhigend zu wissen, dass es Positives ist, was erzählt wird. Das ist sehr viel angenehmer als zu erfahren, dass sich irgendwelche Leute die Mäuler über einen zerreißen, um einen schlecht dastehen zu lassen und bei anderen anzuschwärzen. Gabs alles schon. Ich habe in den vierzehn Jahren meiner "Betriebszugehörigkeit" eine ganze Menge erlebt und während ich früher noch so naiv war zu glauben, dass niemand über mich reden wird, wenn ich nicht über andere rede und mich aus allem raushalte, und dass mir damit niemand etwas anhaben kann, wenn es mich nicht interessiert, bin ich heute schlauer und reagiere fast schon seismographisch auf kleinste Anspielungen, ob sprachlicher oder mimischer Art.

Uranus im 3. oder 9. Haus (Uranus r 3.Haus, Uranus tr 9. Haus)

Widerstand gegen geistige Disziplin, Auflehnung gegen das Auswendiglernen, die Weigerung, sich auf Dinge oder Aufgaben zu konzentrieren, die langweilig erscheinen sowie eine höchst ausgefallene Art des Sprechens oder Schreibens können sich bei Kindern zeigen, deren Uranus in einem dieser Häuser ist...
...Mit Uranus im 3. Haus hat man gelegentlich das schreckliche Gefühl, dass niemand versteht, worüber man spricht. Man spürt, dass man die eigene Wahrnehmung anderen Menschen nicht vermitteln kann. So kann Uranus im 3. Haus, obwohl er dort in mancher Hinsicht zu Hause ist, durch das Gefühl der Isolation auch eine Menge Leid bringen....
...Wenn Sie bereit sind zu akzeptieren, dass eine Menge Leute Sie für übergeschnappt halten, dann können Sie Uranus im 3. oder 9. Haus richtig genießen. Wenn Sie unbedingt von einer Gesellschaft akzeptiert werden möchten, die in eher praktischen und oberflächlichen Begriffen denkt, dann werden Sie wahrscheinlich leiden.

(aus "Uranus im Horoskop" von Liz Greene)

Donnerstag, 5. Juli 2007

Ja, ich weiß,

mein Blog bietet zur Zeit einen etwas ungewohnten Anblick, was an den gemeinen Viren liegt, die überall herumschwirren und, sobald ich sie mir eingefangen habe, bei mir extreme Wahnsymptome hervorrufen. Wenn ich infiziert bin, ist es immer das gleiche, ich esse trinke und schlafe nicht mehr, seien nun der hinterhältige Liebesvirus oder sich rasant im Netz verbreitende Viren, wie der gemeine youtube-Virus schuld. Seit Tagen ernähre ich mich nur noch von Bananen und gehe frühestens um drei Uhr morgens ins Bett, obwohl ich früh aufstehen muss. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte, aber wenn ich youtube hinter mich gebracht habe und nicht vorher an Entkräftung gestorben bin, wird das Blog garantiert wieder anders aussehen. Betet für mich.

Es gibt Musik

die hört man von CDs und es gibt Musik, die hört man besser live. P.J. Harvey ist nur pur geniessbar, finde ich. Dafür dann aber um so mehr.

Wie wäre es,

wenn man jeden Tag vom Computer mit diesem Walzer begrüßt werden würde? Da kommt selbst nach einem Arbeitstag wieder Stimmung auf. Wobei mir diese Aufnahme nicht so sehr gefällt wie die andere, die ich vor einiger Zeit mit Google aus dem Netz gepopelt habe. *beschwingt durchs Zimmer tanz*

Smell the witch

Mittwoch, 4. Juli 2007

100% Ekel+Schleim

Meine Mutter hat vor dem Urlaub ihren Kühlschrank ausgeräumt und mir einen riesigen Becher 100% vegetarischen Bio-Joghurt aus Soja mitgegeben. Inzwischen habe ich mir schon Johannisbeeren und zig Bananen hineingetan, aber das Zeug ist und bleibt einfach eklig. Es schmeckt wie etwas, das ich nicht kenne und auch nicht kennenlernen will, mit einem leichten Nachgeschmack von Pappe. Wenn da nicht auf der Packung Soja stehen würde, würde ich denken, sie haben inzwischen eine Möglichkeit gefunden, aus Altpapier Joghurt herzustellen. Ich frage mich, warum sich meine Mutter sowas immer freiwillig antut (nicht nur Joghurt). Es muss ihr nur irgendjemand weismachen, dass etwas gesund ist (was sie natürlich JEDEM glaubt), schon quält sie sich heldenhaft die gräuslichsten Dinge hinunter. So viel länger leben wird sie dadurch aber auch nicht.

Montag, 2. Juli 2007

Wir haben heute unsere Mutter

nach Hiddensee verabschiedet. *Neid* Dort macht sie zwei Wochen Urlaub, hoffentlich nicht bei Windstärke 12 und stillgelegter Fähre wie in der letzten Woche. Vorher hieß es noch, bei ihr die Geräte abschalten und Stecker aus den Steckdosen ziehen, Anweisungen zum Blumengießen entgegennehmen und wie immer auch wieder einige Bücher entsorgen, die sie aussortiert hatte. Unter anderen schleppte ich dabei nun noch Goebbels Tagebücher von 1945 nach Hause, nachdem ich mir ja schon Hitlers Tischgespräche mitgenommen hatte. Mein Vater hat sehr viel mehr Bücher über das Dritte Reich und Hitler, auch diverse Guido Knopp-Ausgaben, doch obwohl ich an Geschichte interessiert bin, reizen mich diese weniger sie zu lesen, da es für mich vor allem die psychologische Seite ist, die ich am spannensten finde, und da kommen Tagebücher gerade recht. Nur wahrscheinlich muss ich aufpassen, dass mein Blog nicht irgendwann in den Ruf eines Naziblogs kommt, da ich ja immer so gerne zitiere. Aurisa und wer weiß noch alles würden sicher keinen Fuß mehr hierhersetzen. ;o) Und dabei überlege ich nun schon wirklich bei jedem Zitat der Tischgespräche hundertfünfzigmal hin und her, ob ich das schreiben kann, ohne dass sich jemand davon gestört gefühlt oder irgendwelche Hohlköpfe sich durch die herausgepickten Sätze in ihren begrenzten Denkschablonen bestätigt fühlen und diese zur Propaganda weiterverwenden. Ich denke mir allerdings, dass sie sogar, wenn sie das gesamte Buch lesen und das Gesamtbild sehen würden, es trotzdem nicht besser verstehen würden und wollten, da es genau ihrem einfachen Denkschema entspricht. Von daher ist es wahrscheinlich vollkommen unerheblich, ob ich da zusammenhanglos ein paar Zitate fallen lasse.

Mein Vater hat meiner Mutter wieder ein paar seltsame Sachen erzählt. Einmal meinte er zu ihr, wenn sie beide irgendwann mal alt wären, könnte sie ja auch hier (im Heim) wohnen und dann fragte er sie einen anderen Tag, wer sie eigentlich sei, seine Frau oder seine Schwester. Das wirklich seltsame daran ist aber, dass er wieder mehr liest und sich ganz genau erinnern kann, welche Bücher er irgendwo hat, oder auch seine Solitär-Spielkonsole genau kennt, die er verlangt hat. Ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich sein Erinnerungsvermögen in Bezug auf Menschen und auf seine gesammelten Schätze ist.

Sonntag, 1. Juli 2007

arte schauen macht zum Außenseiter

Arte hat ja im Juli einen neuen Themenschwerpunkt mit "The summer of love" und der Hippiebewegung. Da werde ich wahrscheinlich noch viel öfter arte schauen, als ich es jetzt schon tue. Blöd daran ist nur, dass ich dann kein Gesprächsthema mehr mit meinen Kollegen habe. Wenn ich im Büro irgendjemandem erzähle, was ich auf arte geschaut habe, ernte ich regelmäßig verständnislose Blicke und eine Bemerkung mit der immer gleichen Aussage: "Nee, arte, sowas schau ich nicht, igitt igitt."
Dabei verstehe ich gar nicht, was die alle gegen arte haben. Schließlich bemühen die sich wirklich, auch anspruchslosere Gemüter zu befriedigen und senden in ihrer neuen Reihe arte-Trash die kultigsten und dümmsten Trash-Filme. Ich persönlich mag jedoch gerade an arte, dass das Programm sich so angenehm von den üblichen Sendern abhebt. Aber anscheinend bin ich damit die einzige.

Seensucht

Eine ganze Seite voller Ostseewebcams:

http://www.ostseecam.com/

Das gleiche für die Nordsee:

http://www.nordseecam.com/

Und auch für Leuchttürme:

http://www.luechthuus.de/webcam/webcam.htm

Lustig ist dieser Leuchtturm (unter Warnemünde / Leuchtturm und Molenfeuer):

http://www.rostock-sport.de/baeren-stop.jpg

Und sehr schön 360 Grad Panorama-Webcam vom Warnemünder Leuchtturm:

http://www.derwarnemuender.de/ipix_2_high.shtml

Meine Favoriten sind jedoch diese und diese.

Samstag, 30. Juni 2007

Sonnenallee

Den Film habe ich zwar schon mehrmals gesehen, aber ich staune immer über die Detailgenauigkeit. Ob Notizrolle an der Tür, Wandklappbett, Club Cola, Abschnittsbevollmächtigter, die Puhdys oder Multifunktionstisch, da fühlt man sich fast wieder wie ein junger FDJodler (damalige Humbugbezeichnung). Wenn jemand allerdings bei einem Dealer nach Tangerine Dream fragt, muss er schön blöd sein, denn die gab es auch als AMIGA-Ausgabe, wie ebenfalls ausgewählte andere "West-Musik". Wirklich wegschmeißen vor Lachen könnte ich mich aber stets über den Typen mit dem Nylonbeutel. "Sagen Sie, reden Sie mit Ihrem Nylonbeutel?"
Nein, dass ich das noch miterleben durfte! Seit Jahren nehme ich mir vor, einmal Einsicht in meine Stasiakten zu beantragen, aber will ich wirklich wissen, was die da in ihre Nylonbeutel gesprochen haben? Das erscheint mir einfach viel zu lächerlich.

Vorhangmission erfüllt, aber anders als erwartet

Heute habe ich es endlich in Angriff genommen, ein Gardinenbrett vor meinem Hängeboden zu befestigen und mit einem Vorhang zu bestücken. Und durch einen spontanen Geistesblitz bin ich sogar um das Nähen herum gekommen. Als ich nämlich den gekauften Vorhangstoff aus dem Schrank nehmen wollte, fiel mir zufällig gleichzeitig ein Pashima-Schal in die Hand, den ich einmal geschenkt bekommen habe. Dieser Schal, aus Kaschmir und Seide, mit orientlischen Motiven und in den genau passenden roten Farbtönen, sollte eigentlich gut in den Flur passen, dachte ich mir, zumal ich sonst nichts anderes mit ihm anzufangen weiß. Wenn ich ihn um den Hals trage, sieht er wegen des Musters, der Farben und der Breite wie ein Teppich aus, den ich mir herumgeschlungen habe, und als Tischläufer wirkt er auch etwas merkwürdig. Deshalb lag er die ganze Zeit nur im Schrank rum, obwohl mir Farbe und Muster eigentlich gut gefallen. Nach Augenmaß geurteilt, hatte ich den Verdacht, dass er nicht groß genug wäre, doch mein Augenmaß scheint schlecht zu sein und Probieren geht über Studieren - er passt perfekt in Länge und Breite. Ich musste nur in der Höhe ein kleines Stückchen umschlagen und normalerweise hätte er vielleicht etwas länger sein können, um mehr Faltenfall zu haben, aber dadurch, dass das Ornament mittig ist, würden zuviel Falten eher stören, da man das Muster nicht mehr sieht. Außerdem stören mich nicht mal die Fransen an den Seiten. Erst dachte ich, das sieht bestimmt äußerst seltsam aus, wenn da an den Seiten senkrecht Fransen herunterhängen, aber das ist überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, dadurch sieht es weniger nach einem normalen Vorhang aus, sondern mehr wie ein aufgehängter Teppich und das passt irgendwie gut zu meiner indischen Tänzerin und dem indischen Elefanten in meinem Flur. Ich finde, es sieht richtig gut aus, hat mir außerdem das Nähen erspart und dem ungenutzten Schal doch noch einen glänzenden Auftritt gegeben. Hach, ich liebe Geistesblitze. Die dürften mich gerne viel öfter beehren.

Kirche und Verlag

Ich liege irgendwo aufgebahrt, mit dem Gesicht nach unten. Irgendeine Stimme gebietet mir zu beten. Bin ich denn in einer Kirche? Tatsächlich, ich sehe vor mir ein großes offenes Kirchenfenster mit dekorativem Rundbogen. Also beginne ich zu beten.

Etwas später im Verlagshaus meiner Mutter. Ich befinde mich im Büro des Typografen. Eine große Krähe von den Grenzanlagen fliegt zum Fenster herein und bleibt auf einem der Fensterflügel sitzen.

Ich habe noch viel mehr geträumt, kann mich jedoch nur an diese beiden Bruchstücke erinnern, sowie daran, dass ich im Traum sehr viel in Englisch gesagt und gedacht habe. Einen englischen Satz wollte ich mir eigentlich merken, aber nach dem Aufwachen war er wieder weg. Ich weiß auch gar nicht, ob er wirklich einen Sinn ergeben hätte, obwohl ich ihm im Traum viel Bedeutung zumaß.

...

Wenn man Ruhe sucht, findet man sie niemals.
(Christine von Schweden)

Freitag, 29. Juni 2007

Normal ist das nicht mehr!

Nicht nur das Wetter ist nicht mehr normal, auch die Massen von Menschen mitten am Tag, die sich in Bus, in der Post oder auf der Straße drängen. Das ist schlimmer als ich es im tiefsten Berufsverkehr jemals erlebt habe. Meine Kollegin hat letztens ebenfalls gesagt, dass sie findet, in den früheren Sommern war es viel leerer auf den Straßen. Und ich frage mich, aber nicht nur ich, jemand hinter mir im Bus stellte dieselbe Frage - haben die alle nichts zu tun? Die sehen nicht wirklich alle wie Rentner aus. Aber natürlich, ich vergaß, sie beantworten Fragebögen. Oder wird vielleicht schon das Eschaton immanentisiert und ich habe noch nix davon mitgekriegt? Dann dürfte es ja nicht mehr lange dauern....

Der Mammut-Literatur-Fragebogen

Also hier in den Blogs kursieren ja schon endlos viele Fragebögen und Stöckchen, aber was da bei Ciao.de los ist, das ist ja echt der Hammer. So viele und vor allem so lange Fragebögen habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Und vor allem werden die auch noch massenhaft beantwortet. Ich frage mich da ernsthaft, woher die Leute diese viele Zeit nehmen. Irgendwas muss ich falsch machen. Oder sollte es inzwischen ein Berufsbild geben, das sich nur mit dem Abfassen und Beantworten von Fragebögen befasst? Habe ich etwas verpasst? Na egal, einen davon habe ich mir für den Blog stibitzt. Aber das bleibt der einzige, versprochen...


01. Welches Buch / welche Bücher liest Du gerade (inkl. Lehr- und Fachbücher)?
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"Hitlers Tischgespräche" von Henry Picker, die Bedienungsanleitung meines Festplattenrecorders, "Licht-Arbeit" von Barbara Ann Brennan und noch einige andere, die ich zwar angefangen, aber schon längere Zeit nicht mehr angefasst habe.

02. Hast Du außerhalb privaten Interesses viel mit Büchern zu tun?
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Seit es Intranet und Internet auf Arbeit gibt, nicht mehr so viel. Die Gesetzeskommentare sind aber auch nicht wirklich interessant.

03. Wie viele Bücher besitzt Du ungefähr?
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Ich vermute, für meine Bücherwurm-Familie viel zu wenig. Aber da ich nur wenig Platz habe, ist das auch gut so. Inzwischen gibt es ja auch E-Bücher und so unbequem sie sich lesen mögen, in manchen Buchkategorien sind sie für kleine Wohnungen ein wahrer Segen. Ohne E-Bücher schätze ich, sind es wohl um die 2000.

04. Wie viele Bücher davon etwa sind
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80 % sind Sachbücher, 10 % Belletristik, 10 % Bildbände und es gibt außerdem ca. 10 fremdsprachige Bücher.

05. Beschreibe Deinen Lebensraum nur anhand der Anordnung der Bücher dort!
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Ok. Linkes Regal im Wohnzimmer, fünftes Fach von unten:

Handbuch der Ornamentik, Christliche Ikonographie in Stichworten, Die Heilkraft der Musik, Der Hexenwahn, Die Geschichte Schottlands, Weltgeschichte der Philosophie, Die Werke von Tacitus, Germanische Mythologie, Die schönsten Heldensagen usw. usf.

Linkes Regal im Wohnzimmer, sechstes Fach von oben:

Vom Winde verweht, Scarlett, Sherlock Holmes, Edgar Wallace, Stephen King usw.

06. Woran erkennt man, welches davon Deine Lieblingsbücher sind?
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Wahrscheinlich gar nicht. Ich habe mir jedoch in einem Regal so eine Art Schatzfach eingerichtet, wo ich Sachbücher, die mir besonders gut gefallen haben und in die ich öfters mal wieder hineinschaue, hineinstelle, damit ich nicht lange danach suchen muss.

07. Gibt es ein besonderes Literaturgenre, das Du sehr schätzt?
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Es gibt ein Genre, das ich nicht sehr schätze, und das ist Science Fiction. Ich weiß auch nicht, woher diese Abneigung kommt, vielleicht an dem Mangel von Büchern aus diesem Genre, die mich wirklich zu fesseln vermögen.

08. Welches ist Dein (rein münztechnisch gesehen) wertvollstes Buch?
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Also ich hab einige alte Bibeln und Gesangsbüchern, außerdem ein paar wenige kleine Bücher aus dem 19. Jh., ich weiß aber nicht, ob die viel wert sind, aber ehrlich gesagt interessiert mich das auch nicht. Mich interessieren nur die ideellen Werte.

09. Welches ist Dein mit persönlichen Erinnerungen am stärksten angereichertes Buch?
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Die Märchen von H. C. Andersen.

10. Würdest Du von Dir selbst sagen, dass Du Bücher sammelst? Falls ja: nach welchen Kriterien sammelst Du - bestimmte Reihen, Verlage, Editionen, Illustratoren etc.?
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Nicht wirklich. Ich mag es nicht, meinen wenigen Platz mit Büchern vollzustellen, die ich doch nie lese oder die nicht viel Inhalt haben, nur um sie zu sammeln. Bei sehr schön gestalteten Buchreihen reizt es mich manchmal aber schon.

11. Welches ist Deine (bzgl. des Druckdatums) älteste Buchausgabe?
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Die "Histoire de France" von 1894, ganz in Französisch und deshalb nie gelesen. *gg*

12. Von welcher Autorin / welchem Autoren besitzt Du die meisten Bücher?
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Eigentlich gibt es keine bevorzugten Autoren, von denen ich besonders viel Bücher besitze. Die meisten dürfte ich zur Zeit von Däniken haben, allerdings nur, weil wir so viele davon bei meinem Vater gefunden haben.

13. Und ist das auch Dein/e Lieblingsautor/in?
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Nö. Siehe oben.

14. Auf einer Skala von 1 bis 10: welche Bedeutung haben Bücher in Deinem Leben?
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Ganz weit oben, nahe 10..

15. Beschreibe Deine bevorzugte Leseposition bzw. Deinen liebsten Leseplatz!
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Also früher habe ich ja bevorzugt im Liegen gelesen, während meiner Schulzeit war das fast wie ein Ritual, dass ich mich sofort nach der Schule auf mein Bett geschmissen und dort gelesen habe. Auch der Sonntagmorgen war meistens dem Lesen im Bett vorbehalten. Und natürlich abends im Bett. Doch seit ich als Erwachsener im Liegen zumindest in meinem normalen Arbeitsalltag fast augenblicklich einschlafe und gerademal einen Satz weit komme, habe ich es mir notgedrungen angewöhnt, im Sessel zu lesen. Jetzt im Sommer lese ich außerdem gerne auf dem Balkon. Dazu quetsche ich mit mit meinem Oberkörper liegend so auf die ein Meter breite Sitzbank, dass mein Kopf auf der Lehne und zwei Kissen zu liegen kommt, während ich die Beine anziehe und entweder schräg herunterbaumeln lasse, an der Wand abstütze oder sonst irgendwie verknote. Das hört sich zwar höchst unbequem an, empfinde ich aber nicht so.

16. Hast Du bestimmte Buch- oder Leserituale?
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Ich lese generell immer erst nochmal den Klappen- und Umschlagtext, bevor ich richtig anfange, sowie vollkommen pedantisch garantiert immer ganz der Reihe nach von vorne bis hinten ohne eine Kleinigkeit auszulassen, selbst wenn es zum Brechen langweilig ist. *gg*
Übrigens, vielleicht interessant, da ich das gerade gelesen habe, die Art Hitlers ein Buch zu lesen:
"Er lese ein Buch immer in der Weise, daß er sich zunächst den Schluß ansehe, dann in der Mitte einige Stellen lese und erst, wenn er dabei einen positiven Eindruck gewonnen habe, das ganze Buch durcharbeite."

17. In welchen Situationen außerhalb der eigenen Wohnung liest Du?
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Eigentlich nicht sehr gerne. Vor allem nicht in Verkehrsmitteln. In U- und S-Bahn geht es gerade noch so, aber auch nur dann, wenn ich lange fahren muss. Wenn ich die Möglichkeit an meinem Arbeitsplatz habe, gehe ich in der Mittagspause manchmal gerne ins Grüne, um mich dort auf eine Bank zu setzen und zu lesen.

18. Wie viele Bücher hast Du aktuell von irgendwoher ausgeliehen?
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Keine.

19. Und wie hältst Du es selbst mit dem Verleihen Deiner Bücher?
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Gerne. Es nervt mich aber insgeheim, wenn es zu lange dauert, bis ich sie wiederbekomme.

20. Welche(s) Nachschlagewerk(e) sind/ist für Dich besonders unentbehrlich?
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Der Duden. Der alte. *gg*

21. Wonach richtest Du Dich bei der Auswahl neuer Lektüre?
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Das sind oft ganz spontane Inspirationen oder "Zufälle", wie ich an ein Buch komme, oft durch Blogs oder andere Literatur, aber ich grabbel auch gerne mal nach Schnäppchen und lass mich überraschen.

22. Wie gelangst Du an Informationen zu für Dich vielleicht interessanten Büchern?
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Fast ausschließlich bei Amazon, manchmal auch durch googeln.

23. Welche Kriterien sind Dir beim Buchkauf in Bezug auf die Gestaltung des Buches am wichtigsten (nehmen wir an, es gibt das Buch in diversen Editionen)?
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Also eigentlich mag ich ja die sehr schön gestalteten Bücher mit festem Bucheinband, je edler das Papier, die Gestaltung und der Druck um so besser. Aber wegen des geringen Platzes und NICHT wegen des Geldes, greife ich wenn möglich doch auf das Taschenbuch zurück.

24. Welcher Satz darf NICHT auf einem Buchcover stehen, wenn ein Werk für Dich interessant bleiben soll?
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"Liebevolle Lenkung in Partnerschaften", "Zur Bewältigung scheinbar aussichtsloser Situationen", "Das Leben glücklich gestalten", "Loslassen und glücklich sein" und überhaupt alles, wo die Worte Männer und Frauen darin vorkommen.
Eigentlich bin ich sehr psychologisch interessiert, aber um diese Form der Selbsthilfebücher mache ich in der Regel einen großen Bogen, da ich finde, wenn man einmal eines gelesen hat, hat man alle gelesen.

25. In welchen Sprachen liest Du Bücher?
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Deutsch und sehr selten Englisch.

26. An welche Schullektüren erinnerst Du Dich? Hat Dich die Schule für bestimmte Werke oder Autor/innen begeistern können?
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Ich muss gestehen, dass ich mich an viele Bücher, die wir im Untericht gelesen haben, vom Inhalt her nicht wirklich mehr erinnern kann. Über "Effi Briest" musste ich einen Vortrag halten und eine Diskussion leiten. Ich weiß zwar, worum es ging, aber die konkrete Handlung - alles weg. Auch über "Im Morgengrauen ist es noch still" habe ich mal einen Kurzvortrag gehalten, aber frage mich keiner nach der Handlung. Ebenso bei "Mario und der Zauberer" und "Faust". Ich mochte Theodor Storm sehr gerne, dessen Schimmelreiter wir auch im Unterricht gelesen haben, allerdings kannte ich seine Novellen schon vorher, da sie meine Lieblingslektüre zu Hause waren. Und während des Abiturs lasen wir "Hundert Jahre Einsamkeit", das sofort zu einem meiner Lieblingsbücher wurde. Ich mochte als Kind am liebsten regionale Sagen, aus dem Harz, aus Berlin usw., und zum Glück wurden im Unterricht eine ganze Menge davon behandelt.

27. Kommst Du selbst aus einer Vielleserfamilie? Oder waren Bücher bei Euch früher Mangelware? Wann und wie hast Du zum Lesen gefunden?
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Oh ja, ich bin zwischen Unmengen von Büchern groß geworden. Mein Vater hatte eine Bibliothek von ca. 40 000 Büchern und er, wie auch meine Mutter, haben sehr viel gelesen. Da es in der DDR eine Zensur gab und man nur beste Literatur zu kaufen bekam, bestand dementsprechend die gesamte Bibliothek aus hochwertigen Büchern. Mein Vater sah es nicht gerne, wenn ich die Bücher anfasste, bzw. nur, wenn er mich dabei im Auge behielt, aber ich tat es natürlich trotzdem und las Storm, Balzac, Fontane, Mörike, Hawthorne, Bechstein, Korczak, Proust, Verne, Gerstäcker, Hamsun, Meyrink, Mann und vieles mehr. Gelesen habe ich so lange ich denken kann, natürlich zuerst Kinderbücher.

28. Haben Orte, an denen sich viele Bücher befinden - Buchhandlungen, Antiquariate, Bibliotheken - einen besonderen Reiz für Dich? Welches ist der schönste "Buch-Ort", den Du kennst?
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Ja, schon. Allerdings verjagt mich ein Überangebot schnell, da ich mich davon überfordert fühle. Das war definitiv ein Vorteil der gut sortierten Buchhandlungen in der DDR. *gg*
Der schönste Buchort ist die Bibliothek meines Vaters. Der Reiz des Verbotenen. ;o)

29. Gibt es ein Werk, von dem Du sagen würdest, 'Ohne dieses Buch wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin'?
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Also ich kann mich nur wiederholen, aber Storm hat mich schon sehr stark beeinflußt. Ob ich jedoch ein anderer Mensch wäre, wenn ich ihn nicht gelesen hätte, das weiß ich nicht. Und natürlich die Andersen-Märchen, besonders "Die wilden Schwäne". Manchmal frage ich mich, ob sie noch irgendeine ganz verborgene, metaphysische Bedeutung für mich hatten, die ich als Kind unbewußt gespürt habe.

30. Gibt es ein Buch, in dessen Besitz Du auf besonders interessante oder originelle Weise gelangt bist?
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Na ja, ich besitze eine uralte Bibliotheksausgabe eines Edgar Wallace-Romans, die ich einmal von meinem Cousin geborgt und nie zurückgegeben habe. *schäm* Aber ob das so originell und interessant ist, wage ich zu bezweifeln.

31. Gibt es eine besonders bemerkenswerte Literaturverfilmung für Dich? Du kannst besonders positive oder auch besonders negative Beispiele nennen - bitte mit Begründung!
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"Das Geisterhaus", "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins", "Der Name der Rose" und "Chronik eines angekündigten Todes" haben mir gut gefallen, weil sie großes Kino sind. Weniger mag ich diese Pilcher- und George-Fernsehverfilmungen. Das liegt aber vielleicht nicht an den Verfilmungen, sondern an den Inhalten.

32. Was schätzt Du, wie viele Gedichte (in beliebiger Sprache - keine Liedtexte!) Du auswendig kennst?
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Ich kenne noch nicht mal meine eigenen auswendig. *gg*
Genaugenommen kann vollständig nur ein einziges auswendig, das ich auch heute noch manchmal vor mich hin rezitiere, und das ist "Die Stadt" von Theodor Storm.

33. Welches ist Deine allerfrüheste Leseerinnerung?
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Die Andersen-Märchen.

34. Vervollständige den Satz: "Lesen ist für mich"
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wie Atmen

35. Gibt es irgendeine Stelle in einem Buch, die Dich schlichtweg immer wieder zum Heulen bringt (und sei es, weil sie so schön ist)?
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Ja, das Ende der kleinen Seejungfrau.

36. Gibt es ein Buch, das Du eigentlich magst, an dem Du jedoch - wenn Du dürftest - auch die eine und andere Stelle ändern würdest?
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Vielleicht.

37. Gibt es ein Buch, das Du mit sehr großen Erwartungen zu lesen begonnen hast, um dann davon richtig enttäuscht zu sein?
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Sehr wahrscheinlich. Aber sowas vergesse ich wieder.

38. Gibt es Literatur, die Du am liebsten verbieten würdest?
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Meinetwegen mag jeder lesen, was er will. Wenn ich allerdings sehe, wie einige Idioten den Inhalt mancher Bücher entstellen und verdrehen, hätte ich schon manchmal Lust dazu.

39. Gibt es eine/n Schriftsteller/in, dessen/deren Werke Dir so richtig von Herzen zuwider sind?
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Nicht dass ich wüsste. Ich lamentiere zwar gerne über Proust, aber dass mir eine Werke absolut zuwider sind, kann ich nicht behaupten.

40. Gibt es eine/n Deiner Leseerfahrung nach völlig überbewertete/n Vertreter/in der Weltliteratur? Bitte mit Begründung!
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Also ich persönlich halte ja Goethe für unglaublich überbewertet, zumindest im Vergleich zu anderen Größen der Weltliteratur. Ich kann bei ihm zwar ein großes rationales Intellekt erkennen, jedoch wenig kreatives Gespür. Aber wahrscheinlich darf ich das nicht laut sagen. *gg*

41. Achtest Du jemals auf Übersetzer- und Illustratorennamen? Falls ja: kannst Du aus beiden Bereichen jemanden nennen, der Deiner Meinung nach besonders gute Arbeit leistet?
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Nein.

42. Nenne das überflüssigste (leider dennoch reale) Buch, das Dir gerade einfällt!
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Es gibt so viele überflüssige Bücher! Doch so lange sie nur für mich überflüssig sind, sind sie es ja vielleicht noch nicht für andere.

43. Hast Du ein Buch, das Du besonders gerne verschenkst?
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Nein.

44. Nenne einen Deiner Ansicht nach besonders gelungenen ersten Satz (es muss kein Lieblingsbuch sein) eines Buches!
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Erste Sätze interessieren mich nur sekundär, deshalb merke ich sie mir auch nicht. Aber "Illuminatus" ist immer gut:
"Es war in jenem Jahr, in dem man schließlich das Eschaton immanentisieren wollte, was etwa soviel heißt, wie den Weltuntergang heraufbeschwören."

45. Ein Verlag beauftragt Dich, ein schönes Buch für die nächste Herbstedition auszuwählen - vielleicht ein Buch, das seit Jahrzehnten vergriffen ist oder eines, das nur als Taschenbuch existiert und Deiner Meinung nach eine schönere Ausgabe verdient hätte. Welches Werk würdest Du wählen?
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Eine Gesamtausgabe der Werke von Jens P. Jacobsen, die ich noch nie gelesen habe, von welchen Rilke aber so viel hielt. Leider gibt es aber außer "Niels Lyhne" nichts davon aktuell im Buchhandel.

46. Gibt oder gab es ein Buch, bei dem es Dir besonders am Herzen liegt / lag, das Deine Lebensgefährtin / Dein Partner es ebenfalls mag?
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Nein.

47. Gibt es eine Autorin, die / einen Autoren, den Du gerne einmal persönlich treffen würdest (auch bereits verstorbene Autoren oder solche, mit denen Du eigentlich sprachbedingt gar nicht reden könntest, dürfen genannt werden - wir wollen ja nicht feilschen)?
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Rilke

48. Gibt es eine literarische Figur, der zu begegnen für Dich reizvoll wäre?
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Sherlock Holmes

49. Gibt es einen fiktiven Ort, den Du gerne einmal bereisen würdest?
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Nö. Es gibt nur reale. Aber als Kind habe ich davon geträumt, auch einmal bei den schwarzen Steinen das Zauberland von A. Wolkow zu betreten und dort viele Abenteuer zu erleben.

50. Welches ist das lustigste Buch, das Du kennst?
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"Illuminatus".

51. Über welches Buch hast Du zuletzt so richtig lebhaft (und evtl. kontrovers) diskutiert?
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"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit"

52. Gibt es völlig zerfledderte, zerlesene und demolierte Bücher bei Dir, von denen Du Dich aber trotzdem nicht trennst? Begründe!
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Ja. Der Edgar-Wallace-Roman. Weil es nicht mein Buch ist. *gg*

53. Auf welches - von Dir noch nicht besessene oder noch gar nicht erschienene - Buch freust Du Dich derzeit am meisten?
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Ich freue mich erstmal auf die Bücher, die ich schon besitze, aber noch nicht gelesen habe. Und da wechselt es immer nach Lust und Stimmung, worauf ich mich am meisten freue.

54. Fällt Dir ein (unfreiwillig) besonders witziger oder missratener Buchtitel ein?
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"Die Glut der Leidenschaft"

55. Und gibt es ein Buch, das vermutlich nie existieren wird, dessen Erscheinen Du jedoch sehr begrüßen würdest?
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Ja. Ein Bestsellerroman von mir. *ggg*

56. Gibt es etwas, das in einem Buch, das Du liest, besser NICHT vorkommen sollte?
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Kann ich pauschal nicht sagen. Allerdings mag ich es nicht, wenn mich zu drastische Sexszenen vom eigentlichen Inhalt ablenken.

57. Gibt es einzelne Sätze oder Ausdrücke aus Büchern, die Du aus irgendeinem Grunde nach Jahren noch erinnerst?
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"Die arme, kleine Elisa stand in der Stube des Landmannes und spielte mit einem grünen Blatt; anderes Spielzeug hatte sie nicht. Und sie stach ein Loch in das Blatt, sah hindurch und gegen die Sonne empor, und da war es, als sähe sie ihrer Brüder klare Augen." aus "Die wilden Schwäne"

58. Gibt es ein Werk, das Du seit Jahren immer wieder in Angriff nimmst, aber immer wieder daran scheiterst?
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Die Bibel.

59. Welches ist das verrückteste oder seltsamste Buch, das Du kennst?
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James Joyce, "Ulysses"

60. Gehst Du gern zu Literaturveranstaltungen (von der Buchmesse bis zum Poetry Slam)? Wenn ja, welche - und was gefällt Dir daran?
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Nein.

61. Du lernst jemand Nettes kennen, der von sich sagt, "überhaupt nicht zu lesen". Wie reagierst Du?
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Überrascht.

62. Gibt es ein Buch, 'das man gelesen haben muss'?
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Die Fibel.

63. Es gibt Fernsehen, Internet, DVD´s, Kino … hat das Medium Buch nicht allmählich ausgedient?
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Nein. Filme sind zwar auch ganz nett, aber Bücher sprechen andere Gehirnzentren an. ;o)

64. Ein Sprichwort sagt "Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." - Wie findest Du diesen Satz?
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Sehr schön und so wahr.

65. Schreibst Du selbst? Hast Du evtl. sogar schon Bücher (oder in Büchern) veröffentlicht?
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Ja. Ja.

66. Zerstören Buchverfilmungen die Phantasie?
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Manchmal vielleicht.

67. Was ist Deiner Ansicht nach eigentlich Sinn und Zweck des Lesens - Unterhaltung, Bildung, Ablenkung, …?
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Hauptsächlich für mich Bildung. Erst danach kommt Unterhaltung.

68. Was hältst Du davon, Klassiker stilistisch aufzupeppen, um sie jüngerem Publikum zugänglicher zu machen?
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Nicht mein Fall.

69. Du betrittst erstmals eine fremde Wohnung. Wie lange dauert es, bis man Dich mit schräggelegtem Kopf vor dem Bücherregal im Wohnzimmer findet?
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Augenblicklich. ;o)

70. Welches Buch würdest Du heute, jetzt, ganz spontan, den Dir völlig unbekannten Leser/innen Deines Fragebogens empfehlen? Und warum dieses?
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Ich finde, dass Storm viel zu wenig gelesen wird. Vor allem die Novellen sind sehr zu empfehlen.