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Samstag, 11. August 2007

Ein Gartenfest im Seniorenheim

fand letzte Woche statt, wie mir meine Mutter gerade erzählt hat. Mein Vater wurde schon am Vormittag angezogen und im Rollstuhl in den Garten gebracht. Dann wurden einige Spiele für Senioren durchgeführt, wie Bindfäden um die Wette aufwickeln u.ä. Mein Vater hat sich beim Dosenwerfen betätigt, wo er tatsächlich alle abräumte und damit eine kleine Piccolo-Sektflasche gewann. Später wurde Musik aufgelegt, alte Schlager aus den 20iger Jahren, und die, die sich noch bewegen konnten, tanzten fleißig. Außerdem gab es eine Pfirsich-Bowle, von der mein Vater gleich vier oder fünf Tassen vertilgte. Auch in die abendlichen Grillwürstchen mit Kartoffelsalat haute er mächtig rein.
Mein Bruder sagt schon immer, wenn er mal alt ist, dann zieht er auch in dieses Heim und schreibt sich für die Strick- und Bastelkurse ein. *gg*

Wie man von Religion auf das Schreiben kommt...

Ein stiller Geist ist hilfreich, aber er genügt nicht für eine tiefe Transformation. Nach buddhistischer Überzeugung erhellt die analytische Meditation den Kontext des Selbst und der Welt im Großen....

...Nach buddhistischer Auffassung kann der Geist genutzt werden, um die Entwicklung einer soliden spirituellen Praxis zu unterstützen. Es genügt nicht, sich auf einen Glauben oder eine Lehre zu verlassen. Eine Diskussion über die letztendliche Natur der Wirklichkeit kann zwar als Spekulation abgetan werden, aber sie ist dennoch wichtig, um einen Erkenntnisrahmen zu schaffen. Wenn es gilt, das Absolute zu erkennen, muss es in einem Kontext ausgedrückt werden, denn sonst wird es bedeutungslos. Man kann nicht über etwas reden, wenn es nicht ausgedrückt werden kann.

(aus "Buddhistische Astrologie" von Jhampa Shaneman)


Das passt gut zu den Gedanken, die ich mir darüber mache, Dinge auszudrücken, die eigentlich unaussprechlich und unbeschreiblich sind. Sobald man versucht, sie in Worte zu fassen, verlieren sie ihre Macht, sind vielleicht bestenfalls bildlich nachvollziehbar, aber ansonsten dröge.

Ich glaube, dass es eine der wichtigsten, aber vielleicht nicht so erkannten Aufgaben der Religionen ist, und zwar aller Religionen, einen gewissen Kontext mit festgelegten Begrifflichkeiten zu bieten, um sich über die Unaussprechlichkeiten des menschlichen Bewußtseins austauschen zu können. Insofern sind sie von einiger Bedeutung, wenn es darum geht, Begriffe in Bildern und Allegorien zu vereinheitlichen. Das Problem dabei ist nur, dass sich diese Bilder im Laufe der Zeit verselbstständigen, ein Eigenleben entwickeln und sich im Bewußtsein vieler Menschen von ihrer eigentlichen Botschaft abspalten. Es wundert dann auch nicht mehr, dass dieses Eigenleben von Nichtgläubigen als Humbug angesehen wird, da die Bilder und Begriffe nur noch ein hohle Schale sind, deren Sinn auf den ersten Blick nicht mehr auszumachen ist, allerdings nicht nur von den Nichtgläubigen, sondern auch von vielen Gläubigen, die diese Bilder, Begriffe und Allegorien als eigene, auf die einfache materielle Sichtweise der Welt "hinabgezogene" Botschaft nehmen, ohne diese zu hinterfragen.
Man kann also wohl davon ausgehen, dass es so gut wie unmöglich ist, das unsichtbare Geistleben der Welt auf Dauer in einen einheitlichen begrifflichen Kontext zu bringen, in welchem jeder genau das in einem Wort oder Bild versteht, als das es ein anderer gebraucht, da dabei die jeweilige innere Dimension des Erlebens außer acht gelassen wird, aus der heraus die Bilder und Allegorien entstanden sind, die dieses Erleben aber nicht greif- und fühlbar für jeden und über tausende von Jahren hinweg transportieren können. Oder, um es kurz und undiffernziert zu sagen, jeder versteht, was er verstehen will, und jeder sieht, was er sehen will, egal wie sehr sich eine Religion bemüht oder auch nicht. Deshalb ist es die einfachere "Notlösung" mancher Religionen, an einen imaginären Glauben zu appellieren, dessen Macht nicht unterschätzt werden darf, während z.B. der Buddhismus zu einem eigenen Erkenntnisweg ermutigt, auch wenn dieser in den einzelnen Strömungen mehr oder weniger orthodox aufgezeigt wird.

Auf das Schreiben übertragen bedeutet das wohl, dass es völlig unmöglich ist, eine ganz bestimmte eigene emotionale und geistige Wahrnehmung so darzustellen, dass absolut jeder, der das liest, genau diese Empfindung erkennt oder erlebt. Stattdessen sollte man mehr nach einem Rahmen und hilfreichen "Außenbedingungen" suchen, der ein eigenes Erleben des Lesers, egal welcher Art, fördert (was vielleicht sogar besser gelingt, wenn man mehr unterschwelliges offen läßt). Wenn das tatsächlich so ist, dann ist Schreiben aber alles andere als eine egozentrische Ausdrucksart des Kreativ- und Mitteilungssüchtelnden, sondern wäre eine zutiefst emphatische, dienstbare und mit Verzicht verbundene Angelegenheit, da es nicht mehr sich selbst und das eigene Erleben in den Mittelpunkt stellt, sondern das des Lesenden.
Das ist jedoch nur graue Theorie und ob man wirklich beides so voneinander trennen kann, bezweifle ich. Wahrscheinlich ist auch hier, wie überall, der Mittelweg der klügste.

Freitag, 10. August 2007

Ein Leben als Spinne

muss doch eigentlich ganz nett sein. Man baut sich ruckzuck ein feines Netz zwischen schattigen Bäumen, hängt sich in die Mitte und lässt sich vom Wind schaukeln. Ab und zu bessert man mal ein paar Fäden aus oder wickelt eine Fliege ein, die sich verfangen hat, um sie dann in die Vorratskammer zu verfrachten, hockt sich wieder ins Netz und lässt sich vom Wind schaukeln. Wenn man Hunger hat, schlurft man in die Vorratskammer, saugt ein paar Futterpuppen aus, hängt sich wieder ins Netz und lässt sich vom Wind schaukeln....

So ein Tag Fasten

hat doch enorm positive Auswirkungen auf die Geschmacksnerven. Danach schmeckt man plötzlich wieder, wie süß oder künstlich manches Nahrungsmittel ist, was man sonst so zu sich nimmt. Es erscheint einem geradezu eklig und man entwickelt Appetit auf die natürlichen und gesunden Dinge. Von daher würde ich sagen, dass Fasten an sich zwar nicht zum Abnehmen durchgeführt werden sollte, aber ein Tag Fasten vor jeder Diät ist wahrscheinlich hilfreich, um den Körper von den künstlichen und ungesunden Nahrungsmitteln zu entwöhnen. (Nur mal so, ich selbst mache ja keine Diäten.)

Donnerstag, 9. August 2007

Der Frusttest auf www.testedich.de

Sie haben 655 Punkte.

Sein Sie ehrlich: Ihnen geht's prima, hm? Na gut, nicht immer. Aber mit den kleinen Schlaglöchern kommen Sie zurecht. Die federn Sie doch locker im Knie ab. Sie glauben an sich. Schon, manchmal sind sie auch selbstkritisch irgendwie. Manchmal spenden Sie für Greenpeace oder äußern sich beim Brunch womöglich kritisch über die Bundesregierung. Und Ihre Eier kaufen Sie immer aus Bodenhaltung. Steht auf der Packung. Was wollen Sie eigentlich hier? Wenn Sie aus Versehen mal einen schlechten Tag haben, kaufen Sie sich doch ein neues Auto, lassen Sie sich trösten, brüllen ihre Mutter/Kinder/die Kellnerin an oder machen was Sport. Aber gehen Sie weg.

Ich hab hier leider niemanden zum Anbrüllen, deshalb mache ich Frusttests. *lol*

Man soll ja alles positiv sehen....

Historische Migränetherapie
Erste Versuche der Behandlung migräneartiger Kopfschmerzen lassen sich bis in die Mittelsteinzeit (ca. 8500-7000 v. Chr.) zurückverfolgen. In dieser Zeit wurden Dämonen und böse Geister im Kopf der Patienten als Ursache der Migräne angesehen. Mit Hilfe der Trepanation, der chirurgischen Eröffnung der Schädeldecke, unter Verwendung von Steinwerkzeugen wurde versucht, diese Dämonen entweichen zu lassen. Auch wenn die Erfolgsquote dieser Methode undokumentiert blieb, konnten zumindest archäologische Funde belegen, dass über 50% der Patienten diese Maßnahme überlebten. Dieses Verfahren wurde bis in das 17. Jahrhundert angewendet.


Was bin ich froh, dass ich nach dem 17. Jahrhundert geboren wurde und man mir kein Loch in den Kopf bohrt. So ein bißchen Kotzen geht da gleich viel leichter.

Bis einschließlich morgen

krankgeschrieben, und die Vertretung von meiner Hausärztin, die zur Zeit wie immer im Urlaub ist, wußte sofort, wovon ich spreche. Sie hat selbst auf dieses Schmerzmittel nämlich genauso reagiert. Also hab ich zur Migräne jetzt noch eine nette Schmerzmittelvergiftung - wenn man nicht schon krank ist, dann sorgen die Ärzte ganz bestimmt dafür, dass man es wird. Auf meine Nachfrage erklärte sie mir, dass Schmerzmittel mit Phenazon alle vom Markt genommen wurden, weil das angeblich so schwere Nebenwirkungen haben soll. Toll! Ich habe dieses Schmerzmittel 25 Jahre lang genommen (natürlich nicht regelmäßig, sondern nur bei Bedarf), wahrscheinlich bin ich eine einzige wandelnde Nebenwirkung, aber immerhin hat es mir geholfen und ich mußte mich nicht den ganzen Tag übergeben wie mit diesen Opiathämmern. Jetzt muß ich erst mal zusehen, ob ich doch noch was runterkriege und bei mir behalte, denn mein Magen hängt mir bis sonstwohin, da ich seit dem Morgen weder Essen noch Trinken konnte.

Ja, ist es nicht herrlich?

Dies besch...Kopfschmerzen seit Sonntag reichen ja eigentlich schon. Und eigentlich wollte ich heute wieder arbeiten gehen, doch leider sind die Schmerzen hinter dem linken Auge letzte Nacht so stark geworden, dass ich dauernd nachts aufgewacht bin. Deshalb dachte ich mir, ok, nimmst du jetzt mal die stärkeren Tabletten. Diese hatte meine Hausärztin mir extra für die Migräne gegeben, die sind mit Opiaten und wie ich dachte, vielleicht wirkungsvoller. Also habe ich in der Nacht zu verschiedenen Zeiten zwei davon genommen, und heute morgen waren die Schmerzen tatsächlich etwas besser. Allerdings habe ich mich dafür ziemlich merkwürdig gefühlt, so wackelig auf den Beinen und schwindlig. Dann habe ich ein paar Schlucke Tee getrunken und mich zehn Minuten später übergeben. Auch ein leichtes Frühstück wollte ich nicht bei mir behalten. Deshalb gehe ich nun nachher doch zum Arzt. Ich frage mich, was das schon wieder für ein Sch.... ist. Bei Migräne mich übergeben habe ich mich bisher noch nie. Vielleicht vertrage ich diese Schmerztabletten nicht, wobei ich davon ausgegangen bin, dass zwei davon nicht wirklich problematisch sein dürften. Aber ich glaube, ich weiß jetzt schon, dass ich die Dinger nie wieder nehme.

Benediktinertulpen mit Heiligenschein und Herr N.

Das erste, was mich im Traum beschäftigt, ist eine "Murkelbrücke". Ich weiß nicht mehr, woher ich den Begriff habe, aber ich frage mich im Traum, ob es wirklich so eine Brücke gibt. Verbunden ist dies mit einer riesigen Halle mit Textilien, um die mir bekannte Leute herumstehen und sie anstarren. Es werden immer mehr Leute, die nun in einer langen Schlange in der Halle stehen, ich sehe darunter enorm viele, die ich kenne, wie zwei ehemalige Klassenlehrerinnen. Es überfordert mich, so viele bekannte Gesichter zu sehen, weshalb ich mich still und ungesehen verdrücke.
Ich laufe nun durch einen mir noch unbekannten Teil meines Wohnviertels und treffe auf ein Kaufhaus, das ich dort nicht erwartete. Wenn man eintritt, befindet man sich zuerst im dritten Obergeschoß. Dort gibt es aber nur Klamotten, die interessieren mich nicht, weshalb ich mit der Rolltreppe nach unten fahre. Im zweiten Geschoß befinden sich Möbel. Es gibt nicht allzuviel. Ich gehe durch die Verkaufsräume, sehe aber nichts, was ich irgendwie gebrauchen könnte. Ich gelange in eine Art Lager, wo mir auffällt, dass an einige Schränke Schwanenfedern geklebt sind, und zwar jeweils eine weiße und eine schwarze gekreuzt.
Ich bekomme mit, dass die Schwanenfedern Windammer oder Winneammer heißen - das wußte ich bisher noch nicht. Ich hätte gerne so eine weiße Schwanenfeder, da sie aber unverkäuflich sind, frage ich neugierig einen Mitarbeiter danach, woher die stammen. Dieser erzählt mir, dass ein Kollege mal drei oder vier Stück mitgebracht hätte. Da nicht viel davon vorhanden sind, traue ich mich nicht zu fragen, ob ich eine bekommen darf. Stattdessen verlasse ich das Kaufhaus und befinde mich nun in einem kleinen angelegten Park mit Blumenrabatten. Der Park ist anscheinend nach Benedikt IIX. benannt, denn ich lese ein Schild, auf dem dieser Name steht. Es ist Frühjahr und die ersten Tulpen blühen. Es sind jedoch ziemlich exotische Tulpen, die ich so noch nie gesehen habe. Sie sind dunkelbraun mit einem gelben Streifen, aber das Faszinierendste ist, dass sie einen goldenen Schein um sich herum verbreiten. Ich frage mich, ob das wohl die Aura ist, die ich sehe und nenne sie für mich Benediktinertulpen mit Heiligenschein, was ich sehr witzig finde.
Die nächste Traumsequenz beginnt damit, dass ich aus einer Unbewußtheit durch die Stimme von Herrn N. geweckt werde. Ich finde mich nun hinter dem Computermonitor in meinem Büro wieder und Herr N. spricht zu mir. Er erzählt mir irgendwas, was gestern los gewesen ist, wohl mit einigen Klienten. Ich schaue hinter dem Monitor hervor und er hinter seinem - im Traum wirkt er etwas anders auf mich, irgendwie jünger und die Art, wie er redet, erinnert mich ein wenig an ein Kind. Er erzählt und erzählt und wirkt auf mich wie ein kleiner Junge, der Anschluß und/oder Anerkennung sucht. Er ist so bemüht, dass er extra einige Akten raussucht, um sie mir zu zeigen, als er sie wegnimmt, aber meine mitgreift. Ich mache ihn darauf aufmerksam, wobei ich feststelle, dass meine Akten anscheinend mit B und M beginnen.

Mittwoch, 8. August 2007

Die Zwischenwelt

Der Traum beginnt damit, dass ich erwache. Ich liege in meinem Bett, habe aber das Gefühl, dass jemand im Zimmer ist. Dieser jemand setzt sich auf mein Bett und betrachtet mich ganz genauso wie es meine Mutter früher getan hat, wenn ich krank war. Ich selbst habe meinen Kopf zur Wand gerichtet, weshalb ich nur aus dem Augenwinkel den Umriß eines Kopfes wahrnehme. Da ich weiß, dass eigentlich niemand im Zimmer sein dürfte, versuche ich mit aller Kraft, meinen Kopf zu drehen, was aber nicht gelingen will. Ich bin wie gelähmt und kann mich nicht bewegen. Mir ist unheimlich, gleichzeitig ist aber auch ein warmes, umsorgtes Gefühl da, eben so, wie wenn meine Mutter an meinem Bett saß, als ich krank war. Ist sie es vielleicht wirklich? Sie hat ja einen Schlüssel zur Wohnung. Endlich schaffe ich es mit größter Anstrengung den Kopf zu drehen (im Traum oder wirklich - ich weiß es nicht mehr) und sehe, dass ich anscheinend meine Deckenlampe für einen Kopf gehalten habe. Aber was ist mit dem Gefühl, dass sich jemand auf mein Bett setzt?

Nun befinde ich mich auf einmal im Bademantel auf Arbeit und das, obwohl ich heute gar nicht gehen wollte und mich krankgemeldet habe. Ich habe keinen Schimmer, wie ich da hin gekommen bin. Es ist eine ganze Menge los, Klienten sind da, um die ich mich aber nicht kümmere, da ich eigentlich gar nicht dort sein sollte, zwei Frauen von der Kasse (die es eigentlich nicht mehr gibt), wollen was wegen einer Zweitunterschrift von mir und ein mir wildfremder Kollege überreicht mir ein Zeitung mit einer Seite über verschiedene Kolleginnen. Er scheint mich zu kennen und mich extra aufgesucht zu haben, ich kenne ihn aber nicht, tue jedoch so, als wüßte ich Bescheid. Leider habe ich die Seite mit den Kolleginnen verblättert und finde sie nicht mehr wieder. In dem Büro, in dem ich mich befinde, hat man direkt einen Blick auf den Hof mit mehreren Bäumen und einem kleinen Häuschen. Das Häuschen erinnert mich an das Küsteramt vom Hof meiner Kindheit. Die Bäume sind ohne Blätter, aber was mir zuallererst auffällt ist, dass eine getigerte Katze in den Bäumen totalen Rabatz macht und sich wie ein Affe benimmt. Sie klettert in Windeseile die Bäume herauf und herunter, springt von Ast zu Ast, schlägt dabei Purzelbäume und spielt total verrückt. Es ist lustig anzusehen, schließlich fällt sie aber von einem der oberen Äste, der sich fast vor meinem Fenster befindet, herunter auf den Boden. Doch sie scheint sich nichts getan zu haben und ist immer noch putzmunter. Ich mache mich nun auf den Weg nach Hause, wird auch langsam Zeit.

Dienstag, 7. August 2007

Astrologie und die sieben Strahlen (Bruno und Louise Huber)

Ich habe bisher schon einige astrologische Schulen studiert, die Huber-Schule mit ihrer astrologischen Psychologie kannte ich bisher jedoch nur von Hörensagen. Das wollte ich ändern, weshalb ich mir obiges Buch zulegte. Ich hatte schon vorher so eine Ahnung, dass dieses Deutungssystem irgendwie mit Alice Bailey zusammenhängen muss, da diese es ist (bzw. "ihr" Tibeter, den sie sich ähnlich wie Blavatsky "an der Hand hatte"), die über das esoterische System der sieben Strahlen in ihren Büchern schrieb. Aber auch Blavatsky kann man in diesem esoterischen Astrologiesystem gut wiederfinden. Das ist insofern praktisch, da es mir das Verständnis enorm erleichterte, bereits die Geheimlehre gelesen zu haben, zumal zu den grundlegenden esoterischen Bewußtseinsebenen an sich nicht so viel erklärt wird. Ich bin etwas skeptisch, ob ein Konstrukt aus Analogien, welches mehr oder weniger willkürlich - wenn auch, wie es scheint, in akribischer Detailarbeit - die sieben Strahlen mit der Astrologie zusammenführt, zu stimmigen Ergebnissen führt, außerdem hatte ich eine Weile zu knabbern, bis ich das "Berechnungs"-prinzip begriffen hatte. Es ist zwar an sich sehr einfach, aber vielleicht wurde es gerade deshalb nur so "nebenbei" erklärt, wo ich es nicht gleich richtig wahrgenommen habe. Im Gegensatz zu Ebertin, wo man ständig Halbsummen berechnen, bzw. finden muss, ist es jedenfalls ziemlich entspannt und teilweise intuitiv. Jetzt weiß ich, auf welchem Strahl "meine" Sterne und Planeten so herumdümpeln, nämlich: 4 317 (147) 2.
Das erste ist der Persönlichkeitsstrahl, das zweite der Strahl des Mentalkörpers, das dritte der Strahl des Gefühlskörpers, das vierte der Strahl des physischen Körpers, die drei in Klammern die Strahlen der transpersonalen Planeten und das letzte der Strahl der Mondknotenachse. Natürlich gibt es ebenfalls, zumindest zu den ersten vier Strahlen, ein paar Deutungen dazu, wobei ich vor allem den Persönlichkeits- und Körperstrahl gut getroffen finde:

4. Strahl (Persönlichkeit) - Er leidet unter der Unvollkommenheit dieser Welt und muss sich immer wieder von neuem bemühen, alles zu verstehen und einen Ort in der eigenen Mitte zu finden, wo er in Harmonie mit sich und der Welt kommen kann. In seinem Leben fühlt er die Notwendigkeit, ein Ideal zum Ausdruck zu bringen. Das macht ihn kreativ und auch zum Künstler....
....Dieser Prozess, das Innere mit dem Äußeren in Übereinstimmung zu bringen, ist eine Lebensaufgabe für die 4. Strahl-Persönlichkeit...Wenn ein Mensch mit dem 4. Persönlichkeitsstrahl über ein Problem nachdenkt, wird er sich nicht lange mit den Details befassen. Mit seinen Gefühlen spürt er in die Angelegenheit hinein und plötzlich wird ihm intuitiv die Lösung in den Sinn kommen... Er hat die Fähigkeit der Imagination, kann sein Bewußtsein ausdehnen und grössere Zusammenhänge intuitiv erfassen.
7. Strahl (Körper) - Wenn man z.B. zu ihm sagt, er soll Salat essen, weil Salat gesund ist, wird er es niemal tun, wenn er ihn nicht mag. (*lol*) Die zyklischen und rhythmischen Prozesse des Lebens sind ihnen wichtig. Sie wollen selbst bestimmen, wann sie arbeiten und wann sie schlafen. Sie vermeiden geschickt, die Organisation des täglichen Arbeitsablaufes anderen zu überlassen, hören nicht auf diese und bestehen auf ihren eigenen Rhythmus. Wird er von außen aufgezwungen, kann das einen solchen Körper krank machen. Das ist für viele in unserer Gesellschaft mit ihren mechanischen Abläufen ein echtes Problem.

Mit den anderen beiden Strahlen kann ich nicht so viel anfangen:
3. Strahl(Mentalkörper) - Er ist fähig, sein ganzes ökonomisches und wirtschaftliches Denken so einzusetzen, dass es Gewinne verspricht. Die meisten Managertypen haben den 3. Strahl im Denken. Sie können durch logische Argumente andere überzeugen, nehmen ihre Vorteile wahr, wovon auch die anderen profitieren.
Also dieses gewinnorientierte und wirtschaftliche Denken konnte ich bisher an mir nicht entdecken, sonst würde ich sicher nicht mehr als ein Angestellter im Büro herumhocken. *gg*

Und noch ein letztes interessantes Zitat:

Die ersten Schulen der Vergangenheit, wie die Theosophen oder die Arkanschule, haben noch den Eindruck vermittelt, dass die Seele schwer zu erreichen ist, und dass wir einen Meister brauchen, um dorthin zu gelangen. Ich glaube, dass diese Einstellung überholt ist. In unserer modernen Welt verfügen schon viele Menschen über eine gute Schulbildung und oft auch über esoterisches Wissen. Unser Verstand ist gut trainiert und das unterscheidet uns von den Menschen vor 100 Jahren...
...In Bezug auf die Erfahrungen der Seele und den Einweihungen sagte der Tibeter selbst am Ende seiner Schriften im Jahr 1940, dass die alten Modelle der Hierarchie mit den Belehrungen durch die Meister der Vergangenheit angehören. Die Menschheit hat sich viel schneller entwickelt als man angenommen hatte. Die Konsequenz aus dieser Feststellung ist, dass jeder seinen eigenen Weg gehen kann. Den Begriff "eingeweiht werden" wird es in dieser Form nicht mehr geben.

Verbraucherfallen im Internet

Unter http://www.vzbv.de/mediapics/kostenfallen_im_internet_2007.pdf findet man eine Liste unseriöser Internetseiten mit versteckten Kostenfallen.

Montag, 6. August 2007

...

Unsere Bauern haben nur zu sehr vergessen, was ihre Großväter noch wußten, und sehen in jeder Art, die nicht durch ihre Pflege angebaut wurde, ein "Un"kraut, das um jeden Preis zu vernichten ist. Die sogenannte "biologische" Landwirtschaft, die sich jene fruchtbaren Verbindungen zunutze macht, erinnert sich heute gerade rechtzeitig daran: Erbsen und Erdbeerstauden fühlen sich wohl in Gesellschaft von Kartoffeln, welche wiederum keine Tomaten ertragen, obwohl sie zur gleichen Familie gehören; die Petersilie, die in meinem Garten so oft recht launisch wächst, hat unverhoffte Erträge gebracht, nachdem sie zufällig entlang einer Reihe Karotten ausgesät wurde. Einige russische und amerikanische Agronomen gehen soweit, daß sie die systematische Verwendung von schlechten Kräutern fordern, nachdem sie beobachteten, daß in Gegenwart von Feldmargeriten und Klatschmohn, die man normalerweise ausreißt, der Weizen besser gedeiht, und behaupten, daß die Kornblume für die Gesundheit des Roggen unverzichtbar sei...

....Blumen, die von Nachtfaltern befruchtet werden, sind meistens weiß und damit nachts besser sichtbar; sie verströmen süße Düfte, für die Lepidopteren eine Vorliebe haben....

(aus "Magie der Pflanzen" von Jaques Brosse)

Erst jetzt sehe ich,

dass sie bei den Titralgan-Tabletten neuerdings Acetylsalicylsäure statt Phenazon verwenden (ganz abgesehen davon, dass sie es nicht mal auf ihrer Homepage für nötig halten, die Inhaltsstoffe bekannt zu geben - der Verbraucher soll ja nur zahlen, um sich zu informieren ist er eh zu blöd). Und ich kaufe die Dinger munter weiter, aber wundere mich, warum sie auf einmal nicht mehr wirken. Die spinnen wohl, einfach was anderes unter dem gleichen Namen zu verkaufen....

Sonntag, 5. August 2007

Witzig,

was Google mich fragt, wenn ich nach "Ferdinand der Seebeuter" suche: Meinten Sie "Ferdinand der Teebeutel"...

Nein, du Clown. *lol*

Samstag, 4. August 2007

Die 27 Mondhäuser der indischen Astrologie

findet man hier:
http://astronet.ch/ind_astr/nakshatras2.htm

Da die indische Astrologie mit dem siderischen Tierkreis arbeitet, muss die Präzession, die zur Zeit gerundet ca. 24 Grad beträgt, von der Radix-Position des Mondes im tropischen Tierkreis abgezogen werden. Wenn der Mond also wie bei mir auf 8 Grad 20 Minuten Widder befindet, ist seine Position im siderischen Tierkreis 14 Grad 20 Minuten Fische. Das ist zwar nicht minuten- und sekundengenau, reicht aber zum Feststellen des Mondhauses aus.

Freitag, 3. August 2007

Vom Beschreiben des Unaussprechbaren und Erzählen des des Unbeschreibbaren

Es gibt Dinge, die sind nicht existent und passieren, und es gibt Dinge, die sind existent, aber passieren nicht. In der Regel ist davon auszugehen, dass es dieselben sind. Nach diesem Paradoxon sind sie also sowohl existent, als auch nicht existent, sie passieren und passieren auch wieder nicht. Ich weiß genau, wovon ich spreche, auch wenn das jetzt vielleicht nicht so klingt. Aber ich bin unzufrieden. Ich bin unzufrieden mit mir und meinen Möglichkeiten, das zwischen den Zeilen meiner Gedanken liegende mit Worten zu erfassen. Im Schreiben über Handlungen und Ereignisse bin ich groß. Auch meine unmittelbaren Gedanken kann ich ganz gut ausdrücken. Doch das ist nicht alles. Da gibt es noch mehr. Und wenn ich ein Buch in die Hand nehme und darin ganze zwanzig Seiten alleine über einen Blick erzählt finde, dann weiß ich, dass ich das auch in mir finden kann, aber ich finde es nicht. Ich muss wohl davon ausgehen, dass ich oberflächlich bin, denn ich fühle nur und belasse es dabei. Ich mache mir nicht die Mühe, zwanzig Seiten damit zu füllen, weil ich weiß, dass es mir nicht gelingen würde. Stattdessen ertappe ich mich dabei, wie ich versuche, ein einzelnes Gefühl in langen Handlungsfolgen auszudrücken. Die Handlung ist der Weg, das Gefühl das Ziel. Ich bezweifle jedoch, dass es funktioniert, zumindest nicht so, wie ich es mir wünsche. Und bezweifle manchmal ebenso, dass andere das überhaupt fühlen können, was ich fühle. Nur wenn ich David Lynch-Filme sehe, weiß ich, es ist möglich, dass jemand die Welt ebenso empfindet wie ich. Vielleicht sollte ich ja besser Regie führen statt zu schreiben, aber als Hobby macht sich das irgendwie so schlecht. Natürlich ist davon auszugehen, dass es genügend Leser gibt, die es keinesfalls interessiert, zwanzig Seiten über die Umstände eines Blickes zu lesen. Und weiterhin gehe ich davon aus, dass meine Geschichten sowieso keiner liest, was wiederum den großen Vorteil hat, dass ich nicht auf den Geschmack und die Vorlieben eventuell vorhandener Leser eingehen muss, sondern mich voll darauf konzentrieren kann, was ich wirklich sagen will. Doch das, was ich sagen will, bleibt meistens so ein ätherisches Gefühl irgendwo zwischen Magen und Halsgrube, sobald ich es zu greifen versuche, ist es wieder verschwunden.

Gut, um das mal klarzustellen,

wenn ich träume, ich bekomme ein Buch geschenkt, dann bedeutet das, dass ich eine Fußraspel geschenkt bekomme. Diese Fußraspel bekam ich statt einer Schuhbürste, die eigentlich als Werbegeschenk vorgesehen war und mit der ich absolut hätte nichts anfangen können. Wenn ich aber eine Fußraspel statt einer Schuhbürste bekomme, dann bedeutet dies wiederum, dass noch Zeichen und Wunder geschehen, denn erst vorigen Sonntag habe ich festgestellt, dass ich keine Fußraspel mehr besitze und mir mal wieder eine zulegen müßte, was ich aber natürlich die ganze Woche hindurch erfolgreich verdrängt habe.

Die Autogrammadresse von Thomas Mann

Es ist Nacht und ich bin in meiner spärlich beleuchteten Wohnung von Unmengen Büchern umgeben. Die Wohnung ist etwas anders als meine richtige, mit vielen Fensterfronten, so dass sie fast von allen Seiten einsehbar ist. Obwohl es schon spät ist, bin ich noch auf, weil ich warte, bis meine Nachbarn fest schlafen, da ich irgendetwas aufräumen will. Dabei fällt mir ein, dass ich ja in meinem Weblog einen Eintrag darüber veröffentlichen wollte, wie ich an die Autogrammadresse von Thomas Mann schrieb. Die Adresse selbst hatte ich vom Wilden Kaiser bekommen und ich habe einen Brief an diese Adresse geschickt. Daraufhin erhielt ich eine Antwort, ohne Autogramm, aber dafür mit einem Buchgeschenk. Es ist allerdings kein Buch von Thomas Mann, was mich um so mehr freut. Während ich in den Büchern meiner Wohnung stöbere, fällt mir auch ein Stapel in die Hände, der Blütenstaub gehört. Ich habe keine Ahnung, was der in meiner Wohnung macht, beginne aber im obersten Buch zu blättern. Es ist fast ganz ohne Text, nur mit Bildern, die randlos über alle Seiten gedruckt sind. Sie erinnern mich an eine Mischung aus "Sleepy Hollow" und Orwells "1984".

Mittwoch, 1. August 2007

Zucker in geheimer Mottenkugel-Mission oder Herr N. ist gut zu Vögeln

Heute wollte ich mal den Härtetest machen und legte einen meiner Kekse auf das Fensterbrett, um zu sehen, ob die Spatzen dann trotz Herrn N. an das Fenster kommen. Dass ihnen die Kekse schmecken, weiß ich vom letzten Freitag, wo einer von denen ratz fatz von ihnen vertilgt wurde. Nach mehreren Stunden stand das Ergebnis fest - weit und breit kein Spatz im Umkreis von mehreren Kilometern zu sehen.
Ich beschloß, Herrn N. mit dem Ergebnis dieser Untersuchung zu konfrontieren. Dazu erzählte ich ihm, wie ich es witzig fände, dass immer, wenn er nicht da sei, Spatzen bis fast in das Zimmer kämen, sobald er aber anwesend sei, sich kein einziger mehr blicken lasse. Darauf erklärte Herr N. erst einmal, dass er den Spatzen nie etwas getan habe, dann behauptete er, der Spatz, der immer in das Zimmer hüpfe, sei der verkleidete Herr K., der spionieren wolle, und schließlich bestätigte er, dass er sogar selbst manchmal was für sie raus gelegt habe, nämlich dann, wenn Herr K. alten Kuchen mitgebracht hatte und dieser weggefressen war. Jedenfalls schien ihn das irgendwie zu wurmen und er stand nun öfter am Fenster und schaute nach dem Keks. Schließlich ging er aus dem Zimmer und meinte, er werde den Vögeln jetzt mal eine Chance geben. Als er zurückkam, wollte er wissen, ob welche da gewesen seien. Dies musste ich leider verneinen, wobei ich nochmals darauf hinwies, dass sie nur kommen, wenn er den ganzen Tag nicht im Büro ist. Da klopfte er enttäuscht gegen die Fensterscheibe "Nicht los mit den Vögeln..." und erklärte, dann müssten sie eben bis Freitag warten (Urlaubstag).

Seit ich mit Herrn N. zusammensitze, werde ich ja von den anderen Kollegen immer mit zum Teil mitleidigen und zum Teil neugierigen Blicken angeschaut. Jedesmal, wenn ich jemanden auf dem Flur treffe, wird gleich mit bedeutungsschwangerem Blick in Richtung Zimmer Herr N. gefragt, wie es mir gehe. Ich antworte darauf regelmäßig, dass er mir bisher nichts getan habe. Einer Kollegin, die mich das heute fragte, berichtete ich aber noch, dass mich eigentlich am meisten der Geruch nach Mottenkugeln störe. Da erzählte sie mir, es sei jetzt schon viel besser geworden, früher muss der Geruch also wohl noch extremer gewesen sein. Außerdem sei sie selbst auf der Suche nach diesen Mottenkugeln, weil die gegen Wühlmäuse helfen sollen (wohl nicht nur gegen Wühlmäuse, sondern auch gegen Spatzen). Die Frau im Laden hätte sie nur groß angeguckt und sie könne die Mottenkugeln nirgendwo auftreiben. Ich meinte zu ihr ein bißchen scherzhaft, sie solle doch mal Herrn N. fragen. Das wollte sie aber nicht. Mal schauen, vielleicht kriege ich es ja noch raus, woher Herr N. seine Mottenkugeln bezieht.