aber ich habe als Kind tatsächlich geglaubt, eine Kartause sei eine adlige Dame, die diesen Titel trägt. Und die Kartause von Parma eine adlige Dame aus Parma. Das fand ich so langweilig (ich konnte adligen Damen und Romanen über sie noch nie viel abgewinnen), dass ich das Buch aus der Bibliothek meines Vaters nie angefasst habe. Bemerkenswert ist aber trotzdem, dass Stendhal diesen tausendseitigen Roman, wie sie auch Dickens schon bekehrten, in nur 53 Tagen verfasst hat.
Wohne wieder in meinem alten Zimmer, wo ich vor Jahren zur Untermiete wohnte. In meinem Bewußtsein denke ich zuerst, dass ich keine andere Wohnung mehr habe, weder die jetzige, noch ein Zimmer bei meinen Eltern. Doch dann meine ich mich dunkel zu erinnern, dass ich doch noch eine Wohnung habe (die jetzige). Das verwirrt mich. Wieso bin ich dann nicht in der Wohnung sondern hier? Ich verlasse das Haus und bin nun in einer völlig fremden Umgebung. Ich überquere einen großen Platz und gehe auf ein altes Gebäude zu. Was ich dort wollte, habe ich vergessen, allerdings habe ich nicht damit gerechnet, was mich dort erwartet. Schon als ich einen Eingang des Gebäudes betrete, sehe ich mich neugierig um, da der Raum, in dem ich mich jetzt befinde, so ungewöhnlich aussieht. Es ist ein eher kleiner Raum, aber auch nicht kleiner als ein gewöhnliches Zimmer, rechteckig langgestreckt und mit einer gewölbten halbrunden Decke. Keine Fenster, die Wände sind aus Stein und ringsherum ab mittlerer Höhe mit bunten, aber schon etwas verblassten Mosaiken verziert. Sofort wird mir klar, dass der Raum sehr byzantinisch wirkt, wie eine byzantinische Kapelle. Das verwundert mich. Da merke ich auf einmal, wie der Raum sich hebt und nach oben fährt. Oh, ein Fahrstuhl! Ist der nicht etwas zu groß und schwer? Ich frage mich, ob der Fahrstuhl wegen seines Gewichts und seiner Größe sicher ist, weshalb ich auch ganz erleichtert bin, als er in irgendeinem Stockwerk anhält. Neugierig warte ich, wo sich den nun ein Durchgang öffnet. Hoffentlich ist es nicht so ein kleines Loch im Mauersims, wo ich durchkrabbeln muss. Aber nein, auf der gegenüberliegenden schmalen Seite öffnet sich ein normale Tür. Ich trete hindurch, doch was ich jetzt sehe, beeindruckt mich noch mehr. Ich befinde mich in einem riesigem, aber total verlassenem und verwüstetem Bürogebäude. Der Anblick ist wirklich unbeschreiblich. Eine Seite des Hauses fehlt ganz, so dass ich vom Gang aus hinunter in die Bäume schauen kann. Auf der anderen Seite des endlosen Ganges stehen unzählige weiße Türen halb offen, teilweise wehen Papierfetzen im Wind, Schutt liegt auf dem Fußboden, Gerümpel und kaputte Möbel sind überall verstreut. Es ist menschenleer und sehr still. Was ist hier denn geschehen? Wurde das Haus ausgebombt? Der Anblick ist unheimlich und trostlos zugleich.
Erst zögere ich, weiter in den Gang hineinzugehen, weil es dort so gruselig ist, tue es aber doch und will jetzt fotografieren. DAS muss ich unbedingt mit meinem Fotoapparat festhalten. Hab ich ihn überhaupt mit? Ja, er müßte in meiner Tasche sein. Doch bevor ich ihn herausholen kann, höre ich von irgendwoher aus den schweigend daliegenden Räumen Schritte. Ich bekomme es mit der Angst zu tun, das kann nichts gutes bedeuten. Schnell husche ich durch eine der offen stehenden Türen in einen der verwüsteten Büroräume, in der Absicht, mich dort zu verstecken. Hier möchte ich niemandem begegnen. Doch sobald ich hineinkomme, sehe ich aus einer zweiten Tür zum gleichen Gang hin, einen Schatten hinaushuschen. Anscheinend sind die Schritte genau aus diesem Zimmer gekommen. Nochmal Glück gehabt, dass ich nicht gesehen wurde. Aber ich hab mich zu früh gefreut, denn dieselbe Gestalt kommt noch einmal zurück. Es ist eine schwarzhaarige junge Frau. Das erleichtert mich jetzt und ich frage sie, was sie hier macht. Sie erzählt es mir und wir kommen ins Gespräch. Der Inhalt desselben liegt völlig im Vergessen.
In einem Seminar, das Thema hab ich natürlich wieder vergessen. Der Seminarleiter ist noch sehr jung, jünger als ich. In einer Aufgabe geht es um eine metallische Gittertür, wie sie in Kellern verwendet wird. Ich mache die Aufgabe erst gar nicht, weil ich der Meinung bin, dass die Gittertür so feste Verstrebungen hat, dass die Aufgabe schon von Grund auf nicht lösbar ist. Der Seminarleiter setzt sich neben mich, um jemandem am gleichen Tisch zu helfen, bemerkt aber auch, dass ich da sitze, als sei ich schon fertig. Er fragt, ob ich klar komme und ich versuche ihm, meine Meinung dazu zu sagen, aber im Raum ist es so laut, weil alle durcheinanderquatschen, dass wir uns gegenseitig anschreien müssen und trotzdem kaum etwas verstehen. Ich sage dann auch, dass ich so laut bin, weil ich kaum mein eigenes Wort verstehe und er nickt und meint sarkastisch, dass es den anderen wohl ebenso geht. Wir bekommen jetzt einen Zettel mit anderen Aufgaben, aber blöderweise verbummel ich diesen und hoffe deshalb, dass er mich nicht dran nimmt, suche hektisch danach. Zum Glück läßt er mich in Ruhe.
Im nächsten Traum bin ich zunächst beim Einkaufen mit meiner Schwägerin. Sie hat einen Geburtstag vorzubereiten, ich glaube, für ihre Adoptivtochter, und ist wieder Hans Dampf in allen Gassen. Jetzt befinde ich mich in meinem alten Elternhaus und gehe durch den langen Korridor, komme in die Küche. In meinem Bewußtsein bin ich allein und ich denke noch immer über meine Schwägerin nach, die so ein großes Programm mit Leichtigkeit absolviert. Als ich wieder aus der Küche hinausgehe, greife ich nach einer kleinen Tomate und esse sie. Irgendwie ist etwas besonderes an dieser Tomate, das ist mir schon vorher klar, bevor ich sie esse, denn ich frage mich, ob vielleicht eine kleine Stelle schimmlig ist, aber dann, als ich sie gegessen habe, verändert sie schlagartig mein Bewußtsein dahingehend, dass ich nun wie selbstverständlich weiß, einen Partner zu haben. Außerdem geschieht plötzlich eine Explosion während ich in das Wohnzimmer komme. Mein Partner liegt lang ausgestreckt auf dem Boden. Er ist dunkel-, fast schwarzhaarig und trägt eine Arbeitshose. Anscheinend hat er irgendwo rumgebastelt, er ist wohl Handwerker, und dabei eine Explosion ausgelöst. Erschrocken eile ich zu ihm und ziehe ihn so hoch, so dass er jetzt mit dem Rücken an der Couch lehnt. Er bewegt sich und murmelt etwas, lebt also noch. Das erleichtert mich. Inzwischen macht er auch schon wieder Witze indem er irgendeine Bemerkung über den Qualm und meine Schuhe vor sich losläßt. Er hat jetzt die Augen geöffnet und seltsamerweise hat er in seinen Augen jeweils ein gelbes, griechisches Kreuz. Auch sein Gesicht sieht etwas merkwürdig aus, so flach und mit den Augen irgendwie reptilienartig. Das Telefon klingelt und obwohl er noch wacklig auf den Beinen ist, kann er kaum schnell genug an den Hörer kommen, wobei er wieder eine witzige, ironische Bemerkung macht. Es ist ein rotes, modernes und sehr schickes Telefon, passt so gar nicht zu der Einrichtung bei meinen Eltern.
Kreuz
Psychologisch:
Das Kreuz unterteilt die Welt oder den Himmel in die vier Himmelsrichtungen. Es ist im Traum sowohl als Ordnungs-, wie auch als ältestes Ganzheitssymbol zu verstehen. Spirituell: Das Kreuz ist Sinnbild der Einheit von Extremen, der Synthese und des Maß - in ihm sind Zeit und Raum verknüpft.
Auge
Psychologisch:
Das Traumsymbol "Auge" hat die Bedeutung eines Bewußtseinsorgans. Es steht im Traum wie auch in der Wirklichkeit als Spiegel der Seele. Spirituell: Das Auge ist das Sinnbild der sinnlichen und intellektuellen Wahrnehmung.
Gelb
Psychologisch:
Die Farbe der Bewegung und der Kommunikation (z.B. Post) - und die Farbe des Sonnenlichtes ist Symbol für Energie, für die Fülle des Lebens und für "reiche Ernte" - auch im geistigen Bereich.
Erstes Bild: Blick aus dem Fenster am Abend. Zwei Männer mit Gasmasken gehen die beleuchtete Straße mit Geigerzählern ab. Sollte etwa in Atomunfall geschehen sein? Wenn das keine Geigerzähler sind, sondern zum Beispiel Metalldetektoren, wie Schatzsucher sie benutzen, dann bräuchten sie doch keine Masken. Mir fällt auf, dass von links, aus einem alten großen Gebäude, das wohl ein Industriegebäude ist, eine helle Wolke strömt. Könnte auch nur Dampf sein. Seltsamerweise bleiben die Leute, die ebenfalls auf der Straße entlanggehen und den beiden Männern begegnen, vollkommen ruhig, sie beachten sie nicht einmal. Vielleicht denken sie sich ja nichts dabei. Und vielleicht wird mal wieder irgendein Unfall vertuscht.
Zweites Bild: Ich stehe direkt am nächtens schwarzen Wasser der Spree und mein Blick fällt nach rechts, auf die in der Ferne bunten Lichter der Stadt, die sich in den kleinen Wellen spiegeln, ein schöner Anblick, sowie nach links auf den Eingang eines Hotels und die Ecke des großen Industriegebäudes. Von dorther komme ich.
Drittes Bild: Eine große quadratische Fläche mit einem schmalen gemauerten Vorsprung darum. Zwei Herren teilen mir mit, dass ich in einem Musical tanzen soll. Ich bin zum einen überrascht, besorgt, da ich gar nicht tanzen kann und zum anderen aber auch hocherfreut. Sowas wollte ich immer schon mal machen. Meine Abenteuerlust siegt schließlich über die Angst vor einer Blamage. Ich denke mir, dass ich es einfach versuchen werde und vielleicht irgendwie hinkriege. Eine Frau, die mir zeigen soll, wie sie sich das Tanzen vorstellen, kommt herbei und beginnt auf dem Vorsprung entlangzutanzen. Sie macht Schritte und Sprünge wie Fred Astair und ist einfach grandios. Einerseits reißt mich ihr Tanz mit und begeistert mich, andererseits zieht er mich auch wieder runter, da ich weiß, dass ich das selbst so niemals können werde. Ich bin etwas neidisch auf sie und frage mich außerdem, warum sie nicht einfach sie nehmen statt mich. Jetzt bin ich an der Reihe. Solche Schritte wie sie kann ich nicht, deshalb mache ich viel einfachere Schritte und Drehungen, bin aber mit vollem Elan bei der Sache. Es macht riesigen Spaß und gerade anfangs fühle ich mich auch gar nicht sehr gehemmt. Während ich den Vorsprung entlangtanze, bemerke ich, dass dieser anscheinend um eine große Pyramide führt. Ich tanze um eine Ecke und stelle fest, dass dort der Vorsprung nicht gerade ist, sondern sich verjüngt und so schmal wird, dass ich kaum darauf gehen kann. Auch die beiden Herren von der Besetzung, die mich beim Tanzen begleiten und kritisch beäugen, sehen das und notieren es eifrig in ihren Notizbüchern. Der Vorsprung muss hier verbreitert, mindestens begradigt werden, wenn ich nicht herunterfallen will, ganz klar. Das sehen die Herren genauso. Ich tanze weiter, doch nicht mehr ganz so frei und schwungvoll, was wahrscheinlich an den ziemlich skeptischen Blicken der beiden liegt. Sie wirken nicht sehr begeistert. Und ich fühle mich immer plumper. Endlich habe ich die Pyramide einmal umrundet. Die beiden Herren schauen ernst in ihre Notizbüchern. Ernst und direkt erklären sie mir, was alles an der Choreographie, an mir und sonstwo geändert werden muss, damit das irgendwie hinhaut. Ich hab es ja gewußt, dass ich das nicht kann. Aber seltsamerweise wollen sie es anscheinend immer noch mit mir versuchen. Zumindest fällt kein Wort davon, dass jemand anderes tanzen soll. Irgendwie verwundert mich das.
Bemerkung: Der Traum erinnert mich an die "Tanzbeine" in meinen Händen und es ist sicher nicht uninteressant, dass Saturn gerade über meinen absteigenden Monknoten läuft, der für Vergangenes steht (Pyramide). Die beiden kritischen und prüfenden Herren sind wohl eindeutig Saturn zuzuordnen.
Pyramide
Allgemein:
Pyramide steht für Kreativität, Energie und Streben nach höheren Einsichten, außerdem für Reifung der Persönlichkeit. Die genaue Bedeutung kann man nur individuell finden. Die Pyramide ist ein äußerst mächtiges Symbol. Auf der physikalischen Ebene ist sie ein faszinierendes Bauwerk, geistig gesehen ist sie ein Bauwerk der Regeneration, und in spiritueller Hinsicht ist die Pyramide die Hüterin der Macht. Es hängt von der Bewußtseinsebene des Träumenden ab, welche Deutung für ihn Gültigkeit hat.
Psychologisch:
Altägyptische Traumforscher behaupteten, wer eine Pyramide sieht, komme ein Geheimnis auf die Spur. Spirituell: Auf der spirituellen Ebene ist die Pyramide ein Symbol für die Integration von Selbst und Seele. In Träumen kann sie für den Tod stehen, aber sie beinhaltet auch Wiedergeburt. Die Basis der Pyramide steht für den Körper, die Seitenflächen zeigen die geistigen Bestrebungen, die Spitze symbolisiert die harmonische Vereinigung des Menschlichen mit dem "höheren Selbst" (Gott).
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen: du wirst etwas großartiges erfahren; du wirst nach großen streben und dennoch bescheiden bleiben;
(europ.) : - bedeutet Größe und Reichtum sowie, daß man sein Glück in der Ferne eher als daheim finden wird; bedeuten viele Veränderungen; eine erfolgreiche Zukunft und eine hohe Position im Leben ist einem sicher; - sehen: man wird den Weg zum Glück in der Ferne finden und eine wunderbare Offenbarung erleben;
ich bin Kapern-Fan. Während eingelegte Oliven bei mir nur eine unkontrollierbare Übelkeit hervorrufen, kann ich Kapern gläserweise essen. Entsprechenden Gerichte werden bei mir natürlich entsprechend großzügig mit ihnen bestückt und früher bei der Schulspeisung hat meine Schulfreundin ihre immer vom Teller gesammelt und auf meinem abgelegt, da sie keine Kapern mochte. Ich wußte natürlich, dass Kapern Pflanzenknospen sind, allerdings wußte ich bisher noch nicht, was für
tolle Blüten aus ihnen werden, wenn sie nicht vorher abgepflückt werden. Wow, was für eine Schönheit! So ein Fotomodell hätte ich auch mal gerne.
sicher war mir, dass keiner der mir bekannten Theologen "das Licht, das in der Finsternis schien" mit eigenen Augen gesehen hatte, sonst hätten sie keine "theologische Religion" lehren können. Mit der "theologischen Religion" konnte ich nichts anfangen; denn sie entsprach nicht meinem Gotteserlebnis.
Carl Gustav Jung (Erinnerungen, Träume und Gedanken)
Auf einem Hinterhof. Was mir zuerst auffällt, ist der exotische Eindruck, den dieser Hof auf mich macht. Dann merke ich, dass dies wohl an den Geräuschen liegen muss, die mich umgeben. Fremdartige Vogellaute. Sie erinnern mich ein wenig an das Alfred-Brehm-Haus. Ich schaue mich genauer um und erblicke einen sehr schlanken und hochgewachsenen Baum. Anscheinend ist er es, der die vielen verschiedenen Vögel anzieht. Ich versuche nun herauszufinden, was das für ein Baum ist, indem ich jedes Detail betrachte.
Sein Stamm ist schlank und hat eine weiße Rinde, so wie eine Birke. Von der Baumkrone und auch von der Höhe her, wirkt er allerdings mehr wie eine Kiefer. Statt Blätter hat er dunkelgrüne lange Nadeln, die ebenso wie bei einer Kiefer buschig angeordnet sind. Während ich die Baumkrone betrachte, sehe ich einen pastellig bunten Vogel auf einem Ast sitzen und singen. Was für ein schöner Baum! Wohl ein ziemlich seltener. So einen würde ich auch gerne mal pflanzen, denn das Klima scheint er ja zu vertragen, aber wo herbekommen?
Die nächsten Traumfragmente drehen sich alle um K.B., einen ehemaligen Mitschüler aus der Unterstufe. Aus irgendeinem Grund bin ich der Meinung, ihm irgendetwas Gutes tun, vielleicht auch mich bei ihm bedanken zu müssen. Ich suche sein Zuhause in einer Gartenkolonie. Es stehen zwar keine Namen an den Gärten, aber zufällig erwische ich trotzdem den richtigen, der sich U-förmig um einen Weg schlingt. In der entstandenen Sackgasse, habe ich einen Streifen Erde aufgeschüttet und Blumensamen ausgesät. Diese sind schon aufgebrochen und wachsen in rasender Geschwindigkeit, so dass es mich selbst wundert. Die kleinen Pflanzen sind bereits ca. 2-3 cm hoch. Und das in nur zwei Tagen. K.B. kommt hinzu und läßt mich in seinen Garten, sagt aber nicht viel zu den Pflanzen. Später treffe ich ihn woanders und will ihm eine kleine ovale, weiß-silbrige Porzellan- oder Steingutdose schenken. Doch er möchte sie nicht annehmen. Ich versuche mehrere Male ihn zu überreden, sie doch zu nehmen, habe aber keinen Erfolg. Also muss ich sie selbst behalten.
Bemerkung: Ich fasse es kaum, aber dank des Internets habe ich den Baum, von dem ich träumte, in Japan gefunden, nämlich hier: http://www.yunphoto.net/de/photobase/yp1483.html
Dabei hätte ich nicht gedacht, dass es sowas wirklich gibt. Leider steht nicht dabei, was das für eine Baumart ist.
Ich gehe durch die Wohnung der Großen Mutter, die ebenfalls evangelischer Pfarrer war und mich durch das ewig gleiche anzügliche Geschwätz langweilt. Hegel, der grosse, deutsche Denker, muß diese Wahrheit gewusst oder intuitiv gefühlt haben, fast hege ich es in den oberen Brustmuskeln. Wenn unsere modernen Philosophen - nach dem Vorgange der mittelalterlichen Gelehrten - sich mehr als ein Reptil, krokodilähnlich, blitzschnell die Treppen des Fernsehturmes hinaufgeschlichen hätten, um Brandopfer darzubringen, ist es nicht eher so, dass sie den Anspruch darauf verloren hätten, dass ihnen Darbringungen mit Feuer gewidmet werden? Hingegen werden die Tempeldiener einmal die Woche einkaufen gehen, rosafarbene Benediktinertulpen mit Heiligenschein, wie sie bei den Buschmännern in der Offenbarung gefunden werden.
Und die Informations-Sucht?
Am besten zieht man tausendseitige Romane vor, die auch Dickens schon bekehrten.
Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Meistens mit, aber wenn doch nicht, dann heißt es aufzupassen, um nicht von wildgewordenen Nashörnern gekreuzt zu werden.
Er dreht sich um den Herrscher Pachakutek, der als Bond-Darsteller von seiner Schuppenflechte geheilt worden ist. Auch Anwohner waren davon betroffen, so dass ein Licht kommen möge. Doch alles angestrengte Nachdenken half nichts. Die Krokodile juckt es nich, weil sie blitzschnell duckten sich und das Überleben der tauglichsten Nationen und Rassen wurde durch das Unglück einer ihrer gesamten Familie beraubten Dame hilfreich zur Seite gelegt.
Ausgelassen tanze ich zu Scherzen,
die Buntheit der Straße drängt.
Ich habe keine Mäuse.
Weder tote noch lebende.
Das ist so zäh und ärgerlich.
Spinnenfäden mit roten Punkten,
auf die Nerven achten.
Strahlen ist Deine Devise.
Alle kühlen Farben.
Schöpfe aus Deiner Genialität.
Das Leben ist...hart und ungerecht.
Sterben müssen heisst...leben, um zu sehen.
Hat er den Schlüssel etwa schon abgegeben?
Oder sind die anderen erneut benannt?
Die Aspekte der Sterne zeigen -
Bentley nimmt das Jahr 3102 vor unserer Ära
Schicke endlich jemand einen Exzorzisten zu mir. Ach egal, ich steh auf dem Fußboden meines Zimmers, wurde in Symbolen vergraben. Spätestens bei den Nationen, die den ewigen Frühling deines Seins vergleichen. A. ist zu sehn in strahlender Begleitschaft. Der große Coopaccio hat geendet in des stillen Auges brechendem Lichte. Rauscht das Brahman, lauscht die Sybille und da fällt mir erst heute ein, dass es damals ein bestimmtes Cafe mit sensationell leckerem Eis gab. Schon zu dritt in dem nachmanvantarischen Nirvana. Du blickst voraus, so weit weg.
Wie wahrhaft esoterisch...
Die meisten Physiker zogen es vor, dass es falsch wäre, dieses zu tun, bevor das Glas mit künstlichem Rauhreif überzogen und mit Glitzerschnee geschmückt. Besonders auffällig auch, die Blaskapelle hatte sich in unterschiedliche Vibrationen und Formen verdichtet. Harzelbeerexpress statt HarzElbeExpress und meine spontane Frage: Gibt es fliegende Teppiche?
Mein Fernseher tut tatsächlich so, als wären wir miteinander liiert. Schade, dass ich oberflächlich bin, denn eigentlich ist er schon etwas veraltet. Vielleicht liegt es ja auch an meinem lila Oberteil, dass meine elektronischen Geräte lustig weiter kollaborieren, kollabieren und kollektiven Massenselbstmord begehen.
Die Hausherrin
(März 1915)
Seit die Post mein neues Suchtmittel ist, werde ich von Lärm verfolgt. Endlich ein Knick in der geoffenbarten Zeit, aber immer der Eindruck, sie ist in meinem Einkaufswagen. Bis auf "Summertime" aus "Porgy and Bess" kenne ich die nächste Nacht. Sonne und blind Wind im Schatten seines Versteckes am Bug des Bootes - hoch und neugierig betrete ich das meine. Im Traum mache ich Pause in einem kleinen Gang, der hinunter zu einem Burnout geführt hat. Denn es spart zwar Kraft, aber keine Zeit, die Neigung der Erdachse geringschätzend zu beobachten, ob sie glatt und gleichmäßig gepflastert ist. Na gut, wenigstens ist im Traum der Träumer selbst symbolisiert - Seelenfrieden oder mehr Geld auf den Augen. Doch mein Augenmaß scheint schlecht zu sein über irgendeine Hierarchie oder Klasse, oder selbst über meine demnächst anstehende Lektüre, wenn ich wütend bin. Ich habe enorm viel Mühe mit der Hölle eines materiellen Daseins. Lernen von den Nubas, einem afrikanischen, hochgewachsenen und unbekleideten Volksstamm, von Nazis, kriegerischen Auseinandersetzungen, dem Ephraim-Palais. Der Sushimeister hatte in diesem Männerkreis natürlich nichts zu suchen, deshalb war er mit Pellkartoffel-Essen an der Ecke unterzubringen, natürlich auf Kosten der Kommune. Ein mürrischer Wirt mit einer Schiffermütze auf dem Klinikflur, der durch konkrete politische Entscheidungen geht, wie im letzten Jahrhundert Sophie Alexejewna oder sonstiger Spuk. Davon träumt die Welt.
Wie erwähnt, existieren für die Archetypen keine kulturellen Schranken. Ein plastisches Beispiel soll das verdeutlichen. In der Figur des Eros verglichen die Griechen das Verlieben mit dem Getroffenwerden durch einen Pfeil. Bei den Buschmännern in der Kalahari sind ähnliche Vorstellungen verbreitet. Wenn sich ein Buschmann verliebt, schnitzt er sich zunächst einen Pfeil und einen entsprechenden Bogen. Beides ist handtellergross - genau wie auf Abbildungen von Eros. Als nächstes sucht sich der verliebte Buschmann ein Versteck, von dem aus er seiner Angebeteten "auflauern" kann. Wenn sie an ihm vorbeigeht, schiesst er ihr einen kleinen Pfeil in die Pobacke. Die Frau hat nun zwei Möglichkeiten, zu reagieren: Sie kann den Pfeil aus dem Po herausziehen, ihn zerbrechen und auf die Erde werfen. Dies bedeutet, dass sie die Annäherung des Mannes ablehnt. Lässt sie allerdings den Pfeil stecken und geht ihren Weg weiter, als sei nichts geschehen, so ist dies für den Mann die Aufforderung, ihr zu einem Schäferstündchen zu folgen. Da niemand allen Ernstes behaupten kann, die Buschmänner wären Kenner der griechischen Mythologie, muss man zur Erklärung solcher Parallelen den Archetypenansatz heranziehen.
(aus: "Astrologie und Traumdeutung" von Thomas Schäfer)
geht die Welt unter und ich nähe friedlich vor mich hin. Was interessiert mich die Welt, wenn meine Hausjacke einen Fellkragen braucht. Ich nähe nicht besonders oft, vielleicht einmal im Jahr eine Kleinigkeit, aber das Witzige daran ist, dass mir, wenn ich mich vor die Maschine setze und versuche, mich bewußt daran zu erinnern, was ich tun muss, absolut nichts einfällt. Erst wenn ich mein Gehirn ausschalte und nicht mehr nachdenke, wissen meine Hände genau, wo sie hin müssen und welche Handgriffe nötig sind. Die scheinen ein eigenes Gedächtnis zu haben und drei Jahre als Industrienäherin haben wohl ausgereicht, um die Handgriffe lebenslänglich zu speichern. Aber vielleicht sollte ich an meine Hausjacke doch lieber einen Schwimmkragen nähen. Wer hätte gedacht, dass diese generierten Blogtexte prophetische Qualitäten besitzen(Just hab ich heute nach Hause schwimmen müssen.).
Während die Narren fasten, bin ich langsam mal wieder froh, einen Gasherd zu haben (wozu auch Ehemänner zählen, die keine sind). Die Zahl meines wahren Charakters ist die leuchtende Strahlung dieser Individuen.
*langsam einen Lachmuskelkater bekommt* - köstlich, was dieser Textgenerator alles für herrliche Zusammenstellungen ausspuckt.
Wenn eingeschlossene Zeichen das Gleichgewicht der Elemente verändern, weil unterschiedlich gefärbte Zeichen an den Spitzen der Substanzhäuser liegen, müssen Sie "aus Ihrem Element herausgehen", um im Beruf Ihre Erfüllung zu finden. Das Haus, an dessen Spitze das Element steht, das nicht mit den anderen beiden Substanzhäusern übereinstimmt, beschreibt den Lebensbereich, wo die Suche nach Synchronizität stattfinden muss. In gewisser Weise zwingt Sie Ihre einzigartige Lebenseinstellung, Erfahrungen oder Wissen auf einer Ebene zu suchen, die innerhalb der Strukturen Ihrer gewohnten Umgebung, Ihrer Gesellschaft oder Ihrer Kultur nicht ohne weiteres zugänglich ist....
....Vielleicht erleben Sie auch an irgendeinem Punkt in Ihrer Laufbahn einen dramatischen Richtungswechsel, wenn Sie erkennen, dass Sie mit dem, was Sie bisher gelernt oder getan haben, nicht glücklich werden können.
Dies gilt besonders, wenn das eingeschlossene Zeichen im zweiten, sechsten oder zehnten Haus liegt oder wenn ein Herrscher dieser Häuser in einem eingeschlossenem Zeichen
steht.
(aus "Beruf im Horoskop" von Joanne Wickenburg)
Aus irgendeinem Grund.
Just hab ich heute nach Hause schwimmen müssen.
Elsa gibt mir gute Rateschläge in der Art "Fr. XZ, Fr. XZ, wann haben Sie zuletzt einen Purzelbaum gemacht?" Dürfte schon ein paar Lieder durch sein. Und in dem was ich brauche ist etwas für den Verstand. Aufrichtigkeit. Bodhidharmas Suche nach Erkenntnis ist für mich:
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Rabbi Meiir sagt: Der erste Tag ist immer der schönste. Es bewahrheitet sich wieder, wie man in eine moderne Gegensprechanlage hineinspricht, so schallt es aus ihr heraus. Deshalb war der Kinoabend inklusive Fingerfood und passenden Getränken für die gefallenen Soldaten ein Ereignis, das niemand so schnell vergessen wird. Im Wald roch es, wie die Treppen des Fernsehturmes aussehen. Und die Meisen im Zierkohl piepsten einen langen Urlaub ein.
Der Text gefällt mir grob geschmirgelt schon besser. Ich glaube, ich brauche dank dieses Random Text Generators jetzt nicht mehr zu träumen. *gg*
Rabbi Meiir sagt: Der erste Tag schloss damit ab, dass man noch so gut finde.
Es bewahrheitet sich wieder zu einer modernen Gegensprechanlage, die es den Kinoabend inklusive eines Filmbuffets mit Fingerfood und passenden Getränken für die gefallenen Soldaten zu besuchen.
Im Wald roch es die Treppen im Fernsehturm aussehen.
Die kannte ich Meisen nur als Zierkohl in einem besonders langen Urlaub ist
Dieser neue Random Text Generator von twoday.net ist wirklich witzig. Noch schöner wäre es allerdings, wenn er auch wüßte, was ganze Sätze sind. Na ja, mal schauen, was sich daraus machen läßt.
irgendwie. Das liegt daran, dass sich dort, sogar mitten in der Stadt, meist nur wenige Menschen hinverirren. Gut, in Treptow findet man schon ein paar mehr Leute, aber das in Schönholz, wo ich heute war, ist in der Regel menschenleer. Mir ist aufgefallen, dass zwar manchmal Spaziergänger am Eingang hineinschauen, aber nicht hineingehen. Vielleicht trauen sie sich nicht, weil das Areal so offen liegt und niemand darauf zu sehen ist. Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass Besucher der Ehrenmale fast immer auf den äußeren Wegen entlanggehen und es vermeiden, im mittleren Bereich zu laufen.
Nachdenklich stimmte mich dieser Blumenstrauß aus Zierkohl in der Milchpackung vor dem Eingang des Ehrenmals, übrigens die einzigen dort abgelegten Blumen, und ich versuchte mir vorzustellen, wer den wohl dort abgestellt haben könnte und warum ausgerechnet Zierkohl.
Diesmal bin ich mit meinem Kumpel in London unterwegs. Wir schlendern eine unbefahrene Straße entlang, die auf wundersame Art moderne Technik und das Aussehen einer Märchenstadt in sich vereint. Bunte alte Häuser säumen den Straßenrand und mitten auf dem Weg stehen farbige Skulpturen und Gebilde, in welche kleine Bildschirme eingelassen wurden, auf welchen man andere Teile der Stadt oder Veranstaltungen beobachten kann. Die Buntheit der Straße erinnert unbewußt mehr an Südfrankreich oder Italien als an London. Während wir weitergehen denke ich bei mir, dass mir diese kleine bunte Straße doch viel besser gefällt, als die großen Touristenzentren der Stadt mit ihren dunklen und klotzigen Sehenswürdigkeiten.
Wir kommen jetzt in einen Raum, wo mein Kumpel mich einem Bekannten von ihm vorstellen will. Als er mit ihm spricht bemerke ich sofort - ich kenne ihn auch! Allerdings nur vom Sehen aus dem Bus. Er hat nämlich ein ziemlich seltsames Aussehen, sehr grobschlächtig, mit einem Buckel würde er sofort als Glöckner von Notre Dame durchgehen. Ich wusste gar nicht, dass mein Kumpel ihn kennt. Als er mich anschaut, merke ich, dass auch er mich erkennt. Und ihm scheint die Situation genauso unangenehm zu sein wie mir. Wir geben uns schnell die Hand und mein Kumpel verschwindet mit noch sehr viel mehr Bekannten irgendwohin.
Ich laufe zwar hinter her, doch bin nicht schnell genug und verliere ihn in der Menschenmasse aus den Augen. Ok, dann warte ich eben auf ihn. Mir ist bewußt, dass wohl irgeneine Maskerade stattfindet und dass er dort mit seinen Bekannten mitmacht. Er wird mich sicher nicht vergessen und mich bald suchen. Nachdem ich lange genug gewartet habe, glaube ich aber nicht mehr so recht daran und langsam werde ich auch etwas sauer, dass er mich hier in der Fremde einfach alleine sitzen läßt und vergißt. Also beginne ich selbst zu suchen, aber das Problem dabei ist, dass die Menschen, an denen ich jetzt vorbeikomme, alle verkleidet sind. Ich sehe ganze Spaliere von als Frauen kostümierten Männer. Ob sich mein Kumpel ebenfalls als Frau verkleidet hat und ob ich ihn so erkennen würde? Ich bin mir nicht sicher. Während ich noch suche, wandelt sich in meinem Bewußtsein der Ort London langsam in Buch, einem Vorort von Berlin. Ich weiß, dass hier alljährlich ein historisches Fest stattfindet.
Ich weiß nicht mehr, ob ich meinen Kumpel irgendwann gefunden habe, aber inzwischen bin ich auf dem Weg nach Hause in einer knüppeldicken vollen U-Bahn. Wir stehen dort dichtgedrängt und erst etwas später bekomme ich mit, dass sich einige Männer und eine Frau bei geöffneter Tür an der Außenseite des Waggons zu schaffen machen und dort bei voller Fahrt herumklettern. Wir sind mitten auf der Hochbahn. Wenn sie dort abstürzen - Prost Mahlzeit! Jetzt kann ich die Frau genauer sehen, wie sie draußen am Waggon hängt und mit aller Kraft versucht, etwas auf dem Waggondach zu erreichen. Sie hat dunkle, fast schwarze halblange Haare und trägt einen roten Ringelpulli. Da stürzt sie auch schon ab, mit ihr die Männer, die ebenfalls draußen herumkletterten. Ich sehe sie in der Ferne davonlaufen. Also haben sie es wohl überlebt. Erstaunlich! Die anderen Fahrgäste scheinen das alles gar nicht zur Kenntnis zu nehmen, so als sei es völlig normal.
Bemerkung: Diesen Typ, der im Traum ein Bekannter meines Kumpels ist, gibt es tatsächlich und ich sehe in wirklich immer mal wieder im Bus. Ich bin stets aufs neue fasziniert von seiner Häßlichkeit.
In Buch findet normalweiser kein historisches Fest statt, aber in Bernau, wo wir erst vor kurzem waren, wird jedes Jahr das Hussitenfest gefeiert. Deshalb bin ich mir ziemlich sicher, dass ich eigentlich Bernau meinte. *gg*
war die erste Nacht auf der neuen Matratze etwas unruhig. Allerdings ist der Mond daran nicht ganz unschuldig. So gegen 5:30 h in der Nacht (tiefe Nacht), nach ca. vier Stunden Schlaf, war ich plötzlich hellwach und weil ein helles, strahlendes, aber auch warmes und gelbliches Licht durch die Gardine fiel, fragte ich mich, WER DA DRAUSSEN WOHL SEIN LICHT NICHT AUSGEMACHT HÄTTE. Nach näherem Hinausschauen musste ich feststellen, dass es der fast volle Mond gewesen ist, der sein Licht nicht ausgeknipst hatte. Sowas aber auch....
Ein gewöhnliches und etwas abgerissenes Wohnhaus. Ich komme hierher, um in den riesigen Briefkasten zu schauen. Er ist voller kleiner Päckchen und Briefe, obwohl ich hier noch gar nicht wohne. Warum eigentlich nicht? Erst jetzt wird mir klar, dass ich die Wohnung schon vor Monaten, wenn nicht sogar Jahren angemietet habe, sie aber überhaupt nicht nutze. Ich zahle also schon die ganze Zeit praktisch umsonst Miete. Andererseits gefällt mir die Umgebung auch nicht besonders. Alles ein bißchen trist. Doch vielleicht ist die Wohnung ja schön. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, wie sie aussieht und wie groß sie ist. Ich sollte sie mir nochmal anschauen. Aber obwohl ich den Schlüssel zum Briefkasten habe, muss ich, um die Wohnung zu besichtigen, zum Vermieter. Anscheinend besitze ich keinen Wohnungsschlüssel. Ich finde eine kleine Einfahrt zum hinteren Hof mit einer schmiedeeisernen Zaunpforte. Kaum habe ich einige Schritte in diese Einfahrt getan, tut sich vor mir der Blick auf eine silbrig schimmernde Wasserfläche auf. Es ist die Spree. Wahnsinn! Und ich entdecke das erst jetzt, dass das Haus direkt an der Spree liegt und ich nach hinten raus eine herrliche Aussicht habe! Jetzt muss ich mir wirklich unbedingt die Wohnung nochmal anschauen. Vielleicht ist es ja der Hauptgewinn, ohne dass es mir bisher bewußt war. Auf dem Hof angelangt, merke ich, als ich auf das Wasser blicke, wie sich irgendwas an meinen Schuhen zu schaffen macht. Erst kann ich nichts finden, doch als ich mich umblicke und auf den Boden sehe, fällt mir eine fette Ratte auf, die anscheinend an meinen Schuhen knabbert. Zu meinem Erstaunen trägt sie ein kleines Krönchen. Ein Rattenkönig? Woher kommt mir das bekannt vor? Zum Glück hat sie noch kein Loch hineingefressen, das würde ja einen Eindruck machen! Ich fasse sie am Schlawittchen, sie zieht die Ohren an und den Schwanz ein wie eine Katze, und werfe sie in einen der Müllcontainer. Da gehört sie hin und da findet sie auch was zu fressen. Ich hatte recht - kaum ist sie in der Mülltonne gelandet, beginnt sie emsig und freudig zu wühlen und diverses Zeug zusammenzutragen. Ich mache mich jetzt auf den Weg zum Vermieter, dessen Name mit B beginnt und viele kleine A's in sich trägt, so ähnlich wie "Bavaria". Doch als ich zur Geschäftsstelle komme, muss ich feststellen, dass das Personal dort zwei Tage lang streikt, und zwar genau bis zum Wochenende. Also werde ich vorerst nicht in die Wohnung kommen.
Bemerkung: Ich glaube, der Rattenkönig soll mich wohl an "Nußknacker und Mausekönig" erinnern und an die Weihnachts-CDs, die ich mit der Hörbuchversion brennen und verschenken wollte. Anderseits frage ich mich, warum der wohl an meinem Status und Ansehen nagt.
In Grönland, wo der Abstand zwischen den Siedlungen sehr gross ist, ist es Sitte, dass ein Mann seine Frau dem einsamen Wanderer über Nacht zur Verfügung stellt - eine Tradition, um der Inzucht der Sippe entgegenzuwirken.
(aus "Zeichen und Planeten in der Hand" von Hjelmborg/Kirsebom)