Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Montag, 5. November 2007

Der Löwe brüllt

In der finstern Mitternacht,
da geht er durch die Welt,
schreit seine Klage entgegen
dem, was ihm das Liebste ist.
Wind aus dem Norden ist er,
tobt über seine Schöpfung hin,
bringt die Erde zum Schwingen
und die Saiten zum Klingen,
die ihre Harfen gebannt.
In den Sinnen der Schlafenden,
in den Sinnen der Wachenden,
durch Neutronen und Neuronen
dröhnt donnernd sein Gebrüll
und er wandelt vorüber,
schreiend in der Nacht -
in der Nacht brüllt er,
läßt die Welt erzittern,
in der Nacht schreit er,
nicht unhörbar, doch leise
für das Menschenohr,
in der Nacht schreit er
in heiliger Schuld
in göttlichem Leid.

Heute war mal wieder

so ein Special-Day, an denen ich mich frage, ob ich vielleicht auf dem Stempelkissen eingeschlafen bin, weil mich jeder anstarrt oder sich nach mir umschaut. Als ich dann zu Hause vorsichtshalber in den Spiegel blickte, stellte ich fest, daß ich ziemlich idiotisch und grundlos vor mich hin grinse. Das kenne ich zwar schon von mir, aber heute war ich mir eigentlich sicher, daß ich nicht grinse. Irgendwie klappt es nicht mehr mit der Gesichtskontrolle. Ich werde das wohl nie lernen. Immerhin hatte ich den ganzen Tag über Kopfschmerzen und jetzt zum Feierabend sind sie verschwunden. So muß es sein und das ist doch wohl doch ein Grund zum Grinsen, finde ich, irgendwie.

Zucker sagt,

jede Pflanze hat eine sogenannte Umkehrwirkung; überschreitet man die sieben Strahlen in ihren Wohnungen, zögen selbst die Geheimnisse der Kabbalah aus.

Sonntag, 4. November 2007

Brandstiftung, Sternschnuppen, Vogelgruppenfoto und eine Falle für Graf Dracula

Im ersten Traum möchte ich aus irgendeinem Grund ein Feuer in meinem Büro legen (den Grund ahne ich, aber sowas mache ich natürlich nur im Traum *gg*). Dazu verwende ich Blumentöpfe mit Pflanzen, u.a. Hibiscus, wie ich ihn auf dem Schreibtisch zu stehen habe, und fülle statt der Erde in sie eine Brennpaste, die wohl aus reinem Alkohol besteht. Es sind ziemlich viele Blumentöpfe, vielleicht sechs oder noch mehr, und als ich sie alle mit einem Mal tragen will, beginnen sie mir wegzurutschen. Da jemand dabei ist (ist es schon Graf Dracula?), bitte ich ihn, mir schnell einige abzunehmen. Im Büro stelle ich erst einmal einen auf den Fußboden, zünde ihn aber noch nicht an, denn mir fällt ein, daß ich ja noch einige Sachen von mir aus dem Büro mitnehmen müßte, auf jeden Fall meine Handtasche und einigen Nippes vom Schreibtisch. Dann beginne ich jedoch zu grübeln, ob das später nicht auffällt, wenn gar keine Sachen von mir verbrannt sind, weil ich die vorher schon mitgenommen habe. Die Polizei würde mich sicher fragen, wie ich vorher wissen konnte, daß es brennen würde und schon hätte ich mich verraten. Ach egal! Ich nehme einfach meine Handtasche und ein paar Sachen mit und wenn ich Glück habe und alles zu Asche verbrannt ist, fällt das gar nicht weiter auf.
Im nächsten Traum befinde ich mich im elterlichen Wohnzimmer und bin gerade dabei, Graf Dracula, der sich in der Wohnung aufhält, eine Falle zu stellen. Dazu arrangiere ich die Gardinen am großen Fenster, d.h. ich öffne sie erst und schließe sie dann wieder. Es ist eine helle Vollmondnacht, zwar nicht taghell, aber es ist doch alles draußen gut sichtbar und der Mond erstrahlt in einem blendend weißem Licht. Dann ist der Mond verschwunden und auf einmal sehe ich am Himmel Unmengen kleiner Sternschnuppen, die wie ein Feuerwerk dort entlangfliegen und verglühen. Es sind so viele, daß ich sie nicht zählen kann. In diesem Moment ist mir bewußt, daß ich träume, allerdings denke ich sofort, daß ich aufgewacht bin und die Sternschnuppen wirklich sehe, nachdem ich das andere vorher geträumt habe. Doch es bleibt keine Zeit, um lange den Himmel zu bestaunen. Ich schließe die Gardinen und gehe zum ehemaligen Dienstmädchenzimmer der Wohnung. Dort wartet Graf Dracula in Bademantel und mit einem Handtuch um seine Schultern. Obwohl er im Dienstmädchenzimmer sitzt, rufe ich ihn mit "Herr!", so als sei ich ein Dienstmädchen. Er kommt in das Wohnzimmer und ich drücke mich etwas ängstlich hinter die andere Seite des Tisches, den ich gerne zwischen uns lassen möchte. Seelisch und moralisch habe ich mich auf Angriff und Kampf eingestellt, doch er geht wie gewünscht auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches zum Fenster, obwohl ich vergessen hatte, die Stühle aus dem Weg zu räumen, und öffnet die Gardinen. Ein gleißendes Licht fällt in den Raum, denn unerklärlicherweise ist es nun draußen heller Tag. Ich weiß selbst nicht, wie das geschehen konnte.
Im dritten Traum sehe ich einen Schwarm von Vögeln auf dem Boden herumspazieren. Es sind keine Enten oder Gänse, denn sie haben spitze Schnäbel, aber Hühner sind es auch nicht, dazu sind sie zu groß. Wenn sie die Hälse recken, sind sie so groß wie ein Mensch, aber das witzigste ist, daß ihre Körper wie Sofakissen aussehen, denn sie haben dort eine Zeichnung von schwarzen Blumenranken auf weißem Grund. Außerdem gebärden sie sich auch witzig, zum Beispiel stellen sie sich so auf und strecken ihre Hälse, als wollten sie ein Gruppenfoto von sich machen lassen. Mein Vater stellt sich aus Spaß dazu, da die Vögel auf einem Tisch stehen, ist er sogar kleiner als sie und das sieht so lustig aus, daß ich sage, er soll so stehen bleiben und meinen Fotoapparat hole. Dieser befindet sich in meiner Tasche nahe den Vögeln, doch als ich darin herumkrame, laufen die Vögel auseinander und umpicken mich neugierig. Ich bin ringsherum von ihnen umgeben. Einer ist so neugierig, daß ich seinen Kopf und Schnabel mit der Hand festhalte. Dabei erwarte ich, daß er mir vielleicht mit dem spitzen Schnabel etwas schmerzhafter in die Hand pickt, aber das passiert nicht.
Weitere Traumfragmente: In der Straße der elterlichen Wohnung treffe ich auf eine Bushaltestelle des Busses, der eigentlich in meiner richtigen Wohnstrasse fährt. Ich schaue auf den Fahrplan und stelle fest, daß die Haltestellen jetzt anders benannt werden, und zwar in der Regel nicht mehr nach unbekannten Straßen, sondern nach den nächstgelegenen U- und S-Bahnstationen. Das finde ich sehr gut (ist aber doch eigentlich längst schon so).
Im Büro. Herr N. hat einige Sachen von mir fein säuberlich und in akkurater Anordnung auf dem sehr breiten Fensterbrett abgelegt. Ich frage mich, was das soll und meine mich zu erinnern, daß er das schon einmal gemacht hat. Einige Dinge liegen so weit vom Fenster entfernt, daß ich vielleicht auf das Fensterbrett klettern muß, um heranzureichen, und das, wo ich nicht schwindelfrei bin. Es macht mich wütend, aber glücklicherweise kann ich doch alles wieder einsammeln, ohne aus dem Fenster steigen zu müssen und dann kann ich auch darüber lachen.
Der Satz, sehr klar in meinem Kopf wie von einer Stimme gesagt: Du gehst den Weg allen menschlichen Fleisches, aber die Seele ist frei.

Bemerkung: Am interessantesten finde ich den zweiten Traum. Ich glaube, er ist so eine Art Fortsetzung des gestrigen Traumes, in welchen ich ebenfalls schon mit meinen Ängsten konfrontiert wurde. Da ich mich in letzter Zeit weder mit Vampiren noch mit Graf Dracula beschäftigt habe, sehe ich ihn hier als eine Art Symbol für solche Dinge, die mir Energie abziehen. Dies können neben anderem auch Ängste sein. Und wenn ich ihn mit "Herr!" anrede, bedeutet das wohl, daß ich mich von ihnen beherrschen lasse, statt ihnen den Platz zu geben, der ihnen gebührt - nämlich im kleinen Dienstmädchenzimmer als dienendes, durchaus auch hilfreiches Gefolge. Da es erst Nacht (Unbewußtes) ist und dann plötzlich das Licht des Tages auf Graf Dracula fällt, kann ich wohl annehmen, daß einige Schatten und Ängste stärker, vielleicht sogar plötzlich, in das Bewußtsein dringen und damit durchschaubarer und vielleicht kontrollierbarer werden. Da das alles in der Wohnung der Kindheit stattfindet, sind es wohl auch Dinge aus dieser Zeit. Ich bin im Traum auf Kampf eingestellt, doch dieser findet nicht statt. Leider habe ich aber nicht gesehen, ob sich Graf Dracula im Tageslicht gänzlich aufgelöst hat. *gg*

Samstag, 3. November 2007

Die Preisverleihung

Es findet die Preisverleihung für irgendeinen Film-Förderpreis statt und ich sitze unter den Zuschauern. Mit einem Mal wird mir bewußt, daß ich nur deshalb hier sitze, weil ich zu den Nominierten gehöre. Man hat mich hierher gelockt! Kalte Panik bricht in mir aus und der Gedanke, vielleicht auf die Bühne zu müssen, ist unerträglich. Meine ängstlichen Überlegungen überschlagen sich und enden schließlich in dem mich wieder ruhiger werden lassenden Fazit, daß es eh vollkommen unwahrscheinlich ist, daß ich den Preis bekomme. Außerdem ist es wohl kein vielbeachteter Preis, denn Zuschauer sind nicht wirklich sehr viele da. Einige Stuhlreihen sind noch frei. Vorsichtshalber stehe ich auf und setze mich weiter hinten auf einen anderen Platz, wo ich mich sicherer fühle, als könnte ich dort hoffentlich auch als Nominierter gänzlich übersehen werden. Ein farbloser korpulenter Herr mit Brille sitzt neben mir. Er wendet sich mir zu und sagt irgendetwas, aber ich verstehe ihn bei bestem Willen nicht. Er spricht anscheinend einen deutschen Dialekt, der für mich wie eine Fremdsprache klingt. Könnte das Bayrisch sein?

Schön.

Jetzt streiken ab Montag auch noch die Hollywood-Drehbuchautoren. Aber ehrlich gesagt stört mich das sehr viel weniger als bei den Bahnfahrern.

Freitag, 2. November 2007

Zucker

- mit diesem Wort endet "Inland Empire". Noch persönlicher angesprochen habe ich mich jedoch von der Szene gefühlt, in welcher Glitzerputz an der Wand zu sehen war, haargenau wie in meiner Wohnung. Nun ja, warum auch nicht.
Was für ein Trip! Man merkt, daß Lynch stets dieselben Themen und Motive verarbeitet, aber die Puzzles werden dabei immer größer und die Puzzleteile immer kleiner und zahlreicher. Mittendrin der Schlüssel, der meiner Meinung nach hier in dem anfänglichen Gespräch mit der obskuren Nachbarin zu finden ist. Die Story erinnerte mich wie erwartet vor allem an "Mulholland Drive", kann aber nicht so ganz die Spannung halten, zumindest nicht bei mir. Ich finde, für die immense Aufmerksamkeit, die man beim Schauen braucht, ist der Film doch ein bißchen zu lang geraten, denn sobald die Aufmerksamkeit nachläßt, ist es wirklich nur noch ein Trip.
Dennoch sehr kunstvoll, kreativ - diesmal in der Kamera ein wenig "Blair Witch Project" für Fortgeschrittene -, dabei durchgehend am Kern, bzw. an den Abgründen menschlicher Projektionen, Emotionen und Reflexionen, aus denen es niemals ein Entkommen gibt, zumindest nicht beim Schauen der Filme von Lynch, und - liebevoll. Ich weiß, es klingt verrückt, aber viele Sachen von Lynch haben für mich tatsächlich etwas liebevolles, obwohl sie oft so dunkel und gewalttätig sind. Letztendlich bin ich weder enttäuscht noch überschwenglich begeistert, es ist in etwa das, was ich erwartet habe und hat viel Potential, auch bei mehrmaligem Anschauen noch Neues entdecken zu lassen.

Das Vogelbuch und die reziproke Frage der Bewußtheit

Ich erinnere mich an Schnee. Eine hohe Schneedecke durch die ich stapfte. Mir ist auch, als wäre in diesem frühen Traum ein Tier anwesend gewesen, ich weiß aber nicht mehr, welches es war.
Später erhalte ich ein Päckchen mit zwei Büchern. Zum einen eine Anthologie, in welche eine Geschichte von mir aufgenommen wurde, aber auch noch ein anderes dünnes broschiertes Büchlein, welches ausschließlich Sachen aus meinem Weblog enthält, nämlich über Vögel. Das mit dem zweiten Buch kommt überraschend, der Verlag hat mich nicht vorher darüber informiert. Eigentlich steht in diesem Buch auch nicht viel drin. Auf dem Titel ist ein Rotkehlchen zu sehen und auf den Seiten steht jeweils nur ein einzelner Satz von mir und darunter, kursiv gesetzt und in einem gepunktetem Rahmen, ein Kommentar meiner Leser dazu. Trotzdem ist es schon irgendwie niedlich gemacht, wenn ich mich auch frage, wer das lesen oder kaufen soll. In meinem Weblog schreibe ich ja nun weiß Gott nicht viel über Vögel. Das alles spielt sich in der elterlichen Wohnung ab und ich zeige das Büchlein meinem Vater, der darin blättert und Fragen stellt. Merkwürdig an dem Traum ist, daß ich das Gefühl habe, dieses Buch, bzw. eine aufgeschlagene Seite daraus, schon gesehen zu haben, so als hätte ich bereits einmal davon geträumt. Auch der Satz auf dieser Seite kommt mir bekannt vor, aber nicht, weil ich ihn im Weblog gelesen habe, sondern weil ich ihn genau so schon einmal in diesem Buch gesehen habe.
Ich ziehe mich in mein Zimmer zurück, werde aber durch irgendetwas (ein Geräusch?) wieder herausgelockt. Es brennt überall Licht, aber mein Vater ist nirgends zu sehen. Ich suche und rufe ihn und finde ihn schließlich nackt im hinteren Korridor auf dem Fußboden liegend. Sofort beginne ich ihn anzusprechen und zu rütteln, um zu sehen, was mit ihn ist. Erst reagiert er nicht, doch dann sagt er mir, daß er nichts hören kann von dem, was ich sage. Klar, er ist ja schwerhörig. Das hatte ich vergessen. Aber er ist bei Bewußtsein und es scheint auch nichts ernsthaftes zu sein. Er fragt mich nur dauernd, warum ich nachts immer so schreie. Ich und nachts schreien - davon weiß ich nichts. Und wieso hört er mich schreien, wenn er schwerhörig ist? Was meint er nur? Ist er verwirrt oder bin ich es? Kann ich mich vielleicht nicht erinnern, daß ich schreie, weil ich mir dessen nicht bewußt bin? Ich beginne, an mir selbst zu zweifeln und der Traum verändert sich. Jetzt befinde ich mich woanders und statt meines Vaters ist Herr N. da. Die Situation kehrt sich um. Ich sage ihm, daß er dieses oder jenes getan hätte und er antwortet, daß er davon nichts weiß. Schließlich fragt er mich, ob er dabei bewußt gewesen sei.

Erinnert an diesen Traum.

Zucker sagt,

mein nackter Fuß springt furchtlos in ein Motorboot, katapultiert sich mitten in die blogosphärischen Krisengebiete, an den Puls der blogotorischen Kriegsführung, in den Fenstern welken kalte Blumen.

Du und ich



Die CD "Herzfrequenz" von Blümchen ist noch immer meine Gute-Laune-CD Nr. 1, obwohl ich keine 16 mehr bin. Aber als ich 16 war, gab es ja auch nur NDW und Depeche Mode. Und "Da Da Da" taumelt im Beat um Lichtjahre hinterher. *gg*

Donnerstag, 1. November 2007

Zarte Annäherungsversuche unter roten Fallschirmen und der blaublumige Terrazzoboden

Ich kenne ihn irgendwo her und kenne ihn auch nicht. Ist er ein Kumpel meines Bruders? Wenn er der ist, an den ich denke, kann er es aber nicht sein, weil dieser graue Haare hat und nicht dunkle. Ich komme einfach nicht dahinter, woher ich ihn kenne. Alles beginnt damit, daß ich ein Museum besichtige. Es erinnerte mich von den Räumlichkeiten her an das Schloß des Fürsten Pückler. Als ich es verlassen will, bleibe ich mitten im Türrahmen stehen und unterhalte mich auf einige Entfernung mit einem jungen Mann. Da kommt er dazu, stellt sich neben mich und legt seinen Arm um meinen Rücken. Er fragt mich, ob ich Lust habe, mit ihm abends in ein bestimmtes Lokal zu gehen. Ich habe keine Lust und antworte deshalb nur, daß ich nicht kann. Das reicht ihm aber nicht, auf etwas ironische Art will er wissen, warum ich nicht kann. Ich sage deshalb genauer aber falsch, daß ich schon etwas anderes vor habe. Er fragt nicht weiter, nimmt aber auch nicht seine Hand von meinem Rücken. Statt dessen schiebt er sie weiter, bis er damit meine, ihm abgewandte Hand erreicht und ergreift sie. Kein Wort fällt mehr. Unsere Händen spielen zärtlich miteinander, umfassen sich und trennen sich wieder, um sich erneut ineinander zu verhakeln. Es ist, als ob sie miteinander sprechen würden, während wir schweigen. Von meiner Seite aus ein wenig halbherzig, da ich eigentlich nicht so vertraulich mit ihm werden möchte, aber andererseits finde ich diese Nähe irgendwie sehr angenehm. Jetzt fällt mir auch wieder ein, was ich an ihm nicht mochte und mich abschreckte - er war in meiner (Traum)Erinnerung ziemlich manipulativ und dabei besitzergreifend, ohne daß wir jemals zusammengewesen wären. Ich spürte, daß er nicht frei ist, daß er nicht liebt, sondern aus Ängsten und Eigennutz heraus handelt. Und da er nicht frei ist, würde er es mich ebenfalls nicht sein lassen. Ob sich das inzwischen geändert hat?
Wir befinden uns nun bei irgendeiner Gartenparty in einer Reihenhaussiedlung. Der Garten der Gastgeberin ist groß, aber anscheinend ist das in der Siedlung nicht üblich und nur eine Ausnahme. Jedenfalls erfahren wir dies, als wir den Garten verlassen und eine kurzhaarige blonde Frau treffen, mit der wir uns unterhalten. Während ich mich umschaue, bemerke ich, daß die Gärten vor den Reihenhäusern tatsächlich klein wie Handtücher sind. Abgegrenzt sind sie jedoch nicht durch Zäune, sondern nur durch in den Boden eingefurchte Linien. Es ist hier wohl noch nicht alles fertig. In einem der kleinen Gärten steht ein grau geflecktes Pferd. Kein sehr großes, aber auch kein Pony, vielleicht so eine Shetland-Rasse. Dafür ist es aber um so ungestümer und kaum zu bändigen. Ein Mädchen reitet darauf, und für die ungestüme Kraft des Pferdes ist der handtuchgroße Garten natürlich viel zu klein. Ruckzuck hat es in wilder Geschwindigkeit die Begrenzungslinie übersprungen. Oh je! So geht das aber nicht, höre ich schon die Eltern des Mädchens und die Nachbarn sagen.
Wir haben hinter den Gärten eine grüne Wiese mit rot belaubten Bäumen gefunden. Zumindest halte ich das Terrakotta-Rot der Bäume für Herbstlaub, auch wenn es mich wundert, daß es so gleichmäßig ist. Der Himmel hat sich etwas verdunkelt, da es Abend wird. Wir haben uns auf der Wiese niedergelassen, aber auch das Pferd hat die grüne Fläche jetzt entdeckt. Im wilden Galopp rast es auf mich zu und springt über mich hinweg. Du meine Güte! Da ich mich eh schon flach gemacht habe, strecke ich mich jetzt auf dem Rücken aus und blicke in den Himmel. Die beiden anderen legen sich neben mich und so liegen wir zu dritt auf der Wiese und schauen in den Himmel. Während ich so schaue, bemerke ich, wie sich das Rot der Bäume langsam zu kleinen rechteckigen Fallschirmen aufbläht. Zart schimmert der Himmel durch terrakottarote Organzastoffbahnen. Anscheinend ist ein Wind aufgekommen. Die Fallschirme sind mit Schnüren jeweils am Baum befestigt und heben sich in den Himmel, ohne jedoch wegzufliegen. Gleichzeitig denke ich auch über ihn nach, der jetzt neben mir auf der Wiese liegt und überlege, ob ich eine Affäre mit ihm anfangen soll. Bevor ich zu einer Entscheidung komme, richtet er sich auf und beginnt an einem Bild herumzukritzeln. Ich richte mich ebenfalls auf und sehe mit Erstaunen, daß es ein von mir gemaltes Bild ist. Er muß es von irgendwoher mitgenommen und dann reproduziert haben. Es befremdet mich ein wenig, daß es in seinem Besitz ist und noch mehr, daß er darin herummalt. Das Bild zeigt zum Teil ein Publikum, welches aus dem Bild und zwei Vorhängen herausschaut, so als wären die Betrachter des Bildes auf einer Bühne. Mir fällt auf, daß er nicht nur in den Gesichtern und Details herumgemalt hat, sondern sogar ein Paßfoto von sich ausgeschnitten und mitten unter die Zuschauer geklebt hat. Was soll ich davon nur halten?

In einem anderen Traumfragment stehe ich auf meinem grau-schwarzen Terrazzo-Küchenfußboden und bemerke verwundert, daß er auf einmal ein unregelmäßiges, aber reizvolles Muster aus großflächigen, dekorativ gerankten blauen Blüten enthält. Allerdings waren weder Handwerker da, noch habe ich selbst irgendwas an dem Fußboden gemacht. Ich vermute, daß dieses Muster von unten durch den Boden gedrungen ist, genauso, als wären die Blumen aus Erde hervorgewachsen. Vielleicht eine neue Technologie, um Fußböden von unten, bzw. der anderen Seite aus zu legen oder wachsen zu lassen?

Bemerkung: Das zweite Fragment erinnert mich zum einen an die Geschichte aus meiner Kindheit, als ich den guten Linoleumfußboden meiner Eltern mit Blümchen bemalte, die nicht mehr zu entfernen waren, und zum anderen an die gestern gelesene Aussage aus dem Buch über den Lichtkörperprozeß, daß man in höheren Dimensionen in aus Gedanken geschaffenen Räumen wohnt, welche nur mit Gedankenkraft umgestaltet werden.

Endlich!

"Guten Tag! Wir haben Inland Empire an Sie verschickt." steht in der Mail, die ich gerade im Postfach fand. *auf die Knie fällt und in ekstatische Zuckungen ausbricht*

Das war heute ganz gewiß nicht mein Tag, das wußte ich schon nach dem Aufwachen. Doch da Nichtaufstehen in dieser Dimension sanktioniert wird, bin ich dann doch mehr schlecht als recht meinen terrestrischen Tätigkeiten nachgegangen. Diese Nachricht versöhnt mich aber wieder mit den schweren Schwingungen.

Zucker sagt,

wartet auf den gefallenen Engel, welcher der Führer der Ghandarvas, der himmlischen Scharen ist - er ist bei Herrn N.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Klasse!

Wenn du Leute triffst, wirst du vielleicht gefragt: "Wie machst du das nur, du siehst einfach großartig aus!" Gib diesen Menschen die Information, daß der Planet ins Licht geht und wir uns in einem Aufstiegsprozeß befinden. Gib ihnen ruhig eine Buchempfehlung. Oder sage ihnen, welche Leute sie beraten könnten. Oder biete deine Telefonnummer an, damit die Person darüber sprechen kann, wenn sie will....

....Bitte iß auch immer, was dein Körper verlangt. Wirf alle Bücher mit Ernährungsregeln fort. Du bist hier, um dem Geist zu folgen, nicht irgendwelchen spirituellen Regeln. Wenn du Vegetarier bist, dein Körper aber ein zweipfündiges Steak essen möchte, dann iß es bitte. Wenn du Keimlinge haßt, dein Körper sie aber gerne essen würde, iß sie bitte. Es kann sein, daß du dich verleitet fühlst, Bier zu trinken. Das liegt daran, daß Bier Bestandteile enthält, die den Körper im Mutationsprozeß unterstützen können. Wirf in bezug auf Ernährung alle begrenzenden Regeln über Bord, denn du wirst finden, daß du sehr merkwürdige Dinge essen möchtest, wie zum Beispiel Spinat mit Zimt. Du wirst auch feststellen, daß dein Schlafrhythmus unregelmäßiger wird. Einmal brauchst du zwei Stunden Schlaf, ein anderes Mal zwölf. Vielleicht wachst du auf und bist müde. Vergiß nicht, daß du ein ungeheures, multidimensionales Wesen bist, das im Schlaf hart arbeitet. Wenn du dich dafür öffnest, auf anderen Ebenen mehr und mehr bewußt zu sein, wird dein physischer Körper so müde werden, als hätte er die Arbeit im Schlaf selbst getan. Wenn dies passiert, sage einfach: "Bitte zieht den Schleier etwas straffer, ich brauche eine freie Nacht."....

...Arbeite mit der Gnade in jedem Bereich deines Lebens. Wenn dein Auto stehenbleibt, rufe: "Gnade, der Motor, bitte!" Wir nennen Gnade den göttlichen Schmierstoff. Wir können dies auch begründen. Erinnerst du dich an die Tetraeder in deinen Feldern, die durch karmische Muster blockiert werden? Wenn du mit irgend jemandem Probleme hast und die Gnade anrufst, läßt sie ihre Energie wie funkelnden Schnee auf die Tetraeder fallen, die sich sofort wieder deblockieren. Du kannst die Gnade wirklich in jeder Situation nutzen, und sie freut sich, helfen zu können - schließlich ist das ihr göttlicher Ausdruck.

(aus "Der Lichtkörperprozeß" von Tashira Tachi-ren)

Wirklich super Ratschläge! Wenn das nächste Mal eine Kollegin zu mir sagt, ich sehe aus wie glücklich verliebt, dann antworte ich einfach: "Äh du, die Erde geht in das Licht und wir gehen alle mit ihr."
Wenn mich das nächste Mal jemand fragt, warum ich ständig müde bin und das sogar nach dem Aufwachen, dann antworte ich einfach, daß ich einen langen Arbeitstag im Multiuniversum hinter mir habe. (Und das ist nicht lustig, ich fühle mich nach dem Schlafen tatsächlich manchmal, als hätte ich zwölf Stunden lang geschuftet. Was für ein Leben! Du arbeitest bis zum Umfallen in höheren Dimensionen und mußt hier dann auch noch stempeln gehen. Gibt es eigentlich irgendwo eine Dimension, in der man nicht arbeiten MUSS?) Und wenn das nichtvorhandene Auto (schließlich kann ich mich ja sowieso bald beamen, bzw. teleportieren) liegenbleibt, dann rufe ich laut: "Gnade, der Motor, bitte!" Mal sehen, wie lange ich noch frei herumlaufe. *gg*

Danke übrigens dem edlen Spender für die Mail.

Ich kriege gleich einen Kollaps!

Zulagennummer, Steuernummer, Sozialversicherungsnummer, Personalnummer usw. usf.
Und immer, wenn ich denke, ich hab alle Nummern beisammen, fehlt garantiert noch irgendeine. Kann mir nicht mal jemand so einen Computerchip ins Gehirn einbauen, auf dem alle meine 2000 Nummern gespeichert sind?

Zucker sagt,

denn jede Nation ist ein jungfräulicher verbotener Boden, unbetreten von den Problemen der schwarzen Magie.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Zucker sagt,

Nuss an Traube mit Schokoladenüberzug erinnert mich an das andere, das niedere Ende, den Aufruhr des Stoffes gegen den Abgrund des Lernens.

Montag, 29. Oktober 2007

Bitte, bitte, lieber Gott,

schicke meiner Leiterin einen sensationellen Liebhaber, der es ihr von vorne, hinten und von der Seite besorgt, damit sie sich endlich darin erinnert, daß es einen Feierabend gibt und irgendwo auch noch eine Wohnung, die ihr gehört, damit ich abends im Büro endlich meine Ruhe habe und ungestört meine Steuererklärung machen und 300 Anträge ausfüllen kann, ohne dort übernachten zu müssen.

vergelesen

"Russland testet Inkontinenzpakete" statt "Russland testet Interkontinentalrakete"

Zucker sagt,

aber die wahre göttliche Erleuchtung, welche die materialistische Wissenschaft gläubig annimmt, obwohl man sie als kühl und reserviert einschätzt, irrt sich gewaltig.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Schnee an der Grenze zwischen Tag und Traum

Durch viele Träume hindurch, die ich wieder vergessen habe, begleitet mich wie ein Mantra der Satz "Trauen Sie sich doch!", den ich ständig im Hintergrund zu hören scheine. Schließlich befinde ich mich in einem Lokal, das mich von den Verwinkelungen und Durchgängen her ein wenig an meine ehemalige Stammdisko erinnert. Nur gibt es hier nicht Tanz und Musik, sondern überall kleine Minikameras, ausgelegt auf Tischen und dünn wie ein Papierblättchen, mit denen man sich selbst filmen kann, wenn man möchte. Ich trinke sehr leckere (alkoholfreie?) Cocktails und schlendere durch die vielen Räume, setze mich nirgends hin. Dabei öffne ich eine Tür, die anscheinend zu den Toiletten führt, denn vor mir sehe ich eine Reihe Toilettenabteile. Allerdings höre ich hinter den Abteilen Männerstimmen, deshalb vermute ich, dass ß dies die Männertoilette ist, schließe die Tür und schaue auf das Schild. Es ist zwar ein Männchen zu sehen, aber ein sehr eigenartiges, es ist irgendwie verknotet oder springt gerade, jedenfalls trägt es keinen Rock. Ich finde noch eine zweite Tür mit einem Männchen, auch dieses trägt keinen Rock, aber ich bin mir jetzt sicher, dies muß die Frauentoilette sein. Ich gehe jedoch nicht hinein, sondern vorbei in die Küche. Eine sehr freundliche Frau dort begrüßt mich und bietet mir ein großes, kostenloses Glas Saft an. Sie haben noch welchen übrig, der weg muß. Wow, das ist ja nett! Aber ich winke erst ab und sage, ich wolle sowieso gleich nach Hause gehen. Die Frau antwortet, daß sie sich das schon gedacht hat und irgendwie halte ich dann doch das Glas Saft in der Hand. Das Getränk ist sehr erfrischend. Ich gehe mit dem Glas vor die Tür, dorthin, wo sonst Tische stehen. Jetzt sind sie alle eingeräumt, da es zu kalt geworden ist, um draußen zu sitzen. Mir fällt auf, dassß ich hier erhöht stehe, wie auf einem Berg. Es gibt auch keine andere Straßenseite mit Häusern, sondern ich kann bis zum Horizont eine weite Landschaft überblicken. Gerade geht die Sonne auf (oder geht sie unter?), ein einzelner roter Ball am fast noch schwarzen Himmel und der Anblick, der sich mir jetzt bietet, ist wirklich atemberaubend. Ich bemerke jetzt, daß es geschneit hat, die ganze Landschaft vor mir leuchtet weiß im Halblicht der Sonne, während der Horizont noch im Dunkel liegt. Es ist wunderschön, dauert aber nicht lange, denn kaum wird es heller (oder dunkler), bietet sich wieder ein fast normaler Anblick, der zwar auch schön ist, aber nicht mehr so besonders leuchtet. Ich nehme mir fest vor, hier noch einmal mit dem Fotoapparat vorbeizukommen. Allerdings muß ich dazu die richtige Zeit abpassen und auf einmal bin ich mir nicht sicher, ob das nun ein Sonnenaufgang oder ein Sonnenuntergang war und wie spät es überhaupt ist. Es ist, als hätte ich jegliche Zeit und das dazugehörige Zeitgefühl verloren, was mich leicht verwirrt. Ich denke mir dann aber, daß es jedenfalls die Grenze zwischen Tag und Nacht sein muß, von welcher Seite aus gesehen, dürfte wahrscheinlich egal sein. Jetzt treffe ich im Lokal eine ehemalige Kollegin von mir. Sie trinkt einen Cocktail und will gleich wieder weiter. Wir stellen uns draußen vor das Lokal, wo ich die schöne Aussicht hatte, und unterhalten uns. Während sie ihr Glas hält, fällt mein Blick einige Male auf einen breiten silbernen Ring, den sie am Finger trägt. Schließlich zieht sie weiter und ich sehe sie von oben nur noch als winzig kleine Gestalt auf der Straße unter mir laufen. Sie zieht einen Rolli hinter sich her und trägt einen sehr breiten und sehr langen Poncho mit mexikanischen bunten Mustern. Er reicht fast bis auf den Boden und darunter schauen nur ihre nackten Füße hervor. Mir fällt auf, daß sie sehr schlanke Fesseln hat. Der Poncho ist mir vorher gar nicht aufgefallen.

Bemerkung: Der Anblick der leuchtenden Landschaft erinnert mich im unteren Teil ein wenig an dieses Foto, welches ich gestern in einer Dokumentation über den Fotografen Rene Groebli sah.

Samstag, 27. Oktober 2007

Ich streike!

Die Rechtschreibreform, bzw. die Reformen, denn inzwischen sind es ja schon mehrere, habe ich von Anfang an mehr als so eine Art Spießbürger Schildbürgerstreich gesehen. Wenn ich jetzt so nach und nach auf die einzelnen Regeländerungen treffe (was sich deshalb bis heute hinzieht, da mir dieser Käse eigentlich am A... vorbeigeht), dann frage ich mich nur noch, was die verantwortlichen "Experten" eigentlich dafür bekommen haben, sich diese große Sch..... auszudenken.
Was bitte schön soll denn "aufwändig" mit ä? Man kann zwar sagen, es komme von "Aufwand", aber für mich kommt es erst einmal von "aufwenden" oder heißt es neuerdings "aufwanden"? Und wieso werden die Endungen von "notwendig", "inwendig", "auswendig" usw. dann immer noch mit e geschrieben? Wie soll man denn so noch vernünftig dichten können?

Jetzt muß ich mir bloß endlich wieder angewöhnen, statt diesem beknacktem ss, dass- einen ganz sssssssssenil macht, wieder ß zu tippen. Das ist eh viel praktischer, gelingt aber noch nicht immer.

Das Parfum - Der Film

Ich habe wirklich seit langem keinen so guten Film mehr gesehen. Anfangs habe ich mich kurzzeitig gewundert, warum Grenouille so sympathisch dargestellt wird, aber dann stellte ich fest, dass gerade dies diese subtile Spannung aufbaut, die weniger aus der Handlung als vielmehr aus den ambivalenten Gefühlen beim Zuschauen entsteht. Genau das macht den Film auch so nachdenkenswert. Die Handlung ist eine Parabel und den Schlüssel dazu erhält man nur, wenn man nicht nur auf die äußeren, sondern auch auf die inneren Vorgänge schaut. Aus diesem Grund sind für mich die "Schnüffelszenen", die von manchen als unnötige Längen gesehen werden, unbedingt notwendig, denn sie geben dem Zuschauer die Gelegenheit, sich in die Wahrnehmungwelt Grenouilles hineinzuversetzen. Dies ist ungeheuer faszinierend und auch gar nicht so schwer. Durch Kamera, Regie und Schnitt, wurden diese Szenen so gut dargestellt, dass man die vielfältigen Gerüche bald selbst wahrzunehmen meint. Ich kenne das Buch noch nicht, aber der Film hat mich darauf so neugierig gemacht, dass ich es auf jeden Fall lesen werde.