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Samstag, 1. März 2008

Tribute to Achsel Haar

Tribute to Achsel Haar

Eigentlich finde ich, daß mal jemand untersuchen sollte, inwieweit es zwischen der höheren Zahl an Kindsmorden und der geringeren Lust ostdeutscher Frauen zur Achselhaarrasur irgendwelche Zusammenhänge gibt. Wahrscheinlich ist dies ebenfalls eine Folge moralischer Verwilderung, zu welcher in übrigen nicht nur die großzügige Abtreibungspraxis, sondern auch die FKK-Bewegung geführt haben könnte. Dieser Möglichkeit sollte unbedingt nachgegangen werden. Ich betone hier jedoch kategorisch, daß ich weder eine Abtreibung hatte, noch der FKK-Bewegung anhing. Ich habe nur in schöner Regelmäßigkeit meinen Badeanzug vergessen, sobald es im Urlaub an die Ostsee ging.

Der Nebel des Grauens

Kennt irgendjemand diesen Film eigentlich nicht? Ich kann mich noch sehr gut an das Ereignis erinnern, als er im TV erstausgestrahlt wurde. Das war während meiner Schulzeit. Jeder, aber wirklich jeder hatte ihn gesehen, denn jeder schaute West-Fernsehen, selbst die Lehrer. Er war noch tagelang im Gespräch und auf dem Schulhof häuften sich die Parodien und Witze über untote Seeleute.

Ein Schiff wurde in Vorzeiten vom Kurs abgebracht, zerschellte an einem Riff und seine Besatzung ertrank qualvoll. Piraten raubten das Gold und finanzierten damit den Bau einer Küstenstadt. - Diese Legende erzählt ein Seemann den Kindern in jener Küstenstadt. Und er warnt sie, denn eines Tages werden die Geister der ertrunkenen Matrosen fürchterliche Rache nehmen. Da berichtet die Radiosprecherin Elizabeth (Jamie Lee Curtis) von einer herannahenden riesigen Nebelwand. Diese Nebelwand lebt, sie birgt die Geister der Ermordeten und grauenvolle Dinge geschehen.

Wenn ich mich so zurückerinnere, scheint es mir, als sei früher jeder neue Film ein viel größeres Ereignis gewesen als heute. Sogar bei schlechten Filmen. Ich weiß nicht, ob das nur im Osten so war, aber heute kommen und gehen die Filme in rasender Geschwindigkeit, man schafft es gerade noch, sie zu registrieren, bevor man sie wieder vergessen hat und ein Film wie "The Fog - Der Nebel des Grauens" hätte heute keine Chance mehr, länger als drei Wochen im Gedächtnis der Menschen zu bleiben. Diese Nacht wird er wiederholt und natürlich ist es wie mit allen alten Horrorklassikern, was einen vor Jahrzehnten das Gruseln lehrte, wirkt in der heutigen Zeit und ihm Vergleich zu aktuellen Horrortrips nur noch komisch. Deshalb meine ich, die Horrorklassiker von gestern, sind die Komödien von morgen.

Freitag, 29. Februar 2008

Ab März

läuft Uranus durch das 9. Haus in meinem Horoskop. Ich wage dazu keine Prognosen, da sich diese Transite langsamer Planeten doch oftmals sowohl subtil als auch überraschend (anders) äußern, immer jedoch recht eindeutig, zumindest im Nachhinein betrachtet. Ich las aber folgende Deutung:

Sie interessieren sich für Glaubenssysteme und philosophische Fragen, durch die Sie einen Sinn in Ihrem Leben erkennen können, und gehen dabei über die bestehenden, konventionellen Systeme hinaus. In Ihrer rebellischen Haltung glauben Sie nicht einfach, was Ihnen gesagt wird: Sie lieben es durchaus, den Ketzer zu spielen oder die Position des Advocatus Diaboli einzunehmen.
Je offener und toleranter Ihre geistige Haltung ist, desto mehr werden Sie von dieser Zeit profitieren und Quantensprünge der Erkenntnis machen. Auch weite Reisen bieten sich dafür an, doch werden diese jetzt kaum den Charakter von Pauschalreisen haben! Vielmehr sollten Sie sich auf Überraschungen und unerwartete Ereignisse einstellen, die Ihre gesamte vorherige Sichtweise umkrempeln.
Vielleicht sind die Erfahrungen nicht immer angenehm. Im Nachhinein werden Sie aber entdecken, dass Sie sich von vielen einschränkenden Grenzen in Ihrer Vorstellungswelt
befreit haben und weltläufiger geworden sind. Sie haben die Enge Ihres gewohnten Horizontes verlassen und einen neuen, weiten Überblick gewonnen. Dadurch verändern
sich auch Ihre Zielvorstellungen vom Leben: Sie suchen die Freiheit in der Expansion Ihrer Lebensmöglichkeiten. Krass ausgedrückt: Wenn Sie bisher eine ruhige Beamtenlaufbahn
angestrebt haben, werden Sie jetzt Impulse zum Weltenbummler und Abenteurer in sich spüren. Da dieser Prozess der Sinnfindung Jahre in Anspruch nimmt, sollten Sie sich Zeit lassen, damit Sie keine überstürzten Schritte unternehmen. Auch bei aller Ungeduld - gut Ding will Weile haben!

Ok, der erste Absatz ist eigentlich nichts Neues. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, wohin sich mein Horizont noch erweitern sollte und könnte, aber wahrscheinlich ist dies der beste Beweis, daß die Grenzen meiner Vorstellungswelt tatsächlich immer noch zu eng sind, aber bitte, könnte nicht endlich mal wieder ein Planet vorbeikommen, der mir Lust auf eine ruhige Beamtenlaufbahn macht? *seufz*

Plutodeutungen

Sehr interessante Beschreibungen zu Pluto in den Häusern und teilweise recht treffend, zumindest bei mir:

http://www.astrotext.ch/images/PDF/Georgette%20Shirahama%20Pluto%20in%20den%20H%E4usern.pdf

Ich gebe auf....

und spinne anscheinend. Als ich gerade von der Arbeit kam, wollte ich die Post aus dem Briefkasten nehmen. Über den anderen Briefen steckte ein Din A5- Umschlag mit gelben Blumen, ziemlich sicher normale Werbung. Als ich erst die Briefe darunter griff, rutschte er und rutschte und rutschte und rutschte - natürlich alles im Bruchteil einer Sekunde - und war wie vom Erdboden Briefkasten verschluckt, nix mehr da, als sei er durch den Boden des Briefkastens gewandert. Ich habe diesen nach irgendwelchen Ritzen abgesucht, durch welche der Umschlag gerutscht sein könnte, doch erfolglos. Ich fand weder Ritzen noch Umschlag.
Ist das jetzt das erste Anzeichen einer geistigen Umnachtung? Halluziniere ich? Ich sehe es noch förmlich vor Augen, wie er rutschte und rutschte und ich im gleichen Moment dachte, so tief kann der doch gar nicht rutschen. Dann war er weg. Oh Gott, ein Glück ist Wochenende sonst sehe ich wohl bald noch grüne Menschen Männchen.

Donnerstag, 28. Februar 2008

...

Ein letzter Akt des Patriotismus sollte dem Meister aber noch beschieden sein: Im London des Zweiten Weltkriegs läßt er Karten mit seinem Konterfei drucken, auf denen er Zeige- und Mittelfinger zum V-Zeichen emporreckt — einerseits das Zeichen des Großen Pan, andererseits jenes Victory-Zeichen Winston Churchills, das noch bis heute weltweit immer wieder gebraucht wird. Crowleys okkulte Argumentation geht aber noch tiefer: Das Hakenkreuz der Nazis ist als Sonnenrad ein altes Symbol der Einheit, das V-Zeichen dagegen, das für die »dunklen« ägyptischen Gottheiten Typhon und Set-Apophis steht, stellt den Dualismus über die Einheit und ist daher als einziges geeignet, ihm wirkungsvoll Paroli zu bieten.
Wen überrascht es da noch, daß Crowley hartnäckig behauptete, Churchill habe dieses Zeichen auf seine Anregung hin übernommen, um die Moral in der Truppe und an der Heimatfront zu stärken?

(aus "Aleister Crowley. Die tausend Masken des Meisters" von Ralph Tegtmeier)

Gut beschlüsselt

Gut beschlüsselt

Mittwoch, 27. Februar 2008

Mysteriöses Bienensterben

Das mysteriöse an der Krankheit ist, dass die Bienen nicht tot in der Nähe ihrer Kolonie aufgefunden werden. Die Brummer fliegen einfach weg, verlassen ihr Lebenswerk, ihre Königin und den Nachwuchs.
( http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,537876,00.html )

Hm, vielleicht moralische Verwilderung? Oder aber den Bienen schmecken einfach die Arbeitsbedingungen und Pflanzenschutzmittel nicht mehr.
Jetzt wird auch klar, warum wir riesige Samenbänke auf Spitzbergen brauchen. Künftig gibt es keine Arbeitslosen mehr, denn jeder, der sonst nichts zu tun hat, wird per Ein-Euro-Job zur Bestäubung durchs Land geschickt. (Ich schlage eine gelb-schwarz gestreifte Arbeitskleidung vor.)

Sonnenaufgang

Wer dich einmal sah
vom Söller des Hochgebirgs,
am Saum der Lande
emporsteigen,
aus schwarzem Waldschooss
emporgeboren,
oder purpurnen Meeren
dich leicht entwiegend —
wer dich einmal sah
die bräutliche Erde
aufküssen
aus Morgenträumen,
bis sie, von deiner Schwüre
Flammenodem
heiss errötend,
dir entgegenblühte,
in der zitternden Scham,
in dem ahnenden Jubel
jungfräulicher Liebe —
der breitet die Arme
nach dir aus,
dem lösest die Seele du
in Seufzer
tiefer Ergriffenheit,
oh, der betet dich an,
wenn beten heisst:
zu deiner lebenschaffenden
Glutenliebe
ein Ja und Amen jauchzen —
wenn beten heisst:
in den Aetherwellen des Alls
bewusst mitschwingen,
eins mit der Ewigkeit,
leibvergessen, zeitlos,
in sich der Ewigkeit
flutende Akkorde —
wenn beten heisst:
stumm werden
in Dankesarmut,
wortlos
sich segnen lassen,
nur Empfangender,
nur Geliebter ...
Wer dich einmal sah
vom Söller des Hochgebirgs!

(Christian Morgenstern)

Das Versprechen

Viele Male in der Nacht treffe ich einen bestimmten Kollegen. Es ist eine ständige Wiederholung, jedoch immer unter anderen Umständen. Die Treffen sind teils freundschaftlich, teils erotisch gefärbt, ohne daß es wirklich zu erotischen Handlungen kommt. Die Erotik stammt mehr aus einer angenehmen Vertrautheit und Akzeptanz. Die Zusammentreffen erfolgen an ganz unterschiedlichen Orten und meist zufällig.
Bei oder nach einem der ersten Treffen bin ich mir darüber bewußt, daß ich ihm meine letzte Bettwäsche geborgt habe. Ich selbst schlafe jetzt nur noch mit dem reinen Federbett, während ich in seinem Bett meine blaue Satin-Bettwäsche sehe. Doch das ist in Ordnung für mich. Nur mit dem Federbett schläft es sich auch sehr gut. Bei unseren mehr oder weniger zufälligen Zusammentreffen finden intensive, aber kurze Gespräche statt, da er es stets eilig hat und ein eher unsteter Charakter ist. So schnell, wie er auftaucht, ist er auch wieder weg. Doch seltsamerweise taucht er immer wieder in meiner Nähe auf und ich weiß das genau, bin mir in ihm sicher, weshalb ich mir keine großen Gedanken darüber mache. In meiner Umgebung dagegen scheint man sich viel mehr über unsere "Beziehung" den Kopf zu zerbrechen, denn es wird mir von verschiedenen Seiten gesagt, wie es eigentlich sein müßte. Einmal sehe ich ihn zum Beispiel auf dem Bahnhof mit einer anderen Frau auf der Wartebank sitzen, dicht beisammen. Jemand neben mir behauptet deshalb, daß ich eifersüchtig wäre. Eifersüchtig? Erstaunt lausche ich in mich hinein, kann aber keine eifersüchtigen Gefühle feststellen. Ich vermute, die Behauptung wurde nicht aufgestellt, weil derjenige weiß, daß ich eifersüchtig bin, sondern weil derjenige sich in dieser Situation keine andere Reaktion vorstellen kann. Neben meinem Kollegen ist in der Lehne der Holzbank ein Text eingeritzt. Ich gehe interessiert näher heran, um ihn zu lesen, kann den Wortlaut aber nicht mehr erinnern. Schließlich fahre ich in der U-Bahn, mit mir meine ehemalige Schulfreundin. Auch sie will mir etwas zu unserer "Beziehung" sagen. Es wird sogar ganz feierlich, indem sie sich mit mir und zwei anderen Personen um einen Tisch setzt, mir einen getippten Text, eine Art Dossier, vorlegt und mir zu erklären versucht, daß er mir eigentlich etwas versprochen hätte, dieses Versprechen aber nicht gehalten hat. Ich kann mich an nichts erinnern, aber ihr Gesicht wirkt empört und auch die beiden anderen Personen, ich glaube, es waren Männer, nicken eifrig. Es ist von einem weißen Kleid die Rede (etwa ein Heiratsversprechen?), doch auch jetzt interessiert mich das alles nicht wirklich. Es überrascht mich eher, daß man sich wegen solchem belanglosen Kram so aufregen kann. Ich fühle mich unwohl, da ich merke, daß die anderen meine Gedanken und Gefühle dazu nicht verstehen können, aber eine Reaktion erwarten. Ich befinde mich in einer Art Entscheidungszwang. Soll ich mich anpassen und mich ebenfalls mit diesen unwichtigen Kleinlichkeiten befassen, bzw. so tun als ob, oder soll ich ehrlich mein Unverständnis äußern, auch auf die Gefahr hin, daß man über mich den Kopf schüttelt?

Bemerkung: Mein Kollege hat tatsächlich ein Versprechen nicht gehalten. Er hat nämlich zweimal versprochen, mir ein paar Holzscheite aus dem Garten mitzubringen und es nicht getan. Will mir der Traum jetzt sagen, daß ich mich darüber aufregen soll? Seltsamerweise bemerkte ich beim Aufstehen einen dunkelvioletten Fleck an meinen Bein, der von der Form mehr an einen Knutschfleck als an einen blauen Fleck erinnert. Ich könnte schwören, der war gestern noch nicht da, aber ich kann mich überhaupt nicht erinnern, mich irgendwo gestoßen zu haben, zumal sich der Fleck auch auf einer unspezifischen Höhe befindet, die weder zu Tischkanten noch sonstigen Möbelstücken passt. Sehr mysteriös.

Dienstag, 26. Februar 2008

Gut zu wissen,

daß ich eventuell moralisch verwildert bin. Wie heißt es doch so schön:
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert......dumdidum

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,537756,00.html

Montag, 25. Februar 2008

Ich und Moonlighting

....ja, ich weiß *gg*

Ja, klar....

weil man bei uns ohne Schwierigkeiten bis zur zwölften Schwangerschaftwoche abtreiben konnte, ist es für uns Frauen aus dem Osten quasi etwas ganz normales, unsere Kinder zu töten. Ist ja auch fast dasselbe. Ich frage mich, was die Politiker bloß machen würden, wenn sie das böse vergangene DDR-Regime nicht hätten, dem sie für jedes Problem den schwarzen Peter zuschieben können.

Begehren

Mit meinem ersten Freund im früheren Kinderzimmer. Sexuelle Handlungen finden statt, doch ist die Situation eher unbefriedigend. Denn leider funktioniert es nur dann mit dem Sex, wenn ich aktiv darauf hinwirke und ihn mehr oder weniger dazu nötige. In diesem Fall läuft es zwar bestens und ist für die körperliche Befriedigung ausreichend, aber trotzdem nervt es mich, immer der aktive Teil sein zu müssen. Ich habe zwar nicht den Eindruck, dass er überhaupt keinen Sex möchte, aber ich frage mich doch, ob er wirklich Interesse an mir hat, wenn er immer bedrängt und wie ein verrostetes Auto angeschoben werden muß. Das Wort „Begehren“ schwebt wie von einer unsichtbaren Stimme hingeworfen im Raume. Ja, ich möchte selbst auch einmal gerne passiv sein und begehrt werden, statt dauernd begehren zu müssen.

Sonntag, 24. Februar 2008

Im letzten Sommer

Im letzten Sommer

2,3 Milliarden Liter Gift

sollen von der GASPROM in die Ostsee gepumpt werden. Eine bakterientötende Lösung, die natürlich ebensolche Auswirkungen auf die Organismen des Wassers hat. Diese ist angeblich notwendig, um die neugebaute Pipeline in der Ostsee zu spülen. Ich frage mich allerdings, ob es tatsächlich notwendig ist, den Dreck danach in die Ostsee zu pumpen. Wahrscheinlich würde es nur mehr Geld kosten, sich eine andere Lösung zu überlegen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,537290,00.html

Schweden denkt deshalb darüber nach, die Einwilligung zum Bau der Pipeline zu verweigern. Dann müßte diese über Land gebaut werden. Ich hoffe, sie tun es.
Es ist doch unglaublich, kaum sind die Menschen ihrem Amphibiendasein entwachsen, haben sie nichts wichtigeres zu tun, als ihre Lebensquelle zu zerstören.

Kulinarische Reise mit Günther Grass und Eislauf

Im ersten Traum finde ich mich auf meinem Bücherregal sitzend wieder. Dieses ist sehr hoch, höher als normal, trotzdem ist noch viel Platz unter Decke, allerdings weiß ich nicht, wie wieder herunterkommen. Das Regal ist wirklich schwindelerregend hoch und auch nicht sehr stabil zum Klettern. Ich könnte also springen oder versuchen, ob es mich beim Klettern hält, ohne Umzukippen. Ok, eigentlich träume ich das ja nur alles, dies ist mir im Traum bewußt, also kann eigentlich nicht allzuviel passieren, selbst wenn das ganze Teil zusammenbricht und mich begräbt, aber irgendwie habe ich trotzdem keine Lust, es zu probieren. Schließlich sehe ich meine Mutter unten herumlaufen und ich bitte sie, eine Leiter zu holen. Statt der Leiter nimmt sie aber nur ein Brett und legt es in der Mitte des Regals irgendwo dazwischen. Nun gut, das müßte auch reichen.
Danach befinde ich mich auf einer kulinarischen Reise in (Italien?). Mit dabei sind Günther Grass und Elsa. Seltsamerweise gibt es während der ganzen Reise nur rote Grütze zu essen. Zuerst rote Grütze in einer großen Tasse mit flüssiger Vanillesoße, dann rote Grütze in einer großen Tasse mit fester und in Würfeln geschnittener Vanillesoße, welche unter die rote Grütze gemischt wurde. Interessant, sowas habe ich bisher nicht gesehen. Irgendwo bekomme ich schließlich noch an einem Kiosk von einer fremden Frau Konfekt.
Im dritten Traumfragment eine riesige vereiste Fläche auf der Straße. Klein P.linchen schlittert munter umher und ich mache es ihr nach - erst vorsichtig, dann immer mutiger. Größer und größer werden die Bogen, schließlich kommen noch Drehungen und Rückwärtslaufen hinzu, wie beim Eiskunstlauf. Da ich allerdings nur auf Schuhen schlittere und nicht auf Schlittschuhen, geht es nicht ganz so elegant, macht aber trotzdem riesigen Spaß. Mein Bruder ist schließlich auch noch dabei, vielleicht laufen wir sogar zusammen.
Kurz vor dem Aufwachen hörte ich außerdem noch einen Reim, den ich wieder vergessen habe. Irgendwas mit innen, außen und Herz.

Bemerkung: Warum ausgerechnet Günther Grass bei dieser Reise dabei war, ist mir ein Rätsel. Und eigentlich hätte es ja dann Zwiebeln geben müssen. *gg*

...

Es ist leicht zu verstehen, warum das Christentum Jesu sich politisch und sozial nicht durchsetzen und durch Polizei und Kirche leicht unterdrückt werden konnte, während der Paulinismus die ganze westliche zivilisierte Welt... überflutete.
(George Bernhard Shaw)

Samstag, 23. Februar 2008

Der Kopfmörder

sägt die Köpfe von schlafenden Menschen ab. Der Kopfmörder war ich. Ein Blick in den Kühlschrank: hartgekochte Eier, von denen ich eines esse, sowie ein pulverisierter und eingetüteter "Schlehensaft mit überbrühter Schafgarbe".

Freitag, 22. Februar 2008

Das Parfum

Nachdem ich erst den Film sah, habe ich nun endlich auch das Buch gelesen und ich muß sagen, ich bin gleichermaßen überrascht - positiv -, wie ratlos. Überrascht deshalb, weil ich völlig andere Vorstellungen von dem Roman hatte, denn ich hörte immer, er sei sehr detailreich, ausführlich und schwierig zu lesen. Genau letzteres fand ich überhaupt nicht. Der Roman schmilzt auf der Zunge wie eine große Portion Sahneeis und läßt sich genauso weglöffeln. Überhaupt scheint das Buch wie für mich geschrieben, denn auch, wenn man über denn Inhalt vielleicht streiten könnte, der Schreibstil ist einfach auf den Punkt perfekt, zumindest für meine Lesegewohnheiten und -erfahrungen, und es ist eines der wenigen Bücher, die sich unterhaltsam und flüssig lesen lassen, ohne nur im geringsten an irgendeiner Stelle in das Banale oder Oberflächliche abzugleiten. Es ist weder einer dieser 08/15 - tausendmaldasselbe Romane, noch einer dieser völlig verkopften und pseudointellektuellen Romane manch eines anderen Literaturpreisträgers oder jener, die es werden wollen. Trotzdem ist er auf federleichte Art klug geschrieben, so daß man davor in fast ebenso ehrfürchtigem Staunen verharren möchte, wie die duftbetörten Bürger Grasses vor Grenouille.
Ratlos bin ich deshalb, weil es wohl das erste Mal ist, daß ich mich nicht entscheiden kann, was mir besser gefällt - der Film oder das Buch. Sobald man das Buch kennt, merkt man zugegebenermaßen, daß tatsächlich einige entscheidende Punkte im Film fehlen. Allerdings ist es auch wirklich nicht einfach, das Psychogramm solch einer von sich selbst abgespalteten Person in Bildern zu zeigen und dabei die Zuschauer auf die richtige (Duft-)fährte zu locken. Genauer gesagt legt der Film hier und da eine falsche Fährte, doch für sich genommen bleibt auch er ein Meisterwerk (so gesehen bin ich froh, den Film zuerst gesehen zu haben).

Donnerstag, 21. Februar 2008

Früher

haben wir die Lehrer bestochen, um Unterricht ausfallen zu lassen, heute werden wir vom Lehrer bestochen, damit er Unterricht ausfallen lassen darf. Zu diesem Zweck erhielten wir heute Kugelschreiber, Schreibblöcke und Bonbons, sozusagen als Entschädigung, für den gestern kurzfristig ohne Ersatz abgesagten Kurstag. Sollte die Dozentin morgen, am Freitag, aber kein Ende finden, gebe ich Kugelschreiber, Schreibblock und Bonbons wieder zurück. Schließlich habe ich von dem Kursausfall nix gehabt, sondern mußte normal zur Arbeit. Ein schlechter Tausch, wenn man dafür Freitags auch noch bis vier oder später durchziehen muß.