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Dienstag, 15. April 2008

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Der Islam und der Mormonismus sind aus angeblichen Engelserscheinungen hervorgegangen. Und Paulus schreibt über den Umgang mit Engeln quasi "Zutritt verboten!" (Kol 2,18). Der heutige Engelwahn ist ein direkter Verstoß gegen die Schrift.
Eines der nützlichsten Werkzeuge Satans und einer der größten modernen Helden des Katholizismus war Pater Pio (der inzwischen von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wurde). Als Novize bat er seinen Lehrer und erhielt die Erlaubnis, für die Sünden der Welt leiden zu dürfen, eine klare Verleugnung der biblischen Tatsache, dass Christus durch sein Opfer am Kreuz alle notwendigen Leiden ertragen hat. Pio trug 50 Jahre lang die Stigmata (blutende Wundmale) an seinen Händen und Füßen.... Andere Mönche bestätigten, immer wieder Stimmen gehört zu haben, die des Nachts mit Pater Pio sprachen. Und diese okkulten Phänomene werden vom Vatikan gut geheißen!...
....Die Bibel macht deutlich, dass Maria nur Jungfrau blieb, »bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte« (Mt 1,25) und dass sie mit Josef zusammen noch weitere Kinder bekam (Mt 13,55 u.v.a.). Deshalb ist jede Erscheinung, die behauptet, die Jungfrau Maria zu sein, nicht von Gott. Dessen ungeachtet muss »Maria« eine Jungfrau bleiben, um die erhabene Stellung zu verdienen, die der Katholizismus ihr zuweist......Diese dämonische »Jungfrau Maria« sorgt dafür, dass ihre Anhänger zu ihrem Seelenheil nur auf die Jungfrau sowie auf ihre eigenen guten Werke schauen und ihnen somit die Zusicherung des ewigen Lebens entgeht, die sie hätten, wenn sie nur an Jesus Christus und seine vollständige Bezahlung ihrer Sünden am Kreuz glauben würden......Wo immer diese »Maria« erscheint, bringt sie die Lügen der alten Schlange und lehrt die falschen Dogmen des Katholizismus. »Maria« gibt Verheißungen, zu deren Erfüllung sie selber Gott sein müsste. Sie bietet Seelenheil, das allein Christus geben kann, und Hilfe, die gar nicht gebraucht wird, wenn man wirklich auf Jesus vertraut.....Die Maria der Bibel hat eingestanden, dass sie einen »Heiland«, d. h. einen Retter braucht (Lk 1,47),wie jeder andere Mensch auch. Ihr Herz war nicht »unbefleckt«. Außerdem richtet sich Sünde, wie David sagt, allein gegen Gott (Ps 51,4) und nicht gegen Maria. Doch die römisch-katholische Kirche unterstützt die von den Erscheinungen dargebotenen Irrlehren. Jeder Papst seit 1930 hat »Unserer Lieben Frau von Fatima« seine uneingeschränkte Gutheißung erteilt....Und wenn sich Katholiken auf »Marias« falsche Verheißungen einlassen, ist das Beweis genug, dass sie gar nicht an Jesu Christi Verheißung des Evangeliums glauben. Vielmehr glauben sie an das falsche Evangelium Roms, das mit den Lügen der Erscheinung völlig übereinstimmt. Wer dieser »Maria« Glauben schenkt, hat sich auf eine Lüge eingelassen, die ihn letztlich in die Verdammnis bringen wird....Dass zusammen mit »Maria« oftmals »Jesus« als Säugling oder Kind erscheint, ist nur mehr Beweis dafür, dass diese Erscheinungen dämonischer Natur sind. Als Jesus Christus am Kreuz für unsere Sünden starb, war er ein erwachsener Mann in den dreißiger Jahren. Er erstand von den Toten auf, fuhr in den Himmel und setzte sich zur Rechten seines Vaters.....Im Jahr 1854 verkündete Papst Pius IX. das Dogma der »Unbefleckten Empfängnis Marias«, das jeder Katholik zu glauben verpflichtet ist. Die Behauptung, Maria sei im Leib ihrer Mutter ohne Erbsünde empfangen worden, wurde von den Erscheinungen aufgegriffen und gelehrt. Beispielsweise wies sich »Unsere Liebe Frau von Lourdes« gegenüber der Seherin Bernadette Soubirous im Jahr 1858 als »die Unbefleckte Empfängnis« aus....Wenn Maria keine Sünde tat und der Tod (wie die Bibel sagt) durch die Sünde kommt, dann wäre Maria logischerweise nicht gestorben. Diesem Gedankengang zufolge erklärte Papst Pius XII. es im Jahr 1950 zu einem offiziellen Dogma, dass Maria ohne Tod leiblich in den Himmel aufgenommen wurde. Hier stehen wir vor einem krassen Widerspruch zwischen dem Katholizismus selbst und den Erscheinungen von »Maria«, die der Katholizismus verehrend anerkennt: Die Marienerscheinungen behaupten häufig, identisch zu sein mit der »Frau, bekleidet mit der Sonne, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen«, wie sie in Offenbarung 12,1 im Kampf mit dem roten Drachen beschrieben wird. Die römisch-katholische Kirche unterstützt diese Gleichsetzung von Maria mit der Frau aus Offenbarung 12. Doch von dieser Frau wird uns gesagt: »Und sie ist schwanger und schreit in Geburtswehen und in Schmerzen und soll gebären« (Offb 12,2). Schmerzen und insbesondere die Schmerzen bei der Geburt sind eine Folge der Sünde (1Mo 3,16). Eine sündlose Maria würde beim Gebären keine Schmerzen leiden, aber die Frau aus Offenbarung 12, die die Kirche mit Maria identifiziert, erleidet Schmerzen. Wenn es sich bei dieser Frau um Maria handelt, dann kann sie nicht ohne Erbsünde empfangen sein, sündlos gelebt haben und leiblich in den Himmel aufgenommen worden sein.........Der Papst hat P. Nicholas Gruner seinen apostolischen Segen erteilt wegen seiner wichtigen apostolischen Arbeit mit dem Fatima Crusader......Dass der Papst und die katholische Kirche in vollkommener Übereinstimmung mit der dämonischen Erscheinung, ihrer antibiblischen Theologie und ihrem falschen Evangelium stehen, erübrigt jeden Kommentar. Und in Anbetracht der tiefen Verstrickung des Katholizismus in das Okkulte würde man auch gar nichts anderes erwarten.

(aus "Die okkulte Invasion" von Dave Hunt)

Montag, 14. April 2008

Wasser und Wind

Wasser und Wind

Jüngste Langeweile

ereilte mich beim Schauen des Fernsehkrimis "Das jüngste Gericht". Es zieht sich und zieht sich und zieht sich und zieht sich und die sind immernoch beim - äh, beim wievielten Gebot eigentlich? Jedenfalls nicht besonders weit. *gähhhhn*
Das Verwurschten von den zehn Geboten und ein bißchen Mystery ist halt noch kein Garant für einen guten Film.

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Es ist mathematisch unmöglich, dass sich irgendwo Leben aus Zufall entwickelt haben könnte. Das wurde über jeden Zweifel erhaben bewiesen. Seitdem Elektronenmikroskope den Einblick in Darwins Blackbox geöffnet haben und offenbar wurde, wie unvorstellbar komplex das Leben auf der molekularen Ebene ist (und seitdem Computer berechnet haben, dass es statistisch unmöglich ist, dass sich die Grundbausteine des Lebens durch Zufall in der richtigen Anordnung zusammensetzen), können wir mit Sicherheit sagen, dass die Evolutionstheorie ein Trugschluss ist. Wenn überhaupt intelligentes Leben existiert (wie auf der Erde), dann wurde es von Gott zu einem bestimmten Zweck geschaffen. Natürlich hätte Gott intelligentes Leben auf anderen Planeten schaffen können, aber die Bibel macht klar, dass er das nicht tat. Alles, was uns die Schrift über Gottes ewigen Pläne mit dem gesamten Universum sagt, hat mit dem Planeten Erde zu tun. Diese Erde ist der Ort, wo Satan einfiel, um seine Rebellion anzuzetteln, und diese Erde ist der Ort, wohin Jesus Christus kam, um für die Sünde des Menschen zu sterben und dadurch Satan am Kreuz besiegte......Gott hat es nicht nötig zu experimentieren (nach dem Motto: »der Mensch hat rebelliert; lasst es uns auf einem anderen Planeten nochmal versuchen«). Wenn es irgendwo im Universum noch andere sündige Wesen gibt, muss Gott sie erschaffen haben. Aber wozu? Ein Planet voller Rebellen ist doch sicher genug!.....Wenn auf anderen Planeten ebenfalls erlösungsbedürftige Wesen wären, müsste Gott wiederum einer von ihnen werden und auch für sie sterben. Doch die Bibel lehrt, dass »der Mensch Jesus Christus« (1Tim 2,5)»derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit« (Hebr 13,8). Die Auffassung, dass Christus zu anderer Zeit auch noch eine andere Gestalt angenommen habe, ist eine antichristliche Lehre (1Jo 4,1-3). Die Bibel sagt eindeutig: »Der Lohn der Sünde ist der Tod« (Röm 6,23)und »ohne Blutvergießung gibt es keine Vergebung« von Sünden (Hebr9,22). Die Bibel sagt ferner, dass Christus nur einmal gestorben ist, und zwar hier auf der Erde als Mensch. Deshalb ist eine gerechte Versöhnung mit Gott allein für den Menschen möglich. Für andere Geschöpfe kann es keine Versöhnung geben. Weder kann Jesu Opfer auf einem anderen Planeten wiederholt werden, noch kann es eine Fortsetzung im römisch-katholischen »Messopfer« finden, wie jene Kirche behauptet.
(aus "Die okkulte Invasion" von Dave Hunt)

Sonntag, 13. April 2008

Später Frühling




Mir ist aufgefallen, daß sich dieses Jahr die Bäume ziemlich Zeit lassen mit dem Grünen. Noch immer sieht man nur da und dort ein paar grüne Puschel an den Zweigen, während ich mich an Jahre erinnern kann, in denen schon im März alles belaubt war. Heute kam mich das erste Grünfinkenpärchen besuchen. Lustig finde ich es immer, wenn die Vögel mein Futterhäuschen ansteuern und erst kurz vor der Landung mich hinter dem Mauervorsprung auf der Bank sitzen sehen. Die meisten machen dann mitten in der Luft eine Vollbremsung und Kehrtwende, daß sozusagen die Reifen quietschen. Manche landen auch, äugen mißtrauisch und mucksmäuschenstill einen Meter entfernt von mir herunter, kriegen es aber doch mit der Angst zu tun und fliegen wieder fort. Dann sammeln sie sich rings um meinen Balkon in sicherem Abstand auf den Baumwipfeln und fangen an zu schimpfen, was das Zeug hält. Empörend diese unerwartete Futterplatzbesetzung! Das Wetter war äußerst wankelmütig am Nachmittag. Erst schien die Sonne, dann regnete es leicht, die Sonne schien wieder, danach fielen erneut ein paar Tröpfchen, Sonne schien und schließlich zog eine richtige Wolkenwand auf und es gewitterte. April, April, der weiß nicht, was er will....

Wolkenwand

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"Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling.
"Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"

(H. Chr. Andersen)

Samstag, 12. April 2008

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Wenn im Garten die Ranunkeln
karmesinrot ferne funkeln,
sogar leuchten auch im Dunkeln
und die Falter verliebt schunkeln,
hört man leis die Rosen munkeln
"Unverschämt, diese Halunkeln!"

Tragender Stoff

Der Ort ist nicht recht verifizierbar. Es gibt Wasser, viele arbeitende Männer, mechanische Vorrichtungen. Vielleicht eine Werft. Da ist auch eine Brücke. Die Männer halten inne und rufen: "Alle Maschinen stop!" Sofort bewegen sich zwei Seiten der Brücke längsseits nach oben. Das dichte Stahlgeflecht wird wie ein Stück Stoff einmal gefaltet, in der Mitte bleibt ein kleiner Tunnel. Jeder, der sich noch auf der Brücke befindet und nicht rechtzeitig eines der beiden Ende des Tunnels erreicht, wird unweigerlich zerquetscht werden, doch darauf kann wohl keine Rücksicht genommen werden. Ich befinde mich noch auf der Brücke und jetzt mitten in dem schmalen Spalt, der gerade so breit ist wie ich. Über mir meterhohes graues Stahlgeflecht wie eine Welle. Auch die Enden des Tunnels sind nicht in Sicht. Dann ändert sich die Perspektive und ich bin wieder draußen, sehe ein ruhiges Gewässer vor mir, auf welchem Männer in bootartigen Netzen stehen. Sie sind Fischer und die Boote sind zugleich die Netze, die Netze zugleich die Boote. Es ist ein Stück Stoff, welches man auf das Wasser legt und sich hineinstellt. Der Stoff wird mit allem darin getragen, man sinkt nur leicht ein, so daß sich eine Bootsform bildet, welche mit Wasser überflutet wird. Man steht also im Wasser, geht aber nicht tiefer unter. Ich finde das äußert praktisch, weil man nur noch ein Stück Stoff zum Fischen braucht. Ein Mann reicht mir ein solches und deutet mir, mich darauf zu stellen. Das versuche ich auch, allerdings traue ich der Sache noch nicht so ganz. Wird der Stoff mich auf dem Wasser tatsächlich tragen? Ich wage einen ersten Schritt und sinke sogleich mit dem Fuß ein Stück hinunter, allerdings nicht sehr tief. Es ist ein Gefühl, als würde man auf einer wackligen Federkernmatratze zu stehen, gar nicht so einfach, das Gleichgewicht zu halten.

In einem anderen Traumfragment stecke ich ein Reh in eine Umhängetasche und versuche es zu transportieren. Das Reh ist allerdings ziemlich bockig und versucht dauernd, aus der Tasche zu entwischen. Da heißt es, die Tasche immer fest zuzuhalten.

Freitag, 11. April 2008

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Die konsequente Disziplin, die Kinder brauchen und die die Bibel anordnet(Spr 13,24; 22,15; Hebr 12,6 u.v.m.) wird jetzt »Kindesmissbrauch«genannt. Staatliche Einrichtungen nehmen christlichen Eltern ihre Kinder weg, weil diese Eltern liebevoll von der korrigierenden Rute Gebrauch gemacht haben. Was einst als Faulheit, Gleichgültigkeit, Widerspenstigkeit oder Rebellion bestraft wurde, wird jetzt als mentale »Störung« entschuldigt....
....Zeichentrickfilme und -serien im Fernsehen und auf Video sind sowohl eine Verlockung zum wie auch eine Einführung in den Okkultismus. Eltern sollten sorgsam auf das Ziel und die Bedeutung dahinter achten. Die Medien haben die Kinder der westlichen Welt in reinste Besessenheit mit dem Okkulten gebracht. Sowohl von der äußeren Erscheinung her als auch was ihre Macht betrifft, besteht eine Parallele zwischen den Helden und Drogen idolen der heutigen Jugend und den antiken heidnischen Göttern und Göttinnen. Zu den populärsten Helden gehören die »Teenage Mutant Ninja Turtles«, die ihre besondere Kraft durch fernöstliche Meditation erhalten,die sie von ihrem Guru »Splinter, die Ratte« lernten. She-Ra ist der Anführer einer Gruppe von Zauberern und Göttinnen, die das Universum von Crystal Castle aus regieren, dem Zentrum und die Quelle aller Macht....
...Wer sich gegen Homosexualität ausspricht, wird als borniert denunziert. Doch allein die Statistiken sollten bei jedem zu einer ablehnenden Einstellung führen. Der Volksprotest gegen diese tödliche Gewohnheit sollte weit lauter sein als der Protest gegen Rauchen. Das mittlere Sterbealter ist bei verheirateten heterosexuellen Männern fast doppelt so hochwie bei Homosexuellen: 75 Jahre im Vergleich zu 39. Nur 1% der Homosexuellen wird älter als 65. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei verheirateten Frauen ist 79 Jahre, im Vergleich zu 45 Jahre bei Lesben. Die Selbstmordgefahr ist bei Homosexuellen um 87% höher als bei Heterosexuellen und sie sterben mit einer um 23% höheren Wahrscheinlichkeit an Herzinfarkt. Aufgrund dieser Fakten ist es allgemein verwerflich, für Homosexualität einzutreten...
...Man erweist Homosexuellen einen weit größeren Liebesdienst,wenn man sie korrigiert, als wenn man sie »akzeptiert«. Wer diese irregeleiteten Seelen wirklich liebt, wird sie auf die Bibel hinweisen, die ihr Verhalten als sündiges Gräuel für Gott brandmarkt. Wer sie liebt, wird sie flehentlich bitten, mit dieser Sünde zu brechen, die ihnen und ihren»Partnern« nur einen vorzeitigen und schmerzlichen Tod und letztlich die Hölle einbringen wird...
...Die homosexuelle Propaganda verbreitet zahlreiche Lügen. Der Homosexuelle wird als weit liebevoller und freundlicher dargestellt als der Durchschnittsbürger. Wenn das stimmt, warum beharren dann Homosexuelle in einem Verhalten, das sowohl für ihre »Partner« wie auch für die ganze Bevölkerung lebensbedrohlich ist?

(aus "Die okkulte Invasion" von Dave Hunt)

Bemerkung: Vielleicht ist ja bei Homosexuellen das Sterbealter niedriger und die Selbstmordgefahr höher, weil es Meinungen wie die von Hunt gibt. Das wäre mal eine Überlegung wert.

Erzähl mir was

Anscheinend trage ich zur Zeit wieder den Zettel "Erzähl mir was" an meiner Stirn. Die Kassiererin im Supermarkt wollte gestern wissen, wie ein bestimmtes Erfrischungsgetränk schmeckt, da sie sich, wie sie ausdrückte, da nicht "herantraut". Die Verkäuferin im Blumenladen plauderte heute aus, was sie tun würde, wenn sie reich wäre, nämlich auch so viele hübsche Ranunkeln kaufen wie ich (Wow, ich bin reich!). Und an der Haltestelle stehend gesellte sich ein schmächtiges Persönchen mit zerknittertem Gesicht zu mir, welche sich mit der Feststellung "Da hat man neunundneunzig Regenschirme zu Hause, aber wenn es regnet keinen dabei." an mich wandte. "Ja" antwortete ich, "so ist es immer.", worauf sie ermutigt mir erklärte, daß sie natürlich keine neunundneunzig zu Hause habe, sondern nur zwei. Dann zeigt sie auf das Werbeplakat mit einem halbgeschorenen Schaf und erzählt: "Meine Großmutter konnte sogar noch selbst Wolle spinnen." "Oh" sage ich, "das kann heute kaum noch jemand." Ja, und ihre Oma habe ihr auch Socken aus Schafwolle gestrickt, die hätten vielleicht gekratzt. Allerdings hätten sie sich ziemlich schnell in der Waschmaschine aufgelöst. Aha. In der perfekten Überleitung verkündet sie, daß sie sich heute richtig mit ihrer Betreuerin in der Wolle gehabt habe, weil diese nicht will, daß sie so viel Butter ißt. "Na ja" sage ich, zu viel Butter ist ja auch nicht unbedingt gesund." "Also wissen Sie, ich bin 67 Jahre und wiege 57 Kilo, da werde ich doch wohl ein bißchen Butter essen dürfen. Ich schmiere die ja nicht so dick auf das Brot." dabei mit den Fingern ca. zehn Zentimeter anzeigend. "Wer macht das denn schon? Sie machen das doch bestimmt auch nicht, oder?"
Ich bestätige: "Nein, sowas mache ich auch nicht.", und sie erklärt mir weiter, daß sie jeden Morgen höchsten zwei Vollkornbrote oder Toasts mit Butter esse. Das sei doch nicht zuviel? Nein, das könne sie ruhig essen, nicke ich zustimmend. Das fände ich nicht zuviel. Zufrieden zeigt sie auf einen parkenden Campingwagen: "Was für ein schöner Campingwagen! Früher sind wir mit so einem bis nach Rußland, bis nach Jerewan gefahren." "Oh, schön!" staune ich und sie antwortet: "Ja, aber da lebte mein Mann auch noch!"
Im gleichen Moment kam der Bus. Aber noch etwas anderes erlebte ich. Während ich an der Haltestelle stand, mitten im schlimmsten Freitagnachmittagverkehr, war mir längere Zeit, als höre ich ganz leise, über dem Lärm der Autos schwebend, eine Mundharmonika die Weise aus "Spiel mir das Lied vom Tod" spielen. Ich sah mich um, weil ich erst vermutete, irgendwo einen Straßenmusikanten zu erblicken, doch ich glaube, das war nur eine akustische Halluzination. Trotzdem vernahm ich es sehr deutlich, aber ich habe ja auch schon Beethoven aus anfahrenden Autos herausgehört.

Mittwoch, 9. April 2008

Schattige Zweige

Schattige Zweige

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Träume scheinen mir wie Orchideen. -
So wie jene sind sie bunt und reich.
Aus dem Riesenstamm der Lebenssäfte
ziehn sie just wie jene ihre Kräfte,
brüsten sich mit dem ersaugten Blute,
freuen in der flüchtigen Minute,
in der nächsten sind sie tot und bleich. -
Und wenn Welten oben leise gehen,
fühlst du's dann nicht wie von Düften wehen?
Träume scheinen mir wie Orchideen. -

(Rainer Maria Rilke)

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Holistische Medizin ist eindeutig ein wichtiger Brückenkopf für die okkulte Invasion. Sie scheint die Existenz einer geheimnisvollen Heilkraft nachzuweisen, die jeder durch »Glauben« nutzen kann. Sie unterstützt die These von Al Gore, dass diese Welt »Glauben an eine höhere Macht braucht, welchen Namen auch immer man ihr gibt«. Holistische Medizin ist nur ein weiterer Riesenschritt der Menschheit hin zur künftigen Weltreligion des Antichristen...

...Der Einfluss des fernöstlichen Mystizismus im Abendland geht weiter zurück, als man erwarten würde. Er besteht sogar schon länger als die Drogenbewegung und die Invasion der Gurus aus Fernost. Wir haben bereits gesehen, dass Napoleon Hill die grundlegenden Philosophien der Bewegung des Positiven Denkens und der Erfolgs- und Motivations-Bewegung von Geistwesen empfing, die sich als antike »Aufgestiegene Meister« ausgaben, die unter dem Namen »Ehrwürdige Bruderschaftdes Alten Indien« bekannt sind. Etwa zur gleichen Zeit, als Hill die Geschäftswelt in den Okkultismus einführte, brachte Agnes Sanford denselben in die Christenheit ein. Hundert Jahre zuvor hatte der Okkultismus jedoch durch die Freimaurerei einen wichtigen Brückenkopf im Abendland aufgerichtet. In den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts fand der Okkultismus dann durch die Anonymen Alkoholiker(»AA«) eine weite Ausbreitung.......Die ewige Hölle ist der Preis für das »Trockensein« in diesem Leben.

(aus "Die okkulte Invasion" von Dave Hunt)

Dienstag, 8. April 2008

Jewish Music of Hungary

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Von allen Gurus, die ins Abendland kamen, hat keiner mehr für die Begründung der Glaubwürdigkeit des östlichen Mystizismus getan wie Tenzin Gyatso, der Dalai Lama, im Exil lebendes spirituelles Haupt der tibetischen Gelugpa oder »Gelben Sekte« des Mahayana-Buddhismus. Er behauptet, die 14. Reinkarnation des ursprünglichen Dalai Lama zusein, eines Gottes auf Erden, der die Macht hat, andere in ihre eigene Gottheit einzuführen. Das ist wiederum das fortdauernde okkulte Themader Vergottung des Menschen, ein Widerhall der Schlangenlüge aus dem Garten Eden...
....Wie ein klassischer Mumpitz wird uns eine der ältesten religiösen Praktiken der Welt als die »Wissenschaft des Yoga« angedreht. Der durchschnittliche Abendländer ist sich nicht im Klaren, dass Yoga in der BhagavadGita vom göttlichen Krishna als sicherer Weg zum Himmel eingeführt wurde oder dass Shiva (eine der gefürchtetsten Hindu-Gottheiten) als Yogeshwara angesprochen wird, als Meister des Yoga. Dass Yoga purer Hinduismus ist, wird zumeist geleugnet. Der Mensch des Westens hört vielleicht hin und wieder von den Yoga-Sutras von Patanjaliaus dem 2. Jahrhundert v. Chr. und meint, dieser Patanjali sei einfrüher indischer Plato oder Einstein gewesen. Tatsächlich achten Hindus ihn als einen ihrer bedeutendsten Religionsführer. In der Meinung, Gesundheit zu erwerben, verstricken sich Millionen unwissentlich in Hinduismus. Yoga-Fans glauben in wissenschaftlichen Übungen unterwiesen zuwerden, doch werden sie unbewusst in fernöstliche religiöse Lehren und Rituale eingeführt, die speziell dazu entwickelt wurden, um den Menschen für das Okkulte zu öffnen. Hatha-Yoga, bekannt als körperliches Yoga, soll angeblich frei vom Mystizismus in anderen Formen sein. Das stimmt nicht. Yoga ist Yoga,und alle Körperhaltungen und Atemübungen sind speziell dafür gestaltet,an Brahman gebunden zu werden, dem universalen »Alles« des Hinduismus.Wenn man auf körperliches Wohlbefinden aus ist, sollte man sich an ein Programm halten, das zu diesem Zweck konzipiert ist und nicht an ein Programm, das zur Erlangung der Göttlichkeit gedacht ist. In einer der maßgeblichsten Schriften zum Hatha-Yoga, der Hathayoga-Pradipika aus dem 15. Jahrhundert, führt Svatmarama den Gott Shiva(im Hinduismus als »der Zerstörer« bekannt) als ersten Lehrer des Hatha-Yoga auf. Kein Wunder, dass Yoga so destruktiv sein kann!...
....Indien, Tibet, Burma, Sri Lanka und andere Länder, in denen seit Jahrtausenden fernöstlicher Mystizismus praktiziert wird, gehören zu den ärmsten Ländern der Welt und zu den am meisten vom Aberglauben verblendeten. Doch die Abendländer, die die Bibel verworfen haben, suchen gerade bei den Ostreligionen nach Erleuchtung, die diese Länder in Elend und Armut gestürzt haben.

(aus "Die okkulte Invasion" von Dave Hunt)

Raubvogelflug

Eben flog mal wieder ein Flugzeug vorbei, als ich den einen Vogelruf deutlich vernahm, der in dieser Talkshow als Sperberwarnruf vorgestellt wurde. Dieser erklingt immer dann und wird auch von vielen verschiedenen Vögeln erkannt, wenn sich ein gefährlicher Raubvogel aus der Luft nähert. Es hat mich stutzig gemacht, daß ich den gerade dann höre, wenn ein Flugzeug unterwegs ist - sollten die Vögel etwa Flugzeuge für böse, große Raubvögel halten? *gg*

Der richtige Platz

Ich erlebe immer mal wieder das Phänomen, daß irgendwelche Dinge, seien sie gekauft oder geschenkt, sinnlos und traurig in der Wohnung herumstehen, und das, obwohl sie durchaus schön oder nützlich sein könnten. Aber sie sind es da, wo sie sind, eben nicht, sondern sie stören, wirken unpassend oder sogar häßlich. Und dann kommt einem, vielleicht beim Betrachten und Sinnieren darüber, warum man nicht recht etwas damit anfangen kann, ganz zufällig und plötzlich ein Geistesblitz, eine Vision, an welchen Platz, und nur an diesen, der Gegenstand gehört. Es ist wie eine Offenbarung und völlig selbstverständlich, so daß es kaum noch verwundert, wenn der entsprechende Gegenstand, hat man ihn erst einmal an diesen Platz gebracht, auf einmal in erstaunlichster Schönheit erstrahlt, sich sozusagen von seiner Schokoladenseite präsentiert, vielleicht sogar unentbehrlich wird. Der Ort scheint wie für dieses spezielle Ding gemacht, als wären beide einander vorbestimmt gewesen. Ich frage mich manchmal, ob es für einen Menschen auch irgendwo so einen speziellen Ort gibt, einen vorbestimmten Platz, an welchem er, sollte er ihn jemals finden, vollkommen ankommen und ganz er selbst in seiner positivsten Weise sein kann, weil seine Eigenheiten in harmonischer Weise wie das fehlende Puzzleteil mit der Umgebung verschmelzen.

Montag, 7. April 2008

Ich bin vollkommen fertig,

so fertig, daß ich nach nur drei Tagen der Wiederaufnahme meiner Tätigkeit, den Urlaubsschein von Herrn Naseplag stehlen wollte. Eigentlich wollte ich das schon am Donnerstag, denn da steckte ich ihn in die Mappe zu meinem Urlaubsschein und erst heute wagte Herr Naseplag mal nachzufragen, da er ja übermorgen Urlaub nehmen möchte, wo ich seinen Urlaubsschein gelassen habe. Ich dachte erst, er will mich auf den Arm nehmen, weil ich mir sicher war, daß da kein Urlaubsschein gewesen ist, doch dann, schon halb einer mittleren Panik nahe, fiel mir ein, daß ich einen in die Mappe getan hatte. Herr Naseplag meinte, ich dachte wohl, wenn ich Urlaubsscheine klaue, kann ich die Urlaubstage behalten. Er erzählte ja schon letztes, ich wolle ihn mobben, weil ich ihm sagte, eine bestimmte Kollegin hätte Geburtstag, die dann aber gar keinen Geburtstag hatte, aber natürlich auch nur, weil ich völlig durch den Wind bin. Oh, oh....

Sonntag, 6. April 2008

Ich habe nachgezählt -

es befinden sich zur Zeit genau zwölf Elefanten in meiner Wohnung. Ich finde, das ist eine gute Zahl. Außerdem wüßte ich gerne, was nachfolgende Schriftzeichen bedeuten. Vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Stein mit Schriftzeichen

EDIT: Ich weiß es, ich weiß es! In einem Forum wurde mir netterweise geholfen. Auf dem Stein steht "ein langes Leben" und "glücklich, froh, zufrieden usw.".

Lass den Kopf nicht hängen,

die Welt ist ganz in Ordnung - dies ist die einzige Botschaft, die mich letzte Nacht im Traum erreichte und in Erinnerung blieb.

Samstag, 5. April 2008

Über die subtile Diskriminierung von Lang- und Vielschläfern

Jeder Frühaufsteher und Kurzschläfer würde eine solche Diskriminierung wahrscheinlich sofort verneinen, denn man muß sie selbst erleben, um sie zu erkennen. Sie ist viel zu eingeschliffen, ein allgemeingültiges gesellschaftliches Verhaltensmuster, und selbst ein damit drangsalierter Langschläfer braucht wohl eine Weile, wenn nicht sogar sein ganzes Leben, um herauszufinden, daß das schlechte Gewissen, welches ihm mit Blicken, Taten und Worten täglich eingeimpft wird, je nach Persönlichkeitsstruktur mehr oder weniger erfolgreich, im Grunde nicht sein eigenes Problem ist, sondern das der anderen.

Frühaufstehern haftet, ohne daß man sich davon bereits überzeugt hat, gerne ein Image des Fleißes und der Zuverlässigkeit an, während man Langschläfer im Gegenzug dazu mit Faulheit und Unzuverlässigkeit in Verbindung bringt. Aus meinen persönlichen Beobachtungen im Kollegenkreis hat sich aber dieses Vorurteil überhaupt nicht bestätigt. Manchmal möchte man fast vom Gegenteil ausgehen, denn wenn man zwar früh um 7 Uhr auf Arbeit ist, aber erst einmal zwei Stunden Kaffee kocht und den neuesten Büroklatsch nach der langen nächtlichen Trennungszeit austauscht, dann ist man zwar geschäftig, aber noch lange nicht produktiv. Und dies ist etwas, was ich bei den wenigen Malen, da ich bereits um 7 Uhr oder noch früher im Büro war, immer wieder beobachtet habe: in den zwei Stunden zwischen 7 und 9 Uhr wird von den wenigsten Kollegen tatsächlich etwas geleistet. Die meisten bereiten sich nur sehr geschäftig und ausgiebig auf die Arbeit vor, während die Leute, die erst um 9 Uhr kommen, sich in der Regel sofort auf ihre Akten stürzen. Dies läßt mich die Vermutung hegen, daß das oben erwähnte Vorurteil nur eine verbreitete Fehlinterpretation von Leuten ist, die den Unterschied zwischen Geschäftigkeit und Produktivität nicht erkennen können. Desweiteren läßt mich dies vermuten, daß Frühaufsteher gerne dazu neigen, ihre Energien sowohl am Tag als auch in der Nacht sinnlos zu verpulvern, während Langschläfer gelernt haben, ihre Energien zu konzentrieren, und zwar gleichermaßen bei der Arbeit als auch bei der Erholung. Mir ist klar, daß dies eine gewagte Theorie ist, zumal auf den ersten Blick immer die Frühaufsteher die Organisierteren zu sein scheinen, aber man macht sich halt so seine Gedanken.

Als Langschläfer läßt man die Frühaufsteher in der Regel Frühaufsteher sein, da man als Langschläfer, so glaube ich, intensiver der Lebensmaxime vom leben und leben lassen nachgeht, muß jedoch häufig bemerken, daß dies umgekehrt keineswegs der Fall ist. Dies beginnt schon mit dem herablassenden und nachsichtigen Lächeln, welches einem gewährt wird, wenn man es wagt, sein Bedürfnis nach spätem Aufstehen zu artikulieren. Ich kann mich nicht erinnern, jemals bei einem Frühaufsteher, der mir von seinen Schlafgewohnheiten erzählte, meinen Mund ironisch verzogen oder verzeihend gelächelt zu haben, so nach dem Motto, sowas könne ja vorkommen, kein Problem - es gibt schließlich immer Leute, die anfälliger sind für den Schlafvirus.
Weiter geht es dann mit spitzzüngigen Bemerkungen, die man sich ab jetzt bei jeder passenden Gelegenheit anhören darf. Hat man zum Beispiel aus dringenden Gründen einen Termin sehr früh am Tag, wird man mindestens einmal unterschwellig ironisch gefragt, ob man das schaffe. Hallo? Nur weil ich sehr ungern früh aufstehe, heißt das noch lange nicht, daß ich nicht in der Lage dazu wäre. Andere Bemerkungen sind solche wie: "Tja, jetzt ist nichts mehr mit lange schlafen.", "Jetzt mußt du auch mal früh aufstehen." und viele weitere. Täusche ich mich, oder höre ich da eine Mischung aus Schadenfreude und Neid heraus? Mir als Langschläfer käme es natürlich nie in den Sinn, wegen eines Frühaufstehers, der gezwungen wird lange zu schlafen, schadensfroh oder neidisch zu sein. Wenn man Pech hat, kann man sogar an Zeitgenossen geraten, die meinen, es wäre doch lustig, einem an frühen Morgenstunden mit gezielten Telefonanrufen und unter fadenscheinigen Vorwänden den Schlaf zu vergällen.

Desweiteren ist es diese Art wie mit anderen über die eigene Person geredet wird, wobei es anscheinend unerläßlich ist, hinzuzusetzen "Die kommt immer erst um 9 Uhr." Ok, die Aussage ist zwar grob gesehen und mit beiden Augen zugedrückt richtig, denn in der Regel bin ich 10 vor 9 und manchmal auch 20 vor 9 auf Arbeit, aber allein der Tonfall, mit dem solche Informationen weitergegeben werden, läßt an ein unauslöschliches Stigma denken, welches man auch dann nicht mehr los wird, wenn man ab sofort täglich um 6 Uhr im Büro erscheinen würde. Frühaufsteher dagegen, insbesondere hartgesottene Kurzschläfer, werden wie die Helden gefeiert - je kürzer der benötigte Schlaf, um so taffer und unbesiegbarer. Schließlich hat auch Napoleon nur vier Stunden in der Nacht geschlafen. Acht Stunden sind da schon hart an der Grenze, besser sollte man bis unter sechs Stunden kommen. Das nötigt jedem Respekt ab, sogar den Vielschläfern, die sich sogleich recht erbärmlich fühlen. Die meisten kommen deshalb irgendwann an den Punkt, an dem sie es den anderen zeigen wollen - niemand möchte gerne ein belächelter Schwächling sein - und so reduzieren sie ihren Schlaf dementsprechend. Dies macht aber alles nur noch schlimmer, denn nur weil man nach fünf Stunden mit zusammengebissenen Zähnen und Mordgelüsten aus dem Bett wankt, heißt das noch lange nicht, daß sich der Schlaf so leicht abschütteln ließe. In solchen Fällen überrascht er einen gerne mitten am Tag, was zu unerfreulichen Personalgesprächen führt. Wurde man vorher als potentieller Faulenzer mißtrauisch beäugt, ist man jetzt untragbar und dabei wollte man doch nur ebenso anerkannt wie ein Frühaufsteher und Kurzschläfer sein und sich disziplinieren.

Letztendlich wird man als Viel- und Langschläfer sein Leben lang sogar doppelt benachteiligt sein, nicht nur wegen der schleichenden Diskriminierung, sondern auch durch die Tatsache, daß man an einem Tag stets weniger Stunden zur Verfügung hat, um seinen Verpflichtungen, aber auch seinen Freizeitfreuden nachzugehen, als ein Kurzschläfer. An sich ist das schon Strafe genug, finde ich, und deshalb habe ich diese Art, wie mit Lang- und Vielschläfern umgegangen wird, langsam satt. Ich finde sogar, es wäre an der Zeit, den Spieß umzudrehen. Wenn künftig von emsigen Kollegen berichtet wird, die immer schon um 7 oder früher auf Arbeit sind, werde ich ab jetzt ebenfalls ironisch und nachsichtig den Mund verziehen, ihnen einen Blick zuwerfen nach dem Motto "immer diese spießigen und hektischen Frühaufsteher" und sagen: "Na ja, ist ja nicht so schlimm." Ich fordere alle Lang- und Vielschläfer dazu auf, mitzumachen, bis dieses kranke Muster durchbrochen ist!

Pax, Mars und Victoria

nenne ich seit gestern mein eigen, und zwar in Form von angeblichen Original-Münzen aus dem römischen Kaiserreich des 3.Jh. nach Christus. Das liegt daran, daß meine Mutter zur Zeit versucht, die riesigen Münzberge meines Vaters zu sondieren, zu sortieren und teil auch zu verkaufen. Dazu griff sie sich einen ganzen Beutel voll, derer sie mehrere hat, und schleppte den schweren Geldsack zu einem Münzhändler. Dieser bot ihr dafür 1 Euro. Also schleppte sie das Teil wieder nach Hause und jetzt wird wohl auf dem nächsten Flohmarkt eine neue Münzabteilung eröffnet. Ich selbst habe von Münzen gar keine Ahnung und weiß auch nicht, ob sowas bei Liebhabern und Sammlern "geht". Wenn man aber sieht, wieviel Geld mein Vater für das Zeug herausgeschmissen hat, das man jetzt gerade noch als Altmetall handeln kann, könnte man fast heulen. Natürlich gibt es aber auch einiges an wertvolleren Münzen, denn echtes Gold oder Silber behält ja immer einen gewissen Wert, egal in welcher Form. Diese Münzen will meine Mutter auch aufheben, gab mir aber gestern diese drei römischen Münzen in einem Etui, für die mein Vater einstmals 350,00 Euro bezahlt hat. Bei diesem Preis ist davon auszugehen, daß es sich wohl tatsächlich um echtes Silber handelt, wie in dem Angebot angegeben, obwohl ich trotzdem ein wenig skeptisch bin. Die Münzen ähneln diesen hier, nur daß halt andere Götter dargestellt sind, und wurden auch beim gleichen Anbieter gekauft. Eigentlich klingt das auf der Seite alles ziemlich vertrauenswürdig, vielleicht sind es ja wirklich original römische Silbermünzen. Trotzdem kommt es mir komisch vor, daß die seit 2006 so überhaupt nicht angelaufen sind. Nun ja, einen Safe werde ich wohl dafür nicht brauchen.

Das Puppenhaus

In meiner Kindheit spielte ich bei ausreichendem Wetter am liebsten draußen oder in den Hausfluren, wozu ich nicht viel Spielsachen brauchte, doch an langen grauen Winternachmittagen gab es da etwas anderes, worauf ich mächtig stolz war - eine gigantische Puppenstube. Obwohl ich eigentlich wenig mit Puppen spielte, war die Puppenstube etwas, an dem ich sehr hing, im Gegensatz zu der Sammlung von geschenkten Puppen, die ich besaß. Seltsamerweise kann ich mich nicht mehr an den Moment erinnern, als ich sie, es muß wohl zu Weihnachten gewesen sein, geschenkt bekam. Sie war für meine Begriffe riesig groß, hatte vier Zimmer und auf der anderen Seite eine echte Hausfassade mit geklinkerten Säulen, kleinem Vorgarten mit grünem Rasen, auf welchem man auch ein Spielzeugauto abstellen konnte. An der zweiten Etage verlief ein langer Balkon über zwei Seiten des Hauses. Praktischerweise besaß sie ein Flachdach, praktisch deshalb, weil man sie so ohne Probleme erweitern konnte. Dies tat ich mit zwei einzelnen Puppenzimmern, einem Puppenbad, welches man - Schande über den Architekten - im Haus vergessen hatte, sowie einem alten Schulzimmer inklusive Schulbank, Tafel mit Kreide und Lehrerpult. Selbstverständlich erhielten die Kinder des vornehmen Hauses ausschließlich Privatunterricht. Zur Freude aller Kinder, die an dem Puppenhaus mitspielen durften, besaß das Bad an der Außenwand zwei große Wassertanks. Diese konnte man mit Leitungswasser füllen und dann die kleine Wasserhähne über Wanne und Waschbecken aufdrehen, aus denen jetzt das Wasser wieder herauslief. Außerdem gab es ein echtes kleines Klo, bei dem man den Deckel hochklappen und an der Spülung ziehen konnte. Auch wenn ich alleine wenig mit den Puppen spielte, beschäftigte ich mich doch Stunden damit, das Haus umzuräumen, zu dekorieren und mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten auszustatten. Ich fertigte aus alten Fellen Teppiche, aus Stoffen Gardinen und Vorhänge für die Rundbogentüren an der Balkonseite, malte Bilder zum Aufhängen und bastelte kleine Faltbücher für die Puppenbildung. Mein Cousin bastelte ein Batteriereservoir für verschiedene Lampen mit echten kleinen Glühbirnen, die man an und wieder ausschalten konnte. Das Wohnzimmer in der zweiten Etage, mit einer riesigen Fensterwand und einer davor befindlichen Blumenbank ausgestattet, aus der bunte Plastikblumen sprossen, besaß sogar einen Fernseher, und zwar einen, in dem man tatsächlich etwas sehen konnte, allerdings nur, wenn man ihn an das Auge hielt. Es war nämlich ein Touristenmitbringsel, das mir einmal geschenkt wurde, mit einem kleinen Guckloch. Wenn man auf einen kleinen Knopf an der Unterseite drückte, konnte man im Fernseher selbst diverse Bilder von feschen Schwarzwaldmädels sehen. Ok, vielleicht war das Fernsehprogramm etwas einseitig, aber doch weit fortschrittlicher als in manch anderer Puppenstube. Unter dem Wohnzimmer lag das Schlafzimmer, in ihm befand sich auch die Eingangstür des Hauses. Es ist zwar sicher etwas ungewöhnlich, sich nach dem Eintritt sofort im Schlafzimmer zu befinden, aber die breiten Puppenbetten brauchten einfach viel Platz und es schien auch keinen der Bewohner wirklich zu stören. Über das gesamte Haus verteilt waren witzige kleine Dinge, wie winzige Haarbürsten, bunte Schalen, klitzekleine Weinflaschen, Wanduhren, in der Küche waren die Schränke voll mit winzigen Tellern, Tassen und Kännchen, sogar Eßbares gab es, wie kleinste Käseecken und Brote. Dies alles wurde von einem Porzellan-Bernhardiner beschützt, dem Hund des Hauses, der einstmals aus einer Glasvitrine dorthin umgezogen war und schon leicht angeschlagene Pfoten hatte. Und auch ein Eichhörnchen durfte nicht fehlen. Das Plastiktierchen fand seinen Platz auf dem Balkon. Dies war das erste eigene Haus in meinem Leben und wird wohl das einzige bleiben.