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Freitag, 16. Januar 2009

Eine Träne von Herrn Books

Ich stelle fest, daß das Arbeitszimmer von Herrn Books sich gleich neben dem Zimmer befindet, in welchem ich mich aufhalte. Die Tür steht einen kleinen Spalt offen und ich kann ihn durch den Spalt im Zimmer herumgehen sehen. Ich wage allerdings nicht zu stören oder hineinzugehen, sondern schleiche an der Tür vorbei wieder in mein Zimmer. Dort überlege ich, wie seltsam es doch ist, daß wir die ganze Zeit unsere Blogs lesen und schreiben und gar nicht wissen, wie wenige Schritte wir nur auseinander sind. Jetzt betritt Herr Books mein Zimmer und unterhält sich mit anderen darin. Mich erkennt oder sieht er nicht und ich mache auch nicht auf mich aufmerksam. Sein Gesicht ist nicht zu sehen, da hinter einem Blatt Papier versteckt, von dem er etwas vorliest. Er trägt einen edlen, glänzenden Morgenmantel, der an das viktorianische Zeitalter erinnert. Und da, an einer Stelle auf dem Morgenmantel entdecke ich die Bahn einer Träne, welche den seidigen Stoff vom Hals abwärts bis hinunter zur Taille kreuzte. Nanu?

Chinesische Weltanschauung und Religion zum Anfassen

Eine riesige Halle voller Reihen von Regalen, bzw. chinesischen Statuen, Bauwerken usw. Die Regale und Reihen stehen Längsseite neben Längsseite und nur ein kleiner, endlos langer Gang bleibt dazwischen. Auch die Regale sind voll belegt mit chinesischen Artefakten, steinernen Symboliken u.ä. Jemand dirigiert mich durch die Halle und gibt mir Aufgaben, mit denen ich mit Hilfe der hier gesammelten Artefakte die chinesische Weltanschauung und Religion lernen soll. Diese ist sehr bildlich, weshalb sich diese Art zu lernen dafür eignet, aber ungeheuer umfangreich. Die ganze Halle ist wie ein großes Lehrbuch und die Regale dessen Seiten. Ich soll zum Beispiel bestimmte Dinge suchen, gewisse Pfade finden oder irgendeinen Gegenstand wählen, in welchem ich mich verstecke. Außen sind an den Reihen wie in einer Bibliothek Zettel angebracht, auf denen Stichpunkte und Schlagwörter stehen. Beim Umherstreifen in den Gängen finde ich einen etwas größeren Zettel, der die grundlegendste Lehre überhaupt enthält, die, die niemals aus den Augen verloren werden darf. Sie lautet: "Alle Unregelmäßigkeiten sind egal. Es gibt keine Logik."

Donnerstag, 15. Januar 2009

Mit der letzten Ruhe

wird es nicht so weit her sein, auf dem kleinen Friedhof, der uns empfohlen wurde, da auf dem Wunschfriedhof keine "Kunden" mehr angenommen werden - alle Plätze voll belegt. Der kleine Friedhof, den wir uns heute angeschaut haben, liegt genau zwischen zwei größeren Straßen und der Verkehrslärm ist noch von überall zu vernehmen. Meine Mutter stört das nicht, sie sagt, wenn sie unter der Erde liegt, hört sie doch sowieso nichts mehr. Mich stört es komischerweise schon. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, irgendwo zu liegen, wo Verkehrslärm zu hören ist, selbst wenn ich dann eigentlich nichts mehr mitbekomme. Dafür ist es ein ziemlich alter Friedhof und mein Vater liegt dort in guter Gesellschaft mit einem berühmten Filmpionier. Und es gibt eine richtige alte Friedhofsmauer mit einer Hecke aus kegeligen Zypressen ringsherum, die irgendwie an die Toskana erinnern. Meine Mutter hat sich nun doch für eine Doppelgrabstelle entschieden, obwohl sie anscheinend überhaupt nicht viel davon hielt, neben meinem Vater zu liegen. Und ich glaube, sie hat das nur gemacht, weil mein Bruder und ich das für eine gute Idee hielten. Auf dem Nachhauseweg mit meinem Bruder meinte der plötzlich zu mir, er könne sich ja auch eine Grabstelle dort besorgen. Ich hab ihn angeschaut, weil ich dachte, er macht einen Scherz, aber irgendwie sah es beinahe so aus, als ob er das ernst meint. Also ich möchte mir heute noch keine Gedanken darüber machen, wo ich einmal liegen werde. Ich weiß nur, daß es still sein soll. Oder vielleicht werde ich doch lieber ein Diamant, den niemand haben will.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Als hätte ich es gestern geahnt....

und trotzdem hätte ich es mir nicht wirklich träumen lassen, daß ich selbst heute meine Schritte in ein Bestattungsinstitut setzen würde. Nachdem die letzten zwei Tage gleich zwei Klienten verstorben sind, erhielt ich nun die Nachricht, daß mein Vater heute gestorben ist. Nicht daß es überraschend gewesen wäre, eigentlich hat man ja irgendwie darauf gewartet und es heimlich sogar gehofft, damit das Leid ein Ende hat - die Worte am Telefon jedenfalls klangen fast vertraut und ich wußte es ziemlich sicher, daß er dieses Jahr nicht überleben würde. Meine Mutter war dabei, als er starb. Ich bin gleich von der Arbeit los und zu ihr gefahren. Mit meinem Bruder zusammen sind wir zum Bestattungsinstitut, wo wir ca. zwei Stunden lang Särge, Sarggestecke, Angebinde, Sargausstattungen, Trauerkarten usw. ausgesucht haben. Meiner Mutter gefiel keiner der Särge - na ja, wem gefallen die schon? - und ich konnte sie zu einem hellen Sarg aus natürlicher Kiefer überreden, der mit einem bunten "Frühlings"gesteck aus blauen, gelben und orangefarbenen Blüten geschmückt wird. In den Bestattungsräumen lief so ein kleiner zotteliger Hund frei herum und wuselte immer um meine Beine oder rollte sich unter dem Tisch zusammen. Danach gingen wir noch einmal ins Heim, um uns zu verabschieden, bevor er abgeholt wird. Er war schon ganz weiß und sah aus wie eine Wachspuppe. Zu Hause mußten wir noch ein paar Sachen zusammensuchen, die er im Sarg tragen soll. Die passen ihm alle gar nicht mehr, aber das werden die schon irgendwie alles zusammenraffen. Morgen besichtigen wir den Friedhof und bringen die Sachen dem Bestatter. Vor ca. einer halben Stunde bin ich nach Hause gekommen, ich bin etwas zittrig, etwas aufgekratzt und habe ein bißchen geweint, aber es hält sich in Grenzen. Wir haben schon vor drei Jahren so viel um ihn getrauert, als wir dachten, er stirbt, daß es nun wie eine Art Abschluß ist und nach dem, was er in diesem Jahr mitgemacht hat, ist es irgendwie auch ein erleichterndes Gefühl, daß er es überstanden hat. Als Bibelspruch für die Traueranzeige habe ich für ihn ausgesucht:

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Ps 91,11

Dienstag, 13. Januar 2009

Meine "Kinder"lieder - Tropfenhochzeit

Meinen täglichen Biff gib mir heute....

In der Thora steht: Moses wurde hundertzwanzig Jahre alt. Wahrscheinlich sind ihm die Kinder Israels nur gefolgt, um zu sehen, wann er umkippt. Bestimmt haben sie darauf Wetten abgeschlossen.

Notizen des Tages

Innerhalb von zwei Tagen sind zwei meiner Klienten verstorben, Baujahr 1965 und 1958. Ich hoffe, das wird jetzt keine Epidemie.

Computer sind doof: Heute wollte ich in meinem 330seitigen Roman den Namen Robert mit Raik ersetzen. Dazu gibt es ja diese "Ersetzen"-Funktion unter Word. Jetzt steht statt "eroberte" immer "eRaike" da. Ein Glück, daß ich nicht den Namen Ina ersetzen wollte.

Außerdem versuchte ich, die selbstgebastelte Latein-Grammatik, die wir beim Studium von unserem Latein-Dozenten bekamen, wiederzufinden, und mir wurde klar, daß ich sie wohl weggeworfen habe. Kein Wunder, daß er sauer ist.

Die Schreibstube

Schreibstube

Montag, 12. Januar 2009

vergehört

Was sagt einem das, wenn man TV schaut und statt "Cop" regelmäßig "Koch" versteht? Es laufen eindeutig zu viele Kochsendungen im Fernsehen.

...

Durch die vom Histamin angekurbelte Regulierung und Aufnahme von Wasser im Körper wird Vasopressin freigegeben, das wiederum durch Erzeugen »duschkopf«-ähnlicher Perforationen von zwei Ångström-Einheiten, die eine eindirektionale Penetration von jeweils einem Wassermolekül durch die Membran ermöglichen, den erhöhten Wasserdurchfluss durch die Zellmembran fördert; diese Funktion ist besonders wichtig für den Erhalt des durch Mikrotubuli gerichteten Mikrodurchflusses des axonalen Transportsystems mit niedriger Viskosität. Vasopressin scheint auch die Funktion eines modulierenden cortison releasing factor (CRF) bei Implikation einer konstanten ACTH-Sekretion in der Inhibition der Immunsystemfunktionen zu haben; Histamin kann an der Modulation der neuroendokrinen Systeme beteiligt sein, möglicherweise wenn der ACTH-Feedback-Mechanismus unterbrochen wird.
(aus "Wasser hilft" von Batmanghelidj)

Äh...wie war das nochmal?

Ich weiß nicht, wie lange ich schon keine Strumpfhosen mehr trage. Es dürften mindestens zehn Jahre sein. WIE lange das genau ist, erfuhr ich heute vor dem Regal mit den Strumpfhosen, als ich überlegte, welche Größe ich in Gottes Namen bräuchte. Es wollte mir einfach nicht mehr einfallen. Überhaupt sind das merkwürdige Zahlen, die da auf den Packungen stehen. So unbekannt. Immerhin wußte ich noch, daß ich nicht die gleiche Zahl nehmen darf, wie sie auf meinen Klamotten steht. Und so lange ich mich noch an meine Schuhgröße erinnern kann...

Meine "Kinder"lieder - Wo der Mond hinfliegt...



Wer hat an den Wolken geknabbert?

Sonntag, 11. Januar 2009

...

Im Schlaf zieht sich der Geist aus der Welt der Sinne zurück. Karmische Spuren, die gerade von sekundären Ursachen aktiviert werden, besitzen eine Kraft oder Energie, nämlich den karmischen Prana. Wie bei Pferd und Reiter in unserem Vergleich "reitet" der Geist auf dem karmischen Prana zu jenem Energiezentrum im Körper, das der aktivierten karmischen Spur entspricht: Das Bewusstsein richtet sich auf ein bestimmtes Chakra aus....Der karmische Prana ist die Energie des Traums, die Lebenskraft, während der Geist die spezifischen Manifestationen der karmischen Spuren - Farbe und Licht, Emotionen und Bilder - zu einer Geschichte, dem Traum verwebt. Dies ist die Entstehungsgeschichte eines samsarischen Traums....

....Damit haben wir schon die Möglichkeit, unsere Träume anders zu betrachten als bisher: Wir können am Traumgeschehen ablesen, welche Emotion mit dem Traum verbunden ist und welchem Bereich er zuzuordnen ist...

....Letzten Endes möchten wir Geist und Prana im Zentralkanal stabilisieren und verhindern, dass der Geist immer wieder zu den Chakras hingezogen wird. Der Zentralkanal ist die energetische Basis der Rigpa-Erfahrung, und die Praktiken, denen wir uns im Traum-Yoga widmen, haben den Zweck, Geist und Prana in den Zentralkanal zu bringen. Wenn es dazu kommt, sind wir klar, bewusst und präsent. In diesem Zustand zu träumen bedeutet, dass unser Traum von starken Einflüssen der negativen Emotionen frei sein wird. In dieser inneren Ausgewogenheit können sich Träume des Wissens und der Klarheit manifestieren....

...Wenn Sie Ihre Tage geistesabwesend auf den verschlungenen Pfaden des Denkens verbringen, wird es Ihnen im Traum vermutlich nicht anders gehen. Sind Sie aber im Wachzustand präsenter, werden Sie die Präsenz auch im Traum wiederfinden...

...Die Ausrichtung auf dieses Chakra (Anmerk.: Kehlkopfchakra), so sagen die alten Lehren, erzeugt sanfte Träume....Bei diesen Träumen kommt es weniger auf bestimmte Bilder als auf ein Gefühl von Frieden an.

 

Die samsarischen Traum (Bewußtseins-)ebenen:

Bereich                                      primäre Emotion             Chakra

Götter (Devas)                           lustvolle Zerstreuung      Scheitel

Halbgötter (Asuras)                   Neid                                 Kehle

Menschen                                  Eifersucht                        Herz

Tiere                                          Unwissenheit                   Nabel

Hungrige Geister (Pretas)          Gier                                  Sexualorgane

Höllenbewohner                         Hass                                 Fußsohlen

(aus "Übung der Nacht: Tibetische Meditationen in Schlaf und Traum")

Schallpunkte

Hypnagog: Der Schatten einer riesigen Eule fliegt in die Wahrnehmung und löscht alle Bilder, bis nur noch ein tiefes, reines Schwarz bleibt.

Auf einer Straßeninsel. Es wird mir erklärt, ich habe völlig vergessen, wer oder was erklärt, daß sich etwas außerhalb von dieser Insel ein ganz besonderer Punkt befindet. Ich werde aufgefordert, mich auf diesen Punkt zu stellen. Erst zögere ich, aber da der Verkehr nicht sehr stark ist, tue ich es doch. Auf einmal, direkt auf dieser Stelle stehend, höre ich von allen vier Himmelsrichtungen seltsame, sonst nicht wahrzunehmende Klänge an mein Ohr dringen. Diese Töne sind nicht nur mit dem Ohr wahrzunehmen, sondern auch mit dem Körper, da ihre Schwingungen so stark sind. Es ist, als würde das Universum mich umströmen, beängstigend und aufregend zugleich, aber nicht lange zu ertragen. Deshalb verlasse ich den Punkt wieder, als ich es nicht mehr aushalte. Ich bin begeistert und mir wird klar, daß es überall auf der Erde solche Punkte gibt und daß diese aus uralten Zeiten überliefert sind. Allerdings frage ich mich, warum man sich beim Bau der Straße nicht danach gerichtet und direkt die Fahrbahn darüber gebaut hat. Hätte man nur die Straßeninsel ein wenig weiter bis zu diesem Punkt verschoben, könnte man einfach auf diese Insel gehen und wann immer man möchte dem Universum lauschen.

Weiterhin erreicht mich im Traum eine Botschaft, ein klarer Satz, dessen genauen Wortlaut ich aber vergessen habe. Es geht um den Sinn und daß es diesen gibt. Ich glaube, er lautete: "Die Dinge wären nicht das, was sie sind, gäbe es keinen Sinn."

Bemerkung:
Interessant, daß mir ausgerechnet jetzt die Eule durch das Bild fliegt, denn eine Eule kam auch in meinem allerersten Kindheitstraum vor, an den ich mich in meinem Leben erinnere. Damals träumte ich, daß ich nachts auf die Toilette in unserer Wohnung gehen will und daß genau auf dem Toilettendeckel eine fast menschengroße Eule saß. Sie starrte mich an und sagte etwas zu mir, das ich vergessen habe. Später im Traum konnte sie sogar durch Wände gehen oder fliegen. Ich fand das sehr beängstigend, aber meine Eltern amüsierten sich gut.

Meine "Kinder"lieder - Träumlied



Auf meiner LP steht noch AMIGA und ich geh jetzt Sterne suchen...

Samstag, 10. Januar 2009

Meine "Kinder"lieder - Bella Ciao



(Vorsicht! Anfang ist laut.)

Natürlich haben wir dieses Lied damals auf Deutsch gesungen und auch um einiges getragener als hier. Ich erinnere mich, daß sich die Musiklehrerin wirklich alle Mühe gab, unserem "Trauermarsch" mit wilden Gestikulationen mehr Tempo zu verleihen, aber zu unserer Verteidigung muß ich sagen, daß der Text auf Deutsch nun wirklich nicht zu fröhlichem Überschwang und damit verbundenem Tempo ermuntert:

Eines Morgens in aller Frühe
Bella Ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao
Eines Morgens in aller Frühe
trafen wir auf unseren Feind.

Partisanen, kommt nehmt mich mit euch,
Bella Ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao
Partisanen, kommt nehmt mich mit euch,
denn ich fühl' der Tod ist nah.

Wenn ich sterbe, o ihr Genossen,
Bella Ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao
bringt als tapferen Partisanen
mich sodann zu letzten Ruh'.

In den Schatten der kleinen Blume,
Bella Ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao
einer kleinen, ganz zarten Blume,
in die Berge bringt mich dann.

Und die Leute, die gehn vorüber,
Bella Ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao
Und die Leute, die gehn vorüber,
sehn die kleine Blume stehn.

Diese Blume, so sagen alle,
Bella Ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao
ist die Blume des Partisanen,
der für unsere Freiheit starb.

Schlafleben

Schlafleben

Freitag, 9. Januar 2009

Meinen täglichen Biff gib mir heute....

"Ich bin gekommen, um dem Heiland zu sagen, dass es für ihn Zeit wird zu gehen."
"Aber du weißt nicht, wohin?"
"Nein."
"Und dieses goldene Zeug um dich rum, dieses Licht, was ist das?"
"Die Herrlichkeit Gottes."
"Du bist sicher, dass du nicht vor Dummheit strahlst?"
"Biff, sei nett, er ist der Bote des Herrn."

Das Internet

ist schon eine tolle Sache. Man steht in der Küche und fragt sich, wie die es hinbekommen, daß Glasnudeln durchsichtig sind, schaut im Internet nach und weiß es. Man steht in der Küche und fragt sich, warum man beim Eier hart kochen im Eierkocher für vier Eier mehr Wasser braucht als für sechs Eier, stellt die Frage ins Internet und schon weiß man es. Man steht in der Küche und fragt sich, ob Hirschhornsalz wirklich aus Hirschhörnern gewonnen wird und warum man damit keine Hefe mehr braucht, schaut ins Internet und weiß es. Man steht in der Küche und fragt sich, warum Bananen und Birnen nachreifen, Kirschen aber nicht, schlägt nach im WWW und weiß es. Man steht in der Küche und fragt sich, warum Edelschimmel "gut", echter Schimmel jedoch "böse" ist, sucht sogleich am Computer nach und weiß es. Was habe ich eigentlich früher ohne das Internet gemacht? Und warum stellen sich mir die wirklich existenziellen Fragen immer in der Küche? Eines aber ist mir aufgefallen - ich habe noch NIE nach einem Koch- oder Backrezept im Internet gesucht. Wahrscheinlich, weil ich viel zu sehr mit den grundlegenden Fragen beschäftigt bin. Das wird auch der Grund sein, warum ich bis heute nicht richtig zu kochen gelernt habe.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Den Gehaltsnachweis

bekam ich letztens zusammen mit zwei Organspendeausweisen. Mein erster Gedanke war, nicht nur, daß mein Arbeitgeber mich auf voller Front ausquetscht wie eine Zitrone, jetzt will er auch noch meine Organe.

...

Durch den weißen Kanal (bei Männern rechts, bei Frauen links) fließen die Energien der negativen Emotionen. Manchmal wird dieser Kanal auch als der Kanal der Methode bezeichnet. Der rote Kanal ist dagegen die Leitbahn für positive Energien oder Weisheitsenergien. Bei der Traumpraxis schlafen Männer auf der rechten und Frauen auf der linken Seite; so wird auf den weißen Kanal ein wenig Druck ausgeübt, damit er etwas enger wird, während der rote Weisheitskanal sich ein wenig weitet. Das verbessert die Traumerfahrung in Richtung positiverer Emotionen und größerer Klarheit.
Der blaue Zentralkanal ist die Leitbahn der Nondualität. Hier strömt die Energie des ursprünglichen Gewahrseins (Rigpa). Die Traumpraxis überführt Bewusstsein und Prana in den Zentralkanal, wo sie jenseits von negativer und positiver Erfahrung sind. Wenn es dazu kommt, geht dem Praktizierenden die Einheit aller scheinbaren Dualitäten auf. Alle mystischen Erfahrungen - von Glückseligkeit oder Leerheit oder Klarheit oder Rigpa - haben ihre energetische Basis im Zentralkanal.

(aus "Übung der Nacht" von Tenzin Wangyal Rinpoche)

Hm, dann war "Praxis des Traum-Yoga" wohl nur für Frauen geschrieben? Stand aber nicht drin....

Heißer Draht und kurze Leitung

Aus irgendeinem Grund, keine Ahnung weshalb, stehe ich bei einer Bereichsleiterin, in deren Bereich ich noch nie gearbeitet habe, bei der ich aber mal ein Vorstellungsgespräch hatte, auf dem Email-Verteiler, mit welchem sie allen anderen Bereichleitern, sowie der Leitungsebene darüber und darunter, sogar unserem obersten Boss, Emails schickt. Das Beste dabei ist, daß ich sogar an erster Stelle dieser Verteilerliste stehe. Entweder überschätzt sie meine Wichtigkeit oder verwechselt mein Stellenzeichen mit einer anderen Person. Es hat allerdings einige Vorteile, was den Informationsfluß betrifft, wie Hr. N. heute hellauf begeistert feststellte, denn ich bekam Infos und Musterschreiben, die den anderen Sachbearbeitern sonst wahrscheinlich erst nächste Woche zugestellt worden wären. "Mensch," sagte er, "das ist ja ein richtiges Privileg, daß Sie von Fr. X. Emails bekommen. Bloß nichts sagen! Die soll ruhig weiterschicken."

On Mulholland Drive

Mittwoch, 7. Januar 2009

...

„Ja, der Sauerstoff hat zwei Bindungsarme und grapscht mit jedem Bindungsarm ein Wasserstoffatom. Und jetzt passiert etwas Ähnliches wie oben beim Kochsalz, auch das Sauerstoffatom hat eine höhere Elektronegativität als der Wasserstoff und beginnt nun die Bindungselektronen an sich wieder heranzuziehen. Das heißt, der Bindungsschwerpunkt zwischen dem Wasseratom und dem Sauerstoffatom ist nicht genau in der Mitte zwischen den beiden, sondern er liegt weiter beim Sauerstoffatom. Durch dieses Heranziehen der Bindungselektronen bekommt der Sauerstoff eine ganz leicht negative Ladung. Dadurch verarmen aber die beiden Wasserstoffatome, und sie bekommen dadurch eine ganz leicht positive Ladung. Jetzt sind in diesem Wassermolekül zwei Ladungen vorhanden, und deshalb ist das Wassermole-kül auch ein Dipol (zwei Pole, der positive Pol bei den Wasserstoffatomen und der negative Pol beim Sauerstoffatom). Nach außen hin ist das Wassermolekül elektrisch neutral, nur in seiner inneren Struktur hat es diese Polaritätsverschiebungen, aufgrund der unterschiedlichen Elektronegativität der beiden Atome Sauerstoff und Wasserstoff.“
„Welche Konsequenzen hat das für den molekularen Aufbau des flüssigen Wassers?“
Dr. Felsch: „Wenn das Wassermolekül ein Dipol ist, dann ergibt sich zwingend, daß sich ein zweites Wassermolekül nicht mehr beliebig an das erste anschmiegen kann, sondern aufgrund der Polaritäten wird der negativ geladene Sauerstoff sich eher mit dem positiv geladenen Wasserstoff des nächsten Wassermoleküls anfreunden. Und diese zwei gehen eine sogenannte Wasserstoffbrückenbindung ein. Das ist eine sehr zarte, aber vorhandene Bindung zweier Wassermoleküle, wobei die Bindung zwischen dem negativ geladenen Sauerstoff des einen Moleküls und dem positiv geladenen Wasserstoff des anderen Moleküls stattfindet. Also, Wassermoleküle sind über die Wasserstoffbrückenbindungen miteinander verbunden. Die Forschungen sagen, daß etwa 300 bis 400 Wassermoleküle bei Raumtemperatur über Wasserstoffbrückenbindungen zusammenhängen, und das ist so entscheidend, lebensentscheidend, würde ich sagen. Denn Wasser hat damit nicht die Formel H2O, sondern es ist in Wirklichkeit ein Großmolekül, nämlich (H2O) 300- bis 400mal, damit ist das Molekulargewicht des Wassers auch nicht 18, nämlich die Summe von 16 = Sauerstoff und 2mal Wasserstoff zu je eins, sondern das Molekulargewicht des flüssigen Wassers bei Raumtemperatur ist 18 mal 400 – und das ergibt ein Molekulargewicht von 7200.“
Frage: „Kann man das auch praktisch erklären?“
Dr. Felsch: „Sie sehen also, Wasser ist im flüssigen Zustand ein Großmolekül, es hat eine Netzstruktur, und der Grund dafür ist der Dipolcharakter des Wassers und die daraus resultierende Wasserstoffbrückenbindung. Würde Wasser nur H2O sein, also monomolekular, dann wäre es bei Raumtemperatur gasförmig, es hätte einen Siedepunkt von minus 100 Grad und einen Gefrierpunkt von minus 120 Grad. Nur durch diese Wasserstoffbrückenbindung ist es flüssig, weil es ein Riesenmolekül ist, und nur deswegen hat sich überhaupt auf der Erde Leben entwickeln können. Alle lebenden Strukturen enthalten in irgendeiner Form Wasser, aber das Wasser muß flüssig sein, wäre es gasförmig, gäbe es kein Leben. Sie sehen also, wie wichtig diese spezielle Form der Wasserstruktur ist. Im Eis ist diese netzför-mige Wasserstruktur sehr regelmäßig ausgebildet, das kann man besonders gut bei Schneeflocken in optisch schöner Form beobachten. In der wissenschaftlichen Literatur gibt es Hinweise, daß es zwischen sieben und zwölf verschiedene Schneeflockenformen gibt. Schmilzt das Eis, und wird das Wasser langsam wärmer, dann zerreißen einige dieser langkettigen Wassermoleküle zu kleineren Aggregaten, die man Cluster nennt. Das sind diese aus 300 bis 400 Wassermolekülen bestehenden Aggregate, und daß es diese tatsächlich gibt, kann man durch Röntgen- und Neutronenbeugung, aber auch durch Infrarot und Ramanspektroskopie nachweisen. Die Wissenschafter Ludwig und Kokoschinegg haben darüber in den achtziger Jahren berichtet....
....Und jetzt kommt der wirklich bedeutende Satz: Ein Ion, also ein in Wasser gelöstes Salzteilchen, bestimmt aufgrund seiner Ladung und aufgrund seiner Oberfläche, wie sich die Wassermoleküle herumzuschmiegen haben. Ist die erste Hydrathülle einmal besetzt, dann müssen sich alle anderen Wassermoleküle an die gleiche Ordnung halten. Diese Ordnung setzt sich über viele, viele Stufen fort. Machen wir noch einmal einen Sprung zum Chloridanion, das ja negativ geladen ist, da sind jetzt drei Wassermoleküle angedockt, und zwar jeweils so, daß die Wasserstoffatome auf der Oberfläche des Chloridions aufsetzen und die Sauerstoffatome abgespreizt sind. An diese Sauerstoffatome binden sich in der nächsten Hydrathülle wieder die Wasserstoffatome des nächsten Moleküls über Wasserstoffbrückenbindungen an. Im Finale des dritten Aktes heißt es daher: Um jedes im Wasser gelöste Ion schmiegt sich ganz spezifisch für dieses Ion eine Wasserhülle herum, bestehend aus Wasserdipolmolekülen. Diese Wassermoleküle bilden letztlich um das Ion herum eine Gitterstruktur aufgrund der Wasserstoff- brückenbindungen. Der lebende Organismus, z. B. des Menschen, ist darauf trainiert, solche Wasserstrukturen erkennen zu können. Er weiß also, wenn die Wasserstruktur eine bestimmte Zusam- mensetzung hat, dann ist darin ein Natriumion oder ein Chloridion gelöst. Weil jedes dieser Ionen einen spezifischen Hydrataufbau hat. Und wenn wir das jetzt weiterspinnen, dann genügt also für den Körper allein die Kenntnis der Wasserstruktur, und er muß erst gar nicht in das Zentrum hineingehen, um sich bestätigen zu lassen, daß wirklich ein Natriumion oder ein Chloridion vorhanden ist. "

(aus "Auf der Spur des Wasserrätsels")