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Dienstag, 20. Januar 2009

Also heute hätte ich

Lust, meine Zurückhaltung zu unterbrechen und mal wieder richtig anzuecken. Mir würde eine Menge einfallen, bei dem Zeug, das ich an diesem Tag bereits gelesen habe. Wenn mir nur nicht meine Zeit zu schade wäre. Ich könnte jedoch einen ausführlichen Rundumschlag in das Blog setzen und dann still und heimlich untertauchen....

Montag, 19. Januar 2009

In der Zeitung

habe ich gerade gelesen, daß am letzten Mittwoch um 14 Uhr das gesamte Kommunikationssystem der Bahn lahmgelegt war. Das muß innnerhalb von zwei Stunden nach dem Todeszeitpunkt gewesen sein. Mein Vater hat sein Leben lang immer wieder von Zügen geträumt, die er erreichen will oder verpaßt. Irgendwie finde ich die Vorstellung witzig, daß er schuld an dem Totalausfall gewesen sein könnte.

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Meine "Kinder"lieder - Brüder, zur Sonne, zur Freiheit



Brüder, in eins nun die Hände
Brüder, das Sterben verlacht
ewig der Sklaverei ein Ende
heilig die letzte Schlacht

Wenn die Kämpfer von damals wüßten, daß es nicht die letzte Schlacht gewesen ist....

Meine "Kinder"lieder - To i hola



Natürlich haben wir das Lied nicht auf Polnisch sondern auf Deutsch gesungen und die ersten beiden Strophen kann ich sogar noch auswendig. Das Lied hatte aber ein paar mehr Strophen, die muß ich verdrängt haben.

Um das Haus ringsumher
reiten schmucke Reiter
weil ich arm aber bin
reiten alle weiter

To i hola hola la...

Bin ich arm ohne Geld
nehm ich doch nicht jeden
will er mich muß er erst
mit der Mutter reden

To i hola hola la...

Sonntag, 18. Januar 2009

Am frühen Sonntagmorgen

war ich heute schon unterwegs und hatte einen weiten Weg vor mir, um meiner Schwägerin Nachhilfe an ihrem Computer zu geben. Immerhin bekam ich ein leckeres Essen dafür. Als sie das Mittagessen machte, ließ sie mich an ihrem Computer herumschrauben, um einige Fehler zu beseitigen, kam aber zwischendurch angeschlichen um mich vorsichtig darauf aufmerksam zu machen, falls ich auf eine Seite mit Privatamateuren stoßen würde, solle ich mich nicht wundern. Sie hätte die Adresse zwischen den Diktatpapieren ihres Chefs gefunden und wollte einmal schauen, wo der sich im Internet herumtreibt. Nun ja, dann glaube ich das mal.

Am frühen Sonntagmorgen

Es ist merkwürdig,

woran ich zur Zeit denke. Bei allem, was ich tue, meine ich seine Kommentare oder Bemerkungen zu hören, die er dazu gegeben hätte. Das war vorher nie der Fall. Und ich stelle mir manchmal vor, daß er von irgendwo zuschaut, was ich treibe, aber verwerfe den Gedanken sofort wieder, da er sich noch nie sonderlich für andere interessiert hat. Also wäre es zum einen unwahrscheinlich und zum anderen auch ok, denn er soll zusehen, daß er den Weg durch die samsarischen Täuschungen findet. Ich denke oft an seine Hände, diese fleischigen, immer warmen, mit tiefen Linien durchzogenen Pranken, die anscheinend nur Grobheiten kannten, und die zum Schluß so verkrüppelt waren. Aber ich sehe sie gesund vor mir und meine sie fast zu spüren. Ich denke an meine Hände, die so anders sind als seine, flach und mit kaum sichtbaren Linien. Und ich denke an die Hände von A., die nicht sehr fleischig sind, aber mit breiten Zeichnungen. Ich sehe sein Gesicht, stets mit Bart und noch voll und kräftig, leicht gebräunt, manchmal denke ich aber auch an das weiße kleine Etwas, das jetzt in Schöneberg in einem dunklen Kühlfach liegt. Diese Unwiederbringlichkeit ist schwer zu fassen, selbst wenn man weiß, daß es so sein muß.

Samstag, 17. Januar 2009

...

Der erste Augenblick einer Wahrnehmung ist immer hell und klar. Nur unsere Abgelenktheit verhindert, dass wir das erkennen und jeden Augenblick des Lebens mit echter Wertschätzung erleben.
(aus "Übung der Nacht" von TenzinWangyal Rinpoche)

Liquid Story Binder

Ich muß sagen, ich finde diesen Liquid Story Binder zum Schreiben richtig cool, denn eigentlich ist es nicht nur eine Textverarbeitung. Man kann inspirierende Bilder laden, Playlists für Musik während der Arbeit zusammenstellen, sich einen eigenen Arbeitsplatz frei erstellen, alle Fenster, Farben usw. sind editierbar, es gibt Funktionen für Storyboards, Zeitstrahlen, Checklisten, Dossiers, Gliederungen und Sequenzen, Zeit und Wörter werden automatisch mitgezählt - auch ein Ziel ist einstellbar, und der Character Generator - na ja , ich glaube, ich bleib doch lieber bei meinen eigenen Charakteren. Aber vor allem - er ist anders als Word portabel, läuft also auch auf USB-Sticks, arbeitet jedoch mit dem kompatiblen rtf-Format. Die deutsche Übersetzung ist allerdings noch nicht ganz ausgereift.

Workspace

Frankreich via S-Bahn

Durch irgendwen erfahre ich, daß ich jetzt von Berlin aus mit der S-Bahn bis nach Frankreich fahren kann. Das ist aber praktisch! Sollte ich direkt mal probieren und einen kleinen Ausflug machen. Am Alex gehe ich einen U-Bahn-Tunnel hinunter. Der Tunnel ist leer, bis auf einen einzigen Mann, der vor mir läuft und überall an die Seiten des Tunnels rote Kreuze malt. Aus irgendeinem Grund möchte ich ihn nicht überholen und schließlich gehe ich wieder zurück und eine schmalere Treppe nach oben. Hier bin ich richtig, denn hier ist der Bahnsteig, der nach Frankreich führt. Auf der Anzeigentafel steht groß "Troite de Stete". Dieser Ort ist mir unbekannt, es muß ein kleinerer sein. Doch bevor man in die S-Bahn steigt, muß man eine Sonderfahrkarte an einem Schalter lösen. Ich überlege mir, daß ich eigentlich doch keine Lust habe, dorthin zu fahren. Da ist ja kein Meer. Was soll ich irgendwo, wo kein Meer ist? Also lasse ich es und verlasse den Bahnhof wieder. Anscheinend weiß ich nicht wohin und streune völlig durchnäßt und heimatlos um den Alex herum. Später im Traum streune ich wieder durch Berlin, diesmal aber mit ganz anderem Gefühl. Ich habe eine Freundin, eine junge Frau kennengelernt. Diese trägt über normalen Feinstrumphosen Netzstrumpfhosen, deren Löcher so groß sind, daß es an den Beinen nur noch wie schwarze Paketschnüre aussieht. Etwas abgefahren, aber ich kann sie gut leiden. Mir ist klar, daß sie jünger ist und sich noch in einer anderen Phase befindet, die ich schon hinter mir habe. Arm in Arm schlendern wir nachts durch die Straßen von Berlin, um uns die Lichter der Stadt. Auf einer bogenförmigen Brücke legen wir uns mit dem Rücken mitten auf den Weg und schauen in die Sterne. Es ist ein tolles Gefühl, mit ihr durch Berlin zu spazieren. Das Empfinden von Heimatlosigkeit ist einem Empfinden von Vertrautheit, Entspannung und Abenteuer gewichen. Und ich sage zu ihr: "Es macht richtig Spaß mit dir nachts durch die Stadt zu streifen!"

Beim Aufwachen hatte ich diesen neuen Song, der immer auf einem Fernsehsender gespielt wird, im Kopf:

"Wir sind wie Eisblumen, wir blühen in der Nacht...."

Freitag, 16. Januar 2009

Eine Träne von Herrn Books

Ich stelle fest, daß das Arbeitszimmer von Herrn Books sich gleich neben dem Zimmer befindet, in welchem ich mich aufhalte. Die Tür steht einen kleinen Spalt offen und ich kann ihn durch den Spalt im Zimmer herumgehen sehen. Ich wage allerdings nicht zu stören oder hineinzugehen, sondern schleiche an der Tür vorbei wieder in mein Zimmer. Dort überlege ich, wie seltsam es doch ist, daß wir die ganze Zeit unsere Blogs lesen und schreiben und gar nicht wissen, wie wenige Schritte wir nur auseinander sind. Jetzt betritt Herr Books mein Zimmer und unterhält sich mit anderen darin. Mich erkennt oder sieht er nicht und ich mache auch nicht auf mich aufmerksam. Sein Gesicht ist nicht zu sehen, da hinter einem Blatt Papier versteckt, von dem er etwas vorliest. Er trägt einen edlen, glänzenden Morgenmantel, der an das viktorianische Zeitalter erinnert. Und da, an einer Stelle auf dem Morgenmantel entdecke ich die Bahn einer Träne, welche den seidigen Stoff vom Hals abwärts bis hinunter zur Taille kreuzte. Nanu?

Chinesische Weltanschauung und Religion zum Anfassen

Eine riesige Halle voller Reihen von Regalen, bzw. chinesischen Statuen, Bauwerken usw. Die Regale und Reihen stehen Längsseite neben Längsseite und nur ein kleiner, endlos langer Gang bleibt dazwischen. Auch die Regale sind voll belegt mit chinesischen Artefakten, steinernen Symboliken u.ä. Jemand dirigiert mich durch die Halle und gibt mir Aufgaben, mit denen ich mit Hilfe der hier gesammelten Artefakte die chinesische Weltanschauung und Religion lernen soll. Diese ist sehr bildlich, weshalb sich diese Art zu lernen dafür eignet, aber ungeheuer umfangreich. Die ganze Halle ist wie ein großes Lehrbuch und die Regale dessen Seiten. Ich soll zum Beispiel bestimmte Dinge suchen, gewisse Pfade finden oder irgendeinen Gegenstand wählen, in welchem ich mich verstecke. Außen sind an den Reihen wie in einer Bibliothek Zettel angebracht, auf denen Stichpunkte und Schlagwörter stehen. Beim Umherstreifen in den Gängen finde ich einen etwas größeren Zettel, der die grundlegendste Lehre überhaupt enthält, die, die niemals aus den Augen verloren werden darf. Sie lautet: "Alle Unregelmäßigkeiten sind egal. Es gibt keine Logik."

Donnerstag, 15. Januar 2009

Mit der letzten Ruhe

wird es nicht so weit her sein, auf dem kleinen Friedhof, der uns empfohlen wurde, da auf dem Wunschfriedhof keine "Kunden" mehr angenommen werden - alle Plätze voll belegt. Der kleine Friedhof, den wir uns heute angeschaut haben, liegt genau zwischen zwei größeren Straßen und der Verkehrslärm ist noch von überall zu vernehmen. Meine Mutter stört das nicht, sie sagt, wenn sie unter der Erde liegt, hört sie doch sowieso nichts mehr. Mich stört es komischerweise schon. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, irgendwo zu liegen, wo Verkehrslärm zu hören ist, selbst wenn ich dann eigentlich nichts mehr mitbekomme. Dafür ist es ein ziemlich alter Friedhof und mein Vater liegt dort in guter Gesellschaft mit einem berühmten Filmpionier. Und es gibt eine richtige alte Friedhofsmauer mit einer Hecke aus kegeligen Zypressen ringsherum, die irgendwie an die Toskana erinnern. Meine Mutter hat sich nun doch für eine Doppelgrabstelle entschieden, obwohl sie anscheinend überhaupt nicht viel davon hielt, neben meinem Vater zu liegen. Und ich glaube, sie hat das nur gemacht, weil mein Bruder und ich das für eine gute Idee hielten. Auf dem Nachhauseweg mit meinem Bruder meinte der plötzlich zu mir, er könne sich ja auch eine Grabstelle dort besorgen. Ich hab ihn angeschaut, weil ich dachte, er macht einen Scherz, aber irgendwie sah es beinahe so aus, als ob er das ernst meint. Also ich möchte mir heute noch keine Gedanken darüber machen, wo ich einmal liegen werde. Ich weiß nur, daß es still sein soll. Oder vielleicht werde ich doch lieber ein Diamant, den niemand haben will.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Als hätte ich es gestern geahnt....

und trotzdem hätte ich es mir nicht wirklich träumen lassen, daß ich selbst heute meine Schritte in ein Bestattungsinstitut setzen würde. Nachdem die letzten zwei Tage gleich zwei Klienten verstorben sind, erhielt ich nun die Nachricht, daß mein Vater heute gestorben ist. Nicht daß es überraschend gewesen wäre, eigentlich hat man ja irgendwie darauf gewartet und es heimlich sogar gehofft, damit das Leid ein Ende hat - die Worte am Telefon jedenfalls klangen fast vertraut und ich wußte es ziemlich sicher, daß er dieses Jahr nicht überleben würde. Meine Mutter war dabei, als er starb. Ich bin gleich von der Arbeit los und zu ihr gefahren. Mit meinem Bruder zusammen sind wir zum Bestattungsinstitut, wo wir ca. zwei Stunden lang Särge, Sarggestecke, Angebinde, Sargausstattungen, Trauerkarten usw. ausgesucht haben. Meiner Mutter gefiel keiner der Särge - na ja, wem gefallen die schon? - und ich konnte sie zu einem hellen Sarg aus natürlicher Kiefer überreden, der mit einem bunten "Frühlings"gesteck aus blauen, gelben und orangefarbenen Blüten geschmückt wird. In den Bestattungsräumen lief so ein kleiner zotteliger Hund frei herum und wuselte immer um meine Beine oder rollte sich unter dem Tisch zusammen. Danach gingen wir noch einmal ins Heim, um uns zu verabschieden, bevor er abgeholt wird. Er war schon ganz weiß und sah aus wie eine Wachspuppe. Zu Hause mußten wir noch ein paar Sachen zusammensuchen, die er im Sarg tragen soll. Die passen ihm alle gar nicht mehr, aber das werden die schon irgendwie alles zusammenraffen. Morgen besichtigen wir den Friedhof und bringen die Sachen dem Bestatter. Vor ca. einer halben Stunde bin ich nach Hause gekommen, ich bin etwas zittrig, etwas aufgekratzt und habe ein bißchen geweint, aber es hält sich in Grenzen. Wir haben schon vor drei Jahren so viel um ihn getrauert, als wir dachten, er stirbt, daß es nun wie eine Art Abschluß ist und nach dem, was er in diesem Jahr mitgemacht hat, ist es irgendwie auch ein erleichterndes Gefühl, daß er es überstanden hat. Als Bibelspruch für die Traueranzeige habe ich für ihn ausgesucht:

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Ps 91,11

Dienstag, 13. Januar 2009

Meine "Kinder"lieder - Tropfenhochzeit

Meinen täglichen Biff gib mir heute....

In der Thora steht: Moses wurde hundertzwanzig Jahre alt. Wahrscheinlich sind ihm die Kinder Israels nur gefolgt, um zu sehen, wann er umkippt. Bestimmt haben sie darauf Wetten abgeschlossen.

Notizen des Tages

Innerhalb von zwei Tagen sind zwei meiner Klienten verstorben, Baujahr 1965 und 1958. Ich hoffe, das wird jetzt keine Epidemie.

Computer sind doof: Heute wollte ich in meinem 330seitigen Roman den Namen Robert mit Raik ersetzen. Dazu gibt es ja diese "Ersetzen"-Funktion unter Word. Jetzt steht statt "eroberte" immer "eRaike" da. Ein Glück, daß ich nicht den Namen Ina ersetzen wollte.

Außerdem versuchte ich, die selbstgebastelte Latein-Grammatik, die wir beim Studium von unserem Latein-Dozenten bekamen, wiederzufinden, und mir wurde klar, daß ich sie wohl weggeworfen habe. Kein Wunder, daß er sauer ist.

Die Schreibstube

Schreibstube

Montag, 12. Januar 2009

vergehört

Was sagt einem das, wenn man TV schaut und statt "Cop" regelmäßig "Koch" versteht? Es laufen eindeutig zu viele Kochsendungen im Fernsehen.

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Durch die vom Histamin angekurbelte Regulierung und Aufnahme von Wasser im Körper wird Vasopressin freigegeben, das wiederum durch Erzeugen »duschkopf«-ähnlicher Perforationen von zwei Ångström-Einheiten, die eine eindirektionale Penetration von jeweils einem Wassermolekül durch die Membran ermöglichen, den erhöhten Wasserdurchfluss durch die Zellmembran fördert; diese Funktion ist besonders wichtig für den Erhalt des durch Mikrotubuli gerichteten Mikrodurchflusses des axonalen Transportsystems mit niedriger Viskosität. Vasopressin scheint auch die Funktion eines modulierenden cortison releasing factor (CRF) bei Implikation einer konstanten ACTH-Sekretion in der Inhibition der Immunsystemfunktionen zu haben; Histamin kann an der Modulation der neuroendokrinen Systeme beteiligt sein, möglicherweise wenn der ACTH-Feedback-Mechanismus unterbrochen wird.
(aus "Wasser hilft" von Batmanghelidj)

Äh...wie war das nochmal?

Ich weiß nicht, wie lange ich schon keine Strumpfhosen mehr trage. Es dürften mindestens zehn Jahre sein. WIE lange das genau ist, erfuhr ich heute vor dem Regal mit den Strumpfhosen, als ich überlegte, welche Größe ich in Gottes Namen bräuchte. Es wollte mir einfach nicht mehr einfallen. Überhaupt sind das merkwürdige Zahlen, die da auf den Packungen stehen. So unbekannt. Immerhin wußte ich noch, daß ich nicht die gleiche Zahl nehmen darf, wie sie auf meinen Klamotten steht. Und so lange ich mich noch an meine Schuhgröße erinnern kann...

Meine "Kinder"lieder - Wo der Mond hinfliegt...



Wer hat an den Wolken geknabbert?

Sonntag, 11. Januar 2009

...

Im Schlaf zieht sich der Geist aus der Welt der Sinne zurück. Karmische Spuren, die gerade von sekundären Ursachen aktiviert werden, besitzen eine Kraft oder Energie, nämlich den karmischen Prana. Wie bei Pferd und Reiter in unserem Vergleich "reitet" der Geist auf dem karmischen Prana zu jenem Energiezentrum im Körper, das der aktivierten karmischen Spur entspricht: Das Bewusstsein richtet sich auf ein bestimmtes Chakra aus....Der karmische Prana ist die Energie des Traums, die Lebenskraft, während der Geist die spezifischen Manifestationen der karmischen Spuren - Farbe und Licht, Emotionen und Bilder - zu einer Geschichte, dem Traum verwebt. Dies ist die Entstehungsgeschichte eines samsarischen Traums....

....Damit haben wir schon die Möglichkeit, unsere Träume anders zu betrachten als bisher: Wir können am Traumgeschehen ablesen, welche Emotion mit dem Traum verbunden ist und welchem Bereich er zuzuordnen ist...

....Letzten Endes möchten wir Geist und Prana im Zentralkanal stabilisieren und verhindern, dass der Geist immer wieder zu den Chakras hingezogen wird. Der Zentralkanal ist die energetische Basis der Rigpa-Erfahrung, und die Praktiken, denen wir uns im Traum-Yoga widmen, haben den Zweck, Geist und Prana in den Zentralkanal zu bringen. Wenn es dazu kommt, sind wir klar, bewusst und präsent. In diesem Zustand zu träumen bedeutet, dass unser Traum von starken Einflüssen der negativen Emotionen frei sein wird. In dieser inneren Ausgewogenheit können sich Träume des Wissens und der Klarheit manifestieren....

...Wenn Sie Ihre Tage geistesabwesend auf den verschlungenen Pfaden des Denkens verbringen, wird es Ihnen im Traum vermutlich nicht anders gehen. Sind Sie aber im Wachzustand präsenter, werden Sie die Präsenz auch im Traum wiederfinden...

...Die Ausrichtung auf dieses Chakra (Anmerk.: Kehlkopfchakra), so sagen die alten Lehren, erzeugt sanfte Träume....Bei diesen Träumen kommt es weniger auf bestimmte Bilder als auf ein Gefühl von Frieden an.

 

Die samsarischen Traum (Bewußtseins-)ebenen:

Bereich                                      primäre Emotion             Chakra

Götter (Devas)                           lustvolle Zerstreuung      Scheitel

Halbgötter (Asuras)                   Neid                                 Kehle

Menschen                                  Eifersucht                        Herz

Tiere                                          Unwissenheit                   Nabel

Hungrige Geister (Pretas)          Gier                                  Sexualorgane

Höllenbewohner                         Hass                                 Fußsohlen

(aus "Übung der Nacht: Tibetische Meditationen in Schlaf und Traum")

Schallpunkte

Hypnagog: Der Schatten einer riesigen Eule fliegt in die Wahrnehmung und löscht alle Bilder, bis nur noch ein tiefes, reines Schwarz bleibt.

Auf einer Straßeninsel. Es wird mir erklärt, ich habe völlig vergessen, wer oder was erklärt, daß sich etwas außerhalb von dieser Insel ein ganz besonderer Punkt befindet. Ich werde aufgefordert, mich auf diesen Punkt zu stellen. Erst zögere ich, aber da der Verkehr nicht sehr stark ist, tue ich es doch. Auf einmal, direkt auf dieser Stelle stehend, höre ich von allen vier Himmelsrichtungen seltsame, sonst nicht wahrzunehmende Klänge an mein Ohr dringen. Diese Töne sind nicht nur mit dem Ohr wahrzunehmen, sondern auch mit dem Körper, da ihre Schwingungen so stark sind. Es ist, als würde das Universum mich umströmen, beängstigend und aufregend zugleich, aber nicht lange zu ertragen. Deshalb verlasse ich den Punkt wieder, als ich es nicht mehr aushalte. Ich bin begeistert und mir wird klar, daß es überall auf der Erde solche Punkte gibt und daß diese aus uralten Zeiten überliefert sind. Allerdings frage ich mich, warum man sich beim Bau der Straße nicht danach gerichtet und direkt die Fahrbahn darüber gebaut hat. Hätte man nur die Straßeninsel ein wenig weiter bis zu diesem Punkt verschoben, könnte man einfach auf diese Insel gehen und wann immer man möchte dem Universum lauschen.

Weiterhin erreicht mich im Traum eine Botschaft, ein klarer Satz, dessen genauen Wortlaut ich aber vergessen habe. Es geht um den Sinn und daß es diesen gibt. Ich glaube, er lautete: "Die Dinge wären nicht das, was sie sind, gäbe es keinen Sinn."

Bemerkung:
Interessant, daß mir ausgerechnet jetzt die Eule durch das Bild fliegt, denn eine Eule kam auch in meinem allerersten Kindheitstraum vor, an den ich mich in meinem Leben erinnere. Damals träumte ich, daß ich nachts auf die Toilette in unserer Wohnung gehen will und daß genau auf dem Toilettendeckel eine fast menschengroße Eule saß. Sie starrte mich an und sagte etwas zu mir, das ich vergessen habe. Später im Traum konnte sie sogar durch Wände gehen oder fliegen. Ich fand das sehr beängstigend, aber meine Eltern amüsierten sich gut.

Meine "Kinder"lieder - Träumlied



Auf meiner LP steht noch AMIGA und ich geh jetzt Sterne suchen...