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Freitag, 26. Juni 2009

Wiedergeburt wegen Kopfstand

Ungefähr einen Meter von mir entfernt steht eine Mutter mit Kinderwagen. Ihre Haare, lang, aschblond und kraus, erinnern mich an die (jetzt graugesträhnten) Haare von Traumzeit, allerdings sind sie zu einem kecken Pferdeschwanz gebunden. Im Kinderwagen liegt ein Säugling, nicht älter als sechs Monate, schätze ich. Wie reiße ich plötzlich vor Erstaunen die Augen auf, als er im Kinderwagen in sekundenschnelle einen Kopfstand macht und die kleinen Beinchen in die Höhe streckt...
Das gibt es doch gar nicht! Der kann noch nicht einmal sitzen, geschweige denn laufen, und macht schon einen Kopfstand! Wie geht das denn? Und dann weiß ich auf einmal: Er ist nur deshalb zurück auf die Erde gekommen und wiedergeboren worden, weil er unbedingt Turner werden wollte. Und jetzt kann er einfach nicht abwarten bis er alt genug dafür ist. Er möchte sofort damit loslegen, die turnerischen Möglichkeiten seines neuen menschlichen Körpers zu erkunden.

Das Waldschlösschenbrückendrama

nimmt kein Ende. Aber wenigstens regt man sich in Dresden noch über solche Bauten auf. In Berlin kümmert es niemanden, ob an die Spree ein klotziger und morscher Hauptbahnhof gebaut wird, der beim ersten Sturm zusammenfällt, und die neue Zugangsbrücke davor den letzten freien Blick auf eine einstmals luftige Flußlandschaft verhindert.

Donnerstag, 25. Juni 2009

...

Auch war das Wasser alles andere als einladend; denn aus Furcht, die aus der Quelle fließende Menge könnte nicht ausreichen, ließen die Patres der Grotte das Wasser in den Bädern nur zweimal am Tag wechseln; und da an die hundert Kranke durch dasselbe Wasser hindurchgingen, kann man sich vorstellen, zu was für einer entsetzlichen Brühe es zuletzt wurde. Da war alles drin, Blutfäden, Hautfetzen, Schorf, Wattestücke, und Verbandslumpen, ein gräßliches Spülwasser aller Krankheiten, aller Wunden, aller Fäulnis. Es war offensichtlich eine wahre Brutstätte giftiger Keime, eine Essenz der fürchterlichsten Ansteckungen, und das Wunder bestand wahrlich darin, daß man lebend aus diesem menschlichen Unrat wieder herauskam.
(aus "Lourdes" von Emile Zola)

Ein Mariechenkäfer

flog letzte Nacht durch meinen Traum und nahm ihn mit sich fort...

Mittwoch, 24. Juni 2009

Der Weg aus der Krise


Betreff: Der Weg aus der Krise

Hallo Frau ....!

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Wieso kriege ICH eigentlich solche Mails? Wäre das nicht besser etwas für den Bundesfinanzminister?

Das MRT

fand ich überhaupt nicht schlimm. Ich habe auch nie geglaubt, daß es schlimm wäre, allerdings haben die Leute, die mir in letzter Zeit ihre Geschichten von "der Röhre" erzählt haben, es geschafft, daß ich tatsächlich richtig Schiß hatte. Zwar dachte ich mir immer, erst mal abwarten und sich selbst ein Bild machen, und trotzdem prägen sich einem die erzählten Dinge ein. Deshalb fragte ich auch etwas halbherzig nach Beruhigungsmittel - eigentlich mehr, weil meine Mutter stets sagt, ich solle bei allen Behandlungen nach Betäubung oder Beruhigung fragen, da die von alleine sowas nie rausrücken - was allerdings gleich abgewinkt wurde, und letztendlich habe ich es wirklich nicht gebraucht. Die Röhre war ja sogar am Kopfende offen, ich dachte vorher immer, die wäre geschlossen - dann wäre die Wahrscheinlichkeit schon größer gewesen, daß ich Beklemmungen bekommen hätte. Außerdem erhielt ich einen Kopfhörer, aus dem beruhigende Wellness-Musik kam. Es war tatsächlich sehr laut, wie auf der Baustelle, aber ich habe mir vorgestellt, daß ich am Meer bin, wo Waldarbeiter kranke Bäume fällen, sowie immer auf meine Atmung geachtet, wie ich es vom Meditieren her kenne, und ich habe den Lärm kaum noch bemerkt. Ich wurde relativ schnell wieder aus der Röhre geholt, da man im Verzug sei. Und auch kein Kontrastmittel mehr gespritzt, wie es für bestimmte Fälle angekündigt wurde. Nun gehe ich mal davon aus, bzw. hoffe, wenn man mich so schnell wieder nach Hause schickt, daß dann auch alles in Ordnung ist und die das nicht machen, weil sie keine Lust oder Zeit mehr haben. Aber es nervt mich, daß man, wie überall, nie etwas gesagt bekommt. Kein "Alles in Ordnung", kein "Alles bestens", in der verkürzten Form "Alles ok" würde es sogar weniger als eine Sekunde dauern, das zu sagen. Das müßte eigentlich sogar noch drin sein, wenn man unter Zeitdruck steht. Man fühlt sich wie so ein Gegenstand, mal schnell irgendwo reingeschoben, und was dabei rauskommt, hat einen nicht zu interessieren. Holen Sie sich Ihren Befund nächste Woche. Daß man sich noch eine Woche zusätzlich den Kopf zerbricht und ständig grübelt, ob vielleicht nicht doch etwas gefunden wurde, ist völlig unerheblich.

Nach der Untersuchung bin ich erst einmal auf den Friedhof neben dem Krankhaus spaziert, um mich wieder abzureagieren. Ist aber irgendwie ein wenig merkwürdig, in solch einer Situation auf einen Friedhof zu gehen, insbesondere einen Krankenhaus-Friedhof. Gegen Friedhöfe an sich hab ich eigentlich nichts, aber gegen Krankenhäuser schon und deshalb sind mir auch Friedhöfe neben Krankenhäusern suspekt, weil ich da immer an die Leute denke, die in eben denselben Krankenhäusern "austherapiert" wurden und vielleicht auf dem Friedhof gelandet sind. Doch in dieser Stadt hat man ja kaum irgendwo anders die Möglichkeit, seine Ruhe zu haben, jedenfalls nicht gerade in der Nähe. Als ich ihn wieder verließ, lief gerade ein Vater mit seiner ca. dreijährigen Tochter an den dicken Friedhofsmauern entlang. Die Kleine zeigte neugierig auf diese, wahrscheinlich wollte sie wissen, was dahinter liegt - Kinder sind bekanntlich neugierig - und radebrechte etwas von "Dahin gehen?". Doch der Vater zog sie zurück und antwortete mit bestimmter Stimme: "Nein, dahin müssen wir noch nicht."

Montag, 22. Juni 2009

Mein Physiotherapeut

macht Kung Fu, hat er mir heute erzählt. Richtig im Verein. Irgendwie wirkte er mit seinem Äußeren auf mich immer wie jemand, der auch viel am PC sitzt und beim letzten Mal klagte er darüber, daß er ebenfalls vermehrt Rückenschmerzen durch das Sitzen am PC habe. Und das macht er bestimmt nicht im Job. Etwas später meinte er dann so, daß ich eine sehr große Frau sei, er schätze 1,80 m, und daß mein Ehemann, Freund....äh... Gefährte sicher viel größer sei als ich. Währenddessen dachte ich etwas verwundert, was kommt denn jetzt wohl, und antwortete, daß mir gleich groß reichen würde. Darauf unterhielten wir uns darüber, ob in einer Partnerschaft der Mann besser größer als die Frau ist. Nach einer Weile kam er durch den Song "All you need is love", der im Radio dudelte, auf "Nur die Liebe zählt" mit Kai Pflaume und machte eine Bemerkung darüber. Ich zuckte mit den Schultern und sagte, daß ich mir sowas nie angeschaut hätte. Das entsetzte ihn völlig. "Was? Sie kennen 'Nur die Liebe zählt' nicht?" Natürlich kenne ich die Sendung, aber sie hat mich halt nie interessiert, versuche ich zu erklären. Ich schaue lieber Dokus. Ah, meint er, sowas wie "Meine Chance", nicht wahr? Hähhhh, denke ich bei mir....das kenne ich ja nun wirklich überhaupt nicht. Noch nie gehört. Doch das traute ich mich nicht mehr zu sagen. Sicher irgend so eine Dokusoap...

Neues Spiel


Nehme gerne wieder Kommentare und Stimmen entgegen. ;o)

Sonntag, 21. Juni 2009

Barfuss in schneestiller Nacht

Schweigend liegt das alte Pfarrhaus, eingebettet in der samtigen Geborgenheit der Nacht. Kein Mondlicht fällt durch die hohen Fenster als ich erwache. Angestrengt lausche ich in die Dunkelheit. Dann und wann ist ein leises Ächzen und Seufzen der Dielen zu hören. Es ist der tiefste Punkt der Nacht, eine Zeit in der jeder Mensch schläft. Ich allein bin wach. Aus einem inneren, unwiderstehlichem Drang heraus, zieht es mich hinaus und ich schleiche barfuss, nur mit meinem Pyjama bekleidet, am Schlafzimmer meiner Eltern vorbei, öffne die Wohnungstür und tappe vorsichtig die Treppen des Hausflurs hinunter. Sobald sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, reicht das Licht gerade aus, um die allernötigsten Umrisse zu erkennen. Unten angekommen öffne ich die massive, schwere Haustür, indem ich mein ganzes Körpergewicht dazu einsetze. Doch was ich dann erblicke ist atemberaubend und überraschend. Es muss während der vergangenen Stunden geschneit haben und weißer Schnee bedeckt die Wege und Vorgärten außerhalb des Hauses, erleuchtet die lichtlose Nacht mit seinem Strahlen. Es ist, als gehe ein zarter Lichtschein von ihm aus. Verzückt betrachte ich diesen märchenhaften Anblick, noch immer gegen die schwere Haustür gelehnt und im Glitzern der winzigen Kristalle schwelgend. Bewusst wird mir nun auch die große Stille, eine Stille, die außergewöhnlich ist. Doch ich fürchte sie nicht, ebenso wenig wie die Dunkelheit. Im Gegenteil. Ich fühle mich schützend umhüllt vom seidigen Schwarz der Nacht und ihrer Schönheit.

Das schneebedeckte Land vor der Haustür zieht mich magisch zu sich hinaus. Obwohl ich nichts an den Füßen habe, mache ich einen vorsichtigen kleinen Sprung in den Schnee hinaus. Es fühlt sich herrlich an. Nicht kalt und nicht nass, sondern einfach nur watteweich und erfrischend. Es ist ein bisschen wie auf Wolken zu gehen. Ich überlege, was ich mit dieser zauberhaften Nacht anfangen könnte. Sie zu verschlafen wäre viel zu schade. Besser wäre es, hinunter zum Fluss zu laufen und dort die Schönheit und die Stille um mich herum zu genießen. Sorgen, dass mich jemand nur mit dem Pyjama bekleidet trifft, muss ich mir wohl keine machen, denn ich bin ganz sicher allein in dieser Stunde. Kurzzeitig kommt mir die Gefahr des Erfrierens in das Bewusstsein, doch sie erscheint mir völlig unmöglich. Ich spüre keine Kälte noch sonst etwas feindliches. Ich bin völlig geborgen und geschützt in dieser traumhaften Welt und so mache ich mich auf den Weg zu der vereisten Quelle am Fluss.

Dort setze ich mich auf einen Felsen, sauge die klare Luft mit vollen Zügen in mich hinein und horche. Sogar der Kirchturm, der schwarz in die Nacht ragt, gibt keinen Laut von sich. Es ist wunderbar zu lauschen und je mehr ich es tue, um so mehr öffnet sich mir die Stille gleich einem geheimen Tor und offenbart ihre Schätze. Erst ist es das leise Knistern und Knacken des Schnees, später ist es das Seufzen eines Tieres oder das Rascheln eines Zweiges. Tiefer und tiefer dringe ich in die Stille, Hülle um Hülle durchbreche ich, lausche ihrem Gesang, der auf jeder Ebene anders tönt. Bald höre ich das Atmen meiner Poren und das Klingen der Sterne, eine Melodie, deren Resonanzkörper direkt im Herzen zu finden ist, für das Ohr unhörbar. Staunend nehme ich das Universum wahr, welches unerhört zwischen den Klängen des Außen schwingt, umgeben vom schwärzesten Schwarz der Nacht und weißesten Weiß des Schnees. Der Weg der Stille führt in mein Inneres, wo der Raum größer und größer wird, unermesslich und unfassbar groß, weiter als der Sternenhimmel. Tür um Tür öffne ich, ein Labyrinth, welches nur eine Richtung kennt, bis ich zur allerletzten Kammer gelange. Eines feines Vibrieren geht von dieser aus, vergleichbar dem Vibrieren eines Maschinenraumes, in welchem Maschinen im stetig gleichmäßigen Rhythmus arbeiten. Nur ist kein Ton zu hören. Das Vibrieren ist so lautlos wie Vogelflaum, der über die Haut weht. „Was ist das hier?“ frage ich und erhalte sofort die Antwort von einer unsichtbaren Stimme: „Dies ist der Klang, aus dem du geboren wurdest.“
Ehrfurchtsvoll lauschen die Härchen meiner Haut, lauschen die Sohlen meiner Füße, lauschen meine Muskeln, in denen der Schall sein Echo findet, lauscht der winzige Punkt in der Mitte meines Seins, der Punkt, der niemals schläft. Da hebt ein schreckliches Gebrüll an. Die Kirchturmuhr schlägt unerträglich laut in meinen Ohren, holt mich zurück durch jede einzelne der durchschrittenen Türen, bis ich fürchte, mein Kopf müsse mir zerspringen. Es brüllt und brüllt.....rasselt und rasselt, der Wecker rasselt und ich schlage erschrocken die Augen auf. Gleißendes Licht dringt durch die Fenster, Stimmengewirr und Türenschlagen aus den Nachbarzimmern ist zu vernehmen, Kinderweinen von der Straße und das Gedröhn der Müllabfuhr. Verwundert betrachte ich die Wasserflecken, welche ich zwischen dem Bett und der Türe entdecke...

Samstag, 20. Juni 2009

vergelesen

"Bitte wechseln Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn die Wirkung zu stark oder zu schwach ist." statt "Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker....".

Donnerstag, 18. Juni 2009

Vergelesen

"engelsgleiche Toxine" statt "eingelagerte Toxine"

Das ominöse Paket

ist ausgepackt:

"Herzlichen Glückwunsch! Sie haben beim Gewinnspiel des PC Magazins im Rahmen der Leserwahl 2008 gewonnen."

Und zwar ein riesiges Paket mit Steuersoftware Steuererklärung Spar 2009+Steuer-Kompass über 700 Seiten+praktischer Sammelbox. An DIESES Gewinnspiel hatte ich gar nicht mehr gedacht. Es ist Monate her. Blöd nur, daß meine Steuererklärung immer mein Bruder macht. Und eigentlich habe ich auch keine Lust, etwas daran zu ändern. :-/

Mittwoch, 17. Juni 2009

...

Tibetische Lamas kommentieren die Begeisterung für Spiritismus und Channeling mit der amüsierten Feststellung, daß sie es erstaunlich finden, mit welcher Bereitwilligkeit westliche Menschen auch den dümmsten Geistern zuhören.
(aus "Integrale Energiearbeit" von Ulli Olvedi)

Hm,

ein Paket wartet auf mich bei der Post. Das irritiert mich jetzt etwas, da ich weder Präsente von Frl. Amazon noch sonst jemandem erwarte, und auch an keinen Gewinnspielen teilgenommen habe, nach denen einem schnell mal eine Stereoanlage, ein Ministepper oder ein Schachcomputer ins Haus flattern kann. Es steht aber ausdrücklich "Paket" und nicht "Päckchen" auf der Benachrichtigung. Hoffentlich ist es nicht sehr groß.

Dienstag, 16. Juni 2009

...

Die Antwort lautet: Petra Kelly ist als Kind nicht gedemütigt, sondern ernst genommen worden; und sie ist nicht das Kind von Eltern oder einer Mutter, sondern das einer Großmutter. In den Biographien von Rollenbrecherinnen - und als eine solche muß die selbstbewußt öffentlich agierende Kelly gesehen werden - taucht diese Großeltern-Konstellation übrigens auffallend häufig auf. Bei weiblichen Lebensläufen kommt zusätzlich die Unterbrechung der Mutter-Tochter-Linie zum Tragen: traditionelle "Weiblichkeit" wird nicht mehr so ungebrochen weitergegeben - was den undressierten kleinen Mädchen zu Kopf steigen kann: Sie meinen, die Welt stünde ihnen offen....
(aus "Eine tödliche Liebe" von Alice Schwarzer)

Montag, 15. Juni 2009

Grünfinkenparanoia

Ich könnte schwören, daß ich sie heute nicht nur vor meinen Fenstern, sondern auch vor dem Bürofenster und sogar vor dem Fenster des Physiotherapeuten gehört habe. Und ich würde sie überall heraushören. Also entweder folgen sie mir oder dank meiner Hilfe droht eine Grünfinkenplage.

Ich bin ein sympathischer Typ,

erklärte mir heute mein Physiotherapeut. Das meinte er allerdings nicht als Kompliment, sondern im Zuge einer Erklärung über unterschiedliche Reaktionen nach einer Massage. Wird einem gleich danach übel und eher kurz, dann ist man ein sympathischer Typ, bemerkt man erst sehr viel später eine Reaktion und das dann länger, ist man ein parasympathischer Typ. Außerdem wird man als sympathischer Typ beim Massieren schnell rot, während der parasympathische Typ wenig bis kaum rot wird. Auf dieser Seite findet man übrigens, die Reaktion des sympathischen und parasympathischen Nervensystems im Zusammenhang auch mit den Gehirnhälften erklärt. Sehr interessant.
Da ich so von der Massage seiner Kollegin schwärmte, fragte mich der Physiotherapeut, ob mir seine Massage nicht kräftig genug gewesen sei. Eigentlich fand ich sie zwar ebenfalls angenehm, aber die von seiner Kollegin war halt viel wirkungsvoller. Er machte nun fester, fragte dann aber, ob es zu doll wäre. Ich antwortete, daß ich mich schon melden würde, wenn es zu fest wäre. Darauf erzählte er mir, daß er sich bei Frauen immer nicht so traut, kräftiger zu massieren, weil er mal eine massiert hätte, und das wäre dann zu stark gewesen. Für mich hörte sich das so an, als hätte er ihr eine Rippe gebrochen, weshalb ich auch gleich fragte: "Wieso? Ist eine Rippe gebrochen?" Und er: "Nein, aber sie hat sich hinterher beschwert." Ich: "Hinterher? Wieso hinterher?" Er: "Na sie hat sich wohl dabei nicht getraut etwas zu sagen."
Hm. Er massiert weiter und plötzlich ein lautes Knacksen. Im ersten Moment dachte ich schon, meine Knochen hätten geknackt und frage: "Rippe gebrochen?" "Nein, das war ein Finger." sagt er. Und ich denke so bei mir: "Oh, oh - Massageunfall. Jetzt hat er sich den Finger an meinen harten Muskeln gebrochen." Dem war aber glücklicherweise nicht so.

Ein Grabspruch zur Nacht

Marsch, fort, Leser!
Verliere hier deine Zeit
nicht mit Lesen alberner
Prosa und schlechter Verse.
Was mich betrifft, so sagt
dir mein Grab, was ich bin,
was ich war, geht dich
einen Dreck an.


(aus "Gar kurz ist's bis zur Ewigkeit")