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Freitag, 21. August 2009

Mondscheinkahnfahrt ohne Mond

Durch viele viele blitzblanke Spreewalddoerfer gefahren, einem Abstecher zum Kudamm gemacht, aber nicht den in Berlin. Dort gibt es einen Barfusspark, wo ich heute das allererste Mal barfuss ueber Glasscherben gelaufen bin. Ueber gluehende Kohlen oder das Wasser zu laufen, wird dort leider noch nicht angeboten. Abends dann die grosse Ueberraschung: Eine Mondscheinkahnfahrt mit einem Kahn ganz fuer uns alleine, allerdings wurde bei der Planung etwas Entscheidendes vergessen - heute ist Neumond und weit und breit kein Mond zu sehen. Wir also in schwaerzester Nacht durch den undurchdringlichen Hochwald des Oberspreewalds geschippert, nur mit einem leicht angeduselten Kahnfuehrer, der auch waehrend der Fahrt noch Schnaeppskens verteilte, und einer Taschenlampe bewaffnet. Teilweise hatte ich die Befuerchtung, wir wuerden aus dem Wasserlabyrinth nicht mehr herausfinden und die Wendemanoever waren auch recht abenteuerlich mit entsprechend vielen Karambolagen und verstaerktem Seegang. Um uns nichts als tiefschwarze Tinte und immer wieder ein atemberaubender Sternenhimmel. Mit den passenden Erzaehlungen der Spreewaldsagen vom wilden Wassermann und den Irrlichtern hatte es fast schon etwas von einer ausgedehnten Geisterbahnfahrt. Nur mit Fotografieren war unter diesen Bedingungen natuerlich nichts zu machen.

PS: Danke an dieser Stelle fuer die Geburtstagsgruesse. Direkt Kommentare im Blog zu beantworten, macht sich mit Handy ziemlich schlecht.

Donnerstag, 20. August 2009

Flaschenpost aus der brandenburgischen Seenplatte 3

Blick auf die Pferdekoppel ohne Pferde. Die haben sich gerade verduennisiert. Heute morgen erwartete uns ein Geburtstagsfruehstueck mit Geburtstagskuchen und Sekt. Meine liebe Familie macht mir Angst wegen des am Abend geplanten Ereignisses. Vom Besuch einer Schlachterei, Schnitzeljagd, Nachtwanderung, Urwaldwanderung mit Geckos und Schlangen, Buchung im Kletterparadies sind wir jetzt schon alles durch.

Flaschenpost aus der brandenburgischen Seenplatte 2

Erster Abend am See. Scrabble bis Mitternacht. Phantastischer Blick auf die Milchstrasse, scheint viel naeher als in Berlin. Duschen ohne besondere Vorkommnisse (Psycho). Als Geburtstagskinder sollen wir uns heute auf eine lange Nacht vorbereiten, aber keiner verraet, was uns erwartet.

Mittwoch, 19. August 2009

Flaschenpost aus der brandenburgischen Seenplatte

Im Ferienhaus angekommen, sehr mueckenfreundliche Gegend, aber auch viele Schwalben.

Dienstag, 18. August 2009

Traumsplitter

Auf der Therapieliege, daneben die blonde Physiotherapeutin. Ich erfahre: Meine eigene Jupiter-Heilenergie ist sehr viel stärker geworden. Der Punkt, aus dem meine Heilenergie strahlt (ohne daß sie dabei sichtbar wäre), ist ein größerer ovaler Bereich um das Sonnengeflecht herum. Dies muß auch bei der Physiotherapie beachtet werden, da sich ansonsten meine Heilenergie und die der Physiotherapeutin ins Gehege kommen könnten. Das ist nicht ungefährlich, besonders für die Physiotherapeutin.

In einem Pausenraum mit zwei Kolleginnen. Beide tragen einen "Turm" aus gestapelten Schmalzstullen in der Hand. Die eine sagt in die Runde: "Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand noch keine Schmalzstullen gegessen hat." Dann schaut sie mich an, auf meinen Schmalzstullenturm, den ich ebenfalls in der Hand halte, und bemerkt: "Du jedenfalls nicht!", wobei sie mit dem Finger genau auf die oberste Stulle tippt. Demonstrativ und schnippisch ziehe ich den Brotstapel zur Seite als wollte ich sagen "Alles meins!"

Montag, 17. August 2009

...

You'll stumble in my footsteps and you'll fall, when my weakness is still the savior, because I had all my lifetime to learn how to dance on glass.

Sonntag, 16. August 2009

Aus den Lehrsprüchen des Patanjali

Teil II - Über die Übung/Sutra 15:
Aufgrund der Leiden, die durch die Veränderung, die Bedrückung und die unterbewußten Eindrücke entstehen, und weil die Bewegungen der Kräfte der Natur sich gegenseitig stören, erkennen die unterscheidenden Weisen, daß alles Leid ist.(Übersetzung von D.y.Deshpande)

Wegen der drei Arten von Leiden (genannt) Parinama, Tapa und Samskara und wegen der widersprüchlichen Natur der Modifikationen aufgrund der (drei) Qualitäten ist für einen unterscheidenden Geist alles Leiden. (Übersetzung von Vinod Verma)

(Bemerkung: Kaufe Tilde, Macron, Zirkumflex und Unterpunkt.)

Traumsplitter

Ein Traum in der Art einer Twin-Peaks-Fernsehserie. Ich laufe darin herum, schaue mir an, was dort so passiert, ohne selbst direkt beteiligt zu sein, und plötzlich denke ich: "Hey, hier hat doch einer eine neue Fernsehserie gemacht und sich von Twin Peaks inspirieren lassen! Genau! Ich hatte mich schon gewundert, was das alles für komische Leute sind. Ist allerdings nur halb so gut wie das Original."

Später auf einer Straße unter einem schmalen Häusersims. Es beginnt zu regnen und eigentlich müßte ich wie alle schnell meine trockene Wohnung aufsuchen. Das möchte ich aber nicht. Ich möchte draußen bleiben und den Wind und den Regen in meinem Gesicht spüren. Durch den schmalen Sims über mir bin ich etwas geschützt, es reicht aber noch, um genug von den Elementen abzubekommen. Auf einem steinernen Vorsprung rolle ich mich zusammen, barfuß wie ich bin. Nicht das Wetter ist mir unangenehm, sondern das Bewußtsein, daß mich, so wie ich barfuß im Regen liege, wahrscheinlich jeder, der vorübergeht, für eine Obdachlose und Landstreicherin halten wird. Deshalb wünschte ich mir, ich wäre hier zu zweit mit jemandem. Zu zweit würde man sich nur noch halb so sonderbar fühlen.

Samstag, 15. August 2009

Manchmal

fühle ich mich hin- und hergerissen zwischen der Option Musik zu hören und der Option zu meditieren. Meist tendiere ich dann zur Meditation. Nichts gegen Musik, aber die Klänge der Stille sind insgesamt und überhaupt doch eindeutig überzeugender und machen so ein angenehm klares Gefühl im Kopf. Insbesondere bei akuten Verwirrtheitszuständen habe ich erst nach der Meditation den Eindruck, endlich richtig wach zu sein.

Prominente Sonne-Neptun-Quadrate

Interessehalber schaute ich in dieser großartigen Datenbank, wer außer mir ein Sonne-Neptun-Quadrat sein eigen nennt, da mich die faszinierende Auslösung durch die Neptun-Opposition zu meiner Sonne gerade stark beschäftigt. Eine recht nette Liste kommt zusammen:

Jennifer Aniston
Jane Austen
Emmanuelle Beart
Richard Burton
David Carradine
Coco Chanel
Kurt Cobain
Kevin Costner
Joan Crawford
Clint Eastwood
Sir Fleming
Jane Fonda
Rock Hudson
Günther Jauch
Diane Keaton
Robert Kennedy
Carole Lombard
Henri Matisse
George Gershwin
Barack Obama
Papst Johannes
River Phoenix
Marcel Proust
Rasputin
Dietmar Schönherr
Sophie Scholl
Franz Schubert
Albert Schweitzer
Theodor Storm
Julius Streicher
Peter Tchaikowsky
Liv Ullmann

Die Hälfte davon nahm ein schlimmes Ende, von der anderen Hälfte weiß man es noch nicht.

Freitag, 14. August 2009

...

Seit der Viagra-Einführung 1998 blieben allein in Deutschland mindestens 30 Konsumenten »für immer steif«, wie es die Berliner taz süffisant beschreibt; weltweit sind bislang mehr als 600 Todesfälle zu beklagen. Besonders wüst gestaltete sich das Ableben von Sani Abacha, einst Militärdiktator in Nigeria. Vollgepumpt mit Viagra verschied der 54 Jahre alte General am 8. Juni 1998 um 4 Uhr auf dem Höhepunkt einer Orgie mit drei indischen Prostituierten. Die Industrie findet all das nicht komisch; zu ernst ist das Geschäft mit den vielen Millionen impotenten Männern, die angeblich diese Welt bevölkern...
....Als »beinahe grotesk« bezeichnete die Sexualtherapeutin Leonore Tiefer von der New York University diesen jüngsten Vorstoß der Potenzpharmazie. Der erklärten Feministin graut es vor der heraufziehenden Zukunft, in der die Geschlechter einander aufgeputscht mit Medikamenten begegnen. Geriatrische Techtelmechtel mit unkalkulierbaren Verschleißerscheinungen stünden zu befürchten. »Die 20jährige Vagina in der 60jährigen Dame wird jetzt bald auf die 20jährige Erektion von einem 60jährigen Mann treffen«, prophezeit Tiefer. »Ich bin mir nicht sicher, ob die Genitalien das alles aushalten werden.«

(aus "Die Krankheitserfinder" von Jörg Blech)

Ein kleines Wunder

Ich habe heute ca. geschlagene zwanzig Minuten damit zugebracht, meiner Hand dabei zuzuschauen, wie sie die Finger schließt und öffnet, wie die Sehnen unter der Haut sich dabei bewegen und die Muskeln arbeiten. Hätte mich jemand gesehen, der hätte wahrscheinlich geglaubt, ich bin bekloppt. Es war, als betrachtete ich diesen normalen Vorgang auf einmal mit ganz anderen Augen. Ich dachte nur - Wow! Wie genial! Wer hat sich das ausgedacht? Und auch noch so hingekriegt, daß diese vom Prinzip einfache und von der Ausführung im Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Knochen komplizierte Bewegung tatsächlich funktioniert? Das ist absolut fantastisch!

Der Warum-Gedenkstein

Mit der U-Bahn auf dem Weg in einen außerhalb von Berlin gelegenen Ort (Potsdam?). Die Fahrt dauert länger und ich beobachte die Leute, die mir gegenüber sitzen. Es ist eine Frau, die einen roten Pulli und einen roten Rock mit goldfarbenen Arabesken trägt. Das Outfit gefällt mir, zumal es genau die Rottöne sind, die ich liebe, und ihr steht es ganz ausgezeichnet. Neben ihr ein Mann, der wohl ihr Freund ist. Seltsamerweise hält die U-Bahn nicht auf dem Bahnhof sondern bereits ein Stück davor im Tunnel. Wir müssen aus der U-Bahn springen und noch eine Strecke bis zum Bahnhof durch den dunklen Tunnel laufen. Als sich die Passagiere von den Plätzen erheben, sehe ich, daß die Rotgekleidete schwanger ist, mindestens im siebenten Monat. Das war mir vorher gar nicht aufgefallen. Trotz ihrer Schwangerschaft hopst sie als erste sorglos aus dem Zug, ich mit den anderen Leuten vorsichtig hinterher. Im Tunnel stehend fällt mir ein, daß ich eigentlich nicht weiß, wo ich genau hin möchte. Es findet in Potsdam(?) irgendeine Party statt, aber ich habe keinen Schimmer, wie ich dorthin finde. Natürlich! Die Rotrockige will doch auch zu dieser Party, also laufe ich ihr einfach hinterher! Beschließe ich, und schaue mich suchend um. Weder links noch rechts im Tunnel ist sie noch zu sehen. Herrje, ich hab sie verloren. Sowas blödes! Doch dann, am äußersten Ende des Tunnels erkenne ich sie den Gang entlanglaufen. Anscheinend ist sie jetzt allein, der Freund verschwunden. Ich beeile mich, sie einzuholen und stolpere eilig den Tunnel in ihre Richtung hinunter. Dann sehe ich Potsdam (?) aus der Luftperspektive unter mir liegen. Mitten in der Stadt wurde ein simpler, quaderförmiger Gedenkstein errichtet, der noch irgendeine zusätzliche und besondere Funktion erfüllt, welche mir entfallen ist. Oben wurde in riesigen Buchstaben "Warum?" eingemeißelt, so daß ich diese Inschrift auch aus der Luft gut lesen kann.

Bemerkung: Ich habe doch da nicht etwa "Denkmal" von Wir sind Helden und "Warum" von Juli zusammengewürfelt? Ich mein, jeder Vollidiot weiß, daß auch zuviel Warum-Fragerei die Liebe versaut. *den Vorschlaghammer holt*

Donnerstag, 13. August 2009

Eigentlich

beginnt der Urlaub schon morgen. Denn morgen ist wieder unser gesamtes Computersystem lahmgelegt, diesmal allerdings geplant. Herr N. hat außerdem frei, so daß die Aussichten relativ gut sind, ziemlich ungestört zu sein, um zu.... ja was eigentlich? Ich könnte meiner derzeitigen Lieblingsbeschäftigung nachgehen und acht Stunden darüber nachgrübeln, was eine gewisse Person über mich denkt. Das würde ich zu gerne wissen, zumal ich das Gefühl habe, einen ziemlich schlechten Eindruck zu machen. Überhaupt kommt es mir so vor, als würde ich ständig einen schlechten Eindruck machen, bis auf die wenigen gnadenvollen und kurzen Momente, in denen die Welt mich liebte. Manchmal denke ich, es wäre leichter, es direkt darauf anzulegen, nicht gemocht zu werden. Immerhin wäre es nicht so deprimierend und anstrengend. Nun ist es mir bei dieser Person aber gar nicht egal, was ich für einen Eindruck mache. Es ist so nervenaufreibend, sich beliebt zu machen, wenn man nicht der Typ dazu ist, beliebt zu sein.

Früher Herbst, Grünpflanzenschwemme und verlegtes Unterhemd

Bei einem Spaziergang im Park fällt mir auf, daß wir zwar noch Sommer haben, aber die Bäume bereits jetzt alle kahl sind. Na sowas! Es ist wohl ein sehr früher Herbst dieses Jahr. Während ich an den ebenfalls kahlen Büschen vorbeigehe, entdecke ich einen einzigen blühenden Forsythienzweig. Aber dieser ist voller gelb leuchtender Blüten. Er würde sich ziemlich gut in meiner Vase machen, doch schrecke ich zurück, ihn zu pflücken. Schließlich könnte sich jemand beschweren, wenn ich den letzten noch blühenden Zweig einfach für mich allein mitnehme. Ich bin schon an ihm vorbei, da kehre ich doch noch einmal um und breche ihn. Dann befestige ich ihn so an meinem Gepäck, das mich irgendwie an einen Kinderwagen erinnert, als würde er dort hingehören. Hab ich ein schlechtes Gewissen? Nein, eigentlich nicht. Ich freue mich an dem leuchtenden Blütenzweig, den ich nun noch länger anschauen kann.

Meine Mutter war mehrmals bei mir zuhause, um dort irgendwelche Termine abzufangen. Mir fällt jetzt auf, daß sie in mein Zimmer jede Menge Grünpflanzen gestellt und alte Pflanzen von mir ausgetauscht hat. Ich finde eine von diesen fleischigen Palmen, sehr buschig gewachsen, was toll aussieht, und eine Pflanze, welche durchscheinende weiße Samenkapseln hat, die im Traum so groß sind wie Gummibaumblätter. Wow, auch das sieht toll aus. Leider ist sie so riesig. Und das in diesem kleinen Zimmer. Wohin ich mich auch wende, überall finde ich neue Grünpflanzen. Grüne Gräser in den Ecken, neben dem Bett, neben der Tür, Blätter von Schränken herunterrankend, da muß ich ja richtig aufpassen, daß ich nicht irgendwo drüberfalle, weil ich vor Grünpflanzen nicht mehr treten kann! Aber schön ist es irgendwie. Wie ein kleiner Dschungel.

Ich gehe geschäftig einigen Tätigkeiten im Büro nach, als ich bemerke, daß ich obenrum nackt bin. Upps! Stimmt ja, ich hatte mein Unterhemd ausgezogen. Aber wo habe ich es gelassen? Es muß irgendwo in einem anderen Gebäude sein. Mich selbst stört die Nacktheit keineswegs. Es fühlt sich sehr natürlich an und schließlich sind meine kleinen jugendlichen Brüste durchaus ansehnlich, nichts wofür ich mich schämen müßte. Aber Herr N. ist ebenfalls hier und als Mann könnte es ihm unangenehm sein, wenn ich so nackig vor ihm herumspaziere. Wahrscheinlich hat er deshalb vorhin so komisch geguckt. Um weitere Begegnungen mit ihm, bevor ich mein Unterhemd gefunden habe, werde ich aber sicher nicht herumkommen. Jetzt kommt er zur Tür herein und legt eine Karte auf den Tisch, die beschrieben werden soll. Eigentlich erwarte ich, daß er sich gegenüber an den Tisch setzt, doch statt dessen zieht er sich wieder zurück und verläßt rücksichtsvoll den Raum. Ah, ok, weil ich nackt bin, möchte er wahrscheinlich Rücksicht nehmen und meine Intimsphäre nicht stören. Wenn er sich jetzt aber ständig zurückzieht, weil ich nackt bin, werden wir mit der Arbeit nie fertig.

Dienstag, 11. August 2009

Heilschlaf statt Heiltraum

Gestern abend bat ich um einen Heiltraum, zum einen, um jemanden an sein gegebenes Versprechen zu erinnern, zum anderen, um sicherzugehen, daß ich nichts übersehen oder überhört habe. Vielleicht wird ja von mir irgendeine Handlung oder Aktivität gefordert. Doch so oft ich diese Frage stelle, erhalte ich die Antwort: "Geschenk". Der gewünschte Heiltraum sollte mir erneut diese Frage beantworten und die Reaktion darauf war sowohl unerwartet als auch drastisch, wahrscheinlich, damit ich es endlich kapiere. Ich erhielt keinen Heiltraum, sondern einen Heilschlaf. Der Heilschlaf ist neben anderen Merkmalen dadurch gekennzeichnet, daß er sehr tief und völlig traumlos ist (zumindest subjektiv). Weiterhin kann man ihn daran erkennen, daß die Haut kurz nach dem Aufstehen aussieht wie reinstes Porzellan. Dies hält allerdings nicht lange an, nur einige Minuten und dann fließt sie langsam ihre normale Gestalt zurück. Kleine Wunden heilen quasi über Nacht vollständig ab (und bleiben es auch), ebenso verschwinden sämtlich Zipperlein, die einen gestern noch plagten. Beim Erwachen hat man das Gefühl für sehr kurze Zeit weit, weit... sehr weit weg gewesen und neu geboren zurück auf diese Welt gekommen zu sein. Jedesmal, wenn ich aus solch einem erbetenen oder unerbetenen Heilschlaf erwache, frage ich mich, ob es Krankheiten vielleicht nur deshalb gibt, weil wir verlernt haben, richtig zu schlafen. Doch ist dieser Heilschlaf tatsächlich etwas, das in uns angelegt ist und sich durch körperliche und geistige Mechanismen aktivieren läßt? Oder ist er ein Geschenk, das einem widerfährt, selbst wenn man glaubt, man habe eigenen Einfluß darauf?