Dmax zeigt heute um 23:25 h die Doku "Weihnachtsfrieden an der Front". Dmax ist sonst kein Sender, den ich schaue, aber ich kenne diesen Film schon und ich finde, dies ist ein Film, den man sich jedes Jahr zu Weihnachten anschauen sollte, um sich den wahren Geist der Weihnacht wieder in das kommerzgedrillte Gedächtnis zu rufen. Die Fronttruppen des damaligen Weihnachtsfriedens wurden ausgetauscht, weil sie nicht mehr aufeinander schießen wollten, aber die Geschichte bleibt und zeigt, daß es auch anders geht, irgendwann vielleicht nicht nur zur Weihnachtszeit. Frei nach dem Motto: "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin." Ich gestehe - andere weinen zu Liebestragödien und bei mir fließen die Tränen jedesmal bei dieser Dokumentation.
Jene, die das Tao erreichen...
Springen ins Feuer, ohne sich zu verbrennen,
Durchschreiten die Wirklichkeit wie ein Nichts
Und das Nichts, als wäre es die Wirklichkeit.
Sie sind überall zu Hause.
(T'u Lung)
mit Schnabelaufreißen - die neue Wettbewerbsdisziplin:

meine Krankenkasse versteht nur Chinesisch. Oder besteht ausschließlich aus Robotern. Jedenfalls wäre in beiden Fällen die Chance mindestens genauso hoch, dieselben Schreiben zu erhalten, die mir bisher zugekommen sind. Erst schickte ich den Antrag auf Kostenübernahme für den Reha-Sport mit der Bitte hin, mir entsprechende Anlaufstellen für diesen Zweck mitzuteilen. Diese Bitte wurde völlig ignoriert, mit keinem Wort erwähnt, statt dessen erhielt ich den Antrag mit dem Hinweis zurück, ich müsse den Leistungserbringer eintragen (nach dem ich aber gefragt hatte). Diesmal hatte ich einen Leistungserbringer drin zu stehen und bekomme den Antrag zurück - die Kostenübernahmebestätigung unausgefüllt -, aber mit einem Schreiben, in welchem zwar steht, daß der Antrag genehmigt ist, dieser jedoch nur bei anerkannten Leistungserbringern gültig ist. Ja, hallo? Der Leistungserbringer steht doch da! Warum schreiben die mir nicht, ob der nun anerkannt ist oder nicht, wenn sie mir schon vorher keine nennen wollten? Ist das jetzt Geheimniskrämerei, Doofheit oder einfach nur Desinteresse? Andererseits sage ich mir, wenn ich sowieso 12,50 EUR im Monat zahle, soll sich doch der Verein mit der Krankenkasse herumschlagen, wenn er das zusätzliche Geld haben möchte, was auch immer die Krankenkasse da bezahlt. Mir ist das echt alles zu blöd.
habe ich gerade hinter mir und ich muß sagen, es war witzig. Wir jonglierten mit "Sandsäckchen", eigentlich Kirschsteinsäckchen, erst auf dem Fuß, dann auf der Schulter, schließlich von Handrücken zu Handrücken werfend und die Kursleiterin meinte, jetzt von Handrücken zum Fuß werfen und umgekehrt - nee, war bloß ein Scherz. Bei den Bauchmuskelübungen fange ich allerdings immer an zu träumen. Einmal habe ich sogar die Entspannungspause verpaßt und hatte den Kopf die ganz Zeit oben, dabei mit den Gedanken völlig woanders. Bin gespannt, ob ich Muskelkater bekomme, aber ich glaube es eher nicht.
Weil ich bis zum neuen Jahr viel, viel Zeit habe, meine alte Kompaktkamera langsam den Geist aufgibt und es bald Weihnachten ist, dachte ich mir, ich kaufe mir mal wieder ein hübsches Spielzeug, nämlich eine neue. Meine Ricoh Caplio R4 hatte eine Brennweite von 28 - 200 mm, also für damalige Verhältnisse schon ein recht ordentliches Zoom. In den meisten Situationen war es auch ausreichend, aber die neue sollte doch etwas mehr können, zumal es ja inzwischen einige Kompakte gibt, die das versprechen. Ich habe alle verglichen und meine Wahl fiel auf die
Samsung WB500, die zufällig auch die preiswerteste Kamera ist mit 184,00 EURO. Der Preis war aber nicht ausschlaggebend, sondern sie hat mich in den technischen Daten und im Aussehen von Anfang an mehr überzeugt als andere hochgelobte und bekanntere Kameras. Ihre Brennweite liegt zwischen 24 - 240 mm, wobei für mich der Weitwinkel interessanter ist als mehr Zoom, da ich viel Gebäude und Landschaften fotografiere. Sie hat außerdem weniger Megapixel als andere (10), aber inzwischen dürfte sich herumgesprochen haben, daß mehr Megapixel nicht bessere Fotos machen und meine alte Kamera mußte noch mit 6 Megapixel auskommen. Die Samsung WB500 ist ein wenig größer und schwerer als die Ricoh Caplio, aber die Verarbeitung begeistert zuerst einmal, und in die Manteltasche paßt sie immer noch ohne Probleme. Sie wirkt sehr hochwertig und stabil, ist außerdem aus echtem Metall. Die Lage des Auslösers ist etwas gewöhnungsbedürftig und in den Amazon-Rezensionen beschweren sich einige, daß man mit dem Finger leicht den Blitz verdeckt. Zum Glück benutze ich den Blitz so gut wie nie, so daß mich das nicht viel stört. Und von den ersten Testbildern bin ich wirklich begeistert. Auch mit vollem Zoom schärfere Bilder als mit der alten Kamera, im Dunkeln, wo die alte längst aufgibt, macht sie noch brauchbare Fotos und selbst mit ISO 800 ist das Rauschen im Vergleich zur Ricoh Caplio erträglich. Das Schneider-Kreuznach-Objektiv scheint für eine Kompakte erstaunlich lichtstark zu sein. Vielleicht kann ich ja Mittwoch nach der Physiotherapie bei einem Ausflug gleich mal testen, wie lange der Akku reicht. ;o)
Zoom mit Samsung:
Zoom mit Ricoh Caplio R4:
ISO 800 Samsung WB500:
ISO 800 Ricoh Caplio R4:
Dunkles Zimmer, Ricoh Caplio, ISO 200:
Dunkles Zimmer, Samsung WB500, ISO800:
Die Bilder sind natürlich alle unbearbeitet!
Jedem Anfang liegt ein Ende inne,
jedem Anfang wohnt die Wehmut bei,
glänzt das Glück auch lichtbehangen,
ist die schwarze Nacht nicht fern.
Bloß der Zeitpunkt bleibt verborgen,
ahnt der sinngebannte Mensch,
dies Geheimnis kennen nur die Nornen
und die verraten es uns nicht.
Im Traum führte ich eine interessante Diskussion mit jemandem darüber, ob es erlaubt sei, hinter dem Rücken von einer Person über sie zu reden. Mein Standpunkt war, daß jeder das Recht hat, auch hinter dem Rücken von anderen die Meinung über sie zu äußern, daß es aber, sollte es jemand tun und dabei vielleicht sogar negative Dinge verbreiten, von schlechter Erziehung, mangelndem Respekt und fehlendem Einfühlungsvermögen zeugt. Begrenzt wird dieses Recht nur durch Gesetze, die Verleumdung, Beleidigung o.ä. unter Strafe stellen. Mein Diskussionspartner war nun völlig anderer Meinung und bestand darauf, daß hinter dem Rücken reden absolut verboten ist. Bevor wir uns einigen konnten, war der Traum vorüber.
Die Ernährungstherapie der Hl. Hildegard von Bingen (1098–1179) empfahl: „Wer stechenden Schmerz in seinen Gliedern und Gelenken fühlt …, der sollte oft reichlich gekochte Kalbsfüße essen samt dem Fett und der Haut. Das wird den Schmerz bald vertreiben.“(Wikipedia)
Ich glaube, ich kann mich beherrschen...
Als ich mir heute die Physiotherapie-Termine holte, fiel mir wieder ein Gespräch ein, welches ich letztens belauschte, als ich mich wegen Reha-Sport erkundigen wollte. Während ich wartete, war die Tür zum Behandlungsraum nur angelehnt und ein Mann erklärte der Physiotherapeutin, daß er ja mal eine Behandlung mit Schrumpfköpfen bekommen hätte. Ich draußen dachte nur - Hä?, wobei ich mir mehrere Schrumpfköpfe auf dem Rücken platziert vorstellte, aber mich fragte, wie die gegen Rückenschmerzen helfen sollen und wie man Schrumpfköpfe für die Physiotherapie wohl industriell herstellt. Von der Physiotherapeutin hörte ich erstmal gar nichts, bis er wieder die Schrumpfköpfe erwähnte und sie etwas irritiert fragte, was er meine. Er behaarte auf seinen Schrumpfköpfen bis bei der Physio der Groschen fiel und sie sagte: "Ach, Sie meinen Schröpfen!" Und er: "Ja natürlich! Wie komme ich denn nur auf Schrumpfköpfe?" Damals hatte ich es wieder vergessen, aber heute muß ich die ganze Zeit darüber lachen.
Gesteingespinst
im bunten Herbstbeben,
das Bett in Efeuewigkeiten,
lustbefreit und kühl,
Leidenschaften ruhen
im Wartesarg zum Leben,
wo ein Fenster ist,
ist doch ein Morgen.
Eine große Fabrikhalle ist der Arbeitsplatz meiner Kollegen und mir. Die Schreibtische stehen hintereinander wie Werkbänke, auf einigen von ihnen stapelt sich aber auch nur jede Menge Krempel. Ich suche meine Vintage-Reisetasche - weiß mit kleinen rosa Blüten - und finde sie schließlich in einem dieser Berge. Als ich sie hervorhole werfe ich aus Versehen die Parfumsammlung meines jungen Kollegen R.W. herunter. Eine Menge Kollegen, inklusive Herr N. wuseln um mich herum und rufen gleich "Auweija!". Vier Parfumflaschen sind heruntergefallen, eine davon zerbrochen. Ist mir das unangenehm. Natürlich bin ich bereit sie zu bezahlen. Herr N. bückt sich nach den Scherben, um sie aufzuheben und ein penetranter Geruch steigt auf. Eine Kollegin läuft zu Herrn W. nach vorne, um ihm davon zu erzählen, dann kommt sie zurück und berichtet, er hätte gesagt, es sei nicht so schlimm und es würde ihm helfen. Es würde ihm also helfen, so, so - alle müssen darüber lachen und Vermutungen anstellen. Vielleicht will er ja künftig mit weniger Parfum auskommen. Ich widme mich jetzt sehr konzentriert dem Wischen der Tischplatte und der darüber befindlichen Regalflächen. Da kommt ziemlich viel Dreck zusammen. Während dieser Tätigkeit merke ich, wie mich etwas am Arm berührt. Spontan wende ich mich um und seitlich von mir steht eine Person, die wie Jesus aussieht und auf der Jesus draufsteht. Ziemlich groß, etwas steif, ein sehr schmaler Mund und mit einer Brille auf der Nase. Er hat den Arm ausgestreckt und die Finger an den Spitzen zusammengelegt, dazwischen bleibt jedoch ein Oval offen, welches weiß schimmert. Es wirkt ein wenig, als hätte er mich kneifen oder necken wollen, zumal er auch so ein Gesicht macht und schelmisch bzw. ertappt grinst, allerdings hat er mich nur mit den zusammengelegten Fingerspitzen berührt. Ich starre ihn einige Sekunden lang mit einem Ausdruck an, der sagt: "Was soll das jetzt?" und alle Umstehenden müssen lachen. Ich denke bei mir etwas irritiert, was wie Jesus aussieht und wo Jesus draufsteht, da muß noch kein Jesus drin sein. Wahrscheinlich hat sich jemand verkleidet und sie haben sich einen Scherz für mich ausgedacht, zumal alle so interessiert und gespannt um uns herumstehen. Schließlich selbst lachend sage ich scherzhaft und demonstrativ: "Ich Ungläubiger!", was alle so witzig finden, daß sie wieder laut lachen, Jesus ebenfalls. Ich dagegen wende mich um und gehe mit einem Einkaufswagen, in dem zwei alte Brote liegen, die sich für ihr Alter erstaunlich frisch gehalten haben, davon, um mich weiter dem Putzen und Aufräumen zu widmen.
hat mich nie eine wildfremde Person mit der Bitte zu sich herangewunken, eine heruntergefallene Sache aufzuheben. Aber genau dann, wenn ich selbst nicht runterkomme, fällt natürlich einer frischgebackenen Mutter mit Baby auf dem Bauch der Brief aus der Hand und nur ich bin in der Nähe. Das Universum beliebt mal wieder zu scherzen. Irgendwie hab ich es dann doch geschafft, an den Brief zu kommen.
auf meiner Krankschreibung und Überweisung steht als Verdachtsdiagnose O99.8 V. Wenn ich jetzt im Internet nachschaue, finde ich: "Sonstige Krankheiten der Mutter, die anderenorts klassifizierbar sind, die jedoch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren - Sonstige näher bezeichnete Krankheiten und Zustände, die Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett komplizieren" - Hä? Habe ich irgendwas verpasst?
Eine Kunstinstallation in Form eines breiten Fließbandes voller sterbender Vögel. Es sind echte Vögel und sie sind noch nicht tot, sondern verstümmelt, krank oder sonstiges. Dies ist absichtlich so gemacht, um mit diesem Kunstobjekt auf Massentierhaltung und Tierquälerei aufmerksam zu machen und diese anzuklagen. Das Fließband endet an einem großen Broilergrill, in welchem allerdings Kaninchen braten. Damit sie besonders schön braun werden, wird automatisch irgendeine chemische Farbe über sie drübergekippt, so daß die Bräune letzten Endes gar nicht echt ist. Besonders das Fließband mit den vor sich hin krepierenden Vögeln erschüttert mich in dessen Zynismus. Wie kann man für ein Kunstobjekt Tiere ebenfalls absichtlich quälen und töten, sie sozusagen im Namen der Kunst als ein Objekt ohne Leidensfähigkeit benutzen, selbst wenn dies angeblich für einen guten Zweck ist? Wobei ich mir sicher bin, daß bei so viel Abgebrühtheit der gute Zweck nur vorgeschoben ist und der eigentliche Sinn darin besteht, Aufsehen zu erregen und das Ego eines Künstlers aufzublähen. Diesen Künstler entdecke ich jetzt auf der anderen Seite des Fließbandes, wo er selbstzufrieden irgendwo herumschraubt, völlig unbeeindruckt vom Leid der Tiere. Ich kann einfach nicht anders und bin selbst ein wenig von mir überrascht, als ich ihm ein haßerfülltes "Mörder!" entgegenzische.
doch noch einen Adventskranz ergattert, diesmal mit Bambi. Und mit zunehmenden Alter stelle ich fest, daß die Düfte immer wichtiger werden. Den Tannenduft genieße ich fast mehr, als die Kerzen.
