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Samstag, 2. Januar 2010

A.

A.

Grüne Auen für schwarze Schäfchen

Grüne Auen für schwarze Schäfchen

Jahres-Karten-Puzzle

Beruf:
Beruf 2010

Gesundheit:
Gesundheit 2010

Liebe:
Liebe 2010

Die Karten für Gesundheit finde ich nicht gerade beruhigend.

Freitag, 1. Januar 2010

Let's play

Let's play

Der ausgeloste Bibeljahresspruch

Kurioserweise ist es ein Spruch, den ich zu einem bestimmten Thema bereits im letzten Jahr erhielt. Nun ist es bei der Dicke der Bibel eher unwahrscheinlich, zweimal denselben Spruch blind und ohne Lesezeichen zu erwischen, also ist das Thema wohl auch dieses Jahr noch aktuell. Wenn es denn Elia sein soll.

Und Elia sprach zu ihm: Bleib du hier, denn der HERR hat mich an den Jordan gesandt. Er aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. Und es gingen die beiden miteinander.
(2. Könige 2.6)

Beim letzten Satz muß ich immer ein wenig schmunzeln, weil man ihn mit dem heutigen Jargon auch anders verstehen könnte.

Schmerzfreiheit in der ersten Nacht des Jahres (Juli)

Träume in der ersten Nacht des Jahres sollen ja besonders wichtig sein, allerdings waren sie auch diesmal so belanglos und flüchtig, wie sie es seit einigen Wochen fast ständig sind, weshalb ich seitdem nicht mehr viele Träume aufschreibe, da ich sie beim Erwachen meist schon wieder vergessen habe. Letzte Nacht aß ich "Gummimenschen", also Gummitiere in menschlicher Form, denen aber noch saure Streusel obendrauf fehlten. Diese Streusel mußten erst gesucht werden. Desweiteren befand ich mich in einer extrem engen Toilettenkabine, in der ich an allen Seiten irgendwo anstieß, was mir aber besonders in Erinnerung blieb, war dieser Gedanke, der sich stetig über, bzw. unter alle diese flüchtigen Traumbilder legte, nämlich daß ich keine Schmerzen mehr habe. Nach dem Aufwachen wußte ich nicht, ob dies ebenfalls ein Traum gewesen ist, oder ob ich unbewußt während des Schlafes etwas wahrgenommen hatte. Doch irgendwie hatte ich tatsächlich das Gefühl, der Schmerz ist weg, allerdings dachte ich bei mir - abwarten, denn beim Schlafen merke ich davon ja eh (glücklicherweise) nicht viel, außer der Zustand ist so, daß ich auch Fieber habe. Ich bewegte mich also ein bißchen - nichts, setzte mich hin - nichts, stand auf - nichts. Ich kam sogar stehend in meine Hose und das ohne mich auf die Schnauze zu packen oder komische Verrenkungen zu machen. Nachdem ich jedoch eine Weile herumgelaufen bin, guckte er doch wieder um die Ecke. Vielleicht sollte ich ja öfters erst um 3 Uhr ins Bett gehen. Jedenfalls würde mich interessieren, was passiert, sobald ich einen Neujahrsspaziergang mache, da die letzte Verschlimmerung nach einem längeren Ausflug aufgetreten ist und es anscheinend das Laufen ist, was das ISG zu stark belastet. Andererseits ist das Wetter nicht besonders einladend.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Weltentänzerischer Jahresrückblick in Traum-Sepia

Ich denke bereits seit einem halben Jahr an meinen Jahresrückblick und dies aus gutem Grund. Nach dem Feng Shui war dies das Jahr der Konzentration auf das Wesentliche und was das Wesentliche ist, kristallisierte sich bald heraus: Tod, Gesundheit vs. Krankheit, Hoffnung vs. Hoffnungslosigkeit, Schmerz, Glück, und sei es noch so flüchtig, Liebe und den Beistand, den sie in uns selbst oder durch liebende Menschen geben kann, Vergeblichkeiten und das Überleben in ihnen. Kurz und abgedroschen gesagt: Ein Jahr der großen Emotionen. Ein Hyper Coaster-Trip durch elementare Lebens- und Höllengeister. Nach außen hin war davon eher weniger zu merken. Kein 'vom Winde verweht' und keine einschneidenden Veränderungen, nur das Auf und Ab der teils überraschenden und überfallartigen Gefühle. Illusionen, die Leben retten, und Desillusionen, die keine sind, sondern sich als ein heilsames Sichwiederfinden entpuppen, in einer tieferen Schicht des Verstehens. Doch das, was mir am deutlichsten von diesem Jahr in Erinnerung bleiben wird, ist die sehr starke Empfindung einer unsichtbaren Präsenz, dieses unmißverständliche Gefühl des Beschützt- und Geführtwerdens. Nun ist dieses Gefühl an sich für mich nicht neu. Ich habe es in meinem Leben schon oft erlebt, nicht zuletzt ist es mit eine Ursache meines Glaubens, aber noch nie so ausgeprägt wie in diesem Jahr. Die Botschaften waren nicht mehr nur subtil, sondern teilweise erschreckend klar, doch dadurch um so tröstlicher. Alle Botschaften sind in diesem Weblog niedergeschrieben (wenn auch nicht als solches gekennzeichnet), denn ich möchte sie nicht vergessen, wie es manchmal so schnell in der Flut der Gegenständlichkeiten geschehen kann. Sie kamen nicht nur als Träume, sondern ebenso als Zufälle, als Ereignisse, als Worte und Visionen. Ich möchte die Dankbarkeit, die sie in mir hervorrufen, nicht vergessen. Nachdem das Jahr schwarz begann und sich anfangs schwarz weiterschleppte, hätte ich nie erwartet, daß es ebenfalls so viel Positives bereit halten würde. Dennoch sehe ich es lieber von hinten. ;o)

Blog und Twitter
Mein erstes Twitterjahr. Nachdem ich zuerst mit Twitter überhaupt nichts anzufangen wußte, war der Literatur-Twitter das ausschlaggebende Ereignis, es trotzdem damit zu versuchen. Daß ich dann sogar unter die ersten drei Sieger-Tweets geraten würde, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Es hatte so ungefähr dieselbe Wirkung wie meine erste Geschichte, die nur kurz nachdem ich mit Schreiben von Geschichten begonnen hatte, in einer Anthologie veröffentlicht wurde - seitdem kann ich nicht mehr aufhören. Nicht zuletzt durch Twitter haben sich die Besucher meines Weblogs verdreifacht, was etwas ambivalente Gedanken in mir auslöst. Einerseits freut es natürlich, wenn man auf viel Interesse trifft, andererseits machen mir die vielen fremden Leute in meiner Timeline noch immer Angst. Merkwürdig, daß dies gegenüber Bloggern nicht so ausgeprägt ist, obwohl es ja genauso Fremde sind. Wenn ich meine Kontaktschwäche inzwischen ebenfalls beim Bloggen kultiviert habe, indem ich von mir aus selten Kontakte beginne, dann ist dies wohl mehr eine sehr wirksame Schutzstrategie vor Enttäuschungen. Bei von mir geschätzten Blogkontakten war ich dieses Jahr allerdings auch nicht sehr aktiv, was daran liegt, daß ich so sehr mit diesen essentiellen obigen Lebensdingen beschäftigt war, aber ich gelobe Besserung. Um so mehr haben mich die vielen positiven Reaktionen gefreut, die mich dennoch in Form von Mails oder Kommentaren erreichten. Es gab auch einige wenige negative Reaktionen, aber mir ist neulich erst wieder klar geworden, daß verglichen mit anderen Blogs, meines doch relativ unbehelligt von willkürlichen Störern bleibt, und ich hoffe natürlich, daß dies so bleibt. Im übrigen denke ich stets, egal ob willkürliche oder berechtigte Kritik - sobald niemand mehr etwas Negatives über einen zu berichten hat, macht man irgendetwas falsch.

Schreiben
Glücklicherweise riet mir meine Intuition, den Roman noch in 2008 fertig zu stellen und das war gut so, in diesem Jahr wäre ich kaum dazu gekommen. Nur das Überarbeiten fand statt und die nächsten zwei Jahre wird das Manuskript wohl bei meiner Schwägerin liegen. Überhaupt war das erste Halbjahr mehr eine Zeit des trockenen Arbeitens in Form von Korrekturen und Ausarbeitungen. Danach schrieb ich an einer Novelle weiter und vor allem inspirierten mich die seelischen Achterbahnfahrten wieder zu mehr Lyrik. Diesmal fällt es mir ziemlich schwer, ein Lieblingsgedicht zu wählen, aber ich glaube, es ist dieses: http://weltentanz.twoday.net/stories/5900350/, was sicherlich weniger an der Qualität liegt, als daran, was ich damit verbinde.

Einige Statistiken
Von den 159 Träumen in diesem Jahr, waren 7 in mehr oder weniger Details unmittelbar vorausschauender Art. Erstmalig habe ich in diesem Jahr die Träume mit dem jeweiligen Biorhythmus getaggt und interessanterweise scheinen kritsche Tage, damit meine ich diese, an denen ein Rhythmus von positiv in negativ oder umgekehrt wechselt, besonders prädestiniert für Träume zu sein.

Biorhythmus Träume

Die Traumthemen in diesem Jahr:

Traumthemen

Die bevorzugten Traumfarben:

Farben Träume

Einer meiner Lieblingsträume war im übrigen dieser hier:

http://weltentanz.twoday.net/stories/chinesische-weltanschauung-und-religion-zum-anfassen/

Lesestatistik mit Anzahl der gelesenen Seiten pro Autor:

LesestatistikLesestatistik2

(Diese Lesestatistik beinhaltet allerdings nicht, die angefangenen und noch nicht beendeten Bücher.)

Ich bedanke mich bei allen Lesern für das Interesse, die Inspirationen und interessanten Feedbacks und wünsche ein frohes und gesundes neues Jahr.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

...

Es gibt triviale Wahrheiten und große Wahrheiten. Das Gegenteil einer trivialen Wahrheit ist schlichtweg falsch. Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist ebenfalls wahr.
(Niels Bohr)

Getarnter Roland Kaiser (Mai)

Ein schöner warmer Sommertag. Viele Menschen in Badesachen sind unterwegs, wahrscheinlich zu einem See. Ich esse mit meiner ehemaligen Kollegin A.L. Himbeeren, später befinden wir uns auf einer Veranstaltung, auf welcher Roland Kaiser singen soll. Durch eine Tür erkennt man einen dunklen Raum, der wohl eine Tanzfläche enthält. Auf ihr alleine eine Person, man hört bereits die ersten Takte von "Dich zu lieben, dich berühren, mein Verlangen, dich zu spüren..." Ah ja, das kommt mir bekannt vor, anscheinend ist diese Person im Raum Roland Kaiser und es geht gleich los. Er schaut neugierig durch die Tür hinaus und mir ist es unangenehm, daß ich gleich ganz vorne an dieser stehe. Schließlich bin ich kein Fan von ihm, deshalb mache ich schnell Platz und rücke zur Seite, dorthin, wo Roland Kaiser mich nicht mehr sehen kann. Stattdessen steht nun meine Mutter ganz vorne an der Türschwelle und hat sich unten rum bis auf den Schlüpfer entblößt. Ob das aus wilder Begeisterung geschah oder aus Versehen kann ich nicht ausmachen, aber es ist peinlich. Inzwischen ist Roland Kaiser im dunklen Tanzsaal besser zu erkennen und seltsamerweise sieht er aus wie eine alte Frau mit halblangen grauen Haaren. Aber ich weiß sofort, was los ist: Er trägt eine Perücke und eine perfekte Gesichtsmaske - sicherlich zur Tarnung.

Bemerkung: Nach dem Erwachen aus diesem Traum habe ich mich erst einmal eine Runde in den nächsten gelacht.

Ich glaube,

ich habe meinen Physiotherapeuten ziemlich genervt heute. Nicht nur, daß es nach der letzten Behandlung schlimmer geworden ist und ich gestern sogar wieder erhöhte Temperatur hatte, er schickte mich auch noch in einen Behandlungsraum, von dem ich dachte, ich betrete einen Kühlschrank. Sofort waren Füße und alles andere eisig, was ich bemängelte, worauf er mir eine warme Packung auf die Füße legte und mich bis zur Hüfte mit einer Decke einpackte. So weit, so gut, doch nach der Behandlung wollte er mich noch eine Weile "lagern" (bis ich reif bin?) und während meine Beine auf dem Würfel lagen, legte er zwar ebenfalls eine Decke über mich, aber die Seiten an den Hüften waren durch die erhöhten Beine offen und es zog eisig an meinem Po entlang. Ich zog also ein Gesicht und er fragte: "Was ist jetzt wieder?". "Mein Po ist kalt." antwortete ich und bekam dagegen die warme Packung unter denselben. Sonst bin ich ja nicht so anstrengend, aber ich hasse es nun einmal, wenn mir kalt ist.

Samstag, 26. Dezember 2009

Es ist doch immer dasselbe -

wenn ich Fotobücher von gemeinsamen Unternehmungen verschenke, kommt zuallererst stets die Frage: "Haben wir das da wirklich gesehen?" Und ich antworte dann: "Ob IHR das gesehen habt, weiß ich nicht, aber wenn ich es nicht gesehen hätte, hätte ich es auch nicht fotografiert." Witzigerweise mache ich auf manche Motive sogar aufmerksam, wie zum Beispiel auf die schöne alte Bauerntür mit den Efeuranken und als Antwort bekam ich nur ein müdes Achselzucken und ein verächtliches "So'ne olle Tür." Als ich sie trotzdem fotografierte, waren die anderen bereits hundert Meter weiter. Als sie dieselbe Tür im Fotobuch sahen, waren sie dagegen begeistert und wollten wissen, wo das gewesen ist, sie könnten sich gar nicht erinnern, die irgendwo gesehen zu haben. Tja, wenn man nicht sehen will, kann ich auch nicht helfen. Diese Erfahrungen bestärken mich in der Annahme, daß Fotografieren nicht nur ein nettes Hobby ist, sondern eine echte Schulung der Wahrnehmung und Bereicherung für das Leben - man hat einfach mehr vom Sehen. Eine Verschwendung der besten Augen, wenn man sie nicht gebraucht und ihre sinnlichen Möglichkeiten ausschöpft.

Adventskalender und dekorative Schneeflocken (Januar)

Auf Arbeit gehe ich in einen Duschraum, wo schon die gesamte Büroleitung nackt dabei ist, sich einzuseifen. Ich selbst bin ebenfalls nackt und es ist mir etwas unangenehm, meinen mehr oder weniger Vorgesetzten so zu begegnen, weshalb ich mich beim Wasseraufdrehen ziemlich linkisch anstelle. Frau R. mustert ungeniert meinen Körper und fragt mich sehr direkt: "Wie alt sind Sie?". Eigentlich weiß sie ja, wie alt ich bin, aber wahrscheinlich kann sie es nicht glauben, weil mein Körper so wenig meinem Alter entspricht.

Auf einem öffentlichen Platz steht ein riesiger Adventskalender in Form eines haushohen LKWs. Da Weihnachten vorbei ist, kommen Männer, um den Adventskalender wieder zu entfernen, vorher prüfen sie aber jedes Türchen, indem sie mit Leitern am LKW hinaufsteigen und hineinschauen, ob noch etwas drin ist. Die meisten Türchen sind natürlich leer. In ihnen finden sie nur einen kleinen Zettel. Aber zwei Türchen sind übersehen worden. Dort warten noch Geschenke, die schnell und unbürokratisch verteilt werden sollen. Dies tun die Männer, indem sie einfach die jüngsten Anwesenden in der Umgebung suchen, z.B. Kinder. Ich selbst sitze mit meinem Cousin und zwei anderen Verwandten ganz in der Nähe auf einer Bank. Das erste Geschenk (wohl vom 24. Türchen) ist in orangem Papier eingepackt, welches in Dunkelorange die Schriftzüge von "APPLE" trägt. Oh, da ist bestimmt ein Macbook drin. Das hätte ich gerne, denke ich, bekomme es aber leider nicht. In einem weiteren Türchen befinden sich gleich zwei Geschenke in Größe eines Buches und in dunkelrotem Papier eingepackt. Der Mann tritt an unsere Bank heran und reicht eines meinem Cousin und das andere mir. Oh, super! Wir haben ein Geschenk ergattert! Wir sind hier wohl die nächstjüngsten Leute in der Nähe. Welch ein Glück.

Ich stehe aus meinem Bett auf, die Verwandtschaft sitzt bereits um den Tisch versammelt, da bemerke ich, daß der gesamte Fußboden des Zimmers mit Glatteis bedeckt ist. Direkt vor dem Bett befindet sich eine Stelle, wo das Eis eine tiefere Wasserlache bedeckt, aber anscheinend sehr brüchig ist. Ich stelle meinen nackten Fuß nur leicht hinauf und schon knackt es und bebt. Deshalb umgehe ich vorsichtig diese Stelle, um keine nassen Füße zu bekommen, und laufe mit immer noch nackten Füßen auf dem kalten Eis zum Fenster. Es schneit und die Flocken sind ungewöhnlich groß. Manche haben fast die Maße eines Balles und es sieht aus, als hätten sich viele kleinere zu einer größeren, sehr dekorativen Formation zusammengetan. Jetzt erkenne ich sogar Formationen, die Christbaumschmuck nachbilden, indem sie einen Kreis bilden und in diesen Kreis hinein Formen von Glöckchen oder Tannenbäumen bauen. Unglaublich! Wieso können die Schneeflocken so etwas?

Bemerkung: Nu ja, heute gibt es wahrscheinlich Geschenke, aber ganz sicher kein Macbook.

Freitag, 25. Dezember 2009

In einer alten Kapelle,

die restauriert werden soll, habe ich die Aufgabe, den brüchigen und blätternden Farbauftrag zu fotografieren. Anfangs mache ich mich begeistert an die Arbeit, doch irgendwann wird es schnell langweilig immer nur Wände zu fotografieren, zumal diese haushoch sind und jedes kleine Fleckchen abgebildet werden muß, um es später genau rekonstruieren zu können. Eine Sisyphosarbeit. Anscheinend war ich auch viel zu schnell, denn jetzt kommt erst der verantwortliche Hauptfotograf - er trägt einen Zopf und hat leicht angegraute Haare -, um mich und die anderen Leute in diesen Job einzuweisen. Gleich als erstes macht er die Bemerkung, daß dies ein Job ist, für den man viel Durchhaltevermögen braucht. Ja, das habe ich gemerkt. Inzwischen stehe ich zwei Meter über dem Boden auf einem Seil. Seile sind hier überall zwischen den Wänden bis zum Dach hin gespannt, um auf ihnen zu balancieren und auch die höher befindlichen Abschnitte der Wand zu fotografieren. Weil die anderen noch alle unten sind, springe ich ebenfalls schnell wieder hinunter, bis der mit dem Zopf das Startzeichen gibt. Doch wie jetzt hinaufkommen? Ich habe keine Ahnung mehr, wie ich vorher auf das Seil geklettert bin, aber nun komme ich nicht mehr nach oben. Der mit dem Zopf baumelt sich einfach dran und zieht sich ganz lässig mit den Armen hoch. Puh, das schaffe ich nie, so viel Kraft habe ich gar nicht. Ich versuche mich einige Male hochzuziehen, aber es klappt natürlich nicht. Anscheinend bin ich zu unsportlich für diesen Job.

Kurz vor dem Aufwachen liege ich in meinem Bett, mit dem Gesicht zur Wand gedreht, und spüre, wie ein Mann, der neben mir geschlafen hat, aufsteht. Er setzt sich so auf das Bett, daß ich ihn an meinem Rücken fühle und klemmt mir versehentlich meine langen Haare ein wenig ein. Dann höre ich ein Geräusch, als würde er seine Armbanduhr anlegen. Ich drehe mich nicht um, um zu erfahren wer das ist, sondern stelle mich schlafend. Es ist nur ein Traum. Langsam gleite ich selbst in das Erwachen, bevor ich jedoch den Ausgang in Form einer Tür erreiche, überholt mich eine fröhliche Kinderschar von 3-4jährigen gefolgt von einer freundlichen Erzieherin mit Dutt.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

wünsche ich allen Lesern und Leserinnen mit einem Zitat von Dieter Nuhr:

"Weihnachten ist der Höhepunkt des Christenjahres, denn an Weihnachten hat der Heiland den Einzelhandel gerettet."

Besinnliche Festtage!

Einen Religionstest,

nicht so ernst zu nehmen, findet man im Buch "Die Vermessung des Glaubens" von Ulrich Schnabel. Aufgrund der gewählten Antworten, die dem eigenen Glauben entsprechen, zu einigen grundlegenden Fragen wird einem gesagt, welcher Religionsrichtung diese Antwort am ehesten entspricht. Bei mir sieht die Verteilung so aus:

1. Chinesischer Universismus
2. Hinduismus
3. Buddhismus (auch mit Hinduismus kompatibel)
4. Atheismus
5. Chinesischer Universismus
6. Buddhismus
7. Buddhismus
8. Buddhismus (auch mit Hinduismus kompatibel)
9. Hinduismus
10. Buddhismus

Der Buddhismus scheint in meinen Überzeugungen eine starke Position einzunehmen. Trotzdem bin ich kein Buddhist und ich möchte ebensowenig Buddhist werden, wie ich Christ werden oder sonst einer Religionsgemeinschaft angehören möchte. Meine Gründe dafür sind in diesem Buch sehr schön zusammengefaßt.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Übrigens -

sehr sehenswert zur Weihnachtszeit:

http://www.wodkawodkawodka.pl/

Habs nur leider nicht aufgenommen. Nastrovje!

Kartoffelsalat-Premiere

Mein Physiotherapeut erzählte heute, er hätte sich Sushi zum Mittagessen mitgebracht und gleich fing mein Magen an zu knurren. Ich habe mich aber entschieden, dieses Jahr zu Weihnachten - welch Überraschung - Kartoffelsalat zu machen. Für mich ist das eine Premiere, denn zum einen habe ich noch nie Kartoffelsalat gemacht und zum anderen hat es mich früher immer angeödet, wenn es Heiligabend Kartoffelsalat gab. Diesmal habe ich aber echten Appetit auf die Art, wie meine Mutter ihn neuerdings immer macht, mit Öl und Äpfeln, und will es einmal selbst ausprobieren. Und dazu dieses Rezept für einen alkoholfreien Weihnachtspunsch:

Zutaten:
1l Apfelsaft
4 Beutel Hagebuttentee
100g Honig
1 Glas Mandarinensaft
Saft von 2 Zitronen
1/2 Vanillestangen ( Stange längs halbieren )


Zubereitung:
1. Laßt den Apfelsaft in einem Kochtopf aufkochen.Gebt den Honig die Teebeutel und die Vanillestange dazu. Das ganze nochmals kurz aufkochen und etwa 10 Min.stehen lassen.

2. Höchste Zeit für ein Adventsliedchen

3. Entfernt nun die Teebeutel und die Vanillestange aus dem Punsch.

4. Jetzt den Zitronnsaft und den Mandarinensaft dazu geben und den Punsch in Gläser füllen und sofort servieren.


Bin gespannt auf das Ergebnis. Leider hat mein blöder Discounter diesmal zwar Zimt (den ich bereits einmal verzweifelt gesucht hatte), dafür aber keine Vanillestangen. Es nervt echt, daß er nie das hat, was ich gerade brauche. Weil in der Nähe nur dieser eine Discounter ist, muß ich mich immer extra in den Bus schwingen, um zu besser sortierten Geschäften zu gelangen. In mancher Hinsicht komme ich mir manchmal vor wie auf dem Dorf, aber dafür gibt es immerhin gegenüber gleich Burger King. Und um überhaupt außer Adventskranz noch Weihnachtsdeko zu haben, kaufte ich im Discounter drei schwarz-silberne Plastikweihnachtskugeln. Na ja, besser als mit Rücken auf den Schrank zu kriechen.

Montag, 21. Dezember 2009

Ich bin ein Tiger

Wenn es so weiter geht mit dem Reha-Sport, dann kann ich bald im Zirkus auftreten. Nachdem wir beim letzten Mal Sand-, bzw. Kirschkernsäckchen auf Händen und Füßen jongliert hatten, sollten wir heute mit allen Vieren auf einem Gymnastikball stehen, so wie ein Zirkus-Tiger, und dabei das Gleichgewicht halten, ohne mit Händen oder Füßen auf den Boden zu kommen. Ich hätte vorher nicht gedacht, daß dies geht, aber man kann es tatsächlich schaffen, allerdings hätte ich auch niemals geahnt, daß dies so anstrengend ist. Ich stand bestimmt mindestens 10 Minuten auf dem Ball, schwitzte Blut und Wasser, während die Kursleiterin überall bei den anderen herumlief, Hilfestellungen gab und sich viiiieeeel Zeit ließ, während ich betete, sie möge doch endlich Entwarnung geben, damit ich wieder heruntersteigen kann. Stattdessen kam sie irgendwann und wollte noch, daß ich mit Hilfe einer von ihr gehaltenen Stange nur zweibeinig auf dem Ball stehe und Männchen mache. Da habe ich mich aber geweigert. Peitschen gibt es ja zum Glück im Kurs - anders als im Zirkus - nicht.

Samstag, 19. Dezember 2009

Kuan-yin

Von Kuan-Yin glaubt man, daß sie die Tochter eines wohlhabenen, grausamen Mannes gewesen sei, der sie um des gesellschaftlichen Status willen verheiraten wollte. Die sanfte Kuan-Yin, die hoffte, spirituelle Erleuchtung zu erlangen, entzog sich jedoch dem Willen ihres Vaters und ging in einen Tempel, Dort wurde sie schon sehr bald wegen ihrer guten Taten und ihres Mitgefühls bekannt.

Doch ihr Vater war wegen ihres Vorgehens so erzürnt, daß er das Mädchen umbringen ließ. Für ihre guten Taten, die sie zu ihren Lebzeiten begangen hatte, kam Kuan-Yin in den Himmel, wo sie in den Genuß des immerwährenden Glücks kommen sollte. Doch als sie die Himmelspforte erreicht hatte, hörte sie von unten einen Schrei. Er kam von jemanden, der auf der Erde litt, von jemanden, der ihre Hilfe brauchte. Ohne auch nur einen Moment zu zögern, gab sie das Versprechen ab, die Menschen erst dann zu verlassen, wenn auch der letzte von seinem Leiden befreit sei. Für dieses Versprechen wurde Kuan-Yin in eine Göttin verwandelt. Heute wird die Göttin Kuan-Yin in vielen Teilen der Welt verehrt. Man glaubt, daß sie an Seele und Körper Krankheiten heilt und auch in Not geratenen Müttern und Kindern sowie Seefahrern hilft.