Ein Gasherd mit einem alten verrosteten Wasserkessel. Etwas scheint zu brennen und ich bemerke, daß der Boden des Wasserkessels über der Herdflamme Feuer gefangen hat. Es läßt sich glücklicherweise mühelos mit mehreren Luftstößen auspusten, doch ich entdecke an anderen Stellen des Herdes immer wieder kleinere Flammen herauszüngeln. Vor Verblüffung vergesse ich das Pusten.
Bemerkung: Mein ganzer Körper schlägt heute Funken.
habe ich den Bescheid zum Hamburger Modell aus dem Briefkasten geholt und könnte mich jetzt über mich selbst ärgern, da ich eigentlich nach diesem erst morgen hätte anfangen müssen zu arbeiten. Aber gut, für die zusätzlichen Tage hätte ich mir eine neue Krankschreibung geben lassen müssen und der Montag wäre wohl mit Arztbesuch genauso lang geworden. Nimmt sich also nicht viel.
Heute habe ich alleine drei Stunden mit Hilfe von IT-Fachkräften darauf verwendet, ohne Fehlermeldung in den neuen Einloggprozeß unseres Systems zu kommen. Jetzt bin ich zwar drinnen, aber das Programm wird nicht richtig angezeigt, da die Hälfte der Buttons fehlen. Da bereits vier Stunden um waren, kann ich das erst morgen klären. Bin gespannt, wann ich mit dem Programm arbeiten kann. Die 5 Kilo Post bleiben ja leider nicht ruhig, sondern belagern mein Telefon.
Nachdem ich pünktlich den ersten Arbeitstag angetreten hatte, wäre ich beinahe gleich wieder nach Hause geschickt worden, da ich noch keinen Bescheid zum Hamburger Modell habe. Ich hatte am Freitag extra im Betrieb angerufen und dort wurde mir gesagt, er wäre raus, weshalb ich also dachte, alles wäre in bester Ordnung. Heute morgen wurde mir allerdings im Büro gesagt, daß ich die Arbeit eigentlich nicht antreten darf, so lange ich nicht den Bescheid habe. Theoretisch müßte man mich nach Hause schicken, praktisch einigten wir uns jedoch, daß ich auf der Empfangsbekenntnis mit Datum vom Samstag unterschreibe, d.h. falls ich den Bescheid denn irgendwann bekomme. Bisher ist er immer noch nicht da. An einen Vier-Stunden-Arbeitstag könnte man sich gewöhnen, aber ich werde wahrscheinlich allein eine Woche brauchen, um die 5 Kilo angesammelte Post nur zu sichten, mal ganz abgesehen davon, was in den Akten alles hängt.
Zwei Stunden hatte ich daheim Zeit, dann ging es zum letzten Termin bei der Physiotherapie. Seit ich dem Physiotherapeuten gesagt habe, daß ich bald 40 bin, ist er auf einmal so förmlich zu mir. Dabei dachte ich, er wüßte es bereits, denn schließlich steht es dick und breit auf jeder Verordnung.
Nach der Physiotherapie hatte ich nur eine halbe Stunde um mich umzuziehen und zum Sport zu begeben. An der Bushaltestelle im Halbdunkel sah ich etwas über den verharschten Schnee huschen. Erst dachte ich, es sei ein dunkles Blatt, doch dann erkannte ich ein kleines Mäuschen. Es huschte von einem tiefen Fußstapfen zum nächsten, blieb darin hocken, man sah dann nur noch das Mäuseschnäuzchen witternd aus dem weißen Schnee hervorblitzen. Das sah total putzig aus und die Maus schien sich in den Fußstapfen sicher zu fühlen, denn ich war kaum einen Meter entfernt von ihr. Schade, daß ich keine Kamera dabei hatte. Das Mäuschen war so süß, fast hätte ich sie mit nach Hause genommen.
Erst um halb neun Uhr abends bin ich an diesem Tag endlich dazu gekommen, etwas zu essen. Aber es war ganz gut, daß ich gewartet habe, denn beim Sport hatte die Kursleiterin es heute mit über den Gymnastikball rollen und "Fallschirmspringen". Das macht sich mit vollem Magen überhaupt nicht gut. Glücklicherweise sind die nächsten Tage etwas kürzer.
....erzählte gerade ein komischer Kauz Komiker, dass Pornostar-Namen aus dem Namen des ersten Haustiers und dem Mädchennamen der Mutter gebildet werden. Damit würde meine Pornostar-Name also Kasimira Hinz lauten.
Jetzt müssen mir zu dem Namen nur noch die passenden Pornofilmtitel einfallen, wie z.B. "Kasimira besorgt's prima". Vielleicht wäre bei diesem Namen auch noch ein leichter russischer Akzent angebracht. Das heißt, ich würde mich Kasimirrra Chinz nennen. Mit dem großen H im Nachnamen kommt der russische Akzent besonders gut.*lol*
Blick aus dem Fenster: Ein kahler Baum voller pechschwarzer Krähen. Der Schwarm muß bereits lange so dort verweilen, denn auf ihren Rücken liegt jeweils ein dünne Schicht weißen Schnees. Später in einem Garten, auf einer Bank an einem rustikalen Holztisch sitzend. Plötzlich sehe ich einen massigen schwarzen Bären auf mich zukommen. Mir bleibt keine Zeit mehr, mich aus der Bank zu schälen und zu flüchten, da ist er auch schon über mir, nur noch schwarzer Pelz um mich herum, und ich greife mit der Hand nach seiner Schnauze, um sie von mir fernzuhalten. Dabei hoffe ich, daß ich sie so halte, daß es ihm nicht möglich ist, mir die Hand abzubeißen. Während ich eine gefühlte endlose Zeit in der Nacht seine Bärenschnauze greife, vor Augen nur die dunkle Masse des Bärenkörpers, frage ich mich, ob er wohl bös- oder gutartig ist, komme aber zu keinem Ergebnis, so daß ich mich auch nicht entschließen kann, die Schnauze loszulassen.
Bemerkung: Nach diesem Problembär zu urteilen, kommt ein mächtiges Problem auf mich zu. Aber vielleicht hat er sich ja auch nur gefreut, mich zu sehen.
Claudia aka Sammelmappe stöbert in meiner Bibliothek und sucht anscheinend Bücher über Sex. Jedenfalls murmelt sie dieses Wort rhetorisch vor sich hin, während sie da und dort ein Buch aus dem Regal zieht und darin blättert. Blöderweise habe ich gar keine Bücher über Sex, aber das muß ich ihr ja nicht sagen. Ich weiß außerdem nicht, was sie genau sucht, vielleicht findet sie ja trotzdem etwas, das sie interessiert. Und hoffentlich stören sie meine Unterstreichungen in den Büchern nicht.
habe ich mein Weblog von 3500 Einträgen auf 2500 geschrumpft. 1000 unnötige Texte weniger. Jetzt muß ich mir nur noch abgewöhnen, ständig spontane Einträge zu schreiben, so wie diesen hier.
Während ich zur Physiotherapie und wieder zurück über holprige und vereiste Gletscherberge schlitterte, sah ich mich zwischenzeitlich mehrfach am Montag, meinem ersten Arbeitstag, mit gebrochenem Bein zu Hause liegen. Besonders die Abfahrten sind enorm rasant. Glücklicherweise trat diese Befürchtung jedoch nicht ein und ich landete unversehrt zu Hause. Einzig positiv an der Glätte ist, daß man bei diversen Schlitterpartien, dies natürlich völlig unfreiwillig und ungeplant, immer mal wieder diversen gutaussehenden Männern in die Arme schlittern kann.
Nachdem ich mehrfach über die Gefahren homogenisierter Milch gelesen habe (hier noch ein ausführlicherer Link: http://www.milchlos.de/milos_0311.htm), dachte ich mir, ich sollte künftig wohl doch besser Bio-Milch kaufen. Aber als ich dies tun wollte, warf ich einen Blick auf die Packung und las: "pasteurisiert, homogenisiert, ultrahocherhitzt". Ja, hallo? Was ist denn daran noch Bio? Noch schlimmer ist, daß man bei den anderen angebotenen Milchprodukten wie Joghurts, Käse usw. meist nicht einmal erfährt, daß diese aus homogenisierter Milch hergestellt wurden. Un-homogenisierte Milch dagegen scheint Seltenheitswert zu haben.
Meine Träume sind mir zur Zeit ein Rätsel. Weniger wegen des Inhalts als vielmehr wegen des Zeitpunktes, an dem sie sich mit den entsprechenden Inhalten befassen. Eigentlich sollte ich im Moment von ganz anderen Dingen träumen, meine ich.
Gestern und heute traf ich meine Tante R., wobei wir gestern ein langes Gespräch führten und danach mit anderen Familienmitgliedern einen Ausflug in zwei Spreewaldkähnen unternahmen. Ich stieg in den Kahn von Tante R. sie freute sich darüber. Außerdem sollte ich während der Fahrt ein Geschenk zum Geburtstag erhalten. Dieses sah ich bereits eingepackt in irgendjemandes Händen, hatte es jedoch noch nicht überreicht bekommen.
Heute traf ich Tante R. in einer Wohnung. Sie räumte kleine Figürchen und Püppchen aus einer Schublade, mit denen sie dann spielte und sich wie ein Kind freute. Na ja, dachte ich, sie ist ebenfalls Löwe - die sind manchmal etwas verspielt.
warum ich heute so genervt bin. Beziehungsweise ich weiß schon, warum ich genervt bin, hab aber keine Ahnung, wieso, zumal ich nicht zum ersten Mal beim MRT war. Ist ja eigentlich gar nicht schlimm. Trotzdem kreisen meine Gedanken seit Tagen um nichts anderes und obwohl endlich mal wieder so ein komischer leuchtender Feuerball am Himmel zu sehen war, konnte das meine Stimmung nicht aufheitern. Auch mein Physiotherapeut, bei dem ich vor dem MRT Termin hatte, konnte meine Laune nicht verbessern, dafür aber immerhin mein Befinden, nachdem er mir erklärte, daß meine Haut "angebacken" sei. Ich habe erst Bahnhof verstanden, da sowas noch nie gehört, aber ok, die Griffe haben tatsächlich geholfen, nachdem die Wärmeanwendung vor einer Woche die Beschwerden wieder schlagartig verschlechtert hatte. Wenn jetzt noch bitte bitte diese besch... erhöhte Temperatur verschwinden würde, die ich seitdem durchgängig habe und nicht mehr nur nach dem Sport, wäre das echt nett, zumal ja angedacht ist, daß ich ab nächste Woche die Arbeit aufnehme, wenn auch erstmal nur für vier Stunden. Meine Appetitlosigkeit finde ich ebenfalls nicht mehr normal, aber die stört mich weniger, da ich auf Arbeit eh nie zum Essen komme. Nach der Physiotherapie hatte ich noch ziemlich viel Zeit und Lust zu laufen. Aber das Laufen auf diesem gräßlichen Matsch ist ebenfalls nervig. Ich tat es trotzdem, und ärgerte mich die ganze Zeit darüber, daß man nicht einmal einen vernünftigen Schritt machen kann. Wirklich angenehm möglich war das Laufen nur um den See herum, wo der Schnee einfach liegen gelassen und festgetreten war. Diese gestreuten Bürgerpfade inmitten von Schnee- und Matschbergen sind nur widerlich. Dann im Krankenhaus wurde ich noch unruhiger, als ich bemerkte, daß die Ärztin haargenau aussieht, wie die "Physiotherapeutin" in diesem Traum. Abholen kann ich den Befund erst morgen. Glücklicherweise muß ich dazu nicht noch einmal zum Krankenhaus, sondern nur zu einer Praxis in der Nähe. Wie mich das alles nervt...manchmal wünschte ich mir echt, ich hätte einfach "nur" einen Bandscheibenvorfall. Das hört sich zwar blöd an, aber den kann man ja anscheinend ganz gut behandeln und diagnostizieren, so daß ich alleine bei dem Gedanken schon neidisch werde.
Ein eingeschneiter Papierkorb - ein Drittel schaut noch hervor.
Die letzte Wasserpfütze. Als ich fotografierte, watschelte gleich eine ganze Horde von Enten auf mich zu, die aussahen, als wollten sie mich überfallen. Wahrscheinlich dachten sie, ich hätte was zu essen mitgebracht. Pech gehabt.
Und Jesus sprach weiter: »Gott gebot euren Vorvätern: >Du sollst nicht töten.( Doch ihre Herzen waren hart, und sie töteten. Da wünschte Moses, daß sie zumindest keine Menschen töten sollten, und er erlaubte ihnen, Tiere zu töten. Doch da wurden die Herzen eurer Vorväter noch härter, und sie töteten Menschen ebenso wie Tiere. Ich aber sage euch: Tötet weder Menschen noch Tiere, ja nicht einmal die Nahrung, die ihr in euren Mund führt. Denn eßt ihr lebende Nahrung, so wird sie euch beleben; doch tötet ihr eure Nahrung, so wird die tote Nahrung auch euch töten. Denn Leben kommt nur vom Leben, und vom Tod kommt immer nur Tod. Denn alles, was eure Nahrung tötet, tötet auch eure Leiber. Und alles, was eure Leiber tötet, tötet auch eure Seelen. Und eure Leiber werden, was eure Nahrung ist, gleich wie euer Geist wird, was eure Gedanken sind. Eßt daher nichts, was durch Feuer, Frost oder Wasser zerstört wurde. Denn erhitzte, erstarrte und faule Nährstoffe werden auch euren Leib erhitzen und zu Erstarrung und Fäulnis bringen. Seid nicht wie der dumme Bauer, der gekochte, gefrorene und gefaulte Saat in seine Äcker säte. Und als der Herbst kam, da trugen seine Felder nichts. Und groß war seine Not. Seid vielmehr wie jener Bauer, der lebendige Saat in seinen Acker säte und dessen Acker lebendige Weizenähren trug, hundertfach in der Zahl der gesäten Körner. Denn ich sage euch wahrlich, lebet nur durch das Feuer des Lebens und bereitet eure Nahrung nicht mit dem Feuer des Todes, das eure Nahrung, euren Leib und auch eure Seele tötet...
...So esset immer vom Tische Gottes: die Früchte der Bäume, die Körner und Kräuter der Felder, die Milch der Tiere und den Honig der Biene. Denn alles, was darüber hinausgeht, ist von Satan, und es führt über Sünden und Krankheiten zum Tode. Die Nahrung dagegen, die ihr von der reichen Tafel Gottes eßt, gibt eurem Leibe Kraft und Jugend, und Krankheit wird euch fern bleiben. Denn die Tafel Gottes speiste den alten Methusalern, und ich sage euch wahrlich, lebt ihr so, wie er lebte, so wird der Gott der Lebenden auch euch, wie ihm, ein langes Erdenleben schenken. Denn wahrlich, ich sage euch, der Gott der Lebenden ist reicher als die Reichen dieser Erde, und seine übervolle Tafel ist reicher als die reichsten Festgelage aller Reichen dieser Welt. Eßt daher all euer Leben lang am Tische unserer Erdmutter, und nie werdet ihr Not zu leiden haben. Und eßt ihr an ihrem Tische, so eßt alle Dinge so, wie sie sich auf dem Tische der Erdmutter vorfinden. Kochet sie nicht, noch mischt sie miteinander, damit eure Eingeweide nicht dampfende Sümpfe werden. Denn ich sage euch wahrlich, dies ist in den Augen des Herrn ein Greuel...
...Und wenn ihr eßt, so füllt euch nie ganz. Flieht Satans Versuchungen und lauscht der Stimme von Gottes Engeln. Denn Satan und seine Macht verlocken euch, immer mehr zu essen. Lebet daher im Geiste und widerstehet den Begierden des Leibes. Und immer erfreut euer Fasten die Engel Gottes. So gebt acht, wie viel ihr eßt, bis ihr ganz satt seid, und dann eßt immer ein Drittel weniger. Das Gewicht eurer täglichen Nahrung sei nicht weniger als ein Mina, soll jedoch nicht über zwei Mina gehen. Dann werden euch die Engel Gottes immer dienen, und ihr werdet nie in die Knechtschaft des Satans und seiner Krankheiten fallen. Stört das Werk der Engel in eurem Leibe nicht durch häufiges Essen. Denn ich sage euch wahrlich, wer mehr als zweimal täglich ißt, dient Satans Werk. Und die Engel Gottes verlassen seinen Leib, und bald wird Satan von ihm Besitz ergreifen. Eßt nur, wenn die Sonne am höchsten steht und dann wieder, wenn sie untergegangen ist. Und nie werdet ihr krank werden; denn solches Tun ist Gott wohlgefällig. Eßt nur, wenn die Tafel Gottes vor euch bereitet ist, und eßt nur, was ihr auf ihr findet. Denn ich sage euch wahrlich, Gott weiß, was euer Leib braucht und wann er es braucht...
...Denn die Kraft der Engel Gottes tritt mit der lebendigen Nahrung, die euch der Herr von seinem königlichen Tische reicht, in euch. Und wenn ihr eßt, so habt über euch den Luftengel und unter euch den Wasserengel. Atmet während des ganzen Mahles lang und tief, damit der Luftengel es segnen möge. Und kauet die Speise gut mit euren Zähnen, damit sie zu Wasser werde und der Wasserengel sie in eurem Leibe in Blut verwandeln kann. Und eßt langsam, als wäre es ein Gebet zu Gott. Denn ich sage euch wahrlich, wer in dieser Art an Gottes Tafel ißt, in den tritt Gottes Kraft ein. Satan dagegen wandelt den Leib in einen dampfenden Sumpf, den die Engel der Luft und des Wassers meiden. Und diese Menschen duldet der Herr nicht mehr an seinem Tische. Denn die Tafel des Herrn ist ein Altar, und wer dort ißt, befindet sich in einem Tempel. Denn ich sage euch wahrlich, in einen Tempel wird der Leib der Menschenkinder verwandelt und ihr Inneres in einen Altar, wenn sie Gottes Gebote halten. Setzt daher nichts auf den Altar des Herrn, wenn euer Geist sich ärgert oder plagt, noch denkt im Tempel Gottes an jemanden im Zorn. Und betretet das Heiligtum des Herrn nur, wenn ihr in euch den Ruf der Engel fühlt; denn alles, was ihr in Sorge oder in Zorn, oder ohne Verlangen eßt, wird in eurem Leib zu Gift. Denn Satans Atem beschmutzt all dies. Legt eure Gaben freudig auf den Altar eures Leibes und weist alle bösen Gedanken von euch, wenn ihr die Kraft Gottes von seinem Tische in euch aufnehmt. Und nie setzt euch zum Essen, wenn nicht der Hungerengel euch ruft...
...Und am siebenten Tage eßt keine irdische Speise, sondern lebt allein von den Worten Gottes. Verbringt den ganzen Tag mit den Engeln des Herrn im Reiche des Himmelvaters. Und am siebenten Tage laßt die Engel Gottes in eurem Leibe das Himmelreich bauen, wie ihr sechs Tage im Reiche der Erdmutter arbeitet. Und laßt keine Nahrung am siebenten Tage das Werk der Engel in eurem Leibe stören. Und Gott wird euch auf Erden ein langes Leben geben, damit ihr im Himmelreich das ewige Leben erlanget. Denn ich sage euch wahrlich, seht ihr auf Erden keine Krankheiten mehr, so werdet ihr auf ewig im Reiche der Himmel leben.Und Gott wird euch jeden Morgen den Sonnenengel senden, um euch aus dem Schlafe zu wecken. Gehorchet daher dem Zeichen eures Himmelvaters und bleibt nicht müssig liegen, denn schon warten im Freien die Engel der Luft und des Wassers auf euch. Und arbeitet den ganzen Tag zusammen mit den Engeln der Erdmutter, damit ihr sie und ihre Werke immer besser kennenlernt. Doch wenn die Sonne untergegangen ist und euch euer Himmelvater seinen köstlichsten Engel schickt, den Schlaf, dann legt euch hin und verweilt die ganze Nacht bei ihm. Und dann wird euer Himmelvater euch seine unbekannten Engel schicken, damit sie die liebe lange Nacht bei euch verbringen. Und sie werden euch vieles aus dem Reiche Gottes lehren, gleich wie die Engel der Erdmutter euch ins irdische Reich einführen. Denn ich sage euch wahrlich, so ihr die Gebote des Himmelvaters haltet, werdet ihr jede Nacht Gäste in seinem Reiche sein. Wenn ihr am Morgen erwacht, so werdet ihr in euch die Kraft der unbekannten Engel spüren. Und euer Himmelvater wird sie euch jede Nacht senden, damit sie euren Geist aufbauen, gleich wie jeden Tag die Erdmutter euch ihre Engel schickt, damit sie euren Leib aufbauen.Denn ich sage euch wahrlich, hält euch tagsüber die Erdmutter in ihren Armen, und küßt euch in der Nacht der Atem des Himmelvaters, dann werden die Menschenkinder Gotteskinder werden.Wehret Tag und Nacht Satans Versuchungen ab. Wachet nicht in der Nacht, noch schlaft am Tage, da sonst die Engel Gottes euch verlassen... (aus ‚Das Friedensevangelium der Essener‘ nach Dr. E. B. Szekely)
Beim Friedensevangelium der Essener handelt es sich angeblich um den Auszug eines Evangeliums von Jesu Jünger Johannes. Ursprünglich hatte Dr. E.B. Szekely in der Königlichen Bibliothek der Habsburger in Wien dieses Evangelium in altslawischer Sprache gefunden und teilweise ins Englische übersetzt. Später hatte er jedoch Gelegenheit, in der Bibliothek des Vatikans in Rom festzustellen, daß der altslawische Text eine wörtliche Übersetzung einer dort aufbewahrten Handschrift in aramäischer Sprache war.
Was die Menge der Mahlzeiten betrifft, ist dies endlich einmal eine Ernährungslehre, die meinem natürlichen Eßbedürfnis entspricht. Ich nehme bereits seit Ewigkeiten allerhöchstens zwei Mahlzeiten zu mir (mittags und abends), oft auch nur eine einzige, und muß mir dann von anderen immer sagen lassen, daß dies ungesund sei.
Die kleinen Mäuse liefen auf dem Fußboden, sie schleppten Nesseln zu ihren Füßen hin, um doch etwas zu helfen. Und die Drossel setzte sich an das Gitter des Fensters und sang die ganze Nacht so munter, wie sie konnte, damit Elisa nicht den Mut verlieren möchte.
(Die wilden Schwäne)
Im Büroraum nebenan sind mein Kollege K.F. ein mir unbekanner Mitarbeiter. Beide haben heute Geburtstag, na sowas. K.F. freut sich sehr, mich zu sehen und kommt in mein Zimmer herüber. Wir spielen ein Computerspiel, bei dem man mit etwas auf den Bildschirm werfen muß. Es erinnert an Dart.
Auf einem Spreewaldkahn ohne Bänke liege ich in einer Reihe mit anderen Leuten. Der Kahn ist so breit, daß man bequem mit der Körperlänge hineinpaßt und wir liegen aufgereiht wie die Heringe. Mein Platz ist direkt an einem Ende des Kahns. Wir haben Decken bekommen, da die Sonne zwar angenehm scheint, aber noch nicht viel Kraft hat. Anscheinend ist es Frühling. So können wir Gesicht und andere Körperteile von der Sonne bestrahlen lassen, uns aber auch in die Decken mummeln, wenn es zu kühl wird. Ich spüre am ganzen Körper, wie sich der Kahn von der Kaimauer löst und langsam auf das Wasser hinausgleitet. Ein sanftes beruhigendes Schaukeln zeigt an, daß wir frei auf dem Wasser fahren. Ein leises Plätschern begleitet die Fahrt. Es ist so schön, sich vom Wasser wiegen zu lassen und dabei das Gesicht in der Sonne zu wärmen! Die meiste Zeit habe ich die Augen geschlossen und gebe mich ganz der Wärme und dem angenehmen Schwanken hin, das ein Kribbeln in der Bauchmitte verursacht. Als ich kurz die Augen öffne, sehe ich den Kahnführer neben mir stehen. Es ist mein Physiotherapeut. Er hat sich umgedreht und schaut mich tadelnd an, während er sagt, daß die Tränenflut dieses Jahr den Fluß hat besonders hoch ansteigen lassen. Ja, hallo? Ist das vielleicht allein meine Schuld? Schließlich liegen hier noch genug andere. Und auch wenn ich irgendwann beteiligt war, hatte ich wohl allen Grund dazu. Vor Empörung kullern mir tatsächlich ein paar Tränen über die Wangen. So! Jetzt hat er es geschafft! Jetzt gibt es wirklich eine Überschwemmung!
Spätabends in meiner Wohnung. Ich bekomme kaum mit, daß es geklingelt hat und öffne deshalb nicht. Stattdessen bemerke ich, daß in der Wohnung unter mir Handwerker zugange sind. Ist wahrscheinlich ganz gut, daß ich nicht geöffnet habe, vielleicht wollten die in meine Wohnung. Das muß nicht sein. Aus irgendeinem Grund weiß ich, daß bei den Handwerkern mein Kumpel dabei ist. Ich verhalte mich jetzt mucksmäuschenstill, verlasse aber kurzzeitig das Wohnzimmer. Als ich wiederkomme, ist das gesamte Zimmer bis auf die Dielen und die schweren Schränke ausgeräumt. Die Handwerker waren darin und haben den mühsam ausgelegten Teppich aufgerollt und über die Schränke gelegt. Prima! Nun geht die ganze Arbeit von vorne los. Außerdem wurde von unten durch den Boden gebohrt und seltsame Leitungen ragen nun direkt mitten in das Zimmer hinein. Da kann man nichts mehr hinstellen und fällt außerdem noch drüber. Ich bin bedient. Eine Tür steht offen und mein Kumpel ist im Nebenzimmer dabei, etwas zu werkeln. Als er an der Tür vorbei kommt, sagt er laut: "Hallo, Susanne!" Ich schnappe ihn mir und beginne mit ihm zu verhandeln und über das Geschehene zu sprechen. Vielleicht verstehe ich dann, was das alles soll. Er sitzt mir gegenüber auf dem Fußboden und ein Kollege von ihm läßt uns allein mit der Bemerkung, daß wir uns ja kennen und das unter uns ausmachen sollen. Die Augen meines Kumpels funkeln seltsamerweise intensiv grün. Es ist auffallend und ich bin mir sicher, daß er diese Augenfarbe vorher nicht hatte. Zumindest kann ich mich nicht erinnern. Ich frage, wer den Teppich wieder auslegen und die Möbel richtig ins Zimmer stellen soll. Er versichert, daß er das mit seinen Kollegen machen würde. Für einen Moment fühle ich mich erleichert. Gut, wenigstens etwas. So kann ja doch noch alles gut werden. Aber kurz darauf setzt er hinzu, daß dies dann 8000 € kosten würde. Was??? Ich bin entsetzt. Die wollen 8000 € dafür, um die Sachen wieder reinzustellen, die sie selbst herausgeholt haben? Das kann doch nicht ihr Ernst sein? Aber mein Kumpel meint es anscheinend völlig ernst und ich bin nicht gewillt, geschweige in der Lage, 8000 € zu zahlen. Ich fühle mich hintergangen, ungerecht behandelt und bin so traurig, daß ich mich überhaupt nicht mehr aufregen kann. Jede Wut erstickt in der Trauer über die Hoffnungslosigkeit, zu meinem Recht zu kommen.
In einem späteren Traumfragment wohne ich mit drei oder vier Mädels zusammen in einer WG. Die Wohnung befindet sich in Prenzlauer Berg an einem Bahndamm und ist sehr ungewöhnlich geschnitten. Ich kann im gesamten Traum nicht herausbekommen, wieviele Zimmer sie eigentlich hat. Wir bekommen Besuch von drei oder vier Typen aus England, die sehen möchten, wie wir leben. Das sind allerdings so nervende Käuze, daß wir uns kurzerhand über den Bahndamm aus dem Staub machen. Dort fallen mir eigenartige Pflanzen auf. Sie tragen durchsichtige Früchte, die ein wenig wie Seifenblasen wirken, nur daß sie nicht bunt schillern, sondern transzendente Schatten der filigranen Pflanzenform in sich tragen. Gebannt versuche ich diese Früchte zu fotografieren.