Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Samstag, 3. April 2010

...

Im Reich deines Vorhers
werde nur ich sein.
Im Reich deines Nachhers
werde nur ich sein.
Deine Küsse sprechen,
dein Händedruck wärmt.
Zwischen irgendwo und nirgendwo
liegt ein Meridian des Wissens
und zwischen Morgen und Norden
die Unausprechlichkeit
allen inneren Lebens.

...

In deinen Schwanenfedern
nistet die Schwermut,
nährt sich von Wolfsmasken,
wächst an Rattenlisten,
und träumt von meinem
schwanensanften Todesbiß
bis die Biegung deines Halses
vor Erwartung schnee-erschauert,
flehend nach lustvollem Selbstverlust

Freitag, 2. April 2010

Traumsplitter

Ich bewohne nur noch ein einziges Zimmer, habe dafür darin aber einen riesigen Flat-TV.

Mit Dave Gahan unterwegs zu einer Disco, wo wir zu seinem eigenen Song tanzen, nämlich "Policy of truth". Sehr angenehmes warmes Gefühl von Zusammengehörigkeit.

Bemerkung: Scheint mal wieder Promitraumzeit zu sein.

Donnerstag, 1. April 2010

Gerade stelle ich fest,

daß die nächste Woche mal seit langem wieder eine Woche ohne Sport und ohne Physiotherapie ist. Richtig entspannt. Ich hätte überhaupt Lust, alles abzubrechen und einfach nirgends mehr hinzugehen. Gegen die langen Arbeitstage bringt es ja anscheinend nicht wirklich etwas außer noch mehr Streß.

Ach ja, und ich hasse die untere Ablage bei den Baumarkt-Wagen. Habe einen riesigen blauen Fleck am Schienbein, weil ich beim Schieben immer dagegen laufe.

Traumsplitter

Eine Spinne schleppt eine schimmernde Perle als Beute mit sich herum. Jemand fängt sie und nimmt ihr die Perle ab.

Vanilleeis mit Claudia Schiffer gegessen. Dabei festgestellt, daß die ja eigentlich super nett ist, obwohl ich vorher nicht so viel mit ihr anfangen konnte.

Mittwoch, 31. März 2010

In Wirklichkeit ist es anderherum

Nicht die Frau, der Mann (!) trennt sich vom Bewusstsein der Schöpfung, um zu seiner eigenen männlichen Individualität zu gelangen. Frauen erleben am eigenen Körper das Wirken der Schöpfung, durch ihre Gebärfähigkeit und den monatlichen Fruchtbarkeits- und Reinigungszyklus.
Folgerung: Es scheint so, als habe die christliche Kirche, die unser abendländisches Wertesystem nach wie vor prägt, dem männlichen Geschlecht eine gute Steilvorlage gegeben, mit der es die Geschichte so umschreiben kann, dass Adam zwar als Trottel, aber immerhin sauber da steht: "Ich war's nicht - sie war's!"...
Abgetrennt zu sein vom Bewusstsein der Schöpfung, treibt "Mann" in Rationalität und gewissenlose Wissenschaften. Angst vor Kontrollverlust und Untergang steigert seine Bereitschaft, das Recht der Selbstgerechten mit allen Mitteln durchzusetzen...
Nach außen hin wird ein Mann, der noch kein Mensch ist, versuchen, die verlorene Sinnhaltigkeit mit reger Betriebsamkeit und Anerkennung für Leistung, Outfit und Statussymbole auszugleichen. Sein Blick wird ständig an Frauen kleben, die es zu erobern gilt.

(aus "Die menschliche Matrix" von Michael Czaykowski)

Rattenplage

Diese zwei Mäuse, die ich in letzter Zeit häufiger gesehen habe, sind wohl doch eher Ratten, denn inzwischen sind sie bereits etwas größer geworden. Heute war das erste Mal eine dritte, sehr dunkle Ratte zusätzlich dabei. Sie hat mich derart durch ihre engstehenden Augen angesehen, daß ich sofort wußte - das ist eine Ratte. Wenn das so weiter geht, gibt es in Berlin sicher bald eine Rattenplage. Aber auch die menschlichen Ratten scheinen zur Zeit sehr stark vertreten zu sein. Jedenfalls fühle ich mich seit Wochen massiv bedroht, ohne daß ich das irgendwie genau festmachen könnte. Mir kommen ja auch immer wieder Zweifel, ob daß nicht nur alles Einbildung ist und ich einfach mal wieder eine leicht paranoide Phase habe. Oder aber, ich habe einen riesengroßen Sockenschuß, den ich nur bisher so geschickt verbergen konnte, daß ich noch nicht in einer Anstalt gelandet bin. Es ist schlimm, wenn man von Menschen, die man bisher schätzte und denen man vertraut hat, auf einmal das Gefühl hat, daß sie einem schaden wollen. Das letzte Mal, als ich mich so bedroht gefühlt habe, lief Neptun über meinen Deszendenten. Ich fühlte Dinge, subtile Beeinflussungen, die ich noch nicht einmal in Worten beschreiben kann und das Ganze endete im 11. September 2001. Ab diesem Datum wurde ich langsam wieder normal. Ich hoffe nicht, daß es diesmal erneut so verläuft. Man wird dann so überempfindlich, daß man selbst ein Lächeln mißdeutet. In solchen Phasen braucht man Menschen, denen man wirklich hundertprozentig vertrauen kann. Leider gibt es in dieser Verfassung davon nicht viele. Übrig bleiben letzten Endes immer nur noch eine, allerhöchstens zwei Personen, auf deren Loyalität man sich jederzeit verlassen kann.

Heute den ersten Bärlauch gekauft. Den ausgesäten Bärlauch auf dem Balkon kann ich wahrscheinlich vergessen.

Dienstag, 30. März 2010

Falls jemand

das vermißte schwarze Loch des heutigen Mini-Urknalls sucht - ich glaube, es breitet sich gerade in mir aus. Letztes Jahr um ca. diese Zeit habe ich mir noch drei Jahre gegeben. Inzwischen bin ich mir nicht sicher, ob ich tatsächlich die restlichen zwei Jahre erleben möchte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß irgendetwas wieder gut wird. Vielleicht zwischendurch etwas besser, nur damit es später weiter bergab geht. Wie sinnlos ist das eigentlich alles? Ich schleppe mich Tag für Tag neun bis zehn Stunden mit Schmerzen auf Arbeit herum, verbringe meine wenige Freizeit bei Physiotherapiesitzungen und Sport, ohne daß es wirklich auf Dauer etwas hilft, nur damit ich mich weiter auf der Arbeit herumschleppen darf, während mein Urlaub dafür drauf geht, die Wohnung zu putzen, falls ich denn mal dazu in der Lage bin. Vollkommen blödsinnig. Die Ärztin meinte zwar, daß es bekannt ist, daß bei meiner Krankheit die Schmerzen anfangs stärker sind als später, aber soll ich vielleicht warten bis ich Sechzig bin? Wer weiß, was dann ist. Vielleicht trage ich da schon meinen Kopf unter dem Arm. Ich bin jetzt jung (na ja, auch nicht mehr so ganz) und möchte jetzt leben, nicht mit Sechzig. Zwanzig Jahre auf Erleichterung warten ist nicht viel anders als in einem Pflegeheim auf den Tod zu warten.
Dann vielleicht doch besser der Notausstieg durch den Arzneischrank. Und ich hasse es, ständig mit dieser Fassade herumlaufen zu müssen, als sei alles in bester Ordnung und ich hätte alles unter Kontrolle, nur aus Rücksicht auf andere Leute, um diese nicht in peinliche und unangenehme Situationen zu bringen. Dabei kostet mich schon das tägliche Durchbeißen genug Kraft und eigentlich hänge ich ständig mit einem Bein im Wasser, jeweils proportional zur jeweiligen Tageskondition. Das Gemeine ist, daß sogar ein relativ geringer Dauerschmerz, an den man sich bereits gewöhnt zu haben glaubt, das eigene Wesen völlig verändert. Ich werde regelrecht weinerlich (eine Art ständiger PMS), genauso bei Fieber, und merke den Unterschied erst, wenn ich mal wieder einen guten Tag habe, weil ich mich dann über mich selbst wundere, zumal ich sonst immer sehr ausgeglichen gewesen bin. Deswegen verstehe ich es durchaus, wenn mich andere für wehleidig halten, falls ich mal doch nicht den schönen Schein aufrecht erhalten kann, zumal ich ja auch noch so gesund, jung und wie das blühende Leben aussehe, also überhaupt keinen Grund zum Heulen habe. Natürlich bin ich wehleidig, denn ich bin ein Löwe und nicht für das Kranksein gemacht, aber bevor irgendjemandem ein Urteil über meine Gemütsverfassung zusteht, sollte er erst einmal anderthalb Jahre in meinen Schuhen gelaufen sein, und zwar mit allem, was dazugehört.

Montag, 29. März 2010

Mein lieber Scholli,

ich habe noch nie eine Stunde erlebt, die so langsam vergangen ist, wie heute die Sportstunde. Diesmal war es aber auch wirklich hart. Nach einer halben Stunde habe ich schweißüberströmt heimlich auf die Uhr geschaut und einen Schock bekommen, weil ich dachte, eine Stunde müßte bereits fast vorbei sein. Nach einer weiteren Viertelstunde, die mir wie eine halbe Stunde vorkam, sah ich nochmals heimlich auf die Uhr und war wieder geschockt darüber, wie unendlich langsam die Zeit vergeht, wenn man gedrillt wird. Die Kursleiterin quittierte dies mit der spitzen Bemerkung: "Ich sehe das, wenn Sie heimlich auf die Uhr schauen." Noch nie hat sich eine Stunde so gezogen. Ich hätte geglaubt, es sind mindestens zwei. Was sagt mir das? Wenn mir die Zeit zu schnell vergeht, muß ich mich nur einem ordentlichem Drill unterziehen.
In der Nähe des Sportstudios ist so ein kleiner Kunstgewerbeladen, wo ich Windlichter im Jugendstil-Style gesehen habe, die mir richtig gut gefallen. Leider komme ich zum Sport dort immer erst vorbei, wenn das Geschäft bereits geschlossen ist. Extra dort vorbei zu fahren, habe ich nicht viel Lust. Jetzt überlege ich, ob ich die bei irgendjemanden noch als Ostergeschenk anbringen kann, hmm......Geburtstag würde ja eventuell auch reichen.

Sonntag, 28. März 2010

...

Die Kaiserin Wu war von der Frage gefesselt, wie wohl die wesenhafte Einheit der Dinge mit der scheinbaren Vielfalt des Lebens zu vereinbaren sei. Sie ersuchte Fa-tsang, dies auf einfache, praktische Weise zu veranschaulichen. Fa-tsang stellte in einem leeren Raum des Palasts acht Spiegel in den acht Richtungen der Windrose auf. Einen weiteren Spiegel legte er auf den Boden, und einen befestigte er an der Decke. In die Raummitte hängte er eine Kerze und bat die Kaiserin herein. Dann zündete er die Kerze an, und der Raum erstrahlte im Glanz der gespiegelten Lichter. Die Schönheit des Anblicks erfüllte die Kaiserin mit ehrfürchtigem Staunen. "Seht ihr, Majestät", sagte Fa-tsang, "das ist das Eine und die Vielen."
(aus "Weisheit des Zen" von Timothy Freke)

...

Die Lichtbilder deiner Seele kenne ich.
Ich werde dich lieben wie ein Mann,
deine Schwanendemut mit Dornen begatten,
Rosen säen in deine Wunden
und in die Alabasterbrunnen steigen
aus denen die Verletzlichkeit rinnt.
In ihnen bauen Ratten ihre Nester -
ich bedecke sie mit Küssen
bis sie mir taumelnd folgen,
der Rattenfängerin deiner Sehnsucht.
Doch heilen möchte ich dich nicht.

Traumsplitter

Übriggeblieben:

Die Note 1 in Musik bei einem Lehrer namens Bach.

Samstag, 27. März 2010

Der Chamäleon-Schal

Irgendwo in einem Kaufhaus, wo ich einen Pullover und einen Schal im Hippiestyle entdecke, die mir gefallen. Nur leider hat der Pullover eine grüne Farbe, der Schal ist aber hellblau. Paßt nicht so wirklich zusammen. Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, beides miteinander anzuprobieren, worüber eine Bekannte, die mit dabei ist, den Kopf schüttelt. Doch als ich beides angelegt habe, zeigt sie plötzlich erstaunt auf den Schal. Ich schaue an mir herunter und bemerke, daß er seine Farbe in Grün geändert hat. Herrjeh, der Schal ändert selbständig seine Farbe! Na sowas! Jetzt betrachte ich mich etwas genauer in einem Spiegel. Meine Haare sind sehr blond, blonder als sonst, und ich befürchte im ersten Moment, daß die beiden unterschiedlichen, aber zueinander passenden Grüntöne mich zu blaß machen, doch was ich im Spiegel sehe, gefällt mir. Es scheinen die richtigen Grüntöne zu sein.

Die ungesunden Faktoren des Schweinefleisches

Schweinefleisch hat einen sehr hohen Fettgehalt. Auch mageres Schweinefleisch enthält sehr viel Fett, weil das Fett intrazellulär in den Fleischzellen sitzt. Dies ist bei anderen Fleischsorten so nicht der Fall.


Schweinefleisch hat einen extrem hohen Cholesteringehalt und verstärkt so die Arteriosklerose in den Gefäßen.


Das Eiweiß des Schweinefleisches neigt aufgrund seiner Struktur sehr stark zur Verwesung (Fäulnis). Diese Fäulnisprodukte sind toxisch und belasten Lymphe, Blut, Leber usw.


Die Eiweißstruktur des Schweinefleisches ist der des menschlichen Körpers sehr ähnlich. Deshalb erkennt das Abwehrsystem die Eiweißstrukturen nicht als giftig und lässt sie in den Körper eindringen, wo sie dann schädlich wirken.


Schweinefleisch schwächt das Bindegewebe und führt zu Wassereinlagerungen und dem Aufquellen des Gewebes. Bei manchen Menschen kann man diese Problemzonen an Oberschenkel und Gesäß deutlich erkennen.


Die Schleimsubstanzen des Schweinefleisches lagern sich in Sehnen und Bänder ein und schwächen so deren Widerstandsfähigkeit. Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis und Bandscheibenschäden werden so extrem begünstigt.


Schweinefleisch ist reich an Wachstumshormonen und verstärkt so das Körperwachstum bis zur Pubertät. Nach der Pubertät wirken die Wachstumshormone weiterhin auf die Zellen und fördern so Entzündungen, Gewebsauftreibungen und das Wachstum von Krebszellen.


Schweinefleisch hat die höchste Histaminkonzentration aller Fleischsorten. Histamin ist Auslöser von allergischen Reaktionen. Deshalb verschlimmert Schweinefleisch alle allergischen Hautausschläge wie Nesselsucht und Neurodermitis sowie Heuschnupfen und Asthma. Weiterhin verstärkt es deshalb Entzündungen, Abszesse, Furunkel, Darmentzündungen und Ausfluß bei Frauen. Histamin ist ein Stresshormon, deshalb führt Schweinefleisch zu einer geringeren Stressbelastbarkeit des Körpers.


Die Gifte des Schweinefleisches belasten das Nervensystem.


Schweinefleisch ist das Nahrungsmittel Nr.1, das die Lymphbahnen am meisten belastet und somit das größte Hemmnis bei jeder Entgiftung des Körpers.


Jetzt weiß ich, warum ich so groß bin. Als Kind habe ich zu gerne Schnitzel gegessen.

Freitag, 26. März 2010

21 Grad,

der erste Mariechenkäfer, reger Blaumeisenverkehr auf dem Balkon, Grillduft im Hof und ein erster grüner Trieb im Balkonkasten. Ich kann jedoch noch nicht identifizieren, was das ist. Wie der ausgesäte Bärlauch sieht es nicht aus. Ich befürchte, der Bärlauch wird nicht hochkommen. Dabei habe ich mich auf frisches Vollkornbrot mit selbstgeerntetem Bärlauch gefreut.
Herr N. sah heute aus, als hätte er eine auf die Nase bekommen. Als ich ihn fragte, antwortete er erst, die alte Hexe hätte abends hinter der Tür gelauert, um ihm mit einer Latte eins auf die Rübe zu geben, aber dann erzählte er, daß er im Halbschlaf sich an einem Regal gestoßen hätte, von dem er nicht mehr wußte, daß es sich an dieser Stelle befindet. Nun kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß bei Herrn N. irgendetwas einfach nur so herumsteht und er nicht mehr weiß, wo sich etwas befindet.

Telepathische Erkrankung (Sonne tr Opposition Pluto r - roter Jaspis)

Auf einem Parkplatz sitze ich in meinem Wagen, als ein schwarzhaariger junger Mann in schwarzer Jacke interessiert meine Autoantenne begutachtet. Er ist anscheinend einer, der schnorrt und/oder klaut während er auf der Straße lebt. Scherzhaft frage ich ihn, ob er meine Autoantenne stehlen will, aber er winkt ab und meint, die sei nichts wert. Dann öffnet er ohne zu fragen die Wagentür und setzt sich auf den Beifahrersitz. Seltsamerweise stört mich das gar nicht. Ich krame in meiner Geldbörse, weil ich ihm ein Zwei-Euro-Stück in die Hand drücken will, stelle aber verwundert fest, daß ich anscheinend mir unbekannte Geldmünzen darin habe, da auf ihnen überall eine Fünf steht. Sie sind neu und glänzend. Ich kann mich aber nicht erinnern, daß es Fünf-Euro-Stücke gibt. Schließlich finde ich einen Fünf-Euro-Schein, den ich ihm stattdessen gebe, damit er sich etwas zu essen kauft. Einige Zeit später befinden wir uns beide in meiner Wohnung. Er legt sich ungebeten und uneingeladen in mein Bett, aber auch hier stört es mich genau so wenig, wie vorher der Einstieg ins Auto. Ich ziehe mich bis auf den Slip aus und gehe ins Bett wie immer, wenn ich schlafen will. Dabei wende ich ihm mit aufgestützen Kopf den Rücken zu, als würde ich noch etwas lesen. Plötzlich spüre ich, wie er mit seinen Fingerspitzen ganz sanft und liebevoll die Linie meiner Schulter und des Rückens nachzeichnet. Wow! Was für ein Gefühl! Das hat schon seit Ewigkeiten niemand bei mir gemacht. Ein wenig erscheint es mir wie ein vorgezogenes Nachspiel. Ist das nicht etwas, das man eher nach dem sexuellen Akt macht? Er zieht weiter hauchzart mit seinen Fingerspitzen Kreise auf meiner Schulter, das Schulterblatt hinunter, diesmal mit allen gleichzeitig, die Flanke entlang. Ich halte fast die Luft an und genieße diese unerwartete Zärtlichkeit. Irgendwann zieht er mich so über sich hinüber, daß ich mit meiner Pussy auf seinem Gesicht zu sitzen komme. Durch den Slip hindurch beginnt er an ihr zu knabbern. Doch auf einmal springt er auf und holt einen kleinen dornigen Strauch in einem Blumentopf, an dem weiße Samenkapseln hängen. Er pflückt diese mit den Händen ab und streut sie über meinen Bauch. Dies verwundert mich. Was tut er da eigentlich? Schließlich platzt aus ihm heraus, er hätte in meiner Wohnung Hinweise gefunden, daß ich eine Dämonin sei. Er zeigt dabei auf ein homöopathisches Medikament, welches in einem Regalfach liegt, mit Namen "Omnivida". Dieses sei ebenfalls der Name einer Dämonin und das bedeutet, daß ich diese bin. Die Samenkapseln streue er zur Abwehr. Ich bin vollkommen erstaunt über so viel Aberglauben.

In der nächsten Traumsequenz sitze ich auf meinem Bett und beobachte durch die Balkontür den Nistkasten auf meinem Balkon. Ein kleine Meise schaut heraus und fliegt plötzlich im Sturzflug direkt in das Zimmer hinein und auf mich zu. Ich muß sofort den Kopf einziehen. Sie landet auf meinem Bett, wo sie wie ein kleines gelbes Osterkücken aussieht. Und gleich kommt die zweite Meise hinterher aus dem Nistkasten geflattert. Auch jetzt muß ich den Kopf einziehen. Warum fliegen die alle in mein Zimmer? Geht das jetzt so weiter? Mir wird bewußt, daß dies ein Traum ist. Im Wachzustand würde das nicht passieren.

Im Haus einer beruflich selbständigen, sehr unabhängigen Frau. Sie führt irgendein Geschäft und betätigt sich in der Freizeit als Malerin. Ihre Bilder zeigen vor allem halb nackte Frauen in Dessous und erinnern mich an den Jugendstil, doch gefallen mir nicht besonders. Zur Zeit ist das Fernsehen bei ihr, da eine Doku gedreht wird. Leider erkrankt sie währenddessen und jetzt ist es, als würde ich in ihre Haut geschlüpft sein, denn ich liege an ihrer statt auf dem Krankenbett in einer Kammer, die an den Wintergarten meiner Eltern erinnert. Eine Pflegerin tritt heran und reicht mir einen Geschäftsbericht mit den Worten, daß ich ziemlich viel Gewinn gemacht hätte. Ich betrachte die Zahlen und muß ihr Recht geben. Gut zu wissen, daß es von alleine läuft, auch wenn ich krank bin. Noch immer im Haus der Frau wird ein krankes Kind begutachtet, wohl das der Geschäftsfrau, und dabei ein Fragebogen ausgefüllt. Auf ihm steht als Anmerkung die Frage "Ist er telepathisch erkrankt?" Eine Frau, die eine Hexe sein soll, gibt ihren Senf dazu und nickt. Mit dieser Frage im Kopf erwache ich.

Bemerkung: Omnivida (ganzes[lt]-Leben[sp]) sollte man tatsächlich nur in homöopathischen Dosen genießen. Dazu fällt mir auch Lilith ein, die im Radix auf meiner Sonne steht.

Donnerstag, 25. März 2010

Live aus der Anstalt

Das Grauen hielt uns auch heute in Atem. Meiner Knoblauchzehe setzte Herr N. noch ein Kruzifix hinzu. Immerhin half es soweit, daß wir trotzdem den ganzen Tag herzhaft lachten. Als die alte Hexe mal kurz durch unseren Raum fegte, sagte Herr N. hinterher, ihr Arsch darf reinkommen, aber das Gesicht soll draußen bleiben. Das Gesicht wird wohl noch eine ganze Weile waffenscheinpflichtig bleiben, da wir erfahren haben, daß unser dritthöchster Chef für einige Wochen, während diese im Krankenhaus ist, in das Zimmer unserer zweithöchsten Chefin zieht, der unmittelbaren Vorgesetzten unserer Teamleiterin. Diese ist dadurch in höchster Aufregung und traut sich am Montag, zu ihrem Geburtstag nicht, ein Frühstück zu machen, sondern hat dieses in die Mittagszeit verlegt. Außerdem schaute sie abends noch einmal ins Zimmer und ermahnte uns, wir sollten uns doch möglichst bemühen, ab Montag nicht nach 9 Uhr zu kommen, als würden wir ständig zu spät kommen. Herr N. meinte daraufhin, er dachte, sie würde gleich noch sagen, wir sollen uns ordentlich anziehen, so lange unser Oberguru im Gang haust. Je länger ich in der Verwaltung arbeite, um so mehr komme ich mir vor wie im Kindergarten. Das übersteht man wirklich nur mit Humor.

2010

wird das beste finanzielle Jahr überhaupt. Der Erbanteil zweier Konten meines Vaters ist ja bereits in Höhe eines fünfstelligen Betrages auf mein Konto eingegangen. Der Erbanteil in ungefähr derselben Höhe aus dem dritten Konto wird irgendwann im Oktober kommen, und zufällig habe ich festgestellt, daß in diesem Jahr auch die Kapital-Lebensversicherung fällig wird, ebenfalls ein fünfstelliger Betrag. Paradox dabei ist, daß ich gerade an Geld das geringste Interesse habe, zumindest, wenn es sich nicht um sechs- oder siebenstellige Summen handelt. Denn erst ab dieser Höhe ändert Geld Leben, während es vorher nur beruhigend wirkt. In allen anderen Bereichen knausert Fortuna eher.
Wenigstens ist heute mein ausgeheckter Plan genauso aufgegangen, wie ich es erwartet habe. Nur weiß ich nicht wirklich sicher, ob dies nur meiner Einbildungskraft oder dem Zufall zu danken ist, da der Plan auf einer ganz bestimmten Annahme beruhte, aber das Ergebnis ist genau das, was ich wollte. Sehr zufriedenstellender Tag.
Als ich morgens ins Büro kam, saßen auf dem Flur der Sonnenblumenhausmeister und einer seiner Kollegen bei einer Tasse Kaffee. "Was ist denn hier los?" fragte ich. "Gemütliches Kaffeetrinken? Ihr könnt es gut haben." Doch auch ich hatte Pause und wurde von der alten Hexe verschont, bis auf das eine Mal, als sie mir ihren Frust über Herrn N. hautnah aufs Auge drückte.