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Freitag, 16. April 2010

Als Kind

wurde ich zweimal von Erzieherinnen geschlagen. Allerdings hat keine von ihnen verlangt, daß ich ihr die Hand küsse. Diese Forderung dürfen wohl nur Bischöfe stellen. Glück gehabt.

Das Thema ist zur Zeit in aller Munde, wie ich auch heute im Bus feststellen durfte bei einem weiteren belauschten Gespräch zwischen zwei Kindern. Ein Junge und ein Mädchen, beide ca. 8-9 Jahre, unterhalten sich über schlagende Großeltern einer Freundin.
"Seltsam" meint das Mädchen, "wo bei anderen Kindern die Großeltern doch immer als so lieb beschrieben werden."
Der Junge fragt interessiert: "Wurdest du schon einmal geschlagen?"
Das Mädchen antwortet: "Nein! Und ich würde es sofort jemandem sagen, wenn es jemand tun würde!" Dann lenkt sie ein, und erzählt zwei Erlebnisse mit ihren Eltern. Einmal habe sie einen Wagen völlig dreckig gemacht und ist dafür von ihrem Vater geschlagen worden. Der habe sich aber hinterher sofort entschuldigt. Und einmal habe sie ihre Mutter aus Spaß so doll erschreckt, daß diese ihr eine runtergehauen hat. Danach war die Mutter total traurig darüber.
Der Junge entgegnet, daß sowas immer mal vorkommen kann, wie auch Anschreien usw. Wissend resümiert er: "Eltern MÜSSEN einfach manchmal schreien." Beide sind sich darin einig.

Am nächsten Montag

habe ich vorerst die letzte Physiotherapiesitzung und das ist schade, zum einen deshalb, weil ich Physiotherapie lieber gerne vorbeugend hätte als erst dann, wenn ich mich schon nicht mehr bewegen kann - aber sowas ist im jetzigen Gesundheitssystem ja nicht vorgesehen -, (es außerdem gerade wieder sehr notwendig ist) und zum anderen waren die letzten Sitzungen doch ziemlich interessant, da mein Physiotherapeut neuerdings enorm viele private und persönliche Dinge über sich, und besonders über seine Freundin ausplaudert. Eigentlich finde ich das seltsam, da ich ihn weder dazu ermuntert, noch sonst einen Anstoß dazu gegeben habe, und normalerweise nicht vor hatte, so persönlich zu werden, - ich halte mich da meist lieber zurück -, aber andererseits ist es auch sehr schmeichelhaft. Allerdings glaube ich ihm sowieso nur die Hälfte von dem, was er erzählt, da er ebenfalls einer von der Sorte ist, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Anscheinend sucht er Anschluß oder aber, ich habe irgendetwas an mir, daß er mir seine Lebensgeschichte erzählen möchte. Nun gut, wenn er denn dieses starke Mitteilungsbedürfnis hat, soll es mir recht sein, und es ist mir bei ihm ziemlich egal, was er meint mir an Storys auftischen zu müssen. Schließlich kann man nie genug Stoff für einen neuen Roman sammeln, zumal mir seine Freundin ein bißchen leid tut und mich schon interessiert, was sie so über ihn denkt und ob es sich mit meinen Beobachtungen deckt. Das werde ich aber wohl leider nicht herausbekommen.
Gespannt bin ich auch, ob ihm wohl bei der letzten Behandlung nochmal sein Massagegriff vom Februar einfällt, mit dem ich zumindest vier Tage schmerzfrei war. Wenn ich ihm den Griff zeige, tut er immer so, als hätte er noch nie etwas davon gesehen oder gehört und stellt sich an, als würde er ihn das erste Mal ausführen - schön umständlich und langsam. Natürlich nehme ich ihm das nicht ab, denn er hat die Griffe ja gelernt und müßte wissen, welchen ich meine. Irgendwie ist es ja süß, wie er so bemüht und heiß er darauf ist, mich wiederzusehen und mir seine Lebensgeschichte zu erzählen.

Der Doktor (Arsenicum album C30)

Während ich auf meinem Bett in einem Buch lese, erlebe ich das im Buch beschriebene Geschehen im Traum mit. Das Buch selbst ist ziemlich alt, mit Fraktur-Schrift gedruckt und erinnert vom abgegriffenen hellblauen Einband her an das "Engel-Buch" aus der Bibliothek meines Vaters. Ich bin sehr gefesselt von der Geschichte und stelle resümierend fest, daß mir anscheinend altertümliche Storys mehr gefallen als die moderne Literatur. Was soll ich nun davon halten? Jetzt bin ich - entsprechend der Geschichte - ein kleines Mädchen, noch immer im Bett liegend, aber durch Vorhänge vom Rest des Zimmers abgetrennt, so daß man mich nicht gleich sehen kann. Ich höre, daß jemand zur Tür hereinkommt, ein Mann, und fürchte mich. Hoffentlich findet er mich nicht hinter den Vorhängen. Ich kauere mich ganz still zusammen und gebe keinen Mucks von mir. Doch da zieht er diese bereits zur Seite und sagt zu jemandem im Zimmer, vielleicht meiner Mutter: "Ah, und hier schläft wohl das Kind?" Dann setzt er sich zu mir auf das Bett und zieht eine Dose mit Medikamenten hervor. Anscheinend ist er Doktor, so ein historischer Hausarzt, der die Leute in ihren Wohnungen aufsucht. Er reicht mir ein kleines Schnapsglas einer durchsichtigen Flüssigkeit, wahrscheinlich Medizin, und ich schlucke sie brav. Sie schmeckt nach gar nichts, aber trotzdem schüttel ich mich. Und während allem bleibt immer ein unterschwelliges Gefühl der Gefahr präsent, ein Gefühl, daß der Doktor es nicht nur gut mit mir meint.

Mittwoch, 14. April 2010

Belauschtes Gespräch

Eine Mutter mit drei Kindern in der Straßenbahn. Eines davon äußert irgendetwas über goldene Zähne. Die Mutter irritiert - Wie? Was? Goldene Zähne? Dann klärt sich auf, das Kind meinte gelbe Zähne. "Ja", sagt die Mutter, "so fängt es an. Mit gelben Zähnen."
"Was denn?" fragt das Kind.
"So fängt es an und mit dem Zahnarzt geht es weiter. Der kommt mit einem großen Bohrer."
"Und...und wenn der Bohrer nicht hilft?"
"Tja, dann kommt er mit der Zange, wenn der Bohrer nichts mehr hilft. Das ist natürlich beides großes Aua. Zähneputzen dagegen tut nicht weh."
Die Kinder kichern.
Die Mutter: "Ich glaube, wir machen nächsten Montag einen Familienausflug."
Die Kinder im Chor: "Wooohiihin?"
"Zum Zahnarzt!"
Zwei Kinder: "Neeeiiiiin!"
Das Dritte: "Jaaaaaaaaa!"

Traumsplitter

Eine Frau überrascht mich mit der Mitteilung, daß sie mir noch Geld schulde, sogar einen ziemlichen Batzen (dreistellige Summe), und mir dieses nun zurückzahlen möchte. Seltsam, daß ich mich daran nicht erinnere. Gleichzeitig schulde ich ihr ebenfalls noch 50 EUR, was aber nur ein Bruchteil dessen ist, den ich von ihr zu bekommen habe. Die 50 EUR verrechnet sie und schreibt mir eine Art Scheck auf einem Zettel aus. Mit diesem Zettel soll ich zum Hauptbahnhof gehen, um mir das Geld abzuholen. Hauptbahnhof? Das ist aber merkwürdig. Bekommt man da auch Geld? Aber gut, wenn sie es sagt, wird es wohl so sein. Ich schlängele mich an einen Schalter mit einem korpulenten Schalterbeamten, der an den neuen Physiotherapie-Kollegen meines Physiotherapeuten erinnert, und reiche ihm den Zettel. Der schüttelt genervt den Kopf und sagt, ich müsse zur Post. Klar, Post hört sich gleich viel besser an. Ein wenig ist es mir peinlich, ihr das mit dem Hauptbahnhof geglaubt zu haben. Jetzt müßte ich nur noch die Post finden. Der Schalterbeamte hat mir einen Hinweis gegeben: Neben (?). Doch statt bei der Post lande ich in einem Kistenlager von Asiatinnen, wo ich irgendetwas gegen neue Schuhe und Strümpfe eintauschen möchte.

Ein olfaktorischer Überfall

ereilte mich heute mittag, natürlich außerhalb der Sprechstunde, als ein Klient meines Kollegen vor der Tür stand, ein Wagenburgbewohner. Vor Dreck starrend hat man von ihm kaum noch das Gesicht oder die Hände gesehen, alles schwarz, aber der Geruch war besonders übelkeiterregend. Auf den ersten Blick sah er außerdem nicht ungefährlich aus, zumal ich mit psychisch Kranken ja schon so einige Erfahrungen habe, nachdem ich aber etwas dominanter wurde, war er ziemlich zahm. So nötigte ich ihn dann auch nach einigen vergeblichen Versuchen schließlich energisch, sich auf den Besucherstuhl zu setzen, der glücklicherweise zwei Meter von mir entfernt steht, weil er ansonsten ständig neben mir herumgezappelt hätte. Das hätte ich wahrscheinlich nicht überlebt. Er wollte neue Einrichtung beantragen. Erst nur Farbe, Dämmwolle und Holzplatten, dann eine neue Couch und Sessel, und ach ja, einen Herd bräuchte er auch, da er bisher nur über Lagerfeuer gekocht hat, und sein Fernseher funktioniert eigentlich ebenfalls nicht mehr so richtig. Die Wände des Wagens seien verschimmelt, da er im Winter nicht immer dort gewesen sei. (Wahrscheinlich auf Platte - und für die, die es nicht glauben: Er MöCHTE da wohnen. Hilfsangebote für Wohnungen hat er stets ausgeschlagen.) Während ich das alles aufnahm, unterhielt ich mich mit ihm wie mit einem Kind, weil er fasziniert mein Schreiben beobachtete und fragte: "Ui, Sie können aber schnell auf dem Computer schreiben. Da komme ich ja kaum mit dem Gucken hinterher. Muß man das können?"
Ich: "Ja, wenn man hier arbeiten will, muß man das können." Er: "Haben Sie das gelernt?"
Ich: "Nein, gelernt nicht. Ich schreibe ja nicht mit zehn Fingern, sondern nur mit zwei."
Er: "Aber trotzdem sehr schnell, ui,ui." Er entdeckte eine Akte von jemandem, der "Knoblauch" heißt: "Ui, hier hat jemand zuviel Knoblauch gegessen, hi, hi."
Ich glaube, ich habe wirklich in meinem Leben noch nie so schnell geschrieben, denn ich wollte ihn so bald wie möglich wieder aus dem Zimmer kriegen. Danach habe ich zwei Stunden lang gelüftet, aber gänzlich ist der Gestank irgendwie nicht mehr zu entfernen.
Da weiß ich doch wieder, woher ich komme - also beruflich -, die Abhärtung durch die Jahre bei den Obdachlosen hat bereits ganz schön nachgelassen. Eigentlich wäre mal wieder ein Extrem-Training fällig, (oder lieber doch nicht).

Dienstag, 13. April 2010

...

Dein Jadelächeln überwindet leere Räume,
die als Sturmfang noch wir vor uns tragen.
Deine Bärentatzen graben Höhlen in mein Haar,
zärtliches Begräbnis der letzten Kälte.
Ahnst nichts von den geheimen Tunneln,
durch welche ich flüchte vor dir und
den unbemerkten Brüchen, die deine
Unbekümmertheit in mein Vertrauen schlägt.
"Ich spiele nie!" möchte ich sagen,
während du bereits alles auf eine Lügenkarte setzt.

Sonntag, 11. April 2010

Auf

manipulative Menschen, die meinen, mich mit blödsinnigen oder kindischen Taktiken dahin bringen zu können, wohin sie mich wollen, reagiere ich meist mit dem Gegenteil - totale Ignoranz. Wenn ich jedoch nicht vollständig ignoriere, dann allein deshalb, weil ich fest daran glaube, daß es noch eine erwachsenere und verantwortlichere Form des Miteinanders gibt - zumindest hoffe ich es.

Edit: Da es einige Leser und Blogger gab, die sich von diesem Eintrag angesprochen gefühlt haben (warum auch immer), kann ich hiermit verraten, das das Bloggen und alles was damit zusammen hängt, für mich zur Zeit das Nebensächlichste überhaupt ist und deshalb in meinem Kopf auch keinen Raum einnimmt, um mir irgendwelche Gedanken über irgendetwas, sei es nun Blogs, Blogger oder Äußerungen zu machen. Ich schreibe, und gut ist. Ich habe andere Sorgen, und mein Kopf ist gerade mit anderem beschäftigt, wovon es ebenfalls im Real Life mehr als genug gibt, auch wenn dies für einige Blogger vielleicht unvorstellbar ist. Dies nur noch einmal für den Fall, daß das bisher aus meinem Blog nicht hervorging.

Manchmal

bin ich ein bodenloser Brunnen angefüllt mit Liebe. Dann fühlt es sich so an, als könne sie für die ganze Welt reichen. Natürlich ist das Illusion, aber ich stelle immer wieder fest, daß sich einige Illusionen oder was man dafür hält, oft viel wahrhaftiger geben als ihr Gegenteil. Manchmal ist das, was man als Liebe empfindet, aber auch die unbewußte zweite Chance, nachdem man bei einem ähnlichen Menschen vermeintlich versagt hat. Dabei weiß ich doch, daß sich jeder Mensch nur selbst erlösen kann. Die Liebe gibt allein einen äußeren Anstoß dazu, der bei fehlendem Reflexionswillen wenig ausrichten wird. Es ist schwer zu akzeptieren, daß das Leben kein Märchen ist, in welchem das Gute, bzw. die Liebe eines anderen immer den bösen Zauber bricht. Eigentlich frage ich mich, warum solche Märchen überhaupt erzählt werden. Irgendwann stellt man nämlich fest, daß man den Schmerz eines anderen nur begleiten, aber nicht lindern kann. Dann trifft man einen zweiten Menschen, der an den ersten erinnert, und sofort ist alles wieder da, ohne daß man meist überhaupt wirklich versteht, warum man sich angezogen fühlt. Nein, ich kann dich nicht heilen. Deine Schwäche ist meine Verwundbarkeit und du scheinst sie zu wittern wie der Jagdhund das Reh. Du jagst danach, weil du dich durch mich besser fühlst, ohne daß du überhaupt verstehst, wieso das so ist. Du meinst nicht mich, siehst mich nicht, du meinst allein das, was dir Bestätigung gibt. Doch das Gefühl, das dir meine Gesellschaft schenkt, wird dir nicht helfen, und ich verliere mich selbst dabei in dem Wunsch, dich glücklich zu sehen. Du benutzt mich als dein Glücks-Maskottchen, brauchst mich, doch mehr interessiert dich nicht. Ich bin gar nicht mehr da.

Freitag, 9. April 2010

Ich mag ja

besonders die Karten des Visconti-Tarots und habe heute auch eine Seite gefunden, die das Visconti-Tarot zum Verschieben anbietet. Die Karten sind pur mit ihrem Goldschnitt natürlich schöner, aber egal. Auf der Seite sehr interessant sind die ausführlichen Texte zur Persönlichkeits- und Wesenskarte. Nicht nur bei mir, auch bei anderen getesteten Personen konnte ich erstaunlich passende Aussagen feststellen.

Persönlichkeits- und Wesens-Karte: IX - Der Eremit

[Stimmen Wesens- und Persönlichkeits-Karte überein, so stehen Selbstempfinden und äußeres Wirken eines Menschen miteinander im Einklang.]

Karmaerfüllung durch Dienen. Nach innen schauen. Der Sucher.

Der Eremit steht für Innenschau, Einsamkeit, persönliche Integrität und Klugheit. Diese Karte ist dem Sternbild Jungfrau und der Ernte zugeordnet. (Einige Kartenspiele zeigen das Weizensymbol direkt auf dieser Karte. In anderen hält der Eremit eine Ähre.) Bei der Ernte wird der größte Teil des reifen Getreides geopfert, um zu Brot zu werden, das ernährt. Im Frühjahr, nach einer Ruhephase unter der Erde, sprießt aus den restlichen gesäten Getreidesamen neues Leben. So zeigt der Eremit als Wesenskarte, wie wir mit unserem Wissen, das reift und geerntet wird, anderen dienen können. Die Metapher zeigt aber auch, dass alles nach Phasen der Innenschau zu neuem Leben gelangt.
Sie brauchen Zeit für sich und müssen dabei allein sein. Für sich haben Sie erkannt, dass Sie Probleme allein durchstehen und Entscheidungen allein treffen müssen. Dennoch sind Sie bereit, anderen dabei zu helfen. Zu einem gewissen Grade fühlen Sie sich immer isoliert. Aber Sie besitzen eine innere Kraft, die Sie aus Ihren einsamen Begegnungen mit dem Unbekannten schöpfen.
»Den Weg zu weisen« ist charakteristisch für Sie, und vielleicht werden Sie am Ende ein Lehrer oder ein Leitbild für andere sein. Die anderen wissen, dass Sie diskret sind und kommen deshalb gerne mit ihren Problemen zu Ihnen. Sie wissen Geheimnisse für sich zu behalten und werden dies Vertrauen nicht missbrauchen. Durch Ihre Einsicht lernen auch andere in sich selbst zu schauen. Dabei lehren Sie am besten, indem Sie das leben, was Sie glauben. Sie sind ein Perfektionist und erwarten auch von anderen, dass sie zu gleichen Höhen streben. Das macht es schwer, mit Ihnen zu leben und trägt zu Ihrer Isolation bei.
Sie haben Vorbilder und lernen aus deren Handlungen. Nicht, was diese sagen zählt, sondern nur, was Sie tun. Sie stehen zu dem, was Sie glauben und vertrauen dabei auf Weisheit, die der Erfahrung entspringt und die Probe der Zeit schon bestanden hat. Daraus kann Ihnen ein Problem erwachsen. Sie weigern sich, Risiken zu tragen oder Neues anzunehmen. Vor allem sind Sie übervorsichtig. Sie müssen immer genau wissen, wohin Ihr Weg Sie führt. Bei Veränderungen werden Sie spröde. Sie müssen die Dinge auf Ihre eigene Art erledigen.
Ihre Klugheit lässt Sie bei unbewiesenen Lösungen zaudern. Zu ikonoklastisches Verhalten ist Ihnen verdächtig. Sie mögen nicht auffallen. Wahrscheinlich folgen Sie sozialen Regeln und Verhaltensmustern nur, um nirgendwo anzuecken. Das ebnet Ihren Weg. Sie sind sogar eher unkonventionell, da Sie eigenständig denken. Doch sind Sie auch dies eher für sich und ziehen es vor, vorsichtig zu handeln.
Ihre gesellschaftliche Unvoreingenommenheit und Objektivität lässt Sie den humanitären Dienst suchen. Dabei setzen Sie Ihre hohen Ideale zum Wohle aller ein. Nur in einer solchen Aufgabe kann der Eremit seine volle Erfüllung finden. Sie können nicht nur für sich selbst arbeiten, sondern müssen sich zum Nutzen der Menschheit einsetzen.
Eremiten reisen gern, tun dies aber gewöhnlich allein. Doch hinter Ihrem Wunsch nach Einsamkeit und Klarheit verbirgt sich ein übersteigertes Bedürfnis nach Liebe, Anerkennung. Da Sie dies Bedürfnis nur selten ausdrücken, müssen Sie vorgeben, emotional selbstgenügsam zu sein und dabei diejenigen zurückweisen, die versuchen, sich Ihnen zu nähern. (Damit testen Sie, ob sie es wirklich ernst meinen).
Sie haben die Gabe, als Medium zu fungieren, und seherische Fähigkeiten. Das ist sehr wichtig bei Ihrer Suche nach innerem Verständnis. Doch nach außen mögen Sie lieber logisch und faktenorientiert erscheinen. Sie sind stolz auf Ihre analytischen Problemlösungen. Dabei handelt es sich um eine gut entwickelte, wenn eventuell auch unbewusste Täuschung, mit der Sie zu verdecken suchen, dass Sie instinktiv fast jede Situation richtig einschätzen können. Obwohl Ihnen Ihre Intuition unerklärbar ist, beginnen Sie doch mit der Zeit ihr zu vertrauen.
Als letzte einstellige Zahl, steht die 9 für Vervollständigung. Das bedeutet, dass Eremiten in der Regel versuchen, in Ihrem Leben etwas abzuschließen. Sie haben die Weisheit vieler Inkarnationen. Das kann sich an leicht erlernten Talenten und Fertigkeiten bemerkbar machen. Sie haben keine Probleme, bestimmte Konzepte zu durchschauen. Als Kind waren Sie wahrscheinlich immer Ihrem Alter voraus. Schon früh mussten Sie Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Ungeduldig drangen Sie darauf Ihren eigenen Weg zu gehen. Sie sind in dieser Welt, um Ihr Wissen weiterzugeben. Dann können Sie sich, frei von alten Verpflichtungen, Ihrer eigenen Entwicklung widmen.

Aus diesem Grund haben viele Eremiten ein Sendungsbewusstsein und schlagen schon früh im Leben eine bestimmte Richtung ein. Auf dieses Ziel richten Sie ihre kreative Energie. Besonders ausgeprägt ist Ihr Sinn für Synthese. Sie planen gründlich und können sich die erwünschten Ergebnisse in aller Deutlichkeit vorstellen.
Bei vielen Freunden und Verwandten haben Sie das Gefühl, sie schon seit Ewigkeiten zu kennen. Nichtsdestoweniger können Sie leicht alte Beziehungen auflösen. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn Sie schnell sehr tiefe Bindungen aufbauen können, aber schon nach kurzer Zeit weiterziehen, ohne sich umzuschauen.
Eremiten haben Schwierigkeiten, andere um Hilfe zu bitten, da ihre spontane Regung das Nach-innen-Wenden ist. Doch indem Sie anderen erlauben, Ihnen zu helfen, lehren Sie. Gleichzeitig lockern sich dabei die Schranken, die Ihr übersteigertes Selbstwertgefühl Ihnen auferlegt hat.
Von Zeit zu Zeit werden Sie sich von den Äußerlichkeiten des Lebens abwenden. Sie brauchen dies, um das Wissen zu sammeln, das Sie Ihre Aufgabe vollenden lässt. Diese Aufgabe beinhaltet ein Nach-innen-Wenden. Projizieren Sie nicht länger auf andere. Akzeptieren Sie sich. Eine Neun kehrt immer wieder zu sich zurück, sowohl in der Mathematik als auch als Persönlichkeit.

© Text Mary K. Greer, Konzept Angeles Arrien

Donnerstag, 8. April 2010

Der neue Physiotherapeut

Gut gelaunt betrete ich das Gebäude des Gesundheitsvereins. Sofort empfängt mich die Kursleiterin mit einem seltsamen Blick an der Anmeldung und der Mitteilung, daß der Sport heute ausfällt. Sie hätte den ganzen Tag versucht, mich anzurufen. Ich erkläre, daß ich das Handy nur vormittags an hatte und sie mich deshalb nicht erreicht hat. Während ich mit ihr rede, fällt mir das erste Mal auf, wie alt sie wirklich ist. Ihr Alter muß mindestens 70 oder 80 sein, denn das Gesicht ist über und über mit feinen Fältchen überzogen, ebenso die Hände, und ihre Haare sind eigentlich grau statt blond. Trotzdem sind die Fingernägel rot lackiert. Für ihr Alter wirkt sie auf den ersten Blick ziemlich jugendlich, aber auch, wenn man das Alter erkennt, ist sie nicht unattraktiv. Ich bin etwas enttäuscht, umsonst gekommen zu sein, doch da tritt die jüngere Assistentin heran und teilt mir mit, wenn ich schon hier sei, könne ich gleich meinen neuen Physiotherapeuten kennenlernen und gerne auch eine erste Behandlung bekommen. Ein neuer Physiotherapeut? Davon weiß ich noch gar nichts. Aber gut, ich erkläre mich einverstanden. Sie weiht mich darin ein, daß ich mit ihm Französisch sprechen müsse, was gleichzeitig dazu dient, meine Kenntnisse darin aufzufrischen. Ach Herrje! Vom Französisch, das ich beim Abitur lernte, beherrsche ich höchstens noch Brocken. Andererseits ist es natürlich sehr praktisch, mit den Behandlungen ebenfalls gleich die Französischkenntnisse aufzufrischen. Mein neuer Physiotherapeut tritt in den Empfangsraum und ich bin angenehm überrascht. Ein Bild von einem Mann, groß, mittelblond mit grauen Schläfen und muskulös - da er nur einen weißen Slip trägt, ist der Körper gut zu erkennen - und außerdem stark behaart an Händen, Brust und Beinen. Genau mein Typ irgendwie, was mir aber eher Sorgen macht. Deshalb bin ich auch etwas verkrampft, als ich mit ihm in ein Behandlungszimmer gehe. Dazu kommt, daß ich krampfhaft nach französischen Vokabeln suche. Doch die Kommunikation scheint ebenso ohne diese zu funktionieren. Er beginnt mich zu massieren und seine Hände sind gigantisch. Sowohl von so viel Kraft, daß sie mich geradezu zu durchdringen scheinen, ebenso wie ihre sinnliche Wärme, die durch mich hindurchstrahlt, aber auf der anderen Seite von einer gewissen Sanftheit, die über allen Handlungen liegt. Ich entspanne von Sekunde zu Sekunde mehr, drifte kurzzeitig immer wieder in einen dunklen Schlaf, der sich sehr heilsam anfühlt, und stelle beim Aufwachen überrascht fest, daß mir alle französischen Vokabeln wieder einfallen, als hätte ich sie nie vergessen.

...

Aus blutigen Schwanenfedern
strickst du dein Lügennetz,
wähnst mich darin gefangen,
doch du weißt noch nicht,
daß mein wahrer Gefährte
der raumzeitlose Falke ist.
Hoch über den Nebeln fliegt er,
scharfsichtig späht er,
Hüter des Waage-Rechts,
stößt nieder auf meinen Ruf
und bringt mir das Aas
deines entseelten Lebens.

Mittwoch, 7. April 2010

Die Ratten

wagen sich jetzt bereits aus ihrem Territorium bis in die Bushaltestelle. Heute sah ich ein Rattenschwänzchen nach dem andern unter der Rückwand verschwinden. Drinnen schnupperten sie interessiert an Zigarettenkippen, konnten mit denen aber anscheinend nichts anfangen.
Ansonsten bekam ich heute "Barbietulpen" geschenkt. Solche habe ich bisher nie gesehen:

Barbietulpen

Allerdings vermisse ich den Seidenschimmer.

Traumsplitter

Die Erinnerung eines Lichtbildes. Im Sinne dieses Wortes wirkt es wie von einem Lichthauch überzogen. Drei übermütig lachende Kinder schauen in die Kamera, von wärmend bunten Sonnenpunkten umgeben. Zumindest macht das Foto einen bunten Eindruck, obwohl es eindeutig eher in blassen Sepiafarben gehalten und ein älteres Foto ist. Die Kinder scheinen gerade wild gespielt zu haben, denn sie sind von oben bis unten dreckig und beschmiert, was aber keines von ihnen in ihrer Unbefangenheit stört. Durch ihre Schultern kann man eine sonnenbeschienene Straße und einen Mauervorsprung erkennen. Zuerst erscheint mir das alles fremd, doch je länger ich das Bild betrachte, um so vertrauter kommt mir die Gegend vor. Ist das nicht....ist das nicht der Platz vor unserem früheren Konsum? Dann wäre es beinahe anzunehmen, daß ich eines dieser Kinder bin? Wieso kann ich mich nicht erkennen?

Dienstag, 6. April 2010

Sympathien sammeln (Lilac-Blütenessenz)

Im Dorf meiner Großeltern ist ein Essen mit M. geplant. Da ich noch ein wenig Zeit bis zum Date habe, setze ich mich auf eine niedrige Mauer an einem Garten. Es ist angenehm warm, die Sonne scheint und dieses niedrige Mauerstück ist wie ein Sitzbank zwischen den hohen Mauerstücken gestaltet, so daß es regelrecht dazu einlädt, sich hier in der Sonne niederzulassen. Allerdings ist mir im Traum bewußt, daß ich hier bereits desöfteren gesessen habe und die Besitzerin des Gartens, eine ältere Dame, es nicht gerne sieht. Sie hat Angst, daß man in ihren Garten kommt und Eßbares entwendet. Ich jedoch denke mir, wenn man dieses Mauerstück so offen läßt, kann man nicht erwarten, daß sich niemand darauf setzt, also kümmere ich mich nicht darum. Hinter mir, an einem Teil Maschendrahtzaun, klemmt eine Dolde schneeweißer Flieder, welche am Stiel mit einem feuchten Papiertaschentuch umwickelt ist, um frisch zu bleiben. Mir kommt der Gedanke, diese Fliederdolde mitzunehmen und M. zu schenken. Allerdings muß ich bei der plötzlichen Eingebung grinsen, daß diese Dolde von M. hier platziert wurde, um sie mir zu schenken. Der würde ziemlich blöd gucken, wenn ich dann damit ankäme. Die ältere Dame durchquert ihren Garten und wirft mir mißtrauische Blicke zu. Wir tauschen einige Sätze, an die ich mich nicht erinnere, und sie wird zunehmend versöhnlicher und netter. Jetzt winkt sie mich sogar herein. Ich springe in den Garten und sie winkt mich bis in ihr Haus. Hier geht sie in die Küche und holt eine blaue Schüssel in Form einer Steingutkugel, gefüllt mit Nudelsuppe. Anscheinend will sie mir Essen anbieten, und das, obwohl sie sonst fürchtet, daß man es ihr wegnimmt. Allerdings habe ich sie noch nicht vollständig für mich gewonnen. Um einen großen Tisch herum sitzen mehrere Familienmitglieder bei der Mahlzeit und scheinen ziemlich genervt, da es wohl nicht sehr friedlich hier zugeht. Ich setze mich dazu, unterhalte mich ein wenig, und die junge Frau rechts von mir wendet sich plötzlich mit einem Aufatmen zu mir und sagt etwas wie "Endlich mal jemand, bei dem man sich wie ein Mensch fühlt." Sie scheint sehr von meiner Art und mir eingenommen, so sehr, daß sie mir nun Hilfe bei der älteren Dame anbietet. Sie fragt, ob sie mir etwas besorgen soll, dies oder das, ob ich etwas brauche, und so weiter und so fort. Aber ich winke dankend ab. Ich bin mir sicher, daß mich die alte Dame ebenfalls bald mögen wird.

Ein Sturm ist über mein Haus getobt und hat meinen Balkon vollkommen leer gefegt. Sämtliche Balkonkästen, sogar die Korbstühle und Klappliegen sind heruntergeweht worden und liegen jetzt am Fuß des Hauses wie auf einer Müllhalde. So etwas habe ich noch nie erlebt. Schnell alles einsammeln. Während ich das tue, kommt eine zerlumpte Müllsammlerin vorbei, die nach noch Verwertbarem sucht, und grüßt mich, als würde sie mich für ihresgleichen halten. Das ist mir ziemlich unangenehm. Wieso hält sie mich für jemanden wie sie? Ich sammle hier nur meine Sachen auf.

Ein Schwarm schwarz-weiß gemusterter Raben, deren Unterschied zu den üblichen Krähen mir explizit im Traum auffällt. Sie wirken viel eleganter, fein geformter, haben einen schmalen Schnabel und unglaublich schwarze, intelligente Augen.

A. und A.

In einem mir bisher unbekannten Teil Berlins. Von irgendwo winken mir meine Mutter und andere Verwandte entgegen, hören aber sofort erschrocken wieder auf. Das tun sie, weil ihnen plötzlich einfällt, daß dies für mich unangenehm sein könnte und man das deshalb nicht tut. Allerdings erfahre ich gleichzeitig, daß A. irgendwann einmal mir zugewunken hat und ich ihn nicht bemerkt, bzw. gesehen habe. Duschka hat mir zugewunken und ich habe ihn nicht gesehen? Niemals! Das ist einfach unvorstellbar! Allein der Gedanke daran läßt mein Herz zusammenkrampfen.

In einer Veranstaltung mit A., meiner Schulfreundin. Durch irgendeine Bemerkung scheint sie verletzt zu sein. Sie senkt den Kopf und unter der Kapuze kommt es mir vor, als ob sie weint. Ich streiche über ihre Wange und sage "Nicht weinen!", da hebt sie den Kopf und lächelt schon wieder. Vielleicht hat sie auch gar nicht geweint.

Montag, 5. April 2010

Völlig durch den Wind

bin ich zur Zeit. Gestern habe ich ein Ostergeschenk für heute zertöppert und heute morgen den Zahnputzbecher aus Porzellan. Zwei Tage hintereinander etwas zu zerdeppern ist mir noch nie passiert. Außerdem sehe ich ständig verschwommen, so daß ich mich frage, ob meine Augen schlechter geworden sind oder ob es Neptun ist, der mir die Sicht vernebelt. Inzwischen habe ich auch schon wieder einen Stapel Rechnungen und Post gesammelt, die ich einfach nicht gebacken kriege. Das erinnert mich an die Zeit, als Neptun über meinen Deszendenten lief und ich über ein gesamtes Jahr sämtliche Post und Rechnungen, inkl. der Mahnungen gesammelt hatte. Man könnte mich schlagen und könnte trotzdem nicht erklären, warum es einfach nicht mehr funktioniert, bzw. ich nicht mehr funktioniere, obwohl es mir sonst keine Mühe macht. Sorgen macht mir ebenfalls der Job, da ich kaum noch einen klaren Gedanken fassen kann, aber jeden Monat knapp 500.000 Euro über meinen Tisch gehen. Da kann ich nur hoffen, mich dort wenigstens noch einigermaßen konzentrieren zu können, so daß ich nicht bis zu meinem Tod irgendwelche Regreßansprüche abzahle. Schließlich gehöre ich leider nicht zu den "hohen Tieren", die sich darüber regelmäßig nicht den Kopf zerbrechen müssen. Im Moment tauge ich wirklich nur zum Dichten.
Als Ostergeschenk erhielt ich von meiner Schwägerin ein schönes, in Serviettentechnik gebasteltes Windlicht, und meine Mutter hat leider ihre Drohung wahr gemacht, mir ein Kleid zu schenken. Es begann schon im letzten Jahr auf der Kurzreise, als wir sonntags in einem Örtchen an einem Bekleidungsgeschäft vorbeikamen, und sie mir unbedingt ein Kleid kaufen wollte, das sie im Schaufenster sah (und das, obwohl sie weiß, daß ich nie Kleider trage). Ich atmete hörbar darüber auf, daß es Sonntag war und deshalb das Geschäft geschlossen, aber meine Mutter jammerte noch tagelang, sie möchte mir so gerne ein Kleid kaufen. Heute erhielt ich dann die Bescherung: Ein Kleid, mindestens eine Nummer zu groß und ziemlich gräßlich. Ich glaube, meine Mutter wird es nie verstehen, daß ich weder ihren Geschmack, noch ihre Kleidergröße habe. Weiterhin wurden jede Menge Pläne für neue Trips und Kurzreisen geschmiedet. Wenn alles gut geht, werde ich meinen 40igsten vielleicht in Dresden "an der Hotelbar" (Bemerkung meines Bruders) feiern. Würde mich freuen, und mir wurde angekündigt, daß ich dann in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen bin. Da frage ich mich, in welchem Kreis ich bisher herumgedümpelt bin?

Windlicht
Kleid

Sonntag, 4. April 2010

Leserpost

Heute erhielt ich die Email eines Lesers, die mich sehr gefreut hat. Er nannte mich darin eine Kriegerin der Poesie, wobei ihm sicher nicht bewußt ist, wie sehr dieser Begriff meiner jetzigen Situation entspricht. Ich führe tatsächlich Krieg mit meinen Gedichten. Einen erbitterten Krieg gegen Falschheit, Unmoral hinter heuchlerischen Masken und Selbstsucht, auch wenn man dies den Gedichten nicht ansieht, denn der Krieg findet auf verschiedenen Ebenen statt. Und er schrieb etwas, das ich ganz genauso empfinde wie er, nämlich daß die Zeit im Moment eine Qualität hat, die Falschheit und Ratten an die Oberfläche treibt, wo sie sich zu erkennen geben. Und dies in jedem Bereich, sowohl im persönlichen, als auch in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Hilf- und wortreiche Blender entpuppen sich plötzlich als völlig auf den Selbstzweck ausgerichtete Bedürftige ohne jede Moral. Helfermasken fallen und präsentieren grinsende, gleichgültige Fratzen ohne ethische Verantwortung. Vielleicht ist dies eine notwendige Reinigungsphase und das, was danach noch Bestand hat, ist hoffentlich echt. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes Osterfest.